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DE2014433B2 - Pressmasse aus haertbaren kunstharzen - Google Patents
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DE2014433B2 - Pressmasse aus haertbaren kunstharzen - Google Patents

Pressmasse aus haertbaren kunstharzen

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DE2014433B2
DE2014433B2 DE19702014433 DE2014433A DE2014433B2 DE 2014433 B2 DE2014433 B2 DE 2014433B2 DE 19702014433 DE19702014433 DE 19702014433 DE 2014433 A DE2014433 A DE 2014433A DE 2014433 B2 DE2014433 B2 DE 2014433B2
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DE19702014433
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DE2014433C3 (de
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Wolfgang Dr. 7914 Pfuhl; Krensel Peter 7901 Dellmensingen Schilcher
Original Assignee
Süd-West Chemie GmbH, 7910 Neu-UIm
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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    • H01B1/00Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
    • H01B1/20Conductive material dispersed in non-conductive organic material
    • H01B1/22Conductive material dispersed in non-conductive organic material the conductive material comprising metals or alloys
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
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Description

massen Fasern mit mittlerer Länge zur Verstärkung zugemischt werden.
Weitere interessante Eigenschaften von Formkörpern, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Preßmasse hergestellt werden, sind eine äußerst geringe Wasseraufnahme sowie niedrige Schwindungs- und Nachschwindungswerte, und zwar im Vergleich mit Formkörpem, die unter Verwendung von bekannten Phenol- oder Melaminholzmehlpreßmassen hergestellt worden sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Preßmasse ein Kupferpulver, dessen Oberfläche beim Verpressen metallisch blank vorliegt und/oder ein Reduktionsmittel enthält. Als Beispiele für Reduktionsmittel sind vor allem Formaldehyd in seinen verschiedenen Formen, wie z. B. Paraformaldehyd, oder in der Wärme Formaldehyd abgebende Stoke, wie Hexamethylentetramin, zu nennen. Es kommen aber auch andere Aldehyde, Formiate, Oxalate, Sulfite, Phosphite, Hydrazin und Hydroxylamin in Frage.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Preßmasse Glaskügelchen mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von weniger als 80 Mikron in einer Menge von maximal 90 Volumprozent, bezogen auf die Summe von Harz und Metall.
Vorzugsweise »vird der Preßmasse Kupferpulver oder ein Kupferlegierungspulver mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 20 bis 60 Mikron, vorzugsweise 25 bis 40 Mikron, beispielsweise mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 35 Mikron, zugesetzt.
Der erfindungsgemäßen Preßmasse kann ferner Bleipalver in einer Menge von maximal 60 Volumprozent, bezogen auf die Summe aus Kunstharz und Kupferpulver bzw. Kupferlegierungspulver, zugesetzt werden. Auch kann man Eisenpulver, Stahlpulver oder Zinkpulver in einer Menge von maximal 100 Volumprozent, bezogen auf den Kupferpulvergehalt, zugeben.
Das Kupferpulver bzw. Kupferlegierungspulver kann bis zu 90 Volumprozent durch Kupferfäden mit einem Durchmesser von weniger als 0,3 mm und einer Länge von weniger als 12 mm ersetzt sein.
Als Kupferlegierung wird vorzugsweise Messing verwendet.
Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Preßmasse in der Weise hergestellt, daß die Gemischbildner bei Temperaturen, die während des Mischens nicht zum vollständigen Härten des Kunstharzes führen, innig vermischt werden.
In der deutschen Auslegeschrift 1 283 526 werden zwar Preßmassen mit einem Gehali an Metallpulver beschrieben, wobei erwähnt ist, daß diesb Materialien von einem bestimmten Metallgehalt an sogar elektrisch leitend werden. Dabei sollen sich diese Metallpreßmassen durch besondere mechanische Eigenschaften auszeichnen. Im Gegensatz dazu betrifft die Erfindung ein härtbares Kunstharz und Metallpulver enthaltende Preßmischungen zur Erzeugang von den elektrischen Strom leitenden homogenen Formkörpern mit einem spezifischen Widerstand von unter 1 Ohm · cm. Bei dem uekannten Vorschlag muß das zum Einsatz gelangende Metallpulver einer Aktivierung unterzogen werden, um mit den Duroplasten eine hinreichende Bindung einzugehen, wobei eine Oxydschicht erzeugt werden soll. Demgegenüber soll erfindungsgemäß gerade das Auftreten solcher Oxydschichten als ein das Leitvermögen herabsetzender Faktor vermieden werden, indem entweder blanke Metallpulver zum Einsatz gelangen oder durch Zusatz eines Reduktionsmittels das Auftreten von Oxydschichten verhindert wird.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
Beispiel 1
Zu 15% Phenolharz gibt man 2,1% Hexamethylentetramin, 1% MgO, 0,35% Stearin, 0,25% Ε-Wachs (synthetisches Wachs auf der Basis von Rohmontanwachs) und 81,3% Kupferpulver einer Feinheit von 40 μ.
Das Metallpulver und die übrigen Rohstoffe werden zunächst in einem Mischer vorgemischt und dann auf einen beheizten Walzenstuhl aufgegeben. Die Mischtemperaturen sollen etwa bei 110° C liegen. Nach mehreren Minuten wird das Fell abgezogen und erkalten gelassen. Das Material wird in einer Schlagkreuzmühle gemahlen auf eine Feinheit von 0,5 mm Teilchengröße.
Diese Preßmasse läßt sich hei vorragend zu Spritzgußteilen verarbeiten und bringt einen spezifischen Durchgangswiderstand, djr bei 3,7 · 10~2 Ohm · cm liegt.
Die Wärmeleitfähigkeit bei dem gleichen Material liegt bei 2,6 Kcal/m · h · grd.
Beispiel 2
Es wird von folgenden Mengen ausgegangen, 15% Melaminphenolharz, 1% Zn-Stearat und 84% Kupferpulver mit einem Korndurchmesser um 35 μ.
Die Materialien werden in einem Kneter 30 Minuten lang gemischt, anschließend bei einer Temperatur von etwa 100° C 20 Minuten lang getrocknet, anschließend gemahlen bzw. auf eine Feinheit von 0,5 mm Teilchengröße gebracht.
Ein solches Material ergibt beim Verpressen bei 300 kp/cm2 bei 250° C Formkörper mit einem spezifischen Durchgangswiderstand von 1,1 · 10~3Ohm · cm und einer Wärmeleitfähigkeit von 12,6 Kcal/ m · h · grd.

Claims (4)

2 014435 die neben Metallpulvern und Harzen auch andere Patentansprüche: Bestandteile, wie beispielsweise Calciumaluminat, Asbestfasern, Baryte, organische Reibmaterialien,
1. Preßmasse aus härtbaren Kunstharzen mit Glimmerteilchen sowie Metalloxide, in obligater einem die elektrische Leitfähigkeit hervorrufen- 5 Weise enthalten.
den Gehalt an Metallpulver! zur Erzeugung von Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
homogenen Formkörpern mit einem spezifischen in der Schaffung einer Preßmasse zur Herstellung Widerstand von unter 1 Ohm · cm, g e k e η η - von elektrisch leitenden homogenen Formkörpem, zeichnet durch ein Gemisch von Kupfer- die eine besonders gute Oberflächenglätte besitzen pulver oder Kupferlegierungspulver mit einer io und metallisch aussehen und sich darüber hinaus Teilchengröße zwischen 15 und 80 Mikron und durch eine ausgezeichnete Dimensionsstabilität aushärtbarem Phenol-Formaldehyd-Harz, Melamin- zeichnen. Der Lösung dieser Aufgabe wird die erfin-Formaldehyd-Harz oder Hamstoff-Formaldehyd- dungsgemäße Preßmasse aus härtbaren Kunstharzen Harz oder Gemischen zweier oder dreier dieser mit einem die elektrische Leitfähigkeit hcTVorrufen-Komponenten oder Mischkondensaten zweier 15 den Gehalt an Metallpulvern zur Erzeugung von oder dreier dieser Komponenten mit Phenol, homogenen Formkörpern mit einem spezifischen Melamin bzw. Harnstoff-Fonnaldehyd im Ver- Widerstand unter 1 Ohm · cm gerecht, welche gehältnis von 50 Volumprozent oder weniger Me- kennzeichnet ist durch ein Gemisch von Kupfertallpulver zu 50 Volumprozent und darüber des pulver oder Kupferlegierungspulver mit einer Teilhärtbaren Harzes, das gegebenenfalls elektrisch 20 chengröße zwischen 15 und 80 Mikron und härtleitende Zusatzstoffe und/oder elektrisch nicht- barem Phenol-Formaldehyd-Harz, Melamin-Formleitende pulverige oder faserige Zusatzstoffe ent- aldehyd-Harz oder Harnstoff-Formaldehyd-Harz hält. oder Gemischen zweier oder dreier dieser Kompo-
2. Preßmasse nach Anspruch 1, dadurch ge- nenten oder Mischkondensaten zweier oder dreier kennzeichnet, daß sie ein Kupferpulver, dessen 25 dieser Komponenten mit Phenol, Melamin bzw. Oberfläche beim Verpressen metallisch blank Harnstoff-Formaldehyd im Verhältnis von 50 Vovorliegt, und/oder ein Reduktionsmittel enthält. lumprozent und weniger Metallpulver zu 50 Volum-
3. Preßmasse nach Anspruch 1 und 2, dadurch prozent und darüber des härtbaren Harzes, das gekennzeichnet, daß sie Glaskügelchen mit einem gegebenenfalls elektrisch leitende Zusatzstoffe und' durchschnittlichen Teilchendurchmesser von we- 30 oder elektrisch nichtleitende pulverige oder faserige niger als 80 Mikron in einer Menge von maximal Zusatzstoffe enthält.
90 Volumprozent, bezogen auf die Summe von Zur Herstellung der jeweiligen elektrisch leitenden
Harz und Metall, enthält. Formkörper kann die vorstehend beschriebene Preß-
4. Verfahren zur Herstellung einer Preßmasse masse in körniger, flockiger oder tablettierter Form gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeich- 35 unter einem Druck von mindestens 50 kp/cm2, beinet, daß die Komponenten bei Temperaturen, spielsweise 350 kp/cm2, bei einer die endgültige die während des Mischens nicht zum vollstän- Härtung des Kunstharzes herbeiführenden Te:upedigen Härten des Kunstharzes führen, innig ver- ratur verpreßt werden.
mischt werden. Aus der erfindungsgemäßen Preßmasse hergestellte
40 Formkörper besitzen eine gute Leitfähigkeit, wobei
der spezifische Widerstand unter 1 Ohm · cm liegt. Die Preßkörper sind sehr homogen, da das Kapfer-
Die Erfindung betrifft eine Preßmasse aus hart- pulver sich nicht vom Harz absetzt, obwohl das baren Kunstharzen mit einem die elektrische Leit- Kupferpulver ein verhältnismäßig hohes spezifisches fähigkeit hervorrufenden Gehalt an Metallpulvera 45 Gewicht von 8,9 g/cm3 besitzt,
tür Erzeugung von homogenen Formkörpern mit Interessant ist der Hinweis, daß die Preßmasse
einem spezifischen Widerstand von unter 1 Ohm · cm. im allgemeinen vor dem Verpressen nichtleitend ist.
Aus der USA.-Patentschrift 2 581 301 ist es be- Wird die erfindungsgemäße Preßmasse unter sehr
kannt, Bleipulver Phenol-Graphit-Preßmassen zuzu- schwachen Drücken verpreßt, beispielsweise unter setzen, um eine Verbesserung des Reibungskoeffi- 50 einem Druck von 20 kp/cm2, so besitzt der erzeugte rienten bei aus diesen Preßmassen hergestellten Formkörper nur eine geringe Leitfähigkeit, wobei Lagerschalen zu erzielen. Mit ähnlichen Preßmassen man femer beobachten kann, daß kompliziertere befaßt sich auch die deutsche Auslegeschrift 1100266 Teile inhomogen verdichtet sein können, d.h., daß sowie die australische Patentschrift 241 676. es Zonen gibt, die eine beschränkte Leitfähigkeit
In der französischen Patentschrift 1 355 543 wer- 55 aufweisen, wobei diese Zonen neben Zonen liegen den elektrisch leitende Überzugsmaterialien be- können, in denen keine Leitfähigkeit nachzuweisen schrieben, die zur Vergütung von Oberflächen die- ist. Wird jedoch der spezifische Preßdruck erhöht, nen sollen. so erhält man Formkörper, die bei visueller Unter-
Die britische Patentschrift 991143 befaßt sich suchung vollkommen homogen sind. Eine Prüfung mit Schleifscheiben zum elektrolytisch unterstützten 60 der Leitfähigkeit bestätigt diese Feststellung.
Schleifen, d. h. mit Formkörpern, die neben Kunst- Zur Herstellung von Fomkörpern wird daher
harzpulver und Metallpulver als wesentliche Korn- die erfindungsgemäße Preßmasse mit höheren Drükponenten noch Schleifmittel enthalten. Dabei wer- ken als 20 kp/cm2 verpreßt.
den nur solche Kupferpulver verwendet, die in einem Die aus der erfindungsgemäßen Preßmasse her-
Wasserstoffstrom bei 400° C dcsoxydiert worden 65 gestellten Formkörper besitzen Schlagzähigkeitssind. und vor allem Kerbschlagzähigkeitswerte, die unter
Die USA.-Patentschrift 3 297 599 betrifft die Verwendung der bisher bekannten Preßmassen nur Herstellung von hochtemperaturfesten Reibbelägen, dann erzielt werden können, wenn diesen Preß-
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