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DE102022107382B4 - Bremssattelanordnung für eine Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
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DE102022107382B4 - Bremssattelanordnung für eine Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges - Google Patents

Bremssattelanordnung für eine Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges Download PDF

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Abstract

Bremssattelanordnung für eine Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges, mit einem im Querschnitt U-förmigen Bremssattel (4), an dessen Bremssattelschenkeln (6, 8) zwei gegenübergelegene Bremsbelagmodule (12, 14) vorgesehen sind, die jeweils einen Bremsbelagträger (16, 18) mit einem darauf angeordneten Bremsbelag (20, 22) aufweisen, die mittels mindestens einem Bremskolben (24, 26) und mindestens einem Führungsorgan (28, 30) in zueinander gerichteter Richtung und vice versa beweglich gelagert sind, wobei eine Federanordnung (38) vorgesehen ist, die mindestens ein Federorgan (40, 42) für jedes Bremsbelagmodul (12, 14) an der zu einer Bremssattelbrücke (32) des Bremssattels (4) gerichteten Seite (44, 46) aufweist, wobei an der zur Bremssattelbrücke (32) gegenüber gelegenen Seite (34, 36) des jeweiligen Bremsbelagmoduls (12, 14) mindestens ein rampenförmiges, zum gegenüber gelegenen Bremsbelagmodul (12, 14) gerichtetes Rückstellmittel (48, 50; 52, 54) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellmittel (48, 50) als zweites Federorgan ausgebildet ist, wobei das zweite Federorgan (48, 50) am Bremssattel (4) befestigt ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Bremssattelanordnung für eine Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges, mit einem im Querschnitt U-förmigen Bremssattel, an dessen Bremssattelschenkeln zwei gegenübergelegene Bremsbelagmodule vorgesehen sind, die jeweils einen Bremsbelagträger mit einem darauf angeordneten Bremsbelag aufweisen, die mittels mindestens einem Bremskolben und mindestens einem Führungsorgan in zueinander gerichteter Richtung und vice versa beweglich gelagert sind, wobei eine Federanordnung vorgesehen ist, die mindestens ein Federorgan für jedes Bremsbelagmodul an der zu einer Bremssattelbrücke des Bremssattels gerichteten Seite aufweist, wobei an der zur Bremssattelbrücke gegenübergelegenen Seite des jeweiliges Bremsbelagmoduls mindestens ein rampenförmiges, zum gegenübergelegenen Bremsbelagmodul gerichtetes Rückstellmittel vorgesehen ist.
  • Es ist hinlänglich bekannt, in Bremsvorrichtungen für Kraftfahrzeuge Bremssättel einzusetzen, die U-förmig ausgebildet sind und auf diese Weise mit ihren Bremssattelschenkeln eine Bremsscheibe umgreifen. An den Bremssattelschenkeln ist jeweils ein Bremsbelagmodul vorgesehen, dass aus einem Bremsbelagträger und einem darauf angeordneten Bremsbelag aufgebaut ist. Das Bremsbelagmodul ist hierbei über mindestens einen Bremskolben und mindestens ein Führungsorgan beweglich am Bremssattel gelagert, wobei der Bremskolben mittels eines hydraulischen Druckes den Bremsbelag in Haltekontakt mit der Bremsscheibe bringt, um die Bremswirkung zu erzielen und nach Abschluss des Bremsvorganges den Bremsbelag wieder von der Bremsscheibe abhebt. Hierbei kann es jedoch vorkommen, dass der Bremsbelag in einer Kontaktierung mit der Bremsscheibe verbleibt, so dass ein Restbremsmoment auch nach Beendigung des Bremsvorganges erzeugt wird. Dieses Restbremsmoment erzeugt einerseits einen erhöhten Verschleiß des Bremsbelages und andererseits ein als unangenehm empfundenes Geräusch. Um ein derartiges Restbremsmoment zu verhindern, ist es aus der WO 2017/085619 bereits bekannt für jedes Bremsbelagmodul ein Federorgan vorzusehen, das auf einer zur Bremssattelbrücke gerichteten Seite des Bremsbelagträgers angreift, um das Bremsbelagmodul bei der Rückstellbewegung nach Abschluss des Bremsvorganges zu unterstützen. Nun hat es sich gezeigt, dass eine derartige Anordnung nicht ausreicht, um eine „parallele“ Rückstellung des Bremsbelagmoduls in allen Betriebssituationen zu gewährleisten. Insbesondere ist es möglich, dass sich das Bremsbelagmodul nicht parallel, sondern angewinkelt von der Bremsscheibe abhebt. Weitere Bremssattelanordnungen sind aus dem druckschriftlichen Stand der Technik gemäß der WO 2019/243934 A1 , der US 2020/0386286 A1 , der US 2021/0206355 A1 , der EP 1 933 054 A1 , der DE 42 08 003A1 , der JP H08 - 254 232 A und der WO 2008/079087 A1 bekannt. Eine gattungsgemäße Ausführung, siehe hierzu auch 3, ist aus der DE 44 18 703 A1 bekannt, bei der das Rückstellmittel als abgeschrägter Bolzen ausgeführt ist. Hierbei ergibt sich jedoch ein erhöhter Herstellungs- bzw. Montageaufwand.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher den oben genannten Nachteil auf einfach und kostengünstige Weise zu vermeiden.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Rückstellmittel als zweites Federorgan ausgebildet ist, wobei das zweite Federorgan am Bremssattel befestigt ist. Hierdurch ist gewährleistet, dass das Bremsbelagmodul eine in Bezug auf eine Bremsscheibe parallele Rückstellbewegung nach Abschluss eines Bremsvorganges durchführt, so dass das Restbremsmoment minimiert wird. Durch die rampenförmige Formgebung wird die Rückstellbewegung entlang der Rampe vorgegeben und zudem die Rückstellbewegung durch die Federkraft des Federorgans unterstützt. Die Befestigung der kompletten Federanordnung am Bremssattel gewährleistet einen kompakten Aufbau der Bremssattelanordnung.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform sind zwei Führungsorgane vorgesehen, die an der der Bremssattelbrücke gegenübergelegenen Seite im Bereich einer linken und rechten Ecke des Belagmoduls verlaufen.
  • Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigt:
    • 1 eine Bremssattelanordnung gemäß dem bekannten Stand der Technik;
    • 2 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bremssattelanordnung, und
    • 3 eine zweite Ausführungsform gemäß dem bekannten Stand der Technik.
  • 1 zeigt eine bekannte Bremssattelanordnung 2 für eine nicht weiter dargestellte Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges in einer schematischen Ansicht. Hierzu ist zunächst ein im Wesentlichen im Querschnitt U-förmiger Bremssattel 4 vorgesehen, der mit Bremssattelschenken 6 und 8 eine Bremsscheibe 10 umschließt. An den Bremssattelschenkeln 6, 8 sind zwei, sich gegenüberliegende Bremsbelagmodule 12, 14 vorgesehen, die jeweils einen Bremsbelagträger 16, 18 mit einem darauf angeordneten Bremsbelag 20, 22 aufweisen. Diese Bremsbeläge 20, 22 werden beim Bremsvorgang durch Bremskolben 24, 26 gegen die Bremsscheibe 10 gedrückt und nach dem Bremsvorgang wieder von der Bremsschreibe 10 abgehoben. Hierbei werden die Bremsbelagträger 16, 18 jeweils von zwei Führungsorganen 28, 30 (von denen in der vorliegenden Ansicht jeweils nur eins dargestellt ist) geführt. Die jeweiligen zwei Führungsorgane 28, 30 sind hierbei an einer Bremssattelbrücke 32 gegenübergelegenen Seite 34, 36 der jeweiligen Bremsbelagträger 16, 18 im Bereich einer linken und rechten Ecke (von einer Seitenansicht der Bremsbelagmodule 12, 14 aus gesehen) vorgesehen. Um nun den Rückstellvorgang der Bremsbelagmodule 12, 14 dahingehend zu unterstützen, dass diese sich möglichst parallel von der Bremsscheibe 10 wegbewegen, ist eine Federanordnung 38 mit zwei Federorganen 40, 42 vorgesehen. Die Federorgane 40, 42 greifen hierbei auf die Bremsbelagträger 16, 18 an einer zur Bremssattelbrücke 32 gerichteten Seite 44, 46 an. Durch diesen Angriffspunkt kann im Betriebsfall ein Verschwenken der Bremsbelagmodule 12, 14, wie in 1 überzeichnet dargestellt, stattfinden, was dazu führt, dass nach Lösen der Bremsvorrichtung ein Reibkontakt verbleibt und somit ein ungewünschtes Restbremsmoment erzeugt wird.
  • Um dies nun zu verhindern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass an der zur Bremssattelbrücke 32 gegenübergelegenen Seite 34, 36 des jeweiligen Bremsbelagmoduls 14, ein rampenförmiges, zum gegenübergelegenen Bremsbelagmodul 12, 14 gerichtetes Rückstellmittel 48, 50; 52, 54 vorgesehen ist.
  • In einer ersten in 2 dargestellten Ausführungsform wird das jeweilige Rückstellmittel 48, 50 durch ein zweites Federorgan, dass als Bestandteil der Federanordnung 38 auch am Bremssattel 8 befestigt sein kann, ausgebildet. Das jeweilige Federorgan 48. 50 ist hierbei als Plattfeder ausgebildet, die zur Bremsscheibe 10 hin rampenförmig verläuft. Durch die nun vorliegende Federanordnung 38 kann die Rückstellkraft und Lage des jeweiligen Bremsbelagmoduls 12, 14 optimal in allen Betriebssituationen eingestellt werden, um auf diese Weise ein paralleles Abheben der Bremsbeläge 20, 22 zu gewährleisten (um dies zu verdeutlichen sind Kraft- und Richtungspfeile dargestellt).
  • Bei einer alternativen, bekannten Ausführungsform gemäß 3 ist das jeweilige Führungsorgan 28, 30 durch ein Rückstellmittel 52, 54 ersetzt worden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das jeweilige Rückstellmittel 52, 54 als kegelstumpfförmiges Führungsorgan ausgebildet. Ein Vorteil dieser Lösung ist, dass kein zusätzliches Bauteil verbaut werden muss. Die beiden Führungsorgane 28, 30 die jeweils den Bremsbelagträger 16, 18 führen werden einfach durch die Rückstellmittel 52, 54 ersetzt. Die Niederhaltekraft der jeweiligen Feder 40, 42 drückt bei der Rückstellbewegung den jeweiligen Bremsbelagträger 16, 18 und damit das Bremsbelagmodul 12, 14 entlang der Rampe der Rückstellmittel 52, 54 nach unten und stellen auf diese Weise eine Parallelverschiebung zur Bremsscheibe 10 sicher. Die Rückstellmittel können hier natürlich auch komplett kegelförmig oder auch keilförmig ausgebildet sein. Auch hier sind der Deutlichkeit halber Kraft- und Richtungspfeile vorgesehen.

Claims (2)

  1. Bremssattelanordnung für eine Bremsvorrichtung eines Kraftfahrzeuges, mit einem im Querschnitt U-förmigen Bremssattel (4), an dessen Bremssattelschenkeln (6, 8) zwei gegenübergelegene Bremsbelagmodule (12, 14) vorgesehen sind, die jeweils einen Bremsbelagträger (16, 18) mit einem darauf angeordneten Bremsbelag (20, 22) aufweisen, die mittels mindestens einem Bremskolben (24, 26) und mindestens einem Führungsorgan (28, 30) in zueinander gerichteter Richtung und vice versa beweglich gelagert sind, wobei eine Federanordnung (38) vorgesehen ist, die mindestens ein Federorgan (40, 42) für jedes Bremsbelagmodul (12, 14) an der zu einer Bremssattelbrücke (32) des Bremssattels (4) gerichteten Seite (44, 46) aufweist, wobei an der zur Bremssattelbrücke (32) gegenüber gelegenen Seite (34, 36) des jeweiligen Bremsbelagmoduls (12, 14) mindestens ein rampenförmiges, zum gegenüber gelegenen Bremsbelagmodul (12, 14) gerichtetes Rückstellmittel (48, 50; 52, 54) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückstellmittel (48, 50) als zweites Federorgan ausgebildet ist, wobei das zweite Federorgan (48, 50) am Bremssattel (4) befestigt ist.
  2. Bremssattelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Führungsorgane (28, 30) vorgesehen sind, die an der der Bremssattelbrücke (32) gegenübergelegenen Seite (34, 36) im Bereich einer linken und rechten Ecke des Bremsbelagmoduls (12, 14) verlaufen.
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