DE1769370B2 - Verfahren zur herstellung von reaktivfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von reaktivfarbstoffenInfo
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Description
NC-Y-f ^=-«X».
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der allgemeinen
Formel I
10
• Ν-.
D-CH1NH-C-Y-+ -T-(Xln (Il
I N
in der D der Rest eines amidomethylierbaren Anthrachinonderivats. X ein Chlor- oder Bromatom.
Y eine Einfachbindung, eine Methylenoder — CH1 — CH2 — NH-Gruppe und n eine Zahl
von 1 bis 3 bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist.
daß man 1 Mol eines substituierhare Wasserstoffatome enthaltenden Anthrachinonderivats in Schwefelsäure
oder Phosphorsaure mit 1 bis 3 Mol Formaldehyd oder eines Dihalogenmethyläthers sowie mit
1 bis 3 Mol einer Verbindung der allgemeinen Formel Il
NC Y
-4 f
! N
in der X und η die vorstehende Bedeutung haben
und Y eine Einfachbindung oder eine zweiwertige organische Gruppe ist. umsetzt und gegebenenfalls
das erhaltene Produkt in ein wasserlösliches Alkalimetallsalz überfuhrt.
2. Venvendung der gemäß Anspruch 1 hergestellten Reaktivfarbstoffe der im Anspruch 1 angegebenen
allgemeinen Formel zum Färben von aus Cellulose oder stickstoffhaltigen Fasern bestehendem
Textilgut.
Als Reaktivgruppen von Reaktivfarbstoffen sind Chlorpyrimidylgruppen bekannt (vgl. Heinrich
ZoI linger, Angewandte Chemie. Bd. 73. S. 128 [1961]). Diese Reaktivgruppen werden durch Acylierung
in aminogruppenhaltige Farbstoffe eingeführt: es ist also schwierig, die Reaktiv gruppe in Farbstoffe
einzuführen, die keine Aminogruppen enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß man durch Verwendung von Chlorpyrimidinderivaten mit Nitrilgruppen gemäß
der Amidomethylierungsreaktion Chlorpyrimidylgruppen
in Anthrachinonderivate einführen ut.d damit ausge7xichnete Reaktivfarbstoffe erhalten kann,
die sich von den bekannten Reaktivfarbstoffen beispielsweise durch ihren Farbton und ihre Echtheit
unterscheiden, und daß es nicht immer notwendig ist.
daß das Anthrachinonderivat Aminogruppen enthält. Die so erhaltenen Farbstoffe gehören zu den sogenannten
Hochtemperatur-Fixier-Reaktivfarbsloffen. und damit gefärbte Fasern weisen eine außerordentlich
große Sau e- und AU'.alibeständigkeil und Echtheit im
Vergleich ai mit Tieltemperatur-Fixierfarbstoffen. wie
z. B. Dichlortriazin- oder Vinylsulfonfarbstoffen, gefärbten
Fsisern auf.
40
45 in der X. Y und π die vorstehende Redeutung haben,
umsetzt und gegebenenfalls das erhaltene Produkt in ein wasserlösliches A'kalimetallsaiz überführt.
Ab Anthrachinonderivat mit subsiiiüierbaren Wasserstoffatomen
verwendet man amidomethylierbarc Anthrachinonderivate. Diese Anthrachinonderivak
kann man einteilen in solche, die die substituier baren Wasierstoffatome am Arylring haben und in
solche, die die substituierbaren Wasserstoffatome in
Sulfamylgruppen haben.
Als Anthrachinonderivate mit substituierbaren Wa<serstoffatomen
am Arylkern werden übliche säur. Farbstoffe oder Farbstoffgrundkörper verwendet, ζ. Β
Anthrachinonderivate mit —Nri-, — O-. — S-. — NH-alkylen-,
—0-alkylen-, —S-alkylen- und -SO2NH
Gruppen. In diesem Fall tragen die Arylkerne neber den substituierbaren Wasserstoffatomen vorzugsweise
ο-, p-orientierende Gruppen, wie Methyl- und Meth
o-xygruppen. Die Anthrachinonkernr können durcr
Hydroxy-. Amino-, Acetylamino- oder Sulfogruppcr
substi.uiert sein.
Farbstoffgrundkörper, iie aus Anthrachinonderi
vaten mit substituierbaren Wasserstoffatomen in SuIf
amylgruppen bestehen, werden im allgemeinen fü
saure Farbstoffe und Dispersionsfarbstoffe verwendet Die Sulfamylgruppen mit substituierbaren Wasser
Stoffatomen können direkt am Anthrachinonrinp ode an Arylringen von Arylamino-, Aralkylamine- ode
Aryloxygruppen gebunden sHn, die ihrerseits am An thrachinonring gebunden sind.
Die meisten der Verbindungen der allgemeine! Formel Il sind bekannt und können nach bekannte!
Verfahren aus den chlorierten Derivaten entsprechen der Pyrimidine durch Einführung von Nitrilgruppic
rungen oder aus entsprechenden Carbonsäureamide hergestellt werden.
Beispiele für bevorzugte Verbindungen der F01 m°l II sind 5-Cyan-2,4,6-trichlorpyrimidin, 5-Cyar
2.4,6-tribrompyrimidin. 6-Cyan-2,4-dichlorpyrimidii
5 - Cyan - 4 - chlorpy rimdin, 4 - Cyan - 2 - chlorpyrirnidti
6-Cyanmcthyl-2,4-dichlorpyrimidin und 6-(,;-Cyar äthylamino)-2.4~dichlorpyrimidin.
Set/t man erfindungsgemüß Verbindungen der
ilis-erneinen Formel Ii mit den vorgenannten Anthraehinondemaien
— nachstehend als Furbstofigrundkörper
bezeichnet -- in Schwefelsaure oder Phosphorsäure
in Gegenwart von Formaldehyd oder Dilaioiienmethyla'iher
um. so werden substiiuierhare ÜVas>er>i>
!'!'atome an Arj lringen oder in Sulfamv lnrup-
pcn substituiert, wobei man gemäß der Amidomeihy
Ijerung-reakiion leicht die Reaktivfarbstoffe der allgemeinen
Formel I erhält. Es wird angenommen. tiaLi die<e Reaktion über die Hydrohse der NUr;!-
jruppen m den Verbindungen der allgemeinen Forme!
11 und über die Bildung von Methylol- oder
hakiienmethvlienen Derivaten verläufi. Die gleichen
Per!\ ::e können auch erhalten werden, wenn man die
\ >,>;■·..'uni nach Hydrolyse der Nurtlviruppen i;i Jen
Xc' iungen de allgemeinen Formel 1! /u c'arba
. —:uppen durchführt.
\).r- jriindungsgemabe Verfahren wird fol^-nderril.
■■■:. durchgeführt: In Schwefel- oder Phösphor-5,:.
-.·. sor/ugsweise 85- bis 100'.,ige Schwefelsaure.
Sj- · \:,Λ'Λ pro Mol des Färbst- Vgrundkorpers ! h-.s
? v. ' einer \ erbindung der allgemeinen Formel II
cn. kürze Zeit bei 0 bis 20 Γ mit ebensoviel Mol
{■'.· : .:\i'deh\d oder einer Verbindung, die wie Fo'miik!.;>d
reagieren kann. z.B. Parafornia!deh_\d oder DiLi'genrnethylather. um. Das Sehwefels.iurc-Reaktj,.Mi-.:e:!iisch
wire dann mit dem Farhstoffgrundkori--.:
\ersetzt und eine k'jr/c /it bei 0 bis 20 (
rc :-.--eren gelassen. Man kanr die L'mset/unü aucli so
du-J:!"ühren. daß man den Farbstof :rundkörper und
d;.- Verbindung der allgemeinen Formel 11 in S5- bis
',(«' i iger Schwefelsaure auflöst und da/u r^rrr>al.iet;>d
oder eine Verbindung gi'.it. die wie Form-
-.ri.ie!nd reagieren kann.
'■-.•eh Beendigung der Umsetzung wird das Reak-I;
:;-gemisch in Fiswasser eingegossen und dann mit
._·;■:·. m anorganischen Salz. z.B. Natriumchlorid oder
K.ii.unichlorid. ausgesalzt, wobei man das Reaktic.nspr.
..iiikt als Niederschlag erhält. Nö'igenfails wird
o.-'.m. wenn sich der so erhaltene Farbstoff in Wasser
schlecht lösen läßt, der Farbstoff noch einer Sulfonierung
in rauchender Schwefelsaure unterworfen
Mit den Reaktivfarbstoffen der Erfindung lassen sich Faserstoffe festhaftend färben und verschiedenerlei
au-tiezeichncte echte Anfärbungen erhalten.
Beispiele für Faserstoffe, die sich mit den Reaktivfarhsioffen
der Erfindung färben lassen, sind Cellulosefasern. wie Baumwolle. Leinen, Viskoseseide und Viskoscstapelfasern,
und stickstoffhaltige Fasern, wie Wolle. Seide und Polyamide. Die Reaktivfarbstoffe
der Erfindung können in vielen üblichen Färbeverfahren angewendet werden, beispielsweise im fauch-,
im Druck- und im Kloi^verfahren.
C'ellulosefasern werden im Tauchverfahren bei 80 bis 100 C in einer Flotte gefärbt, die neben uricrn
sauren Bindemittel, wie Natriumhydrogencarbonat. Natriumcarbonat. Natriumhydroxid oder tertiäres
Natriumphosphat, ein anorganisches Salz, wie Natriumchlorid
oder wasserfreies Natriumsulfat, enthalt.
Beim K'.otzfärbeverfahren klotzt man eine raser mit
einer Lösung, die durch Aulösen eines Reaktivfarbstoffes
in harnstoffhaltigem Wasser hergestellt ist. behandelt sie "ntwedcr während des Klotzens oder anschließend
mit einer wäßrigen Lösung eines sauren Bindemittels, wie Natriumhydrogencarbonat, Na-
!-.iimcarbonat. Natriumhydroxid oder tertiäres Natriumphosphat,
und behandelt die Faser dann eine kurze Zeit mit Dampf oder mit Hitze.
Zum Bedrucken verwendet man entweder eine Druckpaste, die man durch Versetzen beispielsweise
einer Alkylcellulose- oder Natriumalginatpaste mit dem Reaktivfarbstoff und dem vorgenannten sauren
Bindemittel hergestellt hat. druckt die Faser mit diese. Druckpaste und behandelt sie dann mit Dampf
oder Hitze, oder man verwendet zum Bedrucken einer
ic Faser eine Druckpaste, die kein saures Bindemittel
enthalt, behandelt die bedruckte Faser mit dem .orcenannten
sauren Bindemittel und dann mit Dampf ouer Hitze.
Das Färben stickstoffhaltiger Fasern erfolgt wie üblich in neutraler oder schwach saurer Flotte. Dabei
ist es wünschenswert, daß die Flotte ein stickstoffhaltiges
nichtionisches oder kationisches Tensid als Fgalisierhilfsniitiel enthüll und nach Beendigung des
Färbers einer Neutralisierungs'Behandlung mit schwaehern
Alkali, wie Hexamethylentefamin. unterworfen
wird
Nach dem Färben ist es wünschenswert, daß man die gefärbte Faser einer Seifennachbehandlung unterwirft,
um überschu. sigen Farbstoff zu entfernen.
:> Die so gefärbten Fasern haben eine ausgezeichnete
Waschechtheit
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teile sind auf das Gewicht bezogen.
4.6 Teile Natrium- 1 -amino-4-(2'.4'.t>
-trimethylphenylamino) - anthrachinon - 2 - sulfonat wurden in
46 I eilet. 98"oiger Schwefelsäure gelöst. Diese Lösung
wurde mit 2.1 Teilen 5-Cyan-2.4 6-trichlorpyrimidin
bei 10 C oder bei tieferer Temperatur versetzt. Nach Zusatz von 0.3 Teilen Paiüformaldehyd zum
Reaktionsiemisch wurde die Umsetzung 1 Stunde bei 10 C durchgeführt. Dann wurde das Reaktionsgemisch in Eiswasser eingegossen, der entstandene
Niederschlag wurde abfiltriert und mit einer 5"oigen wäßrigen Natriumchloridlösung gewaschen. Nachdem
Trocknen wurde der erhaltene Farbstoff bei 10 C zu 46 Teilen 20°0 Schwefeltrioxid enthaltende Schwefelsäure
gegeben; d.is Gemisch wurde 1 Stunde gerührt
und dann in Eiswasser eingegossen, das 10% Natriumchlorid
enthielt. Es fiel ein Niederschlag aus. der abfiltriert wurde und noch feucht in einer 15'Oigen wäßrigen
Natriumchloridlösung suspendiert wurde. Nach Neutralisation mil Natriumcarbonat wurde die Suspension
filtriert und so ein rötlichblauer Farbstofl der folgenden Strukturformel erhalten:
O NH,
O NH
H3C SO3Na
4.3 Teile Natrium- 1.4-diamino-2-phenoxyanthra chinon - 3 - sulfonat wurden in 43 Teilen 90%ige
Schwefelsäure gelöst. Diese Lösung wurde mit 1.9 Teilen ö-Cyanmethyl-I.^dichlorpyrimidin bei 10 C oder
lieferer Temperatur versetzt. Nach Zusatz von 0,3 Teilen Paraformaldehyd ließ man das Gemisch 2 Stunden
reagieren. Zürn Reaktionsgemisch wurde dann 60°ο Schwefeltrioxid enthaltende Schwefelsaure unter Kühlen
getropft, am den Schwefeltrioxid^ehalt der Flüssigkeit auf 3 bis 5% einzustellen. Nach einstündigem
Rühren wurde das Reaktionsgemisch in Eiswasser eingegossen, das 10°.ο Natriumchlorid enthielt. Es
fiel ein Niederschlag aus. der abfiiiriert und noch Feucht in einer 15%igen wäßrigen Natriumchloridlösung
suspendiert wurde. Nach Neutralisation mit Natriumcarbonat wurde die Suspension nitriert und
dabei ein bläulichpurpurner Farbstoff der folgenden Strukturformel erhalten.
Cl
O NH1 —χ
N N CH2NHCOCH2Λ, ...-.\
Cl
SO3Na
FarbstofTgrundkörper
Gewichts- ι teile
2.3
2.5
Farbtönung
rötlichblau
purpurn
!.4-Bis(2'.4'.6-tri-
methylamino)-an-
thraciiinon
l-Amino-2-(4-tert -
butylphenoxyt-
4-(2',4',6'-trimethyl-
phenylamino)-an-
thrachinon
Beispiele 5 und 6
1,8 Teile o-Cyan-Z^dichlorpyrimidin wurden bei
10"C oder tieferer Temperatur in 51 Teilen 9S%igcr
Schwefelsäure gelöst. Diese Lösung wurde mit 0.3 Teilen Paraformaldehyd versetzt und 1 Stunde gerührt.
Dann wurden im Reaktionsgemisch 5,1 Teile des nachstehend genannten Farbstoffgrundkörpers gelöst. Man
ließ die Lösung 1 Stunde bei 10"C reagieren. Das
Reaktionsgemisch wurde dann in Eiswasscr eingegossen, das 5% Natriumchlorid enthielt. Es fiel ein
Niederschlag a ..;, der abfiltriert und noch feucht in einer 10%igen wäßrigen Natriumchloridlösung suspendiert
wurde. Nach Neutralisation mit Natriumcarbonat wurde die Suspension filtriert. Es wurden
Farbstoffe
halten.
halten.
Bespiel
Nr
Nr
mit den angegebenen Farbtönungen er
SO3Na
Beispiele 3 und 4
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch an Stelle von 4.6 Teilen Natrium-l-amino-4-(4',4'.6'-trimeihvlphenylamino)-anthrachinon-2-sulfonat
die nachfolgend aufgetührten Farbstoffgrundkörper verwendet, wobei
Farbstoffe mit den angegebenen Farbtönungen erhalten wurden.
6o Farbstoffgrundkörper
I-C clohexylamino-J ,2.4'.6'-trimethylphenylamino)-anthrachinon-6-sulfonsäure
l-Amino-4-(3'-sulfamylphenylaminoh
anthrachinon-2-sulfonsäure
anthrachinon-2-sulfonsäure
4.5
Farbtönung
blau
rötlichblau
Beispiele 7 bis 9
Beispiel 2 wurde wiederholt, jedoch wurden a Stelle \on 4.3 Teilen Natrium- 1.4-diamino-2-phenov
anthrachinon-3-sulfonat die nachfolgenden Farbstol grundkörpcr verwendet. Es wurden Farbstoffe m
Sen angesehenen Farbtönungen erhalten.
Beivpiel
Nr.
35
40 Farbstoffe rundkörper
; -phenyll-propyl-
amino~)-anthra-
chinon
1.4-Dianiino-2,3-bis-
phenoxyanthra-
chinon
1.4-Bis-[4-(4"-me-
thylphenoxy)-phe-
nylamino]-anthra-
chinon
Gewichtsi teile
3.0
\ :.irbti'nui'.
blau
röthchpurpur
bläulicl criin
Beispiel 10
') NH,
Cl
CH7NHCO —J:
.N-
Cl
Teil des Farbstoffs der obigen Formel wurde 5(X) Teilen Wasser gelöst. Diese Lösung wurde
Teilen wasserfreiem Natriumsulfat verset/i. In Gemisch wurden 20 Teile Baumwolle gegeben, und
Temperatur wurde auf SO bis 90 C '.'rhöht. Dann v,
den noch 5 Teile tertiäres Natriumphosphat hinzt fügt, und die Baumwolle wurde I Stunde gefärbt,
so gefärbte Baumwolle wurde einer Seifenbehandl·
unterworfen, mil Wasser gewaschen und so ein farbi
und klar rötlichblaugefärbtes Produkt erhalten.
769
O NH,
C H,NHCOCH,CH.NH
(SO3Na)10,
Cl,
Cl
I,·, 2
2 Toile des Farbstoffes der obigen Formel und
8 Teile Harnstoff wurden in 40 Teilen heißem Wasser gelöst. 50 Teile einer 5% Natriumalginat enthaltenden
Paste wurden unter Rühren mit dieser Lösung versetzt. Nach dem Abkühlen wurden zu dem Gemisch
2 Teile Natriumhydrogencarbonat gegeben. Mit der so erhaltenen Druckpaste wurde ein Baumwolltuch
bedruckt, getrocknet und dann mit Dampf behandelt. Dann wurde das Baumwolltuch einer Seifenbehandlung
unterworfen, mit Wasser gewaschen und so ein Produkt erhalten, das Sonnenlicht- und waschecht und
klar bläulichpurpurn gefärbt war.
Beispiele 12 bis 18
Färbt man wie in den Beispielen 10 und Il mit
Farbstoffen, der nachstehenden Formel, so erhält man
gefärbte Produkte mit den angeführten Farbtönungen:
O NH2
CH2NHCO (SO3Na)2 ^1
O NH2
O NH2
SO3Na
CH2NHCOCH2CH2O
O NH2
SO3Na
H3C
O NH
CH2NHCO-(SO3Na)2
-NH
Rötlichpurpurn
Bläulict purpun
Rötlid blau
305· 525
ortNiM/uni!
Nr i
1 .tr h
NaQ3S
CU,
O NH-CHCH2CH2-^
O NH-CHCH2CH2-^
O NH-CHCH2CH2-/
CH3
CH3
(SO3Na)2
Cl
Blau
Blau
Grünlichblau
Bläulicl grün
Aus der USA.-Patentschrift 3 301 843 sind Reaktiv- 55 lösliche Alkalimetall- oder Ammoniumsalze bilden
1 j.er- J —II »«am I7a«-*v»&1 CqiiM»»4A *«»A #"·«-U 1 TM ■ - _ J _- O.
farbstoffe der allgemeinen Formel
X.-D
N-C
y \
— N — CO — C N
H(R)4-, C = C
H Y Säurereste, wie Carboxyl-, Phosphorsäure- oder S
fonsäuregnippen bedeuten, D einen Farbkörpenno külrest wie einen Azo-, Anthrachinon- oder Phtha
cyaninfarbstoffrest, R einen zweiwertigen niedei
aliphatischen Rest wie die Methylen-, Äthylen- o<
Propylengruppe und Y ein Fluor- oder Chlorate darstellt, π eine ganze Zahl mit einem Wert von m
destens 2, vorzugsweise 2 oder 3 ist und m und q ύ Wert 1 oder 2 haben.
Der im Beispiel 6 dieser Patentschrift beschrieb«
repräsentative Farbstoff (A) ist dem gemäß Beispie erfmdungsgemäß hergestellten Anthrachinonfarbst
bekannt, in der X gleiche oder verschiedene wasser- (B) in der nachstehenden Tabelle gegenübergcst
11
Q-,
Farbstoff
O NH
(A)
CH2NHCO
CH3 Cl
CH3 Cl
H3C SO3H
Der Farbstoff (A) wird durch Acylierung von
O NH2 SQ3H
12
Herstellungsverfahren
Acylierung
Amidomethylierung
mit einem Säurechlorid der Formel
hergestellt.
Der Farbstoff (B) wird erfindungsgemäß nach folgendem Reaktionsschema hergestellt:
O NH
1. H2SO4
NaCl
NaCl
Y Ύ 3\ z
H I V-/
O NH f >-
Farbton
Blau
Leuchtendrotstichigblau
Der crfmdungsgemüß hergestellte FarbstofffBl ist dein bekannten Farbstoff(Λ) hinsichtlich seines Farbtons
erheblich überlegen.
Aus der belgischen Patentschrift 661 532 sind unter anderem Reaktivfarbstoffe bekannt, die als Farbstoffgrundkörpcr
ein Anthrachinonderivat enthalten. Der im Beispiel 3 dieser Patentschrift beschr.^bene Farbstoff(C)
ist einem eründungsgemäü herstellbaren Anthrachinonfarbstoff(D) in der nachstehenden Tabelle gegenübergestellt:
FarbstolT (C)
O NH
SO3Na CH3
CH2NHCOCH2SO2CH2CH2OSO3Na
Farbstoff (D)
O NH
H3C CH2NHCO
| Nutzeffekt der Färbellotte | Baumwolle | Farbänderung | Waschechtheit | Wolle | Baurm olle | Fleckenbildung | |
| Farbstoff | Wolle | (Alkalibehandlung) | 5 | Farbänderung | 5 | ||
|
etwas
unterlegen 50% |
5 | 5 | 5 | ||||
| C |
ausgezeichnet
86% |
ausgezeichnet
70% |
5 | ||||
| D |
ausgezeichnet
86% |
Fleckenbildung | |||||
| 3 bis 4 | |||||||
| 3 bis 4 | |||||||
Die Versuche wurden nach dem japanischen Industrie-Standard JIS L 1045 (1959) durchgeführt.
Der erfindungägemäße Farbstoff ist hinsichtlich seines Aufeiehvermögens auf Baumwolle dem aus der
belgischen Patentschrift 661 532 bekannten Farbstoff überlegen.
Claims (1)
- i 769 370Patentansprüche:I. Verfahren zur Herstellung \on Reaktivfarbstoffen der allgemeinen FormelD-CH2NH-C-Y-1- ^r-(Xlnin der D der Rest eines amidomethylierbaren Anthrachinonderivats. X ein Chlor- oder Bromatom. Y eine Einfachbindung, eine Methylen- oder -—CH2 — CH2 — NH-Gruppe und r. eine Zahl von 1 bis 3 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol eines substituierbare Wasserstoffatome enthaltenden Anthrachinonderivats in Schwefelsaure oder Phosphorsäure mit i bis 3 Mol Formaldehyd oder eines Dihalogenmethyläthers sowie mit 1 bis 3 Mol einer Verbindung der alleemeinen Formel
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| JP3138967 | 1967-05-16 | ||
| JP3164467 | 1967-05-17 | ||
| JP4459567 | 1967-07-10 |
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ID=27287306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| CH647798A5 (de) * | 1981-06-22 | 1985-02-15 | Ciba Geigy Ag | Reaktivfarbstoffe. |
-
1968
- 1968-05-14 GB GB2279668A patent/GB1189776A/en not_active Expired
- 1968-05-15 CH CH719968A patent/CH521428A/de not_active IP Right Cessation
- 1968-05-15 DE DE19681769370 patent/DE1769370C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH521428A (de) | 1972-04-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |