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DE2018642B2 - Verfahren zur herstellung von durchdringungsver bundmetallen - Google Patents
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DE2018642B2 - Verfahren zur herstellung von durchdringungsver bundmetallen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von durchdringungsver bundmetallen

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DE2018642B2
DE2018642B2 DE19702018642 DE2018642A DE2018642B2 DE 2018642 B2 DE2018642 B2 DE 2018642B2 DE 19702018642 DE19702018642 DE 19702018642 DE 2018642 A DE2018642 A DE 2018642A DE 2018642 B2 DE2018642 B2 DE 2018642B2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/24After-treatment of workpieces or articles
    • B22F3/26Impregnating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Durchdringungsverbundmetallen, sogenannten Infiltrationswerkstoffen.
  • Solche Werkstoffe werden überall dort eingesetzt, wo möglichst porenfreie Sinterwerkstoffe mit hoher Dichte, hoher Festigkeit oder guter elektrischer Leitfähigkeit benötigt werden. Zur Herstellung dieser Werkstoffe ist es bekannt, auf pulvermetallurgischem Wege aus einem Grundmetall Formkörper herzustellen, welche jedoch nicht porenfrei zu erhalten sind, sondern ein Skelett bilden, das beim Sintervorgang durch Tränkung mit einer Metallschmelze, dem Tränkmetall, ausgefüllt wird. Sowohl dür das Grundmetall als auch für das Tränkmetall werden reine Metalle oder Legierungen, für das Grundmetall außerdem auch Mischungen aus Pulvern verschiedener Metalle verwendet.
  • Zur Tränkung des Grundmetall-Formkörpers ist die Tauch- und die Kapillartränkung bekannt, bei der der Formkörper in eine Metallschmelze ganz oder teilweise eingetaucht wird und sich dann vollsaugt.
  • Diese Art der Tränkung hat den Nachteil, daß man bei Temperaturen oberhalb der Schmelztemperatur des Tränkmatalls hantieren muß und die Körper zur Vermeidung von Löteffekten nicht mit metallischen Werkzeugen in Berührung kommen dürfen. Dieser Nachteil hat bewirkt, daß man allgemein zur Auf-oder Unterlagentränkung übergegangen ist.
  • Bei diesem Verfahren wird in einer Graphitschale den durch Pressen von Grundmetallpulver entstandenen Formkörpern ein Stück massives Tränkmetall auf- oder unterlegt und die Schale dann in einem Ofen bis zum Schmelzen des Tränkmetalls erhitzt. Das in der Ofenhitze flüssig werdende Tränkmetall wird dabei in die Poren des in der Ofenhitze gesinterten Grundmetallformkörpers aufgenommen und füllt diese aus.
  • Das Einlegen der beiden losen Körper in die Schalen erfordert viel Handarbeit. Vor allem läßt sich aber wegen der Toleranzen der beiden in der Schale zusammengelegten Körper diejenige Menge des Tränkmetalls nicht genau ermitteln, die zum Ausfüllen aller Poren des Grundmetallformkörpers hinreichend und notwendig ist. Wird aber zu wenig Tränkmetall beigelegt, so wird der Grundmetallformkörper unvollständig getränkt. Solche Formkörper sind unverwendbar. Wird dagegen zu viel Tränkmetall beigelegt, so muß der fertige Formkörper unter Materialverlust durch Zerspanen zusätzlich bearbeitet werden.
  • Die Toleranzen in den Grundmetallformkörpern ergeben sich aus folgenden Umständen: Beim wegeabhängigen Pressen, z. B. bei Verwendung mechanischer, aber auch hydraulischer Pressen mit festen Endanschlägen für den Preßstempel, erzielt man bekanntlich zwar maßgenaue, unter sich gleiche Preßkörper, jedoch ist deren Dichte und damit ihr Porenvolumen unterschiedlich, weil die Dichte weitgehend von der eingefüllten Pulvermenge und ihrer gleichmäßigen Verteilung abhängt.
  • Preßt man gagegen die Formkörper druckabhängig, wie es auf hydraulischen Pressen und auf mechanischen Pressen mit hydraulischer Druckbegrenzung möglich ist, so erzielt man zwar eine gleichbleibende Dichte und damit ein gleichmäßig großes Porenvolumen bei jedem Preßkörper, jedoch sind hier ihre äußeren Abmessungen unterschiedlich, da diese von der eingefüllten Pulvermenge abhängen.
  • Die Preßkörper aus dem Grundmetall haben also immer Toleranzen. Die Abmessungen der aus Massivmetall geschnittenen Beilagen aus Tränkmetall variieren natürlich ebenfalls. Die Toleranzen können sich, wie bekannt, aufheben oder addieren, so daß das Ergebnis nach der statistischen Wahrscheinlichkeit immer einen gewissen Fehleranteil hat.
  • Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein möglichst weitgehend die Handarbeit ausschaltendes Herstellungsverfahren für Formkörper aus Durchdringungsverbundwerkstoffen zu entwickeln, bei dem eine - Über- oder eine Untertränkung durch Abweichungen der Grundmetallformkörper und/oder ihrer Tränkmetallbeilagen von einem Soll weitgehend ausgeschlossen ist, indem die möglichen Abweichungen vom Soll durch Zusammenlegen der Herstellung der Formkörperteile in der gleichen Maschine stets in gleicher Richtung laufen.
  • Diese Aufgabe wird bei dem Verfähren der Erfindung dadurch gelöst, daß das als Pulver vorliegende Tränkmetall anschließend an das Pressen des Grundmetallformkörpers von dem gleichen Preßstempel auf den noch in der Preßmatrize befindlichen Grundmetallformkörper dosiert aufgepreßt wird. Die Dosierung des Tränkmetallpulvers kann so eingestellt sein, daß der die Presse zweckmäßig automatisch verlassende und in einer Graphitschale in den Sinterofen eintretende Zweischichtenformkörper weder zu viel noch zu wenig Tränkmetall enthält.
  • Für den Sintervorgang ist es von Bedeutung, daß erfindungsgemäß das Tränkmetallpulver auf den fertig gepreßten Grundmetallformkörper aufgepreßt wird und nicht etwa beide Metalle in Pulverform zusammengepreßt werden. In diesem Falle würden sich die beiden Metalle an der Grenzfläche des Zweischichtenformkörp ers ineinander verzahnen.
  • Bei komplizierteren Formkörpern wäre gleichzeitig eine Deformation der Berührungsfläche möglich. Bei dem Verfahren der Erfindung fehlt diese Verzahnung und die Gefahr der Deformation. Die Formkörper der beiden Metalle stehen mit glatten Stirnflächen aufeinander und halten nur so weit zusammen, daß der Zweischichtenformkörper das Herausnehmen aus der Presse und das Einfahren in den Sinterofen übersteht.
  • Bei der sich an den Preßvorgang anschließenden Sinterung des Formkörpers ist dies von großem Vorteil. Sobald nämlich die Spannungskräfte durch die unterschiedliche Wärmedehnung oder den unterschiedlichen Sinterschwund die Haftkräfte der Verbindung der beiden Formkörper überschreiten, lösen sich diese voneinander. Da dies im Ofen geschieht, ändern sie ihre gegenseitige Lage nicht. Durch die Lösung der Verbindung werden aber auf jeden Fall die Spannungen abgebaut, so daß ein Wärmeverzug des Formkörpers ausbleibt. Auf den Tränkungsvorgang bleibt die Trennung ohne Einfluß, da diese auf Seigerung bzw. Dochtwirkung beruht.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird nachstehend im einzelnen an Hand der Zeichnung besprochen. Der Formkörper aus Tränkmetall wird bei dem Ausführungsbeispiel auf den Grundmetallformkörper aufgepreßt.
  • Die Fig. 1 bis 6 der Zeichnung stellen Axialschnitte durch den Preßraum einer Metallpulverpresse dar.
  • Der Füllraum einer solchen Presse wird nach Fig. 1 begrenzt durch die Matrize 2 und einem im Füllraum stehenden Unterstempel3, demgegenüber die Matrize 2 axial beweglich ist. In bekannter Weise wird das Grundmetallpulver 4 durch einen Füllschuh 7 in den Füllraum 1 geschüttet. Durch rüttelnde Bewegung (6) des Füllschuhs 7 wird ein gleichmäßiger Eintrag gewährleistet. Benutzt man eine nicht dargestellte Einwiegemaschine, die das Pulver über den Stutzen 5 einspeist, so übernimmt der Füllschuh 7 nur noch das Glätten der Pulveroberfläche, welche in jedem Falle bündig mit der Matrizenoberfläche ist. Der Füllraum 1 schließt daherjedesmal die gleiche Pulvermenge ein, Der Füllschuh 7 wird nun weggeschoben und (-Fig. 2) die Matrize 2 so weit angehoben, daß sich nach der in Fig.3 erfolgenden Verdichtung oberhalb des Preßlings 11 in Fig.4 der für die Pulvermenge des Tränkmetalls 15 (F i g. 4) erforderliche Füllraum 13 bildet.
  • F i g. 3 zeigt den ersten Preßvorgang, bei dem der Oberstempel 9 in Richtung des Pfeiles 10 in die Matrize eindringt und das im Füllraum enthaltene Grundmetallpulver zum Formkörper 11 verdichtet.
  • Gleichzeitig wird die Matrize 2 entweder nach dem Schwebematrizenprinzip durch die Wandreibung oder durch gesteuerte Zwangsbewegung in Richtung des Pfeiles 12 abwärtsbewegt, damit der Preßdruck auf beide Enden des Formkörpers 11 wirkt.
  • Nun wird der Stempel 9 aus der Matrize gezogen (F i g. 4) und über einen zweiten Füllschuh 14 Tränkmetallpulver 15 in den Füllraum 13 gerüttelt (6). Bei Rückzug des Füllschuhs 14 wird das Tränlunetallpulverl5 in der Ebene der Matrizenoberfläche 16 glattgestrichen.
  • Das Volumen des Füllraumsl3 ist in Fig.2 so eingestellt worden, daß es - eingerüttelt und glattgestrichen - genau die für den Formkörper 11 benötigte Tränkmetallmenge aufnimmt.
  • Jedoch kann auch die Zuteilung über eine nicht dargestellte Einwiegemaschine vorgenommen werden.
  • Die Füllschuhe7 und 14 werden gegeneinander versetzt bewegt oder auf der gleichen Gleitbahn abwechselnd benutzt. Benutzt man zwei Einwiegemaschinen, so kommt man auch mit nur einem Füllschuh, der von den beiden Einwiegemaschinen abwechselnd gespeist wird, aus.
  • In Fig. 5 fährt nach Rückzug des Füllschuhs 14 der Oberstempel 9 in Preßrichtung 10 in die Matrize 2 ein und verformt das eingefüllte Pulver 15 des Tränkmetalls und preßt es auf den Preßkörper 11 des Grundmetalls auf. Dabei bewegt sich die Matrize 2 abwärts in Richtung des Pfeiles 12 wie in Fig.3, entweder durch die Wandreibung oder durch Zwangssteuerung bewegt. Nach Ablauf dieses Preßvorgangs sind beide Preßkörper 11 und 17 vereinigt und auf die erforderliche Preßdichte gebracht.
  • In Fig. 6 wird der Zwischenschichtenformkörper 11, 17 zwischen Oberstempel 9 und Unterstempel 3 gehalten, ohne daß ein Druck durch den Oberstempel 9 auf ihm ruht. Die Matrize bewegt sich nach dem Abzugsverfahren in Richtung des Pfeiles 12 abwärts, bis die Oberfläche 18 des Unterstempels 3 mit der Matrizenoberfläche 16 eine Ebene bildet. Dann wird der Oberstempel 9 ganz zurückgezogen und der Preßkörper 11, 17 entnommen oder abgeschoben.
  • Wird er abgeschoben, so ist dies der Beginn des vollautomatisch eingeleiteten neuen Arbeitstaktes.
  • Die in Fig.2 beschriebene Füllraumerweiterung braucht natürlich nicht an dieser Stelle zu geschehen.
  • Sie kann auch im Anschluß an die Arbeitsphase von Fig.3 ablaufen, indem die Matrize 2 nach Abbau des Preßdrucks bei dem auf dem Preßkörper 11 ruhenden Oberstempel 9 so entgegen der Richtung des Pfeiles 12 verfahren wird, bis der Raum über dem Preßkörperll, der von der Matrize 2 umschlossen wird, genau dem- benötigten Füllvolumen 13' entspricht.
  • Die Preßdrücke, die im Arbeitsspiel in F i g. 3 und 5 über den Oberstempel 9 aufgebracht sind und die durch die Relativbewegung des Unterstempels 3 doppelseitig zur Auswirkung kommen, können bei der Verdichtung der Pulver 11 und 17 gleich oder unterschiedlich sein. Sie können bei einer hydraulisch wirkenden Presse genau der Verformbarkeit der unterschiedlichen Pulver angepaßt werden, - so daß sowohl die notwendige Durchpressung als auch die Planheit der Berührungsflächen beider Preßkörper und die notwendige Haftung der Berührungsfläche gewährleistet sind.
  • Sollte es aus verfahrenstechnischen Gründen wünschenswert sein, zuerst das Tränkmetall einzufüllen und zu verdichten und dann das Grundmetall aufzupressen, so ist dies bei gleichem Arbeitsablauf der Maschine ohne weiteres möglich, da nur die Einstellung der Füllräume und Drücke entsprechend vorgenommen werden muß.
  • Der von der Presse ausgestoßene Zweischichtenformkörper 11/17 (Fig. 6) wird automatisch in Sinterschalen 19 (F i g. 7 und 9) abgelegt und in ihnen in den Sinterofen gefahren.
  • F i g. 7 entspricht der Auflagetränkung, bei der sich das Tränkmetall 17 oben befindet und beim Aufschmelzen in das Grundmetall 11 einseigert. In Fig. 8 befindet sich das Tränkmetall 17 unten und wird beim Aufschmelzen nach dem Prinzip der Dochtwirkung in das Grundmetall 11 eingesaugt. Sowohl das eine als auch das andere Prinzip ist anwendbar.
  • Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich. Es entsteht, wie in Fig. 9 dargestellt, das Verbundmetallteil 20, in dem die Poren des Grundmetalls ganz mit dem eingeseigerten Tränkmetall ausgefüllt sind, wobei das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet, daß eine Unter- oder Oberschußtränkung vermieden ist, indem ein vollautomatisch ablaufender Preßprozeß stets die genau richtige Menge Tränkmetall zuteilt und gleichzeitig dem Grundmetall auf- oder unterlegt.
  • Da der Erfolg der Abstimmung des Porenvolumens einerseits und der Tränkmetallmenge andererseits innerhalb des Verfahrens im wesentlichen von dem richtigen Ablauf des Pressenarbeitsspiels abhängt, ist in Fig. 10 das Weg-Zeit-Diagramm der in Fig. 1 bis 6 dargestellten Preßvorgänge für eine Arbeitsweise mit beweglicher Matrize und feststehendem Unterstempel dargestellt, wie sie beispielsweise auf einer hydraulischen Metallpulverpresse abläuft.
  • Der Linienzug 21 gilt für die Bewegungen des Oberkolbens, der Linienzug 22 für die des Unterkolbens der hydraulischen Presse. Sie verlaufen in der Maschine in vertikaler Richtung. Die Linienzüge 23 und 24 gelten für die Antriebsbewegungen beider Füllschuhe. Sie verlaufen in horizontaler Richtung.
  • Der Oberkolben der Presse, dessen Bewegungen in Linienzug 21 dargestellt ist, bewegt den Oberstempel 9 in F i g. 3 bis 6 und gibt somit dessen Bewegungen wieder. Der Unterkolben, dessen Bewegungen der Linienzug 22 anzeigt, bewegt die Matrize 2 in F i g. 2 bis 6 und gibt deren Bewegungen wieder.
  • Der Linienzug 23 stellt den Antrieb der horizontalen Hin- und Herbewegung des ersten Füllschuhs 7 entsprechend Pfeil 6 in F i g. 1 und der Linienzug 24 die gleiche Bewegung des Füllschuhs 14 in F i g. 4 dar.
  • Die senkrechten Linien im Diagramm stellen jeweils den Beginn einer neuen Arbeitsphase dar, sie bedeuten im einzelnen: 25 Einfüllen des Grundmetallpulvers 4 mit Auffahren der Matrize 2 in die Füllstellung zum Einsaugen des Pulvers.
  • 26 Erweitern des Füllraums 1 auf das Volumen des später erforderlichen Füllraums 13.
  • 27 Verpressen des Grundmetalls 4 zum Preßkörper 11, wobei die Matrize 2 um einen Teil des Verdichtungsweges abwärts bewegt wird.
  • 28 Ausfahren des Oberstempels 9 und Einfüllen des Tränkmetallpulvers 15 in den Füllraum 13.
  • 29 Aufpressen des Metallpulvers 15 auf den Preßkörper 11 und Vereinigung zum Zweischichtenformkörper 11/17.
  • 30 Abziehen der Matrize.
  • 31 Beginn des neuen Arbeitsspiels mit Hochfahren des Oberkolbens zum Anheben des Stempels 9, Abschieben des Preßlings 11/17 beim Vorlaufen des Füllschuhs 7 und nachfolgendem Einfüllvorgang, wie zwischen Linie 25 und 26 zu sehen.
  • Es ist je nach Ausrüstung der Presse auch möglich, die Matrize fest einzubauen und alle notwendigen Bewegungen über Ober- und Unterstempel durchzuführen. Es ist auch möglich, statt der hydraulisch universell steuerbaren Pressen, solche mechanicher Bauart einzusetzen. Es ist nur erforderlich, daß die Bewegungsabläufe so gewählt werden, daß vor dem Einfüllen des zweiten Metallpulvers, das erste so vorverdichtet ist, daß es beim Aufpressen des zweiten Metallpulvers nicht mehr verformt wird.
  • Außerdem muß die Einstellung eines entsprechenden Füllvolumens für die zweite Pulverkomponente in Abhängigkeit von der ersten vor oder nach der Erstverdichtung gewährleistet sein. Weiterhin müssen die Preßdrücke für beide Schichten so einstellbar sein, daß außer der erforderlichen Durchpressung der einzelnen Schichten auch die ebene Ausbildung der Berührungsfläche beider Schichten mit ausreichender Haftung gewährleistet ist.
  • Es ist, wie schon erläutert, in Erweiterung des Verfahrens möglich, die Volumendosierung durch eine Gewichtsdosierung über entsprechende mit der Steuerung der Presse verbundene Einwiegemaschinen zu ersetzen, die jeweils die erforderliche Pulvermenge über geeignete Wiegeeinrichtungen den Füllräumen im richtigen Moment zumessen, indem die Bewegungsabläufe elektrisch miteinander gekoppelt werden.
  • Durch die exakte Festlegung der Volumen einerseits und der Gewichte andererseits und durch die rationelle Zusammenfassung aller das richtige Mengenverhältnis bestimmenden Arbeitsgänge auf einer Maschine ist eine Genauigkeit in der Abstimmung von Grund- und Tränkmetall gegeben, wie sie bisher noch von keinem bekannten Verfahren erzielt werden konnte. Das Verfahren ist nicht nur auf einfache Preßteile beschränkt, wie sie im Beispiel gewählt wurden. Es ist auch möglich, mit geteilten Stempeln und unterschiedlichen Füllräumen zu arbeiten, wie dies komplizierte Preßteile erfordern.
  • Für das Tränkmetall sind dabei keine besonders unterteilten Preßstempel und Füllräume erforderlich.
  • Es kann auch in unterschiedlicher Dicke über der Berührungsfläche aufgepreßt sein, falls diese mehrere Ebenen aufweisen sollten. Es ist auch möglich, daß die obere Preßfläche des aufgepreßten Tränkmetalls den Ebenen des Grundmetalls an der Berührungsfläche angepaßt ist, wie es sich bei ungeteilten profilierten Stempeln ergibt. Es ist nur erforderlich, daß Poren- und Tränkmetall-Volumen genau übereinstimmen. Die entsprechende gleichmäßige Verteilung des Tränkmetalls wird durch die kapillare Saugwirkung des Grundmetalls gewährleistet.
  • Da Tränkmetalle, insbesondere solche, die nur zur Auffüllung des Restporengehaltes dienen, nur geringe Volumen und damit kleine Füllhöhen erfordern, ist die Füllhöhe auch bei vorhandenen Preßwerkzeugen nach Verdichtung des Grundmetalls immer gegeben.
  • Daher erfordert das erfindungsgemäße Verfahren keine besonderen oder neuen Werkzeuge, ist auf schon gefertigte Teile anwendbar und verbessert deren Qualität und Herstellungsweise erheblich.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Durchdringungsverbundmetall, insbesondere zur Weiterverarbeitung zu Kontaktstücken, bei dem die Poren eines durch Pressen aus Pulver geformten, porenhaltigen Grundmetallkörpers im Sinterofen mit dem in die Sinterschale beigegebenen Tränkmetall gefüllt werden, d a -durch gekennzeichnet, daß Tränkmetall in Pulverform (15) im Füllraum (13) der Preßmatrize (2) dem dort vorher fertig gepreßten Grundmetallformkörper (11) zur Bildung eines in den Sinterofen einzuführenden Zweischichtenformkörpers (11, 17) aufgepreßt wird.
2. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Durchdringungsverbundmetall, insbesondere zur Weiterverarbeitung zu Kontaktstücken, bei dem die Poren eines durch Pressen aus Pulver geformten, porenhaltigen Grundmetallkörpers im Sinterofen mit dem in die Sinterschale beigegebenen Tränkmetall gefüllt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Grundmetall in Pulverform (4) im Füllraum (13) der Preßmatrize (2) einem dort vorher aus Pulver fertig gepreßten Tränkmetallformkörper (17) zur Bildung eines in den Sinterofen einzuführenden Zweischichtenformkörpers (11, 17) aufgepreßt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Anwendung derart bemessener Preßstücke, daß sich der Zweischichtenformkörper (11, 17) unter Einwirkung der Ofenhitze in zwei Formkörper (11 und 17) trennt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine derartige Abstimmung der Füllraumvolumina (11, 17), daß das Volumen des Tränkmetalls (15) gleich dem Porenvolumen des Grundmetalls (4) ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulver des Grundmetalls (4) und des Tränkmetalls (14) eingewogen werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Zweischichtenkörper (11, 17) vom Einschütten der Pulver bis zum Einschieben der Sinterschalen (19) in den Sinterofen voll automatisiert ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2166925A1 (de) * 1971-09-01 1976-09-09 Siemens Ag Verfahren zum herstellen von zweischichten-kontaktstuecken als formteil
DE4205795A1 (de) * 1992-02-26 1993-09-02 Degussa Verfahren zur herstellung von formkoerpern fuer elektrische kontakte

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