DE2048317B2 - Laufbildkamera mit elektromotorischem Antrieb und einer auf mehrere Betriebsarten umschaltbaren Auslösevorrichtung - Google Patents
Laufbildkamera mit elektromotorischem Antrieb und einer auf mehrere Betriebsarten umschaltbaren AuslösevorrichtungInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Laufbildkamera mit elektromotorischem Antrieb und einer auf mehrere
Betriebsarten umschaltbaren Auslösevorrichtung, die ein für alle Betriebsarten elektromagnetisch gesteuertes
Auslöseglied umfaßt, das in seiner Ruhestellung den Kameraantrieb sperrt und den Motorstromkreis öffnet
und das von einem Steuermagneten entsprechend der vorgewählten Betriebsart für eine Reihenbildaufnahme,
für eine Einzelbildaufnahme oder für eine einen Zeitraffereffekt erzielenden Serie von Einzelbildaufnahmen
infolge der Betätigung der Auslösetaste der Kamera in seine den Kameraantrieb freigebende und
den Motorstromkreis schließende Betriebsstellung gebracht wird.
Gemäß einem älteren Vorschlag ist bei einer derartigen Kamera der das Auslöseglied betätigende
Steuermagnet für die Aufnahme von Reihenbildern in einen allein durch die Auslösetaste schließbaren
Erregerstromkreis eingeschaltet, in den für die Aufnahme eines Einzelbildes ein Impulsformer und für die
Aufnahme einer Serie von Einzelbildern zusätzlich ein einen Impuls je Einzelbild abgebender Taktgeber eines
in die Kamera eingebauten Auslösers einschaltbar ist.
Die gleichen Mängel weist ein weiterer, eine Schaltvorrichtung für eine mit elektromagnetischer
Auslösung ausgestattete Filmkamera betreffender älterer Vorschlag verwendet zum funktionsgerechten
Betätigen des Auslösens zwei Steuermagnete, nämlich einen Startmagnet und ein Stoppmagnet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schaltung zur funktionsgerechten Erregung des die
Auslösung des Kameratriebwerks bewirkenden Steuermagneten für alle Betriebsarten der Kamera anzugeben,
die einen Anlauf des Kanieratriebwerks nach Erregung
des Steuermagneten unabhängig von der mechanischen Trägheit des Auslösungsmechanismus sicherstellt und
die sich durch geringen schaltungstechnischen Aufwand und eine äußerst geringe Stromauf nähme auszeichnet
und die die Verwendung von Transistoren mit niedrigem bis mittleren Verstärkungsgrad ermöglicht
Gelöst wird diese Aufgabe mit der Kamera gemäß der Erfindung dadurch, daß der das Auslöseglied
betätigende Steuermagnet für alle drei Betriebsarten der Kamera von einer elektronischen Schalteinheit
gespeist wird, und bei seiner Betätigung seinerseits über einen mit ihm verbundenen Schalter eine Umladung an
einen in der Schalteinheit angeordneten, als zeitbestimmendes Element wirkenden Kondensator einleitet,
derart, daß bei einer Einzelbildaufnahme bzw. einer einen Zeitraffereffekt erzielenden Serie von Einzelbildaufnahmen
der Steuermagnet jeweils nur für eine unterhalb einer Bildfolge liegenden Zeitspanne erregt
wird.
Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird sichergestellt,
daß auch nach einer nur kurzzeitigen Erregung des Steuermagneten unabhängig von der mechanischen
Trägheit des Auslösungsmechanismus ein Anlauf des Kameratriebwerks sichergestellt ist
Die hier zum Ansteuern des Auslösemagneten herangezogene elektronische Schalteinheit ermöglicht
die Verwendung von Transistoren mit niecrigem bis mittlerem Verstärkungsfaktor, wodurch einerseits —
auch infolge einer daraus resultierenden relativ einfachen Ausbildung der gesamten Schaltung — der
Kostenaufwand für die Herstellung der elektronischen Schalteinheit beträchtlich verringert werden kann und
andererseits diese Schalteinheit eine äußerst geringe Stromaufnahme aufweist, was sich für den Betrieb einer
Laufbildkamera, die wegen ihrer geringen Ausmaße mit einer Stromquelle relativ geringer Kapazität ausgestattet
ist, besonders günstig auswirkt.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung
Fig. 1 eine mit der elektronischen Schalteinheit ausgestattete Laubildkamera und
F i g. 2 ein die Antriebs- und Steuerstromkreise dieser Kamera umfassendes Schaltbild.
In dem in der F i g. 1 dargestellten Gehäuse 1 einer Laufbildkamera ist ein elektrischer Antriebsmotor 2
angeordnet, dessen Welle 3 über ein Untersetzungsgetriebe 4.1, 4.2 sine bei 5.1 und 5.2 gerätefest gelagerte
Welle 6 antreibt. Diese Hauptgetriebewelle 6 trägt den Umlaufverschluß 7, dessen Verschlußflügel 7.1 — wie
bekannt — das vom Aufnahmeobjektiv 8 entworfene Aufnahmestrahlenbündel während der Filmschaltphase
gegenüber dem Bildfenster 9 abdeckt und damit den Lichteinfall auf den hinter dem Bildfenster befindlichen
Filmstreifen 10 während seines Transportes unterbricht. Die Getriebewelle 6 betätigt außerdem mittels einer
Kurvensteuerung das Filmschaltwerk der Kamera, das den Filmstreifen 10 im Bereich des Bildfensters 9
schrittweise transportiert (nicht dargestellt).
Auf der Hauptgetriebewelle 6 sitzt ein Anschlagrad 11, das mit dem Zahnrad 4.2 des Untersetzungsgetriebes
fest verbunden ist. Dieses Anschlagrad wirkt mit einem Auslöseglied 12 zusammen, das — hier als doppelarmiger
Hebel ausgebildet — um eine gerätefeste Achse 13 schwenkbar ist und von einem Elektromagneten 14
gesteuert wird, dessen Anker 14.1 bei 14.2 mit dem Auslösehebel 12 gelenkig verbunden ist. Der unter
Einwirkung einer Zugfeder 15 stehende Auslösehebel 12 besitzt eine Sperrnase 12.1, die bei ruhendem Antrieb in
einen Ausschnitt 11.1 des Anschlagrades eingreift und sich gegen eine diesen Ausschnitt in Antriebsdrehrichtung
abschließende Anschlagkante 11.2 anlegt Der der
Nase 12.1 gegenüberliegende Arm 122 des Auslösehebels
12 wirkt mit einem Schalter 16 im Stromkreis des Antriebsmotors 2 zusammen. In der dargestellten
Ruhestellung des Kameraantiiebes befindet sich dieser
Schalter 16 in der Offenstellung. Damit ist bei
ίο Nichtgebrauch der Kamera der Motorstromkreis
geöffnet und die Hauptgetriebewelle 6 in einer durch den Auslösehebel 12 genau definierten Stellung
arretiert.
In dieser Stellung wird der Umlaufverschluß 7 in seiner Schließstellung gehalten, in der sein Blendenflügel
7.1 das Aufnahmestrahlenbündel gegenüber dem zu belichtenden Filmstreifen 10 abschirmt
Soll die Kamera in Betrieb genommen v/erden, so wird die Auslösetaste 17 entgegen dem Federdruck 18
betätigt und dabei durch eine ihr zugeordnete Kontaktplatte 17.1 der Schalter 17.2 geschlossen. Dieser
Schalter läßt sich auch durch einen nicht dargestellten Drahtauslöser schließen, der in einem ihm zugeordneten
Anschluß 20 der Kamera eingeschraubt wird, und dessen Druckbolzen die Kontaktplatte 17.1 gegen die
Kontakte des Schalters 17.2 anpreßt Eine parallel zum Schalter 17.2 liegende Steckbuchse 21 dient zum
Anschließen eines Fernauslösers 22, der — durch einen Stecker 22.1 mit der Buchse 21 verbunden — lediglich
M aus einem Leitungspaar 22.2 und einem dieses
Leitungspaar kurzschließenden Tastschalter 223 zu bestehen braucht. Der bisher gebräuchliche Drahtauslöser
wird damit zum Fernbedienen der Kamera entbehrlich. Der Drahtauslöseranschluß 20 ist hier
vorzugsweise zum Anschließen eines geeigneten Zusatzgerätes, bspw. eines Selbstauslösers vorgesehen.
Der durch Niederdrücken der Auslösetaste 17 schließbare Schalter 17.2 liegt in einem von der
Stromquelle 23 gespeisten Stromkreis in Reihe mit einem Hauptschalter 24 und mit der elektronischen
Schalteinheit 25, die bei B und C in diesen Stromkreis gelegt ist. Die elektronische Schalteinheit 25 liegt
außerdem bei D an einer unmittelbar hinter dem Hauptschalter 24 abzweigenden Stromzuleitung. Bei A
zweigt eine den Steuermagneten 14 versorgende Ableitung der elektrischen Schalteinheit ab, während
bei E eine von dem durch den Schalter 16 schließbaren Motorstromkreis abzweigende Zuleitung in die elektronische
Schalteinheit führt.
5() Die F i g. 2 zeigt die in F i g. 1 mit 25 bezeichnete und
mit ihren Anschlüssen A, B, C, D und E in den Steuer- und Antriebsstromkreis der Kamera integrierte elektronische
Schalteinheit im Zusammenwirken mit der Auslösevorrichtung der Laufbildkamera.
Diese Schalteinheit ist auf die Betriebsarten »Serienbildaufnahme
mit Zeitraffereffekt« (im folgenden kurz mit »Zeitrafferaufnahme« bezeichnet), »F.inzelbildaufnahme«
und »Reihenbildaufnahme« umschaltbar. Hierzu dient als Bedienungsorgan ein Wählschalter 26,
bl) dessen um 26.1 drehbarer Schaltarm 26.2 für die
Betriebsart »Zeitrafferaufnahme« den Abgriff eines die Impulsfolgezeit bestimmenden Potentiometers 26.3
bi'det, und für die Betriebsarten »Einzelbildaufnahme« und »Reihenbildaufnahme« — von diesem Potentiome-
h~' ter getrennt — mit den Schaltkomakten 26.4 und 26.5 in
Verbindung kommt.
Es sei angenommen, daß zur Herstellung der Abnahmebereitschaft der Hauptschalter 24 der Käme-
ra geschlossen worden ist. Dann liegt bei noch offener Auslösetaste 17.2 (in Fig.2 symbolisch dargestellt)
negative Spannung an der Basis des PNP-Transistors 27, und zwar vom Minuspol der Stromquelle 23 über die
Widerstände 28, 29 und 30. Der mit seinem Emitter unmittelbar am positiven Pol der Stromquelle 23
liegende Transistor 27 wird durchgesteuert, so daß positives Potential an die Basis des Transistors 31
gelangt, und zwar über den Widerstand 32 und die Diode 33. Damit ist gewährleistet, daß bereits vor dem
Niederdrückender Auslösetaste 17,2 positives Potential
an der Basis des Transistors 31 liegt und somit die elektronische Schalteinheit sich immer im gleichen
Ausgangszustand befindet, der — wie nachfolgend beschrieben — in allen Betriebsarten der Kamera ein
außerordentlich schnelles Durchsteuern des Transistors 31 bewirkt, woraus ein ebenso schnelles Erregen des
Steuermagneten 14 der Kamera resultiert, der den Auslösehebel 12 für die Belichtung wenigstens eines
Filmbildes und für die anschließende Filmfortschaltung um wenigstens eine Bildteilung in die Freigabestellung
schwenkt.
Hat der Kamerabenutzer durch Überführen des Wählschalters 26 in die in Fig.2 dargestellte Stellung
die Betriebsart »Zeitrafferaufnahme« gewählt, so wird nach dem Niederdrücken der Auslösetaste 17.2 der
NPN-Transistor 31 über den V/iderstand 34 mit dem positiven Pol und über den Widerstand 35 mit dem
negativen Pol der Stromquelle 23 verbunden, so daß er — da an setner Basis bereits positives Potential (vom
Kollektor des Transistors 27 über den Widerstand 32 und die Diode 33) lag — zunächst durchsteuert.
Mit dem Schließen der Auslösetaste 17.2 gelangt jedoch nunmehr positives Potential auch an die Basis
des Transistors 27, und zwar über den diese Basis mit dem positiven Pol der Stromquelle 23 verbindenden
Widerstand 30. Dies bewirkt das Sperren des Transistors 27, womit durch ihn kein positives Potential mehr
der Basis des Transistors 31 zugeführt wird.
Die Basis des Transistors 31 erhält jedoch weiterhin positives Potential über die veränderlichen Widerstände
36 und 263, den Wählschalter 26 und einen Umschalter 37, dessen Funktion noch später erläutert wird. Damit
verbleibt der Transistor 31 im durchgesteuerten Zustand. Er sperrt damit zugleich den Transistor 38, weil
seine Kollektor-Emitter-Spannung kleiner ist, als die für das Durchsteuern erforderliche Eingangsspannung
(Basis-Emitter-Spannung) am Transistor 38.
Zugleich wird der Transistor 39 durchgesteuert, und zwar über den Widerstand 29, der positives Potential an
die Basis dieses Transistors legt.
Der in Reihe mit dem Transistor 39 liegende Steuermagnet 14 wird nunmehr von dem Kollektor-Emitterstrom
des Transistors 39 durchflossen und damit erregt. Dieser zieht seinen Anker 14.1 an, womit das in
Fig.2 vereinfacht dargestellte Auslöseglied 12 das Anschlagrad 11 auf der Verschlußwelle 6 der Kamera
freigibt (in F i g. 2 ebenfalls nur schematisch wiedergegeben) und zugleich mittels des Schalters 16 den
Speisestromkreis für den Antriebsmotor 2 der Kamera schließt
In dieser Schaltstellung wird zugleich ein Kondensator 40, der bis dahin mit seinem einen Anschluß über den
Widerstand 41 sowie die Motorwicklung mit dem negativen Pol und mit seinem anderen Anschluß über
die Widerstände 263 und 36 mit dem positiven Pol der Stromquelle verbunden war, auf die aus der Fig.2
ersichtlichen Polarität umgeladen, und zwar positiv über den vom Steuermagneten 14 geschlossenen Schalter 11
und den Widerstand 41 und negativ über dei Widerstand 35, die Emitter-Basis-Strecke des Transi
stors 31 und die Diode 33.
Der Spannungsanstieg am Pluspol des Kondensator: 40 gelangt über die Diode 42 und den Widerstand 43 ai
die Basis des Transistors 38, wodurch dieser mit eine durch die Zeitkonstante des Widerstandes 41 und dei
Kapazität des Kondensators 40 sowie durch dei ίο Durchlaßspannungsabfall der Diode 42 und der
Basis-Emitter-Spannungsabfall des mittleren Transi stors 38 gegebenen Zeitverzögerung durchsteuert
Diese Zeitverzögerung bewirkt, daß sich das Anschlag rad 11 schon soweit gedreht hat, daß bei einen
!5 möglichen Abfall des Steuermsgnetcn 14 der Schalte:
16 sicher geschlossen bleibt Mit dem Durchsteuern de! Transistors 38 wird der Transistor 39 gesperrt, da di(
Kollektor-Emitter-Spannung am Transistor 38 zuzüg Hch des Spannungsabfalls am Widerstand 35 kleiner ist
als die zum Durchsteuern erforderliche Eingangsspan nung (Basis-Emitter-Spannung) am Transistor 39. Dei
Widerstand 44 verhindert das Abfließen des Basisstro mes über den Transistor 31.
Durch das Sperren des Transistors 39 wird dei Steuermagnet 14 stromlos. Dies geschieht infolge dei
entsprechend bemessenen, durch den Widerstand 41 bestimmten Aufladezeit des Kondensators 40 voi
Beendigung eines vollen Umlaufs des Anschlagrades 11 so daß das Auslöseglied 12 unter Einwirkung dei
jo Zugfeder 15 mit Sicherheit in den Ausschnitt 11.1 de;
Anschlagrades 11 — dieses arretierend — einfällt sobald die Verschlußwelle 6 der Kamera eine
Umdrehung vollführt hat. Eine aus Belichtungs- unc Schaltphase bestehende Bildfolge ist damit vollendet.
Ein vorzeitiges öffnen des Motorstromkreises wire verhindert durch einen dem Anschlagrad 11 zugeordneten Stirnkranz 11.3 der den Auslösehebel 12 auch beim vorzeitigen öffnen des Magnetstromkreises durch den Transistor 39 solange in der den Schalter 16 schließenden Freigabestellung hält bis nach einem vollen Umlauf der Hauptgetriebeweile 6 die Nase 12.1 des Auslösehebels wieder arretierend in den Ausschnitt 11.1 des Anschlagrades 11 einfällt
Ein vorzeitiges öffnen des Motorstromkreises wire verhindert durch einen dem Anschlagrad 11 zugeordneten Stirnkranz 11.3 der den Auslösehebel 12 auch beim vorzeitigen öffnen des Magnetstromkreises durch den Transistor 39 solange in der den Schalter 16 schließenden Freigabestellung hält bis nach einem vollen Umlauf der Hauptgetriebeweile 6 die Nase 12.1 des Auslösehebels wieder arretierend in den Ausschnitt 11.1 des Anschlagrades 11 einfällt
Mit dem Einfallen des Sperrhebels 12 in den Ausschnitt 11.1 des Anschlagrades 11 wird jedoch nicht
nur der Kameraantrieb stillgesetzt, sondern auch der den Antriebsmotor 2 einschließende Stromkreis mittels
des Schalters 16 geöffnet Durch das öffnen dieses Schalters 16 wird der Ladekondensator 40 mit seiner in
so der F i g. 2 angegebenen Polarität über die Diode 33 an die Basis des Transistors 31 und über den Widerstand 41,
die Motorwicklung 2 und den Widerstand 35 an den Emitter des Transistors 31 gelegt
Dabei dient die Diode 33 dazu, allzu hohe negative Spannungswerte von der Basis des Transistors 31
fernzuhalten, da sie jetzt in Sperrichtung gepolt ist
Der Transistor 31 gelangt demzufolge in den Sperrzustand. Der Transistor 38 bleibt durchgesteuert,
da seine Basis nunmehr über die Widerstände 34 und 44 positives Potential erhält Der Transistor 39 behält
seinen Sperrzustand bei, da infolge des Durchsteuerns
des Transistors 38 an seiner Basis eine zum Durchsteuern ausreichende positive Spannung nicht mehr
anliegt
Der Ladekondensator 40 der elektronischen Schalteinheit
wird nun mit vorwählbarer Zeitverzögerung umgeladen, und zwar durch das Anliegen einer positiven
Spannung an seiner mit minus bezeichneten Seite über
die veränderbaren Widerstände 36 und 26.3 sowie den Widerstand 41 und die Motorwicklung 2. Sobald die mit
minus bezeichnete Seite des Kondensators 40 soweit positiv geworden ist, daß die Summe der Durchlaßspannungen der Schutzdiode 33 und der Basis-Emitter-Strekke des Transistors 3t einschließlich des Spannungsabfalls am Widerstand 35 überschritten ist, beginnt der
Transistor 31 zu leiten und der Transistor 38 wegen des Abfalls seiner Basis-Emitter-Spannung unter den
Schwellwert zu sperren. Zu Beginn des Sperrens des Transistors 38 sinkt dessen Emitterstrom und damit
auch der Spannungsabfall am Widerstand 35. Um den Wert dieses Spannungsabfalls sinkt auch der Spannungsbedarf zum Durchsteuern des Transistors 31,
woraus ein schnelles Schaltverhalten resultiert. Durch
das Sperren des Transistors 38 erhöht sich die Spannung an der Basis des Transistors 39 wieder auf den
Schwellwert, so daß dieser durchsteuert, womit der Steuermagnet 14 in vorbeschriebener Weise wieder für
eine zum Überführen des Auslösegliedes 12 in die Freigabestellung ausreichende Zeitspanne mit Strom
versorgt wird, wodurch das nächste Filmbild belichtet und der Filmstreifen 10 wieder um eine Bildteilung
fortgeschaltet wird.
Durch den dabei vom Auslöseglied 12 geschlossenen Schalter 16 wird der Kondensator 40 wieder positiv,
d. h., mit der in F i g. 2 dargestellten Polarität aufgeladen und nach der oben geschilderten Zeitverzögerung
positives Potential an die Basis des Transistors 38 gegeben, so daß dieser vor Ablauf einer vollen
Umdrehung des Anschlagrades H durchsteuert. Der infolgedessen gesperrte Transistor 39 unterbricht den
Stromkreis für den Steuermagneten 14, wodurch dieser noch vor Ablauf einer Umdrehung des Anschlagrades
U stromlos wird, so daß ein genügender zeitlicher Abstand zwischen dem stromloswerden des Steuermagneten 14 und dem nachfolgenden öffnen des Schalters
gegeben ist Damit werden mögliche Doppelauslösungen vermieden. Nach einer vollen Umdrehung des
Anschlagrades 11 sperrt das Auslöseglied 12 den Kameraantrieb und öffnet mittels des Schalters 16 den
Motorstromkreis.
Durch das Offnen des Schalters 16 gelangt nunmehr negative Spannung an die mit plus bezeichnete Seite des
Kondensators 40, womit der vorbeschriebene Umladevorgang erneut beginnt
Die durch das anschließende Anlegen der positiven Spannung an die mit minus bezeichnete Seite des
Kondensators 40 über die veränderbaren Widerstände 36 und 263 erzielbare und auch erwünschte kürzeste
Schaltzeit entspricht hier etwa einer das Fortschalten des Filmstreifens 10 mit einer Frequenz von 6 Bildern
pro see. ermöglichenden Bildfolgezeit Diese kürzeste Bildfolgezeit wird durch Einstellen des Abgriffs 26.2 des
Wählschalters 26 auf den geringsten Widerstandswert des veränderbaren Widerstandes 263 erzielt Der mit
diesem in Reihe liegende veränderbare Widerstand 36 ist auf den die kürzeit-mögliche Bildfolgezeit gewährleistenden Widerstandswert einstellbar.
Ist der Widerstandswert des Widerstandes 263 so bemessen, daß bei seinem vollen Einschalten mittels des
Abgriffs 26.2 eine Bildfolgezeit von etwa einem Bild pro min. erzielt wird, so lassen sich durch die elektronische
Schalteinheit Zeitrafferaufnahmen mit fast allen von Berufs- und Amateurfilmern gewünschten gängigen
Aufnahmen-Frequenzen herstellen. Beabsichtigt der Kamerabenutzer Einzelbildaufnahmen zu machen, so
muß er den Abgriff 26.2 des Wählschalters 26 mit dem
Sobald die Auslösetaste 17.2 niedergedrückt worden ist, wird auch hier der Steuermagnet 14 erregt Dies
geschieht hier — wie in der vorgewählten Betriebsart
»Zeitrafferaufnahme« — infolge des durchgesteuerten
Transistors 31 unmittelbar nach dem Niederdrücken der Auslösetaste 17.2. Durch das vorher erforderliche
Schließen des Hauptschalters 24 der Kamera gelangt nämlich auch hier über den Transistor 27 positives
ίο Potential an die Basis des Transistors 31. Damit wird die
mit minus bezeichnete Seite des Kondensators 40 positiv aufgeladen. Die Höhe der Aufladung liegt so
weit über der das Durchsteuern bewirkenden Basis-Schwellspannung des Transistors 31, daß sie auch bei
!5 infolge des Niederdrückens der Auslösetaste 17.2
gesperrtem Transistor 27 ausreicht, den Transistor 31 für die Zeitspanne im durchgesteuerten Zustand zu
halten, in der der Steuermagnet 14 den Auslösehebel 12 in die Freigabestellung bringt und in der das
Anschlagrad 11 soweit dreht, daß es mittels seines Stirnkranzes 11.3 den Auslösehebel 12 in der Freigabestellung arretiert.
Infolge des gleichzeitigen Schließens des Schalters 16 durch den in der Freigabestellung befindlichen Auslöse
hebeis 12 wird — in vorbeschriebener Weise — der
Kondensator 40 wieder mit der in Fig. 2 dargestellten Polarität aufgeladen, womit über die Diode 42 und den
Widerstand 43 positives Potential an die Basis des Transistors 38 gelangt. Dieser wird wiederum vor
jo Ablauf einer vollen Umdrehung des Anschlagrades 11, also innerhalb einer unterhalb der Bildfolgezeit
liegenden Zeitspanne durchgesteuert, womit in vorbeschriebener Weise der Transistor 39 gesperrt und damit
der Steuermagnet 14 stromlos wird. Nach einer vollen
Umdrehung des Anschlagrades 11 fällt somit auch hier
der Auslösehebel 12 wieder in dessen Ausschnitt 11.1 ein, so daß dem Belichten eines Filmbildes und dem
anschließenden Fortschalten des Filmstreifens 10 um eine Bildteilung der Kameraantrieb gesperrt und der
Eine das weitere Fortschalten des Filmstreifens 10 in vorwählbaren Intervallen gewährleistende Zeitbildung
erfolgt bei dieser Betriebsart der Kamera nicht, da die zeitbildenden veränderbaren Widerstände 36 und 263
in der Schaltstellung »Einzelbildaufnahme« des Wählschalters 26 von der Basis des Transistors 31 abgetrennt
worden sind.
In der Stellung »Einzelbildaufnahme« des Wählschalters 26 (Schaltarm 26.2 in Deckung mit Schaltkontakt
26.4) ist ein einerseits mit dem Minuspol der Stromquelle 23 verbundener Widerstand 45 mit seinem
anderen Anschluß an den Schaltkontakt 26.4 und damit zwischen die Diode 33 und die mit minus bezeichnete
Seite des Kondensators 40 gelegt Durch diesen
Widerstand gelangt negatives Potential an die Basis des
Transistors 31.
Der Widerstand 45 dient dazu, bei längerem Niederdrücken der Auslösetaste 17.2 die Gefahr der
Ausbildung eines positiven Potentials an der Basis des
Transistors 31 durch Fremdspannung auszuschließen,
indem er diese Fremdspannung kurzschließt Damit wird ein ungewolltes Durchsteuern des Transistors 31
und damit ein erneutes Erregen des Steuermagneten 14, das das Belichten eines weiteren Filmbildes zur Folge
haben würde, in der vorgewählten Betriebsart »Einzelbild« mit Sicherheit vermieden.
Zur Herstellung von Reihenbildaufnahmen wird der Abgriff 26.2 des Wählschalters 26 mit dem Schaltkon-
takt 26.5 zur Deckung gebracht.
Nach dem Schließen der Auslösetaste 17.2 gelangt hierbei über den Widerstand 46 positives Potential an
die Basis des Transistors 31. Der Transistor 31 wird durchgesteuert, womit in vorbeschriebener Weise auch
der Transistor 39 durchgesteuert und der Steuermagnet 14 erregt wird. Dieser bringt mittels seines Ankers 14.1
den Auslösehebel 12 in die Freigabestellung, in der der Kameraantrieb (Anschlagrad U und Verschlußwelle 6)
freigegeben und der Motorstromkreis der Kamera mittels des Schalters 16 geschlossen wird.
Der in der Schaltstellung »Reihenbildaufnahme« des Wählschalters 26 positives Potential an die Basis des
Transistors 31 leitende Widerstand 46 ist wesentlich niederohmiger als der Widerstand 41. Demzufolge
bleibt die der Diode 33 zugewandte Seite des Kondensators 40 bei vorgewählter Betriebsart »Reihenbild«
immer positiver als die dem Widerstand 41 zugewandte Seite dieses Kondensators. Infolge dieser
Potentialsenkung der dem Widerstand 41 zugewandten Seite gelangt nach dem Schließen des Schalters 16 über
den Widerstand 41, die Diode 42 und den Widerstand 43 kein zum Durchsteuem ausreichendes positives Potential
mehr an die Basis des Transistors 38. Der Transistor 38 kann deshalb nicht durchsteuem, womit zugleich das
Sperren des Transistors 39 unterbunden wird.
Der Steuermagnet 14 bleibt sonach während der Zeitdauer des Niederdrückens der Auslösetaste 17.2
erregt und hält infolgedessen das Auslöseglied 12 in seiner den Kameraantrieb freigebenden und den
Motorstromkreis schließenden Freigabestellung.
Erst nach dem Freigeben der Auslösetaste 17.2 wird die Stromzuleitung zur Basis des Transistors 39
unterbrochen, wodurch dieser Transistor in den Sperrzustand gerät. Er unterbricht demzufolge den
Stromkreis für den Steuermagneten 14. Der nicht mehr mit Strom versorgte Steuermagnet 14 gibt seinen Anker
14.1 frei, wodurch der Auslösehebel 12 unter Einwirkung der Zugfeder 15 wieder in seine den Kameraantrieb
sperrende und den Motorstromkreis öffnende Ruhestellung gelangt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Laufbildkamera mit elektromotorischem Antrieb und einer auf mehrere Betriebsarten umschaltbaren
Auslösevorrichtung, die ein für alle Betriebsarten elektromagnetisch gesteuertes Auslöseglied
umfaßt, das in seiner Ruhestellung den Kameraantrieb sperrt und den Motorstromkreis öffnet, und das
von einem Steuermagneten entsprechend der vorgewählten Betriebsart für eine Reihenbildaufnahme,
für eine Einzelbildaufnahme oder für eine einen Zeitraffereffekt erzielenden Serie von Einzelbildaufnahmen
infolge der Betätigung der Auslösetaste der Kamera in seine den Kameraantrieb freigebende und den Motorstromkreis schließende
Betriebsstellung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der das Auslöse^-lied (12)
betätigende Steuermagnet (14) für alle drei Betriebsarten der Kamera von einer elektronischen Schalteinheit
(25) gespeist wird und bei seiner Betätigung seinerseits über einen mit ihm verbundenen Schalter
(16) eine Umladung an einem in der Schalteinheit (25) angeordneten, als zeitbestimmendes Element
wirkenden Kondensator (40) einleitet, derart, daß bei einer Einzelbildaufnahme bzw. einer einen Zeitraffereffekt
erzielenden Serie von Einzelbildaufnahmen der Steuermagnet (14) jeweils nur für eine
unterhalb einer Bildfolge liegenden Zeitspanne erregt wird.
2. Laufbildkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Schalteinheit
(25) drei hintereinander geschaltete, galvanisch miteinander gekoppelte Transistoren (31, 38, 39)
umfaßt, von denen beim Niederdrücken der Auslösetaste (17.2) der erste und der dritte
Transistor (31 und 39) bei einer bestimmten Kondensatorspanriung durchgesieuert werden, womit
der von letzterem mit Strom versorgte Steuermagnet (14) zur Freigabe des Kameraantriebs
(11.6) und zum Schließen des Motorstromkreises mittels des Schalters (16) erregt wird, und daß bei
Vorwahl der Betriebsarten »Zeitrafferaufnahme« und »Einzelbildaufnahme« der mittlere Transistor
(38) im Verlauf des Aufladens des dem elektronischen Zeitgeber zugeordneten Kondensator (40)
über einen die Aufladezeit bestimmenden Widerstand (41) durchgesteuert wird, woraus das Sperren
des dritten Transistors (39) und das Enterregen des Steuermagneten (14) vor Vollendung einer Umdrehung
der Hauptgetriebewelle (6) der Kamera resultiert.
3. Laufbildkamera nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ein dem elektronischen
Zeitgeber zugehöriges, bei vorgewählter Betriebsart »Zeitrafferaufnahme« wirksames, aus wenigstens
einem zur vorwählbaren Zeitverzögerung veränderlichen Widerstand (26.2) bestehendes Zeitglied zum
erneuten Umladen des nach dem öffnen des Motorstromkreises mittels des Auslösegliedes (12)
negatives Potential erhaltenden Kondensator (40) und zugleich zum Durchsteuern des mit seiner Basis
mit dem Kondensator (40) galvanisch verbundenen, das erneute Erregen des Steuermagneten (14)
bewirkenden ersten Transistors (31) der Transistorreihe(31,38,39).
4. Laufbildkamera nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorwahl der Betriebsart
»Einzelbildaufnahme« über einen mit dem Minuspol
der Stromquelle (23) verbundenen Widerstand (45) negatives Potential an die Basis des Transistors (31)
gelegt ist, das bei längerem Niederdrücken der Auslösetaste (17.2) der Kamera die Fremderregung
des Transistors (31) verhindert.
5. Laufbildkamera nach Anspruch 1 und 2- dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorwahl der Betriebsart
»Reihenbildaufnahme« über einen am Pluspol der Stromquelle (23) liegenden Widerstand (46) ein
hohes positives Potential an die Basis des Transistors (31) gelegt ist, das eine das Durchsteuern des
Transistors (38) und damit das Enterregen des Steuermagneten (14) vor Ablauf einer unterhalb
einer Bildfolgezeit liegenden Zeitspanne verhindernde Potentialabsenkung an der mit dem Widerstand
(41) verbundenen Seite des Kondensators (40) zur Folge hat
ö. Laufbildkamera nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen mit dem Einschalten des Hauptschalters (24) der Kamera durchgesteuerten PNP-Transistor (27),
der durch Anlegen positiven Potentials an die Basis des ersten Transistors (31) der Transistorreihe (31,
3*, 39) die elektronische Schalteinheit (25) vor dem
Niederdrücken der Auslösetaste (17.2) in einem für alle vorgewählten Betriebsarten gleichen, ein schnelles
Durchsteuern des Transistors (31) und damit ein ebenso schnelles Erregen des das Auslöseglied (12)
in die Freigabestellung bringenden Steuermagneten (14) bewirkenden Ausgangszustand hält.
Priority Applications (6)
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