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DE2017578B2 - Neue 3-Alkoxymethylenoxyäther von Steroiden, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltendes Mittel - Google Patents
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DE2017578B2 - Neue 3-Alkoxymethylenoxyäther von Steroiden, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltendes Mittel - Google Patents

Neue 3-Alkoxymethylenoxyäther von Steroiden, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltendes Mittel

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DE2017578B2
DE2017578B2 DE2017578A DE2017578A DE2017578B2 DE 2017578 B2 DE2017578 B2 DE 2017578B2 DE 2017578 A DE2017578 A DE 2017578A DE 2017578 A DE2017578 A DE 2017578A DE 2017578 B2 DE2017578 B2 DE 2017578B2
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steroids
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John Hans Dr. Palo Alto Calif. Fried (V.St.A.)
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Roche Palo Alto LLC
Original Assignee
Roche Palo Alto LLC
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • C07J1/0003Androstane derivatives
    • C07J1/0033Androstane derivatives substituted in position 17 alfa and 17 beta
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    • C07J1/0048Alkynyl derivatives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
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    • C07J1/0051Estrane derivatives
    • C07J1/0081Substituted in position 17 alfa and 17 beta
    • C07J1/0088Substituted in position 17 alfa and 17 beta the substituent in position 17 alfa being an unsaturated hydrocarbon group
    • C07J1/0096Alkynyl derivatives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

ROCH2O
IS
in der R für eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R, für H oder CH3 und R2 für H oder eine Acylgruppe mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen steht.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das entsprechende 3/<-Hydroxysteroid mit einem Chlormethylalkyläther, in dem die Alkylgruppe 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, in Gegenwart eines terliären Amins umsetzt.
3. Heilmittel, enthaltend eine Verbindung gemäß Anspruch 1 und übliche Träger- und Hilfsstoffe.
30
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neue 3-Alkoxymethylenoxyäther der Steroidreihe der allgemeinen Formel
R1 OR2
C = CH
40
45
ROCH2O
in der R für eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R1 für H oder CH3 und R2 für H oder eine Acylgruppe mit bis zy 12 Kohlenstoffatomen steht.
In der oben gegebenen Definition steht Alkyl ζ. Β. fur Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl, η-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl und tert.-Butyl. Der Ausdruck »Acylgruppe« leitet sich von einer substituierten oder unsubstituierten Carbonsäure ab. Diese Säuren köntien gesättigt sein oder ein unterschiedliches Ausmaß Ungesättigter Bindungen (auch aromatischer Bindungen) aufweisen. Sie können eine geradkettige, verzweigte oder cyclische Struktur aufweisen und durch funktioneile Gruppen substituiert sein, wie z. B. Hydroxyreste, Alkoxyreste mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, Acyloxyreste mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen, Nitrogruppen, Aminoreste, Halogenatome usw. Typische Ester, die unter die obige Definition fallen, sind z. B.Acetate, Propionate, Butyrate,Valeratc,Caproate, önanthate, Caprylate, Pelargonate, Acrylate, Undecenoate, Phenoxyacetate, Benzoate, Phenylacetate,
578
Dipheaylacetate, Diäthylacetate, Trimethylacetate, tert.-Butylacetate, Trimethylhexanoate, Methylneopentylacetate, Cyclohexylacetate, Cyclopentylpropionate, Adaraantoate, Glycolate, Methoxyacetate, Hemisuccinate, Herniadipate, Hemi-^-dimethylglutaratc, Acetoxyacetate, 2-Chlor-4-nitrobenzoate, Aminoacetate, Diäthylaminoacetate, Piperidinoacetate, /i-Chlorpropionate, TrichloraceUite, Bicyclo-[2,2,2] -octan- Γ -carboxylate und 4-Methylbicyclo-[2,2,2]-oct-2 '-en-1 '-carboxj late.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Schwangerschaftsverhütungsmittel und können fur die Behandlung von premenstrualen Spannungen und zum Senken des Cholesterinspiegels im Blut angewendet werden. Die neuen Verbindungen lassen sich in üblicher Weise verabreichen, und zwar entweder oral oder parenteral. Sie können als solche oder in Verbindung mit anderen Arzneimitteln oder in Form von pharmazeutisch annehmbaren, nicht toxischen Präparaten, welche man durch Vermischen mit einem der normalerweise verwendeten Füllstoffe bildet, angewandt werden.
Die neuen Verbindungen werden hergestellt, indem das entsprechende 3^-Hydroxysteroid mit einem Chlormethylalkyläther, in welchem die Alkylgruppe 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist, in Gegenwart eines tertiären Amins umgesetzt wird. Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen von etwa 50 C bis vorzugsweise zum Siedepunkt des Reaktionsgemisches, wobei man vorzugsweise unter Rückfluß und während genügend langer Zeit arbeitet, um die Umsetzung zu vervollständigen. Die Wahl des Chlormethylalkyläthers hängt vom gewünschten Endprodukt ab. Geeignete tertiäre Amine sind Trialkylaminc, wie z. B. Triäthylamin, Tributylamin usw., sowie cyclische Amine, wie z. B. Pyridin, Collidin. Lutidin usw. Im allgemeinen zieht man jene Amine vor. welche einen Siedepunkt von mindestens 60 C aufweisen.
Die Umsetzung erfolgt vorzugsweise in einer in bezug auf die Reaktionspartner inerten Atmosphäre, wie z. B. Argon oder Stickstoff. Die Umsetzung wird zweckmäßig unter wasserfreien oder im wesentlichen wasserfreien Bedingungen durchgeführt. Wenngleich diese Bedingungen auch bevorzugt angewendet werden, so sind sie nicht zwingend erforderlich.
Bei der Umsetzung werden das Steroid, der Chlormethylalkyläther und das tertiäre Amin in beliebiger Reihenfolge miteinander vermischt und das Reaktionsgemisch dann genügend lange auf der gewünschten Temperatur gehalten, um die Umsetzung zu vervollständigen. Danach wird das Reaktionsgemisch in an sich bekannter Weise aufgearbeitet, wie z. B. durch Chromatographie, Dekantieren, Filtrieren, Destillation, Eindampfen usw.
Die Reaktion erfolgt in Verhältnissen von I Mol Steroid pro Mol Chlormethylalkyläther pro Mol tertiäres Amin. Die Mengen der zu verwendenden Reaktionspartner sind jedoch nicht entscheidend, da man das gewünschte Produkt auch erhält, wenn man davon abweichende Mengenverhältnisse anwendet. Vorzugsweise wird das tertiäre Amin in einer solchen Menge verwendet, daß es auch als flüssiges Reaktionsmedium bzw. Lösungsmittel für die Umsetzung dient. So wird der ChlormethyUilkyläthcr vorzugsweise in Mengen von 3 bis 50 Mol pro Mol Ausgangssteroid verwendet oder doch wenigstens in einer Menge, die ausreicht, um als Mitlösungsmittcl für die Reaktion zu dienen.
Die als Ausgangsverbindungen verwendeten Steroide sind bekannt. Die Substituenten in der 17«,17/f-Stellung werden gewöhnlich über die 17-Oxogruppe eingeführt
Die Ausgangsverbindungen können gegebenenfalls auch aus den entsprechenden 3-Oxoderivaten hergestellt werden. Die 3-Oxogruppe kann beispielsweise mit Natriumborhydrid in Methanol oder Dioxan oder mit Lithiumaluminiumhydrid in Tetrahydrofuran oder mit Lithiumaluminium-tert-butylat in Tetrahydrofuran reduziert werden. Geeignete Ausgangsverbindungen und/oder geeignete Methoden für deren Herstellung finden sich in den USA.-Patentschriften 31 01 355,31 36 790,32 48 294,32 50 792 und 32 57 278.
Die als Reaktionspartner verwendeten Chlormethylalkyläther sind bekannte Verbindungen und lassen sich nach bekannten Methoden, z. B. nach der Methode von Wagner und Zook, »Synthetic Organic Chemistry«, John Wiley and Sons, Inc., New York, 1953 (1963), insbesondere S. 99 und 100, sowie 226 et seq., herstellen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Versuch
Eine Lösung von 2 g 17«-Äthinyl-17,1-acetoxy-östr-4-en-3-on in 20 ecm wasserfreiem Tetrahydrofuran wurde auf — 75° C in einem trockenen Eis-Aceton-Bad gekühlt und mit einer gekühlten Lösung von 0,6 g Lithiumaluminium-terl.-butylat in 20 ecm wasserfreiem Tetrahydrofuran behandelt. Dann wurde das Reaktionsgemisch während 15 Minuten auf Rückflußtemperatur gehalten, hierauf gekühlt und in Eiswasser gegossen und mehrere Male mit Äthylacetat extrahiert. Die Extrakte wurden mit Wasser neutral gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft; so erhielt man 17(j-Älhinyl-17/i-acetoxyöstr-4-en-3/i-ol, das zur Herstellung der 17/i-Hydroxylverbindung in üblicher Weise verseift werden kann.
In gleicher Weise kann man auch andere brauchbare 17/f-Hydroxy verbindungen herstellen. 5
Beispiel
Zu einer Lösung von 10g 17a-Äthinylöstr-4-en-3/i,17/f-diol in 150 ecm Pyridin wurden 30 ecm Chlor-
methylmethyläther bei 00C unter einer Stickstoffatmosphäre zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde hierauf während 12 Stunden auf 700C erhitzt, dann in Eiswasser gegossen und mit Methylenchlorid extra-
. hiert. Die Methylenchloridextrakte wurden mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. Das zurückbleibende Ul wurde auf gewaschenem Aluminiumoxyd Chromatographien, mit einer Mischung von Hexan und Methylenchlorid (Mischungsverhältnis 1:1) elu-
ϊο iert und lieferte dann das 30-Methoxymethylenoxy-17a-äthinylöstr-4-en-17/?-ol. F. = 105 bis 106° C.
Wurde von der 18-Methylverbindung ausgegangen, so erhielt man das S/i-Methoxymethylenoxy-na-äthiny 1-1 S-methylöstr-^en-17/i-ol.
Diese Verbindung zeigt folgende physikalische Daten: öl; es wurden die folgenden NMR-Werte erhalten:
Das Spektrum wurde in CDCl3 mittels einem Varian-PA-100-NMR-Spektrophotometer bestimmt, das nach dem Kippfrequenzverfahren (»frequency sweep mode«) arbeitete.
0,97 3 H Triplet J = 7H2
2,56 IH Singlett H2!
3,37 3 H Singlett OCH3
4,08 IH Multiplet H3
4,73 2 H Singlett OC2HO
5,45 IH Multiplet H4
18-Methyl

Claims (1)

20 2 Patentansprüche:
1. 3-Alkoxymethylenoxyäther der Steroidreihe mit der allgercieinen Formel
— C = CH
DE19702017578 1969-04-16 1970-04-13 Neue 3-Alkoxymethylenoxyäther von Steroiden, Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltendes Mittel Expired DE2017578C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US81683769A 1969-04-16 1969-04-16
US81683769 1969-04-16

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2017578A1 DE2017578A1 (de) 1970-10-29
DE2017578B2 true DE2017578B2 (de) 1975-07-31
DE2017578C3 DE2017578C3 (de) 1976-03-11

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
DE2017578A1 (de) 1970-10-29
FR2042331B1 (de) 1974-04-12
NL7005499A (de) 1970-10-20
US3658854A (en) 1972-04-25
FR2042331A1 (de) 1971-02-12
GB1296773A (de) 1972-11-15
CH536828A (de) 1973-05-15

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