DE1542892B2 - Unkrautbekämpfungsmittel auf Basis von Indanylketonen - Google Patents
Unkrautbekämpfungsmittel auf Basis von IndanylketonenInfo
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Description
Es sind bereits Unkrautbekämpfungsmittel auf Basis bestimmter Arylketone bekannt, deren Wirkung
jedoch nicht immer befriedigt.
Demgegenüber betrifft die Erfindung Unkrautbekämpfungsmittel auf Basis von Indanylketonen der
Formel (I) und die Verwendung dieser Wirkstoffe als Herbicide, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet
sind.
Der Erfindungsgegenstand betrifft hinsichtlich des Sachschutzes nur wäßrige Formulierungen, hinsichtlieh
des Verwendungsschutzes jedoch sowohl die Verwendung in reiner Form als auch sämtlicher beliebiger
Formulierungen.
Die britische Patentschrift 796 129 beschreibt zwar Lösungen von unter die Formel I fallenden
Verbindungen in organischen Lösungsmitteln, jedoch nicht die neuen erfindungsgemäßen Mittel, welche in
wäßriger Lösung, wäßriger Emulsion oder wäßriger Suspension vorliegen. Auch enthält die britische
Patentschrift 796 129 keine Angaben über die herbizide Aktivität, die die Verbindungen der allgemeinen
Formel (I) und die erfindungsgemäßen Mittel kennzeichnet, es ist lediglich die Verwendung der Verbindungen
als Duftstoffe beschrieben.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zeichnen sich gegenüber dem aus der USA.-Patentschrift
2 676 879 bekannten Herbizid «-Naphthylmethylketon und dem aus der britischen Patent-
. schrift 715 186 bekannten 3-(n-Propyl)-phenyl-phenylketon durch eine überlegene herbizide Wirksam- '■
keit aus, die aus dem im Anschluß an Beispiel 54 enthaltenen Vergleichsbeispiel hervorgeht. Sie stellen
deshalb eine wertvolle Bereicherung des Standes der Technik dar.
Die Indanderivate der Formel (I) wirken als Vorauflaufherbizide sowohl gegen einkeimblättrige als
auch gegen zweikeim blättrige Pflanzenarten. Es hat sich ferner herausgestellt, daß die Indanderivate der
... Formel (I) auch zur Unkrautvertilgung bei Wasserpflanzen verwendet werden können, und zwar sowohl
zur Bekämpfung von Unkräutern, die submers wachsen als auch gegen aus dem Wasser ragende Pflanzen.
Unter dem Begriff »Vorauflaufherbizid« versteht man Unkrautbekämpfungsmittel, die in an sich bekannter
Weise vor dem Auflauf der zu kontrollierenden Unkrautspezies zur Anwendung gelangen. Man
kann die Behandlung direkt nach dem Säen oder an dem bereits keimenden Saatgut vornehmen, jedoch
mit Vorteil zu einem Zeitpunkt, wo die unerwünschten zu kontrollierenden Pflanzen nicht aufgelaufen
sind. (
Die Indanderivate der Formel (I) können in an sich bekannter Weise mit Trägersubstanzen, wie sie
für die Herstellung von herbiziden Mitteln üblich sind, vermischt und in dieser Form verwendet werden.
Zum Beispiel erhält man Zubereitungen, die zum Zerstäuben geeignet sind, indem man die Wirksubstanz
mit Materialien wie Talk oder Tonerde vermischt. Durch Zugabe von Dispersions- oder Suspensionsmitteln
erhält man benetzbare Pulverformulie-
rungen.
Die Indanderivate der Formel (I) können auch in Form von Sprühlösungen zur Anwendung gelangen,
welche durch Lösen der Verbindungen in geeigneten Lösungsmitteln, wie Wasser, Xylol, methyliertes Naphthalin,
Petroleum oder andere für ähnliche Zwecke geeignete Lösungsmittel, hergestellt werden. Die Wahl
der Lösungsmittel ist selbstverständlich von der Löslichkeit der jeweils zu verwendenden Wirksubstanz
abhängig. Im allgemeinen sind die Indanderivate der Formel (1) verhältnismäßig wenig löslich in Wasser,
so daß die Verwendung von zur Herstellung von landwirtschaftlichen Präparaten gebräuchlichen organischen
Lösungsmitteln bevorzugt ist.
Die Verbindungen der Formel (I) können auch unter Zugabe von Netz- oder Emulgiermitteln in
Wasser emulgiert oder suspendiert werden. Die erhaltenen Emulsionen oder Suspensionen können direkt
an den zu schützenden Stellen versprüht werden und so das unerwünschte Wachstum von Unkräutern
verhindern. Soweit bisher festgestellt werden konnte, wird unabhängig davon, ob der Wirkstoff in Form
einer wäßrigen Emulsion oder als organische Lösung zur Anwendung gelangt, ungefähr dieselbe Wirkung
erreicht.
Die Menge und Konzentration des pro Flächeneinheit zur Behandlung verwendeten herbiziden Mittels
richtet sich nach den besonderen jeweiligen Umständen, z. B. nach der Bodenbeschaffenheit, der Art
und des Entwicklungsstadiums der zu behandelnden Unkrautpflanzen usw. Zweckmäßig stellt man konzentrierte
Zubereitungen her, die eine Wirkstoffkonzentration von ungefähr 5 bis ungefähr 60% besitzen
und die vor ihrer Verwendung auf die gewünschte Konzentration verdünnt werden können. Zur direkten
Verwendung geeignet sind z. B. Zubereitungen, welche den aktiven Wirkstoff in einer Konzentration
von ungefähr 0,1 bis ungefähr 10% enthalten.
Als besonders interessante Vertreter mit hoher herbizider Wirksamkeit können folgende Verbindungen
genannt werden:
1,1 -Dimethy 1-4,6-diisopropyl-
indanyl-(5)-äthylketon,
1,1 -Dimethyl-^o-diisoprc pyl-
1,1 -Dimethyl-^o-diisoprc pyl-
indanyl-(7)-äthylketon,
l,l,6-Trimethyl-4-äthylindanyl-(5)-methylketon,
1,1,2,4,6- Pentamethy lindanyl-(5)-methy lketon,
1,1,4,6-Tetramethylindanyl-(5)-äthylketon,
l,l-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(5)-iso-
1,1,2,4,6- Pentamethy lindanyl-(5)-methy lketon,
1,1,4,6-Tetramethylindanyl-(5)-äthylketon,
l,l-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(5)-iso-
propylketon und
6-Isopropyl-1,1,4-trimethylindanyl-(5)-äthy 1-
6-Isopropyl-1,1,4-trimethylindanyl-(5)-äthy 1-
keton.
Die Indankohlenwasserstoffe der Formel I, welche im aromatischen Rest einen Acylrest tragen, können
in an sich bekannter Weise hergestellt werden. Beispielsweise können zur Herstellung der zugrunde
liegenden Kohlenwasserstoffe die nachstehend angegebenen Methoden verwendet werden:
1. Di- und Trialkylierung von Indanen. Die direkte Polyalkylierung von Indanen kann in an sich bekannter
Weise durchgeführt werden, z. B. unter Verwendung von Friedel-Crafts-Katalysatoren oder von
protonischen sauren Alkylierungskatalysatoren wie z. B. H2F2, H3PO3 oder H2SO4.
2. Reduktion von 1-Indanonen. 1-Indanone der
Formel
IO
R1
worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat und R3 Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen
bedeutet, wobei mindestens einer der Reste R3 Wasserstoff ist, können z. B. durch folgende
Reduktionsmethoden in nicht acylierte Verbindungen der Formel I übergeführt werden:
a) Reduktion mit Zink und Salzsäure
(C 1 e m m e η s e n),
(C 1 e m m e η s e n),
b) Reduktion mit Hydrazin in Anwesenheit von einer Base (W ο 1 ff— K i s h η e r),
c) katalytische Hydrierung.
Die 1-Iridanöne können zi B. gemäß dem kombinierten
Acylierungs-Alkylierungsverfahren von Hart und Tebbe, J. Am. Chem. Soc, 72, 3286 (1950),
hergestellt werden. Ausgehend von p-Xylol erhält man z. B. 4,7-Dimethyl-l-indanon, 2,4,7-Trimethyl-1-indanon,
3,4,7-Trimethyl-l-indanon usw.
3. Cyclodehydratisierungsmethode: Durch Dehydratisierung unter Ringschluß können den Verbindungen
der Formel I entsprechende Kohlenwasserstoffe wie folgt gewonnen werden:
R3
35
R3
R3
R1 R1 R1 R1 OH
worin R1 und R3 die oben angegebene Bedeutung
haben.
Diese Methode gestattet eine weitgehende Variation aller möglichen Substituenten. Beispielsweise können
1,1,2-Trimethylindan, 1,1-Dimethylindan, 1,1,3-Trimethylindan
und 1,1,3,3-Tetramethylindan nach den Angaben von R. O. Rοb 1 iη, Jr., D. Davidson
und M. T. Bogert in J. Am. Chem. Soc, 57, 152
(1935), hergestellt werden.
65
4. Cycloaddierung von Olefinen an Styrole: Eine allgemeine Methode zur Herstellung von polyalkylierten
Indanen durch Anlagerung von Olefinen an Styrole in Anwesenheit von Schwefelsäure wird in
USA.-Patent 2 851501 beschrieben.
Durch geeignete Substitution der eingesetzten Styrole und Olefine können verschiedene nicht acylierte
Verbindungen der Formel I hergestellt werden, z.B.
a,2,4-Trimethylstyrol
CH3 CH3
+ C = CH
CH3
2-Methyl-2-buten
H, S O4
CH3COOH
CH
CH3
«-Methyl-2,4-diisopropylstyrol
CH3
+ C = CH2
CH3
Isobutylen (2-Methyl-1-propen)
H,SO,
CH3COOH
| CH3 | CH3 | . \ / CH |
CH3 -X-/ |
H |
| H | ||||
| Γ | λ', | |||
| /\ | ||||
| ,CH3 | ||||
| / ■ | ||||
CH,
5. Cycloaddierung von Olefinen an substituierte ρ-Cymylcarboniumionen:. Als Beispiele für diese
Methode zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen entsprechend Verbindungen der Formel I können
angeführt werden: . . .-..;..
CH,
CH2
2,4-Diäthylcumylcarboniumion
H7SO,
CH3 CH3
CH3
2,4-Dimethylcumylcarboniumion
CH2 CH2-CH3.
+ C-CH2
■/.
CH3
2-Methyl-2-penten
CH3
2,4-Dimethylcumylcarboniumion
CH3 CH2 CH3
+ C = CH
/
CH3
CH3
2-Methyl-2-penten
CH7 CH1
CH, CH1
6. Hydrierung von substituierten Indenen: Ausgehend von ungesättigten Verbindungen können Indanderivate
wie folgt hergestellt werden:
R1 H
Kat. Hydr.
und R3 die oben angegebene Bedeutung haben.
7. Cycloaddierung von 1,3-Butadienen an aromatische Kohlenwasserstoffe: Eine einstufige Methode
worin R3 die oben angegebene Bedeutung hat und R Wasserstoff oder Methyl bedeutet.
Die erhaltenen Indan-Kohlenwasserstoffe können
anschließend in an sich bekannter Weise acyliert werden, z. B. unter Verwendung von bekannten Acylierungsmitteln
wie Säurechloriden oder Säureanhydriden in Gegenwart einer Lewis-Säure. Als Lewis-Säure
ist Aluminiumchlorid bevorzugt.
Zwecks Herstellung von Formylderivaten (Aldehyden) verwendet man zweckmäßig eine Mischung
aus wasserfreier Chlorwasserstoffsäure und Kohlenmonoxydgas, woraus in situ das unbeständige Formylchlorid
gebildet wird und welches zur Herstellung der gewünschten Derivate geeignet ist (Gattermann-Koch-Reaktion).
Nach einer anderen Alternative zur Herstellung der Formylverbindungen werden die Indan-Kohlenwasserstoffe chloromethyliert
und die Chloromethylgruppe anschließend in an sich bekannter Weise in die Formylgruppe umgewandelt.
.
Die herbizide Aktivität der Verbindungen der Formel (I) kann an Hand der folgenden Testversuche
zur Herstellung von polyalkylierten Indanen wird in USA.-Patent 3 152 192 sowie in dem französischen
Patent 1 377 388 beschrieben und verläuft nach folgendem Schema
+ CH2 = C — C = CH2
■ · R CH3
CH3 CH3
H2SO4
H H
nachgewiesen werden. Im Treibhaus werden mindestens zwei Vertreter der nachstehend angeführten
Unkrautarten gesät: Avena fatua, Bromus secalinus, Setaria faberii, Echinochloa crusgalli, Digitaria
ischaemum, Cyperus esculentus, Sorghum halepense, Rumex crispus, Barbarea vulgaris, Stellaria media,
Amaranthus retroflexus, Abutilon theophrasti und Chenopodium album. Unmittelbar nach dem Säen
wird die Erdoberfläche mit einer wäßrigen Lösung oder Suspension der Wirkstoffe bespritzt. Pro Hektar
der zu behandelnden Fläche gelangen ungefähr 18 kg Wirkstoff zur Anwendung. Die wäßrigen Lösungen
oder Suspensionen werden dadurch hergestellt, daß man Lösungen der Wirkstoffe in Aceton und/oder
Alkohol unter Rühren in Wasser gibt. 3 Wochen nach der Sprühbehandlung wird die herbizide Aktivität
der Wirkstoffe im Vergleich zu unbehandelten Kontrollgebieten festgestellt. In der nachstehenden
Tabelle sind die entsprechenden Resultate wiedergegeben, wobei die durchschnittliche Aktivität in
bezug auf zwei oder mehr Unkrautarten angegeben wird.
409 529/395
ίο
| Verbindung | Heramuna | |
| Bei | des | |
| spiel | Unkraut | |
| Nr. | wachstums | |
3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11· 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18-19,
2& 21. 22. 23. 24. 25, 26. 27. 28.
| Blindkontrolle | 0 |
| 1,1,4,7-Tetramethyl- | 95 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,4,6-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,2,4,6-Pen tamethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,4,6,7-Pen tamethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1 -Dimethyl-V-diäthyl- | 100 |
| indanyl-(6)-methylketon | |
| 1,1 -Dimethyl-^oJ-triäthyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,2,4-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,4-Trimethyl-7-isopropyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,4-Dimethyl-1-äthyl-7-iso- | 100 |
| propylindanyl-(6)-methylketon | |
| 1,1 ,4-Trimethyl-o-isopropyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,4,5-Tetramethyl-7risopropyl- | 100 |
| indanyl-(6)-methylketon | |
| 1,1 ^-Trimethyl-o-isopropyl- | 100 |
| indanyl-(4)-methylketon | |
| 1,1,4,6-Tetramethyl-7-isopropyl- | 95 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1 ^^-Tetramethyl-o-isopropyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1 -Dimethy l-4-äthyI-7-iso- | 100 |
| propylindanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1 -Dimethyl^o-diisopropyl- | 100 |
| indanyl-(5)-met.hylketon | |
| !,l-Dimethyl-^oJ-triisopropyl- | I0O |
| indanyl-(5)-methylketon | |
| 1,1,4,6-Tetramethyl-. : | 100 |
| indanyl-(5)-äthylketoH | |
| l,l,4,7-:Tetramethyl-T | 100 |
| indanyl-(6>-äthylketon | |
| l,l,6^Trimethyt- | 45 |
| indanyi-(5)-methylketon | |
| 1,1 -Dimethy 1-4,6-diisopropyl- | 100 |
| indanyl-(5)-äthylketon | |
| 1,1,4,7-TetramethyI-: | 95 |
| indanyl-(6)-n-pxopylketon | |
| 1,1,4,6-Tetramethyl· | 100 |
| indanyl-(5)-i-propylketoü | |
| 1,1,4,7-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-i-propylketon | |
| 1,1,4,7-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(6)-i-propylketon | |
| l,l-Dimethyl-4,6-diisopropyl- | 100 |
| indanyl-(5)-i-propylketon | |
| 1,1,4,6-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-n-propylketon |
| Verbindung | Hemmung | |
| Bei | des | |
| spiel | Unkraut | |
| Nr. | 1,1 -Dimethyl^o-diisopropyl- | wachstums |
| indanyl-(5)-n-propylketon | in % | |
| 29. | 1,1,4,7-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(6)-methylketon | ||
| 30. | 1,4-Dimethyl-1 -äthyl-7-iso- | 95 |
| propylindanyl-(5)-methylketon | ||
| 31. | 1,1,4,7-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-äthylketon | ||
| 32. | 1,1,5,6-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(4)-methylketon | ||
| 33. | 1,1,5,6-Tetramethyl- | 95 ... |
| indanyl-(4)-äthylketon | ||
| 34. | 1,1,5,6-Tetramethyl- | 100 |
| indanyl-(4)-n-propylketon | ||
| 35. | 1,1,5,6-Tetramethyl- | 95 |
| indanyl-(4)-isopropylketon | ||
| 36. | 1,1,2,5,6- Pentamethyl- | 95 |
| indanyl-(4)-methylketon | ||
| 37. | 1,1 -Dimethy 1-6-isopropy 1- | 100 |
| indanyl-(4)-methylketon | ||
| 38. | 1,1 -Dimethy 1-6-isopropy 1- | 95 |
| indanyl-(4)-äthylketon | ||
| 39. | 1,1-Dimethyl-6-isopropyl- | 100 |
| indanyl-(4)-n-propylketon | ||
| 40. | 1,1-Dimethyl-6-isopropyl- | 90 |
| indanyl-^4)-isopropylketon | ||
| 41. | 1,1,4,6,7-Pentamethyl- | 100 |
| indanyl-(5)-äthylketon | ||
| 42. | 1,1,4,6,7. Pen tamethy 1- | 100 |
| indanyl-(5)-n-propylketon | ||
| 43. | 1,1,4,6,7-Pen tamethyl^ | 100 |
| indanyl-(5)-isopropylketon | ||
| 44. | 1,1 -Dimethy i-4-äthyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | ||
| 45. | !,!,o-TrimethyM-äthyl- | 100 |
| indanyl-(5)-methylketon | ||
| 46. | l,lrDimethyl-4,6-diisopropyl- | 100 |
| indanyl-(7)-äthylketon | ||
| 47. | ,100 | |
Wie die nachstehenden Resultate zeigen, können die Wirkstoffe auf Grund ihrer hohen Wirksamkeit
auch in verhältnismäßig niedrigen Konzentrationen zur Anwendung gelangen.
B e i s ρ i e 1 48
Frisch mit Digitaria ischaemum, Lolium perenne, Echinochloa crusgalli, Sorghum halepense, Panicum
capillare, Bromus secalinus, Avena fatua und Setaria faberii besäter Boden wird mit einer wäßrig-äthanolischen
Lösung von 1,1-Dimethy 1-4,6-diisopropylindanyl-(5)-methylketon
uesprüht. Pro Hektar des behandelten Bodens werden ungefähr 3 kg des Wirk-
stoffes verwendet. Ungefähr 2l/2 Wochen nach der
Besprühung wird festgestellt, daß das Unkrautwachstum gegenüber einer unbehandelten Fläche um 90
bis 100% gehemmt wird.
Frisch mit Avena fatua, Digitaria ischaemum, Echinochloa crusgalli, und Setaria faberii besäte
Erde wird mit einer Lösung von l,l-Dimethyl-4-äthyl-7-isopropylindanyl-(5)-methylketon
(gelöst in methyliertem Naphthalin/Alkohol) besprüht. Pro Hektar des behandelten Bodens werden ungefähr 4 kg des
Wirkstoffes verwendet. 3 Wochen nach der Sprühbehandlung wird festgestellt, daß das Unkrautwachstum
gegenüber einer unbehandelten Fläche um 90 bis 100% gehemmt wird. :
Mit Avena fatua, Digitaria ischaemum, Setaria faberii, Echinochloa crusgalli und Bromus secalinus
besäte Erde wird mit einer wäßrig-öligen Emulsion von 1,1- Dimethyl - 4,6 - diisopropy lindany 1 - (5) - äthy 1-keton
besprüht. Pro Hektar des behandelten Bodens werden ungefähr 4 kg des Wirkstoffes verwendet.
Zur Zeit der Besprühung wachsen noch keine Pflanzen auf dem behandelten Boden. Ungefähr 3 Wochen
nach der Sprühbehandlung wird festgestellt, daß das Urikrautwachstum gegenüber einer unbehandelten
Fläche um 95 bis 100% gehemmt wird.
Die nachstehenden Beispiele erläutern, daß die erfindungsgemäßen Herbizide auch zur Unkrautbekämpfung
im Wasser herangezogen werden können.
B e i s ρ i e 1 53
Wasser, in welchem Salvinia rotundifolia wachsen, wird mit verschiedenen Wirkstoffen behandelt. Pro
Million Teile des zu behandelnden Wassers werden ίο jeweils 10 Teile des Wirkstoffes zugegeben. Die folgenden
Wirkstoffe gelangen zur Anwendung:
1,1,4,7-Tetramethyl-6-isopropyl-
indanyl-(5)-methylketon,
!,l
!,l
Erde wird mit Reissamen und Samen von Echinochloa crusgalli bepflanzt und unmittelbar danach mit
einer wäßrigen Suspension von l,l-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(5)-äthylketon
besprüht. Pro Hektar der behandelten Fläche gelangen ungefähr 3 kg des
Wirkstoffes zur Anwendung. Ungefähr 12 Wochen nach der Sprühbehandlung wird festgestellt, daß das
Unkrautwachstum um ungefähr 95% gehemmt wird, ohne daß eine Verminderung der Reisernte festgestellt
werden kann.
Mit Reis bepflanzter Boden wird mit Echinochloa crusgalli besät und anschließend mit einer wäßrigen
Emulsion von 1,1-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(5)-äthylketoa
besprüht. Pro Hektar der behandelten Fläche werden ungefähr 2 kg des Wirkstoffes
verwendet Zur Zeit der Behandlung sind die Reispflanzen durchschnittlich 20 cm hoch und viele von
ihnen besitzen Schößlinge, die etwa 7 bis; 10 cm Tang
sind. 7 Wochen nach der Behandlung mit dem herbizid wirksamen Mittel wird festgestellt, daß das Unkrautwachstum
100%ig gehemmt wird, ohne daß schädliche Auswirkungen auf die Reisernte festgestellt
werden können.
Die vorstehenden Beispiele zeigen, daß die erfindungsgemäßen
Herbizide bereits in niedrigen Konzentrationen eine weitgehende Hemmung des Unkrautwachstums
bewirken. Um eine vollständige Hemmung zu erwirken, ist es oft zweckmäßig, die Wirkstoffe
in etwas höheren Konzentrationen anzuwenden, z. B. ungefähr 20 bis 40 kg Wirkstoff pro Hektar zu
behandelnder Fläche.
indanyl-(6)-methylketon,
1,1,4,6,7- Pentam ethy lindany l-(5)-methylketon,
1,1-Dimethyl-6-isopropylindanyl-(4)-methyl-
1,1,4,6,7- Pentam ethy lindany l-(5)-methylketon,
1,1-Dimethyl-6-isopropylindanyl-(4)-methyl-
keton,
1,1,5,6-Tetramethy lindany l-(4)-äthylketpn,
1,1,4,6-Tetramethy lindany l-(5)-äthylketon,
1,1,4,7-Tetramethy lindany l-(5)-äthylketon.
1,1,4,6-Tetramethy lindany l-(5)-äthylketon,
1,1,4,7-Tetramethy lindany l-(5)-äthylketon.
Bei allen Versuchen kann ungefähr 3 Wochen nach
der Behandlung festgestellt werden; daß das Unkrautwachstum zu 90 bis 100% gehemmt wird.
Bei s pi el 54
10 Teile von 1,1,6 - Trimethyl - 4 - äthylindanyt-(5)-methylketon
werden zu einer Million Teile Wasser gegeben, in welchem submers Elodea canadensis
wächst. Ungefähr 3 Wochen nach der Zugabe des Wirkstoffes wird festgestellt, daß das Unkrautwachstum
zu 90% gehemmt wird.
Vergleichsbeispiel
Die vorbekannten Herbizide
Die vorbekannten Herbizide
a-Naphthyl-methylketon (Verbindung A)
(USA.-Patentschrift 2 676 879),
3-(n-Propyl)-phenyl-pbenylketon (Verbindung B) (britische Patentschrift 715 186)
(USA.-Patentschrift 2 676 879),
3-(n-Propyl)-phenyl-pbenylketon (Verbindung B) (britische Patentschrift 715 186)
wurden in bezug auf herbizide Wirkung mit der Verbindung
1,1,6 - Trimethylindanyl - (5) - methyl - keton (Verbindung C) verglichen (vgl. Tabelle I, Beispiel 21).
Versuchsanordnung
Erde wird mit jeweils den folgenden Unkrautarten
besät:
Sorghum halepense,
Phaseolus vulgaris,
Bromus secalinus.
Phaseolus vulgaris,
Bromus secalinus.
Unmittelbar nach dem Säen wird die Erdoberfläche mit einer wässerigen Lösung oder Suspension
der Wirkstoffe bespritzt. Pro Hektar der zu behandelnden Fläche gelangen drei verschiedene Wirkstoffmengen
zur Anwendung:
18, 9 und 4V2 kg. 12 Tage nach der Sprühbehandlung
wird die herbizide Aktivität der Wirkstoffe im Vergleich zu unbehandelten Kontrollgebieten festgestellt.
Ergebnis
14
Unkrautspezies
Verbindung A Hemmung des Unkrautwachstums in %
Verbindung B
Verbindung B
4'/2 kg/ har
9 kg/ har kg/
har
har
V2 kg/
har
har
kg/
har
har
kg/
har
har
Verbindung C
4'/2 kg/
har
har
9 kg/
har
har
18 kg/ har
Sorghum halepense.
Phaseolus vulgaris .
Bromus secalinus ..
Phaseolus vulgaris .
Bromus secalinus ..
10 0 0
10 0 0
10
10
20
10
20
30
10
30
10
30
9Or-"
10
60
60
;·■
; 20
20
-30
30
50
30
50
•70
Im folgenden sind einige Eigenschaften von einigen in den vorhergehenden Beispielen als Wirkstoffe eingesetzten
Verbindungen angegeben:
Verbindung
Analyse
(berechnete Werte in Klammern) C H
1,1,4,6,7-Pentamethylindanyl-(5)-methylketon.
4,6-Diisopropyl-l,l-dimethyl-(5)/oder : .
(7)/-methylketon ..,.
4,6-Diisopropyl-1,1 -dimethylindanyl-(5)-äthylketon
....
4,6-Diisopropyl-1,1-dimethyl-
indanyl-(7)-äthylketon ,
M-Dimethyl-l-äthyl^-isopropylindanyl-(5)-methylketon
■4,6-Dimethylindanyl-(5)-methylketon.
4,5,7-Trimethylindanylr(6)-methylketon S-Formyl-ö-isopropyl-lJ^-trimethylindan
64—65
74—75
116—118
92—94
62—64
(aus CH3OH)
(aus CH3OH)
78,5—80,1
137—139/2 Torr
106/2 Torr
106/2 Torr
1,5336
1,5459
1,5459
83,44
(83,43
(83,43
83,41
84,35
(83,86
(83,86
■ 83,41
(82,93
(82,93
83,69
(83,12
(83,12
82,98
(83,43
(83,43
9,27 9,63)
Ίθ,°4
.10,36)
11,10 Γ0,56)
8,79 8,57)
9,16 8,97)
9,66 . 9,63)
Claims (11)
- Patentansprüche:!.Unkrautbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Verbindung der allgemeinen Formel Iin der die Reste R1 ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und R2 ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Alkanoylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei mindestens einer der Reste R1 ein Wasserstoffatom und einer der Reste R2 einen Alkanoylrest darstellt, in wäßriger Lösung, wäßriger Emulsion oder wäßriger Suspension enthalten.
- 2. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(5)-äthylketon.
- 3. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(7)-äthylketon.
- 4. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an l,l,2,4,6-Pentamethylindanyl-(5)-methylketon.
- 5. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1,4,6-Tetramethylindanyl-(5)-äthylketon.
- 6. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1-Dimethyl-4,6-diisopropylindanyl-(5)-isopropylketon.
- 7. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 6-Isopropy 1-1,1,4-trimethylindanyl-(5)-äthylketon.
- 8. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1-Dimethyl - 4 - äthyl - 7 - isopropylindanyl - (5) - methylketon.
- 9. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1-Dimethyl-4,6-dnsopropylindanyl-(5)-methylketon.
- 10. Unkrautbekämpfungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 1,1,4,6,7- Pentamethylindanyl-(5)-äthylketon.
- 11. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) zur Unkrautbekämpfung.
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