DE1935357B2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Längsrippen versehenen Metallrohren - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Längsrippen versehenen MetallrohrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von mit Längsrippen
versehenen Metallrohren.
Zur Herstellung von derartig gerippten Metallrohren sind folgende Verfahren bekannt:
a) ein auf einem Warm-Strangpreßverfahren beruhendes Verfahren;
b) ein Dornwalzverfahren;
c) ein Verfahren, bei welchem ein nach den unter a) oder b) genannten Verfahren hergestelltes geripptes
Rohr anschließend kaltgezogen wird;
d) ein Verfahren, bei welchem eine flache Leiste auf ein Metallrohr aufgeschweißt wird.
Die beiden ersten Verfahren liefern Rohre mit einer relativ geringen Herstellungsgenauigkeit und Oberflächengüte.
Um diese Nachteile zu beseitigen, unterwarf man die nach dem Verfahren a) oder b) gefertigten
Rohre zur Verbesserung der Maßgenauigkeit und der Oberflächengüte anschließend einer Kaltziehung entsprechend
dem Verfahren c).
Bei dem Verfahren d), bei welchem eine oder mehrere flache Leisten auf ein zylindrisches Rohr aufgeschweißt
werden, werden die metallurgischen und physikalischen Eigenschaften des Metallrohrs durch die Schweißhitze
beeinträchtigt.
Zur Überwindung der genannten Schwierigkeiten bei den bekannten Verfahren hat die Anmelderin zur
Herstellung von mit Längsrippen versehenen Metallrohren vorgeschlagen, ein gewöhnliches zylindrisches
Metallrohr in einem einstufigen Verfahren mittels einer den Längsrippen entsprechende Nuten aufweisenden
Matrize kaltzuziehen. Gemäß diesem Vorschlag läßt sich z. B. ein in Fig. IA dargestelltes geripptes Rohr 2
durch Kaltziehen eines gewöhnlichen zylindrischen
aIII^
gemäß Fig. IC, die den Rippen 1 entsprechende Nuten 4 aufweist, und eines damit zusammenwirkenden, nicht
dargestellten zylindrischen Doms herstellen. Bei den vorgeschlagenen Verfahren läßt sich jedoch nicht
vermeiden, daß an den inneren Wandflächen im Bereich der Rippen Eindrückungen 6 entstehen.
Aus der DE-PS 2 21 900 ist es allgemein bekannt, Rohre mit ungleichmäßiger Wandstärke herzustellen.
Die Wandverdickungen dieser Rohre sind für das Anbringen von Bohrungen und Gewinden zum Befestigen
der Rohre und zum Ansetzen von Abzweigrohren vorgesehen. Es ist bei der bekannten Lösung jedoch
nicht vorgesehen, die Rohre mit Längsrippen zu versehen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Herstellung von mit Längsrippen versehenen Metallrohren zu schaffen, mit dem bzw. der eine hohe
Herstellungsgenauigkeit und Oberflächengüte erhalten werden.
Bezüglich des Verfahrens wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß zunächst ein Zwischenprodukt-Rohr
mit dickeren Wandabschnitten an den Stellen, an welchen anschließend die Rippen ausgebildet werden
sollen, in an sich bekannter Weise aus einem zylindrischen Metallrohr konstanter Wandstärke durch
einen Kaltziehvorgang hergestellt wird, und daß anschließend das Zwischenprodukt-Rohr mit innerer
Abstützung kaltgezogen wird unter Ausbildung der Rippen aus den dickeren Wandabschnitten des Zwischenprodukt-Rohrs.
Bezüglich der Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß für das
Zwischenprodukt-Rohr eine kreisförmige Matrize und ein Dorn mit nicht-kreisförmigem Querschnitt verwendet
werden und daß für das anschließende Ziehen eine Matrize mit rippenartigen Aussparungen vorgesehen
ist.
Der Kern der Erfindung besteht also darin, daß von einem normalen Rohr mit kreiszylindrischem Querschnitt
und gleichmäßiger Wandstärke ausgegangen wird, und dieses Rohr in zwei Kaltziehschritten auf die
endgültige Form gebracht wird. Bei der erfindungsgemäßen Lösung werden insgesamt drei Schritte, nämlich
die Herstellung des Ausgangsrohres in einem üblichen Herstellungsverfahren, das Kaltziehen dieses Ausgangsrohres
zu dem Zwischenprodukt-Rohr mit den verdickten Wandbereichen und schließlich das Kaltziehen des
Zwischenprodukt-Rohres zu dem Endprodukt-Rohr mit den nach außen vorstehenden Längsrippen benötigt.
Trotz dieser drei Schritte ergibt sich überraschenderweise außer der besseren Qualität der nach der
Erfindung hergestellten Rohre auch eine Verringerung der Herstellungskosten, da von normalen Rohren mit
gleichmäßiger Wandstärke ausgegangen werden kann, deren Produktionskosten erheblich niedriger liegen, als
die Kosten für das Strangpressen oder Walzen von Rohren in Rippen. Insbesondere werden an die
Ausgangsrohre keine besonderen Anforderungen in bezug auf die Dimensionsgenauigkeit und die Oberflächengüte
gestellt, da diese Eigenschaften für das Endprodukt für die zwei Kaltziehvorgänge bestimmt
werden.
Abhängig von der Form und Größe der auszubildenden Längsrippen besitzt der Dorn zur Herstellung des
Zwischenprodukt-Rohrs entweder einen rechteckigen oder elliptischen Querschnitt.
im lOigciiuCn iSt uiC Eriiriuüng ailnSriu bcVOrZügtcT
Ausführungsformen, die in der Zeichnung schematisch dargestellt sind, näher erläutert Es zeigt
F i g. 1A einen Querschnitt durch ein geripptes Metallrohr,
Fig. IB einen Querschnitt durch ein zylindrisches
Rohr,
Fig. IC einen Querschnitt durch eine Rippen-Matrize
zur Herstellung eines gerippten Metalkohrs aus dem zylindrischen Rohr gemäß Fig. IA,
F i g. 1D einen Querschnitt durch ein unter Verwendung
der Rippen-Matrize gemäß Fig. IC hergestelltes geripptes Rohr,
Fig.2 einen Längsschnitt durch eine bei der ersten
Verfahrensstufe des erfindungsgemäßen Kaltziehverfahrens verwendete Vorrichtung,
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie III-1II in Fig. 2,
F i g. 4 einen Querschnitt durch ein das Zwischenprodukt bildende Rohr,
F i g. 5 einen Längsschnitt durch eine bei der zweiten
Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens angewandte Vorrichtung,
F i g. 6 einen Schnitt längs der Linie VI — VI in Fig. 5,
F i g. 7 bis 9 Querschnitte durch das Zwischen- und Endprodukt gemäß abgewandelter Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens und
Fig. 10 Schnitte zur Veranschaulichung typischer Dimensionen des Produkts.
Zur Herstellung eines in F i g. 1 dargestellten gerippten Metallrohrs 2 wird erfindungsgemäß ein
gewöhnliches zylindrisches Metallrohr 3 gemäß F i g. 1B
einem Kaltziehvorgang unter Verwendung eines Dorns 7 von rechteckigem oder elliptischem Querschnitt, wie
er in Fig.2 und 3 gezeigt ist, und eines Gesenks bzw. einer Matrize 8 hergestellt, die im Gegensatz zum Dorn
kreisförmigen Querschnitt besitzt, so daß ein Zwischenprodukt-Rphr
9 ungleichmäßiger Wanddicke erhalten wird. Gem^ß Fig.4 weist dieses Rohr 9 verdickte
Wandabscb'litte 10 auf, welche auf noch zu beschreibende
Weise zur Bildung der Rippen benutzt werden.
Das Roh1" 9 wird sodann als Zwischenprodukt bzw.
Halbfabrikat benutzt und einem Kaltziehvorgang unter Verwendung Qi'ier rippenartige Aussparungen besitzenden
Matrte' 5 der erforderlichen Konfiguration (Fig. IC) soVie eines zylindrischen Dorns 11 (Fig. 5)
unterworfen, so daß ein geripptes Rohr gemäß F i g. 1A
erhalten wird, das von allen inneren Eindrückungen 6
(Fig. ID)frei Wt.
Fig. 7B zeigt einen Querschnitt durch ein geripptes Metallrohr mit vier auf gleiche Abstände voreinander
verteilten Radialrippen, während Fig.7A ein für die
Herstellung dieses Produkts geeignetes Halbfabrikat veranschaulicht. Ebenso zeigen F i g. 8B einen Querschnitt
durch ein abgewandeltes geripptes Metallrohr mit zwei um 90° voneinander entfernten radialen
Längsrippen und F i g. 8A einen Querschnitt durch ein Zwischenprodukt-Rohr, das für die Herstellung des
Produkts gemäß Fig.8B vorgesehen ist Fig.9 veranschaulicht einen Querschnitt durch ein weiter
abgewandeltes Zwischenprodukt-Rohr, bei welchem die den zu bildenden Rippen entsprechenden, einander
diametral gegenüberliegenden Abschnitte sowohl radial einwärts als auch radial auswärts ausgebeult sind.
Fig. 10 verdeutlicht die typischen Abmessungen
eines Ausgangs-Rohrs A, eines Zwischen-Rohrs B nach
dem ersten Verfahrensschritt und eines nach dem zweiten Verfahrensschritt erhaltenen Produkts C. Diese
Rohre besitzen folgende Abmessungen:
Ausgangs-Rohr A:
Außendurchmesser
Wanddicke
Wanddicke
Zwischen-Rohr B:
Außendurchmesser
Wanddicke der dünneren
Abschnitte
Wanddicke der dünneren
Abschnitte
Wanddicke der dickeren
Abschnitte
Abschnitte
Produkt C:
Außendurchmesser
Wanddicke
Rippendicke
Breite über die Rippen
89,1 mm
10 mm
10 mm
76,3 mm
7 mm
10 mm
7 mm
10 mm
63,5 mm
5,2 mm
6,0 mm
5,2 mm
6,0 mm
71,5 mm
Erfindungsgemäß wird mithin ein weniger kostspieliges
gewöhnliches zylindrisches Rohr als Ausgangs-Rohr verwendet, das einer speziellen Verformung unterworfen
wird, durch welche bestimmte Abschnitte des Zwischen-Rohrs, an welchen anschließend die Rippen
ausgebildet werden sollen, verdickt werden. Auf diese
J5 Weise wird bei der Verformung der Metallfluß an den
Rippen verbessert. Erfindungsgemäß ist es somit ohne weiteres möglich, ein geripptes Metallrohr herzustellen,
das frei von inneren Eindrückungen ist und genaue Konfiguration, Dimensionsgenauigkeit sowie ausgezeichnete
Oberflächengüte besitzt. Darüber hinaus sind die Herstellungskosten für dieses Rohr niedrig, da die
Kosten für das Ausgangsmaterial gering sind und eine herkömmliche Kaltziehmaschine angewandt werden
kann.
Neben den dargestellten gerippten Metallrohren können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auch
gerippte Metallrohre mit in verschiedenen Richtungen abstehenden Rippen, mit an einer Seite in zwei
Richtungen abstehenden Rippen oder mit vielfältig anderer Konfiguration geschaffen werden, die sich zur
Verwendung als Kessel- bzw. Boilerrohre und für Bauzwecke eignen. Außerdem ist zu bepchten, daß das
Zwischenprodukt-Rohr ebenso auch mittels eines Pilgerschritt-Kaltwalzwerks o. dgl. hergestellt werden
kann.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von mit Längsrippen versehenen Metallrohren, dadurch gekennzeichnet,
daß zunächst ein Zwischenprodukt-Rohr mit dickeren Wandabschnitten an den Stellen,
an welchen anschließend die Rippen ausgebildet werden sollen, in an sich bekannter Weise aus einem
zylindrischen Metallrohr konstanter Wandstärke durch einen Kaltziehvorgang hergestellt wird, und
daß anschließend das Zwischenprodukt-Rohr mit innerer Abstützung kaltgezogen wird unter Ausbildung
der Rippen aus den dickeren Wandabschnitten des Zwischenprodukt-Rohrs.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Zwischenprodukt-Rohr eine kreisförmige Matrize
(8) und ein Dorn mit nicht-kreisförmigem Querschnitt (7) verwendet werden und daß für das
anschließende Ziehen eine Matrize (5) mit rippenartigen Aussparungen vorgesehen ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn rechteckigen Querschnitt
besitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn elliptischen Querschnitt
besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (3)
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|---|---|
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| GB (1) | GB1240380A (de) |
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