DE1531460B2 - Flugzeugtragfluegel - Google Patents
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Description
gemäß F i g. 2 bis 5 durch den Tragflügel des Flugzeuges der Fig.l, wobei schematisch die Verbindungen
zwischen den einzelnen Komponenten der Steuereinrichtung, weiteren Klappen sowie dem
Fahrwerk des Flugzeuges und einer gemeinsamen Manöversteuerung dargestellt sind. -
Die Zeichnungen zeigen ein als Hochdecker ausgebildetes Flugzeug 1, an dessen Tragflügel 2 mit seitlichem
Abstand zum Flugzeugrumpf 3 Motorengondehi4 angebracht sind, die gegenüber dem Flügel
nach vorn und unten ragen und in ihrem vorderen Teil Nebenstrom-Strahltriebwerke 5 enthalten. Der
Tragflügel ist außerhalb der Triebwerke mit verstellbaren Nasenklappen 6 versehen, die sich in die Flügelunterseite
so einklappen lassen, daß die Unterseite glatt und stufenlos bleibt. Das Einklappen erfolgt um
eine Drehachse des Tragflügels, die im Nasenteil des Tragflügelprofils so weit von der Nasenklappe entfernt
ist, daß die letztere in ausgefahrener Stellung unter und vor der Tragfläche liegt und in der Nähe
der Drehachse einen Schlitz 6 a zwischen der Tragflügelnase und dem Rand der Nasenklappe erzeugt.
Die Nasenklappe hat ein aerodynamisch günstiges Profil, das sich in der ausgefahrenen Stellung sowohl
an die Oberseite als auch an die Unterseite strömungsgünstig anschließt und eine Verlängerung der
Tragflügelnase nach vorn und unten bildet. Im Nasenteil des Tragflügels befindet sich ein Schlitz 6 b,
der die gleiche Länge hat wie die Nasenklappe. Im Querschnitt gesehen hat der Schlitz 6 b die größte
Breite an der Flügelunterseite, von wo aus sich die Breite nach oben und gekrümmt nach hinten vermindert,
so daß die Luftströmung durch den Schlitz nach hinten über die Oberseite des Tragflügels gelenkt
wird. Dieser Schlitz wird an der Flügelunterseite durch die Nasenklappe abgedeckt, wenn diese eingeklappt
ist. Der Tragflügel ist ferner auch mit nach unten klappbaren Flügelhinterkantenklappen 7 und
an der Flügeloberseite mit nach oben auslenkbaren Bremsklappen 8 versehen. Der Tragflügelteil hinter
den Strahltriebwerken ist ebenfalls mit umklappbaren Flügelhinterkantenklappen 9 versehen, die in der
nach unten ausgelenkten Stellung der Auslaßströmung 10 der Strahltriebwerke ausgesetzt sind. Die
Tragflügelhinterkantenklappe ist an ihrer Vorderkante mit einem vorgesetzten Nasenprofil 11 versehen,
das durch einen Durchströmschlitz 12 von der Hinterkantenklappe 9 getrennt ist.
Die Hinterkantenklappen 9 sind mit nach unten ragenden Schwenkarmen 13 α um eine Drehachse 13
verschwenkbar, die etwas unter dem Tragflügel liegt. Diese Schwenkarme 13 α sind in ihrer Mitte an Lagern
angeschlossen, die teils an den unter dem Tragflügel angeordneten Motorengondeln 4, teils am
Tragflügel mit einer außen neben der Hinterkantenklappe liegenden Rippe 14 und teils an einer Rippe
15 in der Nähe der Rumpfseitenwand befestigt sind. Die Gondeln 4 sind auch mit hydraulischen Betätigungsvorrichtungen
16 versehen, die über eine Schubstange 17 an dem mittleren Arm 13 α der Flügelhinterkantenklappen
oberhalb der Drehachse 13 angreifen und an ein Steuergerät 18 angeschlossen sind, das sich in der Flugzeugführerkanzel befindet
und die Möglichkeit gibt, alle Klappen und das Fahrwerk des Flugzeuges gleichzeitig zu bedienen, wenn
die erwähnten Bauteile in nachfolgend noch näher zu beschreibender Weise in zuvor festgelegte Stellungen
zu bringen sind. Mit Hilfe des Steuergerätes 18 und der Betätigungsvorrichtungen 16 können die Flügelhinterkantenklappen
so ausgeklappt werden, daß deren Unterseite 19 einen spitzen Winkel mit der Unterseite
20 des Tragflügels bildet. Vor den Tragflügelhinterkantenklappen weist der Tragflügel eine
langgestreckte schmale Öffnung 21 auf, die sich über die gesamte Länge der Klappe erstreckt und von unten
mit Hilfe einer unteren Verschlußklappe 23 verschließbar ist. Die um eine mittlere Drehachse 22
ίο verschwenkbare Klappe 23 hat ein etwas nach unten
gerichtetes aerodynamisches Tragflächenprofil und wird in Abhängigkeit von der Auslenkung der Tragflügelhinterkantenklappe
so verstellt, daß sie bei nicht ausgelenkter Tragflügelhinterkantenklappe die Öffnung 21 vollständig abdeckt und im wesentlichen
in die Unterseite des Tragflügels eingreift, v/ährend sie bei Auslenkung der Tragflügelhinterkantenklappe
über eine mit dem mittleren Arm 13 a der Tragflügelhinterkantenklappe verbundene Schubstange 24
so verstellt wird, daß die Nase der unteren Verschlußklappe unter der Unterseite des Tragflügels
vorragt. Am oberen Ende ist die Öffnung 21 mit einer oberen Verschlußklappe 25 verschließbar, die
an ihrer Vorderkante schwenkbar gelagert ist und sich in eingezogener Stellung der Oberseite des Tragflügels
anpaßt. Die obere Verschlußklappe 25 ist mit einem hydraulischen Antrieb 26 verstellbar, der über
eine Schubstange 27 mit der oberen Klappe 25 verbunden ist. Der hydraulische Antrieb 26 hat drei verschiedene
Funktionen. Die erste Funktion liegt darin, . die obere Klappe 25 so weit nach vorn und nach
oben auszulenken, daß sie mit der Oberseite des Tragflügels einen spitzen Winkel bildet. Diese Funk-.tion
löst das Steuergerät 18 aus. Die zweite Funktion liegt darin, die obere Klappe 25 etwas über die Oberseite
des Tragflügels auszulenken. Auch diese Funktion wird durch das Steuergerät 18 bewirkt. Die
dritte Funktion liegt letztlich darin, die obere Klappe gegenüber der letzterwähnten Stellung schnell nach
oben und unten auszulenken. Diese Funktion steuert ein Gerät 29 am Steuerrad des Flugzeuges.
In Verbindung mit den F i g. 2 bis 6 wird nun die vorerwähnte Steuerung ausführlicher erläutert.
F i g. 6 zeigt die Koordinierung der Bewegungen der verschiedenen Klappen 9, 23 und 25 in zuvor festgelegte Stellungen bei den verschiedenen Flugmanöverphasen. Bei diesen Phasen, die in F i g. 6 mit A, B, C und D bezeichnet sind, erfolgt die Betätigung zusammen mit den anderen Klappen 6,7 und 8 und dem Fahrwerk des Flugzeuges. Zu diesem Zweck werden die letzterwähnten Klappen mit hydraulischen Antrieben 31, 32 und 33 und das Fahrwerk, das in F i g. 6 nur als Hauptfahrwerk 30 dargestellt -•ist, mit einem hydraulischen Antrieb 34 betätigt. In F i g. 6 sind die vier verschiedenen Stellungen für alle zu steuernden Teile (Klappen und Fahrwerk) mit den Buchstaben .4, B, C und D bezeichnet. Es bedeuten:
F i g. 6 zeigt die Koordinierung der Bewegungen der verschiedenen Klappen 9, 23 und 25 in zuvor festgelegte Stellungen bei den verschiedenen Flugmanöverphasen. Bei diesen Phasen, die in F i g. 6 mit A, B, C und D bezeichnet sind, erfolgt die Betätigung zusammen mit den anderen Klappen 6,7 und 8 und dem Fahrwerk des Flugzeuges. Zu diesem Zweck werden die letzterwähnten Klappen mit hydraulischen Antrieben 31, 32 und 33 und das Fahrwerk, das in F i g. 6 nur als Hauptfahrwerk 30 dargestellt -•ist, mit einem hydraulischen Antrieb 34 betätigt. In F i g. 6 sind die vier verschiedenen Stellungen für alle zu steuernden Teile (Klappen und Fahrwerk) mit den Buchstaben .4, B, C und D bezeichnet. Es bedeuten:
A die Stellung der zu steuernden Teile beim
Normalflug,
B die Stellung beim Start,
C die Stellung beim Landen während des Landeanflugs und
D die Stellung beim Abbremsen des Flugzeuges
6S während des Ausrollens.
Alle zu steuernden Teile werden mit dem Steuergerät 18 bedient, das zu diesem Zweck vier Steuer-
5 6
Stellungen aufweist, die mit den vorerwähnten Buch- der Klappe eine Strömungsablösung verhindert wird,
stäben ^4,B, C und D bezeichnet sind. Der Flugzeug- während die verbleibenden Teile 10 b der Triebführer
bringt durch eine bestimmte Einstellung des werksaustrittsströmung 10 durch die Tragflügel-Steuerhebels
35 des Steuergerätes 18 alle zu steuern- hinterkantenklappe nach unten abgelenkt werden,
den Bauteile in zuvor festgelegte Stellungen, die den 5 Die Klappen werden mit Hilfe des Steuergerätes 18
gewünschten Einzelseinstellungen entsprechen, so eingestellt. Durch besondere Bedienungsmittel am
daß er nicht mehr selbst die verschiedenen zu steu- Steuerrad 28 des Flugzeuges kann die obere Klappe
ernden Bauteile in die ihnen zugeordneten Stellungen 25 gegenüber der vorgeschriebenen Ausgangsstelbringen
und miteinander koordinieren muß. lung, in der sie etwas über die Oberseite des Tragflü-
Die F i g. 2 zeigt die Lage der Klappen 9, 23 und 10 gels hinausragt, schnell nach oben und unten bewegt
25 in der Stellung A bei einem normalen Horizontal- werden, wenn die Auftriebskraft am Tragflügel
flug. Die Tragflügelhinterkantenklappe 9 ist hochge- schnell geändert werden soll.
klappt, so daß sie dem Profil des Tragflügels folgt. Eine Auslenkung der oberen Klappe 25 nach oben
Die untere Klappe 23 verschließt die öffnung 21 und führt den größten Teil der Triebwerksaustrittsströ-
vervollständigt die Unterseite des Tragflügels, wäh- 15 mung 10 nach oben durch die öffnung 21 und durch
rend die obere Klappe 25 eingeklappt ist, so daß den Schlitz zwischen der oberen Klappe 25 und der
auch sie sich in das Tragflügelprofil einfügt und die Tragflügelhinterkantenklappe 9, so daß sich der von
Öffnung 21 verschließt. der Tragflügelhinterkantenklappe abgelenkte Teil der
F i g. 3 zeigt die Stellung B für die gleichen Klap- Triebwerksaustrittsströmung und damit die zusätzpen,
d. h. die Stellung beim Starten. Die Tragflügel- 20 lieh erzeugte Auftriebskraft vermindert. Zum gleihinterkantenklappe
9 ist nach unten bis zu einem zu- chen Zeitpunkt steigt der Druck an der Tragflügellässigen maximalen Winkel ausgelenkt. Dieser Win- Oberseite vor der oberen Klappe 25 an, woraus eine
kel hängt ab von dem noch zulässigen Widerstands- Luftströmung 36 über die Vorderkante des Tragflüwert
im Hinblick auf den Ausstellwinkel bei Ausfall gels resultiert, so daß der effektive Anstellwinkel
eines der Triebwerke. Die obere Klappe 25'ist einge- 25 kleiner wird und der Auftrieb am Tragflügel abklappt,
so daß sie weiterhin dem Profil des Tragflü- nimmt. Dadurch, daß die Auslenkung nach oben
gels folgt. Die untere Klappe 23, die durch die Trag- auch hinter der oberen Klappe 25 eine Totfläche erflügelhinterkantenklappe
gesteuert wird, ist nach zeugt, vergrößert sich auch der aerodynamische Geaußen gedreht, so daß ihr Nasenteil unter dem Trag- samtwiderstand. Die Kombination von vermindertem
flügel unter einem solchen Winkel angestellt ist, daß 30 Auftrieb und vergrößertem Widerstandswert führt
die untere Klappe den Luftstrom strömungsgünstig . zu einer schnellen Gleitpfadkorrektur auf einen steizum
Vorsatzprofil 11 der Hinterkantenklappe und leren Winkel, der damit praktisch erreicht wird, ohne
dem Schlitz 12 lenkt. Jetzt wird ein Teil 10 a der daß das Flugzeug seinen Anstellwinkel· ändert.
Austrittsströmung 10 der Turbo-Jet-Maschinen Eine Auslenkung der oberen Klappe 25 nach undurch die untere Klappe 23 nach oben durch die öff- 35 ten führt zu einer Verminderung der Triebwerksausnung 21 abgelenkt, der dann über das Vorsatzprofil trittsströmung 10 a durch die Öffnung 21, so daß ein 11 der Tragflügelhinterkantenklappe 9 und durch größerer Teil 10 b der Triebwerksaustrittsströmung den Schlitz 12 zwischen der oberen Klappe 25 und von der Tragflügelhinterkantenklappe nach unten der Tragflügelhinterkantenklappe 9 hinweggeht, abgelenkt wird und sich mit steigender Klappenauswenn die letztere nach unten ausgelenkt ist. Auf 40 lenkung eine Vergrößerung der Auftriebskraft ergibt, diese Weise greift kinetische Energie in der Grenz- Bei einer maximalen Auslenkung der oberen Klappe schicht an der Oberseite der Tragflügelhinterkanten- 25 nach unten strömt noch gerade soviel der Triebklappe an, um die Strömungsablösung zu verhindern, werksaustrittsströmung durch die Öffnung 21 und so daß sich die Klappenauftriebskraft vergrößert. über die Oberseite der Tragflügelhinterkanten-Der verbleibende Teil 10 b der Triebwerksaustritts- 45 klappe 9, daß eine Strömungsablösung an der Tragströmung 10 wird von der Tragflügelhinterkanten- flügelhinterkantenklappe verhindert wird und eine klappe 9 nach unten abgelenkt, woraus ebenfalls eine maximale Auftriebskraft durch die Klappe beibehal-Vergrößerung des Auftriebes resultiert. ten wird. Zur gleichen Zeit vermindert sich auch der
Austrittsströmung 10 der Turbo-Jet-Maschinen Eine Auslenkung der oberen Klappe 25 nach undurch die untere Klappe 23 nach oben durch die öff- 35 ten führt zu einer Verminderung der Triebwerksausnung 21 abgelenkt, der dann über das Vorsatzprofil trittsströmung 10 a durch die Öffnung 21, so daß ein 11 der Tragflügelhinterkantenklappe 9 und durch größerer Teil 10 b der Triebwerksaustrittsströmung den Schlitz 12 zwischen der oberen Klappe 25 und von der Tragflügelhinterkantenklappe nach unten der Tragflügelhinterkantenklappe 9 hinweggeht, abgelenkt wird und sich mit steigender Klappenauswenn die letztere nach unten ausgelenkt ist. Auf 40 lenkung eine Vergrößerung der Auftriebskraft ergibt, diese Weise greift kinetische Energie in der Grenz- Bei einer maximalen Auslenkung der oberen Klappe schicht an der Oberseite der Tragflügelhinterkanten- 25 nach unten strömt noch gerade soviel der Triebklappe an, um die Strömungsablösung zu verhindern, werksaustrittsströmung durch die Öffnung 21 und so daß sich die Klappenauftriebskraft vergrößert. über die Oberseite der Tragflügelhinterkanten-Der verbleibende Teil 10 b der Triebwerksaustritts- 45 klappe 9, daß eine Strömungsablösung an der Tragströmung 10 wird von der Tragflügelhinterkanten- flügelhinterkantenklappe verhindert wird und eine klappe 9 nach unten abgelenkt, woraus ebenfalls eine maximale Auftriebskraft durch die Klappe beibehal-Vergrößerung des Auftriebes resultiert. ten wird. Zur gleichen Zeit vermindert sich auch der
Fig.4 zeigt die StellungC der vorerwähnten Druck an der Tragflügeloberseite vor der oberen
Klappen, d. h. die Stellung beim Landen. Dje. Trag- 50 Klappe 25, während der Druck an der Tragflügel-
flügelhinterkantenklappe 9 ist soweit nach unten aus- Unterseite ansteigt wegen des kleiner werdenden
gelenkt, wie es maximal bezüglich des Widerstands- Schlitzes zwischen der oberen Klappe 25 und der
wertes im Falle einer unterbrochenen Landung ohne <
Tragflügelhinterkantenklappe 9 und wegen des Klap-
Triebwerksausfall zulässig ist, d. h. die Klappe 9 ist "· pen-Düseneffekts. Zusammen führen die Druckände-
erheblich weiter ausgelenkt als beim Start. Die untere 55 rungen zu einer verbesserten Führung der Luftströ-
Klappe 23 ist in entsprechendem Maße nach außen mung 36 über die Vorderkante des Tragflügels, so
gedreht, so daß im Vergleich mit der Startstellung ein daß der effektive Anstellwinkel des Tragflügels grö-
größerer Teil der Austrittsströmung der Strahltrieb- ßer und damit die Auftriebskraft am Tragflügel
werke durch die öffnung 21 hindurchgeht. Die obere ebenfalls größer wird. Die verminderte Auslenkung
Klappe 25 ist etwas über die Oberseite des Tragflü- 60 der oberen Klappe führt zusätzlich zu einem vermin-
gels nach oben ausgelenkt, so daß ein entsprechend derten aerodynamischen Gesamtwiderstandswert des
größerer Schlitz zwischen der oberen Klappe 25 und Flugzeuges. Die Kombination von vergrößertem
der Tragflügelhinterkantenklappe 9 entsteht. Wie Auftrieb und vermindertem Widerstand führt zu
beim Start wird der obere Teil 10 α der Maschinen- einer schnellen Gleitpfadkorrektur auf einen horizon-
austrittsströmung durch den Schlitz 21 nach oben ab- 65 taleren Winkel, der damit ebenfalls erreicht wird,
gelenkt, der dann über das Vorsatzprofil der Tragflü- ohne daß das Flugzeug seinen Anstellwinkel ändert,
gelhinterkantenklappe hinweggeht, so daß die Grenz- F i g. 5 zeigt die Stellung D der gleichen Klappen,
schicht mit Energie versorgt und an der Oberseite d. h. die Stellung der Klappen beim Abbremsen des
7 3
Flugzeuges während des Ausrollens nach der Boden- Effekte zu einer Abbremsung des Flugzeuges beim
berührung. Die Tragflügelhinterkantenklappe 9 ist Ausrollen.
nach unten so stark ausgelenkt, daß ein großer Teil Die erfindungsgemäße Anordnung hat auch noch
10 a der Triebwerksaustrittsströmung 10 nach oben den Vorteil, daß sie selbst auf wenig ausgebauten
und vorn durch den Tragflügel abgelenkt wird. Die 5 Flugfeldern eine Schubumkehr ermöglicht, da die
untere Klappe 23 ist durch die Verstellung der Trag- Triebwerksaustrittsströmung nach oben gelenkt wird
flügelhinterkantenklappe 9 so weit verdreht, daß sie und daher nicht Bodenteile aufwirbeln kann, die in
diese Ablenkung wirkungsvoll unterstützt, wobei die die Strahltriebwerke eingesaugt werden und diese
obere Klappe 25 eine solche Auslenkung nach oben zerstören könnten.
erhält, daß die abgelenkte Austrittsströmung 10 α et- io Zur Erzielung einer noch wirksameren nach vorne
was nach vorne gerichtet wird. Die Ablenkung der gerichteten Ablenkung der Triebwerksaustrittsströ-Triebwerksaustrittsströmung
nach oben führt zu mung ist es beim Ausrollen beispielsweise möglich, einer nach unten gerichteten Reaktionskraft am das Vorsatzprofil 11 der Tragflügelhinterkanten-Tragflügel,
durch die die Fahrwerkräder 37 des klappe 9 so verstellbar zu machen, daß es bei AusFlugzeuges belastet werden. Hierdurch vergrößert 15 lenkung der Tragflügelhinterkantenklappe 9 nach
sich die erzielbare Reibungskraft zwischen den Ra- vorn in eine Stellung verdreht wird, in der es wirkdern
und dem Boden. Die Vorwärtsablenkung der sam die Ablenkung der Strömung unterstützt. Um
Triebwerksaustrittsströmung führt zu einer nach hin- die Schubablenkung nach wirksamer zu machen, ist
ten gerichteten Rekationskraft am Tragflügel. Die es auch möglich, die untere Klappe 23 in drei Abstarke
Ablenkung der oberen Klappe nach oben 20 schnitte zu unterteilen, die voneinander durch
führt ferner zu einer starken Druckerhöhung an der Schlitze getrennt sind, durch die die Triebwerksaus-Tragfiügeloberseite
vor der oberen Klappe 25, wo- trittsströmung hindurchfließen kann, um zu verhindurch
die Luftströmung über die Tragflügelvorder- dem, daß sich die Luftströmung an der Unterseite
kante so beeinflußt wird, daß der wirksame Tragflü- der unteren Klappe ablöst. Um eine Strömungsablögelanstellwinkel
negativ und eine nach unten gerich- 25 sung an der Vorderkante der öffnung 21 neben der
tete Kraft am Tragflügel wirksam wird. Tragflügelunterseite zu verhindern, wenn die Trieb-Die
nach unten ausgelenkte Klappe 9, an der sich werksaustrittsströmung abgelenkt wird, ist es mögdie
Luftströmung 38 ablöst, und die nach oben aus- lieh, an der Vorderwand der öffnung 21 eine glatt
gelenkte obere Klappe 25 sorgen zusammen für eine abgerundete Auskleidung anzubringen, deren Krümgroße
Erhöhung der Strömungsbasisfläche des Flug- 30. mung stetig in die Tragflügelunterseite übergeht und
zeuges, woraus ein großer aerodynamischer Wider- auch in Richtung zu der nach oben und vorn ausgestandswert
resultiert. Somit führen alle vorerwähnten lenkten oberen Klappe 25 verläuft.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Tragflügel für mit Nebenstrom-Strahltrieb- Minimum an Klappen und an Steuerungsteilen so
werken versehene Flugzeuge, bei denen im Trag- 5 auszubilden, daß es zur Erreichung minimaler Flugflügel
parallel vor dessen der Auftriebserzeugung geschwindigkeiten, zur genaueren Steuerung des
dienenden Hinterkantenklappe eine mit oberen Gleitwinkels und zur schnelleren .aerodynamischen
und unteren Verschlußklappen profilgetreu ver- Abbremsung des Flugzeuges beim Ausrollen besonschließbare
Durchtrittsöffnung vorgesehen ist ders wirkungsvoll Auftriebskräfte und Abbrems-
und die Hinterkantenklappe um eine unter dem io kräfte liefert.
Tragflügel liegende Drehachse so verschwenkt Vorbekannte Landeklappensysteme lösen mit rela-
werden kann, daß sie die Austrittsströmung der tiv großem Aufwand nur einzelne der vorgenannten
vor ihr angeordneten Triebwerke abfängt und Aufgaben.
durch die Durchtrittsöffnung leitet, dadurch Eine vorbekannte Hinterkantenklappe kann nach
gekennzeichnet, daß die Hinterkanten- 15 hinten versetzt werden, um gegenüber dem Tragflü-
klappe (9) in eine Schubumlenkstellung (D) ver- gel eine Durchtrittsöffnung zu schaffen (französische
stellbar ist, in der ihre Unterseite mit der Tragflü- Patentschrift 1 411489).
gelunterseite einen spitzen Winkel bildet und im Bekannt ist auch die Verwendung eines mit Verwesentlichen
die gesamte Austrittsströmung ab- schlußklappen absperrbaren sogenannten Coandafängt
und nach oben zur Durchtrittsöffnung (21) 20 Schlitzes innerhalb des Tragflügelsystems in
lenkt (F i g. 5), daß die untere Verschlußklappe einer Lücke zwischen dem starren Flügelteil und
(23) um eine im wesentlichen mittig angeordnete einer die Hinterkante des Flügels definierenden
Achse (22) in Abhängigkeit vom Auslenkungs- Klappe (USA.-Patentschrift 3 259 340). Durch diesen
winkel der Hinterkantenklappe in eine Lage, in Coanda-Schlitz strömt unter hohem Druck stehende
der Teile der Austrittsströmung (10) nach oben 25 Nebenstromluft der Triebwerke nach unten zur Erdurch
die Durchtrittsöffnung (21) geleitet wer- zeugung eines nach unten und hinten gerichteten
den, verstellbar ist, und daß die obere Verschluß- Schubstrahles.
klappe (25) an ihrer Vorderkante angelenkt und Auch hat man schon zur Vergrößerung der Druckderart
verstellbar ist, daß sie bei in Landestellung differenz zwischen gegenüberliegenden Tragflügelsei-(C)
stehender Hinterkantenklappe (F i g. 4) etwas 30 ten an der Stirnseite des Tragflügels eine Durchtrittsvon
der Tragflächenoberseite abgehoben ist und öffnung vorgesehen, um die Maschinenaustrittsströbei
in Schubumlenkstellung (D) stehender Hin- mung in Längsrichtung durchströmen zu lassen
terkaritenklappe (9) (F i g. 5) nach oben und vorn (USA.-Patentschrift 3 154 267).
zeigt und mit der Tragflächenoberseite einen spit- Das Landeklappensystem für den erfindungsgemäzen Winkel bildet. 35 ßen Tragflügel ist dadurch gekennzeichnet, daß die
zeigt und mit der Tragflächenoberseite einen spit- Das Landeklappensystem für den erfindungsgemäzen Winkel bildet. 35 ßen Tragflügel ist dadurch gekennzeichnet, daß die
2. Tragflügel nach Anspruch 1, gekennzeichnet Hinterkantenklappe in eine Schubumlenkstellung
durch eine Steuereinrichtung (29), die die obere verstellbar ist, in der ihre Unterseite mit der Tragflü-Verschlußklappe
(2S) in der etwas nach oben gelunterseite einen spitzen Winkel bildet und im weausgelenkten
Landestellung (C) in schnellem ' sentlichen die gesamte Austrittsströmung abfängt
Wechsel geringfügig nach oben und nach unten 40 und nach oben zur Durchtrittsöffnung lenkt, daß die
auslenkt. untere Verschlußklappe um eine im wesentlichen
3. Tragflügel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch mittig angeordnete Achse in Abhängigkeit vom Ausgekennzeichnet,
daß die Stelleinrichtungen (16, lenkungswinkel der Hinterkantenklappe in eine Lage,
17, 33, 32) für die Hinterkantenklappen (7,9) · in der Teile der Austrittsströmung nach oben durch
und die oberen Verschlußklappen (25) mit der 45 die Durchtrittsöffnung geleitet werden, verstellbar
Stelleinrichtung (31) der Tragflügelnasenklappe ist, und daß die obere Verschlußklappe an ihrer Vor-(6)
und den Bedienungsmitteln (34) für ein ein- derkante .angelenkt und derart verstellbar ist, daß sie
ziehbares Landefahrwerk (37) steuerungsmäßig bei in Landestellung stehender Hinterkantenklappe
vereinigt sind zur gleichzeitigen Betätigung der etwas von der Tragflächenoberseite abgehoben ist
Klappen und des Fahrwerkes in die entsprechen- 50 und bei in Schubumlenkstellung stehender Hinterden
Stellungen für Start (B), Normalflug (A), kantenklappe nach oben und vorn zeigt und mit der
Landung (C) und Schubumlenkung (D) beim Tragflächenoberseite einen spitzen Winkel bildet.
Ausrollen nach der Bodenberührung. Weitere Merkmale im Rahmen der Erfindung sind
Ausrollen nach der Bodenberührung. Weitere Merkmale im Rahmen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Die Vor-
______ 55 teile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen
den Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert sind. In
Die Erfindung betrifft einen Tragflügel für mit den Zeichnungen zeigt
Nebenstrom-Strahltriebwerken versehene Flugzeuge, F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines Flugzeu-
bei denen im Tragflügel parallel vor dessen der Auf- 60 ges mit erfindungsgemäß ausgebildetem Tragflügel
triebserzeugung dienenden Hinterkantenklappe eine beim Landeanflug,
mit oberen und unteren Verschlußklappen profiige- Fig.2,3,4 und5 Schnitte durch den Tragflügel
treu verschließbare Durchtrittsöffnung vorgesehen ist des Flugzeuges der F i g. 1 gemäß der Schnittlinie
und die Hinterkantenklappe um eine unter dem II-II mit verschiedenen Relativstellungen der Steuer-Tragflügel
liegende Drehachse so verschwenkt wer- 65 komponenten der Steuereinrichtung bei verschiede den
kann, daß sie die Austrittsströmung der vor ihr nen Flugzuständen und bei der Abbremsung des
angeordneten Triebwerke abfängt und durch die Flugzeuges beim Ausrollen und
Durchtrittsöffnung leitet. F i g. 6 eine kombinierte Darstellung der Schnitte
Durchtrittsöffnung leitet. F i g. 6 eine kombinierte Darstellung der Schnitte
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE16332/66A SE313504B (de) | 1966-11-29 | 1966-11-29 |
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| DE1531460A1 DE1531460A1 (de) | 1972-03-30 |
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| DE1531460C3 DE1531460C3 (de) | 1973-09-20 |
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ID=20302080
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |