DE1918537B2 - Brandsohle und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Brandsohle und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Brandsohle aus synthetischem porösem Brandsohlenflächenmaterial sowie ein
Verfahren zum Herstellen der Brandsohle, welche im Gelenk- und Fersenbereich durch ein angespritztes Gelenkstück
aus Kunststoff verstärkt ist, wobei die Brandsohle im Bereich des Gelenkstückes in einen fußseitigen
und einen sohlenseitigen Lappen gespalten ist, das nach vorn flach auslaufende Gelenkstück sich im Spalt
befindet und der fußseitige Lappen die fußseitige Oberfläche des Gelenkstücks ganz bedeckt.
Derartige Brandsohlen werden aus besonderen speziell für die Verwendung als Brandsohle entwickelten,
porösen Flächenmaterialicn hergestellt. Es handelt sich dabei im allgemeinen um ein verhältnismäßig steifes
Material.
Es sind Brandsohlen für orthopädisches Schuhwerk bekannt (DT-Gbm 19 06 929), bei denen an die Unterseite
eines ausgestanzten Brandsohlenmaterials ein Gelenkstück aus Kunststoff angespritzt wird, welches von
hinten nach vorn dünner wird und sich von oben nach unten verjüngt. In das Gelenkstück ist eine Verstärkungsfeder
eingebettet. Bei einer derartigen Brandsohle kann es jedoch zum Verzug des Gelenkstückes beim
Aushärten des Kunststoffes kommen, weil die Oberseite des Gelenkstückes durch das Brandsohlenmaterial
gegen die entsprechende Spritzformwand isoliert ist, während die Seitenflächen und die Unterseite des Gelenkstückes
in unmittelbaren Kontakt mit den anfänglich kalten Formwänden gelangt. Ferner ist das Verkleben
des Gelenkstückes mit der Unterlage beim Ferseklebczwicken schwierig, weil an der Unterseite des Gelenkstücks
eine einwandfreie klebfähige Abdeckung fehlt. Außerdem ist es problematisch, einen stufenlosen
Übergang von der Vorderkante des Gelenkstiickes in
die Unterseite des Vorderteils des Brandsohlenmaterials zu erzielen.
Bei einer anderen bekannten Brandsohle (GB-PS 11 42 480) sind diese Probleme teilweise dadurch beseitigt,
daß das Brandsohlenmaterial im Bereich des G ει 5 lenkstückes in einen fußseitigen und einen sohlenseitigen
Lappen gespalten ist und das Gelenkstück sich im Spalt zwischen den Lappen befindet. Hierdurch ist
nicht nur der Kunststoff des Gelenkstückes nach oben, sondern auch an der Unterseite durch das Brandsohlenmaterial
abgedeckt, so daß die Brandsohle insbesondere an der Unterseite des Gelenkstückes einwandfrei
klebfähig wird. Bei der Herstellung der bekannten Brandsohle wird der das Gelenkstück bildende Kunststoff
durch eine oder mehrere Düsen an einem Preßspritzzylinder, der horizontal oder vertikal in Bezug auf
die Sohle angeordnet sein kann, wobei bei der bevorzugten Vc rtikalanordnung die Düsen durch Löcher in
wenigstens einem der Lappen münden, in den Spalt zwischen die Lappen gespritzt. Durch eine derartige
Maßnahme wird zuverlässig erreicht, daß der Kunststoff in den Spalt zwischen die Lappen gelangt und diese
an die Oberseite und Unterseite der Form glatt anpreßt. Durch das Einspritzen des Kunststoffes quer zur
Sohlenlängsrichtung kann es jedoch vorkommen, daß der Kunststoff nicht schnell genug vor dem Zäherwerden
in den fein auslaufenden Keilspalt an dessen Vorderkante gelangt und diesen daher nicht vollständig
ausfüllt, so daß es hier zur Ausbildung einer gestuften Vorderkante des Gelenkstückes kommen kann, wodurch
kein glatter Übergang zwischen Gelenkstück und dem Vorderteil der Brandsohle vorliegt. Außerdem
kann der Kunststoff in die Spalte zwischen den Seilenrändern der Lappen und der Spritzform eintreten, was
insbesondere an der Unterseite der Brandsohle zu Kunststoffgraten entlang den unteren Seitenkanten des
Gelenkstückes führt, so daß diese beim späteren Gebrauch ausbröckeln können. Ferner besteht auch bei
dieser bekannten Brandsohle noch die Gefahr, daß ein Verzug des Kunststoffes auftritt, denn wenngleich sowohl
die Oberseite als auch die Unterseite gegen die entsprechenden Wände der Spritzform durch die Lappen
isoliert sind, ist an den Seitenflächen des Gelenkstückes noch eine wesentliche Kontaktfläche des
Kunststoffes mit den Formseitenwänden vorhanden, so daß dort andere Abkühlungsbedingungen als an der
Ober- und Unterseite des Gelenkstückes vorliegen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zuletzt erwähnte bekannte Brandsohle so zu verbessern,
daß neben einer präzisen Formgebung der unteren Seitenkanten des Gelenkstückes ohne Ausbröckelgefahr
eine innige stufenlose Verbindung des Brandsohlenmaterials mit dem versteiften Kunststoff des Gelenkstükkes
im Bereich der gesamten Brandsohlenoberfläche erzielt wird, ein schneidenartiges Auslaufen des Gelenkstückes
an dessen Vorderkante ohne merkliche Stufe erreicht werden kann, und ein Verzug des Kunststoffes
beim Aushärten auf Grund unterschiedlich abkühlender Begrenzungsflächen vermieden ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der sohlenseitige Lappen am Rand nach oben umgebogen ist, sich
Ober einen wesentlichen Teil des Seitenrands des Gelenkstücks nach oben erstreckt, am Fersenetide eine
Aussparung aufweist, die das Fersenende des Seitenrandes des Gelenkstücks freiläßt, und mit seiner
Außenoberfläche an die Außenoberfläche des Seitenrands des Gelenkstücks stufenlos anschließt, in dem
eine sich in Sohlenlängsrichtung erstreckende, an sich bekannte Verstärkungsfeder eingebettet ist
Durch eine derartige Ausbildung, bei welcher der Rand des bcdenseitigen Lappens gewissermaßen nach
oben umgebördelt ist, während die fußseitige Oberfläche des Gelenkstückes von dem fußseitigen Lappen
ganz bedeckt ist, wird eine Mehrzahl wesentlicher Vorteile
erreicht So ist im wesentlichen die gesamte Oberfläche der Brandsohle über und unter dem Gelenkstück
und auch zumindest im unteren Bereich an den seitlichen Rändern einwandfrei klebfähig, da hier der Kunststoff
des Gelenkstücks durch die Lrandsohlenlappen
abgedeckt ist Durch das Herumführen des sohienseitigen Lappens um die unteren Seitenkanten des Gelenkstücks
sind diese gegen ein Ausbröckeln geschützt und .es wird deren präzise Formgebung erreicht, während
durch das stufenlose Einbetten der Ränder des sohlenseitigen Lappens in das Kunststoffmaterial eine innige
Verbindung mit diesem erzielt wird. Die Unterkante der Brandsohle im Bereich des Gelenkstückes erhält
eine einwandfrei präzise Form, da sie scharfkantig genau dort verläuft, wo sie durch die Form, in welcher
das Gelenkstück eingespritzt wird, vorbestimna ist. Beim Einspritzen des Gelenkstücks schmiegt sich nämlich
das Material des Brandsohlenrohlings unser dem Einfluß des hohen Spritzdrucks einwandfrei in die Kanten
der Spritzform. Da das Gelenkstück von hinten nach vorn an Dicke verliert und schließlich messerschneidenartig
endet nimmt vorteilhaft auch der nach oben umgebogene Rand des bodenseitigen Brandsohlenlappens
von hinten nach vorn stetig an Höhe ab.
Es ist zwar an sich bekannt (DT-Gbm 17 40 335), bei
einem Schuh mit gummiartiger Polstersohle und an deren Unterseite anvulkanisierter Laufsohle letztere nach
oben abzuwinkein und in die Seitenränder der Polstersohle mit stufenlosem Übergang einzubetten. Diese bekannte
Laufsohle besteht jedoch aus vorvulkanisiertem Kautschuk, also einem Material mit genügender Plastizität,
daß sie in verhältnismäßig scharfkantiger Form faltenfrei nach oben umgelegt werden kann. Demgegenüber
ist synthetisches Brandsohlenmaterial verhältnismäßig steif, so daß der Fachmann nicht ohne weiteres
erwarten konnte, daß sich auch bei einem solchen Material ein einwandfreies Umlegen des Randes des
fußseitigen Brandsohlenlappens nach oben und ein faltenloses Einbetten in das Kunststoffmaterial der Seitenränder
des Gelenkstücks erzielen läßt. Dasselbe gilt für ein anderes bekanntes Schuhwerk (CH-PS 3 23 892),
bei dem die fußseitige Abdeckung eines die Brandsohle bildenden, aus Gummi oder Kunststoff formgepreßten
Formstücks um dessen Oberkanten herum nach unten abgebogen ist, denn auch bei dem hier als Abdeckung
verwendeten Leder- oder Stoflmaterial handelt es sich
um ein verhältnismäßig weiches und daher leicht verformbares Material. Schließlich ist aus demselben
Grund auch das bekannte Umlegen der Ränder eines Gewebematerials um die Kanten eines Sohlenkerns aus
einer Latex-Füllstoff-Mischung, wie Latex-Kork (DT-AS 10 29 264), nicht mit dera Herumführen der
Ränder des fußseitigen Lappens um die Unterkante des Gelenkstücks gemäß der Erfindung vergleichbar. Überdies
läßt sich ein Gewebe.naterial insbesondere an den Rändern nicht zuverlässig und ohne Ausfransung in die
Seitenflächen des Gelenkstücks einbetten. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt
darin, daß der Verzug beim Erstarren des Gelenkstükkes besonders gering ist, da das Gelenkstück auch an
den Seiten durch die Randteile des bodenseitigen Lappens isoliert wird. Die Erfindung vermeidet ferner das
ίο Auftreten auch nur geringster Stufeii zwischen dem unteren
Lappen und dem Kunststoff des Gelenkstücks. Schließlich verhindert die Erfindung auch Anrisse und
Ausbröckelungen in der Walkzone des Gelenkstückes in der Brandsohle.
In das Gelenkstück ist, wie an sich bekannt, eine sich
in Sohlenlängsrichtung erstreckende Verstärkungsfeder eingebettet. Am günstigsten ist diese so angebracht,
daß sie von dem fußseitigen Lappen und dem bodenseitigen Lappen etwa den gleichen Abstand hat, sich also
etwa in der Mitte des Gelenkstücks erstreckt. Die Brandsohle gemäß Erfindung hat vorteilhaft eine mit
Brandsohlenmaterial ausgekleidete Vertiefung zur Aufn?hme des Kopfes einer Absatzbefestigungsschraube.
Diese Vertiefung kann leicht beim Spritzen des Ge-Ienkstücks durch einen entsprechenden Vorsprung der
Spritzform hergestellt werden. Unter dem Spritzdruck schmiegt sich das Material des fußseitigen Lappens einwandfrei
an den Vorsprung an.
Bei einem bekannten Gelenkstück aus Kunststoff, welches vorgefertigt wird und erst nachträglich abgedeckt
wird (DT-Gbm 19 66 594), is.t die Verstärkungsfeder, wie bei der vorliegenden Erfindung, ebenfalls etwa
in der Mitte des Gelenkstückes eingebettet. Da im bekannten Fall jedoch während des Spritzens des Gelenkstückes
obere und untere Abdeckungen fehlen, können zum Einbetten der Verstärkungsfeder in der
Spritzform leicht Distanzelemente zur Halterung der Verstärkungsfeder vorgesehen werden. Bei bekannten
Brandsohlen mit einem an die Unterseite einer Abdekkung aus Brandsohlenmaterial angespritztem Gelenkstück
wurde jedoch bisher der einfachere Weg vorgezogen, die Verstärkungsfeder an die Unterseite der Abdeckung
vor dem Anspritzen des Kunststoffes anzuheften. Hierdurch ist aber die Oberseite der Verstärkungsfeder
nicht mit Kunststoff, sondern nur mit der Abdekkung abgedeckt, so daß die Gefahr besteht, daß sich die
Verstärkungsfeder beim späteren Gebrauch der Brandsohle durch die auftretende Walkarbeit aus dem Gelenkstück
löst.
Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag schließlich, am Fersenende des sohlenseitigen Lappens eine Aussparung
vorzusehen, welche das Fersenende des Seitenrandes des Gelenkstücks freiläßt, ist es ermöglicht,
daß der Kunststoff zum Herstellen der Brandsohle von der Absatzseite her in Sohlenlängsrichtung in den Spalt
zwischen den beiden Lappen der in einer entsprechenden Form angeordneten Brandsohle eingespritzt wird,
in welchem gegebenenfalls die Verstärkungsfeder von Vorsprüngen der Form zwischen den Lappen gehalten
ist. Durch das Einspritzen von hinten wird nicht nur "ine ausgerichtete Molekularstruktur erzielt, sondern
des weiteren wird auch ein einwandfreies Ausspritzen des vordersten Randes des Gelenkstückes bewirkt.
Dieser Rand läuft durch das bevorzugte Verfahren ganz fein aus. so daß hier ein in hohem Maße kontinuierlicher
Übergang vom durch das Gelenkstück verstärkten Brandsohlenbereich zu dem lediglich aus dem
Brandsohlenflächenmaterial bestehenden vorderen
Brandsohlenbereich erzielt wird. Außerdem wird auch noch im vordersten Bereich des Gelenkstücks eine sehr
innige Verbindung zwischen Kunststoff und Brandsohlenmaterial bewirkt. Besonders vorteilhaft wird bei diesem
Verfahren auch der Vorderfuß der Brandsohle in die Form eingespannt und unter dem Schließdruck der
im vorderen Bereich entsprechend gewölbt ausgebildeten Form mit der gewünschten Vorsprengung versehen.
Gemäß der Erfindung sollen sich die Ränder des sohlenseitigen Lappens um die Unterkanten des Gelenkstückes
nach oben herumlegen. Dies erfordert aber, daß beim Herstellen der Brandsohle der untere Lappen
ein solches Übermaß aufweist, daß sich seine Randbereiche hoch genug an die Seitenwandung der Form
beim Einspritzen des Kunststoffes anlegen. Wenn sich die Sohle im Gelenkbereich in an sich bekannter Weise
(DT-Gbm 19 06 929) von oben nach unten verjüngt, genügt es hierzu, wenn der untere Lappen und der obere
fußseitige Lappen den gleichen Umriß aufweisen. 1st die Verjüngung gering oder soll das Maß, um welches
der bodenseitige oder untere Lappen an den Rändern nach oben ragt, besonders hoch werden, so kann man
auch den bodenseitigen Lappen entsprechend größer formen. Sollen der bodenseitige Lappen und der fußseitige
Lappen unterschiedliche Umrisse aufweisen, so wird nach der Erfindung beim Ausstanzen des Rohlings
an den Stellen, an denen der Umriß des einen Lappens gegenüber dem des anderen Lappens zurückspringt, in
den Rohling von der Seite des Lappens mit zurückspringendem Umriß her ein Schnitt längs der zurückspringenden
Umrißlinie bis zur gewünschten Dicke des Lappens mit zurückspringendem Umriß eingestanzt.
Danach wird der Rohling zur Bildung der beiden Lappen, wie an sich bekannt, gespalten. Durch den Spaltschnitt
falien die Teile des Lappens mit zurückspringendem Umriß ab. Auf diese Weise kann beispielsweise
am hinteren Ende des unteren Lappens die bevorzugt halbmondförmige Aussparung vorgesehen werden,
welche verhindert daß sich der eher zunächst ein gewisses Übermaß aufweisende untere Lappen vor die
Einspritzöffnung in der Form legt. Um zu verhindern, daß der Strahl des in die Form eintretenden Kunststoffs
sich etwa auch über den oberen Lappen legt, genügt es, wenn man den oberen Lappen vor dem Einlegen
in die Form so vorkrümmt, daß sich sein hinteres Ende vom untern Lappen wegwölbt. Wie Versuche gezeigt
haben, genügen bereits diese einfachen Maßnahmen, um zu verhindern, daß sich der Kunststoff beim
Einspritzen über den oberen Lappen oder unter den unteren Lappen legt
Nachfolgend ist an Hand der Zeichnung die bevorzugte Ausführungsform einer Brandsohle gemäß Erfindung
beschrieben.
F i g. 1 zeigt die Ansicht von unten auf die Brandsohle gemäß Erfindung;
F i g. 2 zeigt den Schnitt 11-11 aus F i g. 1;
F i g. 3 zeigt den Schnitt 1II-1I1 aus F i g. 1;
F i g. 4 zeigt den Schnitt IV-IV aus F i g. 1;
F i g. 5 zeigt den Schnitt V-V aus F i g. 1;
F i g. 6 zeigt die Ansicht von hinten auf eine Brandsohle gemäß Erfindung.
F i g. 3 zeigt den Schnitt 1II-1I1 aus F i g. 1;
F i g. 4 zeigt den Schnitt IV-IV aus F i g. 1;
F i g. 5 zeigt den Schnitt V-V aus F i g. 1;
F i g. 6 zeigt die Ansicht von hinten auf eine Brandsohle gemäß Erfindung.
Die gezeigte Brandsohle besteht aus einem Kunststoff-Gelenkstück 1, einer in dieses eingebetteten, sich
in Sohlenlängsrichtung erstreckenden Stahlfeder 2 und der eigentlichen Brandsohle 3, welche im Fersen- und
Gelenkbereich in einen oberen oder fußseitigen Lappen 4 und einen unteren oder bodenseitigen Lappen 5
gespalten ist, zwischen welchen fest mit ihnen verbunden das Gelen'icstück 1 aus Kunststoff angeordnet ist.
Wie aus den F i g. 2 bis 6 ersichtlich, hat die Brandsohle überall die dem Fuß und Schuh entsprechende Wölbung.
Bei 7 und 8 erkennt man mit Brandsohlenmaterial ausgekleidete Löcher, durch welche die Vorsprünge
der Spritzform ragen, welche während des Spritzens des Gelenkstücks die Stahlfeder 2 in der gewünschten
Lage halten. Ferner erkennt man bei 9 im Absatzbereich eine ebenfalls mit dem Material des oberen
Brandsohlenlappens ausgekleidete Vertiefung, welche zur Aufnahme des Kopfes der Absatzbefestigungsschraube
dient.
Aus F i g. 2 und 4 bis 6 erkennt man, daß sich der seitliche Rand des unteren Lappens 5, wie bei 10 angedeutet,
über den großen Teil der Höhe des Seitenrands des Gelenkstücks nach oben erstreckt In F i g. 6 ist
eine etwa halbmondförmige Aussparung am rückwärtigen Ende des unteren Lappens zu s«*hen. Diese Aussparung
11 gibt den Raum frei, in welchen zwischen oberem Lappen 4 und unterem Lappen 5 der Kunststoff
bei der Herstellung der Brandsohle eingespritzt wird.
Durch das oben beschriebene Verfahren, welches es erlaubt, dem unteren und oberen Lappen des Brandsohlenrohlings
unterschiedliche Umrißformen zu geben, ist es möglich, die Umrißform des unteren Lappens
so zu wählen, daß der nach oben ragende Rand des unteren Lappens unmittelbar an den oberen Lappen
anschließt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist dies nicht der Fall, da bei Brandsohlen, die sich wie
auch im gezeigten Ausführungsbeispiel im Fersen- und Gelenkbereich von oben nach unten verjüngen, der
durch diese Verjüngung frei werdende Randbereich des unteren Lappens ausreicht um die Seitenfläche des Gelenkstücks
in genügender Höhe zu verkleiden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Brandsohle aus synthetischem porösem Brandtohlenflächenmaterial,
welche im Gelenk- und Fersenbereich durch ein angespritztes Gelenkstück aus Kunststoff verstärkt ist, wobei die Brandsohle im
Bereich des Gelenkstücks in einen fußseitigen und einen sohlenseitigen Lappen gespalten ist, das nach
vorn flach auslaufende Gelenkstück sich im Spalt befindet, und der fußseitjge Lappen die fußseitige
Oberfläche des Gelenkstücks ganz bedeckt, d a durch gekennzeichnet, daß der sohlenseitige
Lappen (5) am Rand nach oben umgebogen ist (10), sich über einen wesentlichen Teil des Seitenrands
des Gelenkstücks (1) nach oben erstreckt, am Fersenende eine Aussparung (11) aufweist, die das
Fersenende des Seitenrandes des Gelenkstücks (1) freiläßt, und mit seiner Außenoberfläche an die
Außenoberfläche des Seitenrands des Gelenkstücks (1) stufenlos anschließt, in dem eine sich in Sohlenlängsrichtung
erstreckende, an sich bekannte Verstärkungsfeder (2) eingebettet ist.
2. Verfahren zum Herstellen einer Brandsohle nach Anspruch 1 unter Verwendung eines Brandsohlenrohlings,
bei dem der sohlenseitige Lappen und der fußseitige Lappen unterschiedliche Umrisse
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausstanzen des Rohlings an den Stellen, an denen der
Umriß eines Lappens (5) gegenüber dem des anderen Lappens zurückspringt, in den Rohling von der
Seite des Lappens (5) mit zurückspringendem Umriß her ein Schnitt längs der zurückspringenen Umrißlinie
(11) bis zur gewünschten Dicke des Lappens mit zurückspringenem Umriß eingestanzt wird und
daß danach der Rohling zur Bildung der beiden Lappen, wie an sich bekannt, gespalten und anschließend
der Kunststoff in an sich bekannter Weise eingespritzt wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691918537 DE1918537C3 (de) | 1969-04-11 | 1969-04-11 | Brandsohle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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| CH1108469A CH492414A (de) | 1968-12-06 | 1969-07-16 | Brandsohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691918537 DE1918537C3 (de) | 1969-04-11 | 1969-04-11 | Brandsohle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1918537A1 DE1918537A1 (de) | 1971-07-15 |
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| DE1918537C3 DE1918537C3 (de) | 1980-05-08 |
Family
ID=5730961
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691918537 Expired DE1918537C3 (de) | 1968-12-06 | 1969-04-11 | Brandsohle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
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|---|---|
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Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL7410758A (nl) * | 1973-12-14 | 1975-06-17 | Meier Ernst | Werkwijze voor het vervaardigen van een schoen, een bij deze werkwijze te gebruiken inzetstuk en leest. |
| US4070770A (en) * | 1975-09-19 | 1978-01-31 | Red Wing Shoe Company, Inc. | Insole for rock climbing shoe |
| IT7822471U1 (it) * | 1978-07-28 | 1980-01-28 | Sottolana Giulio | Soletta, particolarmente per calzature femminili |
| GB2039716A (en) * | 1979-01-11 | 1980-08-20 | Anzani O | Moulded soles and a method of manufacturing such soles |
-
1969
- 1969-04-11 DE DE19691918537 patent/DE1918537C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE1918537A1 (de) | 1971-07-15 |
| DE1918537C3 (de) | 1980-05-08 |
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