DE1498082B2 - Vorrichtung zum Bestimmen der Bewe gungsgroße und richtung eines Gegenstandes - Google Patents
Vorrichtung zum Bestimmen der Bewe gungsgroße und richtung eines GegenstandesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen der Bewegungsgröße und -richtung eines
Gegenstandes mit Hilfe eines sich gegenüber einem Bezugssystem in Abhängigkeit von der Bewegung
zyklisch verändernden Wellenbildmusters und zugeordneten fotoelektrischen Abtasteinrichtungen.
Es sind Systeme bekannt, bei denen die Bewegung eines zyklischen optischen Musters, das z. B. am Arbeitstisch
einer Werkzeugmaschine angebracht ist, mit Hilfe von drei oder mehr Fotozellen gemessen
wird. Diese Zellen sind im Abstand längs des Musters angeordnet, und ihre Ausgänge werden in elektrische
Impulse umgeformt, die die Größe und Richtung der Bewegung des Musters darstellen.
Nachteilig bei diesen bekannten Anordnungen ist, daß für jeden Zyklus der Bewegung des Musters
nicht mehr als zwei Impulse abgeleitet werden können, was für eine genaue Messung nicht ausreichend
ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Meßgenauigkeit durch Ableitung von mehr als zwei Impulsen
zu erhöhen.
Erfindunggemäß wird dies dadurch erreicht, daß η
(η mindestens drei) an sich bekannte, mit dem Bezugssystem fest verbundene, in der Bewegungsrichtung
des Wellenbildmusters regelmäßig versetzt angeordnete fotoelektrische Abtasteinrichtungen vorgesehen
sind, daß die η Abtasteinrichtungen auf eine mit Abgriffen versehene Widerstandskette an entsprechenden,
auf der Widerstandskette gleichmäßig versetzten Anzapfungen in zyklischer Reihenfolge
geschaltet sind, daß Phasenumkehrschaltungen zur Erzeugung eines symmetrischen iV-Phasensignals
(N mindestens zweimal ri) in Abhängigkeit von der
«-phasigen Speisung der Widerstandskette mit den Abgriffen der Widerstandskette verbunden sind, daß
zur Umwandlung des Signals jeder Phase in Rechteckwellenform den Phasenumkehrschaltungen Rechteck-Signalstufen
nachgeschaltet sind und daß eine einen in zwei Richtungen arbeitenden Zähler enthaltende,
die Bewegungsmessung auf eine Impulszählung zurückführende Verwertungseinrichtung vorgesehen
ist.
Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnung erläutert,
in der
F i g. 1 schematisch ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform zeigt;
F i g. 2 zeigt eine Einzelheit von F i g. 1;
F i g. 3 und 4 zeigen Diagramme von Wellenformen
zur Erläuterung der Arbeitsweise der Ausführungsform nach den F i g. 1 und 2;
F i g. 5, 6 und 8 zeigen schematisch Blockschaltbilder
von drei weiteren Ausführungsformen der Erfindung; . ,·.■-.
F i g. 7 zeigt Diagramme von Wellenformen zur Erläuterung
der Arbeitsweise der Ausführungsformen nach den Fig. 5, 6 und 8.
F i g. 1 zeigt als Beispiel eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bestimmen der
Bewegungsgröße und Richtung des Werktisches 10 einer Werkzeugmaschine bezüglich des Maschinengestells 11. Die Vorrichtung enthält ein zyklisches
Muster 12, das in herkömmlicher Weise durch zwei optische Gitter gebildet werden kann und das sich in
Abhängigkeit von der Bewegung des Werktisches bewegt. Vier Fotozellen Pl bis P 4 sind so an dem
Maschinengestell befestigt, daß sie auf die Zustände von um 90° innerhalb der Musterperiode voneinander
versetzten Punkten des Wellenbildmusters ansprechen. Die Ausgangsspannungssignale der Zellen
werden in zyklischer Reihenfolge über Verstärker mit niederer Impedanz (nicht dargestellt) an vier Eingangsanzapfungen
Γ1 bis Γ 4 einer kreisförmigen Widerstandskette 13 geführt. Diese Anzapfungen sind
bezüglich des Widerstandes gleichmäßig; versetzt, so daß die Widerstandskette mit 90° Phasenverschiebung
durch eine symmetrische Vierphasenspannung gespeist wird, wenn der Werktisch eine Bewegung
des Musters verursacht.
Die Phasenumkehrschaltungen enthalten fünf Ausgangsanzapfungen 11 bis t5, welche rund um die
Widerstandskette versetzt angeordnet sind, wobei Anzapfung ti mit Eingangsanzapfung Tl zusammenfällt.
Die Widerstandswerte zwischen den Anzapfungen sind so gewählt, daß die Phasenwinkel der Potentiale
an den Anzapfungen /1 bis /5, beginnend mit ti
und, wie in der Zeichnung dargestellt, im Uhrzeigersinn betrachtet, 0, 36, 72, 108 und 144° betragen.
In der verbleibenden Hälfte der Widerstandskette sind keine Ausgangsanzapfungen vorhanden. Wie
später im einzelnen erklärt werden wird, folgen die Widerstandswerte zwischen aufeinanderfolgenden
Anzapfungen bezüglich der resultierenden Phasenwinkel einem Tangensgesetz.
Die Phasenumkehrschaltungen sind mit Rechtecksignalstufen in der Form von fünf Phasenteilerstufen
51 bis 55 verbunden, mit denen wiederum die Ausgangsanzapfungen über Dioden D entsprechend verbunden
sind. Jede Stufe hat die üblichen zwei Ausgangsklemmen, welche ein Signal in Phase mit dem
Eingangssignal und ein solches in Gegenphase mit dem Eingangssignal vorsehen, wobei diese Signale
Rechteckwellenform besitzen. Die Stufen 5 erzeugen somit unter sich eine Gegenphase eines jeden von den
Ausgangsanzapfungen t stammenden Signals und schaffen damit ein symmetrisches Zehnphasensignal
bzw. zehn Signale, die gleichförmig um 36° phasenverschoben sind.
Dieses Zehnphasensignal wird an eine Verwertungseinrichtung geführt, die Signalumkehrstufen enthält
(durch Position 14 allgemein dargestellt), welche bezüglich jeder Periode.der zehn Phasen einen Impuls
ableiten, und die einen in zwei Richtungen arbeitenden Zähler 15 enthält, an welchen diese Impulse
über einen Additionskanal 16 oder über einen Subtraktionskanal 17 entsprechend der Bewegungsrich-
rung des Musters geführt werden. ;~
"Eine Bewegung des Werktisches und damit des Wellenbildmusters, die im folgenden als Vorwärtsbewegung
bezeichnet wird, verursacht, daß die Widerstandskette 13 mit der durch die Fotozellen an
die .Eingangsanzapfungen T. geführten Vierphasen-Eingangsspannung
gespeist wird. Die durch die Ausgangsanzapfungen t und die Phasenteiler 5 gebildeten
Phasenumkehrschaltungen erzeugen, ausgehend von der Widerstandskette, ein symmetrisches Zehnphasen-Ausgangssignal.
In den Signalumkehrstufen 14 wird für jede Periode der zehn Phasen ein Impuls abgeleitet und über den Additionskanal 16 an den
Zähler 15 geführt. Eine Bewegung des Werktisches und damit des Musters in umgekehrter Richtung
verschiebt die Phasen der zehn Signale relativ zueinander, wodurch die Stufen 14 die Impulse in den
Subtraktionskanal 17 leiten. Der Zähler arbeitet in der üblichen Art, indem er die über den Additions-
kanal empfangenen Impulse addiert und die über den Subtraktionskanal empfangenen Impulse subtrahiert.
So ergibt in jedem Augenblick die durch den Zähler angezeigte algebraische Summe der Impulse eine
digitale Anzeige des effektiven Bewegungsausmaßes des Werktisches in Vorwärtsrichtung von einem Ausgangspunkt
aus.
Es leuchtet ein, daß, obgleich nur vier Fotozellen zum Empfang der Signale von dem Wellenbildmuster
verwendet werden, dem Zähler während jeder in einer Richtung verlaufenden Periode der Musterbewegung
zehn Impulse zugeführt werden. Auf diese Weise wird die Messung der Bewegung mit einer
Genauigkeit von einem Zehntel der Wellenlänge des Musters ausgeführt.
Um die gewünschten Phasenbeziehungen sicherzustellen, können die Lagen der Ausgangsanzapfungen ί
durch Einstellung bestimmt werden, indem ein Oszillograph zur Anzeige der Phasenverschiebungen
verwendet wird. Die Lagen der Anzapfungen können aber auch auf Grund der Tatsache berechnet werden,
daß zwischen benachbarten Eingangsanzapfungen, die um 90° phasenverschoben gespeist werden, wie z. B.
die Anzapfungen Tl und Γ 2, der Tangens des Phasenwinkels an einer dazwischenliegenden Anzapfung
gleich dem Verhältnis der Widerstände zwischen dieser Anzapfung und den entsprechenden Eingangsanzapfungen ist. So wird z. B. an der Ausgangsanzapfung
ti ein Potential gefordert, das um 36° gegenüber dem Potential an f 1 phasenverschoben ist;
der Tangens dieses Winkels ist 0,725; dies entspricht dem geforderten Verhältnis der Widerstände zwischen
den Anzapfungen ti und Tl sowie ti und Tl.
Wenn 950 Ohm als geeigneter Gesamtwiderstand zwischen den Anzapfungen Tl und Tl angenommen
werden, findet man, daß die Anzapfung ti 400 Ohm von der Anzapfung Tl und 550 0hm von der Anzapfung
Tl entfernt liegt.
Anzapfung t3 wird in ähnlicher Weise gefunden,
indem sie 730 Ohm von der Anzapfung Tl (330 Ohm von ti) und 220 Ohm von Tl entfernt liegt. Die Anzapfungen
f 4 und t5 auf der andern Seite von Anzapfung
Tl besitzen dieselben »Widerstandsentfernungen« von Tl wie die Anzapfungen i3 bzw. ti.
Die Signalumkehrstufen 14 können gemäß Fig.2
ausgebildet sein. Die zehn Signale werden mit A bis / bezeichnet, wobei die fünf Signale A bis E diejenigen
von den Anzapfungen f 1 bis i5 sind und die verbleibenden
fünf Signale F bis J die entsprechenden Gegenphasensignale darstellen, welche von den Pha-
senteilerstufenS abgeleitet werden. Fig.2 zeigt die
Stufen für die Ableitung der Impulse von dem Signale.
In dieser Schaltung wird das Signal ^t in seiner
durch die PhasenteilerstufeSl erzeugten Rechteckwellenform
über einen Widerstand 21 und eine Torschaltung in Form einer Diode 22 an eine Impulsgeneratorstufe
23 geführt, deren Ausgang mit dem Additionskanal 16 des Zählers verbunden ist. Das
Signal C, welches ebenfalls Rechteckwellenform besitzt, wird über eine Kapazität 24 an die Diode 22
und Stufe 23 geführt. . ■ .
In gleicher Weise wird das Signal E (in Rechteckwellenform)
über einen Widerstand 25 und eine Diode 26 an eine Impulsgeneratorstufe 27 geführt,
deren Ausgang mit dem Zähler über den Subtraktionskanal 17 verbunden ist. Das Signal c wird über
eine Kapazität 28 an die Diode geführt. Entsprechende Schaltungen, auf welche später kurz eingegangen
wird, sind für die Ableitung der Impulse von den neun andern Signalen vorgesehen.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung wird nun in Verbindung mit F i g. 3 beschrieben, welche den Verlauf
der Wellenformen zeigt, wenn der Werktisch sich in Vorwärtsrichtung bewegt. F i g. 4 zeigt dieselben
Wellenformen, jedoch bei Rückwärtsbewegung des Tisches. Im folgenden werden die positiveren Halbperioden
der Rechteckwellen als positive Halbperioden und die andern als negative Halbperioden
bezeichnet. " . .
In Fig.3 sind bei (α), (c) und (e) die Rechteckwellenformen
der Signale in den Phasen A, C und E, wie sie von den Phasenteilerstufen erhalten werden,
dargestellt. Die dazwischenliegenden Wellenformen der Phasen B und D sind als gebrochene Linien dargestellt,
da sie mit der Schaltung gemäß F i g. 2 nicht zusammenhängen. Entsprechend eilt die Welle (c)
um 72° der Welle (a) nach, und die Welle (e) liegt um weitere 72° hinter der Welle (c). Diese besondere
Signalgruppe wurde zur näheren Betrachtung ausgewählt, da die Signale in den Phasen .,4 und E
nahezu in Gegenphase zueinander stehen und das Signal in Phase C gegenüber jedem der beiden andern
Signale nahezu um 90° phasenverschoben ist. Diese Phasenverschiebung stellt sicher, daß die Flanken der
Welle (c) eindeutig innerhalb der gleichzeitig vorhandenen Halbperioden der Wellen (a) und (e) liegen. .
Die Kapazitäten 24 und 28 leiten von dem Signal C
einen ins positive gehenden Impuls 31 [Welle (c')] an jeder ins positive gehenden Flanke der Welle und
einen ins negative gehenden Impuls 32 an jeder der anderen Flanken ab. Die Impulse 32 werden entweder
durch die Diode 22 oder durch die Diode 26 gesperrt. Jeder Impuls 31 kann die zugehörige Diode
nur dann passieren, wenn das andere Signal A oder E positiv ist. Für die Vorwärtsbewegung ist ersichtlich,
daß von den Halbperioden der Signale A und E ein Impuls 31 ausgeht, wobei derjenige von Signale
positiv und derjenige von Signal E negativ ist. Jeder Impuls 31 geht durch die Diode 22 und wird, nachdem
er durch den Generator 23 in eine für den Zähler geeignetere Form gebracht wurde, über den
Additionskanal 16 an den Zähler geführt. Andererseits werden die Impulse 31 durch die Diode 26 daran
gehindert, den Subtraktionskanal zu erreichen, da die gleichzeitig vorhandenen Halbperioden des Signals E
negativ sind. ...... -..'."..
Für die Bewegung des Werktisches in umgekehrter Richtung sind die Wellenbeziehungen in Fig.4 dargestellt.
Die Signaled und E stehen wieder näherungsweise
in Gegenphase zueinander. Jedoch erscheinen in diesem Fall die Impulse 31 während einer
negativen Halbperiode der Welle A. Dadurch, daß sich die Signaled und E näherungsweise in
Gegenphase befinden, liegt jeder dieser Impulse innerhalb einer positiven Halbperiode des Signals E.
Die Impulse werden daher dieses Mal durch die Diode 22 gesperrt, aber über die Diode 26 an den
Subtraktionskanal 17 geführt.
Die von andern Signalen ausgehenden Impulse werden nach demselben Prinzip in neun weiteren
Schaltgruppen abgeleitet. Wenn z. B. die Impulse von Signal B abgeleitet werden, können D und / die zugehörigen
Signale sein, da diese Signale sich nahezu in Gegenphase miteinander befinden und die Flanken
von Signal B eindeutig innerhalb deren Halbperioden
liegen. Selbstverständlich ist es nicht notwendig, daß die erforderliche Phasenbeziehung genau wie beschrieben
vorhanden ist, solange die abgeleiteten Impulse genügend innerhalb der Halbperioden und nicht
zu nahe an den Flanken der beiden andern Signale liegen, um einen einwandfreien Durchlaß- bzw. Sperrvorgang
zu gewährleisten.
Wenn jede Phasenteilerstufe nach der Art eines Multivibrators mit einem Treibertransistor, dessen
Basis-Emitter-Teil als eine Sperrdiode arbeiten würde, aufgebaut ist, sind Dioden D' vorgesehen, um die
negativen Abweichungen des Eingangssignals beim Fehlen einer Diode D' zu verhindern. Ein Vorteil der
Verwendung von Phasenteilerstufen ist mehr darin zu sehen, daß das Ausgangssignal jeder Stufe in der
für die Signalumkehr'stufen wünschenswerten Rechteckwellenform vorhanden ist," als daß- durch die
Stufen alle zehn Signale von der Widerstandskette abgeleitet werden. Andernfalls würden die Signalumkehrstufen
»rechteckförmigere« Stufen erforderlich machen, um ihre Eingänge zu speisen.
Die Schaltung gemäß Fi gi 5 kann dann angewandt
werden, wenn es erforderlich ist, eine laufende Paritätskontrolle durchzuführen, welche ein Warnsignal
liefert, sobald der Zähler mit dem Muster um einen Impulsabstand außer Tritt fällt. Um dies zu erreichen,
wird jedes der Zehn-Phasen-Signale an eine Torschaltung ähnlich derjenigen gemäß Fig.2 geführt. Das
Signal A wird über eine Kapazität 41 und eine Diode 42 an einen gemeinsamen Leiter 43 geführt, welcher
mit dem Triggereingang einer bistabilen Stufe 44, deren Stabilitätszustände mit P und Q bezeichnet
werden, verbunden ist. Die Vorspannung für die Diode wird über einen Widerstand 45 erhalten. Jedes
der anderen Signale ist über eine Torschaltung und den gemeinsamen Leiter 43 mit der Stufe 44 verbunden,
wobei in der Zeichnung lediglich noch die Verbindungen für das Signal B dargestellt sind.
Entsprechende Schaltungen sind für die niederste Dekade des Zählers vorgesehen. Der Ausgangsleiter
der Ziffer 0 ist daher über eine vorgespannte Torschaltung 46 mit einem gemeinsamen Leiter 47 verbunden,
welcher an den Triggereingang einer anderen bistabilen Stufe 48 führt, deren Stabilitätszustände
durch R und S bezeichnet sind. Für die anderen Ziffern
sind gleichartige Schaltungen vorgesehen.
Die Ausgänge der Stufen 44 und 48, die positiver sind, wenn sich die Stufen in ihrem P- bzw. S-Zustand
befinden, sind als Eingänge mit einem Und-Tor 51 verbunden. Die Ausgänge Q und R sind gleichartig
mit einem andern Und-Tor 52 verbunden. Die Ausgänge dieser Tore sind über ein Oder-Tor 53 mit
einem Leiter 54 verbunden, welcher zu einer nicht dargestellten Alarmvorrichtung führt.
Während des Betriebs, solange der Zähler mit den von dem Muster abgeleiteten Signalen in Tritt ist,
stimmen die bistabilen Stufen 44 und 48 mit dem Ausmaß (der Bewegung) überein, so daß die Ausgänge
P und R sich immer in gleichem Zustand (positiv bzw. negativ) befinden. P und S befinden sich
gegenseitig in entgegengesetztem Zustand, so daß kein Ausgangssignal an Tor 51 vorhanden ist. In
gleicher Weise befinden sich Q und R gegenseitig in entgegengesetztem Zustand, wodurch kein Ausgangssignal
von Tor 52 abgeleitet wird. Sobald der Zähler um einen Impuls außer Tritt fällt, fallen auch die
Stufen 44 und 48 miteinander außer Tritt mit dem Ergebnis, daß sich die Ausgänge P und S zur selben
Zeit im selben Zustand befinden und die Ausgänge Q und R ebenfalls gleich sind. Jedes der Tore 51 und
52 läßt der Reihe nach ein Signal durch das Tor 53 an den Leiter 54 hindurch, um somit eine Fehlerwarnung
abzugeben.
Es ist nicht erforderlich, eine geschlossene Widerstandskette zu verwenden. Es kann auch eine offene
Kette Verwendung finden, vorausgesetzt, daß sie durch das Eingangssignal in zyklischer Reihenfolge
ίο gespeist wird. Wenn daher das Eingangssignal aus
η + Phasen besteht, kann die offene Kette durch η
gleiche, in Reihe geschaltete Widerstände gebildet werden. Von den so entstehenden (n 4-1) Anzapfungen
werden η -F Anzapfungen durch die η + Phasen
is in zyklischer Reihenfolge entsprechend und die η + erste Anzapfung durch dieselbe Phase gespeist,
die die erste Anzapfung am andern Ende der Kette speist. Die Ausgangssignale werden von den Anzapfungen,
die über die ganze Kette oder nur über einen Teil derselben verteilt sind, abgeleitet, was davon abhängt,
ob Phasenteilerstufen gemäß dem oben beschriebenen Tangensgesetz vorhanden sind.
Bei Vorhandensein von Phasenteilerstufen ist es unter gewissen Umständen praktischer, die Widerstandskette
jenseits der notwendigen Ausgangsanzapfungen zu unterbrechen. So kann z. B. in der
Schaltung gemäß Fig. 1 der nicht benutzte Teil der Kette von Anzapfung Γ 3 über Γ 4 nach Tl weggelassen
werden. Die Fotozelle P 4 wird dadurch unterbrochen, jedoch ist ihr Vorhandensein zur Einstellung
der Vorrichtung und für Prüfzwecke trotzdem wünschenswert.
Die Verwertungseinrichtung kann unter anderem eine gemäß F i g. 6 dargestellte Ausführungsform einnehmen.
Bistabile Stufen BSI bis BS5 entsprechen
den Phasenteilerstufen 51 bis S 5. In dieser Ausführungsform ist es zweckmäßiger, die Ausgangsklemmen
für Stufe BSI mit A und B, für Stufe BS2 mit C
und D usw. zu bezeichnen. Diese Klemmen sind mit den Eingängen von Signalumkehrstufen verbunden,
welche aus zehn Und-Toren 60 bis 69 mit zwei Eingängen bestehen. Die Klemmen B und C sind mit den
Eingängen des Tores 60 verbunden, D und E mit Tor 61 usw. Die Klemmen / und B sind mit Tor 64
und die Klemmen/ und A mit Tor69 verbunden.
Die Ausgänge dieser Tore sind entsprechend mit zehn Primärleitungen PO bis P 9 verbunden.
Wie im folgenden unter Bezugnahme auf F i g. 7 beschrieben wird, werden diese Leitungen durch die
Bewegung des Werktisches 10 (F i g. 1) nacheinander und zyklisch durch Impulse gespeist — dies soll als
Primärimpulsreihe bezeichnet werden —, um die zehn dezimalen Ziffern darzustellen. Wenn der Werktisch
sich vorwärts bewegt, werden die Leiter PO, Pl, P2, P3 .. .P 9, PO, Pl usw. in zyklischer Reihenfolge
durch die Impulse gespeist. Wenn sich der Werktisch in umgekehrter Richtung bewegt, werden
die Leiter in der ReihenfolgeP0, P9,.PS... .usw.
gespeist. - : : — >■■<■-. ..■· :.·■-
Diese Primärleitungen werden als einer von zwei Eingangskanälen an eine Vergleichseinrichtung 71
geführt. Der andere Eingangskanal wird durch zehn Sekundärleitungen SO bis S9 gebildet, welche durch
eine sekundäre Impulsreihe, die ebenfalls die zehn Dezimalziffern darstellt, unter der Steuerung eines in
zwei Richtungen arbeitenden Einstufen-Schaltzählers 72, der im Dezimalbereich arbeitet, impulsgespeist
werden. Jede der Leitungen P ist mit der entsprechen-
den der Leitungen 5, welche dieselbe Dezimalziffer darstellt, verbunden — Leitung P O mit Leitung 50,
wobei beide die Ziffer 0 darstellen usw.
Die Vergleichseinrichtung 71 vergleicht die entsprechenden Speisezustände der Primär- und Sekundärleitungen,
um zu prüfen, ob die zwei Impulsreihen in Tritt miteinander sind, d. h., daß die entsprechenden
Leitungen, welche zur selben Zeit gespeist werden, miteinander verbundene Leitungen darstellen,
und daß daher der durch die Leitungen P dargestellte Ziffernwert derselbe ist wie der durch die Leitungen
5 dargestellte. Wenn die Impulsreihen außer Tritt sind, beaufschlagt die Vergleichseinrichtung 71 über
einen Leiter 73 eine Servo-Stufe 74 mit einem Fehlersignal.
Mit Hilfe eines Additionstors 75 und eines Subtraktionstors 76 steuert diese Stufe den Einsatz
von Impulsen aus einer zusätzlichen Quelle 77 über Additions- und Subtraktionskanäle 78 an den Schaltzähler
72 in solch einer Weise, daß, wenn die zurückgefallene Impulsreihe die sekundäre ist, die Impulse
der Quelle 77 über das Additionstor 75 an den Zähler geführt werden, um dort addiert zu werden. Ist
es jedoch die primäre Impulsreihe, welche nacheilt, werden die Impulse über das Tor 76 geleitet, um
subtrahiert zu werden. Die Servo-Stufe arbeitet also dahingehend, daß sie die beiden Impulsreihen in Tritt
hält. Die dem Schaltzähler zugeführten Impulse werden auch einem in zwei Richtungen arbeitenden
Mehrstufenzähler 79 zugeführt.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung wird im folgenden in Verbindung mit F i g. 7 kurz beschrieben.
F i g. 7 zeigt bei (a) die Wellenformen der Signale an den entsprechenden Ausgangsklemmen^ bis / der
bistabilen Stufen BS. Die Signale A1 C1 E1 G und /
kommen von denselben Ausgangspunkten der Stufen und sind um 36° gegeneinander versetzt. Entsprechend
befinden sich die verbleibenden Signale in Gegenphase mit ihnen.
In F i g. 7 b sind die Wellenformen der Signale dargestellt, welche die Tore 60 bis 69 als Folge einer
Kombination der Signale gemäß F i g. 7 a — B mit C, D mit E usw. passiert haben. Die Tore können leitend
werden, wenn sich beide Eingangssignale in mehr positivem Zustand befinden. Die resultierenden
Signale bilden die primäre Impulsreihe auf den LeitungenP0bisP9.
Während der Werktisch das Muster über einen Bereich von 0 bis 36° bewegt, wird die Leitung PO
gespeist. Eine weitere Bewegung des Musters in derselben Richtung verursacht die Speisung der Leitung
Pl an Stelle der Leitung PO. Eine Bewegung des Musters über eine Periode in einer Richtung verursacht
daher, daß jede der Leitungen der Reihe nach gespeist wird. Eine Bewegung in entgegengesetzter
Richtung verursacht, daß die Leitungen in entgegengesetzter, zyklischer Reihenfolge, wie schon beschrieben,
gespeist werden.
Die sekundären Leitungen werden durch den Zähler 72 in ähnlicher Weise gespeist. Die Leitung 50
wird daher gespeist, während der Zähler die Ziffer 0 festhält. Wenn ein Impuls addiert wird, so daß der
Zähler die Ziffer 1 festhält, wird an Stelle von 50 die Leitung 51 gespeist usw.
Die Vergleichsstufe und die Servo-Einrichtung halten die zwei Impulsreihen in Tritt. Wenn die dem
Schaltzähler 72 zugeführten Impulse algebraisch addiert werden, stellt der Hauptzähler durch die von
ihm festgehaltene Totale in jedem gegebenen Augenblick die Größe (d. h. das Ausmaß) der Bewegung
des Werktisches in einer gegebenen Richtung von einem gegebenen Punkt aus dar. Durch den Zähler
79 wird daher die erforderliche Messung in ähnlicher Weise wie durch Zähler 15 in der gemäß F i g. 1 beschriebenen
Ausführungsform ausgeführt.
Für die Arbeitsweise der Vergleichseinrichtung ist es notwendig, daß keine merklichen zeitlichen Abstände
zwischen aufeinanderfolgenden Impulsen der primären Impulsreihe auftreten. Wenn die Stufen BS
oder die folgenden Tore so arbeiten, daß Lücken entstehen könnten, werden diese durch eine entsprechende
Ableitung der Primärimpulse verhindert, indem sich aufeinanderfolgende Impulse zeitlich überlappen.
Dies kann sehr einfach durch Änderung der Verbindungen von den Stufen BS zu den Toren bewirkt
werden (s. Fig. 8), so daß das SignalB mit
Signal E anstatt mit Signal C kombiniert wird. Die anderen Kombinationen sind dann DG, FI, HB usw.
Die sich daraus ergebenden P-Impulse sind in Fig. 7c dargestellt. Der Überlappungsgrad sollte
nicht zu groß sein, um nicht mehr als zwei der Primärleitungen gleichzeitig zu speisen.
Bei normaler Arbeitsweise der Vorrichtung gemäß F i g. 6 werden die Leitungen nacheinander in Abhängigkeit
von dem Wellenbildmuster gespeist, mit dem Ergebnis, daß die »Breite« eines jeden solchen
Impulses in jeder einzelnen Leitung die Zeitdauer anzeigt, während welcher dieselbe gespeist wird. Geschieht
dies der Reihe nach, ist die Zeitdauer proportional zur Geschwindigkeit der Bewegung. Wenn
daher das Muster stillsteht und dementsprechend die einzelnen Primär- und Sekundärleitungen, welche
dann seine Lage darstellen, stetig gespeist werden, hat der »Impuls« in jeder Leitung eine Breite, die
der Dauer des Stillstandes entspricht. Der Ausdruck »Impuls« sollte daher so ausgelegt werden, daß mit
ihm der Zustand der Speisung zu erfassen ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Bestimmen der Bewegungsgröße und -richtung eines Gegenstandes mit Hilfe eines sich gegenüber einem Bezugssystem in Abhängigkeit von der Bewegung zyklisch verändernden Wellenbildmusters und zugeordneten fotoelektrischen Abtasteinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß η (η mindestens 3) an sich bekannte, mit dem Bezugssystem fest verbundene, in der Bewegungsrichtung des Wellenbildmusters regelmäßig versetzt angeordnete fotoelektrische Abtasteinrichtungen vorgesehen sind, daß die η Abtasteinrichtungen auf eine mit Abgriffen versehene Widerstandskette an entsprechenden, auf der Widerstandskette gleichmäßig versetzten Anzapfungen in zyklischer Reihenfolge geschaltet sind, daß Phasenumkehrschaltungen zur Erzeugung eines symmetrischen iV-Phasensignals (N mindestens zweimal n) in Abhängigkeit von der n-phasigen Speisung der Widerstandskette mit den Abgriffen der Widerstandskette verbunden sind, daß zur Umwandlung des Signals jeder Phase in Rechteckwellenform den Phasenumkehrschaltungen Rechteck-Signalstufen nachgeschaltet sind und daß eine einen in zwei Richtungen arbeitenden Zähler enthaltende, die Bewegungsmessung auf eine Impulszählung zurückführende Verwertungseinrichtung vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 009 584/125
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2788364 | 1964-07-07 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1498082A1 DE1498082A1 (de) | 1968-11-07 |
| DE1498082B2 true DE1498082B2 (de) | 1971-01-21 |
Family
ID=10266829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651498082 Pending DE1498082B2 (de) | 1964-07-07 | 1965-07-07 | Vorrichtung zum Bestimmen der Bewe gungsgroße und richtung eines Gegenstandes |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3449743A (de) |
| DE (1) | DE1498082B2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2029816A5 (de) * | 1969-01-23 | 1970-10-23 | Thomson Brandt Csf |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3142121A (en) * | 1959-09-17 | 1964-07-28 | Elmic Inc | Micrometer |
| GB967291A (en) * | 1961-09-07 | 1964-08-19 | Ferranti Ltd | Improvements relating to measuring apparatus |
| US3310798A (en) * | 1963-10-01 | 1967-03-21 | Wayne George Corp | Analog to digital optical encoder |
-
1965
- 1965-07-06 US US469449A patent/US3449743A/en not_active Expired - Lifetime
- 1965-07-07 DE DE19651498082 patent/DE1498082B2/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1498082A1 (de) | 1968-11-07 |
| US3449743A (en) | 1969-06-10 |
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