DE1965054B2 - Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen aus miteinander verschweißten Fäden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Spinnvliesen aus miteinander verschweißten FädenInfo
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Description
Die Herstellung von Spinnvliesen aus schmelzspinnbaren synthetischen Materiellen ist Gegenstand der hr
findung.
Die Herstellung von Spinnvliesen ist grundsätzlich bekannt. Aus Spinndüsen wird Schmelze zu Fäden extradiert, die Fäden werden durch Luftströme erfaßt und
auf einen geringeren Durchmesser verzogen, wobei eine molekulare Orientierung, die für die spätere Fadenfestigkeit und -dehnung maßgeblich ist, erzeugt
wird. Die Luftströme können dabei direkt neben den Spinnbohrungen austreten. Im vorliegenden Falle wird
aber die Luft in besonderen Luftkanälen in größerem Abstand von der Düse geführt und die Fäden in diese
Luftkanäle eingebracht. Zwischen der Spinndüse und dem Luftkanal, der die Verstreckung der Fäden übernimmt, befindet sich eine Zone, in der die Fäden in gc
eigneter Weise, beispielsweise durch Queranblasung, abgekühlt werden in dem Maße, wie es der fortschreitenden Orientierung dienlich ist. In dieser Abkühlzone
können auch weitere, für die spätere Art der Fäden maßgebliche Effekte, wie Kräuselung durch asymmetrisches Anblasen, hervorgerufen werden. Hier kann auch
die Kristallisation der Fäden beeinflußt werden; im allgemeinen durch die Aufrechterhaltung ei.ier bestimmten Temperatur in dieser Zone bei einigen Polymeren
durch Temperatur und Feuchtigkeit. Nach Verlassen des Luftkanals, in dem die zum Verziehen und Verstrecken notwendige Kraft auf die Fäden aufgebracht
wird, werden die Fäden zu einem Vlies auf einem be^ weglichen, luftdurchlässigen Auffangband abgelegt. Die
Luft durchtritt dieses Auffangband und wird fortgeführt.
in der US-PS 3 268 084 ist bereits ein Verfahren beschrieben, bei dem aus Lösungen gesponnene Zellulo
seazetatfäden unterhalb der Spinnbrausen durch Luftströme verwirbelt werdet? und an Berührungsstellen
miteinander verschweißen. Dabei wird auf die Fäden keine Zugspannung ausgeübt Die Fäden werden also
nicht verstreckt, sondern fallen in regellos verwirbelten
Sahnen auf ein Auffangband.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Vliesen aus Endlosfäden eines schmelzspinnbaren synthetischen Materials, wobei die Fäden
ίο nach Verlassen der Spinndüse und vor dem Auftreffen
auf die Vliesbildungsfläche durch Einwirkung von Gasströmen an zahlreichen Berührungsstellen miteinander
verschweißt werden, bei dem man die Verschweißung
oder Verklebung in einem Bereich vornimmt, in dem
die Fäden unter Zugspannung stehen, wobei sie in einem Gasschacht unter Einwirkung von beidseitig einströmenden Gas- vorzugsweise Luftströmen in gegenseitige Berührung gebracht und teilweise gebändelt
werden und anschließend in an sich bekannter Weise
mit Hilfe einer pneumatischen Abzugsvorrichtung zur
Ablagefläche befördert und zum Vlies abgelegt werden,
so daß im Vlies Einzelfäden und Bündel aus mehr oder weniger Fäden vorliegen.
ßung und/oder des nochmaligen Verstrecken* zwischen
der Spinndüse 1 und dem Luftkanal 4 über ihre Erweichungstemperatur erwärmen. Es ist auch möglich, die
Fäden zur Berührung turbulent oder gesteuert pulsierend quer anzublasen.
jo Vornehmliches Ziel der Erfindung ist es. die einzelnen Fäden die die Spinndüse verlassen und dann durch
die Luftströme erfaßt werden, mehr oder weniger zu bündeln, und zwar zu dem Zeitpunkt, wo sie sich unter
der von der Luftströmung auf sie ausgeübten Zugspan
nung befinden. Die Bündelung von Fäden ist einerseits
wünschenswert für die spätere Verwendung der Vliese,
da man beispielsweise eine höhere Einreiß- und Weiterreißfestigkeit erzielt, als wenn die Fäden alle
einzeln vorliegen. Dieses ist besonders dann erforder
lieh, wenn das Vlies genadelt oder perforiert wird, wie
es beispielsweise bei Tuft-Teppichen geschieht. Das Durchstoßen des Fadenverbandes schwächt die Reißfestigkeit des Vlieses, was durch eine Bündelung der Fäden vermindert wird. Andererseits ist es grundsätzlich
wirtschaftlich, wenn man für manche Anwendungsfälle, die ähnlich dem vorgenannten dickere Fäden bei gleichem Flächengewicht verlangen, zunächst dünnere Fäden spinnt und diese, bevor sie zu einem Vlies abgelegt
werden, sich berühren läßt, damit sie mehr oder weni
ger gebündelt im Vlies vorliegen. Mit zunehmendem
Fadendurchmesser nimm« nämlich die spezifische Zugkraft, die man durch die Luftströmung aufbringen kann,
stetig ab. Günstige Bedingungen liegen beispielsweise bei Fadendurchmessern von etwa 20 μ vor. Vergrößert
man den Fadendurchmesser bei gleichem Schmelzdurchsatz aus der Spinnbohrung, so sind immer höhere
Luftgeschwindigkeiten und damit höhere Energieverbräuche zur Erzeugung von gleichfesten Fäden nötig.
Es ist daher in vielen Bereichen wirtschaftlicher, wenn
man zunächst dünnere Fäden spinnt und diese zu Bün
dein zusammenfaßt, wodurch dann dickere Fäden simuliert werden.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, Fäden mit unterschiedlicher molekularer Orientierung
herzustellen. Während allgemein schon die Orientierung eines Fadens, hergestellt nach dem Spinnvliesverfahren, ziemlich stark schwankt, kann man diese Streuung der molekularen Orientierung noch dadurch ver-
stärken, daß man die Fäden bündelt Dieses ist für einige Produkte erwünscht Bringt man nämlich die Fäden
in der Zone zwischen Spinndüse und Abzugskanal in Berührung miteinander, so kühlen sie an den Beruh·
rungsstellen, da die Oberfläche kleiner geworden ist,
weniger stark ab. und die mok 'culare Orientierung isi
in diesen Bereichen geringer. Da diese Orientierung auch einen Einfluß auf die Kristallisation hat, ergeben
sieh damit gleichzeitig längs den mehr oder weniger gebändelten Fäden Unterschiede in der Kristallisation
und damit in der Erweichungstemperatur. Die Stellen geringerer Orientierung haben im allgemeinen eine tiefere Erweichungstemperatur. Sowohl for Vliese, die
beispielsweise Jor Teppiche vernadelt werden, als auch
iür solche, die durch Hitzeverschweißung verfestigt
werden soi'm, hat sich diese Schwankung in der Orientierung als günstig erwiesen.
Bei Verfahren und Produkten nach der Erfindung ist
es wesentlich, daß die Bündelung im gespannten Zustand der Fäden erfolgt und daß die Fäden dort zwar
nicht mehr schmelzflüssig, aber doch noch eine gewisse Temperatur haben, die sie miteinander verschweißen
oder verkleben läßt Würde man die Fäden zu früh, also
kurz unterhalb der Spinndüse im nahezu vollständig schmelzflüssigen Zustand zusammenbringen, so wurden
sich die gleichen Schwierigkeiten ergeben, als ob man von Anbeginn dickere Fäden spinnt: Die Luftleistung
müßte zur Erzielung bestimmter Bruchfestigkeit und Bruchdehnung der Fäden entsprechend gesteigert werden. Bringt man sie zu spät zusammen, so «indet eine
Bündelung durch Verschweißen nicht mehr statt. Die Zusammenführung der Fäden in der Zone zwischen
Abzugskanal und Auffangband ist ebenfalls nicht günstig, weil dort die Spannung auf die Fäden durch Verzögerung der Luftströmung bereits nachgelassen hat
und ein Aneinanderfügen von mehreren Fäden wegen der dann langsameren Abkühlung zu einer Desorientierung der bereits erzielten molekularen Orientierung
führen würde. Das erfindungsgemäße Verfahren gestattet es nun, die Fäden so zu bündeln, wie es fiir die
technologischen Werte der Fäden und für die spätere Verwendung des Vlieses sinnvoll ist.
In der einzigen Figur ist schematisch das Verfahren
wiedergegeben. Der Spinndüse 2 wird an nicht näher bezeichneter Stelle Schmelze des spinnbaren Rohstoffes
zugeführt, die aus den Spinnöffnungen 1 austritt. Handelt es sich um Runddüsen, so befinden sich die Spinnbohrungen aitf konzentrischen Kreisen, bei Längs- und
Rechteckdüsen sind zweckmäßigerweise mehr als eine Reihe von Bohrungen angebracht denn dann gelingt es
verhältnismäßig einfach, in der Abkühlzone 3, die zwischen Spinndüse 2 und Abzugskanal 4 liegt die Fäden
miteinander in Berührung zu bringen und an den Berührungsstellen zu verschweißen oder zu verkleben.
Der Luftkanal 4 wird in bekannter Weise über Schlitze 5 von einem Gas, vorzugsweise Luft versorgt, so daß
eine in der Zeichnung abwärts gerichtete Strömung entsteht. Auf den Raum oberhalb des Kanals wird eine
Saugwirkung ausgeübt (Injektorwirkung), die die Fäden in den Kanal einsaugt Die Fäden aus den nebeneinanderliegenden Lochreihen oder -kränzen laufen
konvergent auf diesen Kanal zu. In einem gewissen Ab· stand zum Luftkanal 4 befindet sich das luftdurchlässige
Ablageband 6. Die Fadenschar wird in dieser Zone über dem Auffangbänd hin und her bewegt, um ein
gleichmäßig schweres Vlies zu erzeugen. In dieser Zone sollten die Fäden bereits so weit abgekühlt sein,
daß hier wegen der immer geringer werdenden Luftgeschwindigkeit die Bündelung durch Verschweißen nicht
mehr oder nur noch in geringem MaBe auftritt
Um breite Vliese zu erzeugen, werden mehrere dieser Einheiten, bestehend aus Spinndüse. Blasschacht
Luftkanal und der hier nicht gezeigten Einrichtung zum
Schwenken der Fadenschar nebeneinander in einer bestimmten Stellung zu dem beweglichen Auffangband
!ingeordnet Dabei ist es möglich, aus benachbarten Spinndüsen chemisch und/oder physikalisch unter
schiedliche Fäden auszuspinnen und zu einem Vlies zu
vermischen-
Die unregelmäßige Bündelung der Fäden beginnt in der Zone 3, in der Abkühl- oder Anblaszone. Hier wird
im allgemeinen zur Abkühlung der Fäden Luft quer
durch die Fadenschar hindurchgeblasen, wie es der
Pfeil 7 im oberen Teil dieser Zone zeigt Bei den bei der Spinnvlieserzeugung üblichen hohen Fadengeschwindigkeiten von mehr als 2000 m/min genügt es häufig,
zur Abkühlung die Luftmenge zu ersetzen, die von den
Fäden durch Reibungswirkung mitgeschleppt wird, indem man sie von beiden Seiten dieses hier mit 8 bezeichneten Blasschachtes einführt wie es die Pfeile 9
zeigen. Für das gleichmäßige Spinnen ist es häufig von Vorteil, wenn man die Fäden direkt unterhalb der Düse
noch nicht anbläst damit eine Abkühlung der Spinndüse I an der Stirnseite vermieden wird. In diesem oberen
Teil 10 ist es jedoch häufig vorteilhaft wenn man Luft dort absaugt und dabei auch Zerfallsprodukte aus der
Schmelze, wie monomere Dämpfe, abführt.
Wenn bei einer Längsdüse, und das gleiche gilt auch für eine Runddüse, die Spinnbohrungen in mehr als
zwei Reihen angeordnet sind, so kommt es durch die von der Luftströmung im Kanal 4 ausgeübten turbulenten Schwankungen, die sich auf die Fäden übertragen.
bei nicht zu groß gewähltem gegenseitigem Abstand der Spinnbohrungen schon häufig zu regellosen Berührungen der Fäden und damit zu den gewünschten Verschweißungen. Durch die Queranblasung 7 bzw. das
Einblasen 9 kann die Berührung jedoch verstärkt und
vor allem gesteuert werden. So kann man die Kühlluft
pulsierend einblasen. Einen wesentlichen Einfluß auf
die Stärke der Bündelung hat auch die Temperatur der
ßig, denn die vorher erwähnten tubulenten Schwankungen vom Luftkanal 4, aber auch eine gewisse Turbulenz, die im Unterschied zu anderen Spinnverfahren
hier bewußt in der Zone 3 hervorgerufen werden kann, führen entsprechend dem statistischen Charakter der
Turbulenz zu unregelmäßigen Bündelungen. Für viele Produktanwendungen sind diese und nicht die vollständige Verbindung von zwei oder mehreren Fäden in ihrer gesamten Länge erwünscht.
Beim Spinnen von Polypropylen ist es verhältnismä
ßig einfach, eine Fadenbündelung zu erzielen, denn die
Fäden behalten lange ihre Kleb- oder Verschweißfähigkeit. Bei Polyamid und Polyester ist es häufig schwieriger, eine stärkere Bündelung zu erzielen. Nach der Erfindung kann man dann in tieferen Bereichen der An-
btaszone 3 die Fäden durch Strahlen oder heiße Gasströme nochmals erwärmen und sie dort, wo die Fadenscharen aus den verschiedenen Lochreihen schon dichter nebeneinander verlaufen, in Berührung miteinander
bringen.
Diese zweite Erwärmung kann auch dazu dienen, daß man die Fäden dieser Stelle nochmals verstreckt·
und damit bessere Festigkeiten erzielt. Die unten am Faden angreifende Kraft wird dabei gestuft zur Ver-
Streckung eingesetzt: Ein Teil der Kraft wird in dieser zweiten Verstreckungszone verbraucht, ein weiterer
gelangt in den Bereich unterhalb der Spinndüse, wo sich der Faden aus der Schmelze bildet (ein dritter Teil
wird zur Überwindung der Reibung des Fadens an der umgebenden Atmosphäre verbraucht). Ein Fadenriß
entsteht am leichtesten in der oberen Zone, wo der Faden
seine Endfesstigkeit noch nicht erreicht hat. Wenn dort nicht die gesamte Verstreckungskraft angreift, so
ist die Gefahr des Fadenrisses vermindert.
Wenn es darauf ankommt, möglichst hohe Festigkeiten und geringe Dehnungen zu erzielen, so müssen von
der Luftströmung im Kanal 4 möglichst hohe Kräfte auf den oberen, verformbaren Teil der Fäden in der
Nähe der Spinndüse ausgeübt werden. Die Fäden dürfen dann nicht eher zusammengeführt werden, als bis
sie etwa ihre maximale Orientierung erreicht haben. Bei zu früher Zusammenführung wird die Abkühlung
und damit die Einfrierung des erreichten Orientierungszustandes behindert Eine bereits erzielte Orientierung
kann dadurch wieder verringert werden. Eine Optimierung des Verfahrens für das jeweils gewünschte Produkt
kann leicht über das Experiment durch die Variation der verschiedenen Parameter wie Spinntemperatur,
Anblasung, Abstand zwischen Spinndüse und Abzugsluftkanal. Temperatur bzw. Feuchtigkeit in der
Zone 3 usw, gefunden werden.
Die Bündelung von Fäden ist für Vliese, die aus Gründen der WeiterreiBfestigkeit dickere Fäden haben
sollen, im allgemeinen wirtschaftlicher, als wenn man durch höhere Luftgeschwindigkeiten hinreichend gute,
dicke Fäden erzeugt Auf der anderen Seite wird häufig eine Kombination von dünnen und dicken Fäden gewünscht,
z.B. bei Filtern. Durch die unterschiedliche Orientierung an den Verschweißungsstellen und denen,
wo die Fäden nicht miteinander in Berührung stehen, ergeben sich weitere besondere Eigenschaften des
Vlieses. Bei geringerer Orientierung und bei geringerer Kristallinität, die häufig damit in Einklang steht, haben
die Fäden einen geringeren Erweichungspunkt. Dadurch können die Fäden, wenn sie durch Hitzeverschweißung
miteinander zu einem Vlies verbunden werden sollen, an diesen Stellen verschweißt werden,
ohne daß die übrigen Bereiche zuviel von ihrer Festigkeit aufgeben.
Auch beim Verfestigen des Vlieses durch Nadeln hat die Bündelung von Rden große Vorteile. Ein Vlies mit
etwa 15 μ Fadendicke würde durch die Nadeln zerschlagen werden, dagegen weichen größere Titer den
Nadeln aus und werden verfilzt. Die Mischung aus dikken und dünnen Fäden, wobei die dicken durch Verschweißen
simuliert werden, hat bei Nadelvlicsen außerdem den Vorteil, daß sich die dünnen Fäden besser
miteinander verhaken, den Verband gleichmäßiger füllen und beispielsweise bei Teppichböden, bei denen
man eine Deckschicht auf das Spinnvlies aufnadelt, diese Deckschicht besser mit der Spinnvliesbasis verbunden
ist. Die unterschiedliche Orientierung sowohl zwischen den Einzel- und Bündelfäden, als auch in verschiedenen
Abschnitten dieser Fäden trägt zu einer weiteren Verbesserung derartiger Nadelvliese bei. Auf
der einen Seite sollen feste und steife Fäden vorhanden sein, um dem Vlies Volumen und Elastizität zu geben,
auf der anderen Seite sollen sich die Fäden beim Nadeln wiederum gut verfilzen und verziehen lassen, denn
besonders bei Endlosfäden wird sonst der Vliesverband beim Nadeln zu stark zusammengedrückt. Mit den regellos
gebündelten Fäden lassen sich durch die unterschiedlichen Orientierungen beide Erfordernisse miteinander
verbinden.
Eine Ausführungsform der Erfindung sei an folgendem Beispiel gegeben:
Aus einer Rechteck-Spinndüse, bei der 400 Spinnbohrungen mit einem Durchmesser von 0,6 mm in drei
Reihen parallel zueinander angeordnet waren, wurde Polypropylen mit einer Temperatur von 315° C ausgesponnen.
Unterhalb der Düse wurde der Spinnrauch aus dem Bereich 10 in F i g. I abgesaugt Der Abstand
zwischen Spinndüse und Luftkanal 4 betrug etwa 1,5 m, der Durchsatz aus der einzelnen Spinnbohrung
0,5 g/min. Die Luftgeschwindigkeit im Kanal betrug 9000 m/min, die Fäden wurden über seitwärts am Blasenschacht
8 angebrachte Luftverteilungsleitungen angeblasen mit Lufttemperaturen, die sich in Richtung des
Fadenverlaufes von etwa 80 auf 200C stetig erniedrigt. Die Bündelung der Fäden war etwa so, daß neben den
Einzelfäden, die einen Titer von 2 bis 3 dtex hatten, im Mittel etwa 5 bis 10 Fäden unregelmäßig, d.h. längs
kürzerer oder längerer Abschnitte, miteinander verbunden waren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Vliesen aus Endtosfaden «ines schmelzspinnbaren synthetischen
Materials, wobei die Fäden nach Verlassen dar Spinndüse vor dem Auftreffen auf die Vöesbildqngsfläche durch Einwirkung von Gasstromen an
zahlreichen BerübrungssteUen miteinander verschweißt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschweißung oder Verklebung in
einem Bereich erfolgi, in dem die Fäden unter Zugspannung stehen, wobei sie in einem Blasschacht
durch Einwirkung von beidseitig einströmenden Gas- vorzugsweise Luftströmen u gegenseitige Berührung gebracht und teilweise gebündelt werden
und anschließend in an sich bekannter Weise mit Hilfe einer pneumatischen Abzugsvorrichtung zur
Ablagefläche befördert und zum Vlies abgelegt werden, so daß im Vlies Einzelfäden und Bündel aus
mehr oder weniger Fäden vorliegen.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden zum Zwecke der Verschweißung und/oder des nochmaligen Verstrekkens zwischen Spinndüse (1) und Luftkanal (4) über
ihre Erweichungstemperatur erwärmt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden zur Berührung turbulent oder gesteuert pulsierend quer angeblasen werden.
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1970
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |