Deprecated: The each() function is deprecated. This message will be suppressed on further calls in /home/zhenxiangba/zhenxiangba.com/public_html/phproxy-improved-master/index.php on line 456
DE2063129B2 - Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichsmasse auf basis von acryl- siloxanharz und ungesaettigten monomeren und verfahren zu deren anwendung - Google Patents
[go: Go Back, main page]

DE2063129B2 - Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichsmasse auf basis von acryl- siloxanharz und ungesaettigten monomeren und verfahren zu deren anwendung - Google Patents

Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichsmasse auf basis von acryl- siloxanharz und ungesaettigten monomeren und verfahren zu deren anwendung

Info

Publication number
DE2063129B2
DE2063129B2 DE19702063129 DE2063129A DE2063129B2 DE 2063129 B2 DE2063129 B2 DE 2063129B2 DE 19702063129 DE19702063129 DE 19702063129 DE 2063129 A DE2063129 A DE 2063129A DE 2063129 B2 DE2063129 B2 DE 2063129B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acrylic
siloxane
acrylate
monomers
resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19702063129
Other languages
English (en)
Other versions
DE2063129C3 (de
DE2063129A1 (de
Inventor
John D. Detroit; Zelek Carolyn B. Ypsilanti; Mich. Nordstrom (V.St.A.)
Original Assignee
Ford-Werke AG, 5000 Köln
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ford-Werke AG, 5000 Köln filed Critical Ford-Werke AG, 5000 Köln
Publication of DE2063129A1 publication Critical patent/DE2063129A1/de
Publication of DE2063129B2 publication Critical patent/DE2063129B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2063129C3 publication Critical patent/DE2063129C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F290/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers modified by introduction of aliphatic unsaturated end or side groups
    • C08F290/08Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers modified by introduction of aliphatic unsaturated end or side groups on to polymers modified by introduction of unsaturated side groups
    • C08F290/14Polymers provided for in subclass C08G
    • C08F290/148Polysiloxanes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Macromonomer-Based Addition Polymer (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

(a) 20 bis 80 Gewichtsteilen Vinyl- und/oder Acrylmonomeren und
(b) 80 btis 20 Gewichtsteilen eines Aqryl-Siloxan-Harzes, welches durch
(1) Umsetzen eines molaren Anteiles eines Siloxans mit mindestens zwei funktionellen Gruppen je Molekül in Form von Hydroxylgruppen und/oder Alkoxylgruppen mit einem Hydroxylacrylat aus Cs- bis Cn-Monohydroxylestern von zweiwertigen CV bis Cg-AIkoholen und der Acrylsäure oder Methacrylsäure in ausreichender Menge, so daß mindestens ein Molekül des Acrylats mit einer funktionellen Gruppe jedes Moleküls des Siloxans reagiert, und
(2) Umsetzen des erhaltenen Acrylat-Siloxans mit 0.5- bis Ikmotoren Anteilen eines Copolymeren aus Vinyl- und/oder Acrylmonomeren, wobei das Copolymere
(a) mindestens ein Monomeres als Bestandteil desselben in Form eines Csbis Ctt-Monohydroxyesters eines zweiwertigen C2- bis Cs-Alkohols und der Acrylsäure oder Methacrylsäure und
(b) einen größeren Gewichtsanteil der Bestandteilsmonomeren desselben in Form von Estern eines einwertigen Cr bis Ce-Alkohols und der Acrylsäure oder Methacrylsäure und
(c) 0,2 bis 2 Hydroxylgruppen auf 1000 Einheiten des Molekulargewichts aufweist,
hergestellt worden ist,
besteht.
2. Anstrichmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich ein Pigment und/oder einen Füllstoff enthält.
3. Anstrichmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Siloxan Siloxane mit funktionellen Hydroxyl- und/oder Methoxylgruppen verwendet wurden.
4. Anstrichmasse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die filmbildende Lösung aus 35 bis 65 Gewichtsteilen des Acryl-Siloxan-Harzes und 65 bis 35 Gewichtsteilen der Monomeren besteht.
5. Verfahren zum Überziehen einer Unterlage, mit einer Anstrichsmasse dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche der Unterlage in einer durchschnittlichen Schichtdicke von 0,25 bis etwa 100 μ eine filmbildende Lösung der Anstrichmasse nach den Ansprüchen 1 bis 4, aufgetragen und auf der Oberfläche unter Anwendung eines Elektronenstrahls mit einer durchschnittlichen Energie im Bereich von 100 000 bis 500 000 Volt vernetzt wird.
Durch Elektronen härtbare Siloxan-Acrylatreaktionsprodukte sind in der deutschen Patentschrift 19 57 356 vorgeschlagea
Durch Elektronen härtbare, mit Siloxan modifizierte Polyestersnstriche sind aus den US-Patentschriften 34 27 512 und 34 37 513 bekannt
Eine Aufgabe der Erfindung besteht in siloxanhaltigen Anstrichmassen, die durch Bestrahlung mit Elektronenstrahlen härtbar sind und die eine verbesserte Haftung an der Unterlage, worauf sie gehärtet werden, zeigen und die auf die verschiedenen Ausmaße der Flexibilität zugeschnitten werden können.
Erfindungsgegenstand ist eine durch ionisierende
Strahlung härtbare Anstrichmasse auf Basis von Acryl-Siloxanharz und ungesättigten Monomeren, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß sie aus einer filmbildenden Lösung aus
(a) 20 bis 80 Gewichtsteilen Vinyl- und/oder Acrylmo- nomeren und
(b) 80 bis 20 Gewichtsteilen eines Acryl-Siloxan-Harzes, welches durch
(1) Umsetzen eines molaren Anteiles eines Siloxans mit mindestens zwei funktionellen Gruppen je Molekül in Form von Hydroxyl
gruppen und/oder Alkoxylgruppen mit einem Hydroxylacrylat aus Cs- bis Ci2-Monohydroxylestern von zweiwertigen C2- bis Ce-Alkoholen und der Acrylsäure oder Methacrylsäure in ausreichender Menge, so daß mindestens ein
Molekül des Acrylats mit einer funktionellen Gruppe jedes Moleküls des Siloxans reagiert, und
(2) Umsetzen des erhaltenen Acrylat-Siloxans mit 0,5- bis l,5molaren Anteilen eines Copolymeren aus Vinyl- und/oder Acrylmonomeren wobei das Copolymere
(a) mindestens ein Monomeres als Bestandteil desselben in Form eines Cs- bis C^-Monohydroxyesters eines zweiwerti
gen C2- bis Cg-Alkohols und der Acrylsäure oder Methacrylsäure und
(b) einen größeren Gewichtsanteil der Bestandteilsmonomeren desselben in Form von Estern eines einwertigen Ci- bis
Ce-Alkohols und der Acrylsäure oder Methacrylsäure und
(c) 0,2 bis 2 Hydroxylgruppen auf 1000 Einheiten des Molekulargewichts aufweist,
hergestellt worden ist,
besteht.
In speziellen Ausführungsformen enthält die An-Strichmasse zusätzlich ein teilchenförmiges Pigmenl und/oder einen Füllstoff.
Es ergibt sich im Rahmen der Erfindung eine verbesserte Haftung. Witterungsbeständigkeit unc Flexibilität des Anstrichsfilmes bei dem durch Elektro nenstrahlen gehärteten Überzug.
Im Rahmen der Erfindung bezeichnet der Ausdrud »Anstrich« das Material unter Einschluß von Pigmen und/oder teilchenförmigen! Füllstoff, den Binder ohn< Pigment und/oder Füllstoff oder nur mit einem seh geringen Gehalt daran, der gewünschtenfalls gefärb sein kann. Somit kann der Binder, der schließlich ii einen dauerhaften, gegenüber Witterungseinflüssei beständigen Film überführt wird, aus der Gesamthei
praktisch der Gesamtheit dessen bestehen, was zur lildung des Filmes verwendet wird oder er kann als Stoff für Pigment und/oder teilchenförmiges terial bezeichnet werden,
bei der Herstellung der Acryl-Siloxan-Harze
, _:ten Siloxane weisen eine reaktionsfähige
Jroxyl- oder Alkoxygruppe auf, vorteilhafterweise Ci i)is G* und bevorzugt eine Alkoxygruppe mit Ci Ci, die an mindestens zwei der Siliciumatome
a iden sind. Der Ausdruck »Siloxan« bezeichnet hier
Erbindungen mit einer Bindung
I I
—Si—O—Si[er
—C—O—Si—
'5
20
wobei die restlichen Wertigkeiten durch einen Kohlenwasserstoffrest einen Hydrocarbonoxyrest Wasserstoffatome, eine Hydroxylgruppe oder ein Sauerstoffatom abgesättigt sind, welche die Siliciumatome mit einer derartigen Wertigkeit mit einem weiteren Siliciumatom verbinden. Das Siloxan kann sowohl cyclisch als auch acyclisch sein. Geeigente cyclische und acyclische Siloxane zur Anwendung im Rahmen der Erfindung sind in den vorstehenden US-Patentschriften 34 37 512 und 34 37 513 und in weiteren Literaturstellen beschrieben. Die bevorzugten Siloxane enthalten 2 bis 5 funktionelle Hydroxyl und/oder Alkoxylgruppen. Die Wahl der Reaktionsteilnehmer erfolgt vorteilhafterweise so, daß das Siloxan etwa 10 bis etwa 50 Gew.-% des bei dem zweistufigen Reaktionsverfahren erhaltenen Binderharzes ausmacht
Das in der ersten Reaktionsstufe eingesetzte Acrylat liefert die olefinische «jS-Nichtsättigung des Harzes. Hier, wie auch nachfolgend, wird die α,/3-Stellung auf die Carboxylgruppe der Carbonsäure bezogen. Zu geeigneten Acrylaten gehören 2-Hydroxyäthylacrylat oder -methacrylat 2-Hydroxypropylacrylat oder -methacrylat, 2-Hydroxybutylacrylat oder -methacrylat 2-Hydroxyoctylacrylat oder -methacrylat und ähnliche Acrylatverbindungen.
Günstigerweise werden die relativen Verhältnisse von Acrylat und Siloxan so eingestellt, daß sich so eng als möglich ein Produkt ergibt, in dem lediglich eine funktionelle Hydroxyl- und/oder Alkoxylgruppe des Siloxanreaktionsteilnehmers mit den Acrylatmolekülen umgesetzt ist. Eine derartige Gruppe bleibt unreagiert, so daß sie mit dem hydroxylierten Acrylharz in der zweiten Reaktionsstufe reagieren kann. Da die bevorzugten Siloxane 2 bis 5 funktionelle Gruppen je Molekül enthalten, weist das Siloxanmolekül in den bevorzugten Endproduktharzen gebunden 1 bis 4 Acrylatmoleküle und 1 Molekül des hydroxylierten Acrylharzes auf. Jedoch ist eine vollständige Steuerung nicht zu erwarten und deshalb haben die Siloxanmoleküle in der Anstrichsbinderlösung durchschnittlich etwa 0,5 bis etwa 1,5 Moleküle des Acrylharzes als Reaktionsteilnehmers gebunden. Deshalb werden die Verhältnisse der Reaktionsteilnehmer in der ersten Reaktionsstufe bezüglich der Gesamtzahl der funktionellen Gruppen des Siloxans so eingestellt, daß die verbliebenen umgesetzten funktionellen Gruppen des Siloxans Hiirnhsrhnittlich etwa 0,5 bis etwa 1,5 je Molekül betragen. Diejenigen Moleküle, die vollständig durch die Acrylatumsetzung abgesättigt sind, sind mit dem Acryl-Siloxan-Harz und mit Vinylmonomeren (»polymerisierbar und können somit in der Anstrichsmasse verbleiben. Andererseits kann das hydroxylhaltige Acrylsäureharz eine Mehrzahl von reaktionsfähigen Hydroxylgruppen je Molekül, vorteilhafterweise 1 bis 10 enthalten, und deshalb kann eine Anzahl von Siloxanmolekülen an ein Molekül des Acryhäureharzes als Reaktionsteünehmer gebunden werden.
Das Copolymere mit funktionellen Hydroxylgruppen aus Acrylmonomeren, wird durch Copolymerisation verschiedener Acrylmonomerer hergestellt und enthält etwa 02 bis etwa 2, vorzugsweise etwa 0,5 bis 1,5, reaktionsfähige Hydroxylgruppen auf 1000 Einheiten des Molekulargewichts. Diese werden vorteilhafterweise in dem Copolymeren ausgebildet, indem als ein Reaktionsteilnehmer ein Monohydroxyacrylat oder -methacrylat beispielsweise der Monohydroxyester eines C2- bis Ce-Diols, und der Acrylsäure oder Methacrylsäure, eingesetzt wird. Hierunter fallen
2-Hydroxyäthylacrylat oder -methacrylat
2-Hydroxypropylacrylat oder -methacrylat,
2-Hydroxybutylacrylat oder -methacrylat
2-Hydroxyoctylacrylat oder -methacrylat
und ähnliche Acrylatester.
Der Ausgleich der Comonomeren wird vorzugsweise durch Ester von einwertigen Ci- bis Ce-Alkoholen der Acrylsäure oder Methacrylsäure, beispielsweise Methylmethacrylat Äthylacrylat Butylacrylat Butylmethacrylat, 2-Äthylhexylacrylat und dgl, erreicht Die zur Herstellung dieses Harzes verwendeten Comonomeren können auch kleinere Anteile von anderen Vinylmonomeren in Verbindung mit einem größeren Anteil der vorstehend aufgeführten Ester von einwertigen C)- bis Ce-Alkoholen der Acrylsäure oder Methacrylsäure enthalten. Derartige in kleineren Mengen einzusetzende Monomere umfassen Acrylsäure, Methacrylsäure, GIycidylacrylat Glycidylmethacrylat und/oder Vinylkohlenwasserstoffe, wie z. B. Styrol, Vinyltoluol, «%-Methylstyrol und dgl, und/oder Acrylsäurenitril, Acrylamid, Methacrylsäurenitri! und/oder Vinylhalogenide, beispielsweise Vinylchlorid und/oder Vinylcarbocylate, beispielsweise Vinylacetat Derartige Harze haben durchschnittliche Molekulargewichte im Bereich von etwa 1000 bis etwa 25 000, vorzugsweise im Bereich von etwa 5000 bis etwa 15 000. Die Harze können auch eine <x,j?-Nichtsättigung aufweisen, so daß beispielsweise Glycidylacrylat oder Glycidylmethacrylat als Comonomere enthalten sein kann, worauf anschließend das erhaltene Präpolymere mit Acrylsäure oder Methacrylsäure umgesetzt wird.
Vorteilhaft werden Siloxane mit funktionellen Hydroxyl- und/oder Methoxylgruppen verwendet. Als Copolymere werden günstigerweise solche mit etwa 0,5 bis etwa 1,5 Hydroxylgruppen auf 1000 Einheiten des Molekulargewichtes verwendet
Die Flexibilität des aus dem auf diese Weise erhaltenen Acryl-Siloxan-Harz gebildeten gehärteten Anstrichsfilmes kann signifikant durch Variierung des Molekulargewichtes des Acrylcopolymeren und/oder der Anzahl der Acrylcopolymermoleküle je Siloxanmolekül in dem Acryl-Siloxan-Harz variiert werden.
Das auf diese Weise erhaltene Acryl-Siloxan-Harz im Gemisch mit Acryl- oder Vinylmonomeren bildet die Anstrichmasse. Vorteilhaft bestehen die Acrylmonome-
ren aus Estern der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Alkoholen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen und die Vinylmonomeren aus Gemischen von Ce- bis Cio-Vinylkohlenwasserstoffen und Estern der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Ci-bis Q-Alkoholen.
In einer besonders günstigen Ausführungsform besteht die filmbildende Lösung der Anstrichmasse aus 35 bis 65 Gewichtsteilen des Acryl-Siloxan-Harzes und 65 bis 35 Gewichtsteilen der Monomeren.
Besonders vorteilhaft ist die Erfindung i5r das Oberziehen von Unterlagen aus Holz, Glas, Metall, polymeren Feststoffen und Tüchern aus synthetischen oder natürlichen Fasern.
Die Anstrichmasse wird in üblicher Weise, beispielsweise Aufsprühen, Walzenaufziehen und dgL, auf eine Unterlage aufgetragen und darauf mit ionisierender Strahlung gehärtet, vorzugsweise mit einem Elektronenstrahl mit einer durchschnittlichen Energie im Bereich von etwa 100 000 bis etwa 500 000, vorzugsweise etwa 150 000 bis etwa 350 000 Elektronenvolt
Die in der Lösung zusammen mit dem Acryl-Siloxan-Harz angewandten Vinylmonomeren bestehen vorzugsweise aus Acrylmonomeren, beispielsweise Methylmethacrylat, Äthylacrylat Butylacrylat, Butylmethacrylat, 2-Äthylhexylacrylat, den vorstehend in Verbindung mit der Harzherstellung aufgeführten Hydroxylacrylat und dergl. oder Gemischen derartiger Acrylmonomerer und Vinylkohlenwasserstoffmonomerer, beispielsweise Styrolen, und alkylierten Styrolen, wie Vinyltoluol, «-Methylstyrolen, Divinylbenzoi und dergl. Es können die Vinylkohlenwasserstoffe auch allein als Vhylmonomerbestandteil des Anstrichsbinders verwendet werden. In Verbindung mit den Monoacrylaten und/oder Kohlenwasserstoffmonomeren können auch geringeie Anteile an di-, tri- oder tetrafunktionellen Acrylaten verwendet werden. Ebenfalls in Verbindung mit Acrylaten und Methacrylaten und/oder Vinylkohlenwasserstoffen können auch kleinere Mengen von anderen Vinylmonomeren, wie Acrylsäurenitril, Acrylamid, Methacrylsäurenitrii, Vinyihalogeniden, wie Vinylchlorid, und Vinylcarboxylaten, beispielsweise Vinylacetat, verwendet werden.
Bei der Herstellung der Anstrichsmassen gemäß der Erfindung kann der in «^-Stellung olefinisch ungesättigte Harzbestandteile, d. h. das Acryl-Siloxan-Harz bis zu etwa 80Gew.-% der Anstrichsbinderlösung auf Pigment- und teilchenförmigen! Füllstoff-freier Basis und bis zu einem Wert von etwa 20Gew.-% betragen. Vorzugsweise macht das Harz etwa 35 bis etwa 65 Gew.-% der Harz-Monomer-Lösung aus, wobei die Vinylmonomeren etwa 65 bis etwa 35 Gew.-% derselben betragen. Selbstverständlich können auch andere «^-olefinisch ungesättigte Polymere anstelle eines kleineren Anteiles des Acryl-Siloxan-Anstrichsbinderharzes gemäß der Erfindung eingesetzt werden.
Die Abkürzung »Mradu bedeutet 1 000 000 rad. Der Ausdruck »rad« bedeutet eine Strahlungsdosierung, die die Absorption von 100 erg Energie je Gramm Absorber, beispielsweise Überzugsfilm, ergibt. Die Elektronenemittiereinrichtung kann aus einem linearen Elektronenbeschleuniger bestehen, der zur Ausbildung eines Gleichstrompotentials im vorstehend angegebenen Bereich fähig ist. Bei einer derartigen Vorrichtung werden die Elektronen gewöhnlich von einem Heizdraht emittiert und durch einen einheitlichen Spannungsgraduenten beschleunigt. Der Elektronenstrahl, der etwa 3,2 mm Durchmesser an dieser Stelle haben kann, wird dann in einer Richtung zur Ausbildung eines trichterförmigen Strahles verzerrt und dann durch ein Metallfenster, beispielsweise aus Aluminium, mit geringen Mengen an Kupfer legiertem Aluminium, Magnesium-Thoriumlegierung mit einer Stärke von etwa 0,0075 cm geführt
Der Binder wird vorzugsweise auf der Unterlage als kontinuierlicher Film mit praktisch gleichmäßiger Tiefe aufgetragen und darauf gehärtet, vorzugsweise in einer Tiefe im Bereich von etwa 0,25 bis etwa 100 μ in Abhängigkeit von der Unterlage und der beabsichtigten Endverwendung des überzogenen Produktes. Die filmbildende Binderlösung sollte eine ausreichend niedrige Viskosität um eine rasche Auftragung auf die Unterlage in praktisch gleichmäßiger Tiefe zu erlauben und, vorzugsweise einer ausreichend hohen Viskosität so daß ein Film von 0,0025 cm auf einer senkrechten Oberfläche ohne Tropfenbildung gehalten wird, besitzen. Die Viskosität des Binders wird durch Variierung der relativen Konzentrationen des Harzbestandteiles und/oder durch Variierung der relativen Konzentrationen der verschiedenen Monomeren innerhalb des Vinylmonomerbestandteiles eingestellt Der Binder wird vorzugsweise auf die Unterlage praktisch frei von nichtpolymerisierbaren organischen Lösungsmitteln und/oder Verdünnungsmitteln aufgetragen, obwohl auch geeignete flüchtige Lösungsmittel verwendet werden können, die vor der Härtung abgetrieben werden.
Beispiel 1
Ein hydroxylhaltiges Copolymeres von Acrylmonomeren, das nachfolgend als Harz I bezeichnet wird, wurde durch Copolymerisation eines Gemisches von Monomeren hergestellt, dessen Zusammensetzung 40 Mol-% Methylmethacrylat 50 Mol-% Äthylacrylat und 10 Mol-% Hydroxyäthylacrylat betrug. Die Copolymerisation wurde durch tropfenweise Zugabe der Monomeren zusammen mit 1,5 Gew.-% Azobisisobutyroniiril zu einem äquivalenten Gewicht von am Rückfluß gehaltenen Xylol erreicht.
Das Acryl-Siloxan-Harz wurde in der folgenden Weise aus den nachfolgend angegebenen Materialien hergestellt:
I. Umsetzung der Stufe I
Das Siloxan-Acrylat-Reaktionsprodukt wurde aus den folgenden Materialien erhalten:
Reaktionsteilnehmer
Gew.-Teile
Siloxan mit funktionellen
Methoxylgruppen')
Hydroxyäthylacrylat
250
80
') Acyclisches Polysiloxan mit einem Durchschnittsmolekulargewicht im Bereich von 700 bis 800 mit durchschnittlich 3 bis 4 funktionellen Methoxylgruppen je Molekül.
Verfahren
Die beiden Reaktionsteilnehmer wurden auf 100° C erhitzt und die Temperatur auf 150°C während eines Zeitraums von 2 Stunden in Gegenwart von 0,5 Gew.-Teilen Tetraisopropyltitanat (Katalysator) und 0,2 Gew.-Teilen Hydrochinon erhöht. Etwa 21 Gew.-Teile Methanol wurden abdestilliert.
H. Umsetzung der Stufe 11
Das Siloxan-Acrylat-Reaktionsprodukt nach I wurde mit dem Harz I umgesetzt.
Reaktionsteilnehmer
Gew.-Teile
Harz I (50% in Xylol)
Siloxan-Acrylat nach I
202
93
Verfahren
Die beiden Bestandteile wurden vermischt und auf 100° C erhitzt und die Temperatur auf 1300C während 1 Stunde erhöht. Xylol und weitere flüchtige Reaktionsprodukte wurden dann durch Vakuumdestillation (10 mm Hg bei 1100C) entfernt.
Das in der vorstehenden Weise hergestellte Acryl-Siloxan-Harz wurde in 200 Gew.-Teilen Methylmethacrylat gelöst. Ein Film dieser Lösung wurde auf ein Stahlblech aufgezogen und mit einer Energie von 8 Mrad mit einem Elektronenstrahl von 275 Kilovolt und 25 Milliampere in Stickstoffatmosphäre bestrahlt. Der Film hatte eine HB-Bleistifthärte, hielt 10 Reibungen mit einem in Methyläthylketon eingeweichten Schwamm aus und hatte eine gute Haftung auf dem Metall.
Beispiel 2
Ein Acryl-Siloxan-Harz wurde nach dem Verfahren gemäß Beispiel 1 mit dem Unterschied hergestellt, daß funktionell äquivalente Mengen unterschiedlicher Acrylharze und funktioneller cyclischer Hydroxylsiloxane anstelle der in Beispiel 1 eingesetzten Acrylharze und Siloxane verwendet wurde.
Das hier verwendete Acrylharz wurde durch Copolymerisation von 80Mol-% Äthylacrylat lOMol-% Hydroxyäthylacrylat und 10 Mol-% Glycidylmethacrylat hergestellt. Die Copolymerisation wurde durch tropfenweise Zugabe der Monomeren zusammen mit 1,5 Gew.-% Azobisisobutyronitril zu dem äquivalenten Gewicht des am Rückfluß gehaltenen Xylols bewirkt. Nach beendeter Umsetzung wurde Acrylsäure in einem äquimolaren Verhältnis zu dem Glycidylmethacrylat zugesetzt und mit dem Harz umgesetzt.
Das eingesetzte Siloxan bestand aus einem handeisüblichen hydroxylfunktionellen cyclischen Polysiloxan mit folgenden Eigenschaften:
Hydroxylgehalt nach 5,5
Dean Stark 03
% kondensierbar 1600
% frei 400
Durchschnittsmolekulargewicht 1331
Verbindungsgewicht 1,539
Refraktionsindex
Erweichungspunkt nach D u r r a n 93
Quecksilberverfauren, bei 1,075
60% Feststoff in Xylol
Spezifisches Gewicht bei 25° C 33
Viskosität bei 25°C A-I
(Centipoise)
Gardner-Holdt
Beispiel 3
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt jedoch als Hydroxylacrylat in der ersten Stufe 2-Hydroxyäthylmethacrylat eingesetzt
Beispiel 4
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch als in der ersten Stufe eingesetztes Hydroxylacrylat 2-Hydroxybutylacrylat eingesetzt.
Beispiel 5
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt jedoch als Hydroxylacrylat in der ersten Stufe 2-Hydroxybutylmethacrylat verwendet und eine Durchschnittstiefe des aufgetragenen und gehärteten Films von etwa 0,5 μ angewandt.
Beispiel 6
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch als Hydroxylacrylat in der ersten Stufe 2-Hydroxyoctylacrylat eingesetzt und als Durchschnittstiefe des aufgetragenen und gehärteten Filmes etwa 100 μ angewandt
Beispiel 7
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch als Hydroxylacrylat in der ersten Reaktionsstufe 2-Hydroxyoctylmethacrylat eingesetzt.
Auch bei den Beispielen 2 bis 7 wurden ausgezeichnete Ergebnisse erhalten.
Beispiel 8
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt jedoch enthielt die Anstrichsbinderlösung 80 Gew.-Teile des Acryl-Siloxan-Harzes und 20 Gew.-Teile Methylmethacrylat die Unterlage bestand aus Glas und die Härtung wurde durch Aussetzung an einen Elektronenstrahl von 295 Kilovolt und 25 Milliampere bewirkt
B e i s ρ i e 1 9
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch enthielt die Anstrichsbinderlösung 20 Gew.-Teile eines äquimolaren Gemisches aus Methylmethacrylat, Styrol, Äthylacrylat, Butylacrylat und 2-Äthylhexylacrylat die Unterlage bestand aus Holz und die Härtung wurde durch Aussetzung an einem Elektronenstrahl von 325 Kilovolt und 25 Milliampere bewirkt
-
Beispiel 10
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch enthielt die Anstrichsbinderiösung 35 Gew.-Teile des Acryl-Siloxan-Harzes und 65 Gew.-Teile eines Gemisches aus 2molaren Anteilen Methylmethacrylat einem molaren Anteil Äthylacrylat '/2molaren Anteil Vinyltuluol '^molaren Anteil Divinylbenzol, V2tnolaren Anteil Vinylacetat und V2molaren Anteil Butylmethacrylat und als Unterlage wurde ein polymerer Feststoff, nämlich ein Acrylsäurenitril-Butadien-Styrol-Copolymeres, verwendet
ίο
während die Unterlage aus einem Baumwolltuch
Beispiel 11 bestand.
Beispiel 12
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt. Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt,
jedoch bestand der Monomerbestandteil aus einem 5 jedoch war die Anstrichsbinderlösung mit teilchenför-
Gemisch von 4molaren Anteilen Methylmethacrylat, migem Titandioxyd pigmentiert,
!molaren Anteil Vinylacetat, «/2molaren Anteil 2-Hy- Auch bei den Beispielen 8 bis 12 wurden ausgezeich-
droxyäthylacrylat und '/2molaren Anteil Vinylchlorid, nete Ergebnisse erhalten.

Claims (1)

  1. Patentansprüche;
    X. Durch ionisierende Strahlung härtbare Anstrichmasse auf Basis vca Acryl-Siloxanharz und , ungesättigten Monomeren, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer filmbildenden Lösung aus
DE19702063129 1969-12-24 1970-12-22 Durch ionisierende Strahlung härtbare Anstrichsmasse auf Basis von Acryl-Siloxanharz und ungesättigten Monomeren und Verfahren zu deren Anwendung Expired DE2063129C3 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US88805869A 1969-12-24 1969-12-24
US88805769A 1969-12-24 1969-12-24
US88805769 1969-12-24
US88805869 1969-12-24

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2063129A1 DE2063129A1 (de) 1971-11-18
DE2063129B2 true DE2063129B2 (de) 1976-12-30
DE2063129C3 DE2063129C3 (de) 1977-08-18

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
DE2063256A1 (de) 1971-07-15
FR2072178A5 (en) 1971-09-24
DE2063129A1 (de) 1971-11-18
NL7018813A (de) 1971-06-28
NL145251B (nl) 1975-03-17
SE376626B (sv) 1975-06-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US3650812A (en) Acrylic-siloxane resin paint and painted article
DE1957356C3 (de) Durch ionisierende Strahlung härtbarer Anstrichsbinder auf SiIoxanbasis
EP0029929B1 (de) Härtbare Überzugsmittel und Verfahren zur Herstellung kratzfester Überzüge auf Kunststoffen
US3650813A (en) Acrylic-siloxane resin paint ii
DE1644798A1 (de) Durch Strahlung haertbare urethanmodifizierte UEberzugsmasse
DE2431817A1 (de) Durch ionisierende strahlung haertbare thermoplastisches vinylharz enthaltende anstrichmasse
DE1644817B2 (de) Verwendung einer modifizierten Polyepoxidmasse zur Herstellung von strahlungshärtbaren Überzügen
US3650811A (en) Acrylic-siloxane resin paint iv
DE2003820A1 (de) Verfahren zum Kunstharzbeschichten von Oberflaechen und Kunstharzgemische dafuer auf der Grundlage polymerisierbarer modifizierter Polyester,die durch Bestrahlung aushaertbar sind
DE2063129C3 (de) Durch ionisierende Strahlung härtbare Anstrichsmasse auf Basis von Acryl-Siloxanharz und ungesättigten Monomeren und Verfahren zu deren Anwendung
DE2063129B2 (de) Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichsmasse auf basis von acryl- siloxanharz und ungesaettigten monomeren und verfahren zu deren anwendung
DE1932715C3 (de) Durch Elektronenstrahlen härtbare Anstrichsmasse und Verfahren zum Überziehen von Gegenständen
DE2063152C3 (de) Durch ionisierende Strahlung härtbare Anstrichmasse auf der Basis von Siloxan-Ester-Acrylat und ungesättigten Monomeren und deren Verwendung
DE1955377C3 (de) Durch Strahlung härtbare Anstrichsmasse und Verfahren zum Überziehen von Gegenständen
DE2063135C3 (de) Durch ionisierende Strahlung härtbare Anstrichsmasse auf der Basis von Acryl-Siloxanharz und ungesättigten Monomeren und deren Verwendung
DE2063135B2 (de) Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichsmasse auf der basis von acryl-siloxanharz und ungesaettigten monomeren und deren verwendung
DE2063134C3 (de) Durch ionisierende Strahlung härtbare Anstrichsmasse auf der Basis von Siloxan-Ester-Acrylat und ungesättigten Monomeren und Verfahren zu deren Anwendung
DE1957355A1 (de) Ungesaettigte Siloxanester,hieraus gefertigte Anstriche und damit ueberzogene Gegenstaende
DE1644799B2 (de) Durch ionisierende Strahlung hart bare Anstrichs und Überzugsmasse
DE2063134B2 (de) Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichsmasse auf der basis von siloxan-ester-acrylat und ungesaettigten monomeren und verfahren zu deren anwendung
DE1957358A1 (de) Durch Strahlung haertbarer filmbildender Anstrichsbinder und hiermit ueberzogene Gebrauchsgegenstaende
DE1957357C3 (de) Durch ionisierende Strahlung härtbarer Anstrichsbinder auf Siloxanbasis und deren Verwendung
DE2020419A1 (de) Neue Acrylmonomere und Verfahren zu ihrer Herstellung und Behandlung
DE1932693A1 (de) Durch Elektronen haertbare Anstrichmasse auf Vinylbasis,deren Bestandteil sowie ein Verfahren zum Aufbringen der Anstrichmasse auf ein Substrat
DE2432356A1 (de) Durch ionisierende strahlung haertbare anstrichmasse

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHV Ceased/renunciation