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DE1419356B2 - Verfahren zum Chemischreinigen von Textilien - Google Patents
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DE1419356B2 - Verfahren zum Chemischreinigen von Textilien - Google Patents

Verfahren zum Chemischreinigen von Textilien

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DE1419356B2
DE1419356B2 DE1419356A DE1419356A DE1419356B2 DE 1419356 B2 DE1419356 B2 DE 1419356B2 DE 1419356 A DE1419356 A DE 1419356A DE 1419356 A DE1419356 A DE 1419356A DE 1419356 B2 DE1419356 B2 DE 1419356B2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Chemischreinigen von Textilien mit einem nichtentflammbaren Lösungsmittel auf Basis Chlorfluorkohlenwasserstoff.
In der Anfangszeit des Chemischreinigens von Textilien, welches häufig auch Trockenreinigung genannt wird, wurde so vorgegangen, daß man ein flüssiges organisches Lösungsmittel, und zwar meist einen natürlichen Kohlenwasserstoff, auf ein Tuch auftrug und das zu reinigende Textilstück mit diesem Tuch wischend bearbeitete, um Schmutz von verschmutzten Stellen des betreffenden Textilstückes zu lösen, wobei dieser Schmutz dann teilweise auf das mit dem Lösungsmittel getränkte Tuch überging. Die Textilien- bzw. Kleidungsstücke wurden dann zum Trocknen aufgehängt, um in ihnen verbliebene Lösungsmittelreste verdampfen zu lassen. Um eine bessere Reinigungswirkung zu erzielen, ging man später dazu über, zu reinigende Textilien in flüssiges Lösungsmittel einzutauchen und darin entsprechend zu bewegen, um den Schmutz zu entfernen; danach hat man die Textilien in Trockenkammern von den Lösungsmittelresten befreit, wobei man die Dämpfe in die Umgebung abströmen ließ. Als Lösungsmittel hat man dabei natürliche Kohlenwasserstoffe angewendet. Da diese natürlichen Kohlenwasserstoffe in hohem Grade feuergefährlich sind und zufolge dieser Feuergefährlichkeit eine eminente Gefährdung der mit der Reinigung befaßten Personen gegeben war, ging man in der Folge auf die Verwendung chlorierter Kohlenwasserstoffe über. Hierbei ergaben sich aber andere wesentliche Nachteile, wie z. B. die sehr große Giftigkeit des zunächst verwendeten Tetrachlorkohlenstoffes und dessen Tendenz, bei Anwesenheit von Feuchtigkeit freies Chlor abzugeben, das as selbst wieder in hohem Maße giftig ist und eine Korrosion der Metallteile der Reinigungsvorrichtung bewirkt. Erst der Einsatz von Perchloräthylen als Lösungsmittel brachte dann eine gewisse Besserung der bis dahin unbefriedigenden Nebenerscheinungen beim Trockenreinigen, aber auch dieses Lösungsmittel hat beim Einsatz zum Trockenreinigen bzw. Chemischreinigen verschiedene Nachteile. So hat es nicht nur eine sehr große Lösekraft, die auch in einem hohen Kauri-Butanol-Wert zum Ausdruck kommt und ein Auslaufen von Farben, insbesondere drucktechnisch aufgebrachter Farben, verursachen kann und die vielfach den Textilien eine harte Textur verleiht, die eine Behandlung mit einem Gleitmittelzusatz nötig macht, sondern es ist in den Textilien in flüssiger oder in dampfförmiger Form zurückgebliebenes Perchloräthylen nach dem Reinigungsvorgang nur schwer aus diesen Textilien entfernbar. Letzteres hat seinen Grund nicht zuletzt im hohen Siedepunkt und im verhältnismäßig niedrigen Dampfdruck, so daß das Verdampfen eine verhältnismäßig hohe Temperatur erfordert, und man muß deshalb zur Beschleunigung des Trockenvorganges Heißluft durch die Textilien hindurchblasen. In der Praxis verwendet man dabei meist Heißluft mit einer zwischen 66 und 88° C liegenden Temperatur. Hierdurch wird aber nicht nur häufig eine statische Aufladung der Textilien herbeigeführt, die auch ein Aufrauhen der Oberfläche derselben nach sich zieht, sondern es kann eine solche Heißluftbehandlung auch zu einem »Einbrennen« von Flecken führen, die im vorangegangenen Reinigungsprozeß durch das Lösungsmittel nicht entfernt wurden.
Es wurde nun vorgeschlagen, Chlorfluorkohlenwasserstoffe als Lösungsmittel für das Chemischreinigen von Textilien einzusetzen, und hierbei wurde unter anderem auch die Verwendung von Trichlormonofluormethan und auch von Trichlortrifluoräthan ins Auge gefaßt (USA.-Patentschrift 26 39 599, deutsche Auslegeschrift 11 66 962). Insbesondere Trichlortrifluoräthan weist dabei hinsichtlich seines Reinigungsvermögens sehr gute Eigenschaften auf und zeichnet sich auch durch eine sehr geringe Giftigkeit aus. Es ergibt sich aber, daß ein einfacher Einsatz
solcher Chlorfluorkohlenwasserstoffe an Stelle natürlicher Kohlenwasserstoffe oder chlorierter Kohlenwasserstoffe praktisch nicht zielführend ist, da die vorgenannten Chlorfluorkohlenwasserstoffe einen sehr niedrigen Siedepunkt, einen verhältnismäßig hohen Dampfdruck und eine hohe Verdampfungsgeschwindigkeit aufweisen und überdies die Luft große Mengen an Dampf dieser Verbindung aufnehmen kann, wozu sich noch ein im Vergleich mit üblichen Chlorkohlenwasserstoffen sehr hoher Preis der genannten Chlorfluorverbindungen gesellt. Wenngleich nun manche der vorgenannten Eigenschaften das Trocknen der gereinigten Textilien sehr erleichtern und ein Trocknen mit Luft von Raumtemperatur gestatten, ergeben sich doch andererseits beim Einsatz solcher Chlorfluorkohlenwasserstoffe als Flüssigkeit zum Chemischreinigen von Textilien bei herkömmlicher Vorgangsweise nicht unbeträchtliche Schwierigkeiten, und es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren eingangs erwähnter Art zu schaffen, mit dem unter Einsatz von Chlorfluorkohlenwasserstoffen Textilien mit geringem Kostenaufwand und unter geringstmöglicher Umweltbelastung durch abströmende Dämpfe gereinigt werden können, wobei auch die Möglichkeit bestehen soll, daß ein solches Verfahren von Laien, etwa mittels durch Münzeinwurf bedienbarer Apparate, ausgeführt werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren eingangs erwähnter Art ist dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) die Textilien in einen verschließbaren Behälter bringt und diesen Behälter abschließt,
(b) den geschlossenen Behälter mit den Lösungsmitteln l,l,2-Trichlor-l,2,2-trifluoräthan oder
- Trichlormonofluormethan von einem Reservoir des Lösungsmittels aus beschickt,
(c) die Textilien und das Lösungsmittel in dem Behälter unter mechanischem Bewegen in Gegenwart einer kleinen Menge eines grenzflächenaktiven Mittels wäscht,
(d) die im Behälter vorhandene Luft und die beim Füllen des Behälters und bei den Reinigungsgängen entstehenden Dämpfe auffängt und diese Gase, wenn der Druck im Behälter einen vorgegebenen Wert übersteigt, über eine Leitung, die vom Behälter zu einem Dampf-Wiedergewinnungssystem führt, abführt, von wo aus das Lösungsmittel wieder in das Reservoir zurückgeführt wird,
(e) das gebrauchte Lösungsmittel nach der Wäsche in ein anderes Reservoir überführt als in das vorerwähnte und das Lösungsmittel zur Wiederverwendung reinigt,
(f) die Textilien in dem Behälter trocknet und die gebildeten Dämpfe entfernt und zu dem Wiedergewinnungssystem leitet und
(g) hierbei die vorgenannten Verfahrensschritte so steuert, daß der gesamte Lösungsmittelverlust nicht mehr als 44 g Lösungsmittel pro kg gereinigter Textilien beträgt.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es möglich, auf wirtschaftliche Weise und ohne die Umwelt durch nennenswerte Lösungsmitteldampfimisson zu belasten, von den für die Reinigung von Textilien vorteilhaften Eigenschaften der vorgenannten Chlorfluorkohlenwasserstoffe Gebrauch zu machen und hierbei in sehr kurzer Zeit eine wirkungsvolle und doch schonende Reinigung von Kleidungsstücken bzw. Textilien zu erzielen. Es ist dabei auch von einer gewissen Bedeutung, daß die vorgenannten Chlorfluorkohlenwasserstoffe, die im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Einsatz kommen, leicht und wirtschaftlich durch Destillation gereinigt werden können, so daß in Anlagen, die der Reinigung der Textilien dienen, der Reinigungsprozeß stets
ίο mit optimal gereinigtem Lösungsmittel vorgenommen werden kann.
Es versteht sich von selbst, daß die einzelnen Teile der Anlage, in der das erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt wird, im wesentlichen luftdicht bzw. dampf dicht sein müssen, um dem unerwünschten Entweichen des Lösungsmittels bzw. der Dämpfe desselben entsprechend vorzubeugen.
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es hinsichtlich der Reinigung der Textilien sehr vorteilhaft, wenn man vorsieht, daß nach dem Ablassen des gebrauchten Lösungsmittels nach der Wäsche ein Spülvorgang der in gleicher Weise wie der Waschgang mit reinem Lösungsmittel vorgenommen wird, wobei auch dieses Lösungsmittel dann abgelassen und zur Wiederverwendung gereinigt wird.
Zur Wiedergewinnung der Lösungsmitteldämpfe bzw. zur Abscheidung derselben aus dem aufgefangenen Luft-Dampf-Gemisch und zur Rückführung der Dämpfe in den flüssigen Aggregatzustand kann unter Umständen ein entsprechend tief gekühlter Kondensationskühler vorgesehen werden. Es ist aber einfacher und besser, wenn man, wie dies gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen ist, die Lösungsmitteldämpfe mit einem festen Adsorbens auffängt und aus diesem Absorbens das Lösungsmittel durch Wasserdampfdestillation rückgewinnt. Vorteilhaft sieht man dabei zwei Adsorber vor, wobei jeder dieser Adsorber zumindestens eine Aufnahmekapazität besitzt, die ausreicht, um die in der Reinigungsanlage während des Behandeins einer oder zweier Chargen von Kleidungsstücken oder Textilien entstehenden Dämpfe aufzunehmen. Man kann dabei jeweils einen Adsorber zur Aufnahme der Dämpfe einsetzen und den anderen während dieses Zeitraums einem Desorptions- und Abkühlungszyklus unterwerfen.
Da die Abscheidung der Lösungsmitteldämpfe aus dem in der Anlage aufgefangenen Luft-Dampf-Gemisch für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens wie auch für die anzustrebende Vermeidung einer Umweltbelastung durch ausströmende Dämpfe von Bedeutung ist, wird man auch trachten, die Adsorptionskapazität der Adsorptionsmasse, als welche gewöhnlich Aktivkohle zum Einsatz kommt, möglichst groß zu halten; unter gewöhnlichen Umständen, wenn man einfach ein großes Luftvolumen, das geringere Mengen an Lösungsmitteldämpfen enthält, durch Aktivkohle hindurchleitet, werden beim ersten derartigen Adsorptionsvorgang von der Kohle nur etwa 8 % ihres Gewichtes an Lösungsmittel aufgenommen, und danach können Lösungsmitteldämpfe unadsorbiert das Kohlebett passieren; durch besondere Vorgangsweisen kann aber die Adsorptionsfähigkeit von Aktivkohle für Chlorfluorkohlenwasserstoffe vorgenannter Art auf etwa 30 bis 40°/» des Kohlegewichtes erhöht werden, wofür man im allgemeinen zunächst trachtet, ein an Lösungsmitteldämpfen möglichst reiches Gasgemisch mit verhältnismäßig geringer Ge-
schwindigkeit dem Adsorptionsmittel zuzuführen, weiter dann die Luftzufuhr zur Adsorptionsschicht unmittelbar nach dem Trocknen der Textilien bzw. Kleidungsstücke einstellt und auch trachtet, nach der Desorption eine im wesentlichen trockene Kohleschicht zu erhalten; letzteres wird im allgemeinen durch Verwendung von überhitztem Dampf, erhitzter Luft oder längerer Hindurchleitung von Luft mit hoher Geschwindigkeit oder durch eine Kombination letzterer Maßnahmen zu erreichen versucht.
Durch den Einsatz eines grenzflächenaktiven Mittels zusammen mit den Chlorfluorkohlenwasserstoffen, deren Verwendung im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen ist, wird die an sich sehr gute Reinigungskraft der genannten Chlorfluorkohlenwasserstoffe weiter unterstützt und insbesondere auch über diesbezügliche Eigenschaften des Lösungsmittels weiter einer Ablagerung bereits aus den Textilien herausgewaschenen Schmutzes auf den Textilien weiter entgegengewirkt. Es ist dabei vorzugsweise der Einsatz grenzflächenaktiver Mittel in BeEigenschaften der Lösungsmittel
tracht gezogen, die mit dem Chlorfluorkohlenwasserstoff eine kolloidale Suspension und mit Wasser eine Emulsion bilden. Da Textilfasern normalerweise Feuchtigkeit aus der Luft absorbieren und in sich festhalten, liegt dabei im zu reinigenden Gut bereits eine gewisse Menge an Feuchtigkeit zur Bildung einer solchen Emulsion vor, die in vielen Fällen ausreichend ist; man kann aber auch, falls erforderlich, eine geringe Menge an Wasser direkt als Vormischung mit den grenzflächenaktiven Mitteln und dem Chlorfluorkohlenwasserstoff vereinigen oder gegebenenfalls auch zusammen mit dem grenzflächenaktiven Mittel dem Chlorfluorkohlenwasserstoff während des Reinigungsprozesses zusetzen.
Verschiedene Eigenschaften der im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Einsatz vorgesehenen Chlorfluorkohlenwasserstoff in Vergleich mit anderen Lösungsmitteln sind in nachstehender Tabelle, die auf Angaben eines führenden Herstellers
so solcher Chlorfluorkohlenwasserstoffe basiert, angeführt.
Siedepunkt
Verdampfungs- Dampfdruck Entflammbar
geschwindigkeit etwa 25°
CCU = 100
Kauri-Butanolwert
mm Giftigkeitsmaß
Teile pro Million
Tetrachlorkohlenstoff 171
Perchloräthylen 249
Trichlortrifluoräthan 118
Trichlormonofluormethan 75
100 114 nein 114 25
39 23 nein 90 200
170 320 nein 31 1000+
225 über 760 nein 60 1000 +
Die in dieser Tabelle angeführten Werte für die Verdampfungsgeschwindigkeit sind auf die Verdampfungsgeschwindigkeit von Tetrachlorkohlenstoff bezogen, die gleich 100 gesetzt ist. Diese Werte sind im wesentlichen als informative Anhaltspunkte zu betrachten.
Die Erfindung wird nun an Hand einer Beschreibung einer Anlage, die zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen ist und der Wirkungsweise dieser Anlage unter ergänzender Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und
Fig. 2 ein Zeitdiagramm, in dem die Einschaltzeitintervalle verschiedener Komponenten der in Fig. 1 dargestellten Anlage im Zuge eines Arbeitszyklus des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt sind.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Anlage ist eine kombinierte Wasch-Trocken-Vorrichtung, in der der Chemischreinigungsprozeß der Kleidungsstücke bzw. Textilien ausgeführt wird und die ein Gehäuse 10 mit einer an der Vorderfläche desselben vorgesehenen Zugangstür 12 aufweist, vorgesehen. Am Gehäuse 10 ist weiter ein Lufteinlaß 14, der mit einem Ventil 16 verschließbar ist, angeordnet, und es ist das Ventil 16 mit einem Betätiger 18 versehen. Die Zugangstür 12 und das Ventil 16 sind in nicht näher dargestellter Weise mit geeigneten elastischen Dichtungen od. dgl. ausgestattet, so daß im geschlossenen Zustand die betreffenden Gehäuseöffnungen entsprechend abgedichtet sind. Im Inneren des Gehäuses ist ein trommelartiger perforierter Behälter 20, der in der Zeichnung strichliert dargestellt ist, angeordnet und dieser Behälter, der zur Aufnahme der zu reinigenden Kleidungsstücke bzw. Textilien dient, wird von einem Motor 22, der eine Zweigangeinrichtung 24 aufweist, in Drehung versetzt. Hierbei ist zur Verbindung des Motors 22 mit dem Behälter 20 ein Riemen 26 vorgesehen.
Die Anlage weist weiter einen im wesentlicher luftdichten Behälter 28 auf, der als Reservoir für das flüssige Lösungsmittel dient, und es kann dieses mi: einer Pumpe 30 dem Inneren des Gehäuses 10 zugeführt werden; die Pumpe 30 kann in die Flüssigkei im Behälter 28 eintauchen. Es führt dabei von de. Pumpe 30 eine Leitung 32 zum Gehäuse 10, in dl· ein Ventil 34 eingefügt ist, das durch einen Betätige 36 gesteuert ist. Wird nun durch die Pumpe 30 der Gehäuse 10 Flüssigkeit zugeführt, werden die Lui bzw. die im Inneren des Gehäuses befindliche: Dämpfe durch die Flüssigkeit verdrängt, und diese Gasgemisch strömt durch eine Leitung 38 ab, di zum Reservoir 28 zurückführt und ein Ventil 40 em hält, das durch einen Betätiger 42 gesteuert ist. Ir Reservoir 28 befindet sich eine Kühlschlange 44, di normalerweise an eine Kühlmittelquelle angeschloi sen ist.
Zur Aufnahme eines grenzflächenaktiven Mitte ist ein kleinerer Behälter 46 vorgesehen, und dies ist über eine Pumpe 48, die sich auch innerhalb d Behälters 46 befinden kann, und eine Leitung 50 η einem Gefäß 52 verbunden, an das eine Rückleitu: 54 angeschlossen ist, die zum Reservoir 46 zurüc führt, und weiter eine Leitung 56, die vom Gefäß zum Behälter 10 führt. In letztere Leitung 56 ist t
Ventil 58 eingefügt, das durch einen Betätiger 60 gesteuert wird.
Nach der Beendigung des Waschvorganges wird das gebrauchte Lösungsmittel aus dem Behälter 10 durch eine Leitung 62 mit einem Ventil 64, das durch einen Betätiger 66 gesteuert wird, abgelassen. Die Leitung 62 führt zu. einer Destillationsvorrichtung mit einem weiteren Reservoir 68, in dem ein in der Zeichnung als Schlange 74 dargestellter Wärmeaustauscher, der an eine Wärmequelle, z. B. ein Heißwassersystem, angeschlossen ist, untergebracht ist. Ein Zweiwegventil 76 reguliert dabei den Fluß des heißen Wassers entweder zur Schlange 74 oder zu einer Ableitung 78. Das Ventil 76 wird durch einen Betätiger 80 gesteuert. Das Reservoir 68 der Destillationsvorrichtung ist über eine Druckausgleichleitung 70, die ein Absperrventil 72 enthält, in Verbindung mit dem Reservoir 28. Das Reservoir 68 ist außerdem mit einer Abzugsleitung 82 versehen, die ein Handventil 84 enthält. Eine vom Reservoir 68 der Destillationsvorrichtung ausgehende Destillatleitung 86 führt zu einem Kühler 88. Vom Boden des Kühlers 88 verläuft eine Leitung 90 zu einem Kreuzstück 92, das oberhalb eines Flüssigkeitsabscheiders 94 angeordnet ist. Vom Flüssigkeitsabscheider 94 führt eine Leitung 96 zum Reservoir 28, und durch diese Leitung wird Lösungsmittel zum Reservoir 28 zurückgeführt.
Zum Sammeln der während der verschiedenen Verfahrensstufen entstandenen Lösungsmitteldämpfe ist ein Kanal 98 vorgesehen, der zu einem Gehäuse 100 führt, das einen (nicht gezeigten) Filtersack enthält, der von Zeit zu Zeit durch eine in das Innere des Gehäuses 100 führende Tür ausgetauscht werden kann. An das Gehäuse 100 ist ein Ventilatorgehäuse 104 angeschlossen, in dem ein Ventilatorrotor 106 angeordnet ist, der von einem geeigneten Motor 108 angetrieben wird. Es steht dabei die Niederdruckseite des Ventilatorrotors 106 mit dem Gehäuse 100 in Verbindung, um Dämpfe in den Kanal 98 zu ziehen. Am äußeren Ende des Kanals 98 ist ein Behälter 110 angeordnet, der eine Sammel- und Mischkammer für Dämpfe darstellt. Eine Entlüftungs- bzw. Dampfleitung 112 verbindet das Reservoir 28 und den Behälter 110, und eine weitere Leitung 114 führt vom Kreuzstück 92 zum Behälter 110, wobei eine von der Leitung 96 ausgehende Zweigleitung 116 in die Leitung 114 mündet, die dazu dient, zu verhindern, daß die Leitung 96 sämtliche Flüssigkeit aus dem Abscheider 94 abfängt. Im oberen Teil des Behälters 110 ist ein mit einem Ventil 120, das durch einen Behälter 122 gesteuert wird, verschließbarer Rohrstutzen 118 angebracht. Eine Zweigleitung 124, deren unterer Teil durch strichlierte Linien angedeutet ist, verläuft vom unteren Teil des Behälters 10 zum Kanal 98. Die Zweigleitung 124 ist dabei mit einem durch einen Betätiger 129 gesteuerten Ventil 126 versehen. Das Einlaßende der Zweigleitung 124 liegt der Einlaßöffnung 14 des Behälters 10 im allgemeinen gerade gegenüber.
Vom Auslaß des Ventilatorgehäuses 104 führt eine Leitung 130 zu einem T-Stück 132, von dem Zweigleitungen 134, 136 ausgehen. Jede der Zweigleitungen 134, 136 führt zum oberen Ende eines von zwei Adsorbern 138, 138 a. Diese Adsorber sind einander gleich, und es wird daher nur einer näher beschrieben. Ein solcher Adsorber besitzt ein Gehäuse 140 mit einem Einlaß 142, an welche die Zweigleitung 134 angeschlossen ist, die durch ein Ventil 144 absperrbar ist, das wiederum durch einen Betätiger 146 gesteuert ist. In seinem Inneren enthält das Gehäuse 140 eine perforierte Platte 148, die eine Adsorbensmasse ISO trägt, im vorliegenden Fall Aktivkohle-Kugeln. Unterhalb der perforierten Platte 148 besitzt der Behälter 140 eine Ausgangsöffnung 152, die durch ein Ventil 154 absperrbar ist, das wiederum in Verbindung mit einem Behälter 156 steht. An die Auslaßöffnungen der Adsorber ist eine Leitung 158, die in eine Auslaßleitung 160 übergeht, angeschlossen, wobei die Leitung 160 aus dem Bereich der Anlage hinaus führt.
Um zur Desorption der Kohlekugeln 150 dem Adsorber Dampf zuzuführen, ist eine Leitung 162 vorgesehen, die von einer Dampfquelle zu einem Ventil 164, das durch einen Betätiger 166 gesteuert wird und weiter zum Adsorber verläuft. Weiter geht vom oberen Ende des Behälters 140 eine Leitung 168 aus, die ein durch einen Betätiger 172 gesteuertes Ventil 170 enthält. Diese Leitung 168 verläuft zu einem T-Stück 174, von wo eine Dampfleitung 176 zu einem Kühler 178 abzweigt. Eine Kondensatleitung 180 führt zum Kreuzstück 92 oberhalb des Flüssigkeitsabscheiders 94. Am Kühler 178 ist ein Kaltwasseranschluß 182 und ein Heißwasserablaßrohr 184 vorgesehen, wobei letzteres zu Ventil 76 führt und eine Quelle für Heizflüssigkeit für die Schlange 74 bildet.
Die verschiedenen, am Adsorber 138 vorgesehenen Teile haben ihre Gegenstücke am Adsorber 138 a, und dessen Teile tragen die gleiche Ziffernbezeichnung wie jene des Adsorbers 138, unter Hinzufügung des Buchstabens »α«.
Zur Steuerung der verschiedenen Betätiger und Motoren, die in der Anlage vorgesehen sind, dient eine programmierte Steuereinheit 185, die eine Anzahl von elektrischen Relais und Schaltern enthält, die wiederum, durch (in der Zeichnung nicht dargestellte) elektrische Leitungen mit den verschiedenen elektrischen Vorrichtungen in Verbindung stehen.
Es sei nun auf die. Arbeitsweise der vorstehend beschriebenen Anlage im Rahmen einer typischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens während eines Reinigungszyklus eingegangen.
Die Anlage arbeitet in einer bestimmten zeitlichen Aufeinanderfolge von Vorgängen unter Steuerung der Steuereinheit 185, und in F i g. 2 sind die Arbeitszeiten der verschiedenen Teile der Anlage in Schwarz markiert, während jene Flächenteile des Diagramms, die Zeitabschnitten entsprechen, in denen diese verschiedenen Anlagenteile nicht arbeiten, offengelassen sind. Normalerweise wird die Steuereinheit 185 durch Einwurf einer entsprechenden Anzahl Münzen in eine übliche Münzautomatik in Betrieb gesetzt, doch sei darauf hingewiesen, daß es im Bereich der Erfindung auch möglich ist, verschiedene Teile der Anlage mit der Hand in Betrieb zu setzen, und daß die für die verschiedenen Arbeitsgänge vorgesehenen Zeiten geändert werden können.
Beim Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens mit der vorstehend beschriebenen Anlage wird eine abgewogene Menge Kleidungsstücke und Textilien in den Behälter 20 eingebracht, und die Tür 12 wird geschlossen. Danach wird die Anlage durch die Steuereinheit 185 in Betrieb gesetzt. Die Pumpe 30 und die Ventile 34, 40 und 58 werden gleichzeitig betätigt, so daß eine Menge Lösungs-
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mittel aus dem Reservoir 28 und eine kleine Menge sogen und in einen der Adsorber 138, 138 a gepreßt Lösungsmittel und grenzflächenaktives Mittel gleich- werden. Bei einer praktisch ausgeführten Anlage zeitig in das Gehäuse 10 eingelassen werden und hatte der Ventilator 106 eine solche Normalleistung, gleichzeitig im Gehäuse 10 anwesende Luft und daß er im wesentlichen 3,4 cbm Luft/Minute in den Dämpfe durch die Leitung 38 in das Reservoir 28 5 Behälter 110 zog, von wo diese Luft mit einer Gegepreßt werden. schwindigkeit von etwa 22,8 m/Minute zum Adsor-
Das grenzflächenaktive Mittel steigert die Reini- bens floß. Wurde jedoch der Hauptzustrom an Luft gungskraft des Lösungsmittels und unterstützt die abgesperrt und das Ventil 16 geöffnet, ergab sich ein Fähigkeit des Lösungsmittels, den Schmutz in Sus- durch die kleine Öffnung 14 im Gehäuse 10 fließenpension im Lösungsmittel zu halten und eine erneute io der Luftstrom von etwa 0,560 cm/Minute oder weni-Ablagerung auf den Textilien zu verhindern. Das ger. Letztere Arbeitsphase ist verhältnismäßig wichgrenzflächenaktive Mittel muß natürlich mit dem tig, da die Anlage nun die Entfernung des restlichen Lösungsmittel verträglich sein und sollte vorzugsweise Lösungsmittels von den Textilien und seine Weitereine kolloidale Suspension im Lösungsmittel bilden. leitung zum Adsorbens 150 bewirkt, und es sollte die Das grenzflächenaktive Mittel muß auch mit Wasser 15 höchstmögliche Konzentration der Dämpfe in den eine Emulsion bilden können. Da diese Eigenschaften zum Adsorbens strömenden Gasen aufrechterhalten bei den meisten grenzflächenaktiven Mitteln vorlie- werden.
gen, kann hier ein weiter Bereich von solchen Mitteln Anfangs befinden sich die zum Adsorbens 150
verwendet werden, einschließlich Alkylsulfate und strömenden Dämpfe in verhältnismäßig konzentrier-
Alkylamide sowie verschiedener Seifenarten. Nor- 20 tem Zustand, da sie lediglich durch die begrenzte,
malenveise wird das grenzflächenaktive Mittel mit in das Gehäuse 10 eintretende Menge Luft zum Ad-
Lösungsmittel vermengt dem Behälter 46 zugeführt. sorbens getrieben werden. Sobald die reichen Dämpfe
Die Menge des grenzflächenaktiven Mittels wird im in Konktakt mit dem Adsorbens geraten, entsteht ein
allgemeinen so gewählt, daß der Anteil dieses Mittels beträchtlicher Temperaturanstieg des Adsorbens. Es
in dem zum Waschen im Behälter 10 verwendeten 25 wurde beobachtet, daß dann, wenn das Adsorbens
Lösungsmittelgemisch nicht mehr als 0,1 bis 0,5 Ge- verhältnismäßig trocken ist, die Temperatur des Ad-
wichtsprozent beträgt. sorbens auf einen Punkt wesentlich oberhalb des
Danach wird der Motor 22 in Betrieb gesetzt, um Siedepunktes des Lösungsmittels steigt. Da die Fließden Behälter 20 mit langsamer Geschwindigkeit zur geschwindigkeit der Dämpfe zum Adsorbens gegen-Durchführung des Waschvorganges zu drehen. Nach 30 über der ursprünglichen Luftgeschwindigkeit verrin-Beendigung der Waschzeit wird das Ventil 64 ge- gert wurde, wird das Adsorbens in zunehmendem öffnet, und der Behälter 20 wird mit höherer Ge- Maße von seinem oberen Ende her gesättigt und schwindigkeit gedreht, um das verschmutzte Lösungs- jegliche in den Gasen enthaltene Luft wird von den mittel aus den Textilien abzuzentrifugieren und es Dämpfen befreit, bevor sie durch die Leitung 158 dem Reservoir 68 der Destillationsvorrichtung zuzu- 35 abströmt. Jeder Adsorber enthält selbstverständlich führen, wonach das Ventil 64 geschlossen und der genügend Adsorptionsmittel, um sämtliche bei einem Behälter 20 erneut mit langsamer Geschwindigkeit Betrieb mit einmaliger Füllung entstehenden Dämpfe gedreht wird. Danach wird die Pumpe 30 wieder in vollständig zu adsorbieren, wobei darüber hinaus ein Betrieb gesetzt, um eine zweite Menge reinen Lö- Sicherheitsfaktor von etwa 20% vorgesehen ist, um sungsmittels für den Spülvorgang zu liefern, und 4° jeden möglichen Lösungsmittelverlust zu vermeiden, nach einer kurzen Zeit wird das Ventil 64 erneut Auf Grund der hohen Flüchtigkeit des Lösungsgeöffnet, und der Behälter wird erneut mit hoher mittels lassen sich die Dämpfe leicht aus den Texti-Geschwindigkeit gedreht, um das freie flüssige Lö- lien entfernen, so daß die Textilien nach etwa 4 Misungsmittel in das Reservoir 68 der Destillations- nuten nach dem Öffnen des Ventils 16 im wesentvorrichtung abzulassen. Danach werden die Ventile 45 liehen trocken sind, und meistens nur noch eine 64 und 40 geschlossen, und die Textilien werden minimale unmeßbare Menge des Lösungsmittels entgetrocknet, halten. Es wurde gefunden, daß dann, wenn das
Der Ventilatorrotor 106 war bereits während des Adsorptionsmittel zu Beginn des Durchflusses der Wasch- und Spülvorganges in Betrieb, und während hochkonzentrierten Dämpfe verhältnismäßig frei von der gleichen Zeit war das Ventil 120 geöffnet, um 50 Feuchtigkeit war, die Kugeln der Aktivkohle vom Luft durch Kanal 98 zu dem gerade zur Adsorption oberen Ende der Adsorptionsmasse aus eine vervorgesehenen Adsorber 138 oder 138 a gelangen zu hältnismäßig große Lösungsmittelmenge im Bereich lassen, und diese durch den Kanal 98 strömende Luft von nahezu 25 Gewichtsprozent oder mehr, bezogen nimmt Dämpfe mit, die durch die Leitungen 112 und auf das Gewicht des Adsorptionsmittels, zurück- 114 in genügendem Volumen in den Behälter 110 55 behalten.
strömten und sich dort mit der durch den Rohr- Die Destillation des gebrauchten Lösungsmittels
stutzen 118 in den Behälter 110 eintretenden Luft findet während sämtlicher Phasen des Betriebes statt,
vermischten. Sobald der Trockenvorgang beginnt, außer während des Ablassens der Spülflüssigkeit aus
wird das Ventil 120 mindestens teilweise geschlossen, dem Gehäuse 10. Wie aus der Zeichnung hervorgeht,
um den durch den Rohrstutzen 118 eintretenden 60 wird die Wärme für die Destillation durch das heiße
Luftstrom wesentlich herabzusetzen, und die Ventile Wasser aus der Abzugsleitung 184 des Kühlers 178
16 und 126 werden geöffnet, so daß die das Gehäuse geliefert; es kann zu diesem Zweck aber auch jede
10 umgebende Luft durch die öffnung 14 eintreten andere Wärmequelle verwendet werden. Bei Verwen-
kann, wo sie die im Behälter 20 bewegten feuchten dung von Trichlortrifluoräthan als Reinigungs-Lö-
Textilien umströmt. Die Zufuhr von Luft zum Ge- 65 sungsmittel ist Wasser mit einer Temperatur von 6O0C
häuse 10 treibt die Dämpfe in diesem nach unten in eine angemessene Wärmequelle, und unter normalen
das offene Ende der Zweigleitung 124, von wo diese Bedingungen können die beiden Lösungsmittelmen-
Dämpfe durch den Ventilator in den Kanal 98 ge- gen eines Reinigungszyklus in der Destillationsvor-
11 12
richtung während des Zyklus für die Behandlung gesehene und durch einen Schalter 188 regulierte einer Füllung von Textilien destilliert werden. Die Heizvorrichtung 186 beträchtlich erhitzt wurde. In Zuleitung des Heißwassers in die Schlange 74 erfolgt jedem Falle soll der Feuchtigkeitsgehalt des Adsorpdurch Einschalten des Betätigers 80, womit das Zwei- tionsmaterial herabgesetzt werden. Als Maß für den wegventil 76 verstellt und damit der Heißwasserstrom 5 gewünschten Trockenheitsgrad des Adsorptionsmatevon der Ableitung 78 zur Schlange 74 umgelenkt rials sollte die das Adsorptionsmaterial verlassende wird. Luft eine relative Feuchtigkeit von nahezu 25 bis
Das destillierte Lösungsmittel wird im Kühler 88 30% haben. Unter diesen Bedingungen kann die gekühlt, strömt in den Flüssigkeitsabscheider 94 und Adsorptionsleistung der Aktivkohle auf 25 Gewichtswird durch Leitung 96 in das Reservoir 28 zurück- io prozent oder mehr, bezogen auf das Gewicht der geleitet. Die Kühlschlange 44 im Reservoir 28 dient Kohle, gesteigert werden, bevor der Durchbruch det zur Aufrechterhaltung einer genügend niedrigen Tem- Dämpfe stattfindet.
peratur des Lösungsmittels, um die Entstehung grö- In der beschriebenen Weise kann eine Füllung von
ßerer Mengen von Dämpfen zu vermeiden. Kleidungsstücken oder Textilien auf einer Trocken-
Während der verschiedenen Verfahrensstufen, ein- 15 Trocken-Basis in etwa 15 Minuten gereinigt und geschließlich der Füllung des Gehäuses 10, der Destil- trocknet werden; gegebenenfalls kann dabei auch lation des Lösungsmittels in der Destillationsvorrich- jede der Verfahrensstufen über einen längeren Zeittung und der Rückgewinnung des Lösungsmittels aus raum als im 15-Minuten-Zyklus vorgesehen ist, ausdem Adsorptionsmaterial entsteht eine bestimmte gedehnt werden.
Menge an Dämpfen des stark flüchtigen Lösungs- 20 Die Instandhaltung der Anlage erfordert von Zeit mittels, und diese Dämpfe werden durch die Leitungen zu Zeit eine Entfernung von Schmutz und Rück- 112 und 114 in den Behälter 110 geleitet, wo sie in ständen aus dem Reservoir 68 der Destillationsvorden unteren Teil des Behälters eintreten. Diese sich richtung. Zu diesem Zweck wird ein (nicht gezeigter) innerhalb des Behälters 110 ansammelnden Dämpfe Wasserdampfanschluß mit dem Reservoir 68 der werden im oberen Teil mit der durch den Rohr- 25 Destillationsvorrichtung verbunden, um die Lösungsstutzen 118 eintretenden Luft gemischt und durch mitteldämpfe daraus zu vertreiben, und danach wird den Kanal 98 einem der Adsorber zugeführt, so daß das Ventil 84 geöffnet, um den restlichen Schmutz im wesentlichen alle irgendwo in der Anlage ent- zu entfernen. Außerdem muß von Zeit zu Zeit dem standenen Dämpfe aufgefangen werden. Reservoir 28 neues Lösungsmittel zugeführt werden,
Mit dem Beginn eines Waschvorganges im Ge- 3° und der Behälter 46 muß mit einem Gemisch aus häuse 10 wird der zuvor für die Adsorption der dem Lösungsmittel und dem grenzflächenaktiven Dämpfe verwendete Adsorber einem Desorptions- Mittel beschickt werden.
Vorgang unterzogen, der durch Schließen der oberen Durch das im Rahmen des erfindungsgemäßen
und unteren Ventile 144,154, durch öffnen des Ven- Verfahrens vorgesehene Waschen der Textilien mit tils 170 und die Zufuhr von Wasserdampf durch das 35 einem Gemisch aus einem Lösungsmittel und einem Ventil 164 in den unteren Teil des Adsorbers be- grenzflächenaktiven Mittel mit nachfolgender Extrakwirkt wird. Bei diesem Vorgang kann Wasserdampf tion der mit Schmutz getränkten Flüssigkeit aus den aufwärts durch das Adsorptionsmaterial strömen, Textilien und einem anschließenden Spülvorgang mit wobei er durch die Leitung 168 und das Dampfrohr reinem destillierten Lösungsmittel ergibt eine sehr 176 zum Kühler 178 strömt, von wo das Kondensat 40 gute Schmutzentfernung. Man kann dabei die Anlage durch die Leitung 180 zum Kreuzstück 92 und zum mit einer viel kleineren Menge an flüssigem Lösungs-Flüssigkeitsabscheider 94 fließt. Nach dem Einleiten mittel betreiben als bisher möglich war. Durch die des Wasserdampfes wird Luft in großem Volumen beim erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehene Verzur Abkühlung, und was noch wichtiger ist, zur Ver- wendung eines niedrigsiedenden Lösungsmittels zudampfung der auf den Teilchen des Adsorptions- 45 sammen mit einer Destillationsvorrichtung kann man materials abgeschiedenen Feuchtigkeit durch das rasch verhältnismäßig reines Lösungsmittel zurück-Adsorptionsmaterial geleitet. Die Adsorption ist ein gewinnen, so daß es nicht notwendig ist, für die Anselektives Verfahren, und wenn die organischen lage einen großen Lösungsmittelvorrat zu halten.
Dämpfe in Kontakt mit den Teilchen geraten, wird Der Hauptvorteil der vorliegenden Erfindung be-
die Feuchtigkeit verdrängt, was eine erwünschte Ab- 5° steht im raschen Ablauf und in der Betriebssicherheit kühlung des Adsorptionsmaterials zur Folge hat; der und Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen Ver-Verdrängungsvorgang führt jedoch zu einer Verzöge- fahrens. Durch die vorgesehene Verwendung eines rung der Adsorptionsgeschwindigkeit und beschränkt Lösungsmittels mit einem verhältnismäßig niedrigen außerdem den Umfang, in dem sich das Adsorptions- Kauri-Butanol-Wert bleiben die Textilien in einem material mit den organischen Dämpfen belasten läßt. 55 besseren Zustand als beim Einsatz starklösender Lö-
Die Desorption und das Trocknen der Teilchen sungsmittel, und es ist eine Beschädigung von Matekann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine Vor- rialien mit unbeständigen Farben und von Kleidungsgangsweise besteht darin, überhitzten Wasserdampf stücken mit Kunststoffknöpfen oder -Verzierungen vorzugsweise mit einer Temperatur über 149° C zu Dies Eigenschaften und auch die geringe Giftigkeit verwenden, denn bei dieser Temperatur läßt sich 60 der vorgesehenen Lösungsmittel gestatten eine sichere schließlich jedes beim erfindungsgemäßen Verfahren Benutzung durch Laien, und sogar im Falle eines auftretende Kondensat entfernen. Danach wird Um- Überlaufens kann das Ventilatorsystem mit dem Begebungsluft durch das Adsorptionsmaterial geleitet, halter 110 und seiner Lufteinlaßöffnung 118 nahe hauptsächlich zu dessen Abkühlung. Bei einer ande- dem Boden das ausgetretene Lösungsmittel bzw. ren Vorgangsweise verwendet man eine wäßrige 65 dessen Dämpfe auffangen, und es ist auch die Gefahr Flüssigkeit mit niedrigerer Temperatur und läßt ihr des »Einbrennens« von Flecken beim erfindungs-Luft folgen, die z. B. durch eine im Kanal 98 vor- gemäßen Verfahren vermieden.
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Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Chemischreinigen von Textilien mit einem nichtentflammbaren Lösungsmittel auf Basis Chlorfluorkohlenwasserstoff, d a durch gekennzeichnet, daß man
(a) die Textilien in einen verschließbaren Behälter bringt und diesen Behälter abschließt,
(b) den geschlossenen Behälter mit den Lösungsmitteln 1,1,2-Trichlor-1,2,2,-Trifluoräthan oder Trichlormonofluormethan von einem Reservoir des Lösungsmittels aus beschickt,
(c) die Textilien in das Lösungsmittel in dem Behälter unter mechanischem Bewegen in Gegenwart einer kleinen Menge eines grenzflächenaktiven Mittels wäscht,
(d) die im Behälter vorhandene Luft und die beim Füllen des Behälters und bei den Reinigungsgängen entstehenden Dämpfe auffängt und diese Gase, wenn der Druck im Behälter einen vorgegebenen Wert übersteigt, über eine Leitung, die vom Behälter zu einem Dampfwiedergewinnungssystem führt, abführt, von wo aus das Lösungsmittel wieder in das Reservoir zurückgeführt wird,
(e) das gebrauchte Lösungsmittel nach der Wäsche in ein anderes Reservoir überführt als in das vorerwähnte und das Lösungsmittel zur Wiederverwendung reinigt,
(f) die Textilien in dem Behälter trocknet und die gebildeten Dämpfe entfernt und zu dem Wiedergewinnungssystem leitet und
(g) hierbei die vorgenannten Verfahrensschritte so steuert, daß der gesamte Lösungsmittelverlust nicht mehr als 44 g Lösungsmittel pro kg gereinigter Textilien beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ablassen des gebrauchten Lösungsmittels nach der Wäsche ein Spülvorgang, der in gleicher Weise wie der Waschgang mit reinem Lösungsmittel vorgenommen wird, ausgeführt wird, wobei auch dieses Lösungsmittel dann abgelassen und zur Wiederverwendung gereinigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösungsmitteldämpfe mit einem festen Adsorbens auffängt, woraus das Lösungsmittel durch Wasserdampfdestillation wiedergewonnen wird.
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