DE1499739B2 - Datenspeicher zur gleichzeitigen Entnahme mehrerer Worter - Google Patents
Datenspeicher zur gleichzeitigen Entnahme mehrerer WorterInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Datenspeicher aus Teil speichern, die je ein Bit eines zu speichernden
Wortes aufnehmen, mit einer Steuereinrichtung zum gleichzeitigen Ansteuern aller Bitstellen eines Wortes
in den Teilspeichern.
Die Hersteller von datenverarbeitenden Maschinen sind bestrebt, die Geschwindigkeit und damit die
Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen zu vergrößern. Bei vielen Schaltungen und auch bei Speicherelementen
ist der Zustand nahezu erreicht, bei dem die Lichtgeschwindigkeit die Grenze für weitere Erhöhung der
Maschinengeschwindigkeit darstellt. Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit der Maschine müssen also
auf andere Weise erhöht werden. Der Entwurf von Maschinen mit mehreren zentralen Verarbeitungseinheiten soll eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung
der Leistungsfähigkeit bringen; bei solchen Maschinen laufen mehrere Operationen gleichzeitig ab. Dazu
ist es natürlich erforderlich, die Operanden für diese Operationen den Verarbeitungseinheiten gleichzeitig
zuzuführen. Eine Lösung dafür wäre es, mit einem solchen System mehrere getrennte Speicher zu benutzen,
die alle getrennt adressierbar sind. Das ergäbe aber in Wirklichkeit mehrere getrennte Rechner,
jeder mit eigenem Speicher und eigener Verarbeitungseinheit, die nur durch eine gemeinsame zentrale
Steuerung verbunden sind. Ein solches System erfordert aber einen hohen Aufwand von Schaltungslogik,
um die Gleichzeitigkeit der Speicheransteuerung sicherzustellen.
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, für ein datenverarbeitendes System mit mehreren Verarbeitungseinheiten
einen Speicher zu schaffen, bei dem mehrere Wörter gleichzeitig ausgelesen werden können.
Der Speicher ist aus Teilspeichern aufgebaut, die je ein einzelnes Bit der Wörter enthalten. In einem
Teilspeicher sind gleichzeitig die gleichen Bitstellen mehrerer Wörter ansteuerbar, und in allen Teilspeichern
werden gleichzeitig die verschiedenen Bitstellen eines Wortes angesteuert. Die ausgewählten
Bitstellen eines Teilspeichers werden zeilenweise in je eine Zeile eines Speicherregisters übertragen, die
Bitstellen des folgenden Teilspeichers in die nächste Zeile usw. Durch spaltenweise Entnahme aus dem
Speicherregister werden die Worte einzeln verfügbar.
Es sind Magnetkernspeicher mit in mehreren Ebenen angeordneten Magnetkernen bekannt, bei denen
durch einen Speicheraufruf je ein Bit jeder Ebene angesteuert wird; es wird dabei also pro Aufruf ein
Wort ausgelesen (»Technik der Magnetspeicher«, Fritz Winkel; Springer 1960, S. 308 bis 311). Aus
der gleichen Literaturstelle ist es auch bekannt, die dem Speicher entnommenen Werte in ein Speicherregister
zu übernehmen und sie von dort wieder zum Speicher zurück oder zu einem Verbraucher zu übertragen.
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Datenspeicher aus Teilspeichern, die je ein Bit eines zu
speichernden Wortes aufnehmen, mit einer Steuereinrichtung zum gleichzeitigen Ansteuern aller Bitstellen
eines Wortes in den Teilspeichern und mit einem Adreßregister und einem Speicherregister. Ein
solcher Datenspeicher ist dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Entnahme mehrerer, aus je
mehreren Bits bestehender Wörter die Steuereinrichtung, das Adreßregister und das Speicherregister so
ausgebildet und verbunden sind, daß gleichzeitig mehrere Bitstellen in den Teilspeichern angesteuert
werden, daß die einem Teilspeicher entnommenen Speicherwerte zeilenweise in das Speicherregister eingetragen
und daß die Wörter dem Speicherregister spaltenweise entnommen werden.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die in einem Teilspeicher aufzurufenden Bitstellen nebeneinanderliegend
auszuwählen, so daß in einfacher Weise durch Angabe der Richtung, in der auszuwählenden Bitstellen
nebeneinander liegen, durch Angabe der Anfangsstelle und der Anzahl der Bitstellen, die auszuwählenden
Wörter definiert werden können.
Da die Anzahl der auszuwählenden Wörter bei der Größe der praktisch vervendeten Speicher kleiner
ist als die Anzahl aller in einer Richtung nebeneinanderliegenden Bitstellen eines Teilspeichers, wird
vorzugsweise die Höchstzahl der gleichzeitig ansteuerbaren Wörter kleiner gemacht als die Anzahl der in
einer Richtung nebeneinanderliegenden Bitstellen eines Teilspeichers.
Bei einem Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird
durch Schiebeschaltungen die Zuordnung der nötigen Zahl von Aufrufeinrichtungen bzw. Leseverstärkern
zu den gewünschten Treibleitungen bzw. Leseleitungen vorgenommen.
Das nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiel wird durch Zeichnungen erläutert.
Fig. 1 ist ein Blockschaltbild des Speichersystems;
Fig. 2A und 2B — nach Fig. 2 aneinandergelegt
— zeigen schematisch das Speicherregister von Fig. 1;
Fig. 3A und 3B — nach Fig. 3 aneinandergelegt
— zeigen in Blockform die einzelne Speicherebene und deren Steuerung nach Fig. 1;
F i g. 4 ist ein Verdrahtungsglied einer einzelnen Speicherebene der Fig. 3B;
Fig. 5A und 5B — nach Fig. 5 aneinandergelegt
— zeigen schematisch die Schiebeschaltung für die Treiber in Fig. 3A;
Fig. 6A und 6B — nach Fig. 6 aneinändergelegt
— zeigen schematisch die Schiebeschaltung für die Leseleitungen nach Fig. 3A und
F i g. 7 ist ein Zeitdiagramm für das Speichersystem.
Die vorliegende Erfindung wird verwirklicht durch einen dreidimensionalen Speicher für gleichzeitigen
Zugriff zu mehreren Wörtern; der Speicher besteht aus einer Mehrzahl von zweidünensionalen Speicherebenen,
wobei jede Ebene mit Ansteuerungsmittel zur Erregung einer Mehrzahl von Bittreiberleitungen
einer ersten Koordinatenrichtung ausgestattet ist. Jede zweidimensionale Speicherebene enthält außerdem
Steuermittel zur Erregung einer einzelnen Treiberleitung einer zweiten Koordinate innerhalb derselben
Ebene, so daß mehrere Bits der Ebene angesteuert werden können. Außerdem sind Einrichtungen
vorgesehen, um die Speicherwerte von den zugehörigen Leseleitungen in Speicherregister zu übertragen.
Weiter sind Speicher-Adreßregister zum übersetzen der Anfrage an den Speicher vorgesehen; diese
Anfrage bestimmt die Richtung des Zugriffs, d. h. den X-Wert (horizontal) oder den Y-Wert (vertikal);
sie bestimmt, entlang welcher X- oder Y-Leitung der Zugriff liegen soll; sie bestimmt die erste Zugriffsadresse an dieser Leitung, und sie bestimmt schließlich
die Zahl der Speicherstellen oder -Wörter, die mit dieser ersten Adresse beginnend angesteuert werden
sollen. Eine typische Form für einen mit dem vorliegenden System verträglichen Speicherzugriffsbefehl
wird später wiedergegeben werden. Das System ist also in der Lage, eine Mehrzahl von Wörtern in der
X- oder Y-Richtung des Speichers anzusprechen. Der Zugriff zu mehreren Wörtern kann an jeder
! Adresse dieser Richtung beginnen, und er kann ein einzelnes Wort oder jede Zahl von Wörtern aus-
! wählen, bis zu dem durch die Systemeigenschaften vorgegebenen Maximum.
Eine Mehrzahl von Wörtern des Speichers kann also gleichzeitig entweder Tür einen Lese- oder einen
Schreibvorgang ausgewählt werden. Diese Betriebsweise ist für Datenverarbeitungsanlagen mit mehreren
Verarbeitungseinheiten besonders erwünscht, weil dort die gleichzeitige Durchführung einer großen Zahl
von Operationen gleicher oder verschiedener Art (z. B. Addition, Multiplikation, Division usw.) und
die Rückgabe der Ergebnisse zum Speicher in möglichst kurzer Zeit nötig ist. Bei Matrix- oder Vektor-Rechnungen,
bei denen in jedem Falle dieselbe arithmetische Operation durchzuführen ist, ist diese
Speicherart besonders zweckmäßig; der Gebrauch einer solchen Speicherorganisation ist jedoch nicht
darauf beschränkt. Natürlich muß der Benutzer des Systems, d. h. der Programmierer, mit der Organisation
des Speichers vollständig vertraut sein, wenn er aus der Möglichkeit zu gleichzeitigem Zugriff den
größten Nutzen ziehen will. Es wird infolgedessen angenommen, daß die Zuordnung der Speicherteile
und die Art des Zugriffs zu den gespeicherten Weiten vollständig vom Programmierer beherrscht wird, wie
es auch tatsächlich der Fall ist.
Zu der nachfolgenden, ins einzelne gehenden Beschreibung ist noch zu sagen, daß sie eine vereinfachte
Form wiedergibt und daß ein praktisch arbeitendes System viele Zusätze, z. B. Paritätsprüfung oder
Nachschreibstör-Schaltungen, enthalten würde, die dem Fachmann bekannt sind.
In den Zeichnungen ist ein vereinfachter Speicher mit vier Ebenen zu 8 χ 8 Kernen dargestellt; in Wirklichkeit
würden etwa 128 χ 128 Kerne benutzt werden. Es sind auch nur vier Magnetkern-Ebenen gezeigt,
während in Wirklichkeit vielleicht 72 oder mehr Ebenen gebraucht würden, da die Benutzung von
Wörtern mit 72 Bits bei einem Speicher üblich ist Dazu sind natürlich dann auch größere Entschlüsseier
und größere Befehlswörter erforderlich.
Die folgende Tabelle I zeigt die Form einer üblichen Adresse, die dem Speicher-Adreßregister zugeführt
werden würde. Die Legende unter dem Befehlswort gibt die Bedeutung der vier Felder wieder. Die Zahl
der Bitstellen in jedem Feld ist für eine Ebene von 8x8 Kernen ausreichend. Wie schon gesagt, sind
für größere Ebenen auch größere Bitfelder B, C und D erforderlich.
| 1 Bit | 3 Bits | 3 Bits | 3 Bits |
| FeIdA | FeIdB | FeIdC | FeIdD |
Form des Speicheradreßwortes
A = Richtung des Zugriffs (X oder Y).
B = Wenn der Zugriff in X(y)-Richtung erfolgt,
gibt B die Zahl der ersten X(Y)-Ldlung an.
C = Wenn der Zugriff in der A^i^-Richtung
erfolgt, gibt C die erste Y(X)-Lekung an.
D = Gibt die Zahl der Y(Z)-Leitungen an, d h.
D = Gibt die Zahl der Y(Z)-Leitungen an, d h.
die Zahl der Zugriffe.
Wie in der vorstehenden Tabelle angegeben, zeigt das FeIdA, ob die Richtung des Zugriffes in der
Richtung X oder Y erfolgen soll. Es wird für die vorliegende Beschreibung angenommen, daß eine
binäre Eins im Feld A den Zugriff in der Richtung X und umgekehrt eine binäre Null den Zugriff in der
Richtung Y bedeuten. Der Inhalt der Felder B, C und D geht aus der Tabelle I hervor; in den folgen-
den Tabellen wird jedoch eine zusätzliche Erläuterung gegeben. Die Tabelle II zeigt eine Ebene von
8x8 Kernen, in der die Buchstaben χ die Stellen
zu vier Bits anzeigen, welche angesteuert werden sollen. Diese vier aufeinanderfolgenden Bits liegen in
der Richtung X, sie liegen auf der Y-Leitung »2«, sie beginnen mit der X-Leitung »2«, und der Zugriff
erstreckt sich auf vier folgende Bits.
| Tabelle II Y-Leitungen 012: 0 |
X | % i | 5 | 7 |
| 1 | X | |||
| 2 | j | |||
| ^-Leitungen 3 | X | |||
| 4 ■ | ||||
| 5 | ||||
| 6 | ||||
| 7 | ||||
'5
Die folgende Tabelle III zeigt den notwendigen Inhalt der vier Felder. Dabei gibt das Feld A an, daß
in Richtung X vorzugehen sei. Das Feld B gibt an, daß Y den Wert Zwei hat. Das Feld C bestimmt den
Wert für X zu 2, und das Feld D enthält die Dezimalzahl 4.
| 1 | 2 | 2 | 4 |
FeIdA; Richtung X.
FeIdB; Y = 2.
Feld C; X = 2.
Feld D; 4 (Zahl der Zugriffe).
35
40
45
In der folgenden Tabelle IV ist der binäre Inhalt des Speicheradreßregister-Wortes wiedergegeben; dieser
Inhalt wird tatsächlich zu dem Speicheradreßregister des Systems geliefert. Das FeIdA enthält
eine einzige binäre Eins, was einen Zugriff in Riehtung X bedeutet. Die Felder B und C enthalten die
Binärzahlen 010, was bekanntlich der Dezimalziffer 2 entspricht. Das Feld D enthält die Binärzahl 100;
dies entspricht der Dezimalziffer 4.
| 001 | 010 | 010 | 100 |
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60
Nimmt man an, daß die Ausgangskoordinaten X3
und Y2, statt X2 und Y2, sind, so liegen die vier aufeinanderfolgenden
Bits ebenfalls auf der Y-Leitung »2«, beginnen jedoch mit der X-Leitung »3«, und der
Zugriff erstreckt sich auf vier folgende Bits. In Tabelle III gibt das Feld B wieder an, daß Y den
Wert »2« hat, das Feld C enthält jedoch jetzt für X den Wert »3«, und das Feld D behält die Dezimalzahl
»4«. In der Tabelle IV enthält das Feld B wieder die Binärzahl 010, das FeIdC jedoch 011, was den
Dezimalzifiern 2 bzw. 3 entspricht. Das Feld D enthält als Zahl· der Zugriffe wieder die Binärzahl 100
(Dezimalziffer 4).
Das vorliegende System ist in der Lage, eine solche Adresse aufzunehmen und die entsprechenden Bit-Treiberleitungen
innerhalb jeder Kernebene zu erregen; dadurch werden die bezeichneten Bitstellen
innerhalb dieser Kernebene ausgelesen und der Inhalt über Leseleitungen zum Speicherregister gebracht,
aus dem die Werte zu anderen Stellen des datenverarbeitenden Systems übertragen, zum Speicher in
gleicher oder geänderter Form zurückgeführt oder zu einer anderen Stelle des Speichers gebracht werden
können, jeweils in Abhängigkeit von den Befehlen des Systems.
Die F i g. 1 zeigt eine Blockdarstellung des erfindungsgemäßen Datenspeichers; sie enthält die drei
Haupteinheiten. Eine davon ist das Speicheradreßregister mit den vier Feldern A, B, C und D. Wie in
Rechnersystemen üblich, wird dieses Speicheradreßregister von dem Gesamtbefehlsprogramm angesteuert
wie für jede andere den Speicher betreffende Operation des Rechners. Die »Speicherebene und Steuerung« 2
enthält je eine einzelne Magnetkernspeicherebene und die Schaltung zum Erregen und Auswählen der Treiberleitungen
sowie die Schaltungen zur Auswahl der richtigen Leseleitungen jeder Kernebene, durch welche
die entnommenen Werte zum und vom Speicherregister 4 laufen. Das Speicherregister ist ein üblicher
Binärspeicher; er ist in Fig. 2 dargestellt. Dieses Register kann die aus den Speicherebenen entnommenen
Bits aufnehmen und formt diese Bits zu Speicherworten um, die dann zum Rechner geleitet
werden können. Wie aus der folgenden Funktionsbeschreibung des Speichers zusammen mit den
Fig. 2 bis 7 noch hervorgehen wird, wird die Information
ins Speicherregister in sozusagen horizontaler Richtung eingetragen, d. h. einzelne Informationsbits
aus den zweidimensionalen Kernebenen; Werte aus dem Rechner zum Speicherregister und umgekehrt
werden in »vertikaler« Richtung befördert. Die logischen Schaltungen der F i g. 3, 4, 5 und 6 sind alle
in den Blocks 2 enthalten, die mit »Speicherebene und Steuerung« bezeichnet sind.
Die F i g. 2 gibt also eine ausführliche Darstellung der Schaltungslogik des Speicherregisters 4 von
Fig. 1. Einzelne bistabile Schaltungen 5 sind die eigentlichen Speicherelemente, die in bekannter Weise
durch Ansteuerung der »1«- oder »O«-Seite entsprechend der Eingangsinformation eingestellt werden.
Die Anfrage geschieht in ebenfalls bekannter Weise durch Herstellung von Verbindungen zu den
Ausgangsklemmen der bistabilen Schallungen. Die Bezeichnungen in F i g. 2 weisen darauf hin, daß
die horizontalen Zeilen mit den verschiedenen Kernebenen in Verbindung stehen und daß die vertikalen
Spalten die Wortorganisation des Speicherregisters und damit des Speichers betreffen. Vier Bits von den
Kernebenen können also gleichzeitig angesteuert und in den horizontalen Zeilen des Speicherregisters untergebracht
werden. Wie früher schon festgestellt wurde, sind in der hier beschriebenen Ausführungsform nui
vier horizontale Bits und vier vertikale Bits dargestellt, d. h. ein Bit pro Kernebene, obwohl natürlich
in einer praktischen Ausführungsform mehr Bits und mehr Wörter vorzusehen sind.
Die Sammelleitungen 26 sind Eingängsleitungen
vom Rechner und dienen zur Einstellung der Speicherelemente 5 des Speicherregisters aus einer äußeren
Quelle, etwa einem Magnetband öd. dgl. Die Sammelleitungen 28 dienen zur übertragung der Daten
aus dem Speicherregister zum Rechner oder zu der
äußeren Speicherstelle. Die Sammelleitungen 26 und 28 laufen in das Speicherregister vertikal entsprechend
der Wortorganisation ein. In der linken oberen Ecke der F i g. 2A sind Sammelleitungen 6, 8, 10 zur
übertragung von Bits zwischen dem Speicherregister
und den einzelnen Speicherebenen vorgesehen. Diese Leitungen verbinden also das Speicherregister mit
den einzelnen Ebenen des Speichers. Diese Leitungen verlaufen im Speicherregister horizontal in Übereinstimmung
mit der Bitorganisation. Die Sammelleitung 6 stellt die bistabilen Schaltungen 5 auf »0«;
die Sammelleitung 8 stellt die bistabilen Schaltungen 5 auf »1«, und die Sammelleitung 10 überträgt in einem
Schreibzyklus Daten aus dem Speicherregister zu bzw. zurück zu den einzelnen Kernebeneri.
Die aus den F i g. 3 A und 3 B bestehende F ί g. 3
enthält die logische und fünktionelle Steuerung der einzelnen, zweidimensionalen Kernspeicherebenen 2.
Die in Blockform dargestellte einzelne Kernspeicherebene 12, die Schiebeschaltung für die Treiber 24
und Schiebeschaltung für die Leseleitungen 32 sind mit größerer Ausführlichkeit in den Fi g. 4, 5 und 6
wiedergegeben. In Fig. 3 sind fünf Treiber dargestellt, vier Treiber 22 speisen die Schiebeschaltung
für die Treiber 24, und der einzelne Treiber 21 speist den Verschlüsseier 23. Diese Treiber sind von üblicher
Art und liefern die für den Betrieb der Speicherebenen nötigen Treiberströme in Form von HaIbwahl-Impulsen
auf bis zu fünf Leitungen. Ein Impuls wird über den Verschlüsseier 23 geliefert; er läuft
auf einer einzelnen Treiberleitung in der Richtung des Zugriffes. Vier Treiberimpulse werden gleichzeitig
auf Treiberleitungen der anderen Koordinate geliefert, um für bis zu vier Speichersteüen in der
Speicherebene Vollauswahl-Impulse zur Verfügung zu haben. ~ . :
Es erscheint also ein Halbwahl-Impuls nur auf einer der acht Leitungen vom Verschlüsseier,
welcher durch eine der Torschaltungen (140, 142,144 oder 146; Fig. 3B) und von dort zu der entsprechenden
X- oder Y-Treiberleitung laufen kann, abhängig von der durch die Adresse vorgeschriebenen
Richtung und abhängig davon, ob es sich um einen Lese- oder Schreib-Vorgang handelt. Gleichzeitig
können bis zu vier der acht aus der Schiebeschaltung für die Treiber 24 herausführenden Leitungen erregt
werden, die über eine der vier Torschaltungen (64, 66, 68 oder 70) einen Impuls zu der einzelnen Speicherebene
gelangen lassen, wobei auch hier der von dem Impuls eingeschlagene Weg von der Art der Ansteuerung abhängt und davon, ob ein Lese- oder Schreib1
Vorgang stattfinden soll. Die vier Torschaltungen 132, 134,130 und 138 auf der rechten Seite von Fig. 3 B,
welche die acht genannten Leitungen mit Erde verbinden,
dienen zur Vervollständigung des Treiberstromkreises bei den einzelnen Adressierungsvorgängen.
Wenn also ein Treiberimpuls auf der Schreibleitung X ankommt; wird die an die Abfrageleitung Jf
angeschlossene Torschaltung erregt, so daß das andere
Leitungsende an Erde liegt und der Treiberpfad vollständig ist. Dasselbe gilt für alle vier anderen Eingangsleitungen der Speicherebene und für alle anderen
Operationen. Die Schiebeschaltung für die Treiber 24
dient zur Überführung der Treiberströrne aus den die Schiebeschaltung speisenden Treibern in die richtige
zum Speicher laufende Treiberleitüng. Die
Schiebeschaltung reagiert auf Eingangssignale aus
den Feldern D und C des Speicherädreßregisters.
Diese Felder bestimmen die erste Adresse längs der betreffenden Koordinate, des Speichers, wo der Speicherzugriff beginnen soll, bzw. die Zahl der Zugriffe
,o einschließlich dieses ersten. Gemäß dem in Tabelle II
. gezeigten Beispiel ist die erste im Feld C erscheinende Adresse X = 2. Natürlich sieht aber die Schiebeschältung
nur die tatsächliche Binärstellung von 2, nämlich 010. Die Zahl 4 erscheint im Feld D des
Beispiels; sie bedeutet, daß die nächsten drei Jf-Leitungen,
welche auf die mit der Adresse 2 folgen, erregt werden müssen. Der Ausgang der Schiebeschaltung
zeigt also Treiberimpulse auf den Leitungen 2, 3, 4 und 5. Das setzt voraus, daß im Feld D
des Speicheradreßregisters die Zahl 4 auftrat. Wenn z.B. in diesem Feld die Zahl 2 gestanden hätte, so
würden nur zwei Leitungen erregt, nämlich die Leitungen 2 und 3. Ausführlicheres über die Schiebeschaltung für die Treiber wird zusammen mit F i g. 5
gesagt werden.
Die Schiebeschaltung für die Leseleitungen 32 hat eine ähnliche Aufgabe wie die Schiebeschaltung für
die Treiber, jedoch in umgekehrter Richtung. Die Schiebeschaltung für die Treiber 24 empfängt bis zu
3<j vier Impulse von den Treibern 22 und leitet sie zu
bestimmten der acht möglichen Ausgangsleitungen. Im Gegensatz dazu empfängt die Schiebeschaltung
für die Leseleitungen 32 auf acht Leitungen an ihrer
Eingangsseite bis zu vier Impulse und durch ihr Netzwerk leitet sie diese Impulse auf die vier Ausgangsleitungen, auf denen sie anschließend zu den.
Leseverstärkern 30 und von dort zu dem Datenregister 4 weiterlaufen.
Schließlich bringen noch zwei Leitungen —- s.
unteren Teil der Fig. 3A -^- den Inhalt des Feldes A aus dem Speicherädreßregister herein. Es handelt
sich dabei ja um eine einzige Bitstelle, die den Binärwert »1« oder »0« enthalten kann und die die
Zugriffsrichtung Y oder X angibt. Diese beiden Leitungen speisen die Urid-Schaltungen 125, 126,127
und 128, deren Ausgänge die zwölf Torschaltungen in der unteren Hälfte der Fig. 3B bedienen und
damit die Signale aus der Schiebeschaltung"24 und dem Verschlüsseier 23 zu den Treiberleitungen der
Kernebene durchlassen. :
Die in Fig. 3 gezeigten Schaltungen führen also
die erste Aus wahl· und Schaltfunktionen des erfindungsgemäßen Speichers durch, sie entschlüsseln die
zum Speicheradreßregister gelieferten Daten und steuern die Treiber der einzelnen Kernebenen für den
Zugriff zum Speicher. '
F i g. 4 zeigt Einzelheiten einer einzelnen Speicherebene,
die zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen
System geeignet ist. Es ist, wie früher schon
6ό gesägt, eine Matrix von 8 χ 8 Kernen; es werden
bekannte, aus magnetischem Werkstoff hergestellte Toroide als Speicherelemente benutzt, die bistabilen
Charakter haben. Die Treiberleitungeh und die Leseleitungen sind entsprechend bezeichnet; alle Leseleitungen
haben eine gemeinsame Erdung, da die Stromrichtung in diesen Leitungen ohne Bedeutung
ist zum Unterschied von den Treiberleitungen X und Y. Die Treiberleitungen X und Y sind je an
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einer Seite mit »Abfragen« und »Schreiben« bezeichnet ; diese Bezeichnung bezieht sich auf die Richtung
der Treibersignale in diesen Leitungen. Bei einem Lese-Zyklus fließt der Strom in eine Richtung und
versucht alle durchsetzten Kerne in ihren »O«-Zustand zu versetzen, während beim Schreib-Zyklus der Strom
die gleiche Wicklung in der entgegengesetzten Rieh:
tung durchfließt und den Speicherkern in den Zu-: stand »1« versetzen will. Es ist hier nicht nötig,
Sperrleitungen zu verwenden, da bei einem »Schreib«- Signal Halbstromimpulse nur an diejenigen Kerne
angelegt werden, die nach »1« gebracht werden sollen; dies ist in Abweichung von den üblichen dreidimensionalen
Speichern, bei denen der Treiberkreis alle Kerne des Speicherwortes in den Eins-Zustand zu
versetzen sucht und wo Impulse auf den Sperrleitungen diese Einstellung für bestimmte Kerne verhindert.
F i g. 5 ist eine ausführlichere Darstellung der Schiebeschaltung für die Treiber 24 aus F i g. 3.
Diese Einheit empfängt Werte aus den Feldern C und D des Speicheradreßregisters. Abhängig von
dieser Eingangsinformation wählt die Schiebeschaltung 24 die richtige Zahl von Treiberimpulsen und
leitet sie in die richtigen Treiber leitungen, der Kernebene zwecks Speicheransteuerung.
Die drei bistabilen Schaltungen oben in Fig. 5B
werden vom Feld D des Speicheradreßregisters gespeist, und sie sind mit den Werten »1«, »2«.und »4«
bezeichnet; diese Bezeichnung entspricht dem binären Gewicht der Stelle des Adressenfeldes. Wenn also
zwei aufeinanderfolgende Bitstellen in den Kernebenen angesteuert werden sollen, so könnte die
bistabile Schaltung »2« auf ihren binären Wert »1« eingestellt werden. Bei Betrachtung der Logikschaltung
unterhalb der bistabilen Schaltung »2« wird klar, daß die Und-Schaltungen 54 und 84 durch die
binäre Bitkombination 010 der drei gezeigten bistabilen Schaltungen erregt werden. Der Ausgang dieser
Und-Schaltungen führt zu den unteren' Eingängen der Torschaltungen 90, 92, 94 und 96. Die vier Ausgänge
aus den Und-Schaltungen 54, 84, 86 und 88 werden dann durch das Verschiebenetzwerk aus den
Torschaltungen 90, 92, 94, 96, 98 und 100 verschoben und auf die acht Leitungen der Sammelleitung 62
verteilt. Die Schiebeschaltung ist zweistufig; in ihrer zweiten Stufe (Fig. 5B) enthält sie jedoch nur zwei
Torschaltungen 98 und 100, was mit Rücksicht ,auf die geringe Zahl von X- und Y-Leitungen in der
Speicherebene des' Ausführungsbeispiels ausreichend ist. Bei einer größeren Anzahl solcher Leitungen
wären weitere Torschaltungen erforderlich. Die Torschaltungen beider Stufen werden von Ausgangssignalen
des Entschlüsselet 34 (Fig. 1) gesteuert.
Die Funktion der Oder-Schaltungen unmittelbar rechts von den beiden Sätzen von Torschaltungen
wird nachstehend erläutert.
Wenn im Feld C des Speicheradreßregisters die Adresse 5 auftritt, so werden die Torschaltungen 92
und 100 vom Ausgang des Entschlüsselers 34 erregt (die mit 1 bezeichnete Steuerleitung erster Stufe in
Fig. 5A und die mit 4 bezeichnete Steuerleitung zweiter Stufe in F i g. 5 B sind erregt). Wenn die
beiden mit 1 und 2 bezeichneten Ausgangsleitungen der Torschaltung 92 in Fi g. 5A verfolgt werden,
so zeigt es sich, daß die mit 1 und 2 bezeichneten Eingänge zur .Torschaltung 100 der Fig. 5B und
damit die mit 5 und 6 bezeichneten Ausgangsleitungen dieser Torschaltung erregt werden. Es werden
also die Leitungen 5 und 6 der Sammelleitung 62 erregt; dies sind die beiden erwünschten, im genannten
Beispiel durch die beiden aufeinanderfolgenden Bits im Feld D des Speicheradreßregisters und durch die
-s Adresse 5 im Feld C des Speicheradreßregisters bezeichneten
Leitungen. Die Wahl des Zugriffs in der X- oder Y-Richtung bestimmt nun, welche der Treiberleitungen
(5 oder 6) in der Speicherebene 12 von der Schiebeschaltung erregt werden. .,·",.. '..
ίο Wie früher schon festgestellt wurde, verrichtet die
Schiebeschaltung für die Leseleitungen 32 der F i g. 6 praktisch dieselbe Aufgabe wie die Schiebeschaltung
für die Treiber 24 nach Fig. 5. Aus diesem Grunde wurden in F i g. 6 dieselben Bezugszeichen benutzt,
jedoch mit einem Strich versehen. Die Aufgabe dieser Schaltung ist es, die auf der Sammelleitung 82
(F i g. 6A) auftretenden Ausgangssignale zu den richtigen Leitungen der Sammelleitung 63 (F i g. 6B)
zu überführen, von wo sie dann- zu den Leseverstärkern 30 und anschließend zu dem Speicherregister 4
gelangen. Wie beim früheren Beispiel soll auch hier angenommen werden, daß die mit »2« bezeichnete
bistabile Schaltung durch das Feld D des Speicheradreßregisters erregt wurde. Dadurch wird je ein
Eingang der Und-Schaltung 54' und 84' in Fi g. 6 B erregt. Die im Feld C des Speicheradreßregisters
erscheinende Zahl 5 erregt gleichzeitig die Torschaltungen 100' und 92'. Aus der Schaltung ergibt sich
dann, daß bei einem Eingangssignal auf den Leitungen 5 und 6 der Torschaltung 100' (F i g. 6A) deren
Ausgangsleitungen 1 und 2 ein Signal führen. Diese
Signale gelangen auf den gleichbezeichneten Leitungen zur Torschaltung 92' und verlassen diese auf
den Leitungen 0 und 1, welche zu den jeweils zweiten Eingangsklemmen der Und-Schaltungen 54' und 84'
führen. Es werden also die mit 0 und 1 bezeichneten Leitungen auf der Sammelleitung 63 Signale führen,
die über die Leseverstärker zur Einstellung der entsprechenden Bitstellen des Speicherregisters 4 in der
entsprechenden Kernebene gelangen.
Die Fig. 7 zeigt den zeitlichen Ablauf der Vorgänge im erfindungsgemäßen System. Der Taktimpuls
CL-I stattet die Vorgänge im System bei einem »Lese«-Zyklus; ihm folgen die Taktimpulse
CL-I, CL-Ih und CL-3. Diese Taktimpulse stammen
aus Taktgebern üblicher Art. Bevor ein Speicherzyklus beginnen kann, muß natürlich die entsprechende
Adresse in das Speicheradreßregister gebracht worden sein. Aus Fig. 3A ist zu entnehmen, daß
der Taktimpuls CL-I der Und-Schaltung 31 zugeführt wird; er dient dazu, über die Sammelleitung 6
die entsprechenden Speicherstellen des Speicherregisters 4 über den Leseverstärker 30 zu löschen. Der
Taktimpuls CL-2 dient über die Und-Schaltung 33 als Eingangssignal für die Treiber 22; der Taktimpuls
CL-2 A steuert die Torschaltung 35, so daß nach dem Anlegen des »Lese«-Impulses an die Speicherebene
deren Ausgangssignal über die Schiebeschaltung 32, Leseverstärker 30 und die Sammelleitung 8
zum Speicherregister 4 gelangen kann. Die Schiebeschaltungen sowohl für die Treiber (24) als auch für
die Leseleitungen (32) werden vom Inhalt der Felder C und D des Speicheradreßregisters selbsttätig
eingestellt. Der Taktimpuls CL-2 läßt also den In-
f>5 halt der ausgewählten Speicherstelle der Speicherebene
zu der entsprechenden Bitstelle des Speicherregisters hin gelangen.
Der Taktimpuls CL-2 dient auch zur Vorbereitung
Der Taktimpuls CL-2 dient auch zur Vorbereitung
der beiden Und-Schaltungen 126 und 127 (unten in Fig. 3A). Die Ausgangssignale dieser Und-Schaltungen
werden u. a. acht Torschaltungen in F i g. 3 B zugeführt; darunter sind die Torschaltungen 64, 66,
68 und 70, welche die Treiberimpulse aus der Schiebeschaltung für die Treiber auf die richtigen X- und
Y-»Lese«-Leitungen gelangen lassen.
Der Taktimpuls CL-2a wird auch der Oder-Schaltung
19 zugeführt, die den einzelnen Treiber 21 erregt. Der Taktimpuls CL-Ia. setzt gegenüber dem
Taktimpuls CL-2 verspätet ein. Die beim Anlegen der mehreren Halbwahl-Impulse in den Leseleitungen
entstandenen Störsignale sind demnach schon abgeklungen, ehe der vom Treiber 21 herrührende einzelne
Auswahlimpuls auftritt.
Der Taktimpuls CL-3 veranlaßt die Rückübertragung des Inhalts des Speicherregisters in den Speicher.
Dazu wird der Impuls CL-3 an die vier Und-Schaltungen 102, 104, 106 und 108 angelegt, wo er
mit den Signalen auf der Sammelleitung 10 aus dem Datenregister vereinigt wird. Jede Eingangsleitung
der Sammelleitung 10 mit einer »1« ruft also an den genannten Und-Schaltungen ein Ausgangssignal hervor,
wodurch die entsprechenden Treiber 22 und auch der einzelne Treiber 21 erregt werden. Der
Taktimpuls CL-3 gelangt auch zu den Und-Schaltungen 125 und 128, um die »Schreib«-Leitungen X
und Υ zur einzelnen Speicherebene 12 zu erregen. Es wurde früher schon darauf hingewiesen, daß die
»Schreib«- und »Lese«-Treiberleitungen tatsächlich dieselben Leitungen sind; bei einem Lesevorgang
durchläuft der Treiberstrom dabei den Speicher in einer Richtung, beim Schreibvorgang in der entgegengesetzten
Richtung. Bei einem Kernspeicher mit zerstörender Entnahme ist bekanntlich an jeden Lesevorgang
ein Schreibvorgang anzuschließen, bei dem die Werte aus dem Speicherregister zurück in den
Speicher übertragen werden. Beim Schreibvorgang wird die Leitung »Schreiben« mit dem Taktimpuls
CL-2 durch eine Und-Bedingung verknüpft (142) und nicht die Leseleitung, da diese die ausgewählten
Kerne auf Null stellt.
Das vorliegende System enthält also eine Adresse und ein Lese- oder Schreib-Signal; die Entnahme
von Werten aus den einzelnen Speicherebenen oder die Speicherung in diesen erfolgt durch die sehr
bewegliche Eingangssteuerung. Obwohl die einzelnen Speicherebenen nach Art eines zweidimensionalen
Speichers betrieben werden, erscheint das System als ganzes wie ein dreidimensionaler Speicher, und zwar
wegen der Art des Zugriffs zum Speicherregister und wegen der Art, in der die einzelnen Speicherebenen-Steuerungen
von den einzelnen Speicheradreßregistern aus parallel arbeiten.
Die folgenden Ausführungen zur Beschreibung des Gesamtsystems wollen die verschiedenen in den
Zeichnungen dargestellten und einzeln beschriebenen Teile zusammenfassen und die Erfindung verständlicher
machen.
Die folgende Beschreibung der Arbeitsweise macht von dem Beispiel aus Tabelle III Gebrauch. Die
danach im Speicheradreßregister enthaltenen Werte wurden in Tabelle IV gezeigt, die hier nochmals
wiedergegeben wird.
| 1 | 010 | 010 | 100 |
Dieses Befehlswort bedeutet also, daß ein Zugriff auf der Leitung Y = 2 in Z-Richtung zu erfolgen
hat. Die erste zu erregende Z-Leitung hat die Nummer 2, und drei weitere Worte sind anzusteuern, d. h.
die JSf-Leitungen 3, 4 und 5. Dies Befehlswort ist im
Speicheradreßregister der Fig. 1 enthalten; dieses Register ist für die in den anderen Figuren gezeigten
Steuerschaltungen zugänglich. Zunächst soll nur die Steuerung für eine einzige Speicherebene beschrieben
ίο werden. Dieselben Werte werden jedoch (wie aus
F i g. 3 hervorgeht) aus jeder einzelnen Speicherebene entnommen und zu den zugeordneten horizontalen
Zeilen von bistabilen Speicherschaltungen des Speicherregisters der Fig. 2 übertragen. Dieser
Vorgang sei ein Lesevorgang, der nach seiner Beendigung einen Schreibvorgang erfordert.
Das erste Ereignis ist der Taktimpuls CL-I, der zusammen mit dem Signal auf der »Lese«-Befehls-Leitung
der Und-Schaltung 31 (F i g. 3A) zugeführt wird. Das Ausgangssignal dieser Und-Schaltung speist
den ersten Eingang der vier Und-Schaltungen 54', 84', 86' und 88' in Fig. 6B. Die jeweils anderen Eingänge
dieser Und-Schaltungen empfangen Signale aus dem Feld D des Speicheradreßregisters, in dem
eine binäre 4 enthalten ist, so daß alle vier Leitungen der Sammelleitung 63 zum Leseverstärker 30
(Fig. 3A) erregt werden. Das Ausgangssignal der Leseverstärker durchläuft die Torschaltung 110 und
stellt über die Sammelleitung 6 alle vier speichernden bistabilen Schaltungen 5 der Fi g. 2A auf
»Null«.
Der dann auftretende Taktimpuls CL-2 öffnet zusammen mit dem Impuls auf der Befehls-Leitung
»Lesen« die Und-Schaltung33 in Fig. 3A. Das
entstehende Ausgangssignal läuft über Oder-Schaltungen zu allen vier Treibern 22. Durch den Taktimpuls
CL-2A wird kurz danach die Und-Schaltung 17 durchlässig gemacht, so daß die Torschaltung 35
das Ausgangssignal der Leseverstärker 30 über die Sammelleitung 8 zum Speicherregister durchlassen
kann. Alle vier Und-Schaltungen 54, 84, 86 und 88 (F i g. 5A) werden von den Impulsen am Ausgang
der vier Treiber 22 und vom Auftreten der Zahl 4 im Feld D des Speicheradreßregisters durchlässig
gemacht. Das Auftreten der Zahl 2 im Feld C des Speicherregisters verursacht über den Entschlüsseier
34 die Erregung der Torschaltungen 92 und 98 (Fig. 5A und B); es werden die vier Ausgangsimpulse
der Treiber 22 zu den Leitungen 2, 3, 4 und 5 der Sammelleitung 62 übertragen. Der Inhalt
des Feldes B im Speicheradreßregister verursacht beim Auftreten des Taktimpulses CL-2 a die Erregung
der Leitung 2 am Ausgang des Entschlüsselet 23. Das oben schon erwähnte Ausgangssignal der Und-Schaltung
33 (F i g. 3A) wird auch an die Und-Schaltung 127 angelegt, und deren anderer Eingang,
die Leitung Y aus dem Feld A des Speicheradreßregisters, speist den zweiten Eingang dieser Und-Schaltung.
Ihr Ausgangssignal öffnet einmal die Torschaltungen 64 und 130; die vier Treiberleitungen
auf der Sammelleitung 62 gelangen also zu der Seite Abfragen X der Speicherebene, und der Stromkreis
dieser Treiberimpulse wird über die Torschaltung 130 geschlossen. Andererseits öffnet die Und-Schaltung
127 die Torschaltungen 142 und 138, so daß der Treiberimpuls des Treibers 21 (die einzelne !-Leitung)
in die Speicherebene eintreten kann. Es werden also den vier X-Treiberleitungen (2, 3, 4 und 5) und der
einzelnen Y-Leitung (2) Halbwahlimpulse zugeführt, so daß die vier Speicherstellen am Schnittpunkt der
' einen Y-Leitung und der vier X-Leitungen ausgelesen
wird.
Die Ausgangssignale dieser Speicherstellen gelangen über die Leseleitung Z (74, Fig. 3B) über
die ebenfalls von der Und-Schaltung 127 geöffnete Torschaltung 76 und die Oder-Schaltung 80 über
die Sammelleitung 82 zur Schiebeschaltung für die Leseleitungen 32. Dort findet die entsprechende,
früher beschriebene Verschiebung statt, so daß die vier auf den X-Leseleitungen 2, 3, 4 und 5 auftretenden
Bits auf entsprechenden vier Leitungen der Sammelleitung 63 weiterlaufen. Nach der Verstärkung in
den Leseverstärkern 30 gelangen die vier Bits über die Torschaltung 35 zum Speicherregister. Danach
ist der Lese-Zyklus beendet.
Der Beginn des Taktimpulses CL-3 leitet den Schreib-Zyklus des Speichers ein. Ein solcher Zyklus
findet ja immer statt, ob ein Lese-Zyklus vorausgegangen ist oder nicht. Mit anderen Worten, nach
einem normalen Lese-Zyklus muß der Inhalt des Speicherregisters in den Speicher zurückgegeben werden,
um die Daten zu erhalten; wenn Daten aus einem äußeren Speicher übernommen werden sollen,
müssen diese Daten zunächst im Speicherregister 4 untergebracht und dem Speicher ein Schreibbefehl
gegeben werden. In diesem Falle haben die Taktimpulse CL-I und CL-2 keine Wirkung, da die Leitung
»Lesen« nicht erregt ist.
Der »Schreib«-Teil der »Lese«-Operation soll jetzt weiter behandelt werden. Der Taktimpuls CL-3 läßt
die auf der Sammelleitung 10 (F i g. 3A) ankommenden Werte aus dem Speicherregister durch die
Und-Schaltungen 102,104,106 und 108 laufen. Diese
vier Leitungen sind (siehe Fig. 2A) mit den Klemmen »1« der bistabilen Schaltungen 5 verbunden. Es
werden also nur diejenigen Treiber22 der Fig. 3A
erregt, für die im Speicherregister 4 in den bistabilen Schaltungen 5 eine »1« enthalten ist. Der Taktimpuls
CL-3 gelangt auch zu dem einzelnen Treiber 23 und zu den Und-Schaltungen 125 und 128, welche die Torschaltungen
in den Treiberleitungen zum Speicher bedienen.
Was nach dem früher genannten Beispiel jetzt eintreten muß, ist ein Schreib-Zyklus mit mehrfachem
Y-Zugriff und einfachem X-Zugriff. Die Und-Schaltung 125 wird also erregt von der Kombination des
Taktimpulses CL-3 und dem Signal auf der Leitung »Y«. Das Ausgangssignal der Und-Schaltung 125
gelangt zur Torschaltung 68, um die richtigen Treiberleitungen in den »Schreib«-Eingang X der Speicherebene
zu leiten, und es gelangt gleichzeitig zu der Torschaltung 132, um das andere Ende derselben
Treiberleitungen mit Erde zu verbinden, wie es früher erläutert wurde. Die Steuerung der Schiebeschaltung
für die Treiber 24 ist dieselbe wie beim »Lese«-Zyklus; es werden die gleichen Eingänge aus dem Speicheradreßregister
zur Steuerung der Torschaltungen innerhalb der Schiebeschaltung benutzt. An diesem Punkte
ist daran zu erinnern, daß die Erregung der Lesekreise nicht erforderlich ist, da es sich ja um eine
»Schreib«-Operation handelt. Der Ausgang der Und-Schaltung 125 gelangt auch zur Torschaltung 146,
durch welche der Y-Schreibeingang aus dem einzelnen Treiber geöffnet wird. Weiter wird von derselben
Und-Schaltung noch die Torschaltung 134 zur Erdung des anderen Endes der Y-Schreibleitung erregt.
Der Verschlüsseier 23 wird wie vorher vom Feld B des Speicheradreßregisters eingestellt. Mit dem Auftreten
des Taktimpulses CL-3 gelangen also »Schreib«- Impulse über die entsprechenden Treiberleitungen X
und Y zur Speicherebene und verursachen das Einschreiben von »1« in die Stellen der Speicherebene,
die den eine »1« enthaltenden bistabilen Schaltungen des Speicherregisters 4 entsprechen. Der Taktimpuls
CL-2 bewirkt zusammen mit dem »Schreib«-Signal über die Und-Schaltung 142 die Rückstellung der ausgewählten
Speicherstellen nach »0«; der Taktimpuls CL-2 a besorgt dieselbe Aufgabe über den einzelnen
Treiber 21. Beide werden wirksam, bevor durch den Taktimpuls CL-3 der Schreibvorgang beginnt.
Damit ist die Beschreibung des »Schreib«-Vorgangs für einen Z-Zugriff zum Speicher beendet. Bei einem
AT-Zugriff werden also eine Mehrzahl von X-Treiberleitungen
und eine einzige Y-Treiberleitung erregt. Im Falle eines Y-Zugriffes wird eine einzige X-Treiberleitung
und eine Mehrzahl von Y-Treiberleitungen erregt. Der letztere Vorgang erfolgt mittels der Und-Schaltungen
126 und 128 (siehe Fig. 3A unten).
Der Hauptunterschied besteht schaltungsmäßig darin, daß bei diesem letzteren Vorgang die mehreren Treiberausgänge
aus der Schiebeschaltung für die Treiber 24 in Y-Richtung eingeschleust werden und der einzelne
Treiberausgang aus dem Verschlüsseier 23 in X-Richtung verläuft.
Es ergibt sich also, daß in das Speicherregister 4 der Inhalt der entsprechenden Kernebenen in jeweils
(in der Fig. 2A und 2B) horizontaler Richtung eingetragen wird. Nun ist das Speicherregister bereit
zur übertragung seiner Werte in beliebige andere Auswerteeinrichtungen. Wie früher beschrieben,
erfolgt die Ausgabe aus dem Speicherregister 4 über die Sammelleitungen 28 (wie aus der Leitungsfiihrung
hervorgeht) wortweise.
Das erfindungsgemäße System erlaubt also den Zugriff zu gleichzeitig mehreren Worten eines Speichers
und ist damit besonders geeignet für datenverarbeitende Systeme mit mehreren Verarbeitungs-Einheiten.
Es wurde bereits erwähnt, daß die Erweiterung über die in den Zeichnungen dargestellte Größe
leicht möglich ist. Durch Vergrößerung der Zahl von Kernebenen kann mit Wörtern von vielen Bits gearbeitet
werden. Es ist außerdem auch der Zugriff zu mehr als vier Wörtern (vier Bits pro Ebene) möglich '
durch Bereitstellung größerer einzelner Speicherebenen. Dazu wäre es natürlich erforderlich, die :
Felder B, C und D des Speicheradreßregisters zu erweitern und ebenfalls die Schiebeschaltungen 24
und 32 auszubauen. Es können auch andere Speicherarten als Magnetkernspeicher mit der Erfindung
benutzt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Datenspeicher aus Teilspeichern, die je ein Bit eines zu speichernden Wortes aufnehmen, mit
einer Steuereinrichtung zum gleichzeitigen Ansteuern aller Bitstellen eines Wortes in den Teilspeichern
und mit einem Adreßregister und einem Speicherregister, dadurch gekennzeichnet,
daß zur gleichzeitigen Entnahme mehrerer, aus je mehreren Bits bestehender Wörter die
Steuereinrichtung, das Adreßregister und das Speicherregister so ausgebildet und verbunden
sind, daß gleichzeitig mehrere Bitstellen in den Teilspeichern angesteuert werden, daß die einem
Teilspeicher entnommenen Speicherwerte zeilenweise in das Speicherregister eingetragen und
daß die Wörter dem Speicherregister spaltenweise entnommen werden.
2. Datenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Adreßregister bestimmt,
in welcher von zwei möglichen Richtungen von einer Anfangsstelle aus die gleichzeitig auszuwählenden
Bitstellen eines Teilspeichers nebeneinander liegen, welches die Anfangsstelle der
Reihe von Bitstellen eines Teilspeichers ist und welche Anzahl von Bitstellen eines Teilspeichers
gleichzeitig auszuwählen ist.
3. Datenspeicher nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höchstzahl der
in einem Teilspeicher längs einer Richtung ansteuerbaren Bitstellen kleiner ist als die Zahl der
in einem Teilspeicher in einer Richtung vorgesehenen Bitstellen und daß vom Adreßregister
gesteuerte Schiebeschaltungen (24; 32) die Zuord-η ung der nötigen Zahl von Aufrufeinrichtungen (22)
bzw. Leseverstärkern (30) zu den gewünschten Treibleitungen (14, 16) bzw. Leseleitungen (18, 20)
vornehmen.
4. Datenspeicher nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit Magnetkernen als Speicherelemente, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Teilspeicher aus einer zweidimensionalen Magnetkern-Matrix mit Treiberleitungen
(14, 16) zur Halbwahl in X- und y-Richtung und mit zwei Sätzen von in X- bzw.
Y-Richtung verlaufenden Leseleitungen (18, 20) besteht und daß aus dem parallel zu den mehreren
erregten Treiberleitungen verlaufenden Satz von Leseleitungen (18) die entsprechenden Leitungen
zu den Leseverstärkern (30) durchgeschaltet werden.
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|---|---|---|---|
| US510497A US3394354A (en) | 1965-11-30 | 1965-11-30 | Multiple word random access memory |
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| DE1499739C3 DE1499739C3 (de) | 1974-06-06 |
Family
ID=24030988
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| GB (1) | GB1154458A (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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