DE2018907B2 - Fuellstosseinrichtung fuer druckluftgebremste schienenfahrzeuge - Google Patents
Fuellstosseinrichtung fuer druckluftgebremste schienenfahrzeugeInfo
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Description
druck beeinflußbaren Relaisventil, dadurch io
gekennzeichnet, daß ein von einem Vergleichsdruck beaufschlagter erster Zylinderraum
gekennzeichnet, daß ein von einem Vergleichsdruck beaufschlagter erster Zylinderraum
(24) auf der einen Seite eines über eine Stange Die Erfindung betrifft eine Füllstoßeinrichtung
(35) von außerhalb der Füllstoßeinrichtung betä- zur Abgabe eines selbsttätigen Füllstoßes in eine
tigbaren Kolbens (26) über eine Düse (27) mit i5 Hauptluftleitung eines druckluftgebremsten Schie-
einem auf der anmren Seite des Kolbens liegen- nenfahrzeuges in Verbindung mit einem Führer
den zweiten Zylinderraum (28) verbunden ist, bremsventil und einem den Druck in der Hauptluft-
der an eine vom Steuerdruck beaufschlagbare leitung überwachenden, vom Führerbremsventil über
Kammer (31) angrenzt, wobei der über die einen Steuerdruck beeinflußbaren Relaisventil.
Stange entgegen Federkraft in die Füllstoßstel- 20 Es sind mit Füllstoßeinrichtungen ausgerüstete
lung gebrachte Kolben mit Steuermitteln (37 und Führerbremsventile für Druckluftbremsen von Schie-
40) zusammenwirkt, die nach dem Betätigen der nenfahrzeugen bekannt, bei welchen der »Füllstoß«
Einrichtung entgegen der Kraft einer Feder (38) als Hochdruckfüllperiode zum schnelleren Lösen der
den zweiten Zylinderraum (28) mit der ersten Bremsen eingeleitet wird, wobei ein·, unmittelbare
Kammer (31) verbinden, wobei der Kolben durch 25 Verbindung zwischen Hauptluftbehälter und Hauptdie
Kraft der Feder (38) selbsttätig in die die luftleitung besteht. Der Füllstoß wird dabei vom Lo-Füllstoßperiode
beendende Stellung zurückge- komotivführer durch entsprechendes Betätigen am
führt wird, wenn der de. jeweils vorangegange- Führerbremsventil eingeleitc*. Der weitere Verlauf
ncn Bremsstufe entsprechende Steuerdruck über der Hochdruckfüllperiode svird jedoch unabhängig
die Düse (27) im wesentlichen an des. Vergleichs- 30 vom Lokomotivführer selbsttätig in Abhängigen
druck angepaßt ist. von verschiedenen Faktoren, wie Zuglänge, Höhe
2. Füllstoßeinrichtung nach Anspruch 1 mit der vorausgegangenen Bremsstufe usw., g^iegelt.
einem Relaisventil, dessen Steuerkolben einer- Die^e Selbsttätigkeit bedingt eine vielfältige und daseits
vom Steuerdruck und andererseits von mit teure Gestaltung des Führerbremsventil und
einem Rückstelldruck in einem über eine Düse 35 macht dieses außerdem gegen Störungen anfällig,
mit der Hauptluftleitung in Verbindung stehen- Bei Führerbremsventilen mit einem Relaisventil, den Raum beaufschlagt ist, und einem zwischen dessen Steuerkolben einerseits vom Steuerdruck und Hauptbehälterleitung und das Führerbremsventil andererseits von einem Rückstelldruck in einem -über geschalteten Druckminderventil zur maximalen eine Düse mit der Hauptluftleitung in Verbindung Druckbegrenzung des Steuerdruckes auf eine be- 40 stehenden Raum beaufschlagt ist, ist es bekannt, den stimmte Regeldruckhöhe, dadurch gekennzeich- genannten Raum mit zwei Entlüftungsventile : zu net, daß der vom Regeldruck beaufschlagte erste verbinden. Das eine der Entlüftungsventile kann da-Zylinderraum (24) auf der einen Seite des über bei über das Führerbremsventil bei dessen willkürlidie Stange (35) von außen betätigbaren Kolbens eher Einstellung in eine Füllstoßstellung geöffnet (26) über die Düse (27) mit dem auf der anderen 45 werden und das andere Entlüftungsventil ist von Seite des Koloens liegenden zweiten Zylinder- einem durch eine Düse überbrückten Kolben gesteuraum (28) verbunden ist, weich.i an die vom ert, wobei der in Öffnungsrichtung des Entlüftungs-Steuerdruck beaufschlagbare erste Kammer (31) ventils wirkende Beaufschlagungsraum des Kolbens angrenzt, die ihrerseits an eine vom Rückstell- an eine Druckluftquelle, der andersseitige Beaufdruck beaufschlagbare zweite Kammer (33) an- 50 schlagungsraum an eine zum Führerbremsventil fühgrenzt, wobei der über die Stange (35) entgegen rende Druckluftversorgungsleitung angeschlossen ist. der Kraft der Feder (38) in die Füllstoßstellung Durch das kolbengesteuerte Entlüftungsventil wiru gebrachte Kolben mit Steuermitteln (37, 40 und hierbei bei jedem Lösevorgang selbsttätig ein will-
mit der Hauptluftleitung in Verbindung stehen- Bei Führerbremsventilen mit einem Relaisventil, den Raum beaufschlagt ist, und einem zwischen dessen Steuerkolben einerseits vom Steuerdruck und Hauptbehälterleitung und das Führerbremsventil andererseits von einem Rückstelldruck in einem -über geschalteten Druckminderventil zur maximalen eine Düse mit der Hauptluftleitung in Verbindung Druckbegrenzung des Steuerdruckes auf eine be- 40 stehenden Raum beaufschlagt ist, ist es bekannt, den stimmte Regeldruckhöhe, dadurch gekennzeich- genannten Raum mit zwei Entlüftungsventile : zu net, daß der vom Regeldruck beaufschlagte erste verbinden. Das eine der Entlüftungsventile kann da-Zylinderraum (24) auf der einen Seite des über bei über das Führerbremsventil bei dessen willkürlidie Stange (35) von außen betätigbaren Kolbens eher Einstellung in eine Füllstoßstellung geöffnet (26) über die Düse (27) mit dem auf der anderen 45 werden und das andere Entlüftungsventil ist von Seite des Koloens liegenden zweiten Zylinder- einem durch eine Düse überbrückten Kolben gesteuraum (28) verbunden ist, weich.i an die vom ert, wobei der in Öffnungsrichtung des Entlüftungs-Steuerdruck beaufschlagbare erste Kammer (31) ventils wirkende Beaufschlagungsraum des Kolbens angrenzt, die ihrerseits an eine vom Rückstell- an eine Druckluftquelle, der andersseitige Beaufdruck beaufschlagbare zweite Kammer (33) an- 50 schlagungsraum an eine zum Führerbremsventil fühgrenzt, wobei der über die Stange (35) entgegen rende Druckluftversorgungsleitung angeschlossen ist. der Kraft der Feder (38) in die Füllstoßstellung Durch das kolbengesteuerte Entlüftungsventil wiru gebrachte Kolben mit Steuermitteln (37, 40 und hierbei bei jedem Lösevorgang selbsttätig ein will-
41) zusammen ;irkt, die nach dem Betatigen der kUrlich nicht beeinflußbarer Füllstoß bewirkt.
Einrichtung entgegen der Kraft der Feder (38) 55 Weiterhin ist schon eine Füllstoßeinrichtung vorden /weiten Zylinderraum (28) mit der ersten geschlagen worden, die durch einen Druckknopf von Kammer (31) und die zweite Kammer mit der außen betätigt wird, wobei die Hochdruckfüllperiode Atmosphäre bis zum Angleichen des Steuer- an für die Hauptluftleitung nach der Betätigung des den Rcgeldruck verbinden. Druckknopfes selbsttätig abläuft. Dabei ist die Füll-
Einrichtung entgegen der Kraft der Feder (38) 55 Weiterhin ist schon eine Füllstoßeinrichtung vorden /weiten Zylinderraum (28) mit der ersten geschlagen worden, die durch einen Druckknopf von Kammer (31) und die zweite Kammer mit der außen betätigt wird, wobei die Hochdruckfüllperiode Atmosphäre bis zum Angleichen des Steuer- an für die Hauptluftleitung nach der Betätigung des den Rcgeldruck verbinden. Druckknopfes selbsttätig abläuft. Dabei ist die Füll-
3. Füllstoßeinrichtung nach Anspruch 2, da- 60 Stoßzeit von dem jeweiligen Bremsdruck abhängig,
durch gekennzeichnet, daß der Kolben (26) mit der unmittelbar vor dem Einleiten der Hochdmckeinem
Rurdschieber (37) versehen ist, der als füllperiode gewählt worden ist. Bei der bekannten
Steuermittel Kanäle (40 und 41) aufweist. Füllstoßeinrichtung ist ein über einen Druckknopf
4. Füllstoßeinrichtung nach Anspruch 2, da- betätigtes Magnetventil vorgesehen, das in der Fülldurch
gekennzeichnet, daß der Kolben (26) als 65 stcßstehung während der Hochdruckfüllperiode er-Skuermittel
dienende Ventile in den Kammern regt ist und zu ihrer Beendigung selbsttätig eniregt
(3i bnd 33) steuert. wird, wobei es in die Absperrstellung geht. In der
5. Füllstoßeinrichtung nach den Ansprüchen ! Füllstoßstellung des Magnetventils wird der Steuer-
3 4
druckkreis mit Druckluft aus dem Hauptluftbehälte, der 6 belasteten Ventilteller 7 zur Abdichtung einer
gespeist. Über eine Drossel steigt dabei der Druck in einen Ventilsitz 8 bildenden öffnung in der die Kam-
einem Steuerbehälter langsam im wesentlichen bis mern 3 und 5 trennenden Wandung 9. Die Kammer 3
auf Regeldruckhöhe an. Bei Erreichen dieses Druk- ist durch eine Wandung 10 von einem Zylinderraum
kes wird ein weiteres Magnetventil eingeschaltet, wo- 5 11 getrennt, der seinerseits durch einen Kolben 12
bei der Stromkreis zum Füllstoßmagnetventil unter- von einem Zylinderraum 13 getrennt ist. Der Kolben
brochen wird. 12 ist mit einem Rohr 14 versehen, das zur einen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kolbenseite druckdicht durch die Wandung 10 ge-Füllstoßeinrichtung der eingangs genannten Art zu führt ist und in einem Ventilsitz 15 für den Ventiltelschaffen, welche nach willkürlicher Betätigung io ler 7 endet. Zur anderen Kolbenseite durchragt das
selbsttätig einen der jeweils vorangegangenen Brem- Rohr 14 eine den Zylinderraum 13 begrenzende
sung angepaßten Füllstoß abgibt und welche wesent- Außenwandung 16 des Relaisventils 1. In der Wanlich
einfacher und damit auch sicherer als die be- dung 10 befindet sich eine die Kammern 3 und den
kannten Füllstoßeinrichtungen ausgebildet ist. Zylinderraum 11 verbindende Drossel 17.
worden, daß ein von einem Vergleichsdruck beauf- Druckminderventil 18 in einer Leitung 19 und der
sdilagter erster Zylinderraum auf der einen Seite Zylinderraum 13 isi über einen Steuerdruckbehälter
rines über eine Stange von außerhalb der Füllstoß- 21 in einer Leitung 22 an eiii bekanntes Führer-
einriciitung betätigbaren Kolbens über -ine Düse bremsventil 20 angeschlossen.
mit einem auf der anderen Seite des Kolbens liegen- 20 Von der Leitung 19 führt eine Zweigleitung 23 zu
den zweiten Zylinderraum verbunden ist, der an eine einem (oberen) Zylinderraum 24 eines FüMstoßven-
Mim Steuerdruck beaufschlagbare Kammer angrenzt, tils 25. Der obere Zylinderraum 24 ist durch einen
wobei der über die Stange entgegen Federkraft in die Kolben 26 mit einer Düse 27 von einem (unteren)
! ällstoßstellung gebrachte Kolben mit Steuermitteln Zvlinderraum 28 getrennt. Der untere Zylinderraum
zusammenwirkt, die n.-.ch d-m Betätigen der Einrich- 25 28 ist durch eine Wandung 29 von einer über eine
lang entgegen der Kraft einer Feder den zweiten Zv- Zweigleitung 30 mit der Leitung 22 in Verbindung
linderraum mit der ersten Kammer verbinden, wobei stehenden Kammer 31 getrennt. Die Kammer 31 ist
der Kolben durch die Kraft der Feder selbsttätig in schließlich durch eine Wandung 32 von einer weite-
die die Füllstcßperiode beendende Stellung zurück- ren Kammer 33 getrennt, die über eine Leitung 34
geführt wird, wer η der der jeweils vorangegangenen 30 mit dem Zylinderraum 11 des Relaisventils 1 verbun-
Bremsstufe entsprechende Steuerdruck über die Düse den ist.
im wesentlichen an den Vergleichsdruck angepaßt Der Kolben 26 ist einerseits mit einem Druckist,
knopfstößel 35 verbunden, der eine den oberen Ven-
Eine bevorzugte Ausführungsform nach der Erfin- tilraum 24 abschließende Gehäuseaußenwandung 36
dung mit einem Relaisventil, dessen Steuerkolben ei- 35 des Füllstoßventils druckdicht durchragt. Ande^ernerseits
vom Steuerdruck und andererseits von einem seits ist der Kolben 26 mit einem Rundschieber 37
Rückstelldruck In einem über eine Düse mit der versehen, der die inneren Wandungen 29 und 32 so-Hauptluftleitung
in Verbindung stehenden Raum be- wie die die Kammer 33 abschließende Gehäuseauaufschlagt
ist, und einem zwischen Hauptbehälterlei- ßenwandun« 44 druckdicht durchragt.
tung und das Führerbremsventil geschalteten Druck- 40 fm Zylinderraum 28 befindet sich eine den Kolben minderventil zur maximalen Druckbegrenzung des 26 belastende Rückstellfeder 38, die den Kolben 26 Steuerdruckes auf eine bestimmte Regeldruckhöhe gegen obere Anschläge 39 in seiner Abschlußstellung besteht darin, daß der vom Regeldruck beaufschlagte zu hallen vermag. In dem Rundschieber befinden erste Zylinderraum : uf der einen Seite des über die sich Kanäle 40 i"id 41, die in der dargestellten AbStange von außen be'ätigbaren Kolbens über die 45 sch'ußstellung des Kolbens 26 einerseits vollständig Düse mit dem auf der anderen Seite des Kolben lie- im Zylinderraun 28 und andererseits vollständig in ",enden zweiten Zylinderraum verbunden ist, welcher der Kammer 33 liegen.
tung und das Führerbremsventil geschalteten Druck- 40 fm Zylinderraum 28 befindet sich eine den Kolben minderventil zur maximalen Druckbegrenzung des 26 belastende Rückstellfeder 38, die den Kolben 26 Steuerdruckes auf eine bestimmte Regeldruckhöhe gegen obere Anschläge 39 in seiner Abschlußstellung besteht darin, daß der vom Regeldruck beaufschlagte zu hallen vermag. In dem Rundschieber befinden erste Zylinderraum : uf der einen Seite des über die sich Kanäle 40 i"id 41, die in der dargestellten AbStange von außen be'ätigbaren Kolbens über die 45 sch'ußstellung des Kolbens 26 einerseits vollständig Düse mit dem auf der anderen Seite des Kolben lie- im Zylinderraun 28 und andererseits vollständig in ",enden zweiten Zylinderraum verbunden ist, welcher der Kammer 33 liegen.
.. , die vom Steuerdruck beaufschlagbare erste Kam- ""Entgegen der Kraft der Feder 38 ist der Kolben
mer angrenzt, die ihrerseits an eine vom Rückstell- aus seiner Abschlußstellung in seine Füllstellung undruck
beaufschlagbare zweite Kammer angrenzt, wo- 50 ic: Anlaae an unteren Anschlägen 42 drückbar. Dabei
der über die Stange entgegen der Kraft der Feder bei ist dann der Zylinderraum 28 über den Kanal 40
in die Füllstoßstellung gebrachte Kolben mit Steuer- an die Kammer 31 und damit an den Steuerbehälter
mitteln zusammenwi'kt, die nach dem Betätigen der 21 und den Zylinderraum 13 des Relaisventils 1 anEinrichtung
entgegen der Kraft der Feder den zwei- geschlossen unJ die Kammer 33 des Füllstoßventils
ten Zylinderraum mit der ersten Kammer und die 55 25 ist über den Kanal 41 mit der Atmosphäre verzweitfi
Kammer mit der Atmosphäre bis zum Anglei- blinden,
chen des Steuer- an den Regeldruck verbinden. Die erfindungsgemäße Füllstoßeinrichtung arbeitet
chen des Steuer- an den Regeldruck verbinden. Die erfindungsgemäße Füllstoßeinrichtung arbeitet
Weitere vorteilhafte Merkmale nach der E.findung wie folgt: Beim Bremsen wird der Hebel des Führer-
können den weiteren Patentansprüchen entnommen bremsventil in eine Bremsstellung geschwenkt, in
werden. 60 der in bekannter Weise ein hier nicht dargestelltes
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel ge- Ventil in Öffnungsstellung bewegt wird, um Luft aus
maß der Erfindung in schematischer Weise darge- der Leitung 22 in die Atmosphäre austreten zu lasstellt,
wobei für die Erfindung unwesentliche Einzel- sen. Hierdurch sinkt der Steuerdruck im Steuerbehälheiten
nicht dargestellt s:id. ter 21 und im Zylinder-aum 13 auf einen der jeweils
Ein an sich bekanntes Relaisventil 1 mit einer an 65 gewählten Bremsstufe entsprechenden Bremsdruck
die Hauptluftleitung 2 angeschlossenen Kammer 3 unterhalb der vom Druckminderventil 18 eingestell-
und einer an die Hauptbehälterlcitung4 angeschlos- ten Regeldruckhöhe. Herrschte also vor dem Brem-
senen Kammer5 enthält in dieser einen von einer Fe- sen ii. der Kammer3 und den Zylinderräumen II
und 13 des Relaisventils 1 im wesentlichen Druckgleichheit,
so ist das Druckgleichgewicht beim Bremsen durch Absenken des Steuerdruckes in dem Zylinderraum
13 gestört worden. Hierdurch wird der Kolben 12 mit dem Rohr 14 gemäß der Darstellung in
der Zeichnung nach rechts verschoben. Das Rohr hebt sich dabei mit seinem Ventilsitz 15 von der
Ventilplatte 7 ab, so daß Luft aus der Kammer 3 über das Rohr 14 ins Freie zu strömen vermag, bis
der Hauptluftleitungsdruck in der Kammer 3 und damit auch der sich über die Drossel 17 anpassende
Rückstelldruck in dem Zylinderraum 11 sich so weit abgesenkt haben, daß der Kolben wieder nach rechts
in seine Schließstellung gelangt, bei der ein weiteres Absenken des Hauptluftleitungsdruckes unterbunden
wird.
Nach einem derartigen Bremsvorgang herrscht in dem oberen Zylinderraum 24 des Füllstoßventils 25
und durch den Weg über die Düse 27 auch in dem unteren Zylinderraum 28 der vom Druckminderventil
eingestellte Regeldruck. In der an die Leitung 22 anschließenden Kammer 31 herrscht dagegen der
Steuerdruck und in der an die Leitung 34 anschließenden Kammer 33 der Rückstelldruck entsprechend
dem jeweiligen Hauptleitungsdruck.
Wird der Druckstößel 35 zum Einleiten eines Füllstoßes gemäß der Darstellung in der Zeichnung nach
unten gedruckt, so wird die Kammer 31 und damit der Steuerdruckbehälter 21 mit dem unteren Zylinderraum
28 des Füllstoßventils 25 verbunden. Damit vermag Luft aus dem unter Regeldruck stehenden
unteren Zylinderraum 28 rasch in die unter einem geringeren Steuerdruck stehende Kammer 3 zu strömen,
mit der Folge, daß der Regeldruck in dem oberen Zylinderraum 24 den im wesentlichen auf den
Steuerdruck abgesenkten Druck in dem unteren Zylinderraum 28 überwiegt. Diese der jeweils vorangegangenen
Bremsstufe entsprechende Druckdifferenz reicht aus. um den in die Füllstoßstellung gedrückten
Kolben 26 zunächst in dieser Stellung festzuhalten.
Bei eingeleitetem Füllstoß wird gleichzeitig die Kammer 33 und damit der Zylinderraum 11 des Relaisventils
1 über den Kanal 41 im Rundschieber mit der Atmosphäre verbunden. Hierdurch wird der Kolben
12 mit dem Rohr 14 durch den Steuerdruck nach links verschoben, wobei der Ventilteller 7 von seinem
Ventilsitz 8 abgehoben wird, so daß Luft aus der unmittelbar an die Hauptbehälterleitung 4 angeschlossenen
Kammer 5 über die freigegebene Öffnung in der Wandung 3 in die Hauptluftleitung 2 strömt.
Die durch Drücken des Druckknopfstößels 35 eingeleitete Hochdruckfüllperiode der Hauptluftleituns2
ist zeitlich in Abhängigkeit von dem gewähltenQuerschnitt der Düse 27 in dem Kolben 26 des
Füllstoßventils 25 begrenzt. Der Kolben 28 geh' selbsttätig in seine Absperrstellung zurück, wenn sich
in den an den unteren Zylinderraum 28 über den Kanal 40 angeschlossenen Räumen, also insbesondere
dem Stcuerdruckbehälter 21, ein Druck aufgebaut hat, der im wesentlichen dem vom Druckminderventil
18 abgegebenen Regeldruck in dem oberen Zylinderraum 24 des Füllstoßventils 25 entspricht. Die relativ
schwach bemessene Feder 38 vermag dann den Kolben 26 selbsttätig in seine Abschaltstellung zurückzuführen,
in der die Kammer 33 und damit auch der Zylinderraum 11 des Relaisventils 1 erneui von
der Atmosphäre getrennt sind und die Verbindung zwischen der Kammer 31 und dem Zylinderraum 28
des Füllstoßventils 25 und damit auch die Verbindung von der auf Regeldruckhöhe befindlichen Leitung
19 mit dem nunmehr gleichfalls etwa auf Regeldruckhöhe befindlichen Steuerdruckbehälter unterbunden
ist.
Durch die Abdichtung der Kammer 33 gegenüber der Atmosphäre vermag sich über die Drossel 17 in
dem Zylinderraum 11 des Relaisventils 1 wieder ein Druck aufzubauen, der im wesentlichen bei Druckgleichheit
mit dem Steuerdruck im Steuerdruckbehälter 13 den Kolben 12 des Relaisventils wieder nach
rechts verschobt, so daß der Ventilteller 7 unter Abdichten des Ventilsitzes 8 wieder in Schließstellung
geht.
Hierdurch ist der Füllstoß selbsttätig beendet.
Die jeweilige Füllstoßzeit einer mit dem Füllstoßventil 25 eingeleiteten Kotfidruckfüilpcriodc ist also
abhängig von dem jeweiligen Druck des Steuerdruckbchällers 21, d.h. von der dem Füllstoß jeweils unmittelbar
vorangegangenen Bremsstufe für einen bestimmten Bremsdruck. Soll die Hochdruckfüllperiode
über die durch die Düse 27 vorgegebene Zeit verlängert werden, dann muß der Kolben 26 durch Druck
auf den Druckknopfstößel entgegen der Rückstellkraft in seiner Füllstellung gehalten werden.
Andererseits kann es zweckmäßig sein, daß das Füllstoßventil 25 parallel zu einer vom Führerbremsventil
20 einleitbaren Hochdruckfüllperiode geschaltet ist. die nicht selbsttätig abläuft und so lange wirksam
ist, wie der Führerbremsventilhebel in der Füllstoßstellung gehalten wird. Eine derartige parallelgeschaltete
Einrichtung kann dann zweckmäßig sein, wenn in einzelnen Fällen Hochdruckfüllperioden eingeleitet
werden können, die wesentlich langer andauern können als eine durch das Füllstoßventil 25
eingeleitete Hochdruckfüllperiode.
In einem solchen Falle wird eine in der Zeichnung gestrichelt dargestellte Zweigleitung 43 in Verbin"
dung mit der Leitung 34 an das Führerbremsventil 20 angeschlossen, das ein vom Führerbremsventilhebel
in der Füllstoßstellung in Öffnungsstellung haltbares Ventil aufweist, daß die Zweigleitung 43 mil
der Atmosphäre verbindet.
Es ist selbstverständlich, daß der vom Kolben It
gesteuerte Rundschieber durch federbelastete VentiU in den Kammern 31 und 33 ersetzbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Fülleinrichtung zur Abgabe eines selbst- dessen Führerbremshebel in einer Füllstoßsteltätigen Füllstoßes in eine Hauptluftleitung eines 5 lung das FüJlstoßventil ohne zeitliche Begrenzung
druckluftgebremsten Schienenfahrzeuges in Ver- in Öffnungsstellung hält.
bindung mit einem Führerbremsventil und einem
den Druck in der Hauptluftleitung überwachen
den, vom Führerbremsventil über einen Steuer-
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|---|---|---|---|
| DE19702018907 DE2018907B2 (de) | 1970-04-20 | 1970-04-20 | Fuellstosseinrichtung fuer druckluftgebremste schienenfahrzeuge |
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|---|---|---|---|
| DE19702018907 DE2018907B2 (de) | 1970-04-20 | 1970-04-20 | Fuellstosseinrichtung fuer druckluftgebremste schienenfahrzeuge |
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