DE1553276B2 - Dichtungsanordnung in einer Zahnradpumpe - Google Patents
Dichtungsanordnung in einer ZahnradpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung hinter einer durch Förderdruckbeaufschlagung im
Hochdruckbereich dichtend gegen die Seitenflächen der Zahnräder einer Außeneingriffszahnradpumpe gedrückten,
etwa brillenförmigen Verschleiß- und Dichtplatte mit einer im Spaltraum zwischen dieser
Dichtplatte und der benachbarten inneren Gehäusestirnwand eingelegten Formdichtung, die aus einem
radial außerhalb der Zahnräder als Gehäusedichtung wirkenden Umfangsteil, zwei vorhandene Wellenlager
für Zahnräder jeweils zum größeren Teil umgebenden kreisbogenförmigen Innenrandteilen und dazwischenliegenden
Stegteilen besteht und in dem dem Hochdruckbereich an den Zahnrädern entsprechenden
Bereich hinter der Dichtplatte ein mit der Druckseite in Verbindung stehendes Druckfeld abgrenzt, wobei im
Niederdruckbereich ein entsprechend flacher Stützkörper die Formdichtung hinter der Dichtplatte gegen
Verschieben abstützt. i
Mit Zahnradpumpen, die mit einer solchen Dichtungsanordnung (siehe die FR-PS 13 73 373) ausgestattet
sind, wurden hervorragende Ergebnisse in bezug auf mit Zahnradpumpen erreichbare Druckwerte erzielt.
Während ältere Zahnradpumpen, die mit festen seitlichem Spiel gebaut und mit einfachen Dichtungsringen
oder ähnlichem abgedichtet waren, auf Druckbereiche von etwa 20 bis 50 kg/cm2 beschränkt waren, liefern
moderne Zahnradpumpen mit einer beweglichen durch den förderseitigen Druck der Pumpe belasteten
Dichtungsplatte Druck von etwa 175 bis 210 kg/cm2 und können diese Drücke bei einem Wikungsgrad von
nahezu 95% über mehrere tausend Betriebsstunden aufrechterhalten.
Die eingangs geschilderte Dichtungsanordnung gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung der Dichtungskräfte
und dadurch eine hohe Dichtwirkung, wobei der Verschleiß in den hochbelasteten Bereichen der
Dichtplatte gering gehalten werden kann. Die verwendete Formdichtung muß dabei einerseits aus einem so
elastischen Material bestehen, daß sie eine für die ί
auftretenden hohen Drücke ausreichende Abdichtung sämtlicher möglichen Undichtigkeiten bewirkt, um den
Hochdruckbereich von dem Niederdruckbereich der Zahnradpumpe in der vorgesehenen Weise abzugrenzen.
Bei der bekannten Dichtungsanordnung wird daher die Formdichtung aus einem elastischen Material an der
Dichtplatte angeklebt oder angeschweißt, wodurch sie in ihrer Lage festgehalten wird und ihre elastische
Verformung zum Zwecke des Abdichtens nicht beeinträchtigt wird. Es treten dabei jedoch starke
Scherkräfte auf, die die Festigkeit und Lebensdauer der Dichtungsanordnung beeinträchtigen. Lediglich im
Niederdruckbereich der Dichtungsplatte ist ein flacher Stützkörper vorgesehen, der die Formdichtung insgesamt
gegen ein Verschieben abstützt. Eine Versteifung der Formdichtung im Bereich der Wellenlager und an
einem dadurch verursachten erhöhten Verschleiß zu hindern, ist bei dieser bekannten Dichtungsanordnung
nicht vorgesehen.
Ferner ist bei einer Zahnradpumpe (siehe die US-PS 30 50 010) eine an der Rückseite der Verschleiß- und
Dichtplatte angeordnete Dichtungsanordnung bekannt, die eine Formdichtung mit die Wellenlager umgebenden
kreisförmigen inneren Randteilen und hierzu parallel bzw. konzentrisch verlaufenden, den Niederdruckraum
und die Hochdruckräume umschließenden äußeren Randteilen aufweist. Die inneren und äußeren Randteile
sind über im wesentlichen radial verlaufende Stege miteinander verbunden. Durch das Einpressen dieser
Formdichtung zwischen zwei die inneren und äußeren Randteile zumindest teilweise überdeckende biegbare
Abdeckungen wird die Lage der Randteile der Formdichtung im eingebauten Zustand fixiert Zusätzlich
ist zwischen die den Niederdruckraum abdichtenden Randteilabschnitte und Stege eine komplementäre
Außenform aufweisende Füllplatte eingesetzt Bei einer weiteren in einer Zahnradpumpe (siehe die US-PS
30 55 307) vorgesehenen Dichtungsanordnung ist als Formdichtung ein O-Ring verwendet der in radialer
Richtung durch die Innenwand einer zwischen den Wellenlagern und einer Gehäusestirnplatte eingepreßten
Füllplatte abgestützt ist.
Bei diesen beiden Anordnungen ist jedoch immer noch eine schädliche Verformung der Formdichtung
durch auf diese ausgeübte Kräfte möglich, wenn beim Zusammenbau der Pumpe die Dichtung nicht ganz
sorgfältig eingesetzt worden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dichtungsanordnung der eingangs beschriebenen Art in
der Weise zu verbessern, daß die Formdichtung aus elastischem Material, ohne ihre Dichtungswirkung zu
verschlechtern, in ihrem gesamten Dichtungsbereich so versteift wird, daß ihre Widerstandsfähigkeit gegen
Scherkräfte erhöht wird. Weiter soll ein Eindringen oder Eingequetschtwerden von Teilen der Dichtung an
einem Ende der Wellenlager der Zahnräder verhindert werden, um so eine Beschädigung und einen raschen
Verschleiß der Dichtung zu vermeiden.
Dies wird bei einer Dichtungsanordnung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß der zum Teil plattenförmige Stützkörper aus relativ dünnem, beispielsweise nur 0,64 mm starkem Stahlblech
besteht, an der Dichtplatte hauptsächlich im Niederdruckbereich anliegt, die Wellenlager für die Zahnräder
umgebende Ringteile aufweist im Niederdruckbereich hinter der Dichtplatte etwa die Form eines Rechtecks
hat und mit hochgebogenen, von der Dichtplatte weggerichteten, relativ kurzen Rändern versehen ist,
gegen die sich entsprechende Teile der Formdichtung fest anlegen und dabei die Ränder übergreifen.
Durch die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung wird die Formdichtung an ihrem gesamten Umfang von
den hochgebogenen Rändern des Stützkörpers abgestützt so daß sie nicht nur gegen den Niederdruckbereich,
sondern auch gegen die Wellenlager der Zahnräder versteift ist und eine erhöhte Festigkeit
gegenüber auftretenden Scherkräften besitzt. Die die Wellenlager umgebenden Ringteile des Stützkörpers
verhindern dabei auch ein Eindringen oder Eingequetschtwerden von Teilen der elastischen Dichtung an
einem Ende der Wellenlager, so daß der dadurch verursachte Verschleiß vermieden werden kann. Die
Dichtungsanordnung gemäß der Erfindung besitzt daher eine gegenüber den bekannten Dichtungsanordnungen
erhöhte Lebensdauer. Da die Formdichtung die hochgebogenen Ränder des Stützkörpers übergreift
und mit dem übergreifenden Teil gegen die innere Gehäusestirnwand anliegt, hat die erfindungsgemäße
Dichtungsanordnung eine zumindest ebensogute Dichtungswirkung wie die bekannten Anordnungen.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist im Niederdruckbereich hinter der Dichtplatte zwischen
dem Stützkörper, an dessen rechteckigem Teil, und einer gegenüberliegenden Stirnwand einer die Dichtung
aufnehmenden Gehäusekammer eine Füllplatte angeordnet ist, die an ihrem Umfang von entsprechenden
Randabschnitten des Stützkörpers umgeben und von entsprechenden Teilen der Formdichtung berührt wird
und die ferner mit zwei konkaven kreisbogenförmigen Umfangsabschnitten an Außenringen der benachbarten
ι ο Wellenlager für die Zahnräder anliegen kann.
Um die Füllplatte auch in axialer Richtung in der richtigen Weise zu halten, ist zwischen der Füllplatte
und dem Stützkörper eine mit letzterem verbundene, z. B. verklebte, kreisbogenförmige Rippe aus elastischem
Material eingefügt durch die der Stützkörper gegen die Dichtplatte und diese gegen die Zahnradsseitenfläche
gedrückt wird.
Um den Einbau der Dichtungsanordnung beim Zusammenbau der Zahnradpumpe zu erleichtern und
ein sicheres Zusammenhalten der Dichtungsanordnung zu gewährleisten, kann der Stützkörper durch die
Formdichtung mit der Dichtplatte verbunden, z. B.
verklebt sein.
Schließlich können die sich gegen die Ränder des Stützkörpers anlegenden Teile der Formdichtung diese
Ränder mit einem abgerundeten Wulst übergreifen, der an der Stirnwand der die Dichtung aufnehmenden
Gehäusekammer anliegt und dadurch ein axiales Andrücken der Dichtplatte gegen die Zahnradseitenflächen
bewirkt Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß nicht nur, wie bereits oben beschrieben, ein sicheres
Abdichten durch die Formdichtung bewirkt wird, sondern daß der die Ränder des Stützkörpers
übergreifende Wulst einen mechanischen Druck auf die Dichtplatte ausübt so daß auch beim Anlaufen der
Zahnradpumpe, d. h. bevor der Druck auf der Förderseite aufgebaut ist, eine ausreichende Dichtwirkung durch
die Dichtplatte erzeugt wird.
In der folgenden Beschreibung ist eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert Es zeigt
In der folgenden Beschreibung ist eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Zahnradpumpe mit einer erfindungsgemäßen Dichtungsanordnung,
F i g. 2 einen axialen Teilschnitt längs der Linie 2-2 in F i g. 1 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3-3 in F i g. 2 in verkleinertem Maßstab,
F i g. 4 einen Querschnitt längs der Linie 4-4 in F i g. 2, Fig.5 einen Längsschnitt längs der Linie 5-5 in
Fig.4,
Fig.6 eine Seitenansicht der der Druckkammer zugewandten Rückseite der Dichtungsanordnung in
einer Schnittebene gemäß der Linie 6-6 in Fig.2 gesehen, aber mit weggelassener Füllplatte,
F i g. 7 einen Teillängsschnitt längs der Linie 7-7 in F i g. 4 in vergrößerter Darstellung,
F i g. 7 einen Teillängsschnitt längs der Linie 7-7 in F i g. 4 in vergrößerter Darstellung,
F i g. 8 einen Teilschnitt längs der Linie 5-5 und längs der Linie 8-8 in F i g. 6 in vergrößerter Darstellung,
Fig.9 eine Draufsicht auf den Stützkörper in der Dichtungsanordnung,
F i g. 10 einen Schnitt längs der Linie 10-10 in F i g. 9 und
F i g. 11 eine perspektivische Ansicht einer der
Dichtungsanordnung zugeordneten Füllplatte.
Die in den Zeichnungen dargestellte Zahnradpumpe 10 besteht hauptsächlich aus einem Gehäuse 12 und einem Zahnradpaar 14 von zwei miteinander kämmenden Pumpenzahnrädern 16 bzw. 18.
Die in den Zeichnungen dargestellte Zahnradpumpe 10 besteht hauptsächlich aus einem Gehäuse 12 und einem Zahnradpaar 14 von zwei miteinander kämmenden Pumpenzahnrädern 16 bzw. 18.
Das Pumpengehäuse 12 weist zwei Hälften bzw. Hauptteile 20, 22 auf, die mit Paßflächen 20A bzw. 22A
aneinanderliegen und durch eine Anzahl von Schrauben 24 zusammengehalten werden und mit Hilfe von
Paßstiften 26 genau relativ zueinander ausgerichtet sind. Das Gehäuseteil 20 enthält eine Pumpenkammer 28, die
im Querschnitt etwa die Form einer 8 aufweist, während im Gehäuseteil 22 eine im Umriß ähnliche Druckkammer
30 ausgebildet ist.
Das Pumpenzahnrad 16 wird durch eine Antriebswelle 32 in Drehung versetzt, die in Lagern 34 und 36
gelagert ist, welche ihrerseits in entsprechende Bohrungen 38 der Gehäuseteile 20, 22 eingesetzt sind. Das
Lager 34, ein Nadellager, weist einen Außenring auf, der gemäß F i g. 2 in die Druckkammer 30 hineinragt und
auf noch zu beschreibende Weise mit einer Dichtungsanordnung zusammenwirkt. Das Pumpenzahnrad 18
wird durch das Zahnrad 16 angetrieben und sitzt auf einer Welle 42, die ihrerseits in in den Gehäuseteilen 20
und 22 angeordneten Lagern 44 bzw. 48 gelagert ist, wobei der Außenring des Lagers 48 gemäß den F i g. 2
und 7 in die Druckkammer 30 hineinreicht. Die Zahnräder können einstückig mit ihren Wellen ausgebildet
oder auf ihnen befestigt sein.
Die Pumpe weist einen Einlaß 50 und einen Auslaß 52 auf, die beide im Gehäuseteil 20 angeordnet sind. Der
Einlaß 50 ist über einen Kanal 5OA mit der Pumpenkammer 28 verbunden, während der Auslaß 52
über Kanäle 52A, 52B, 52C und 52D mit der Pumpenkammer 28 in Verbindung steht. Die Kanäle
50A und 52D führen zur Einlaß- bzw. Auslaßseite neben der Eingriffsstelle der Zahnräder 16,18, die sich in den in
Fig.3 durch die Pfeile angedeuteten Richtungen drehen.
Eine Dicht- und Verschleißplattenanordnung 60 ist auf mindestens einer Seite der Zahnräder vorgesehen.
Bei der dargestellten Ausführung gehört dazu eine auf ihrer Rückseite von Druckflüssigkeit beaufschlagte
Dichtplatte 62, die gemäß F i g. 2 auf ihrer linken Seite an den Zahnrädern 16 und 18 anliegt. An der rechten, als
Rückseite der Pumpenkammer 28 bezeichenbaren Seite der Zahnräder ist eine Dicht- und Verschleißplatte 64
angeordnet, die mittels Paßsitzes zwischen ihren verhältnismäßig kurzen Umfangsabschnitten 64/4 und
645 und den Umfangswänden der Pumpenkammer (F i g. 3) in dieser festgelegt und ausgerichtet ist. Die
Platte 64 ist ferner mit runden öffnungen 66A und 665
zur Durchführung der Zahnradwellen 32 und 42 versehen. Sie ist außerdem zwischen den erwähnten
Umfangsabschnitten etwas eingezogen und in den Bereichen der Einlaß- und Auslaßkanalabschnitte 5OA
bzw. 52D ausgeschnitten, so daß sie im wesentlichen die Form einer 8 besitzt. Die fest angebrachte Verschleißplatte
64 ist an sich nicht unbedingt notwendig und die Zahnräder könnten statt dessen auch direkt an einer
entsprechenden Stirnfläche im Pumpengehäuse anliegen. Ebenso könnten auch zwei druckbeaufschlagte
Dichtplatten nach Art der Dichtplatte 62 beiderseits der Zahnräder verwendet werden.
Wie am besten aus den F i g. 4 und 6 hervorgeht, hat die axial bewegliche Dichtplatte 62 eine von einer 8
etwas abgewandelte Form bzw. eine verzerrte Brillenform. Sie ist mit reichlich weiten runden öffnungen 68/4
und 685 zur Durchführung der Wellen 32 bzw. 42 versehen und innerhalb der Pumpenkammer 28 (in
geringem Maße) axial beweglich. Außerdem ist sie im Bereich des Einlasses bzw. Auslasses zur Pumpenkammer
bei 62/4 und 625 hinterschnitten. Die Dichtplatte ist
symmetrisch in bezug auf eine zwischen den Drehachsen der beiden Zahnräder 16, 18 verlaufenden, dazu
parallelen Ebene, weist also einander gleiche, die Wellen 32 und 42 umgreifende obere und untere Abschnitte auf.
Die Dichtplatte 62 ist mit im Radius reduzierten Umfangsabschnitten 62C versehen, die vom Auslaßabschnitt
625 in entgegengesetzten Richtungen zur Einlaßseite und zu Plattenabschnitten 62D verlaufen,
welche ihrerseits weiter radial abstehen und an in der
to Pumpenkammerumfangswand zu beiden Seiten des Einlasses vorgesehenen Dichtflächen 2SA anliegen.
Die Pumpenkammer ist außerdem bei 285 in beiden Hälften um beträchtliche Winkelbereiche der Zahnräder
herum mit Ausnehmungen versehen, zwischen denen kurze Pumpenkammerwandabschnitte 28C verbleiben,
welche in der Nähe des Auslasses an den Zahnrädern (fast) anliegen, jedoch müssen diese
Abschnitte nicht unbedingt vorhanden sein. Tatsächlich bilden diese Abschnitte keine Abdichtung, sondern
dienen nur zu Meßzwecken bei der t Herstellung. Sie besitzen eine solche Bogenausdehnung, daß sie keine
Abdichtung zwischen benachbarten Zähnen bewirken, und bilden außerdem den Umfangsabschnitten 645 der
nicht beweglichen Verschleißplatte 64 gegenüberliegende Stützflächen. Gemäß der Zeichnung erstrecken sich
die Ausnehmungsabschnitte 285 der Pumpenkammerwand ebenso wie die zurückgesetzten Umfangsabschnitte
62C der Platte 62 über einen beachtlichen Winkelbereich. Das Hinterschneiden der Dichtplatte
trägt außerdem zu einer Verminderung von Reibungsverlusten bei. Die Dichtplatte ist dadurch auch, wie am
besten aus F i g. 2 hervorgeht, praktisch bis an die Wurzeln der Zahnradzähne heran ausgeschnitten.
Hierdurch wird das zum Antreiben der Pumpe im Betrieb erforderliche Drehmoment herabgesetzt.
Die Dichtplatte 62 wird durch unter dem hohen Auslaßdruck stehende Flüssigkeit axial gegen die
Zahnräder gedrängt, indem die Druckkammer 30 über den Kanalabschnitt 52D im Gehäuseteil 22 und die
zurückgesetzten Umfangsabschnitte 625 und 62C der Dichtplatte mit dem Auslaß 52 verbunden ist. Der
Auslaßdruck wird auf einen im wesentlichen E-förmigen Hochdruckbereich 70 der Druckkammer begrenzt, der
infolge seiner Ε-Form im wesentlichen mit den Abschnitten 625 und 62C der Dichtplatte zusammenfällt.
Diese Begrenzung geschieht durch eine nachgiebige Formdichtung 72 in Verbindung mit den Außenringen
der Lager 34 und 48. Durch diese Anordnung wird außerdem ein Niederdruckbereich 74 festgelegt, weleher
über den hinterschnittenen Abschnitt 62/4 der Dichtplatte 62 dem Einlaßdruck unterworfen ist. Die
Verbindung des Bereichs 74 mit dem Einlaßdruck wird außerdem durch eine öffnung 90G in einem eine
Verdrückung der Formdichtung verhindernden Stützkörper 90 gewährleistet.
Die nachgiebige Formdichtung 72, die bei der dargestellten Ausführungsform speziell mit der Dichtplatte verklebt bzw. verbunden ist, weist einen dem
Umriß der Druckkammer 30 angepaßten Umfangsteil 76 von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt auf,
umgibt damit die Dichtplatte 62 mit Abstand, ist in die Druckkammer 30 eingepaßt und dichtet beide Druckbereiche
70 und 74 ab. Der Abschnitt 76/4 des Umfangsteils 76 der Dichtung hat aber nicht rechteckigen
Querschnitt, sondern ist mit einem aufwärts abstehenden, abgerundeten Wulst 765 versehen, welcher
einen Teil des eine Verdrückung verhindernden Stützkörpers 90 übergreift. Die Dichtung umgibt zwar
die Dichtplatte 62, ist aber hauptsächlich auf der einen Seite dieser Platte angeordnet und zwischen die
Gehäuseteile 20 und 22 eingepreßt, so daß sie auch als Gehäusedichtung wirkt.
Die Dichtung 72 weist weiterhin einstückig mit ihr ausgebildete gerade Stegteile 72C, die sich einwärts bis
zu im wesentlichen kreisbogenförmigen Innenrandteilen 72D erstrecken, welche ihrerseits den größten Teil
des Umfangs der Außenringe der Lager 36 und 48 umgeben, sowie einen weiteren kurzen geraden Stegteil
72£" auf, welcher die benachbarten Enden der Innenrandteile
72D miteinander verbindet.
Der Hochdruckbereich 70 ist somit durch die Teile 76, 72C, 72D und 72E der Dichtung 72 umgrenzt. Der
Pumpenhochdruck wird bei dieser Anordnung über etwa 270° der Umfange der Zahnräder 16 und 18
hinweg wirksam. Dabei erfolgt durch die Druckbeaufschlagung diametral einander gegenüberliegender Teilbereiche
der Umfange der zwei Zahnräder 16 und 18 innerhalb des 270°-Bereiches ein teilweiser Ausgleich
der auf die Zahnräder in radialer Richtung einwirkenden Kräfte. Nur die radialen Kräfte, die durch
Druckbeaufschlagung des Zahnrades 16 in dem in V Fig.3 oben links liegenden Vierteil und durch die
Druckbeaufschlagung des Zahnrades 18 in dem in Fig.3 links unten liegenden Viertel erhalten werden,
werden nicht kompensiert, da auf die diametral gegenüberliegenden Umfangsabschnitte der Zahnräder
nur der Einlaßdruck einwirkt. Damit erhält man insgesamt auf die Zahnräder einwirkende resultierende
Kräfte, wie sie in Fig.4 bei 80 gezeigt sind. Diese
resultierenden Kräfte in radialer Richtung drücken die Zahnräder gegen die Pumpenkammerflächen 28a, so
daß die Hochdruckseite der Pumpe gut gegen die Niederdruckseite abgedichtet ist. Die Dichtplatte 62
wird außerdem durch den innerhalb der Druckkammer 70 auf ihre Stege 72C und 72£" sowie auf ihre
Innenrandteile 72D einwirkende Auslaßdruck gegen den Einlaß gedrängt, so daß eine Dichtungsberührung
zwischen den Dichtplattenabschnitten 62D und den ίο
Flächen 28A bewirkt wird. Hierdurch werden Leckagen wirksam verhindert.
Zur Verhinderung eines anfänglichen Hindurchlekkens bei Inbetriebnahme der Pumpe kann die
) Dichtplatte 62 elastisch radial gegen die Pumpenkammer vorbelastet sein. Dies läßt sich dadurch erzielen,
daß die kreisbogenförmigen Innenrandteile 72D gegenüber den Lagern 36 und 48 exzentrisch angeordnet sind,
so daß diese Teile 72D der Dichtung 72 die Dichtplatte gegen den Einlaß drängen.
Die aneinander anstoßenden Umfangsflächenstücke 62Dund 28A der Dichtplatte bzw. des Gehäuses werden
elastisch in Dichtungsberührung miteinander gehalten, so daß die Pumpe zu Beginn des Betriebs, während sich
der Pumpendruck aufbaut, zufriedenstellend arbeitet, da die Dichtplatte 62 nach links gedrängt wird und eine
zusätzliche Abdichtung an den zusammenstoßenden Flächen gewährleistet. Die Dichtplatte wird unter dem
Einfluß des auf ihre Umfangskante am zurückgesetzten Abschnitt 62C einwirkenden Auslaßdruck nach links
gedrängt. Auf diese Weise wird ein Hindurchlecken von Flüssigkeit von Einlaß und Auslaß wirksam verhindert.
Der Niederdruckbereich 74 wird durch die nicht von der Dichtung umgebenen Abschnitte der Lager 34 und
48, den geraden Teil 76A des Dichtungsumfangsteils 76 und die geraden Stege 72C und 72E der Dichtung
begrenzt. Dieser Bereich ist über den hinterschnittenen Abschnitt 62A der Dichtplatte 62 gegenüber dem
Einlaßdruck offen.
Ferner weist die Dichtungsanordnung einen eine Verdrückung der Dichtung verhindernden Stützkörper
90 auf, der hauptsächlich aus einem flachen plattenartigen Abschnitt 9OA besteht und in den F i g. 9 und 10 für
sich dargestellt ist. Dieser Stützkörper versteift die Dichtung und vermindert ein mögliches Abscheren und
Verschleißen der Dichtung unter hohen Drücken. Neben dem im wesentlichen rechteckigen plattenartigen
Abschnitt 9OA, welcher den Niederdruckbereich 74 überlagert, gehören zum Stützkörper noch zwei nicht
geschlossen kreisförmige Ringteile 90ßund 90C, welche
von den Zahnradwellen durchsetzte Öffnungen 9OD bzw. 90Ü1 umgeben. Der Stützkörper 90 ist mit relativ
kurzen, hochgebogenen, längs des Umfangs verlaufenden und geringfügig biegsamen oder verformbaren
Rändern 9OF versehen, zu den kreisbogenförmige Abschnitte 90Fl und 90F2 gehören, die durch einen
kurzen Querabschnitt 90F3 und einen Abschnitt 90F4 an der Außenseite des plattenförmigen Abschnitts 90.A
miteinander" verbunden sind, wobei letzterer mit zwei Schlitzen bzw. Einschnitten 90F5 versehen ist, die zur
besseren Befestigung der Dichtung an diesem Abschnitt dienen. Der Abschnitt 90F4 ist durch kurze gerade
Abschnitte 90F6 mit den kreisbogenförmigen Abschnitten verbunden. Die Randabschnitte 90Fl, 90F2, 90F3,
90F4 und 90F6 bilden einen nahezu geschlossenen Rand 9OF um den Stützkörper 90, der lediglich von den
beiden Einschnitten 90F5 unterbrochen ist.
Der Stützkörper 90 besteht aus Stahlblech mit einer
Stärke von etwa 0,64 mm. Der Übergang zwischen Rand und Bodenabschnitt ist gemäß F i g. 10 mit einem
Radius von maximal etwa 0,4 mm ausgebildet, damit sich der Rand unter Flüssigkeitsdruckeinwirkung etwas
leichter durchzubiegen vermag.
Die nachgiebige Formdichtung 72 kann sowohl mit dem eine Verdrückung verhindernden Stützkörper 90
als auch mit der Dichtplatte 62 verbunden, z. B. verklebt sein. Die Dichtungsteile 72C, 72Dund 72£" umschließen
die Außenseite des Umfangsrandes 9OF des Stützkörpers, wobei die Dichtung mit einem verhältnismäßig
schmalen, abgerundeten Wulst 72F versehen ist, welcher, wie am besten in den F i g. 7 und 8 dargestellt
ist, zwecks Berührung mit der inneren Stirnwand des Gehäuseteils 22 sich über den Rand 9OF hinausstreckt,
dabei diesen übergreift, so daß der Stützkörper die durch die nachgiebige Dichtung gewährleistete wirksame
Abdichtung nicht beeinträchtigt und eine anfängliche axiale mechanische Vorbelastung der Dichtplatte
bewirkt wird. Die Innenseite der kreisbogenförmigen Randabschnitte 90Fl und 90F2 umschließen gemäß
den F i g. 2 und 7 mit engem Abstand die Außenringe der Lager 34 und 48 und sind praktisch frei von
Dichtungsmaterial. Außerdem berühren die Ringteile 90ßund 90Cdes Stützkörpers 90 an den Randabschnitten
die Enden der Außenringe.
Aus den Fig.2, 7 und 8 ist es ersichtlich, daß ein Einquetschen von Rändern der Formdichtung 72 in die
Zwischenräume zwischen der Dichtplatte 62 und den Außenringen der Lager 34,48 durch den Stützkörper 90
wirksam verhindert wird. Der Stützkörper verhindert außerdem andere unerwünschte Verdrückungen der
Dichtung, beispielsweise um den Umfang des Niederdruckbereichs 74 herum, wo eine zusätzliche Vorrichtung
zur Verhinderung einer Dichtungsverdrückung in Form einer in F i g. 11 dargestellten Füllplatte 92
vorgesehen sind, welche von einer im wesentlichen halbkreisförmigen Rippe 94 im plattenartigen Abschnitt
809 526/7
90/4 des Stützkörpers gestützt wird. Die aus weichem
elastischem Werkstoff bestehende Rippe 94 ist ebenfalls mit dem Stützkörper 90 verbunden bzw. verklebt und
bildet somit einen Teil der einheitlichen Dichtungsanordnung, da der Stützkörper mit Hilfe der Formdichtung
an der Dichtplatte 62 befestigt ist. Außerdem hilft die Rippe 94 über die Füllplatte zur anfänglichen
nachgiebigen Vorbelastung der Dichtplatte 62 gegen die Zahnräder mit, wodurch sie die Dichtung 72 bei der
gleichen Wirkung unterstützt. Zur ungehinderten Verbindung des Niederdruckbereichs 74 hinter der
Dichtplatte mit dem Einlaßbereich 5OA, 62A in der Pumpe 10 ist die Füllplatte 92 mit einer öffnung 925
versehen, während der Stützkörper 90 eine öffnung 9OG aufweist. Außerdem steht die Gehäusekammer 505
gegenüber dem Kanal 5OA mit dem Niederdruckbereich in Verbindung. Die in der Füllplatte vorgesehene
öffnung 925 verhindert die Bildung einer Auffangtasche zwischen der Platte und der Rippe 94.
Beim Zusammenbau der Pumpe wird die festsitzende nicht verschiebliche Draht- und Verschleißplatte 64 in
das Gehäusehauptteil 20 eingesetzt, wo sie sich dann auf der einen Seite der Zahnräder befindet. Die druckbeaufschlagte
Dicht- und Verschleißplatte 62 bildet eine Einheit mit der Formdichtung 72 und dem Stützkörper
90, wenn diese Teile miteinander verbunden, z. B. verklebt sind. Anschließend wird die Füllplatte 92 in den
Niederdruckbereich 74 innerhalb der Formdichtung eingesetzt, so daß sie mit den Dichtungsteilen 72C und
72£"und einem Teil des Umfangsteils 76 der Dichtung 72
in Berührung steht und die konkaven Umfangsabschnitte 92A an den Außenringen der Lager 34 und 48
anliegen. Die Dicht- und Verschleißplattenanordnung 60 wird dann an der anderen Seite der Zahnräder
angebaut, wo sie an ihrem Umfang zwischen den Gehäusehauptteilen 20 und 22 gehalten wird und auch
eine Abdichtung gegen ein Hindurchlecken zwischen den beiden Gehäuseteilen nach außen bildet. Die
Dichtplattenanordnung legt außerdem den Hochdruckbereich 70 und den Niederdruckbereich 74 hinter der
Dichtplatte 60 fest. Der Hochdruckbereich steht über den eingezogenen Abschnitt 62C der Dichtplatte mit
ίο dem Druckbereich an den Zahnrädern in Verbindung,
wodurch die Dichtplatte durch den auf ihre Kante sowie auf die Hochdruckseiten der Teile 72£>und 72£"der mit
ihr verbundenen Dichtung 72 einwirkenden hohen Flüssigkeitsdruck radial vorbelastet ist. Die Einschnü-
!5 rung der Dichtplatte und der Zwischenraum 285 um die Zahnradumfänge herum gewährleisten eine Verminderung
von Reibungsverlusten. Die Dichtplatte 62 wird außerdem axial gegen die Seitenflächen der Zahnräder
gedrückt, und zwar anfänglich durch die Dichtung selbst und im Betrieb hauptsächlich durch den auf die Seiten
des über 'die Dichtungsteile 72C, 72D und 72E hinausragenden freiliegenden Abschnitte der Dichtplatte
einwirkenden Förder- bzw. Flüssigkeitsdruck. Anfänglich wird die Dichtplatte auch radial vorbelastet, um
ihren Abschnitt 62C infolge der exzentrischen Anordnung
des Dichtungsteils 72D gegenüber den Lagern 34 und 48 in Dichtungsberührung mit den Gehäuseabschnitten
28A zu halten. Die Dicht- und Verschleißplattenanordnung mit der Platte 62 ist folglich sowohl radial
als auch axial vorbelastet, und die beschriebene Konstruktion hat sich bei hohen Drücken im Bereich
von etwa 175—210 kg/cm2 und höher als sehr wirksam erwiesen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Dichtungsanordnung hinter einer durch Förderdruckbeaufschlagung
im Hochdruckbereich dichtend gegen die Steitenflächen der Zahnräder einer Außeneingriffszahnradpumpe gedrückten, etwa brillenförmigen
Verschleiß- und Dichtplatte mit einer im Spaltraum zwischen dieser Dichtplatte und der
benachbarten inneren Gehäusestirnwand eingelegten Formdichtung, die aus einem radial außerhalb
der Zahnräder als Gehäusedichtung wirkenden Umfangsteil, zwei vorhandenen Wellenlager für
Zahnräder jeweils zum größeren Teil umgebenden kreisbogenförmigen Innenrandteilen und dazwischenliegenden
Stegteilen besteht und in dem dem Hochdruckbereich an den Zahnrädern entsprechenden
Bereich hinter der Dichtplatte ein mit der Druckseite in Verbindung stehendes Druckfeld
abgrenzt, wobei im Niederdruckbereich ein entsprechend flacher Stützkörper die Formdichtung hinter
der Dichtplatte gegen Verschieben abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Teil
plattenförmige Stützkörper (90) aus relativ dünnen, beispielsweise nur 0,64 mm starkem Stahlblech
besteht, an der Dichtplatte (62) hauptsächtlich im Niederdruckbereich (74) anliegt, die Wellenlager (34,
48) für die Zahnräder (16, 18) umgebende Ringteile (9OB, 90C) aufweist, im Niederdruckbereich hinter
der Dichtplatte (62) etwa die Form eines Rechtecks hat und mit hochgebogenen, von der Dichtplatte (62)
weggerichteten, relativ kurzen Rändern (90F) versehen ist, gegen die sich entsprechende Teile (76,
72C, 72£>, 72E) der Form dichtung (72) fest anlegen
und dabei die Ränder (90F)übergreifen.
2. Dichtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Niederdruckbereich (74)
hinter der Dichtplatte (62) zwischen dem Stützkörper (90), an dessen rechteckigem Teil, und einer
gegenüberliegenden Stirnwand einer die Dichtung (72) aufnehmenden Gehäusekammer (30) eine
Füllplatte (92) angeordnet ist, die an ihrem Umfang von entsprechenden Randabschnitten (90F3, 90F4,
90F6) des Stützkörpers umgeben und von entsprechenden Teilen (72£", 72F, 72B) der Formdichtung
(72) berührt wird und die ferner mit zwei konkaven kreisbogenförmigen Umfangsabschnitten (92A) an
Außenringen der benachbarten Wellenlager (34,38) für die Zahnräder (16,18) anliegen kann.
3. Dichtungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Füllplatte (92) und
dem Stützkörper (90) eine mit letzterejn verbundene, z. B. verklebte, kreisbogenförmige Rippe (94) aus
elastischem Material eingefügt ist, durch die der Stützkörper gegen die Dichtplatte (62) und diese
gegen die Zahnradsseitenfläche gedrückt wird.
4. Dichtungsanordnung nach einem der vorübergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stützkörper (90) durch die Formdichtung (72) mit der Dichtplatte (62) verbunden, z. B. verklebt ist.
5. Dichtungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
sich gegen die Ränder (90F) des Stützkörpers anlegenden Teile (72C, 72D, 72E) der Formdichtung
(72) diese Ränder (90F) mit einem abgerundeten Wulst (72F) übergreifen, der an der Stirnwand der
die Dichtung (72) aufnehmenden Gehäusekammer (30) anliegt und dadurch ein axiales Andrücken der
Dichtplatte (62) gegen die Zahnradsseitenfläche bewirkt.
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