DE2016469B2 - Offen-End-Spinnvorrichtung - Google Patents
Offen-End-SpinnvorrichtungInfo
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Description
stet ist, während gleichzeitig ein Hängenbleiben der
Fasern beim Entleeren der Spinnkammer, beispielsweise bei Fadenbruch, ausgeschlossen is·, so daß die Faserentfernung
im Falle einer Betriebsunterbrechung in einfacher Weise möglich ist
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Offen-End-Spinnvorrichtung erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß der Faserzufuhrkanal in eine an dem vorspringenden Teil ausgebildete Ausnehmung
mündet, und daß die Ausnehmung sich lediglich über einen Teil des Umfangs des vorspringenden Teils erstreckt
und Ln einer solchen Lage angeordent ist daß die mündungsseitig aus dem Faserzufuhrkanal austretenden
Fasern auf die schräge Innenwand der Spinnturbine gerichtet sind. ,5
In der Praxis hat sich gezeigt daß durch die erfindungsgemäße
Maßnahme überraschenderweise sowohl ein einwandfreier Offen-End-Spinnvorgang erzielt als
auch eine einwandfreie Faserentfernung aus dem Spinnrotor möglich wird.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 eine Spinnvorrichtung gemäß der Erfindung im axialen Schnitt in einer Seitenansicht, in einer ersten
Ausführungsform,
Fig.2 die Vorrichtung nach Fig. 1, geschnitten
längs der Linie II-II der F i g. 1 in einer Seitenansicht,
F i g. 3 eine Spinnvorrichtung gemäß der Erfindung in einer zweiten Ausführungsform, im axialen Schnitt,
in einer Seitenansicht und in einer Teildarstellung und
F i g. 4 eine Spinnvorrichtung gemäß der Erfindung im axialen Schnitt in einer Seitenansicht, in einer dritten
Ausführungsform und im Ausschnitt.
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellte Spinnvorrichtung weist einen drehfest auf einer Welle 12 sitzenden
Spinnrotor 11 auf, dessen zugeordnete Welle 12 in einem Lagergehäuse 13 drehbar gelagert ist. Der Antrieb
des Spinnrotors 11 geschieht über einen nicht dargestellten
Treibriemen, der reibschlüssig mit einer am anderen Ende der Welle 12 sitzenden, ebenfalls nicht
dargestellten Antriebsscheibe gekuppelt ist. Der Spinnrotor 11 weist eine Spinnkammer 14 auf, die eine rund
umlaufende Fasersammeirinne 15 enthält und innerhalb eines Gehäuses 16 angeordnet ist, welches durch ein
Verschlußglied 17 abgeschlossen ist. Das Verschlußglied 17 ist an dem Gehäuse 16 mittels eines Scharnierzapfens
18 schwenkbar befestigt welcher einen Fortsatz des Gehäuses 16 durchdringt Das Verschlußglied so
17 weist außerdem einen vorspringenden zylindrischen Teil 19 auf, der bei in der geschlossenen Stellung stehendem
Verschlußglied 17 in die Spinnkammer 14 des Spinnrotors ragt und konzentrisch zur Achse des
Spinnrotors liegt. Der zylindrische Teil 19 ist mit einer Axialbohrung 20 versehen, in die ein Garnablieferungsrohr
21 eingepaßt ist, welches in der Spinnkammer 14 in einem Endflansch 22 endet, dessen eine Fläche an
der Stirnfläche des zylindrischen Teils 19 anliegt, während die andere Stirnfläche mit einer umlaufenden Umfangswand
23 ausgebildet ist, die gerade bis unter das Niveau der Fasersammeirinne 15 des Spinnrotors 11
reicht. Das Verschlußglied 17 weist einen Fortsatz 24 auf, der mit einer konischen Bohrung versehen ist, in
welche ein Faserzuführkanal 25 eingepaßt ist, das bis zu der Stirnfläche 26 des zylindrischen Teils 19 ragt und in
eine Ausnehmung 27 mündet, die in dem Endflansch 22 des Garnablieferungsrohres 21 ausgebildet ist. Das Rotorgehäuse
16 ist mit einem Auslaßkanal 28 versehen, der über eine Rohrleitung 29 mit einer nicht weiter dargestellten
Saugzugquelle verbunden ist
Wie aus F i g. 2 zu ersehen, weist die in den Endflansch
22 des Garnablieferungsrohres 21 eingearbeitete Ausnehmung 27 die Gestalt eines Kreissegments auf,
dessen begrenzte Schnittfläche 'inter einem Winkel « zu der Achse des Saugzugkanals 28 verläuft Wie zu
ersehen, liegt die Achse des Faserzufuhrkanals 25 in einer Ebene, die parallel zu der Ebene verläuft welche
die Achse des Saugzugkanals 28 enthält Es wurde gefunden, daß sich gute Ergebnisse einstellen, wenn der
Winkel« gleich oder ungefähr gleich 19° ist
Im Betrieb wird durch Anschluß der Saugzugleitung 29 an die Saugzugquelle im Inneren des Rotorgehäuses
16 ein Unterdruck erzeugt wodurch Fasern von einer nicht dargestellten Vorratsstelle aus durch den Faserzuführkanal
25 in einem Luftzug eingespeist werden, der von dem in dem Gehäuse 16 aufrechterhaltenen
Unterdruck erzeugt wird. Die Fasern gelangen in diskreter Form durch den Kanal 25 in die Ausnehmung 27,
von wo aus sie auf die Wand der Spinnkammer 14 geleitet und in der Fasersammelrinne 15 abgelagert werden,
und zwar in Gestalt eines Faserringes. Im Anschluß an die Einführung eines Anspinngarnes durch
das Garnablieferungsrohr 21 in die Spinnkammer 14 werden die in der Rinne 15 befindlichen Fasern aufgenommen
und zu einem gesponnenen Garn 30 zusammengefügt welches kontinuierlich durch das Garnablieferungsrohr
2t abgezogen und in üblicher Weise aufgespult wird.
Soll die Spinnkammer 14 von den darin befindlichen Fasern gereinigt werden, beispielsweise bei Garnbruch,
so wird der Spinnrotor 11 zum Stillstand gebracht, während die Unterdruckbedingungen in dem Rotorgehäuse
16 aufrechterhalten bleiben. Dies hat zur Folge, daß die in der Spinnkammer 14 befindlichen Fasern
durch den Zwischenraum zwischen dem Spinnrotor und dem zylindrischen Teil 19 abgesaugt werden, so
daß die Fasern auf diese Weise ohne Abnahme des Verschlußgliedes 17 aus der Spinnkammer entfernt
werden. Zufolge der im wesentlichen zylindrischen Fläche, die durch den Teil 19 und den Endflansch 22 gebildet
wird, sind die Fasern in der Spinnkammer unbehindert so daß sie lediglich durch den auf das Gehäuse 16
wirkenden Saugzug in einfacher Weise abgesaugt werden können. Der dem Saugzugkanal 28 diametral gegenüberliegende
Teil der zylindrischen Fläche des Teils 19 und des Endflansches 22 muß glatt sein; die Ausnehmung
27 sollte deshalb nicht in den durch den Winkel β begrenzten Sektor der Stirnfläche ragen.
Dadurch, daß die Stirnfläche des Flansches 22 des Garnablieferungsrohres 21 unterhalb des Niveaus der
Fasersammelrinne liegt wird erreicht, daß das gesponnene Garn 13 von der Rinne 15 zum Einlaß des Garnablieferungsrohres
21 einem gekrümmten Weg folgt. Es hat sich gezeigt daß damit sich eine bessere Steuerung
der Garnbildung und des Auftretens von falschem Draht ergibt.
Die Ausnehmung 27 kann an sich jede beliebige Gestalt haben; sie weist jedoch vorzugsweise die in F i g. 2
dargestellte Gestalt auf, wobei ihre Seitenfläche 31 einen Winkel von etwa 19° mit der Achse des Faserzuführkanals
25 sowie des Saugzugkanals 28 einschließt.
Das Garnablieferungsrohr 21 ist vorteilhafterweise in die Axialbohrung 20 mit einem solchen Sitz eingefügt,
daß es gedreht werden kann, um damit den Winkel α einjustieren zu können. Zur Fixierung des Rohres
in der einjustierten Stellung ist ein Klemmring 32 vorgesehen.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung ist ein Verschlußglied 171 mit einem Garnablieferungsrohr 211 vorgesehen, das
mit einem flachen Endflansch 221 ausgebildet ist, während in einen vorragenden Teil 191 des Verschlußgliedes 171 eine Ausnehmung 271 eingearbeitet ist Die anderen Teile der Vot-richtung nach Fig.3 weisen die
gleiche Ausbildung wie bei der Vorrichtung nach den F ig. 1,2 auf.
Bei der in Fig.4 veranschaulichten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung trägt das Vierschlußglied 172 ein Gamabfiefenmgsrohr 212, welches
keinen Flansch aufweist En vorspringender Teil 192
des Verschlußgliedes 172 ist mh einer Ausnehmung 372
versehen, in welche das Faserzufuhrrohr 25 mündet,
während an der Stirnfläche des TeBs 292 eine umlaufende Umfangswand 232 vorgesehen ist IXe übrigen
Teile der Vorrichtung entsprechen der Vorrichtung nach Fig.! und 2.
Claims (9)
1. Offen-End-Spinnvorrichtung mit einer Spinnturbine,
welche durch ein Verschlußglied abgeschlossen ist, das als ein zylindrischer oder im wesentlichen
zylindrischer, vorspringender, in den Spinnrotor konzentrisch zu der Achse des Spinnrotors
hineinragender Teil ausgebildet ist, durch den der Faserzufuhrkanal und der im Bereiche der
Stirnfläche des vorspringenden Teils mündende Garnablieferungskanal verlaufen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Faserzufuhrkanal (25) in eine an dem vorspringenden Teil (19) ausgebildete
Ausnehmung (27) mündet, und daß die Ausnehmung (27) sich lediglich über einen Teil des Umfangs
des vorspringenden Teils (19) erstreckt und in einer solchen Lage angeordnet ist, daß die mündungsseitig
aus dem Faserzufuhrkanal (25) austretenden Fasern auf die schräge Innenwand (15) des
Spinnrotors (11) gerichtet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (27) im Bereich der
Seitenwandung des vorspringenden Teils (19) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß die Ausnehmung (27) sich in einer
Ebene in oder durch den vorspringenden Teil (19) erstreckt, welche rechtwinklig zur Achse des vorspringenden
Teils (19) verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (27) in Gestalt eines
Segments der Mantelfläche des vorspringenden Teils (19) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der der Spinnrotor in einem Gehäuse untergebracht
ist, in dem durch einen in einer vorbestimmten Richtung von dem Gehäuse abgehenden Saugkanal
ein Unterdruck erzeugbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (27) in dem vorspringenden
Teil (19) derart angeordnet ist, daß die zylindrische Fläche des vorspringenden Teils (19) in
einem vorbestimmten, von dem Saugkanal (28) entfernt liegenden Bereich nicht durch die Ausnehmung
unterbrochen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Saugkanals (28) in einer
durch die Drehachse des Spinnrotors verlaufenden Ebene liegt
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sehnenfläche der
Ausnehmung (27) unter einem Winkel von etwa 19° zu der die Achse des Saugkanals (28) enthaltenen
Ebene verläuft.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vorspringende
Teil (19) in Gestalt eines zylindrischen Fortsatzes des Verschlußgliedes (17) ausgebildet ist
und eine axiale Bohrung aufweist, in die ein Garnablieferungsrohr
(21) eingepaßt ist, das in einem zylindrischen oder im wesentlichen zylindrischen Endflansch
(22) endet, der stumpf an die Stirnfläche des zylindrischen Fortsatzes des Verschlußgliedes (17)
anschließt und der die Ausnehmung (27) begrenzt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (27) in der an den
Fortsatz des Verschlußgliedes (17) anschließenden Stirnfläche des Endflansches (22) ausgebildet ist.
Die Erfindung betrifft eine Offen-End-Spinnvorrichtung mit einer Spinnturbine, welche durch ein Verschlußglied
abgeschlossen ist, das als ein zylindrischer oder im wesentlichen zylindrischer, vorspringender, in
den Spinnrotor konzentrisch zu der Achse des Spinnrotors hineinragender Teil ausgebildet ist durch den der
Faserzufuhrkanal und der im Bereich der Stirnfläche des vorspringenden Teils mündende Garnablieferungskanal
verlaufen.
Bei einer aus der FR-PS 1 467 507 bekannten Offen-End-Spinnvorrichtung
mit diesen Merkmalen mündet der Faserzufuhrkanal in dem Verschlußglied seitlich unmittelbar neben dem in den Spinnrotor hineinragenden
zylindrischen, vorspringenden Teil, während der Garnablieferungskanal koaxial zu dem zylindrischen,
vorspringenden Teil verläuft Um zu vermeiden, daß die eingespeisten Fasern sich an dem bereits gebildeten
Garn auf dessen Weg von der Fasersammeirinne des Spinnrotors zu der Mündung des Garnablieferungskanals
festsetzen, ist ein Trennglied in Gestalt einer Scheibe vorgesehen, die an dem zylindrischen, vorspringenden
Teil befestigt ist und bis unter die Mündung des Faserzufuhrkanals ragt Dadurch wird eine
den Garnablieferungskanal vollständig umfassende hohlraumartige Ausnehmung gebildet in die sich der
Faserzufuhrkanal öffnet. Es besteht die Gefahr, daß die Fasern in diesem ringförmigen Hohlraum dazu neigen,
sich insbesondere an von der Austrittsöffnung des Faserzufuhrkanals entfernten Stellen festzusetzen, wo
sie nicht dem direkten Einfluß des Luftstromes in dem Faserzufuhrkanal unterliegen. Auch ist bei der Wartung
die dauernde Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß der ringförmige Hohlraum ständig frei von Faseransammlungen
bleibt.
Bei einer anderen in der FR-PS 1 542 342 beschriebenen Offen-End-Spinnvorrichtung ist die Anordnung
derart getroffen, daß der Faserzufuhrkanal den vorspringenden, in den Spinnrotor hineinragenden zylindrischen
Teil schrägliegend durchdringt und neben dem Garnabfuhrkanal in der Stirnfläche des vorspringenden
Teils mündet Bei einer weiteren aus der FR-PS 1 556 017 bekannten Offen-End-Spinnvorrichtung mündet
der im wesentlichen quer zur Achsrichtung durch den in den Spinnrotor hineinragenden, vorspringenden,
zylindrischen Teil des Verschlußgliedes verlaufende Faserzufuhrkanal im Bereich der Umfangsfläche des
vorspringenden Teils.
Bei Offen-End-Spinn vorrichtungen müssen der Faserzufuhrkanal und der Garnablieferungskanal einerseits
so angeordnet sein, daß sich ein guter Offen-End-Spinnvorgang ergibt, was aber bei Vorrichtungen
der genannten Art häufig Schwierigkeiten bei der Faserentfernung aus der Spinnkammer bedingt, weil
die Tendenz festgestellt wurde, daß Garn oder Fasern sich um den Einlaß wickeln und dadurch ein Reinigen
des Spinnrotors und des Verschlußgliedes nach einem Fadenbruch erschweren. Werden aber andererseits der
Faserzufuhrkanal und der Garnablieferungskanal so angeordnet, daß die Faserentfernung aus dem Spinnrotor
verhältnismäßig einfach ist, so ergibt sich wegen der sodann insoweit unzweckmäßigen Lage des Faserzufuhrkanals
und des Garnablieferungskanals eine Beeinträchtigung des Offen-End-Spinn Vorganges.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Offen-End-Spinnvorrichtung
zu schaffen, bei der durch entsprechende Anordnung und Ausbildung des Faserzufuhrkanals
und des Garnablieferungskanals einerseits ein einwandfreier Offen-End-Spinnvorgang gewährlei-
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |