DE1537766B2 - Schaltungsanordnung fuer eine belastungsabhaengige leitweglenkung in einem vermaschten fernmelde-, insbesondere fernsprechvermittlungsnetz mit mehreren vermittlungsstellen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer eine belastungsabhaengige leitweglenkung in einem vermaschten fernmelde-, insbesondere fernsprechvermittlungsnetz mit mehreren vermittlungsstellenInfo
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Description
»a« Band 1 und 2 vom September 1964 der Zeitschrift »Bell System Technical Journal«, mit dem Titel »Nr.
1 Electronic Switching System«,
»b« Ausgabe Juli/August 1965 der gleichen Zeitschrift mit dem Titel »Survey of Bell System Progreß in Electronic Switching« (S. 939 bis 997).
»b« Ausgabe Juli/August 1965 der gleichen Zeitschrift mit dem Titel »Survey of Bell System Progreß in Electronic Switching« (S. 939 bis 997).
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung anzugeben für eine belastungsabhängige
Leitweglenkung in einem Fernsprechvermittlungsnetz mit mehreren Vermittlungsstellen, denen eine
gemeinsame überörtliche Zentralsteuerung zugeordnet ist, die ihrerseits wiederum Netzwerksverbindungsleitungen
mit weiteren überörtlichen Zentralsteuerungen, an welche ebenfalls mehrere Vermittlungsstellen angeschlossen
sein können, verbunden sind.
Das Problem besteht darin, die an sich bekannten Vorgänge »Belegungsmessung« und »Leitweglenkung«
auf solche elementaren Vorgänge zurückzuführen, daß sie von der jeweiligen überörtlichen Steuerung für
mehrere Vermittlungsstellen bewältigt werden können.
Aus der DT-PS 9 48 703 ist eine Schaltungsanordnung für eine belastungsabhängige Wegesuche in einem
beliebig vermaschten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetz
mit mehreren Vermittlungsstellen, bei dem für jedes zwei Vermittlungsstellen verbindende Leitungsbündel die Zahl der momentan
belegten Leitungen registriert wird und bei denen gegebenenfalls eine Reservierung für Vorrangverbindungen
berücksichtigt wird, bekannt. Bei dieser Schaltungsanordnung wird der Belegungszustand der
einzelnen Wegestücke laufend in die potentiellen Ausgangsämter gemeldet und bei einem neuen Belegungswunsch
wird in Abhängigkeit vom dort somit bekannten Belegungszustand zumindest ein voraussichtlich
freier Hauptweg festgelegt. Eventuell werden auch Umgehungswege vorsorglich festgelegt, und es ist
auch vorgesehen, bestimmte Bündel ab einem gewissen Belegungsgrad vorsorglich zu sperren, um für besondere
Zwecke darüber verfügen zu können.
Bei einem großen Netz ist dafür in jedem potentiellen Ausgangsamt eine umfangreiche Logik erforderlich, um
die entsprechend den einzelnen gemeldeten Belegungszuständen in den Ausgangsämtern geführten Speicher
so zu beeinflussen, daß sie bei einer beliebigen Abfrage stets die angepaßte Ausgangsinformation abgeben
können. Die Reservierung ist bei einer direkten
Auswertung der Belegungsmeldungen einzelner Wegestücke sehr diffizil, da ja in einem insgesamt
freihaltebedürftigen Weg Wegestücke aus Bündeln unterschiedlichen Belegungsgrades enthalten sein können.
Aus der Zeitschrift »Der Ingenieur der deutschen Bundespost«, 1966, Heft 5, S. 148 bis 158, insbesondere S.
154, ist es bekannt, bei einer Fernsteuerung mehrerer Vermittlungszentren durch ein Steuersystem zentrale
Speicher einzusetzen und die Leitweglenkung von zentraler Stelle aus mit von einer Datenverarbeitungsanlage
ausführbaren Mikro-Befehlen zu steuern.
In dem deutschen Patent 12 95 668 wurde eine Schaltungsanordnung für Leitweglenkung in Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechvermittlungsnetzen vorgeschlagen, bei der zur Erhöhung der Aussagesicherheit
der von lokalen Rechnern ermittelten Zustandsinformationen bezüglich der Verbindungsleitungen die Zustandsinformationen
mit beabsichtigter Redundanz auf verschiedenen Wegen ausgetauscht werden und in Eigenschätzungsvorgängen nach ihrer Zuverlässigkeit
bewertet werden.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in einer Zentralsteuerung
in einem Speicher eine der Zahl der momentan belegten Leitungen zugeordnete Belegungsstufe registriert ist,
daß bereits vor jeglicher Wegesuche Belegungslisten aufgestellt werden, die jeweils alle Bündel mit einer
Belegung bis zu einer bestimmten Belegungsstufe enthalten, daß bei einer internen Wegesuche (Weg
innerhalb eines vermaschten, zentralgesteuerten Netzwerks) eine Suchschaltung die Wegemöglichkeiten
nacheinander an Hand der verschiedenen Belegungslisten, beginnend bei der Belegungsliste mit den am
wenigsten belegten Bündeln, prüft, daß bei jeder internen Wegesuche an Hand einer Belegungsliste die
Wegemöglichkeiten jeweils gestaffelt nach der Anzahl der enthaltenen Zwischenvermittlungsstellen geprüft
werden, daß bei einer externen Wegesuche (Weg von einem vermaschten Netzwerk zu einem entfernten,
anderen vermaschten Netzwerk) die Suchschaltung zusammen mit einem Umwerter jeweils an Hand einer
Belegungsliste zuerst eine Abgangsvermittlungsstelle mit benutzbarem Bündel zum Zielvermittlungsnetzwerk,
dann einen internen Weg von der Ursprungsvermittlungsstelle zur Abgangsvermittlungsstelle sucht und
bei fehlendem Erfolg dann an Hand einer weiteren Belegungsliste den gesamten Vorgang wiederholt.
Bei dieser Schaltungsanordnung ist eine relativ einfache Logik für die Abfrage der grob gestuften
Belegungslisten erforderlich. Insbesondere gestaltet sich die Sperrung von Bündeln ab einem bestimmten
Belegungsgrad sehr einfach, da nur die Abfrage der entsprechenden Belegungslisten unabhängig von den
dort gerade aufgeführten Wegen verhindert zu werden braucht.
Im folgenden wird die Erfindung in Zusammenhang mit den Zeichnungen erläutert.
F i g. 1 zeigt einige Symbole, die in den F i g. 3, 5, 7, 8 und 9 benutzt werden;
Fig.2 zeigt ein Fernsprechnetzwerk mit einer zentralen Steuerung;
F i g. 3 zeigt die Schaltung zur Überwachung der Bündelbelegungen;
F i g. 4 zeigt ein Diagramm, mit einem Meß- und Codiersystem für die Belegungsstufen;
F i g. 5 zeigt die Zeitsteuerschaltung, die das Schrittzeichen für das Wegesuchprogramm liefert;
Fig.6 zeigt die Schrittfolge des Wegesuchprogrammes;
Fig. 7 zeigt die für die Aufstellung der Belegungstabellen
benutzten Schaltungen;
Fig.8 zeigt die für die Herstellung interner Verbindungen benutzten Schaltungen;
Fig.9 zeigt die für die Herstellung externer Verbindungen benutzten Schaltungen.
Die bei der Beschreibung logischer Vorgänge benutzte Schreibweise der logischen Algebra ist
ausführlich in verschiedenen Veröffentlichungen, so z. B. in dem Buch: »Logical design of digital Computers«, von
M. P h i s t e r (Verlag: J. Wiley) erläutert.
F i g. l(a) zeigt eine einfache UND-Schaltung;
F i g. l(b) zeigt eine einfache ODER-Schaltung;
Fig. l(c) zeigt eine mehrfache UND-Schaltung, die im Beispiel vier UND-Schaltungen enthält, die erste
Eingänge haben, die jeweils mit einem der Leiter 91a verbunden sind, und die einen zweiten Eingang haben,
der mit dem gemeinsamen Leiter 91b verbunden ist;
Fig. l(d) zeigt eine mehrfache ODER-Schaltung, die im Beispiel vier ODER-Schaltungen enthält, die im
Beispiel jede zwei Eingänge 91c und 91c/ besitzen, und die über die vier Ausgangsleitungen 91 e die gleichen
Signale weitergibt, die über einen der Eingänge zugeführt werden;
Fig. l(e) zeigt eine UND-Schaltung mit zwei Eingängen 9tf, 9lg, die gesperrt ist, wenn über den
Eingang 91 /ein Signal zugeführt wird;
F i g. l(f) zeigt einen Inverter;
F i g. l(g) zeigt eine Verzögerungsschaltung;
Fig. l(h) zeigt eine bistabile Kippschaltung, auch »Flip-Flop-Schaltung« genannt, der ein Steuerzeichen
über einen der Eingänge 92-1 oder 92-0 zugeführt wird, um sie in die Stellung 1 oder in die Stellung 0 zu bringen.
Eine Spannung mit der gleichen Polarität wie die des Steuerzeichens steht entweder am Ausgang 93-1 an,
wenn die Flip-Flop-Schaltung sich in der Stellung 1 befindet, oder am Ausgang 93-0, wenn sie sich in der
Stellung 0 befindet. Wenn die Flip-Flop-Schaltung das Bezugszeichen Bi hat, dann wird die logische
Bedingung, die die Stellung 1 der Flip-Flop-Schaltung kennzeichnet, mit B1 bezeichnet, während die Bedingung,
die die Stellung 0 der Flip-Flop-Schaltung kennzeichnet, mit B1 bezeichnet wird.
Fig. l(i) zeigt eine Gruppe mit mehreren Leitungen, im dargestellten Beispiel sind es fünf Leitungen;
Fig. l(j) zeigt ein Flip-Flop-Register. Im dargestellten
Beispiel enthält es vier Flip-Flop-Schaltungen, deren 1 Eingänge mit den Leitungen der Gruppe 92a und
deren 1 Ausgänge mit den Leitungen der Gruppe 93a verbunden sind. Das an einem Ende des Registers
angegebene Zeichen »o« bedeutet, daß das Register gelöscht wird, wenn auf der Leitung 91Λ ein Zeichen
zugeführt wird;
Fig. l(k) zeigt einen Decodierer, der im Beispiel ein
über die Leitungsgruppe 94a zugeführtes vierstelliges binäres Codewort in einen 1 aus 16 Code übersetzt, so
daß bei jedem am Eingang zugeführten Codewort nur auf einer der sechzehn Leitungen 94b ein Zeichen
erscheint;
F i g. 1(1) zeigt einen Decodierer, der so eingerichtet ist, daß er nur dann ein Ausgangszeichen abgibt, wenn
das der dezimalen Zahl 5 entsprechende binäre Codewort über seine Eingänge zugeführt wird;
Fig. l(m) zeigt ein Register, das dem in Fig. l(j) gezeigten Register ähnlich ist, bei dem aber die
Leitungen 94-1 und 94-0 an die 1 bzw. 0 Ausgänge der
Füp-Flop-Schaltung angeschlossen sind. Wenn in
entsprechender Weise die Eingägne oder Ausgänge eines Zählers oder Registers beschaltet sind, so wird die
gleiche Bezeichnungsweise benutzt;
Fig. l(n) zeigt einen Flip-Flop-Zähler, der die am Eingang 94c zugeführten Impulse zählt und der durch
die Zuführung eines Zeichens am Eingang 94J gelöscht
wird. Die 1 Ausgänge der Flip-Flop-Schaltungen sind mit den Ausgangsleitungen 94e verbunden;
F i g. l(o) zeigt ein Schieberegister, das die Eingangszeichen an der Klemme 94/ empfängt und die
Fortschaltezeichen an der Klemme 94k empfängt;
F i g. l(p) zeigt einen Wähler, der durch Zusammenfügen eines Registers und eines Decodierers gebildet wird,
so, wie sie in den F i g. l(j) und l(k) dargestellt sind.
Im Laufe der folgenden Beschreibung wird häufig das Bezugszeichen eines Zeichens mit Voranstellung des
Buchstabens »C« für die Bezeichnung eines binären Codewortes benutzt, das in decodierter Form dieses
Zeichen ergibt. So bezeichnet das Bezugszeichen »CWx« das Codewort, das dem Zeichen »Wx«
entspricht.
Schließlich wird darauf hingewiesen, daß in den der Beschreibung beigefügten Figuren die elektronischen
Torschaltungen (UND-, ODER-Schaltung) nicht immer mit Bezugszeichen versehen sind. Jedoch ist im Text
jede Torschaltung unverwechselbar mit der logischen Verknüpfung bezeichnet, die seine Funktion beschreibt,
und durch die Abbildungsnummer. Das Bezugszeichen jedes zugeführten Signals ist in der Nähe des
entsprechenden Einganges eingezeichnet. So würde z.B. die UND-Schaltung in Fig. l(a) als die logische
Schaltung bezeichnet, die ein Zeichen Wv abgibt, wenn die logische Bedingung Wt χ Wu, F i g. l(a) erfüllt ist.
Eine Fernsprechvermittlungsanlage von dem in der Literaturstelle »a« bezeichneten Typ ist eine zentralgesteuerte
Vermittlungsanlage, die für die Herstellung jeder Verbindung mehrere Programme benutzt, die in
die folgenden drei Gruppen eingeteilt werden können: die Eingabe- und die Ausgabeprogramme PB, die Ruf-
und Verbindungssteuerprogramme PA und die Hilfsprogramme PS.
Die Eingabeprogramme ermöglichen die Feststellung der Veränderungen innerhalb der Einrichtungen einer
Vermittlungsstelle und umfassen:
1. Die zyklischen Abtastprogramme zur Ermittlung der Bedienungsanforderungen von Leitungen und
Verbindungssätzen;
2. das Wählzeichenabtastprogramm zur Feststellung des Empfanges von Wählzeichen;
3. das Rufabtastprogramm zur Feststellung der Antwort eines gerufenen Teilnehmers.
Die Ausgabeprogramme steuern die in der Vermittlungsstelle angeordneten Einrichtungen, wie z. B. die
Koppelanordnungen des Sprechwegenetzes, die Verbindungssätze usw.
Die in den verschiedenen Phasen einer Verbindung benutzten Ruf- und Verbindungssteuerprogramme
verarbeiten in den zentralen Steuerschaltungen die von den Ein- und Ausgabeprogrammen gelieferten Daten.
Zu diesen Programmen zählen die folgenden:
1. Das Wählverbindungsprogramm zur Verbindung eines wählenden Teilnehmers mit einem Zeichenempfänger;
2. das Wählzeichenanalysierprogramm;
3. das Ruf- und Antworterkennungsprogramm;
4. das Trennprogramm für die Auftrennung des Sprechweges.
Die Hilfsprogramme werden durch die Verbindungssteuerprogramme, durch die Störungs- und durch die
Ermittlungsprogramme angefordert. Zu den von den Verbindungssteuerprogrammen benötigten Programmen
gehört zunächst das Übersetzungsprogramm, das
ίο die Rufnummer in die Positionsnummer und umgekehrt
übersetzt, und das die Leitungsklasse und die Weginformation entsprechend dem Kennzeichen der Vermittlungsstelle
liefert. Zweitens gehört hierzu das Netzüberwachungsprogramm. Die Aufgabe dieses letzteren
Programmes, das in der mit »a« bezeichneten Literaturstelle auf Seite 2503 erwähnt ist, besteht darin,
die folgenden Vorgänge zu steuern:
1. Speicherung der Daten betreffs des Belegungszu-Standes der verschiedenen »Zwischenleitungen«
zwischen den Wahlstufen einer Vermittlungsstelle, wobei die Bezeichnung »Zwischenleitungen« die
von den Mehrfachwählern gewählten Wege betrifft, wenn die Stufen z. B. mit Crossbar-Schaltern
eingerichtet sind;
2. Suche nach einem freien Verbindungsweg in den aufeinanderfolgenden Wahlstufen der Vermittlungsstelle;
3. Aussendung von Einstellinformationen für die Wahlstufen, um Verbindungen zwischen den
Teilnehmerleitungen und den Verbindungssätzen herzustellen.
Die den Belegungszustand der Zwischenleitungen betreffenden Daten werden in einem Teil eines
Gesprächsspeichers MCL gespeichert, der folgendermaßen aufgeteilt ist:
1. Ein für die Wegesuche benutzter Zwischenleitungsspeicher oder »Netzwerkliste« mit je einer Adresse
pro Zwischenleitung, wobei die gespeicherte Information die Zwischenleitung als frei oder
belegt kennzeichnet;
2. ein Wegespeicher für die Verbindungsauslösung mit je einer Adresse für jeden Verbindungssatzausgang,
der zu den ankommenden oder abgehenden Einrichtungen (Teilnehmerleitungen oder Verbindungsleitungen)
Zugriff hat Dieser ist wiederum folgendermaßen aufgeteilt:
a) Ein Teilnehmerleitungswegspeicher mit je einer
Adresse pro Verbindungssatzausgang, in der
das Kennzeichen der mit ihm verbundenen
Teilnehmerleitung eingeschrieben ist,
b) ein Verbindungsleitungswegspeicher mit je einer Adresse pro Verbindungsleitung, in der
das Kennzeichen des Verbindungssatzausganges eingespeichert ist, der mit ihr verbunden ist.
Die Verbindungsüberwachungs- und Wegesuchschaltung nach der Erfindung ist nicht einer einzelnen
Vermittlungsstelle zugeordnet, sondern gehört zu einem zentralen Fernsprechs.teuernetz, bei dem die durch die
obenerwähnten Programme gesteuerten Vorgänge sich auf die Vermittlungsstellen und eine einzige zentrale
Steuereinrichtung für das gesamte Netzwerk, die im folgenden Zentralsteuerung CNP(F i g. 2) genannt wird,
verteilen. Bei einem derartigen Aufbau befinden sich alle Programme, der Gesprächsspeicher, der Umwerter
usw. in der Zentralsteuerung CNPund werden von dem
gesamten Netzwerk gemeinsam benutzt. Jede Vermittlungsstelle besitzt dann nur noch die Wahlstufen, die
Abtastschaltungen und die Schaltsteuerkreise.
F i g. 2 zeigt die Zentralsteuerung CNP und die von ihr gesteuerten Vermittlungsstellen Xi, X2...Xn des
Netzwerkes; die Gruppen von Teilnehmerleitungen SIX, Sl2... SIn sind an diesen Vermittlungsstellen
angeschlossen. Die Verbindungen zwischen der Vermittlungsstelle Xi und den Vermittlungsstellen X2 bis
Xn werden über die Verbindungsleitungsbündel F12 bis Fin hergestellt, die Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle
X 2 und der Vermittlungsstelle Xn über das Verbindungsleitungsbündel F2n usw.
Die Zentralsteuerung enthält die Programme PB, PA, PS, den Gesprächsspeicher MCL, den Umwerter TRD
und die Steuereinrichtung MCU. Die letztere hat zu jeder der Vermittlungsstellen Xi bis Xn über
mindestens einen dieser ständig zugeordneten Dienstkanal und zweitens zu den Hilfsschaltungen ANC, z. B.
jenen, die die Gebührenzählung durchführen, Zugriff.
Jede der Vermittlungsstellen, z. B. die Vermittlungsstelle Xi, enthält dann nur noch die folgenden
Schaltungen:
1. Das Koppelnetzwerk SN;
2. die Gruppe der Verbindungssätze ST;
3. die Abtastschaltungen SCfür die Teilnehmerleitungen und Verbindungsleitungen;
4. die Koppelnetzwerksteuerung SM.
Die Abtastschaltung SC der Vermittlungsstelle X1
empfängt über ihren Dienstkanal die Überwachungsbefehle, die von den Eingabeprogrammen abgegeben
werden, und überträgt der Zentralsteuerung CNP die Daten betreffs der Ruffeststellung, des Empfanges von
Wählzeichen, die entweder von einem bestimmten Teilnehmer übertragen werden oder über eine Verbindungsleitung
empfangen werden.
Die Koppelnetzsteuerung SM des Koppelnetzwerkes empfängt über den Dienstkanal die Befehle betreffs der
aufzubauenden oder auszulösenden Verbindungen im Koppelnetzwerk SN, diese Befehle werden von einem
Ausgabeprogramm abgegeben.
Der Verbindungssatz ST empfängt über seinen Eingang STa die über die Verbindungsleitungen zu
übertragenden Nachrichten, z. B. die eine abgehende Verbindung betreffenden Wählzeichen.
Die über die Dienstkanäle zu übertragenden Informationen gehören also verschiedenen Gruppen an:
fortdauernde zyklische Abtastung (Teilnehmerleitungen, Verbindungsleitungen oder Verbindungssätze),
individuelle Abtastung (Wählzeichenempfang, Rufanschaltung, usw ) und Steuerung des Sprechwegenetzes.
Für diese Übertragungen kommen verschiedene Methoden in Betracht, z. B. die Übertragung über
mehrere einzelne Dienstkanäle, die jeder eine besondere Bestimmung haben oder die Zeitvielfachübertragung
über einen gemeinsamen Dienstkanal.
In einem Ausführungsbeispiel soll die Verbindungsleitungsüberwachung
und Wegesuchschaltung für die Herstellung interner und externer Verbindungen an einem vermaschten Netzwerk X mit /7 = 6 Vermittlungsstellen
X1 bis X6 beschrieben werden.
Wenn dieses Netzwerk vollständig vermascht ist, dann enthält es
Zwischenleitungsbündel, die mit Fl bis F15 bezeichnet
werden und jedes eine bestimmte Anzahl Kanäle oder Verbindungsleitungen enthalten, diese Anzahl muß
nicht näher angegeben werden. Dieses Netzwerk ist mit den ferneren Netzwerken über eine bestimmte Anzahl
von Fernleitungen verbunden. Wenn man die Verbindungen zwischen dem Netzwerk X und einem fernen
Netzwerk Y ähnlicher Struktur betrachtet, so sollen diese Netzwerke über ρ Netzwerkverbindungsleitungen
ίο Fa, Fb...Fp verbunden sein,die mit den UrsprungsvermittlungsstellenXa,
Xb...Xk des Netzwerkes X verbunden sind (k
< p).
Jedes Verbindungsleitungsbündel wird durch die drei folgenden Parameter gekennzeichnet:
1. Die Belegungsstufe: in jedem Bündel des Netzwerkes wird die Zahl der belegten Kanäle gemessen,
entweder ständig oder in regelmäßigen Abständen, und entsprechend dem Prozentsatz der belegten
Kanäle we/den mehrere Belegungsstufen definiert. Im gewählten Beispiel sollen vier verschiedene
Stufen Qa, Qb, Qc und Qx gewählt sein, die Stufe Qa entspricht einer geringen Belegung des Bündels,
die Stufen Qb und Qc entsprechen höheren Belegungszuständen und die Stufe Qx entspricht
der vollständigen Belegung (Blockierung);
2. Prioritätszugehörigkeit: Gewisse Gruppen von Verbindungsleitungen sollen entsprechend verschiedener
Bedingungen für die Übertragung von Vorrangverbindungen bestimmt sein. Zum Beispiel
kann folgende Definition gelten:
a) Ständige Zuteilung für Vorrangverbindungen, gekennzeichnet durch die logische Bedingung LX,
a) Ständige Zuteilung für Vorrangverbindungen, gekennzeichnet durch die logische Bedingung LX,
b) Zuteilung für Vorrangverbindungen während der Hauptverkehrsstunde, gekennzeichnet
durch die Bedingung L 2.
Wenn die Zentralsteuerung die Herstellung einer Verbindung verlangt, so wird zuerst für jedes Bündel
eine erste Funktion oder »Belegungsklasse« TX = fX (Q, L 1, L 2) ermittelt, die die Werte 1 oder O annehmen
kann, je nachdem, ob dieses Bündel in dem speziellen Fall benutzt werden darf oder nicht. Im vorliegenden
Beispiel soll diese Funktion TX entsprechend der logischen Verknüpfung
TX = Qa χ Li χ L2
gebildet werden. Ein bestimmtes Bündel soll also der Belegungsklasse 71 angehören, wenn es zur Zeit den
Belegungszustend Qa hat .und nicht auf Grund genereller Bestimmung oder auf Grund der gerade
vorliegenden Hauptverkehrsstunde für die Übertragung von Vorrangverbindungen reserviert ist. Wenn diese
erste Funktion es nicht gestattet, die Verbindung herzustellen, so wird eine zweite Funktion T2
N' =
n(n-l)
entsprechend der logischen Verknüpfung
72 = (Qa+ Qb)x Li χ Κ2
berechnet. Ein Bündel soll also der Belegungsklasse T2
angehören, wenn es den Belegungszustand Qa oder Qb
609 539/7
aufweist, und wenn es nicht ständig oder während der
Hauptverkehrsstunde für die Übertragung von Vorrangverbindungen bestimmt ist. Wenn diese Funktion
Tl es nicht gestattet, die Verbindung herzustellen, so wird schließlich eine dritte Funktion TZ entsprechend
der logischen Verknüpfung: TZ = Qx gebildet. Ein bestimmtes Bündel soll also immer dann der Belegungsklasse TZ angehören, wenn es nicht blockiert ist. Aus
der weiteren Beschreibung wird sich ergeben, daß diese Funktion TZ nur im Falle einer Vorrangverbindung ι ο
ermittelt und benutzt wird, die durch die logische Bedingung K1 gekennzeichnet ist.
In der folgenden Beschreibung soll der Ausdruck »Belegungsliste« eine der Sammlungen S (Tl), S (T2)
oder 5 (TZ) der Belegungsklassen Ti, T2 oder 73 '5
bezeichnen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt für alle N' + ρ Bündel aufgestellt sind.
Im folgenden soll jetzt im einzelnen die Leitweglenkung für eine Verbindung beschrieben werden, die bei
einem von der Vermittlungsstelle Xg bedienten Teilnehmer beginnt und bei einer Teilnehmerleitung
endet, die an eine Vermittlungsstelle Xm des gleichen Netzwerkes (interne Verbindung) oder an eine Vermittlungsstelle
Ym eines anderen Netzwerkes (externe Verbindung) angeschlossen ist.
In beiden Fällen wird die Anforderung in der Zentralsteuerung CNP des Netzwerkes X erkannt, die
ihrer Wegesuchschaltung die Verbindungskennzeichen (Kennzeichen der Ursprungsvermittlungsstelle Xg und
der Zielvermittlungsstelle Xm, Zeichen K1 oder K 1
entsprechend der Tatsache, ob die Verbindung Vorrang hat oder nicht) und ein Zeichen A1 (interne
Anforderung) oder A 2 (externe Anforderung) überträgt.
Wenn die Zentralsteuerung eine interne Anforderung (Bedingung A1) erkennt, so wird zunächst die
Belegungsliste S(Tl) des Netzwerks abgefragt, und der die Ursprungsvermittlungsstelle Xgxmi der Zielvermittlungsstelle
Xm verbindende direkte Weg Rh 1 = Xg/Xm wird geprüft. Wenn dieser Weg
Rh 1 = Xg/Xm nicht existiert, so wird ein über eine Zwischenvermittlungsstelle Xv verlaufender Weg
Rh 2 = Xg/Xv/Xm geprüft. Diese Prüfung erstreckt sich über alle möglichen Werte für v, z. B. ν = 1 bis 6.
Für Xv = Xg oder Xm erhält man kein Ergebnis. Wenn kein Weg vom Typ Rh 2 vorhanden ist, so wird ein über
zwei Zwischenvermittlungsstellen Xv und Xw verlaufender Weg RhZ = Xg/Xv/Xw/Xm geprüft. Bei dieser
Prüfung werden alle Werte von ν durchlaufen, für die eine Verbindung Xg/Xv möglich ist, und dabei werden
für jede dieser Verbindungen alle möglichen Werte von w, z. B. w = 1 bis 6, durchlaufen.
Diese Methode der Wegesuche kann auf Wege vom Typ Rh 4, Rh 5, usw. ausgedehnt werden, die über drei,
vier, usw. Zwischenvermittlungsstellen verlaufen. Die Dauer dieses Vorganges kann ζ .Β. dadurch begrenzt
werden, daß bestimmte Durchläufe begrenzt werden. Wenn hierbei kein Weg gefunden wurde, so wird die
Belegungsliste S (T2) ermittelt, und die gleichen Vorgänge beginnen von vorne.
Wenn es nicht möglich ist, mit Hilfe der Liste 5 (T2)
einen Weg zu finden, und wenn die Verbindung keinen Vorrang hat, dann wird angenommen, daß die
Verbindung nicht hergestellt werden kann, diese Information wird zur Zentralsteuerung übertragen.
Wenn die Verbindung Vorrang hat, so wird die Liste S (TZ) abgefragt und dieselben Vorgänge werden erneut
durchgeführt. Wenn auch hierbei kein freier Weg gefunden wird, so wird wieder wie in dem vorausgegangenen
Fall verfahren.
Im Fall einer externen Verbindung soll z. B. ein zur Zentralsteuerung CNP(F i g. 2) des Ursprungsnetzwerkes
gehöriger Umwerter die Kennzeichen einer oder mehrerer abgehender Vermittlungsstellen Xs liefern,
die direkt mit dem Zielnetzwerk verbunden sind. Zunächst wird also durch Abfragen des Umwerters eine
Vermittlungsstelle Xs ermittelt, dann wird geprüft, ob das Ausgangsbündel mit Zugang zur Vermittlungsstelle
Ye des Zielnetzwerkes frei ist, dann wird ein freier Weg Xg/.../Xs gesucht. Wenn dieser Weg gefunden ist,
dann veranlaßt die Zentralsteuerung CNP die Herstellung der Verbindung Xg/... /Xs/Ye und sendet über
diese Verbindung das Kennzeichen der Zielvermittlungsstelle Ym und die gerufene Teilnehmernummer für
die abgehende Verbindung. Der Empfang dieses Rufes vermittelt der Zentralsteuerung C/VPdes Netzwerkes Y
die Kennzeichen, die sie für die Herstellung der Verbindung Ye/.../Ym benötigt. Das Problem der
Leitweglenkung ist also darauf zurückgeführt, im Ursprungsnetzwerk eine Abgangsvermittlungsstelle Xs
zu finden, die direkten Zugang zum Zielnetzwerk hat und die Verbindung Xg/... /Xs herzustellen. Wenn
diese Verbindung hergestellt ist, dann ermittelt die Zentralsteuerung CNPdes Netzwerkes Ym einer in den
Literaturstellen »a« und »b« angegebenen Art und Weise Informationen für die abgehende Verbindung, die
den Verbindungssätzen ST (vgl. F i g. 2) der Vermittlungsstelle Xg oder der Vermittlungsstelle Xs gesandt
werden, und die dann über das abgehende Bündel zwischen der Vermittlungsstelle Xs und Xe übertragen
und in der letzteren Vermittlungsstelle empfangen werden.
Die Leitweglenkung für externe Verbindungen kann auch in anderer Art und Weise erfolgen. So können z. B.
die abgehenden Bündel nur benachbarte Netzwerke verbinden, und die Leitweglenkung im jeweils nachfolgenden
Netzwerk kann dann nacheinander erfolgen.
Bei der beschriebenen Arbeitsweise wird zuerst die Liste S (Ti) abgefragt, so, wie bei einer internen
Anforderung, dann wird der Umwerter abgefragt, der die Kennzeichen von k verschiedenen Abgangsvermittlungsstellen
(k < p) liefert, die k verschiedene abgehende Wege Rv 1, Rv2... Rvk bilden, wobei der Weg Rv 1
der kürzeste Weg Xg/.../Ym sein soll, der Weg Rv2
soll der etwas längere Weg sein, usw Wegen der
einfacheren Beschreibung soll im folgenden ρ = k = 3 gewählt werden.
Es gibt verschiedene Arbeitsweisen für die externe Leitweglenkung:
Arbeitsweise 1
Der Umwerter wird belegt, um das Kennzeichen der Vermittlungsstelle Xs zu erhalten, die in einem Weg
vom Typ Rv 1 liegt, und es wird dann an Hand der Liste S (Tl) geprüft (und gegebenenfalls an Hand der Listen
S (T2) und S (TZ)), ob das abgehende Bündel frei ist. Wenn dies der Fall ist, dann versucht man eine
Verbindung Xg/Xs vom Typ Rh 1, Rh 2 oder Rh 3 herzustellen, indem man die Liste 5 (Tl) und
gegebenenfalls dann die Listen S (T2) und 5 (TZ) abfragt. Wenn das abgehende Bündel nicht frei ist, dann
werden die gleichen Vorgänge noch einmal durchgeführt, beginnend bei der abgehenden Vermittlungsstelle,
die einen Weg vom Typ Rv2 darstellt, dann bei einer vom Typ Rv 3.
Arbeitsweise 2
Die Belegungsliste S(Ti) wird aufgestellt, dann wird
der Umwerter nach dem Kennzeichen einer abgehenden Vermittlungsstelle des Wegetypes Rv 1 abgefragt.
Wenn das abgehende Bündel frei ist, so versucht man, jeweils unter Benutzung der gleichen Liste S (Ti) eine
Verbindung Xg/Xs vom Typ Rhi, Rh2 oder Rh3
herzustellen. Wenn das abgehende Bündel nicht frei ist, dann wird der Umwerter nach einem Typ vom Weg
Rv2 abgefragt, wonach gegebenenfalls eine Suche nach einem Weg vom Typ Rhi, Rhi oder Rh3 beginnt.
Wenn diese Suche erfolglos ist, so wird der gleiche Vorgang, beginnend bei einem Wegetyp Rv2, durchgeführt.
Wenn die Benutzung der Liste S (Ti) nicht zur Auffindung eines freien Weges führte, so wird der
gleiche Vorgang erneut mit der Liste S(T2) und dann gegebenenfalls mit der Liste S(T2) und dann gegebenenfalls
mit der Liste S (T3) durchgeführt.
Als Ausführungsbeispiel wird eine Wegesuchschaltung beschrieben, die nach der Arbeitsweise 2 arbeitet.
Die Leitweglenkung innerhalb eines Netzwerkes mittels einer einzigen Zentralsteuerung erfordert daher
die Durchführung zweier verschiedener Vorgänge:
1. die Messung und Codierung der Belegungszustände aller Bündel, die an die Vermittlungsstellen X1
bis X 6 angeschlossen sind und
2. die Suche nach einem freien Weg zwischen der Ursprungsvermittlungsstelle Xg und der Zielvermittlungsstelle
Xm oder der Abgangsvermittlungsstelle Xs.
Da im Beispiel die Durchführung dieser Vorgänge an einer zentralgesteuerten Anlage erläutert werden soll,
die von der in dem Artikel »a« beschriebenen Vermittlungsstelle abgeleitet ist, müssen in der Zentralsteuerung
zwei zusätzliche Programme aufgenommen werden, nämlich:
1. das Programm zur Überwachung der Belegungsstufen, das in dem betrachteten Beispiel ein fest
verdrahtetes Programm ist;
2. das Wegesuchprogramm PAB.
Die nachfolgende Beschreibung ist daher folgendermaßen unterteilt:
1. Überwachung der Belegungsstufen,
2. Herstellung von Verbindungen:
2.1 Wegesuchprogramm,
2.2 Erstellung der Belegungslisten,
2.3 Herstellung der internen Verbindungen,
2.4 Herstellung der abgehenden Verbindungen,
2.5 Datenübertragung zwischen der Zentralsteuerung und den Wegesuchschaltungen.
1. Überwachung der Belegungsstufen
Wie bereits bei der im Zusammenhang mit Fig.2
erfolgten Beschreibung der verschiedenen Programme, die in der Zentralsteuerung benutzt werden, angegeben
wurde, enthält der im Verbindungsspeicher MCL enthaltene Verbindungsleitungswegespeicher einen
Speicherplatz pro Verbindungsleitung, der leer ist, wenn die Verbindungsleitung frei ist, und an dem das
Kennzeichen des mit ihr verbundenen Verbindungssatzes eingespeichert ist, wenn die Verbindungsleitung
belegt ist. Dieser Speicher enthält daher ständig die die Belegungsstufen der mit dieser Vermittlungsstelle
verbundenen Bündel kennzeichnenden Daten. Wenn diese Speicherplätze in der Weise gruppiert sind, daß
einer jeweils mit Hilfe des Codewortes eines Bündelkennzeichens und eines Leitungskennzeichens ausgewählt
werden kann, dann zeigt jedes Zeichen der Auswahl eines Bündels zugleich die Veränderung der
Anzahl der freien Verbindungen in diesem Bündel um eine Einheit an. Wenn das Kennzeichen eines
Verbinders in einen ausgewählten Speicherplatz eingeschrieben werden muß (Aufbau einer neuen Verbindung),
so wird dieses Kennzeichen zuvor in ein Eingaberegister eingeschrieben. Man kann daher
zwischen dem Aufbau und der Auslösung unterscheiden, indem man prüft, ob dieses Register zum Zeitpunkt der
Auswahl eines Speicherplatzes ein Kennzeichnen enthält, und kann daraus ein Zeichen B1 bzw. B1 ableiten.
Wenn SFdas die Auswahl eines Bündels kennzeichnende Zeichen ist, dann bedeutet die Verknüpfung
SF χ Bi, daß eine weitere Leitung belegt wird, und die VerknüpfungSF χ Bi bedeutet,daß eine Verbindung
ausgelöst wird.
Diese Zeichen SF, B1 und das Codewort CFm des
Bündels Fm werden für die Messung und digitale Codierung der Bündelbelegungsstufen benutzt.
F i g. 3 zeigt schematisch alle bei der Belegungsstufenüberwachung
benutzten Schaltungen, die sich alle in der Zentralsteuerung CNP (F i g. 2) befinden. Folgende
Schaltungen sind hier enthalten:
1. Der Verbindungswegspeicher MT mit seinem Ausgaberegister RL und seinen Auswahlschaltungen.
Die letzteren enthalten das Bündelkennzeichenregister RCF und das Leitungskennzeichenregister
RCJ sowie die Wahlschaltung SLQ die die Auswahl einer Verbindungszeile ermöglicht. Der
dem Register RL zugeordnete Decodierer DL gibt das Zeichen B i und ΒΛ ab und der dem Register
RCF zugeordnete Decodierer DF gibt das Zeichen SFab.
2. Ein Signalverteiler GS, der von einem Signal der
Flip-Flop-Schaltung Sd aktiviert wird. Wenn gerade keine Verbindung aufgebaut oder ausgelöst
wird (Bedingung S~F)und wenn die Flip-Flop-Schaltung
Λ 3 (Schaltung RA am unteren Rand der F i g. 3) sich in der Stellung O befindet, dann wird
diese Flip-Flop-Schaltung Sd in die Stellung 1 gebracht, wenn ein in regelmäßigen Abständen
(z. B. jede Minute) erscheinendes Signal Tx anliegt, dieses Signal wird von einem Zeitgeber CU, F i g. 5,
geliefert. Das Signal Sd stößt den Signalverteiler GS an, der einen Signalgenerator enthält, der
einem Wähler mit N' + ρ = 18 Stellungen Fortschaltesignale Θο gibt (diese Schaltungen sind in der
Zeichnung nicht dargestellt). Der Signalverteiler liefert eine Folge von N' + ρ = 18 Codeworten,
die mit dem Bezugszeichen CQ bezeichnet sind, ein Signal 0|8, das durch Decodierung des letzten
dieser Codeworte erhalten wird, und außerdem dj£
Signale 0O. Das Signal 0ie schaltet in die Stellung Sd
um, so daß das Signal Sd während der Zeit der Abgabe der Codeworte Cv ansteht.
3. Ein als »Bündelüberwachungsspeicher« bezeichne-
ter Speicher SQ, der zu dem Verbindungsspeicher MCL F i g. 2) gehört und der N' + ρ Speicherplät- ,
ze besitzt. Jeder dieser Speicherplätze ist einem der Bündel des Netzwerkes zugeordnet, jeder
Speicherplatz ist in zwei Teile aufgeteilt, die für das Einschreiben der Anzahl M der bestehenden
Verbindungen im Bündel bzw. des entsprechenden Belegungsstufenkennzeichens (Codeworte CQa,
CQb, CQc oder CQx) vorgesehen sind. Die Speicherplatzauswahl wird durch den Wähler KM
durchgeführt. Wenn ein Speicherplatz ausgewählt ist, dann wird sein Inhalt in die Register RM und
RQ übertragen. Die Zahl M wird der Schaltung SA zugeführt, die die Rechnung M + 1 durchführt, je
nachdem, ob ihr ein Signal B1 oder B1 zugeführt
wird, die neue Zahl wird in der Schaltung SB mit den Zahlen Mi, M2 usw. ... verglichen, die die
Grenzen der Belegungsstufen darstellen. Dieser Vergleich liefert das entsprechende Kennzeichen
CQ mit zwei_Stellen Qi und Q 2. Wenn die Bedingung Sd erfüllt ist, dann wird dieses
Kennzeichen und die von der Schaltung SA gelieferte Zahl M + 1 in den gleichen Speicherplatz
des Speichers MQ eingeschrieben. Wenn die Bedingung Sd erfüllt ist, dann werden die in den
Registern RMund Abgespeicherten Zahlen Mund
CQ direkt in den Speicher MQzurückgeschrieben.
4. Eine Pufferschaltung RA mit der Flip-Flop-Schaltung A 3 und den Schieberegistern RA 1, RA 2;
jedes dieser Schieberegister hat eine Kapazität von N' + ρ Zeichen. Wenn diese Schieberegister leer
sind, dann befindet sich die Flip-Flop-Schaltung A 3 in der Stellung 0.
Die Zeichen Sd und Sd bezeichnen die beiden Zyklen der Bündelbelegungsüberwachung.
!.Zyklus
40
Das Zeichen Sd veranlaßt die Aussendung der Kennzeichen zu den Wählschaltungen des Speichers
MT, wenn in einem Bündel eine Veränderung auftritt. Das während einer solchen Veränderung auftretende
Signal SF stellt das Verbleiben der der Flip-Flop-Schaltung
Sd in der Stellung 0 sicher. Das im Bündelkennzeichenregister RCF gespeicherte Bündelkennzeichen
wird zum Wähler KM übertragen, wodurch die entsprechende Zeile des Speichers MQ gelesen wird.
Die Zahl M wird in der Schaltung SA abgeändert und die neue Zahl und das Kennzeichen CQ werden in den
gleichen Speicherplatz zurückgeschrieben.
2. Zyklus
55
Wenn das Zeichen Sd auftritt, dann führen die
Codeworte CQ zur zyklischen Wahl der N' + ρ Zeilen
des Speichers MQ und die Zeichen θο veranlassen die
Übertragung der Stellen Q i und Q2 der Belegungsstufenkennzeichen in die Register RA1 und RA 2.
Außerdem werden die in den Teilen M und CQ dieses Speichers gelesenen Kennzeichen ohne Veränderung
an den gleichen Speicherplatz zurückgeschrieben. Wenn der Speicher vollständig gelesen wurde, dann
bringt das Zeichen Θιβ die Flip-Flop-Schaltung A 3 in die
Stellung 1 und die Flip-Flop-Schaltung Sdm die Stellung 0, so daß man erneut zum ersten Zyklus gelangt.
Die von den Schaltungen SA und SB durchgeführten Rechnungen können in bestimmten Schaltungen der
Zentralsteuerung CNPdurchgeführt werden. Im einzelnen
kann die Durchführung der Rechnung M + 1 und die Codierung der Belegungsstufen mit Befehlen des
Types erfolgen, die in der Literaturstelle »a« auf Seite 1864, im Abschnitt 3.13, beschrieben sind.
Bei der einfachsten Codierung stellt die Stufe M1 die
Grenze zwischen den Belegungszuständen Qa und Qb, die Stufe M2 die Grenze zwischen den Belegungszuständen
Qb und Qc und die Stufe Λ/3 den Zustand Qx
dar. Die Codierung erfolgt dann folgendermaßen:
a) Wenn M < Mi, dann befindet sich das Bündel im
Zustand Qa,
b) wenn M > M1, dann wird MmitM2 verglichen;
wenn M < M2, dann befindet sich das Bündel im Zustand Qb;
wenn M < M2, dann befindet sich das Bündel im Zustand Qb;
wenn M > M2, dann befindet sich das Bündel im Zustand Qc;
c) wenn M = M3, dann wird das Bündel nachfolgend in den Zustand Qx gebracht.
Man kann auch eine andere Codierung festlegen, bei der sich überlappende Felder zwischen benachbarten
Stufen bestehen, so, wie es in der Zeichnung der F i g. 4 dargestellt ist; die sich überlappenden Felder sind mit
dicken Linien eingezeichnet. Die Codierung erfolgt dann folgendermaßen:
a) Wenn M außerhalb der sich überlappenden Felder liegt, dann wird das Bündel dem entsprechenden
Belegungszustand zugeteilt;
b) wenn sich M innerhalb eines der sich überlappenden Felder befindet, dann wird der frühere Wert
des Kennzeichens (?Cnicht verändert.
Die letztere Codierungsart hat den Vorteil, daß die Häufigkeit des Wechsels der Belegungszustände etwas
reduziert wird.
2. Herstellung von Verbindungen
2.1 Wegesuche
2.1 Wegesuche
Das Wegesuchprogramm PAB besteht aus 18 Schritten, die mit den für die Datenabänderung
benutzten Zeichen PQi, P02 und /Ό3 und mit den für
die Verbindungsherstellung benutzten Zeichen FO bis P14 bezeichnet sind. Dieses Programm soll z. B. in dem
Zeitsteuerkreis nach F i g. 5 abgewickelt werden. Diese Schaltung enthält den Generator VG für die Fortschaltesignale
und den Verteiler DB, sie ist so eingerichtet, daß jedes Schrittzeichen eine feste Dauer oder Periode
hat, ein bestimmtes Zeichen kann aber gegebenenfalls in mehreren aufeinanderfolgenden Perioden abgegeben
werden.
Jede Periode ist in 5 elementare Zeitintervalle 11 bis
t5 eingeteilt, die alle die gleiche Dauer haben. Die
entsprechenden Zeichen werden von einem Zeitgeber Ci/geliefert, der außerdem folgende Zeichen liefert:
a) ein Zeichen Ta während der gesamten Dauer der Hauptverkehrsstunde,
b) ein Zeichen Tx, das in regelmäßigen Abständen (z. B. jede Minute) auftritt und in der Bündelüberwachungsschaltung
(F i g. 3) benutzt wird.
Der Verteiler DB enthält den Codierer DB1, das im
Zeitintervall f 3 gelöschte Register DB 2, den aus dem Register DB 3a und dem Decodierer DB 3b bestehenden
Wähler DB3 und die mehrfachen UND-Schaltungen DB 4 und DB 5. Er wird von den Fortschaltezeichen
ΡΌ1, /"02, P'03 und P'O bis ΡΊ4 gesteuert und ist
dafür vorgesehen, an gleichnamigen Ausgängen entsprechende Zeichen abzugeben. Wenn ihm ein Zeichen
P'7 zugeführt wird, dann wandelt der Codierer DBi
dieses Zeichen in ein vierstelliges Codewort um, das über vier Leitungen zum Register DB 2 übertragen
wird, in das es im Zeitintervall f4 eingeschrieben wird.
Im Zeitintervall f5 wird dieses Codewort über 8 Leitungen zum Register DB 3 übertragen, und am
Ausgang P7 erscheint ein Zeichen. Dieses Zeichen steht mindestens während der Zeitintervalle 11,12,13 und f 4
des Schrittes P 7 an.
Der Generator VG liefert die Fortschaltesignale mit \ Hilfe der elektronischen Torschaltungen, die in der
Zeichnung dargestellt sind, die entsprechenden logischen Bedingungen sind in der Tabelle I aufgeführt.
In Zeile 12a und 126 dieser Tabelle I erscheinen zwei
Fortschaltesignale mit den Bezugszeichen /"12a und P'i2b, die beide die Fortschaltung zum Schritt P12
bewirken. Diese Aufteilung wurde gemacht, um die Beschreibung der Arbeitsweise der Wegesuchschaltung
zu vereinfachen, das Zeichen P'Yla kennzeichnet die Tatsache, daß ein freier Weg gefunden wurde, und das
Zeichen P'\2b kennzeichnet die Tatsache, daß eine Verbindung verlorengegangen ist.
Der Generator VG besitzt außer den logischen Schaltungen, die die in der Tabelle I wiedergegebenen
logischen Verknüpfungen bewirken, eine Flip-Flop-Schaltung PA, die durch die Bedingung
PO χ (Ai + A2) χ t4
in die Stellung 1 gebracht wird, und die durch ein Zeichen 13 in die Stellung 0 gebracht wird.
Nachfolgend sind die Dauer der Schrittzeichen und 9. die von ihnen gesteuerten Vorgänge aufgeführt:
PO (Dauer unbestimmt):
Warteschritt, Lösung der Schaltungen.
P1 (Dauer: eine Periode):
Erster Schritt für die Ermittlung der Belegungslisten S(Ti)1S (T2) und S (T3).
P2 (Dauer: eine Periode):
Zweiter Schritt für die Ermittlung der Belegungsliste S(Ti).
P3 (Dauer: eine Periode):
Zweiter und letzter Schritt für die Ermittlung der Belegungsliste 5 (T3).
P4 (Deuer: eine Periode):
Dritter Schritt für die Ermittlung der Belegungsliste S(Ti) und zweiter Schritt für die Ermittlung
der Belegungsliste S(T2),
P5 (Dauer: eine Periode):
Letzer Schritt für die Ermittlung der Listen S(Ti) undS(T2),
P6 (Dauer: eine Periode):
Prüfung des Vorhandenseins eines Weges Rh 1 = Xg/Xm.
P7 oder P9(Dauer: eine bis sechs Perioden):
Ermittlung der Vermittlungsstellen, die für eine Verbindung Xg/Xv bei einer Wegesuche vom Typ
Rh 2 oder Rh 3 in Frage kommen.
P8 (Dauer: eine Periode):
Prüfung des Vorhandenseins eines freien Weges Xv/Xm bei einer Wegesuche vom Typ Rh 2,
P10 (Dauer: eine bis sechs Perioden):
Ermittlung von Vermittlungsstellen für eine Verbindung Xv/Xw bei einer Wegesuche vom Typ
ίο Rh 3.
PH (Dauer: eine Periode):
Prüfung des Vorhandenseins eines freien Weges Xw/Xm bei einer Wegesuche vom Typ Rh 2.
P12 (Dauer: unbestimmt):
Letzter Schritt: Warten auf die Übertragung der Identifizierinformation
a) Bedingung P 12a: ein freier Weg wurde gefunden und eine Verbindung kann hergestellt
werden;
b) Bedingung Pi2b: es wurde kein freier Weg
gefunden und die Verbindung geht verloren.
P13 (Dauer: eine Periode):
Es wurde kein freier Weg vom Typ Rh 1 oder Rh 2 mit Hilfe der Belegungslisten S(Ti) oder S(T2)
gefunden. In diesem Zwischenschritt werden ab der nächsten Periode die Belegungslisten S(T2) oder
S (T3) ermittelt.
P14 (Dauer: unbestimmt):
Auswahl einer abgehenden Vermittlungsstelle Xs für eine abgehende Verbindung.
POl bzw. P02 (Dauer: jeweils eine Periode):
Abänderung der Belegungszustandinformation Q1
und Q 2.
P03 (Dauer: eine Periode):
Individuelle Abänderung der Information L.
Individuelle Abänderung der Information L.
P04 (Dauer: eine Periode):
Individuelle Abänderung der Information H.
Die Schritte PO, P7, P9, PlO, P12 und P14 haben
eine Dauer, die größer als eine Periode sein kann, dies tritt ein, wenn eine der in Spalte A der Tabelle I
erwähnten Bedingungen erfüllt ist. Im anderen Fall ist eine Schrittwechselbedingung (Spalte B, Tabelle I)
erfüllt, und bei der nächsten Periode erscheint ein neues Schrittzeichen.
Im folgenden soll in Einzelheiten die Entstehung der Fortschaltesignale beschrieben werden, die den Schrittzeichen
P 7 folgen, das seinerseits bei einer Wegesuche vom Typ Rh 2 die Ermittlung der an einer Vermittlungsstelle
vom Typ ν angeschlossenen Bündel steuert, bis ein freier Weg Xg/Xv gefunden wurde.
Diese Ermittlung kann eine bis sechs Perioden dauern, am Ende jeder Periode erhält man folgende
Signale:
1. Entweder ein Zeichen R, das die Bedeutung hat, daß ein freier_Weg Xg/Xv gefunden wurde, oder
ein Zeichen R (Flip-Flop-Schaltung R, Schaltung FP2,Fig.8),
2. entweder ein Zeichen D1, das bedeutet, daß
sämtliche ν Vermittlungsstellen geprüft wurden, oder ein Zeichen D1 (Decodierer DVO, Schaltung
Sx, F i g. 8),
3. entweder ein Zeichen Ga mit der Bedeutung, daß noch eine Belegungsliste mit höherer Nummer
erstellt werden kann, oder ein Zeichen Gb mit der Bedeutung, daß alle Belegungslisten, die benutzbar
sind, geprüft wurden (Schaltung BG, F i g. 7).
609 539/7
Fort- Spalte A
schalte-
zeichen Schleifenbedingung
Spalte B
. Schrittwechselbedingung Zeile
P1Qi
ΡΌ2
ΡΌ3
P02 + P03 + P12 χ A
PQ χ
(Al +
A2 + A3 + A4
PO(Al + A2) χ t4+ P13 1
Pl χ Gl 2
Pl χ G3 3
Pl χ G2 + Ρ2 χ Gl 4
Ρ4 5
(P3 + PS) χ UOl_+ PlA χ H 6
Ρ6 χ R+ Ρ8 χ R χ Dl 7
Ρ7 χ R ' _ _ 8
Ρ8 χ 51 + PlO x_R x_Dl χ D2 + Pll χ R χ Dl χ D2 9
Ρ9 χ R+ Pll χ R χ D2 , 10
PlO χ R 11
(Ρ6 + Ρ8 + Pll) χ R 12a
[(Ρ7 + Ρ9) χ 51 + (PlO + PH) x 52] χ Gb χ (UOi + U3) + 12b
P14 χ H χ U 3 χ Gb
[(Ρ7 + Ρ9) χ 51 + (PlO + Pll) χ 52] χ Ga χ (UOl + U3) + 13
Ρ14 χ Hx U3 χ Ga
Ρ14 χ H χ (Ul + U2) [(P7 + Ρ9) χ _51_+ (PlO + PIl)] χ 52 χ (Ui + U2) +
(P3 + PS) χ ΟΌΪ
PO χ (Al + A 2) χ Λ 3 15
POl
PO χ (A 1 + A 2) χΑ3χ(Α4 + Α5)
Ρ7 χ R χ Di
Ρ9 χ Λ_χ Dl
PlO χ Rx D2
Ρ12 χ AJ
Spalte A Spalte B
Ga=Gl + G2xÄT GB = G2 χ K + G3
14
16
17
52 = Rx Dl χ D2
Die nachfolgende Tabelle II zeigt die verschiedenen Fortschaltesignale, die am Ende einer Periode des
Schrittes P 7 abgegeben werden können.
| Tabelle II | zur | Tabelle | I | Logische | χ R | Fort- | Zeile |
| Bezug | Bedingungen | χ Rx Dl | schaite- | ||||
| χ Sl χ Ga | signal | ||||||
| 8, | Spalte | B | P7 | χ Sl χ Gb | P'8 | 1 | |
| Zeile | 7, | Spalte | A | P7 | = Rx Dl) | P'7 | 2 |
| Zeile | 13, | Spalte | B | P7 | ΡΊ3 | 3 | |
| Zeile | 12b, | Spalte | B | P7 | P'l2b | 4 | |
| Zeile | (51 | ||||||
45
Das Schrittzeichen P7 wird bei der nächsten Periode erneut abgegeben, wenn die Bedingung RxDi erfüllt
ist (Zeile 2 der Tabelle 11). Die Gleichungen der Zeile 1,3
und 4 geben die 3 anderen Fälle an, die der logischen Bedingung R χ Dl untergeordnet sind.
Die Schleifenbildung ist erforderlich, weil im Verteiler DB das ein Schrittzeichen darstellende Codewort nur
während der Zeitintervalle ti bis i4 einer Periode in
das Register DB 3a eingeschrieben werden kann.
F i g. 6 zeigt ein vereinfachtes Blockdiagramm mit sechs Gruppen von Schritten:
a) Warteschritt PO,
b) Gruppe von Schritten für die Erstellung der Listen S(T)mh den SchrittenP 1 bis P5,
55
6o
c) Gruppe von Schritten für die interne Leitweglenkung (Typ Rh) mit den Schritten P 6 bis P11,
d) Schritt P12 für das Ende der Leitweglenkung,
e) Schritt P13 bezüglich des Wechselns einer Liste
S(T)
f) Schritt P14 für die Auswahl einer abgehenden Vermittlungsstelle für eine Leitweglenkung vom
Typ Rv.
Die unter Steuerung dieser Schrittzeichen durchgeführten Vorgänge führen zu einem der folgenden
Ergebnisse (mit Ausnahme des Schrittes PO):
1) Zeichen P' 12a:
Ein freier Weg wurde gefunden (Fortschaltung zum Schritt P12);
2) Zeichen PP:
Durchführung einer Leitweglenkung vom Typ Rh mit höherem Index;
3) Zeichen LP:
Beginn einer Leitweglenkung (Schleifenbildung des Schrittes);
4) Zeichen ΡΊ4:
Auswahl einer neuen Abgangsvermittlungsstelle;
5) Zeichen P' 13: .
Wechsel der Liste 5 (T);
Wechsel der Liste 5 (T);
6) Zeichen P'l2b:
Der Ruf geht verloren (Fortschaltung zum Schritt P12).
Das Blockdiagramm nach Fig.6 gibt ausführlich die
Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gruppen von Schritten an. Wenn die Zentralsteuerung CNP ein
Zeichen A 1 für eine interne Leitweglenkung oder das Zeichen A 2 für eine externe Leitweglenkung abgibt,
dann wechselt man vom Schritt PO zum Schritt Pl, [Bedingung PO χ (Ai + A 2), Fig.5], um die Liste
S(Tl) zu erstellen.
Gleichzeitig wird der sich ursprünglich in der Stellung UOl befindende Wähler KU(F i g. 9) durch das Zeichen
A2 in die Stellung i/02 gebracht, so daß die Bedingungen LOl und UOi eine interne oder externe
Leitweglenkung kennzeichnen.
Bei einer internen Leitweglenkung wird die Liste S(Ti) bei einem, mehreren oder allen Teilen P6 bis
Pll für eine Leitweglenkung vom Typ Rh benutzt. Da
die Wege vom Typ Rh 2 und Rh 3 in der Weise ermittelt werden, daß alle möglichen •Zwischenvermittlungsstellen
abgefragt werden, kann eine gewisse Anzahl von Schleifen LP auftreten.
Wenn die Leitweglenkung an Hand der Liste S(Tl) ein positives Ergebnis hat, dann erscheint ein Signal
P'l2a, das zum Schritt P12 umschaltet. Wenn das Signal /"12a fehlt, dann tritt das Zeichen ΡΊ3 auf, was
zur Abfrage der Liste 5 (T2) überleitet.
Die gleichen Vorgänge werden dann an Hand dieser Liste und der Liste S (T3) durchgeführt, die auf Grund
des Zeichens P13 gebildet wird, wenn der Verbindungswunsch eine Vorrangverbindung betrifft. Bei den an
Hand dieser beiden Listen durchgeführten Wegesuchen kann außer den Signalen P'12a und ΡΊ3 das Signal
P'l2b auftreten, das anzeigt, daß kein Weg zu finden war und daß der Ruf verloren geht.
Bei einer externen Leitweglenkung (Zeichen LOl) erscheint kurz nach der Abfrage der Liste S(Ti) ein
Zeichen P14 (Bedingung P5 χ UOl). Dieses Zeichen
P14 veranlaßt die Auswahl einer ersten Abgangsvermittlungsstelle
Xs für die Herstellung einer Verbindung über einen Weg vom Typ RvX, dann wird eine Suche
nach einem Weg vom Typ Rh für eine Verbindung zwischen der rufenden Vermittlungsstelle Xg und der
Abgangsvermittlungsstelle Xs durchgeführt. Dann kann entweder ein Zeichen P 12a oder ein Zeichen P14
auftreten, das die Auswahl einer zweiten Abgangsvermittlungsstelle für eine Leitweglenkung vom Typ Rv 2,
die auch eine neue interne Leitweglenkung vom Typ Rh beinhaltet, erscheinen. Wenn das Ergebnis P14 auftritt,
dann wird begonnen mit einer Leitweglenkung vom Typ Rv3. Am Ende der dritten Leitweglenkung vom Typ Rh
an Hand der Liste S(Ti) tritt entweder ein Signal P' 12a oder ein Signal P13 auf. Im letzteren Fall wird die
Liste S(T2) abgefragt und die Vorgänge beginnen von vorne. Wenn die Verbindung keinen Vorrang hat und
kein Weg gefunden wurde, so hat man anstelle des Signals P'l2b das Zeichen P12, und der Ruf geht
verloren. Wenn die Verbindung Vorrang hat und kein Weg gefunden wurde, dann erhält man das Zeichen
P13, das zur Erstellung der Liste S(T3) führt. Wenn
diese letzte Wegesuche erfolglos ist, dann erhält man das Zeichen P'l2b und dann das Zeichen P12, und der
Ruf geht verloren.
Wenn man zum Schritt P12 gelangt, weil die Suche erfolgreich abgeschlossen ist oder weil der Ruf
verlorengeht, dann werden alle diesen Ruf betreffenden Daten zur Zentralsteuerung OVP übertragen, sobald
diese ein Zeichen A 7 überträgt, das bedeutet, daß die Zentralsteuerung frei ist. Die Bedingung
P'O = P12 χ A 7 (Tabelle I, Zeile O, Spalte B) bringt
die Schaltung dann zu ihrem Warteschritt PO.
2.2 Erstellung der Belegungslisten
Die Erstellung einer Belegungsliste S(Tl), S(T2) oder S(T3) erfolgt mit Hilfe der in F i g. 7 dargestellten
Schaltungen:
1. Der Wegespeicher MF mit seinem Ausgangsregister RP, das N' + ρ Flip-Flop-Schaltungen enthält,
ίο also im Beispiel 18 Flip-Flop-Schaltungen;
2. Das Belegungsregister RF mit 18 Flip-Flop-Schaltungen, die den Leitungsgruppen Fl bis F15, Fa,
Fb und Fc zugeordnet sind, und deren Inhalt zu Beginn des Schrittes P6 eine der Belegungslisten
S (T) bildet.
Diese Schaltungen sind alle in der Einrichtung mit dem Bezugszeichen MFUzusammengefaßt.
F i g. 7 zeigt außerdem:
F i g. 7 zeigt außerdem:
j
1. Die Abänderungsschaltung FCl, die es gestattet, während der Schritte POl und P02 die Belegungsstufeninformation
für die N' + ρ Leitungsgruppen abzuändern. Diese Informationen kommen von der
Zentralsteuerung, wo sie in den Pufferschaltungen Aa(F i g. 3 und 7) eingeschrieben waren;
2. Die Abänderungsschaltung FC2 für die individuelle Abänderung einer Information L 1 oder L 2 im
Speicher MF beim Anstehen eines Schrittzeichens P03;
3. Die Überwachungsschaltung BG für die Belegungslisten mit folgenden Teilen:
a) Einen Wähler KG mit vier Stellungen GO, G1,
G 2 und G 3, der ein Zeichen G 1, G 2 oder G 3 abgibt, je nachdem, ob die während der Schritte
P6 bis Pll im Register RF eingeschriebene Belegungsliste die Liste S(Ti), 5 72) oder
S(T3) ist. Dieser Wähler wird durch die Bedingung POx ί 1 in die Stellung G 0 gesetzt,
und erhält bei der Bedingung Pl χ il ein Fortschaltesignal;
b) Logische Schaltungen, die die Zeichen Ga = Gl + G2 χ Kund
Gb — G2 χ K + G3 erzeugen, die im Zeitintervall
i4 im Zeitsteuerkreis nach Fig.5 benutzt werden;
Das Zeichen Ga bedeutet, daß mindestens eine weitere Belegungsliste erstellt werden kann,
und zwar die Liste S(T2) im Fall des Zeichens Gl und die Liste S (T3) im Fall des Zeichens
G 2. Das Zeichen Gb bedeutet, daß alle zur Verfügung stehenden Listen ermittelt wurden.
Diese Zeichen werden während einer Leitweglenkung vom Typ Rh benutzt;
Diese Zeichen werden während einer Leitweglenkung vom Typ Rh benutzt;
c) Die Vorrang-Flip-Flop-Schaltung K, die in die Stellung 1 gebracht wird, wenn die Wegesuchanforderung
eine Vorrangverbindung betrifft, was durch das Zeichen K1 gekennzeichnet
wird
[Bedingung: PO χ Kl χ (A 1 + A 2) χ ί2].
Die Vorrang-Flip-Flop-Schaltung K wird durch f>5 die Bedingung: P12 χ ί2 in die Stellung 0
gebracht;
4. Die Schaltung 75, die die für die Erstellung der Belegungslisten benutzten Zeichen Ei und £0
erzeugt. Diese Zeichen erscheinen bei folgenden Bedingungen:
£1 = (Fl + F3) χ f3,
£0 = (P2 + /M + F5) χ f3.
Der Wegespeicher MF, in dem ständig die jedes Bündel betreffenden Daten eingeschrieben sind, enthält
vier Zeilen Qi, Q 2, Li, L 2 und N' + ρ Spalten Fl bis
F15 (den /V'internen Bündeln zugeordnet) und Fa, Fb
und Fc (den ρ abgehenden Bündeln zugeordnet). Es ist ein Speicher mit Wortorganisation, bei dem jeweils eine
Zeile im Zeitintervall i2 gelesen und im Zeitintervall 14
durch Steuerung mittels eines der folgenden Signale wieder eingeschrieben wird:
SQi = Pi + POi (Auswahl der Zeile Qi)
SQ 2 = P2 + P3 + P02 (Auswahl der Zeile Q 2)
SLi = P4 + P03 χ A 4 (Auswahl der Zeile Li)
SL2 = P 5 + P03 χ A 5 (Auswahl der Zeile L 2).
In diesem Speicher sind die Zeilen Qi und Q 2 zur
Aufnahme der Codeworte für die Belegungsstufen Qa, Qb, Qc und Qx vorgesehen, die entsprechend der
Tabelle III aus zweistelligen Zahlen bestehen.
Zustand
Zeichen
Qi
Qi
Ql
| 1 | 1 |
| 1 | 0 |
| 0 | 1 |
| 0 | 0 |
Informationen Qi und Q 2 in die Register RA 1 und
RA 2 eingeschrieben werden. Wenn die Bedingung
Die Zeilen L 1 und L 2 sind für die Einspeicherung der
Information bezüglich einer ständigen Vorrangzuteilung bzw. der Information bezüglich einer Vorrangzuteilung
während der Hauptverkehrsstunde vorgesehen. Die Hauptverkehrsstunde wird durch die Anwesenheit
eines Zeichens Ta gekennzeichnet, das von dem Zeitgeber Ci/abgegeben wird (F i g. 5).
Im Speicher MFwerden folgende Vorgänge durchgeführt:
1. Abänderung der Belegungsstufeninformation während der Schrittzeichen POl und P02, und die
individuelle Information bezüglich einer Vorrangzuteilung während eines Schrittzeichens F 03;
2. Erstellung einer Belegungsliste, dieser Vorgang wird durch ein Zeichen Pi eingeleitet.
PO χ (A 1 +.AZ) χ A3
(Tabelle I, Zeile 15) erfüllt ist, dann gelangt man zum Schritt POi. Das den Torschaltungen in den Schaltungen
MFU und FCl zugeführte Zeichen FOl veranlaßt folgende Vorgänge:
1. Auswahl der Zeile Q i des Speichers MFdurch das
Zeichen SQ1,
2. Verhinderung der Übertragung der im Zeitintervall i2 in dieser Zeile gelesenen Information in das
Register RP,
3. Parallelübertragung des im Zeitintervall i3 gelesenen
Inhalts des Registers RA 1 (Schaltung RA, Fig.3 und 7) zum Register RP. Es wird daran
erinnert, daß dies neue Informationen Q i sind, die von den Schaltungen in F i g. 3 abgegeben werden,
4. Einschreiben dieser neuen Information während des Zeitintervalls f 4 in die durch das Zeichen SQ1
ausgewählte Zeile des Speichers.
2.2.1 Änderungen im Wegespeicher
Zuerst werden die Vorgänge der Informationsabänderung im Speicher JV/Fbeschrieben. Diese können nur
durchgeführt werden, wenn keine Wegesuchvorgänge durchgeführt werden, was durch die logische Bedingung:
In der nächsten Periode gelangt man zum Schritt F02 (P'02 = FOl, Tabelle I, Zeichen 16). Das entsprechende
Signal steuert die Auswahl der Zeile Q 2 des Speichers MF(Auswahlzeichen SQ 2), ihre Ablesung im Zeitintervall
f2, die Verhinderung der Übertragung ihrer Information in das Register RP, die Übertragung des
Inhalts des Registers RA 2 während des Zeitintervalls i3 zum Register RP, und im Zeitintervall i4 das
Einschreiben dieser neuen Information in die Zeile Q 2. Außerdem veranlaßt die logische Bedingung F02 χ f 5
die Rückstellung der Flip-Flop-Schaltung_A3 (Schaltung
RA) in ihre Stellung 0, die Bedingung A 3 bedeutet, daß die Abänderung vollständig ist.
Die Abänderung der Information bezüglich der Vorrangzuteilung L1 oder L 2 für ein bestimmtes
Bündel wird von Hand durch gleichzeitige Betätigung einer der Tasten der Gruppe BA und einer der Tasten
mit drei Stellungen aus der Gruppe ÄFdurchgeführt, die sich in der Schaltung FC2 (F i g. 7) befinden.
Die Tasten BA 4 und BA 5 der Gruppe BA ermöglichen die Auswahl der durchzuführenden Abänderungsart.
Bei Betätigung der Taste BA 4 wird die Spannung +V der Flip-Flop-Schaltung /4 4 zugeführt,
die dadurch in die Stellung 1 gelangt, was die Tatsache kennzeichnet, daß eine Information L 1 zu ändern ist. In
der'gleichen Weise bringt eine Betätigung der Taste BA 5 die Flip-Flop-Schaltung Λ 5 in die Stellung 1, das
die Tatsache kennzeichnet, daß eine Information L 2 zu ändern ist. Wenn die betätigte Taste freigegeben wird,
dann wird ein positiver Impuls über den Kondensator 11
zur Flip-Flop-Schaltung A 6 übertragen, die in die Stellung 0 zurückgebracht wird.
Das Erscheinen eines der Signale A 4 oder A 5 führt zum Schritt F03, wenn man sich im Schritt FO befindet,
wenn keine Wegesuche durchgeführt wird. [Bedingung:
FO χ (A 1 + A 2)
gekennzeichnet ist.
Bei der Betrachtung der Belegungsstufenüberwachung wurde bereits gezeigt, daß die Schaltung RA
(Fig.3 und 7) ein Zeichen A3 abgibt, wenn neue FO χ (A 1 + A 2) χ A 3 χ (A 4 + A 5),
Tabelle I, Zeile 17]. Im Zeitintervall i3 dieses Schrittes
erhalten die Tasten mit drei Stellungen der Gruppe BF eine Spannung + V. Jede dieser Tasten BFi bis BFiS,
BFa BFb und BFc ist einem Bündel zugeordnet und hat Zugang zu den Eingängen 0 und 1 der entsprechenden
Flip-Flop-Schaltung im Register RP.
Wenn die Vermittlungsperson also z. B. das Bündel F6 in die Bedingung L 1 bringen will, um es für die
Übertragung von Vorrangverbindungen zu reservieren, dann betätigt sie die Taste BA 4 (es erscheint ein
Zeichen A 4) und bringt die Taste BF6 in die neutrale Stellung.
Sobald die Suchschaltung frei ist, erscheint ein Zeichen P03 und bringt die entsprechende Flip-Flop-Schaltung
des Registers RP während des Zeitintervalls f 3 in die Stellung 0 zurück. Im Zeitintervall f 4 wird der
Inhalt dieses Registers in die ausgewählte Zeile übertragen, die Flip-Flop-Schaltungen A 4 und A 5
werden in die Stellung 0 zurückgeführt und die Flip-Flop-Schaltung A 6 wird in die Stellung 1 gebracht.
Das so erhaltene Zeichen A 6 bedeutet, daß die Abänderung durchgeführt wurde, man kann diesen
Zustand der Vermittlungsperson durch eine Lampe anzeigen, um ihr zu erkennen zu geben, daß die Tasten
losgelassen werden können. Wie oben bereits gezeigt, kehrt die Flip-Flop-Schaltung A 6 dann in die Stellung 0
zurück und das Licht erlöscht wieder.
Aus der Tabelle I ist zu entnehmen, daß ein Vorrangbefehl in Verbindung mit den durch die Zeichen
Ai, Al, A3, A4 und A5 bestimmten Vorgängen
abgegeben wird. Wenn die Zentralsteuerung CNPdurch
Abgabe eines Befehles A 1 oder A 1 eine Wegesuche anfordert, dann wird diese mit Vorrang ausgeführt, da
die Bedingung PO χ (A 1 + A 2) = P'l erfüllt ist, eine
Bedingung, in der das Vorhandensein eines Zeichens A3, A4 oder A 5 nicht berücksichtigt ist. In der gleichen
Weise werden die Zeichen A3 und (A4 + A5) in
Rangfolgen niederer Ordnung bearbeitet.
2.2.2 Erstellung der Belegungslisten
Aus dem Blockdiagramm nach F i g. 6 ist zu erkennen, daß die Schritte Pl bis P5 für die Erstellung der
Belegungslisten vorgesehen sind. Dann ist die Bedingung POl + P02 (gebildet durch die Schaltung FCl,
Fig. 7) erfüllt und eines der Zeichen £0 oder £1 (abgegeben von der Schaltung TS, F i g. 7) steht an. In
dem ausführlichen Schaltbild der Einrichtung MFU (Fig. 7) ist zu erkennen, daß das Zeichen POl + P02
die mehrfachen UND-Schaltungen öffnet, die die im Zeitintervall f2 aus dem Speicher MF ausgelesenen
Informationen in das Ausgangsregister RP übertragen, wobei die am Eingang dieses Registers befindliche
mehrfache ODER-Schaltung keine weiteren Zeichen empfängt, da nur die Vorgänge betrachtet werden, die
während der Schritte Pl bis P 5 stattfinden. Die Übertragung der an den Ausgängen 0 und 1 der
N' +p =18 Flip-Flop-Schaltungen dieses Registers RP erscheinenden Signale zu den entsprechenden
Eingängen des Registers ÄFwird durch Steuerung mit
einem der Signale £0 oder £1 durchgeführt, die im Zeitintervall i3 erscheinen. Zur Erinnerung wird hier
noch einmal die Bedingung für das Erscheinen dieser Signale genannt:
£0 = (Pl + P4 + P5) χ f3, £1 = (Pl + P3) χ f3.
Im Zeitintervall f 4 wird der Inhalt des Registers RP an die ausgewählte Adresse des Speichers MF
übertragen.
Die an den Ausgängen 1 der N' + ρ = 18 Flip-Flop-Schaltungen
des Registers RF erscheinende Information wird mit Fl, Fl... F15, Fa, Fb, Fcbezeichnet. Das
Erscheinen eines Zeichens F2 bedeutet z. B., daß das Bündel F2 für die Herstellung einer Verbindung benutzt
werden kann.
Bei der Übertragung der an den Ausgängen 1 oder 0 (Auswahl durch die Zeichen £0 und £ 1) erscheinenden
Information vom Register RP zum Register RF kann man eine Reihe von logischen Verknüpfungen mit Hilfe
der Variablen Qi, Ql, Li und L 2 durchführen.
| Tabelle IV | Wähler KG | Pi PO(A 1 + A 2) + |
P13 | " P2 PttxGl |
P3 Pt χ |
P4 G3P2 χ |
Gi | + Pl | χ G2 | P5 P4 χ |
i5 |
| Liste | Gi G2 G3 szeichen |
Qi
Qi Qi Ei |
Q2 £0 |
Q2
FA |
Ll Ll £0 |
L2 L2 £0 |
|||||
| S(Ti) 5(72) S 73) Übertragung; |
|||||||||||
Die Tabelle IV führt die verschiedenen Vorgänge bei der Erstellung von Belegungslisten auf. Die beiden
linken Spalten geben die drei Listen und die entsprechenden vom Wähler KG, F i g. 7, abgegebenen
Zeichen an.
Jede der weiteren Spalten ist einer Information zugeordnet, die mit den Schrittzeichen Pl bis P5 aus
dem Speicher MF abgelesen wird, die Entstehungsbedingungen für dieses Schrittzeichen sind unmittelbar
darunter angegeben. Schließlich zeigt die unterste Zeile für jeden dieser Schritte das Übertragungszeichen für
die Übertragung vom Register PJ>zum Register RF.
Die Bedingung PO (Ai + A 2), die die Tatsache
kennzeichnet, daß soeben eine Suchanforderung von der Zentralsteuerung CNP empfangen wurde, veranlaßt
den Übergang zum Schritt Pl (Tabelle I, Zeile 1). Der
Wähler KG wird im Zeitintervall f 1 in die Stellung GO
gebracht, und wird dann im Schritt Pl während des Zeitintervalls f 1 in die Stellung G i gebracht.
Im Zeitintervall ti des Schrittes Pl wird die Zeile
Q1 des Speichers gelesen, der Inhalt wird in das
Register RP eingeschrieben und dann im Zeitintervall i3 mittels des Zeichens £1 zum Register RF
übertragen. Eine Flip-Flop-Schaltung RFx dieses Registers gelangt dann in die Stellung 1, wenn das
Bündel Fx einen der Belegungszustände Qa oder Qb einnimmt.
In der nächsten Periode gelangt man zum Schritt P 2 (Bedingung Pl χ Gl), bei dem die Zeile Q2 gelesen
wird und ein Zeichen £0 erscheint. Daher verbleibt die Flip-Flop-Schaltung Fx nur dann in der Stellung 1, wenn
die Leitungsgruppe Fx den Belegungszustand Qa aufweist (dessen Codezeichen 11 ist, Tabelle III). In der
nächsten Periode gelangt man zum Schritt P4 (Bedingung Pl χ G 1), bei dem die Zeile L 1 gelesen
wird und ein Zeichen £0 abgelesen wird. Die Flip-Flop-Schaltung Fa- verbleibt nur in der Stellung 1,
wenn die Bedingung L 1 erfüllt ist. Schließlich gelangt
609 539/7
man in der nächsten Periode zum Schritt P 5 (Bedingung P 4 χ f5), bei dem die Zeile Ll gelesen wird und ein
Zeichen £Ό abgegeben wird. Wenn dieser Vorgang während der Hauptverkehrsstunde stattfindet (Zeichen
Ta), dann wird die ausjiem Speicher herausgelesene
Information L 2 oder L 2 normal zum Register RP übertragen. Dagegen wird die Übertragungstorschaltung
außerhalb der Hauptverkehrsstunden durch die Bedingung Ta χ P 5 geöffnet. Daher wird dann stets ein
Zeichen 1 in jede Flip-Flop-Schaltung des Registers RP eingeschrieben, welcher Informationswert auch immer
gelesen sein mag, da_in diesem Fall die Bedingung der Vorrangzuteilung L 2 (gekennzeichnet durch ein Zeichen
0) nicht beachtet werden muß.
Am Ende des Schrittes P5 ist die Flip-Flop-Schaltung Fx nur dann in der Stellung 1, wenn die Bedingung:
Ti = Qa χ Li χ L2
erfüllt ist und wenn die oben definierte Liste S(TX) im
Register ÄFerstellt wurde.
Bei der nächsten Periode gelangt man entweder bei einer internen Leitweglenkung zu einem Schritt P6
(Bedingung: P5 χ t/01, Tabelle I, Zeile 6) oder bei
einer externen Leitweglenkung zu einem Schritt P14
(Bedingung: P 5 χ LJQX, Tabelle I, Zeile 14). Diese Vorgänge wurden bereits bei der Beschreibung des
Blockschaltbildes nach F i g. 6 erwähnt.
Bei beiden Sucharten führt eine Leitweglenkung nach dem Typ Rh entweder zu einem Zeichen P12 (die
Verbindung kann hergestellt werden) oder zu einem Zeichen P13, mit der Bedeutung, daß die Belegungsliste
gewechselt werden muß. Dem Zeichen P13 folgt ein
Zeichen Pl (Tabelle I, Zeile 1), durch das im Zeitintervall fl der Wähler KG in die Stellung G 2
fortgeschaltet wird und im Zeitintervall 12 die Zeile Q1
des Speichers MF gelesen wird. Wenn sich die Flip-Flop-Schaltung Fxnach der Übertragung durch das
Signal Ei in der Stellung 1 befindet, dann bedeutet dies,
daß das Bündel den Zustand Qa oder Qb hat (vergl. Tabelle IH). Diese Information reicht zur Bestimmung
des Klammerausdruckes in der Funktion
T2 = (Qa+ Qb)x Li χ Ll,
so daß die Zeile Ql nicht gelesen wird. Durch die Bedingung Pi χ Gl gelangt man in der nächsten
Periode zum Schritt P 4 (vgl. Tabelle III, Seite 4), bei dem wiederum die Zeile L 1 gelesen wird. Dem Schritt
PA folgt ein Zeichen P5, durch das die Zeile L 2 gelesen
wird. Durch das Zeichen £0 werden diese beiden Informationen in das Register RF übertragen (vgl.
Tabelle IV), und ebenso, wie bei der Erstellung der Liste S(Ti) verbleibt die Flip-Flop-Schaltung Fx nur dann in
der Stellung 1, wenn jede der Variablen Qi, Li und L 2
den Wert 1 hat.
Die Ermittlung der nächsten Liste S (T3) beginnt bei einem neuen Zeichen P13, das nur bei der Bedingung
Ga = Gi + GIx K
(Schaltung BG, F i g. 3) erscheinen kann, dem dann die Schrittzeichen Pi und P 3 folgen, die mit den Zeichen
E1 die Ermittlung der Funktion
73 = Qx = Qa + Qb + Qc
ermöglichen.
2.3 Herstellung der internen Verbindungen
Im folgenden soll die Durchführung einer Leitweglenkung vom Typ Rh mit den Schrittzeichen P6 bis Pll
beschrieben werden. Wie an Hand des Schrittverteilers (F i g. 5) erkannt werden kann, gelangt man zum Schritt
P6 sowohl bei einer externen Leitweglenkung (Bedingung: P14 χ H)z\s auch bei einer internen Leitweglenkung
(Bedingung: P3 + P5) χ U01).
ίο Trotzdem soll zuerst eine Leitweglenkung des Typs Rh für eine interne Anforderung beschrieben werden, die dabei benutzten Schaltungen sind in F i g. 8 dargestellt. Es wird noch einmal daran erinnert, daß bei dieser Leitweglenkung der in F i g. 9 dargestellte Wähler KUsich in der Stellung i/01 befindet.
F i g. 8 zeigt folgende Schaltungen:
ίο Trotzdem soll zuerst eine Leitweglenkung des Typs Rh für eine interne Anforderung beschrieben werden, die dabei benutzten Schaltungen sind in F i g. 8 dargestellt. Es wird noch einmal daran erinnert, daß bei dieser Leitweglenkung der in F i g. 9 dargestellte Wähler KUsich in der Stellung i/01 befindet.
F i g. 8 zeigt folgende Schaltungen:
1. Die Speicherschaltung für die Speicherung der Kennzeichen der Vermittlungsstellen. In dieser
Schaltung werden die Kennzeichen CXg und CXm der'an einer internen Leitweglenkung beteiligten
rufenden und gerufenen Vermittlungsstelle gespeichert,
2. die Ermittlungsschaltung SX für Zwischenvermittlungsstellen,
die die Suche nach Vermittlungsstellen vom Typ κ und w durchführt,
3. die Schaltung für die Ermittlung freier Wege mit zwei Gruppen von logischen Schaltungen FP1 und
FP 2. Die Schaltung FP 2 gibt ein Zeichen R ab,
wenn ein freier Weg vom Typ Rh 1, Rh 2 oder Rh 3 gefunden wurde.
Wenn die Zentralsteuerung eine Anforderung nach einer Wegesuche für eine Verbindung zwischen zwei
Teilnehmern erhält, die an die Vermittlungsstellen Xg und Xm angeschlossen ist, dann überträgt sie zur
Suchschaltung einen Befehl A 1, die Kennzeichen CXg und CXm und im Falle einer Vorrangverbindung ein
Zeichen Ki. Die Bedingung Pa χ t5 veranlaßt die Einschreibung der Kennzeichen der Vermittlungsstellen
in die Register RXgund RXm der Schaltung TXund des
' Zeichens K1 in die Flip-Flop-Schaltung K, die sich in
der Schaltung SG (F i g. 7) befindet.
Das von der Schaltung VG in Fig.5 abgegebene Zeichen PA kennzeichnet die Zeiten PO ff 4 + i5) und
Pi(ti + t2) der Suchanforderung (Bedingung: Ai + Al).
Jedem dieser Register ist ein Decodierer DXg und DXm zugeordnet, dem das entsprechende Kennzeichen
des zugeordneten Registers zugeführt wird, wenn die dazwischengeschalteten mehrfachen UND-Schaltungen
geöffnet sind. Jeder dieser Decodierer besitzt Ausgänge, die den sechs Vermittlungsstellen ΛΊ bis X 6 des
Netzwerkes entsprechen, diese sind mit Xg i bis Xg6
bzw. mit Xm 1 bis Xm 6 bezeichnet.
Die Ermittlungsschaltung SX enthält zwei gleiche
Teile, die mit den Buchstaben V und W unterschieden werden. Die Schaltung mit dem Buchstaben V enthält
z. B. die sechsstelligen Zähler KV, KVO, den Decodierer DV mit sechs Ausgängen Vl bis V 6 und den
Decodierer DVO, der ein Zeichen D abgibt, wenn im Zähler KVO das Kennzeichen CVl gespeichert ist. Das
im Zähler KV gespeicherte Kennzeichen wird dem Decodierer DV zugeführt, wenn sie die verbindende
mehrfache UND-Schaltung geöffnet ist. Die Ausgänge Vl bis V6 dieses Decodierers sind bei der Leitweglenkung
den Vermittlungsstellen X i bis X 6 zugeordnet.
Diese Schaltung fragt durch die Fortschaltesignale
Diese Schaltung fragt durch die Fortschaltesignale
(P7 + P 9) x 11 nacheinander alle sechs Vermittlungsstellen
des Netzwerkes ab, wobei sie bei einer zufällig ausgewählten Vermittlungsstelle beginnt. Dem Zähler
KV werden nämlich nur Fortschaltesignale zugeführt, so daß er zu Beginn der Abfrage das Kennzeichen
irgend einer Vermittlungsstelle aufnehmen kann. Im Gegensatz dazu wird der im gleichen Rhythmus
fortgeschaltete Zähler /CVO zu Beginn einer Wegesuche zur Leitweglenkung (Bedingung: PO χ M) gelöscht
und sein Decodierer DVO ist so eingerichtet, daß er ein Zeichen D1 abgibt, wenn er das sechste Kennzeichen
empfängt (was bedeutet, daß alle Vermittlungsstellen des Netzwerkes abgefragt worden sind). Die Tabelle V
zeigt die mit den Schaltungen nach F i g. 8 durchgeführten logischen Verknüpfungen.
Der Decodierer DVgibt nur dann Zeichen ab, wenn
die Bedingungen der Zeilen 6 und 7 dieser Tabelle V erfüllt sind.
Die Abfrageschaltung DW gibt ein Zeichen D2 ab,
wenn alle Vermittlungsstellen vom Typ W abgefragt wurden, wobei die Fortschaltung entsprechend den
Bedingungen der Zeile 8 der Tabelle V (PiO χ il)
durchgeführt werden, und der Decodierer DW bei Erfüllung der in den Zeilen 9 und 10 dieser Tabelle
aufgeführten Bedingungen Zeichen abgibt. Die umfassendere Bedingung lautet (P 10 + PW) χ 12.
Zeile Vorgang
Bedingung
1 Einschreiben der von der Zentralsteuerung CjVP übertragenen Kennzeichen
CXg und CXm in die Register RXg und RXm t
2 Decodierung des Kennzeichens CXg
3 Decodierung des Kennzeichens CXm
4 Übertragung der Kennzeichen CXg und CXm zur Schaltung CNP, wenn
die Wegesuche abgeschlossen ist
5 Fortschaltezeichen für die Zähler KVund KVO
6 Decodierung des Kennzeichens CV bei einer Wegesuche vom Typ Rh 2
oder Rh3
7 Decodierung des Kennzeichens CV für die Prüfung des Vorhandenseins
eines freien Weges Xv/Xm (Schritt PS) oder Xw/Xm (Schritt PiO)
8 Fortschaltesignale für die Zähler KWund KWO
9 Wegesuche vom Typ Rh 3
10 Decodierung des Kennzeichens CW bei einer Wegesuche vom Typ Rh 3
für die Prüfung auf das Vorhandensein eines freien Weges Xw/Xm
11 Rückstellung der Flip-Flop-Schaltung R in die Stellung
PA χ ί5
(P6 + Pl + P9) χ f2
(P6 χ P8 + Pll) χ f2
P12 χ R
(P6 χ P8 + Pll) χ f2
P12 χ R
(P7 + P9) χ ti
(P7 + P9) χ f2
(PS + PiO) χ f2
PlO xil
PlO χ Γ2
(PlO + Pll) χ ί2
PlO χ Γ2
(PlO + Pll) χ ί2
(PS + PlO + Pll) χ ti
Die Schaltung FP (F i g. 8) für die Ermittlung eines
freien Weges enthält 2 Gruppen logischer Schaltungen FPl, FP2.
Die Schaltung FPl enthält sechs ODER-Schaltungen
mit 4 Eingängen. Jede dieser ODER-Schaltungen ist einer Vermittlungsstelle Xi bis X 6 des Netzwerkes
zugeordnet und gibt im geöffneten Zustand ein Zeichen ab, für das das gleiche Bezugszeichen verwendet wurde.
Es gilt daher:
Xi = Xgi + XmI + Vi + Wi.
Dieses Zeichen bedeutet, daß zumindest einer der Decodierer DXg, DXm, DV oder DW ein Zeichen
abgibt, das die Vermittlungsstelle Xi bezeichnet. Aus
Fig.8 und Tabelle V (Zeilen 2, 3, 6, 7 und 10) ist zu
erkennen, daß nur zwei dieser Decodierer gleichzeitig geöffnet sein können.
Die Schaltung FP2 enthält N' = 15 UND-Schaltungen, deren Ausgänge mit den Eingängen 1 der
Flip-Flop-Schaltung R über eine ODER-Schaltung verbunden sind. Diese UND-Schaltungen stellen die
Beziehungen zwischen einem Bündel Fx und den Vermittlungsstellen her, die es miteinander verbindet,
wobei festgelegt ist, daß die Leitungsgruppe Fl die Vermittlungsstellen Xi und X 2, die Leitungsgruppe
F2, die Vermittlungsstellen Xi und X3 usw. ... und
schließlich die Leitungsgruppe F15 die Vermittlungsstellen
X5 und X6 miteinander verbindet. Hierzu besitzt jede UND-Schaltung zunächst zwei Eingänge,
die mit zwei verschiedenen Ausgängen der Schaltung FP1 in der Weise verbunden sind, daß es den
N' =
B(H-I)
verschiedenen Möglichkeiten entspricht, die den N' internen Bündeln des Netzwerkes entsprechen. Jede
UND-Schaltung besitzt außerdem einen dritten Eingang Fl, F2 ... F15, der mit dem entsprechenden
Ausgang gleichen Bezugszeichens des Registers RF (Fig.7) verbunden ist Es gilt daher folgende Beziehung:
«.
/?'= Fl χ Xi χ X2 + ■■■ + F15 χ X5 χ λ"6.
Es erscheint daher ein Zeichen R', wenn zwei der Decodierer der Schaltungen SX bzw TX (F i g. 8) an
ihren Ausgängen ein Zeichen abgeben, wenn z. B. die Vermittlungsstellen X1 und X2 miteinander verbunden
werden sollen und wenn das Bündel Fl in der Belegungsliste im Register RF als benutzbar gekennzeichnet
ist.
Wenn das Netzwerk nicht vollständig vermascht ist, dann werden einige der UND-Schaltungen nie geöffnet.
Dies ist natürlich kein Nachteil, sondern es ist vorzuziehen, alle UND-Schaltungen einzubauen, um
nicht bei nachträglicher Schaltung von Bündeln gezwungen zu sein, diese Schaltung abzuändern.
Vor der Beschreibung des Ablaufes der Wegesuche
sollen einige logische Verknüpfungen erläutert werden, die häufiger auftreten:
!.Verknüpfungen
Gu= Gl + G2 χ Kund Gb= G2 χ K + G3
(Schaltung BG, F i g. 7).
Die Bedingung Ga bedeutet, daß noch eine weitere Belegungsliste erstellt werden kann, im Fall G1 die
Liste 5 (T2) und im Fall G 2 die Liste 5(T3).
Die Bedingung Gb bedeutet, daß alle zur Verfügung stehenden Listen erstellt worden sind.
2. Verknüpfungen
Die Bedingung Gb bedeutet, daß alle zur Verfügung stehenden Listen erstellt worden sind.
2. Verknüpfungen
5 1 = R χ D 1 und 52 = R χ D 1 χ D2.
Die Bedingung 51 bedeutet, daß eine vollständige
Abfrage aller Vermittlungsstellen vom Typ ν durchgeführt wurde, ohne eine Verbindung zu
finden, die benutzt werden könnte.
Die Bedingung 52 bedeutet, daß alle möglichen Kombinationen von Vermittlungsstellen vom Typ ν und w abgefragt wurden, ohne eine benutzbare Verbindung zu finden.
Daher bedeutet für eine interne Leitweglenkung:
Die Bedingung 52 bedeutet, daß alle möglichen Kombinationen von Vermittlungsstellen vom Typ ν und w abgefragt wurden, ohne eine benutzbare Verbindung zu finden.
Daher bedeutet für eine interne Leitweglenkung:
1. Die Bedingung (Sl + 52) χ Ga, daß die Liste
5 (T) gewechselt werden muß,
2. die Bedingung (51 + 52) χ Gb, daß kein freier
Weg gefunden wurde und der Ruf verlorengeht.
Wie bereits gezeigt, wird eine Belegungsliste am Ende eines der Schritte P 3 oder P 5 erstellt, so daß im Fall
einer internen Leitweglenkung folgendes gilt:
P'6 = (P3 + PS) χ t/01,
dieses Zeichen führt zu Beginn der nächsten Periode zum Schritt P6. Die Schrittzeichen P6 bis Pll steuern
die Wegesuche zur Leitweglenkung an Hand einer bestimmten Belegungsliste, diese Wegesuche wird in
der folgenden Weise durchgeführt:
1. Schritt P 6:
Leitweglenkung vom Typ Rh 1 (direkter Weg zwischen den Vermittlungsstellen A^und Xm),
2. Schritte P7 und P8:
Leitweglenkung vom Typ Rh 2 (Weg über eine Zwischenvermittlungsstelle),
3. Schritte P9, PlO, Pll:
Leitweglenkung vom Typ Rh 3 (Weg über zwei Zwischenvermittlungsstellen).
Alle logischen Verknüpfungen, die zusammen die Wirkung dieser verschiedenen Schritte ergeben, sind in
den Tabellen II, VI und VII im einzelnen aufgeführt und in der Tabelle I zusammengefaßt. In dieser Tabelle I
enthalten diese Verknüpfungen eine zusätzliche Variable UOl, die die Tatsache kennzeichnet, daß eine
interne Verbindung hergestellt werden soll. Diese Variable wurde in den Tabellen VI und VII weggelassen,
um die Schreibweise zu vereinfachen.
Die ersten Wegesuchen werden mit Hilfe der Liste S(Tl) durchgeführt. Wenn dabei kein freier Weg
gefunden wird, werden die gleichen Vorgänge an Hand der Liste S (T2) und dann gegebenenfalls an Hand der
Liste 5 (T3) durchgeführt.
2.3.1 Leitweglenkung vom Typ Rh 1
Aus der Tabelle V, Zeile 2 und 3, ist zu entnehmen, daß während des Schrittes P6 nur die Decodierer DXg und
DXm (F i g. 8) ein Zeichen abgeben können. Die Schaltung FPl gibt dann an den Ausgängen Zeichen ab.
die den Vermittlungsstellen Xg und Xm entsprechen. Wenn ein direkter Weg Xg/Xm in Form des Bündels Fx
vorhanden ist, und wenn dieses Bündel benutzbar ist.
ίο dann öffnet die Bedingung Fx χ Xg χ Xm die entsprechende
UND-Schaltung in der Schaltung FP2, und es wird ein Zeichen R abgegeben. Es gilt daher die
Beziehung (Tabelle !,Zeile 12a):
P6 χ R = P'12a.
Wenn dagegen die Bedingung R erfüllt ist, weil entweder kein Bündel Fx vorhanden ist oder weil dieses
Bündel nicht benutzbar ist, so gilt (Tabelle I, Zeile 7):
P6 χ R= P1T.
2.3.2 Leitweglenkung vom Typ Rh 2
In der nächsten Periode wird mit den Schrittzeichen P7 und P8 eine Leitweglenkung vom Typ Rh2
durchgeführt:
1. Schritt P 7:
Suche nach einem freien Weg Xg/Xv,
2. Schritt P8:
2. Schritt P8:
Prüfung des Vorhandenseins eines freien Weges Xv/Xm.
35
35
Aus der Tabelle V, Zeilen 2, 5 und 6 ist folgendes zu entnehmen: Der Decodierer DXgempfängt Zeichen im
Schritt P7, der Decodierer DVempfängt Zeichen in den Schritten P7 und P8, der Decodierer DXm empfängt
Zeichen im Schritt P 8 und die Zähler KV und KvO werden im Schritt P7 um eine Stelle weitergeschaltet.
Bei dieser Suche werden die bereits definierten Zeichen R oder Rund die Zeichen D1 oder D1 benutzt,
das Zeichen Dt bedeutet, daß noch nicht alle Vermittlungsstellen Xi, X2... X6 bei der Suche nach
einer Vermittlungsstelle Xv abgefragt wurden. Die Tabelle II gibt die verschiedenen Verknüpfungen an, die
beim Schritt P 7 auftreten können, wenn vorausgesetzt wird, 51 = R χ Dt. Es gilt folgendes:
5°
5°
Zeile 1:
Man gelangt zum nächsten Schritt P 8, wenn die folgende Bedingung erfüllt ist:
R= Fx χ Xgx AV(Schaltung FP2, F i g. 8);
Zeile 2:
R= Fx χ Xgx AV(Schaltung FP2, F i g. 8);
Zeile 2:
man bleibt beim_Schritt PT, wenn gleichzeitig die
Zeichen R und D1 anstehen, so daß die Abfrage
der Vermittlungsstellen fortgesetzt wird;
Zeile 3:
Zeile 3:
man gelangt zum Schritt P13, wenn die Bedingung 51 χ Ga erfüllt ist, was die Tatsache kennzeichnet,
daß alle Vermittlungsstellen abgefragt wurden, ohne eine Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle
Xg und irgend einer anderen Vermittlungsstelle des Netzwerkes herstellen zu können, daß es
aber noch möglich ist, eine andere Belegungsliste zu benutzen. Man gelangt dann zu Beginn der
nächsten Periode zum Schritt P1.
32
Zeile 4:
man gelangt zum Schritt P Mb, wenn die Bedingung 5t χ Gb erfüllt ist, was die Tatsache
kennzeichnet, daß auch bei Benutzung der letzten Belegungsliste kein Weg gefunden wurde.
Wenn man zum Schritt F8 gelangt ist, dann geben die Decodierer DKv und DXm an ihren Ausgängen Xv
bzw. Xm Zeichen ab, die Tabelle VI führt die verschiedenen Möglichkeiten auf:
Zeile 1:
Man gelangt zum Schritt PMa, wenn die Verbindung Xv/Xm vorhanden und benutzbar ist.
Zeilen 2 und 3:
wenn eine solche Verbindung nicht vorhanden oder nicht benutzbar ist, so gelangt man zum Schritt P 7
oder F9, je nachdem, ob die Bedingung R χ Dl oder die Bedingung Sl = AxDl erfüllt ist.
Platz in der Tabelle I Bedingung
Fort- Zeile
schalte-
zeiten
b) Zeilen 6 und 14:
nicht alle der Vermittlungsstellen vom Typ W wurden für eine Verbindung vom Typ Xv/Xw
abgefragt, und die Abfrage dieser Vermittlungsstellen wird mit dem Schrittzeichen FlO wieder
aufgenommen;
c) Zeilen 7 und 11:
nicht alle Vermittlungsstellen vom Typ V wurden abgefragt, und die Abfrage dieser Vermittlungsstellen
wird mit dem Schritt F9 wieder aufgenommen;
d) Zeilen 8 und 12:
die Bedingung (Si + 52) χ Ga besagt, daß kein
Weg gefunden wurde, daß aber die Suche an Hand einer Liste S(T) mit höherer Rangnummer wieder
aufgenommen werden kann. Man gelangt dann zum Schritt P13;
e) Zeilen 9 und 13:
Die Bedingung (Si + 52) χ Gb besagt, daß alle
Listen 5 (T) ohne Ergebnis abgefragt wurden, und man gelangt zum Schritt PMb (verlorener Ruf).
Zeile 12a, Spalte B P8 χ R P'Ma 1
Zeile 7, Spalte B P8x Rx Di P'7 2
Zeile 9, Spalte B F8 χ Sl F'9 3
Zeile 9, Spalte B F8 χ Sl F'9 3
2.3.3 Leitweglenkung vom Typ Rh 3
Im letzteren Falle wird eine Leitweglenkung vom Typ Rh 3 mit folgenden Schritten durchgeführt:
1. Schritt F9:
Suche nach einem freien Weg Xg/Xv,
2. Schritt P10:
Suche nach einem freien Weg Xv/Xw,
3. Schritt FIl:
Prüfung des Vorhandenseins eines freien Weges Xw/Xm.
In den Schaltungen SX und TX (Fig.8) laufen
folgende Vorgänge ab:
a) Zuführung von Zeichen zum Decodierer DXg im Schritt F9 und zum Decodierer DXm im Schritt F11 (Tabelle V, Zeilen 2 und 3);
a) Zuführung von Zeichen zum Decodierer DXg im Schritt F9 und zum Decodierer DXm im Schritt F11 (Tabelle V, Zeilen 2 und 3);
b) Fortschaltung des Zählers KV im Schritt F9 und des Zählers K Wim Schritt F10 (Tabelle V, Zeilen 5
und 8);
c) Zuführung von Zeichen zum Decodierer DVm den Schritten F9 und FlO und zum Decodierer DWm
den Schritten F10, F11 (Tabelle V, Zeilen 7 und 10).
Die Tabelle VII zeigt die verschiedenen möglichen Fälle.
Der Schritt F9 ähnelt dem Schritt F7, der einzige
Unterschied besteht darin, daß die Bedingungen der Zeilen 1 und 2 zu den Schritten FlO bzw. F9
weiterführen.
In den Schritten F10 und FIl können die auch in der
Tabelle VII aufgeführten unterschiedlichen Fälle auftreten:
a) Zeilen 5 und 10:
Es tritt ein Zeichen R auf, das den normalen Übergang zum nächsten Schritt steuert;
Platz in der Tabelle I
Bedingung
Fort- Zeile
schalte-
zeichen
Zeile 10, Spalte B Zeile 2,
Spalte A Zeile 13,
Spalte B
Zeile 12b,
Spalte B
Zeile 11, Spalte B Zeile 10,
Spalte A Zeile 9, Spalte B Zeile 13,
Spalte B
Zeile 12b, Spalte B
Zeile 12a, Spalte B
Zeile 9, Spalte B Zeile 13, Spalte B
Zeile 126,
Spalte B
F9 χ R F'10
F9 χ R χ Di P'9
F9 χ 51 χ Ga F'13
F9 χ Sl χ Gb P' YIb
FlO χ R P'ii
FlO
χ Rx
D2
F'10
FlO
χ Rx
Di
χ
D2
P'9
FlO χ 52 χ Ga F'13
FlO χ 52 χ Gb
P'Mb
FIl χ R P'Ma
FIl χ Rx DA χ D2 P'9
FIl χ S2 χ Ga F'13
FIl χ 52 χ Gb P'Mb
FIl χ R χ D2
(Sl = Ax Dl)
(52 = R χ Di χ D2)
P'
14
2.4 Herstellung der abgehenden Verbindungen zu einer Vermittlungsstelle, die einer anderen Zentralsteuerung
angehört.
Wie bereits bei der Betrachtung der Wegesuchvorgänge für eine abgehende Verbindung angedeutet
wurde, sucht man zunächst an Hand der Listen S(Ti) und dann gegebenenfalls der weiteren Listen, um eine
609 539/7
Verbindung Xg/.../Xs/.../Ym herzustellen; wobei Xg, Xs bzw. Ym die Ursprungsvermittlungsstelle, eine
Abgangsvermittlungsstelle des Netzwerkes X und eine Eingangsvermittlungsstelle des Netzwerkes Y sind. Ein
zur Zentralsteuerung CNP des Netzwerkes gehörender Umwerter gibt für jede Vermittlungsstelle des Netzwerkes
Yz. B. die Kennzeichen von z. B. drei Ausgangsvermittlungsstellen an, die direkt mit diesem Netzwerk
verbunden sind, und die es gestatten, eine Verbindung Xs/.../Ym über Wege vom Typ RvX, RvI und Rv3
herzustellen, wobei der Weg Rv 1 der kürzeste Weg Xs/.../Ym ist, der Weg Rv2 der nächstlängere Weg
Xs/... /Ym, usw. Die Ablesung eines Kennzeichens CXs einer Abgangsvermittlunsstelle erfolgt mit dem
Schrittzeichen P14.
Zur Vereinfachung der Beschreibung soll angenommen werden, daß das gesamte Fernsprechsystem nur
zwei Netzwerke X und Ύ besitzt, das die Abgangsvermittlungsstellen
des Netzwerkes X und die Bezugszeichen X1, X3, X5 haben, und daß sie mit dem Netzwerk
Yüber die abgehenden Bündel Fa, Found Fcverbunden
sind. Es wird daran erinnert, daß diese Bündel in der gleichen Weise behandelt werden wie interne Bündel,
wenn es um die Messung und' Codierung der Belegungsstufen (in F i g. 3 dargestellte und in Kapitel 1
beschriebene Schaltungen) oder um die Erstellung der Belegungslisten (in F i g. 7 dargestellte und in Kapitel 2.2
beschriebene Schaltungen) geht.
Die für die Herstellung abgehender Verbindungen benutzte Schaltung ist in F i g. 9 dargestellt, sie enthält
folgende Teile:
1. Das Register RXm, in dem das von der Zentralsteuerung CNP erhaltene Kennzeichen
CYm eingeschrieben ist, und sein Decodierer DYm, der im Schritt P14 ein Zeichen abgibt;
2. den Wähler KU mit fünf Stellungen i/01, t/02, i/l,
t/2 und i/3, wobei die drei letzten Stellungen die Tatsache kennzeichnen, daß eine Leitweglenkung
vom Typ RvX, Rv2 bzw. Rv3 durchzuführen ist. Bei Erfüllung der Bedingung
Ua = PA χ A2 χ t5 + Pi4 χ ti
erhält dieser Wähler ein Fortschaltezeichen. Andererseits wird er in die Stellung UO zurückgebracht,
wenn die Bedingung PO χ il + U'3
erfüllt ist, das Zeichen i/'3 entspricht einem
verzögerten Zeichen P1 χ i/3;
3. den aus einem Halbdauerspeicher bestehenden Umwerter MYmit sechs Gruppen von ZeilenMY 1
bis MY6, die den sechs Vermittlungsstellen Yi bis
Y% des Netzwerkes Y zugeordnet sind. Jede Zeilengruppe hat drei Zeilen mit dem Kennzeichen
der Abgangsvermittlungsstellen des Netzwerkes X, die Wege vom Typ RvX, Rv2 bzw. Rv3 bilden.
Jedes gelesene Kennzeichen wird bei der Bedingung P14 χ ί 2 in das Register RXm nach F i g. 8
übertragen. Die Auswahl einer Zeile im Umwerter MY erfolgt in der Schaltung SY durch Kombination
des vom Decodierer DYm abgegebenen Zeichens Ym mit den vom Wähler KU abgegebenen
Wegezeichen i/l, i/2 oder i/3. Wenn also die
Zeichen Ym und i/2 anstehen, dann wird der Inhalt der zweiten Zeile der Zeilengruppe MYm in das
Register RXm übertragen;
4. die Flip-Flop-Schaltung //und ihre Steuerschaltungen,
die folgende Verknüpfung durchführen:
H = (XmI χ Fa + Xm3 χ Fb + Xm5 χ Fc) χ i/01 χ ί3
H = (P14+fO)xtl.
Die Bedingung H bedeutet, daß, wenn z. B. der Decodierer DXm ein Zeichen an seinem Ausgang Xm 1
abgibt, das abgehende Bündel Fa benutzbar ist, das zur Vermittlungsstelle Xi gehört.
Wenn die Zentralsteuerung CNP eine Suchanforderung für die Herstellung einer Verbindung zwischen
Teilnehmern der Vermittlungsstellen Xgxmd Ym erhält,
so überträgt sie zur Suchschaltung einen Befehl A 2, die Kennzeichen CXg und CYm dieser Vermittlungsstellen
und gegebenenfalls ein Zeichen Ki, das bedeutet, daß
die Verbindung Vorrang hat.
Die Bedingung PO χ A 2 χ ί5 veranlaßt folgende
Vorgänge:
1. Einschreiben des Kennzeichens CYm in das Register RYm(F ig. 9);
2. Einschreiben des Kennzeichens CXg in das Register RXg (F i g. 8) und des Zeichens KWn die
Flip-Flop-Schaltung K, die sich in der Schaltung 5G(Fig. 7)befindet;
3. Abgabe eines Fortschaltezeichens Ua an den Wähler KU(F i g. 9), der dadurch von der Stellung
£/01 zur Stellung i/02 gelangt. Ab dem Zeitintervall
Pi χ i2 ist daher die Bedingung t/01 erfüllt,
dies kennzeichnet eine externe Leitweglenkung. Es wird noch einmal daran erinnert, daß das Zeichen
PA (Schaltung VC, F i g. 5) bei der Aufnahme einer neuen Leitweglenkung erscheint.
Wie bereits oben angegeben, folgt diesen Vorgängen die Erstellung der Belegungsliste S(Ti), (Bedingung
P'i = PO χ Λ 2 χ f4, Tabelle I, Zeile 1). Am Ende
dieses Vorganges ist die Bedingung P' 14 = P5 χ t/01 erfüllt und man gelangt zu Beginn der nächsten Periode
zum Schritt P14. Wie man aus der Tabelle I, Zeile 14,
erkennen kenn, gelangt man auch über andere Bedingungen zum Schritt P14. Dieser Schritt ist für die
Suche eines brapchbaren abgehenden Bündels vorgesehen. Wenn ein solches Bündel vorhanden ist, dann folgt
diesem Schritt eine Leitweglenkung vom Typ Rhi, Rh 2
oder Rh 3 zwischen der Ursprungsvermittlungsstelle und der Abgangsvermittlungsstelle, die an dieses Bündel
angeschlossen ist.
Die Betrachtung der Wegesuche für eine abgehende Verbindung läßt sich also in zwei Teile A und B
aufspalten:
A. Suche eines brauchbaren abgehenden Bündels
Wenn die Liste S(Ti) erstellt ist und man zum Schritt
P14 gelangt, dann gelangt der Wähler KU(F i g. 9) von
der Stellung t/02 zur Stellung t/01 (Bedingung P14 χ il), und während des Zeitintervalls i2 erhält
man aus dem Speicher MY den Inhalt der ersten Zeile der Gruppe MKm (eine der Gruppem MYi bis MY6),
dieser stellt das Kennzeichen der Abgangsvermittlungsstelle dar, die im Weg Rv 1 enthalten ist. Dieses
Kennzeichen wird in das Register RXm übertragen, und im Zeitintervall i3 erscheint am Ausgang XmI des
Decodierers DXm ein Zeichen, wenn man annimmt, daß diese abgehende Vermittlungsstelle die Vermittlungsstelle
X i ist. Die Flip-Flop-Schaltung //wird dann in die
Stellung 1 gebracht, wenn das abgehende Bündel Fa, das an diese Vermittlungsstelle angeschlossen ist, gemäß
der Belegungsliste S(Ti) benutzbar ist.
Die Tabelle VIII zeigt im einzelnen die verschiedenen
Fälle, die auftreten können:
Platz in der
Tabelle I
Tabelle I
Bedingung
Fort- Zeile
schalte-
zeichen
Zeile 6,
Spalte B
Zeile 14,
Spalte A
Zeile 13,
Spalte B
Zeile 12b,
Spalte B
Zeile 14,
Spalte A
Zeile 13,
Spalte B
Zeile 12b,
P14 χ H
P'6 P'U
PH χ Hx
(Ui + t/2)
P14 χ Hx t/3 χ Ga P'\3 3
P14 χ Hx t/3 χ Ga P'\3 3
P14 χ Hx i/3 χ Gb P'i2b 4
c) alle möglichen Abgangsvermittlungsstellen wurden an Hand der letzten möglichen Belegungsliste
geprüft (Zeilen 3, 6 und 9). Man gelangt dann zum Schritt F" 126, und der Ruf ist verloren.
Platz
in der
Spalte B
der
Tabelle I
in der
Spalte B
der
Tabelle I
Bedingung
Fortschalte
zeichen
zeichen
Zeile
Zeile 1:
Das abgehende Bündel Fa ist benutzbar, man gelangt zum Schritt P 6, der eine Leitweglenkung
vom Typ Rh 1, Rh 2, Rh 3 einleitet, um einen freien
Weg zwischen Vermittlungsstellen Xg und Xs zu finden. Für diesen Vorgang sind die als Eingangsdaten
benutzten Kennzeichen in den Registern RXg und RXm eingeschrieben.
Zeile 2:
Das abgehende Bündel Fa, das an eine der Vermittlungsstellen im Weg vom Typ Rv ί oder
Rv 2 angeschlossen ist, ist nicht benutzbar. Es wird dann eine Schleife zum Schritt P14 gebildet, um
einen Weg vom Typ Rv2 oder Rv3 zu prüfen.
Zeilen 3 und 4:
Das zu einem Weg vom Typ Rv 3 gehörende Bündel Fa ist nicht benutzbar. Dann hat man
nämlich wie im Fall der Leitweglenkung vom Typ Rh 3 zwei weitere Möglichkeiten.
1. Bedingung Ga ist erfüllt: man gelangt zum Schritt P13, um die nächste Belegungsliste S(T2) oder
5 (T3) zu erstellen.
2. Bedingung Gh ist erfüllt: alle zur Verfügung stehenden Belegungslisten wurden erfolglos abgefragt.
Man erhält dann ein Zeichen P'\2b.
B. Suche nach einem freien Weg Xg/Xs
Wie soeben gezeigt wurde, leitet die Bedingung P14 χ //(Tabelle VIII, Zeile 1) eine Leitweglenkung
vom Typ Rh ein. Diese wird so durchgeführt, wie es in den Tabellen II, VI und VII gezeigt wurde, wenn nicht
eine der Bedingungen
Sl = Ax DoderS2 = R χ Di χ D2
erfüllt ist.
Die Tabelle IX führt ausführlich alle möglichen Fälle
auf, die auftreten können, wenn eine dieser Bedingungen Sl oder S 2 erfüllt ist, diese Bedingungen kennzeichnen
die Blockierung einer Leitweglenkung vom Typ Rh. Diese Fälle können folgendermaßen eingeteilt werden:
a) Es wurden nicht alle möglichen Abgangsvermittlungsstellen geprüft (Zeilen 2,5 und 8): man gelangt
zum Schritt P14, um eine neue Abgangsvermittlungsstelle
zu prüfen,
b) alle möglichen Abgangsvermittlungsstellen wurden geprüft, aber die Suche kann mit einer Liste S(T)
mit nächsthöherem Index wieder aufgenommen werden (Zeilen 1, 4 und 7). Man gelangt dann zum
Schritt P13 und dann zum Schritt P1,
Zeile 13 (P7 + P9) χ Sl χ ΡΊ3 1
Ga χ t/3
„ Zeile 14 (P7 + P9) χ Sl χ Gb χ ΡΊ4 2
„ Zeile 14 (P7 + P9) χ Sl χ Gb χ ΡΊ4 2
(t/l + t/2)
Zeile 12b (P7 + P9) χ Sl χ ΡΊ26 3
Zeile 12b (P7 + P9) χ Sl χ ΡΊ26 3
Gb χ t/3
Zeile 13 PlO χ 52 χ Ga χ ί/3 Ρ' 13 4
Zeile 14 PIp χ S2 χ Gb χ ΡΊ4 5
Zeile 14 PIp χ S2 χ Gb χ ΡΊ4 5
(t/l + t/2)
Zeile 12b PlO χ S2 χ Gb χ t/3 P'126 6
Zeile 13 Pll χ 52 χ Ga χ ί/3 ΡΊ3 7
Zeile 14 Pll χ S2 χ Gb χ ΡΊ4 8
Zeile 13 Pll χ 52 χ Ga χ ί/3 ΡΊ3 7
Zeile 14 Pll χ S2 χ Gb χ ΡΊ4 8
(t/l + t/2)
Zeile 12b Pll χ S2 χ Gb χ U3 ΡΊ26 9
25 Datenübertragung zwischen
der Zentralsteuerung und den Wegesuchschaltungen
der Zentralsteuerung und den Wegesuchschaltungen
Zur Vervollständigung der Beschreibung der Wegesuchschaltungen wird der Austausch der Daten
zwischen der Zentralsteuerung und diesen Suchschaltungen im einzelnen beschrieben:
2.5.1 Empfang von Daten
von der Zentralsteuerung QVP
von der Zentralsteuerung QVP
Die Suchschaltungen empfangen folgende Daten von der Zentralsteuerung:
1. Eine Suchanforderung in Form eines Zeichens A 1 oder A 2. Diese Anforderung wird von der
Schaltung RU empfangen, sobald man sich im Schritt PO befindet (Tabelle I, Zeile 0), und die
Bedingung PA χ f5 veranlaßt die Übertragung
der Rufkennzeichendaten in die entsprechenden Register und Flip-Flop-Schaltungen der F i g. 7, 8
und 9. Diese Daten bestehen bei einer internen Leitweglenkung aus den Kennzeichen CXg, CXm,
bei einer externen Leitweglenkung aus den Kennzeichen CXg, CYm und im Fall einer
Vorrangverbindung aus dem Zeichen K1. Bei der
Bedingung PA χ t2 überträgt die Suchschaltung der Zentralsteuerung CNP das Zeichen A 0
(Fig.8), das bedeutet, daß dieser Ruf behandelt wird (das Zeichen PA wird von der Schaltung VC,
F i g. 5, abgegeben und steht ab dem Zeitintervall PO χ i4 bis einschließlich zum Zeitintervall
Pl χ f2an).
2. Eine Abänderung der Zeichen Qi und Q 2 der
Belegungsstufenkennzeichen, gekennzeichnet durch den Empfang.des von der Schaltung RA
(F i g. 3 und 7) gelieferten Zeichens A 3. Dieser Vorgang wird von der Schaltung RA durchgeführt,
sobald die Bedingung der Zeile 15, Tabelle I, erfüllt ist:
POl = PO χ (A i + A 2) χ A3.
Das Ende des Vorganges wird durch die Bedingung P02 χ ί5 (Fig.7, Schaltung BG)
angezeigt, wodurch man zur Bedingung A 3 gelangt.
2.5.2 Übertragung der Daten
zur Zentralsteuerung CNP
zur Zentralsteuerung CNP
Wie bei der Beschreibung der Zeitsteuerschaltung (F i g. 6) angegeben, bedeutet ein Zeichen P1YIa, daß ein
freier Weg gefunden wurde und ein Zeichen P'Mb bedeutet, daß die Verbindung blockiert ist und zum
Verlust gegeben wird. Diese beiden Zeichen werden zu einem Zeichen P12 zusammengefaßt und man erhält:
1. die Bedingung P12 χ R bedeutet, daß die Verbindung
hergestellt werden muß, _
2. die Bedingung P12 χ (R χ H) bedeutet, daß der
Ruf verloren ist.
Es genügt also vollständig, der Zentralsteuerung QVF
. die Stellung der Flip-Flop-Schaltungen R und H zu übertragen, um sie über die Art des Ausganges der
Wegesuche bei der Leitweglenkung vollständig zu informieren. Diesen Zeichen werden nur noch die
Kennzeichen CXg, CXm, CYm, CXv, CXw und die Stellung der Flip-Flop-Schaltung K hinzugefügt. Eines
oder mehrere der drei letzten Kennzeichen können fehlen, je nachdem, welch ein Wegetyp Rh gefunden
ίο wurde und je nachdem, welch ein Wegesuchtyp zur
Leitweglenkung durchgeführt wurde (intern oder extern).
Die Übertragung dieser Daten zur Zentralsteuerung CNP erfolgt auf ein Zeichen A 7 hin, das von dieser
Zentralsteuerung CWP ausgesandt wird und bedeutet, daß die Zentralsteuerung zum Empfang der Daten
bereit ist Dieses Zeichen steuert gleichzeitig die Fortschaltung zum Schritt PO (Tabelle !,Zeile 0).
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für eine belastungsabhängige Wegesuche in einem beliebig vermaschten
Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetz mit mehreren zentralgesteuerten überörtlichen
Vermittlungsstellen an die jeweils mehrere davon gesteuerte Vermittlungsstellen angeschlossen sind,
bei welchem Fernsprechvermittlungsnetz für jedes zwei Vermittlungsstellen verbindende Leitungsbündel
die Zahl der momentan belegten Leitungen registriert wird und bei denen gegebenenfalls eine
Reservierung für Vorrangverbindungen berücksichtigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in
einer Zentralsteuerung in einem Speicher eine der Zahl der momentan belegten Leitungen zugeordnete
Belegungsstufe (Qa, Qb, Qc, Qx) registriert ist, daß bereits vor jeglicher Wegesuche Belegungslisten
(S(Ti), S(T2), S(T3)) aufgestellt werden, die jeweils alle Bündel mit einer Belegung bis zu einer
bestimmten Belegungsstufe (Qa, Qa+ Qb, Qa+ Qb+ Qc) enthalten, daß bei einer internen
Wegesuche (Weg innerhalb eines vermaschten, zentralgesteuerten Netzwerks) eine Suchschaltung
(F i g. 8) die Wegemöglichkeiten nacheinander an Hand der verschiedenen Belegungslisten, beginnend
bei der Belegungsliste [S(Ti)] mit den am wenigsten belegten Bündeln, prüft, daß bei jeder internen
Wegesuche an Hand einer Belegungsliste die Wegemöglichkeiten jeweils gestaffelt nach der
Anzahl (0, 1, 2) der erhaltenen Zwischenvermittlungsstellen (Xy, Xw) geprüft werden, daß bei einer
externen Wegesuche (Weg von einem vermaschten Netzwerk zu einem entfernten, anderen vermaschten
Netzwerk) die Suchschaltung (F i g. 9) zusammen mit einem Umwerter (MY) jeweils an Hand einer
Belegungsliste zuerst eine Abgangsvermittlungsstelle (Xs) mit benutzbarem Bündel zum Zielvermittlungsnetzwerk
(Y), dann einen internen Weg von der Ursprungsvermittlungsstelle (Xg) zur Abgangsvermittlungsstelle
(Xs) sucht und bei fehlendem Erfolg dann an Hand einer weiteren Belegungsliste den
gesamten Vorgang wiederholt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher für die Zahl der
momentan belegten Leitungen und die zugeordnete Belegungsstufe bei jeder Veränderung im Netzwerk
automatisch auf Grund der in den Ein- und Ausgangsregistern der Wegesuchschaltung gespeicherten
Daten auf den neuesten Stand gebracht wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Suchschaltung bei einer
externen Wegesuche von einem Umwerter mehrere Abgangsvermittlungsstellen (Xs) genannt bekommt,
und daß eine Belegungsliste erst gewechselt wird, wenn sie für alle genannten Abgangsvermittlungsstellen
(Xs) abgefragt wurde.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfung gleichrangiger
Möglichkeiten jeweils parallel durch eine entsprechende Vielzahl von Koinzidenzschaltungen erfolgt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reservierung für Vorrangverbindungen
und die damit verbundene Aufführung in der letzten Belegungsliste [S(T3)] nur zeitweilig,
z. B. während der Hauptverkehrsstunde, erfolgt.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für eine belastungsabhängige Leitweglenkung in einem
beliebig vermaschten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsnetz
mit mehreren zentralgesteuerten überörtlichen Vermittlungsstellen, an die jeweils
mehrere davon gesteuerte Vermittlungsstellen angeschlossen sind, bei welchem Fernsprechvermittlungsnetz für jedes zwei Vermittlungsstellen verbindende
Leitungsbündel die Zahl der momentan belegten Leitungen registriert wird und bei denen gegebenenfalls
eine Reservierung für Vorrangverbindungen berücksichtigt wird.
Die Entwicklung der Vermittlungsstellen geht dahin, die Herstellung und Überwachung von Verbindungen
zwischen einem rufenden und einem gerufenen Teilnehmer mit einer Zentralsteuerung durchzuführen,
die nur elementare Vorgänge mit einer entsprechend hohen Geschwindigkeit durchzuführen vermag.
Eine solche Vermittlungsstelle ist z. B. in den folgenden Literaturstellen beschrieben:
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR70951 | 1966-07-26 |
Publications (2)
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ID=8614175
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |