DE1920367B2 - Werkzeug zur spangebenden Bearbei tung der planen Stirnflache eines Werk Stuckes - Google Patents
Werkzeug zur spangebenden Bearbei tung der planen Stirnflache eines Werk StuckesInfo
- Publication number
- DE1920367B2 DE1920367B2 DE19691920367 DE1920367A DE1920367B2 DE 1920367 B2 DE1920367 B2 DE 1920367B2 DE 19691920367 DE19691920367 DE 19691920367 DE 1920367 A DE1920367 A DE 1920367A DE 1920367 B2 DE1920367 B2 DE 1920367B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tool
- cutting
- cutting elements
- workpiece
- face
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000003754 machining Methods 0.000 title claims description 9
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 73
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 5
- UONOETXJSWQNOL-UHFFFAOYSA-N tungsten carbide Chemical compound [W+]#[C-] UONOETXJSWQNOL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000004381 surface treatment Methods 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 235000013929 Psidium pyriferum Nutrition 0.000 description 1
- 244000236580 Psidium pyriferum Species 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 1
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 1
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23C—MILLING
- B23C5/00—Milling-cutters
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23C—MILLING
- B23C1/00—Milling machines not designed for particular work or special operations
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Milling Processes (AREA)
- Turning (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zur spangebenden
Bearbeitung der planen Stirnfläche eines koaxial zum Werkzeug angeordneten und relativ zu diesem
um die gemeinsame und senkrecht zu dieser Stirnfläche verlaufenden Achse drehbaren und entlang
dieser Achse verschiebbaren Werkstückes, bestehend aus einem Werkzeughalter mit eingesetzten
Schneidelementen.
Es sind Planfräser zum Herstellen ebener Flächen in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. So
zeigt z. B. die schweizerische Patentschrift 90 997 einen solchen Planfräser, bei dem in eine ebene
Fläche der Fräserscheibe eine oder mehrere spiralförmige Nuten und quer dazu radiale Nuten eingeschnitten
sind, so daß die Scheibe eine große Anzahl von einzelnen Zähnen aufweist. Derartige Planfräser
können nur mit sehr geringer Geschwindigkeit angetrieben werden. Einen weiteren Planfräser zeigt auch
die österreichische Patentschrift 482 090, bei dem ein Werkzeughalter vorgesehen ist, in dem ein Schneidelement
in Form einer langgestreckten, radial oder entlang eines Durchmessers verlaufenden Schneide
eingesetzt ist. Der Werkzeughalter kann um die gemeinsame und senkrecht zu der Stirnfläche des
Werkstückes verlaufende Achse gedreht und mit dem eingesetzten Schneidelement entlang dieser Achse ge-
gen die Stirnfläche des Werkstückes verschoben werden. Um mit einer solchen langgestreckten Frässchneide
arbeiten zu können, ist in dem bekannten Fall vorgesehen, die zu bearbeitende Stirnfläche mit
entsprechenden konzentrisch verlaufenden Rippen oder Wellungen zu versehen, beispielsweise beim
Gießen des Werkstückes.
Ein anderes ähnliches Werkzeug ist aus der österreichischen Patentschrift 91 805 bekannt. Hierbei handelt
es sich um eine Feil- oder Raspelscheibe mit einem Werkzeughalter und einem kontinuierlichen
spiralförmig ausgewickelten Stahlband als Werkzeug, das entlang seiner nach außen freiliegenden Kante
Sägezähne oder Feilhiebe aufweist, welche die ebene scheibenförmige Angriffsfläche des Werkzeuges bildet.
Auch hierbei kann zur Bearbeitung einer planen Stirnfläche der Halter um seine Achse rotiert und
entlang seiner Achse gegen die zu bearbeitende Oberfläche vorgeschoben werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug der eingangs näher bezeichneten Art so
weiterzubilden, daß eine plane Bearbeitung von senkrecht zu einer gemeinsamen Drehachse vou
Werkzeug und Werkstück verlaufenden Stirnfläche des Werkstückes lediglich durch relative Drehbewegung
und axiale Annäherungsbewegung der Teile ermöglicht wird, und zwar bei minimaler Lagerbelastung
und großer Lebensdauer des Werkzeuges und hoher Bearbeitungsleistung.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in den Werkzeughalter eingesetzten
Schneidelemente in Richtung der Drehachse bis zu einer gemeinsamen Ebene vorspringen und über eine
der zu bearbeitenden Stirnflächen des Werkstückes entsprechend ausgedehnte Fläche des Werkzeughalters
sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung verteilt sind und daß jedes Schneidelement von jedem
anderen Schneidelement um einen anderen Winkelabstand in Umfangsrichtung und um ein ganzzahliges
Vielfaches eines vorbestimmten Bruchteils der radialen Ausdehnung der Fläche in radialer Richtung
entfernt so angeordnet ist, daß sich die Schnitte der Schneidelemente überlappen. Schutz wird nur für die
Gesamtkombination dieser Merkmale begehrt.
Bei Werkzeugen, welche bei planen Flächen über diese Fläche linear bewegt oder bei umlaufenden
Flächen vom Umfang her an diesen Flächen zum Angreifen gebracht werden, ist es bekannt, mit Hilfe
eines gemeinsamen Werkzeughalters einen Satz von gestaffelt angeordneten Schneidelementen vorzusehen, die gemeinsam an der zu bearbeitenden Oberfläche
angreifen. So zeigt die schweizerische Patentschrift 136 440 eine Vorrichtung zum Abdrehen von
Werkstücken. Die Schneidelemente sind jeweils in Gruppen so angeordnet, daß sie gruppenweise Breitmesser
bilden, welche gemeinsam eine radiale Vorschubbewegung ausführen. Bei der deutschen Patentschrift
913 609 sind mehrere hintereinander arbeitende,
in einem Gehäuse angeordnete und einzeln in Längsrichtung auf die Schnittiefe einstellbare Meißel
vorgesehen, die gleichzeitig und gleichmäßig auf die jeweils erforderliche Spanbreite stufenlos einstellbar
sind. Dieses Werkzeug kann für die Bearbeitung von planen Flächen nach Art eines Hobelwerkzeuges
oder von umlaufenden Flächen nach Art eines Drehwerkzeuges eingesetzt werden.
Schließlich ist es aus der USA.-Patentschrift 1 949 515 bekannt, auf dem Umfang eines rotieren-
3 ' 4
den Werkstückes ein Muster von spiralförmig neben- arbeitet werden soll, und der außerdem auf Um-
einanderliegenden Nuten durch sich gegenüberlie- fangsflächen abgedreht oder oberflächenbearbeitet
gende und während der Drehbewegung des Werk- und/oder mit inneren Entlastungsschnitten oder i>u-
stückes entlang einer Mantellinie geführte Schneid- ten versehen werden soll. Der Werkzeugkopf 10
elemente zu erzeugen. Die dabei entstehenden Riefen s kann drehbar und axial verschiebbar von Mitteln, die
sollen anschließend abgeschliften werden. Die Werk- nicht Gegenstand der Erfindung sind, unterstützt
zeuge sind dabei gruppenweise in einem gemeinsa- werden. Diese weisen vorzugsweise eine entspre-
men Halter einsetzbare Schneiden, deren Angriffs- chende Verbindung mit dem Haltekopf auf, wie dies
ende in Schnittrichtung halbkreisförmig ausgebildet in gestrichelten Linien in F i g. 2 angedeutet ist. Diese
ist. ίο Antriebsmittel sind mit der Bezugsziffer 12 bezeich-
Demgegenüber betrifft die Erfindung ein Werk- net und gestatten ein Abnehmen des Werkzeughalzeug
zur spangebenden Bearbeitung der planen Stirn- ters von der Antriebsvorrichtung, um eine neue Einfläche
eines Werkstückes, bei der die gesamte Stirn- stellung vorzunehmen oder die Schneidelemente ausfläche
durch das gegenüber dieser um eine gemein- zutauschen. Alternativ dazu kann selbstverständlich
same Achse rotierende und senkrecht zu dieser Stirn- 15 auch der Werkzeughalter 10 stationär angeordnet
fläche relativ bewegbare Werkzeug bearbeitet werden sein und ein Werkstück W drehbar und/oder axial
soll. Durch die besondere Anordnung und Verteilung verschiebbar unterstützt werden. Wesentlich für die
der Schneidelemente über die ganze Ausdehnung der Erfindung ist lediglich, daß Werkstück und Werkzu
bearbeitenden Fläche wird bei jeder Umdrehung zeughalter vorzugsweise in Drehrichtung relativ
des Werkzeuges die Werkstückfläche insgesamt bear- 20 zueinander bewegt und gleichzeitig bis zu der gebeitet.
Dabei ist jedes Schneidelement von jedem an- wünschten axialen Tiefe kolbenartig gegeneinander
deren Schneidelement sowohl in Umfangsrichtung als bewegt werden, um die Oberflächenbearbeitung in
auch in radialer Richtung in der näher angegebenen der nach der Erfindung gewünschten Weise zu erzie-Weise
versetzt angeordnet, wobei sich die einzelnen len.
spanabhebenden Bahnen überlappen. Auf Grund -z Der Werkzeughalter 10 ist, wie dies Fig. 2 zeigt,
dieser Ausbildung wird eine sehr rasche, zuverlässige mit einer Vielzahl von Sitzen oder Halterungen 14
Grobbearbeitung der Stirnfläche erzielt und gleich- versehen, in welche die Oberflächenbearbeitungszeitig
gewährleistet, daß alle dabei auftretenden Schneideelemente 20 leicht austauschbar oder ent-Kräfte
gegeneinander ausgewogen sind, so daß prak- fernbar aufgenommen und durch übliche Mittel festtisch
keine radiale Lagerbelastung auftritt, während 30 gelegt sind. Die Anordnung der Vielzahl von
andererseits gewährleistet wird, daß alle Schneidele- Schneidelementen erfolgt in der weiter unten zu bemente
ebenso wie der Werkzeughalter insgesamt schreibenden erfindungsgemäßen Weise,
über die ganze Ausdehnung der zu bearbeitenden In ähnlicher Weise kann der Halter 10 auch noch Fläche gleichmäßig belastet werden, so daß eine axial erstreckende vordere Ansätze 15 aufweisen, in hohe Standdauer der Schneidelemente erzielt wird. 35 denen ebenfalls austauschbar Wolframkarbideinsätze
über die ganze Ausdehnung der zu bearbeitenden In ähnlicher Weise kann der Halter 10 auch noch Fläche gleichmäßig belastet werden, so daß eine axial erstreckende vordere Ansätze 15 aufweisen, in hohe Standdauer der Schneidelemente erzielt wird. 35 denen ebenfalls austauschbar Wolframkarbideinsätze
Die hohe Standdauer der Schneidelemente läßt 16 für eine äußere Abdrehung am Umfang des
sich noch weiter steigern, wenn man jedes Schneid- Werkstückes W montiert sind, wobei die Bearbeitung
element mit einer kreisförmigen Schneidkante ausbil- in dem gezeigten Beispiel entlang der Umfangsrip-
det, so daß durch Drehen des Schneidelementes um pe L erfolgt.
seine Achse in der Halterung nacheinander verschie- 40 Auch kann das Kopfstück 10 eine Anzahl von äu-
dene Abschnitte der kreisförmigen Schneide zum ßeren Werkstücken 17 aufweisen, die gleichzeitig
Angreifen an dem Werkstück gebracht werden kön- während der Oberflächenbearbeitung an dem Werk-
nen. stück angreifen, um die erforderliche Kantenabschrä-
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schema- gung zu erzielen. Gleichzeitig können eine Anzahl
tischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel 45 von Schneidelementen 19 montiert sein, welche dazu
näher erlä utert. dienen, um innere Entlastungsnuten zu erzeugen.
F i g. 1 zeigt schematisch in axialer Stirnansicht, Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen,
und zwar in Richtung von links gemäß F i g. 2, das daß das Vorhandensein und die Anordnung, z. B. der
Schneidwerkzeug gemäß der Erfindung und deutet äußeren Schneideinsätze 16, der äußeren Kanten-
die Anordnung der Oberflächenschneidelemente in 50 brechschneider 17 und der inneren zum Schneiden
einem Werkzeughalter an; von Entlastungsnuten dienenden Schneidelemente 19
F i g. 2 ist ein axialer Schnitt durch ein Werkzeug lediglich von untergeordneter Bedeutung sind und
gemäß Fig. 1, wobei der Schnitt entlang der Schnitt- für die Verwirklichung der Erfindung nicht notwen-
linie 2-2 nach F i g. 1 geführt ist, während dig sind.
F i g. 3 schematisch in erheblich vergrößertem 55 Zur Vervollständigung des Verständnisses eines
Maßstab die Arbeitsweise eines der mehrfachen typischen kolbenförmig bewegbaren Oberflächenbe-
Schneidelemente des neuen Werkzeugs während des arbeitungswerkzeuges gemäß der Erfindung sei dar-
Arbeitsvorganges veranschaulicht. auf hingewisen, daß die aus Wolframkarbid beste-
Wie am besten aus F i g. 2 hervorgeht, umfaßt das henden äußeren Abdrehschneidelemente 16, ähnlich
Schneidwerkzeug gemäß der Erfindung eine Vielzahl 60 wie die eingesetzten Schneidelemente 20, vorzugs-
von Schneidelementen, welche entfernbar und leicht weise kreisförmige Gestalt aufweisen und eine posi-
auswechselbar auf einem relativ massiven, drehbaren tive Umfangsschräge besitzen. Sie können entfernbar
Halter oder Kopf 10 angeordnet sind, welcher Halter und austauschbar in den Halteansätzen 15 durch ge-
mit seiner Stirnfläche kolbenartig einem Werk- eignete bekannte Mittel festgelegt sein. In einem ty-
stück W gegenübersteht. Zum Zwecke der Veran- 65 pischen Anwendungsfall können zehn solcher
schaulichung kann das Werkstück W als der Rotor Schneidelemente in gleichen Umfangsabständen, in
einer Bremsscheibe angenommen sein, der eine ring- gleichen axialen Abständen angeordnet sein. Sie sind
förmige Schulterfläche S aufweist, die oberflächenbe- in bezug auf das Werkstück W in radialer Richtung
so angeordnet, daß sie bei der relativen axialen Bewegung von Werkzeughalter 10 und Werkstück W
einen einzigen Abdrehschnitt über die UmfangsrippeL des Werkstückes ausführen.
Im Gegensatz dazu sind die zur Abschrägung dienenden Schneidelemente 17 nicht kreisförmig ausgebildet.
Es können hiervon fünf in gleichen Umfangsabständen und in Umfangsrichtung in Fluchtung vorgesehen
sein, die starr, jedoch entfernbar, an dem Halter 10 angeordnet sind. Sie dienen dazu, um eine
Umfangskante des Werkstücks W nach innen abzuschrägen.
Von den zur Erzeugung der Entlastungsnuten dienenden Schneidelementen 19 können bei
einem typischen Fall sechs Elemente vorgesehen sein, die ebenfalls in gleichen Abständen angeordnet
sind. Sie erzeugen eine kreisförmige Entlastungsnut des Bremsscheibenrotors, der hier als Werkstück angenommen
ist, wobei die Note in einer Zone erzeugt wird, weiche die innere Umfangsbegrenzung der zu
bearbeitenden Stirnfläche S bildet.
Wie aus F i g. 1 hervorgeht, sind in dieser einige wenige Wolframkarbidabdrehschneidelemente 16 angedeutet,
die in gleichen Umfangsabständen von etwa je 30° voneinander angeordnet und im gleichen
radialen Abstand von der Achse des Halters 10 vorgesehen sind. Die zur Erzeugung von Entlastungsnuten
dienenden Klingen oder Schneidelemente 19 und die zur Ausbildung einer Abschrägung dienenden
Klingen 17 sind jeweils nur durch ein Schneidelement
in gestrichelten Linien in F i g. 1 angedeutet.
Ein in typischer Weise nach der Lehre der vorliegenden Erfindung ausgebildetes Schneidwerkzeug
weist insgesamt dreißig zur Oberflächenbearbeitung dienende Einsätze 20 auf. Diese sind in gleichen Abständen
von jeweils 12° voneinander in Umfangsrichtung angeordnet. Die Winkel sind in F i g. 1
durch strichpunktierte Linien angedeutet, die vom axialen Zentrum des Halters 10 ausgehen. Der
Durchmesser der Schneidelemente beträgt vorzugsweise etwa 18 bis 20 mm. Die Einsätze bestehen aus
Wolframkarbid und besitzen eine positive Schrägung um den jeweiligen Umfang, wie dies aus Fig. 1 erkennbar
ist.
Weiterhin sind die Schneidelemente 20 gemäß der Erfindung in radialer Richtung geringfügig voneinander
in Abständen angeordnet oder gegeneinander versetzt, und zwar vorzugsweise in Abständen von
etwa 1,6 mm. Diese Aussage bedeutet nicht, daß die Schneidelemente 20, die jeweils in Abständen von
12C voneinander folgen, notwendigerweise in radialer
Richtung jeweils voneinander einen Abstand von 1,6 mm aufweisen. Es bedeutet vielmehr, daß irgendein
Einsatz 20 jeweils von allen anderen Einsätzen in einem Abstand vom Einfachen oder Mehrfachen dieses
Wertes angeordnet ist
Der gewünschte Schneideffekt ist schematisch in Fig. 3 im vergrößerten Maßstäbe wiedergegeben.
Daraus geht hervor, daß bei der relativen Drehbewegung und bei dem gleichzeitigen axialen Vorschub
von Werkzeughalter 10 und Werkstück W die Gesamtheit der Schneideelemente 20 eine Vielzahl von
Oberflächenschnitten erzeugt, beim angenommenen Beispiel von dreißig Oberflächenschnitten, welche
einander geringfügig in radialer Richtung überlappen. In einem typischen Fall kann die volle Tiefe der
Schnitte, welche durch die Schneidelemente in der Oberfläche S der Bremsscheibe erzeugt werden, etwa
0,04 mm betragen. Diese Tiefe ist in F i g. 3 mit dem
ίο Buchstaben d angedeutet. Das Ergebnis ist, daß die
Oberfläche S nach der Bearbeitung eine roh bearbeitete Oberfläche darstellt, bei der die einzelnen
Schnitte jeweils durch kleine kreisförmige Rippen r voneinander getrennt sind. Danach ist das Werkstück
W bereit, für eine nachfolgende Endbearbeitung, die in üblicher Weise erfolgen kann, wobei angenommen
wird, daß eine ebenere oder glattere Oberfläche als sie durch die beschriebene Bearbeitung
erzielt wird, gewünscht wird.
ao Wie in F i g. 1 angedeutet ist, kann die in Umfangsrichtung
fortschreitende Anordnung von nicht notwendiger Weise in Umfangsrichtung unmittelbar
aufeinanderfolgenden Schneidelementen einer kontinuierlichen Spirale P folgen, von der einzelne Abas
schnitte in F i g. 1 angedeutet sind. Die Anordnung der Schneidelemente 20 kann aber auch völlig unregelmäßig
erfolgen, solange sichergestellt ist, daß sich eine geringfügige radiale Überlappung der einzelnen
Schnitte aller Einsätze 20 ergibt.
Wie oben schon angedeutet wurde, hat die Verwendung einer Vielzahl von kreisförmigen Oberflächenbearbeitungseinsätzen
die Wirkung, daß die radiale Belastung der Welle oder dergleichen Lagerelemente außerordentlich klein wird. Dies beruht auf
der Tatsache, daß beim Einschneiden der Schneidelemente 20 in das Werkstück die Schneidelemente
20 in radialer Richtung bis zu einem beachtlichen Ausmaß durch das Werkstück selber unterstützt werden,
wenn das Metall entfernt wird. Selbstverständ-Hch können die Schneidelemente an dem Halter 10
entweder für Linksdrehung als auch für Rechtsdrehung montiert sein.
Die Lebensdauer des Werkzeugs wird außerdem um ein Vielfaches, beispielsweise um das Fünfzehnbis
Zwanzigfache gegenüber den üblichen Schneidköpfen, erhöht. Dies beruht darauf, daß auf Grund
der Verwendung einer Vielzahl von Schneideinsätzen 20 diese nur örtlich begrenzt einer Schneidabnutzung
unterworfen sind. Außerdem können die Einsätze jeweils gelockert um ihre Achse um einen Schritt
weitergedreht und erneut festgelegt werden, was in der Regel achtmal erfolgen kann, bevor die Schneidelemente
ausgetauscht werden müssen.
Die bevorzugte Anordnung des Haltekopfes 20 zur Betätigung bei einer hydraulisch betätigbaren Schubstange
od. dgl. gestattet einen schnellen Wechsel von einem Kopf zum anderen, wobei bei dem ausgewechselten
Kopf die einzelnen Schneidelemente 20 in der Ruhepause neu arrangiert werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Werkzeug zur spangebenden Bearbeitung der planen Stirnfläche eines koaxial zum Werkzeug
angeordneten und relativ zu diesem um die gemeinsame und senkrecht zu dieser Stirnfläche
verlaufenden Achse drehbaren und entlang dieser Achse verschiebbaren Werkstücks, bestehend aus
einem Werkzeughalter mit eingesetzten Schneidelementen, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Werkzeughalter (10) eingesetzten
Schneidelemente (20), die in Richtung der Drehachse bis zu einer gemeinsamen Ebene (S) vorspringen,
über eine der zu bearbeitenden Stirnfläche des Werkstücks (W) entsprechend ausgedehnte
Fläche des Werkzeughalters sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung verteilt sind,
und daß jedes Schneidelement (20) von jedem anderen Schneidelement um einen anderen Winkelabstand
in Umfangsrichtung und um ein ganzzahliges Vielfaches eines vorbestimmten Bruchteils
der radialen Ausdehnung der Fläche in radialer Richtung entfernt so angeordnet ist, daß
sich die Schnitte der Schneidelemente überlappen.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schneidelement (20) eine
kreisförmige Schneidkante aufweist.
3. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmigen Schneidelemente
(20) am Werkzeughalter um ihre Achse verstellbar und auswechselbar angeordnet sind.
4. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schneidelement (20)
von jedem anderen Schneidelement um ein ganzzahliges Vielfaches eines vorbestimmten Winkelabstandes
in Umfangsrichtung entfernt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US72351868A | 1968-04-23 | 1968-04-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1920367A1 DE1920367A1 (de) | 1969-11-20 |
| DE1920367B2 true DE1920367B2 (de) | 1973-10-18 |
| DE1920367C3 DE1920367C3 (de) | 1974-05-09 |
Family
ID=24906608
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691920367 Expired DE1920367C3 (de) | 1968-04-23 | 1969-04-22 | Werkzeug zur spangebenden Bearbeitung der planen Stirnfläche eines Werkstückes |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1920367C3 (de) |
| GB (1) | GB1224135A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3525514A1 (de) * | 1985-07-17 | 1987-01-29 | Sitzmann & Heinlein | Verfahren und vorrichtung zum spanabhebenden bearbeiten eines sich drehenden werkstueckes |
-
1969
- 1969-04-22 GB GB2059269A patent/GB1224135A/en not_active Expired
- 1969-04-22 DE DE19691920367 patent/DE1920367C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1920367C3 (de) | 1974-05-09 |
| DE1920367A1 (de) | 1969-11-20 |
| GB1224135A (en) | 1971-03-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0571818B1 (de) | Entgratwerkzeug mit zusätzlichem Schneidwerkzeug | |
| DE1298845B (de) | Metallbearbeitungswerkzeug | |
| DE102011110779B4 (de) | Verfahren zur Fräsbearbeitung eines Rohlings bei der Herstellung einer Turbinenschaufel | |
| DE10059978A1 (de) | Sägewerkzeug für eine Handkreissägemaschine | |
| DE2820220C3 (de) | Auswechselbare Klinge für die drehbare Nabe einer Maschine zum Abtragen von Reifenlaufflächen | |
| CH676940A5 (de) | ||
| EP0023983B1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Zahnrädern mit gewälzten Zahnflanken | |
| DE1302331C2 (de) | Werkzeugkopf zum abspanen der seitenflaechen von rundholzstaemmen | |
| DE4301787C1 (de) | Messer für Fleischwölfe | |
| EP3093089A1 (de) | Rotationswerkzeug | |
| DE2602334A1 (de) | Raeumwerkzeug | |
| DE1920367C3 (de) | Werkzeug zur spangebenden Bearbeitung der planen Stirnfläche eines Werkstückes | |
| DE2811932A1 (de) | Profilfraeser sowie verfahren zur herstellung eines schraubenrotors | |
| EP2582480B1 (de) | Verwendung einer vorrichtung zum spanenden drehbearbeiten | |
| EP3507044A1 (de) | Einschneidiges fräswerkzeug | |
| DE852029C (de) | Messerkopf zum Schneiden von Zahnraedern mit gekruemmten Zaehnen | |
| DE102004040580A1 (de) | Fräse | |
| DE698432C (de) | Messerkopf zum Schneiden vorbearbeiteter Zahnradkoerper | |
| DE926424C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ausschnitten in Metallstreifen oder -baendern | |
| DE587923C (de) | Verfahren zur Herstellung von Turbinenschaufelfuessen | |
| DE450309C (de) | Verfahren zum Hinterarbeiten von Schneidwerkzeugen, deren Schnittkante eine gebrochene Linie ist | |
| DE689016C (de) | ||
| DE10239221B4 (de) | Hobel-Werkzeug mit mehreren Schneiden zum Bearbeiten planer Oberflächen | |
| DE2534574A1 (de) | Vorrichtung zum entgraten oder brechen der stirnkanten von zahnraedern | |
| DE556564C (de) | Maschine zur Massenherstellung zylindrischer oder kegelfoermiger Kerbstifte |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |