DE2115122B2 - Magnetischer tonabnehmer - Google Patents
Magnetischer tonabnehmerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen magnetischen Tonabnehmer
zur Wiedergabe einer in zwei senkrecht
ίο zueinander stehenden Richtungen modulierten Tonrill·.;
mit einer stabförmigen Anker-Nadeleinheit, deren Nadelträger an einem Ende eine Abtastspitze
und i..ri anderen Ende einen magnetisch leitfähigen
Anker trägt und die in einem elastischen Lager derart allseitig verschwenkbar gehalten ist, daß sich das
eine Ende des Ankers im Zentrum von vier symmetrisch um ihn, in geringem Abstand angeordneten
Enden von Polstücken befindet, die am anderen Ende unter Zwischenschaltung eines Luftspaltes mit einem
Po! eines gemeinsamen Dauermagneten in Verbindung stehen, dessen Gegenpol als gemeinsamer fünfter
Pol mit dem anderen Ankerende in Verbindung steht, wobei sich ais Folge einer Lageveränderung
des Ankers gegenüber r!>;n Polenden die Magnetflußverteilung
auf die Polslücke ändert und dadurch in einer elektrischen Wicklung, die jeweils einem Paar
von gegenüberliegenden Polstücken zugeordnet ist. eine Spannung induziert wird.
Bei Tonabnehmern der vorgenannten Art ist jedes der vier Polstücke Kern einer Spule und zwei gegenüberliegende
Spulen sind zu einer elektrischen Wicklung hintereinandergeschaltet. Der Vorteil einer
solchen Anordnung besteht darin, daß eine unsymmetrische Lage des Ankers zu den Polenden, die zu
einer unterschiedlichen Induktion in den Spulen führt, durch die Hintereinanderschaltung der Spulen
ausgeglichen wird. Die dabei notwendigen vier Spulen stellen einen nicht unerheblichen Aufwand
dar. Andere Tonabnehmer mit nur .-.we'i veränderbaren
Luftspalten bzw. magnetischen Kreisen mit jeweils einer Spule sind zwar weniger aufwendig, besitzen
aber dafür nicht diese Ausgleichswirkung.
Es sind Tonabnehmer anderer Art bekannt, bei denen eine unsymmetrische Ankerlage ebenfalls ausgeglichen
wird und die ebenfalls nur zwei Spulen benötigen. Sofern diese Tonabnehmer einen Dauermagneten
als Anker besitzen, besteht der Nachteil einer verhältnismäßig großen Masse. Sofern der
Anker nur aus magnetisch leitfähigem Material besteht, wird dieser von einem feststehenden Dauermagneten
notwendigerweise so magnetisiert, daß am Anker kein achssymmctrisches Magnetfeld ausgebildet
wird.
Es ist ferner ein Tonabnehmer bekannt, der der die Erfindung betreffenden Art insofern ähnlich ist,
als der Magnetfluß des Dauermagneten über den Anker in mehreren parallcllicgenden Polstücken zum
Magneten zurückgeführt wird, wobei zwei der vorhandenen 3 Polstücke Wicklungen tragen. Die dadurch
bedingte andere Pol- bzw. Luftspaltanordnung läßt keinen elektrischen oder magnetischen Ausgleich
bei einer unterschiedlichen Nadel- bzw. Ankerausgangslagc zu.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tonabnehmer der eingangs erwähnten Art zu vereinfachen.
Die Erfindung besteht darin, daß jeweils zwei gegenüberliegende Polstücke durch eine magnetisch
2 I 15
gut leitfähige Brücke verbunden sind und jede Brücke eine elektrische Wicklung trägt. Gemäß dieser Anordnung
ist es bei gleicher Wirkung möglich, mit nur zwei Spulen auszukommen.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß es einerseits zweckmäßig ist,
in der auswechselbaren Montageeinheit, die die Nadel enthält, auch die Polenden einzuschließen, es
aber andererseits den Aufbau des Tonabnehmers kompliziert, wenn die 4 Polstücke in jeweils zwei
Hälften aufgeteilt werden. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Polstücke zu
dem vom Anker abgewandten Ende hin als Steckerstiitc ausgebildet sind, die beim Anstecken an den
Tonabnehmer paarweise über die den Polstücken zugeordneten magnetischen Brücken hinsvcgschiebbar
sind und in dem magnetischen Flußkreis des Dauermagneten, abgesehen von den Luftspalten,
au^chließlicii den viersträngigen Absein:.it bilden.
Line weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die auswechselbare Montageeinheit mit
der Nadel ein Jochblech zur Zuführung des Magnetflusses zum Anker enthält, das in Erweiterung dieser
Funktion bis in den Bereich der dem Anker zugewandten Polstückenden und der Abschirmung der
Wicklung fortgesetzt ist. Gemäß dieser Anordnung wird im Bereich der zu modulierenden Luftspalte
eine nahezu vollkommene Abschirmung erzielt, ohne daß es dazu besonderer Abschirmteile bedarf.
Der Anker für Tonabnehmer der vorgenannten Art ist in der Regel ein prismatischer Körper, der
sich beim Verschwenken um einen Punkt seiner Längsachse mit seinem Ende einem der Polstückcnden
nähert. Für die praktische Handhabung des Tonabnehmers ist ein weit größerer Schwenkwinkel
des Ankers ,lotwendig, als er, der Modulation der Tonrille entspricht, d. h. der Luftspalt muß wesentlich
größer sein, als es die Wandlerfunktion an sich erfordert. Ein kleinerer Luftspalt ergibt aber einen
kleineren magnetischen Widerstand und damit eine höhere Empfindlichkeit oder einen geringeren Innenwiderstand
des Tonabnehmers, was beides von wesentlichem Vorteil ist.
Aufgabe einer Weiterentwicklung des Tonabnehmers ist es, den Widerstand des magnetischen Kreises
zu verkleinern, ohne den Schwenkbereich des Ankers einzuengen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Außenfläche des Ankers die Form einer Kugelkalolte
hat, der Drehpunkt beim Verschwenken der Ankcr-Nadeleinheit
im Zentrumspunkt der Kugel liegt und die Flächen aller Polcnden im wesentlichen parallel
zur Außenfläche des Ankers derart angeordnet sind, daß sich beim Verschwenken der Anker-Nadeleinheit
das Übcrdcckuniismaß »a« der sich gegenüberliegenden
Flächen vom Anker und paarweise gegenüberliegenden Enden der Polstücke ändert. Gemäß dieser
Ausbildung wird die Zwangläufigkeit zwischen dem Schwenkbereich des Ankers und der Luftspaltgröße
aufgehoben.
Die Erfindung sei ?n Hand eines Ausführungsbcispiels
näher beschrieben:
Fig. 1 zeigt die Ansicht eines Längsschnittes
durch einen magnetischen Tonabnehmer, und zwar längs der Linie I-I in Fig. 2;
Fig. 2 zeigt die Ansicht eines Querschnittes längs
der Linie IT-IT in Fig. 1; und
F i g. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab die auswechselbare Montageeinheit mit der Anker-Nadeleinheit.
Der Tonabnehmer besteht im wesentlichen aus einem Dauermagneten 1, einem vorderen und einem
hinteren Jochblech 2, 3. vier magnetisch leitfähicjn
Polstücken 4 bis 7, die paarweise jeweils durch eine magnetisch gut leitfähige Brücke 8, 9, von der jede
eine Spule 10,11 trägt, verbunden sind. Zwischen den Polenden 12,13 der Polstücke 4, 5 und dem
ίο vorderen Jochblech 2 ist ein Anker 14 angeordnet,
der mit dem Nadelträger 15 mit der Abtastspitze 16 eine Einheit bildet. Jedes Polstück 4 bis 7 ist ein Teil
eines eigenen parallellaufenden magnetischen Flußkreises, dessen Widerstand durch ein Verschwenken
des Ankers 14 um seinen Drehpunkt 17 verändert wird, "ic im einzelnen später ausgeführt wird, und
zwar entspricht einer Zunahme in einem Polstück eine entsprechende Abnahme im gegenüberliegenden
Polstück, wobei diese beiden Polsuicke den Län»spfaden
einer Wheatstonschen Brücke in Kurzschlußschaltung entsprechen. Da der magnetisch.: Widerstand
der Polstücke 4 bis 7 und der Brücken 8. 9 im Verhältnis zu den Luftspalten sehr klein ist. ist das
magnetische Potential in diesen Teilen praktisch überall gleich, d. h. auch an den beiden Enden der
Brücken 8, 9. Da nun der magnetische Widerstand in den Polstückabschnitten von den Brückeneiulen
bis zum hinteren Jochblech 3 gleirh groß ist, muß in diesen Polslückabschnitten stets ein gleichgroßer
Fluß fließen, d. h., wenn in den davorliegenden Polstückabschnitten infolge einer unsymmetrischen Lage
des Ankers die magnetischen Flüsse verschieden groß werden, so gleicht sich diese Differenz über den
Brücken 8. 9 aus.
Folglich muß über die Brücke ein entsprechender Ausgleichsstrom Hießen. Das heißt, daß Ankerbewegungen
in den auf den Brücken 8. 9 sitzenden Spulen 10, 11 entsprechende Spannungen induzieren. Dabei
ist es gleichgültig, ob eine Flußänderung von einem gleichen oder einem ungleichen Fluß in den Polstückabschnitten
vom Anker bis zur Brücke ausgeht. d. h. ob der Anker genau symmetrisch liegt oder
nicht. Ebenso unabhängig davon ist der gesamte Magnetfluß und damit die Empfindlichkeit des Tonabnehmers.
Alle Teile, z.vischen denen eine Bewegung notwendig ist und für die wegen kleiner Flu(.lquers''hnitte
kleine Abmessungen von Vorteil sind, sind in der in F i g. 3 dargestellten Montageeinheit zusammengefaßt.
Das vordere Jochblech 2 ist durch einen Kunststoffkörper 22 mit den Polstücken 4 bis 7 fest
verbunden. Die herausragenden Enden der Polstücke sind als Steckerstifte ausgebildet und in entsprechende
Ausnehmungen am Tonabnehmer einsteckbar, wodurch sich eine geometrisch genaue und zuverlässige
Verbindung mit dem Jochblech 3 und den Brücken 8, 9 ergibt. Diese Anordnung erlaubt Spulen
10,11 ohne Spulenkörper zu verwenden, ohne daß dabei die Gefahr bestünde, daß die Spulen durch
Einführen der Polstücke beschädigt würden. Das vordere Jochblech 2 bildel den fünften Poll 8 und
gleichzeitig eine Abschirmung für die vier Arbeits-Luftspalte am Anker und ermöglicht damit eine
fugenlose Fortsetzung der Spulenabschirmung 23, die bis kurz vor das hintere Jochblech 3 reicht. Ein gewisser
Abstand ist erforderlich, um einen magnetischen Kurzschluß zu vermeiden.
Am Ende des rohrförmigen Nadelträgers 15 ist ein
kalottenförmiger Anker 14 und ein Kunststoffaden 24 befestigt. Mittels des Kunststoffadens 24 wird der
Anker 14 unter Zwischenschaltung einer Gummischeibe 25 gegen eine fest im Kunststoffkörper 22
sitzende Scheibe 26 gezogen. Die Abmessungen sind so gewählt, daß der Punkt 17, um den die Anker-Nadeleinheit schwenkbar ist, mit dem Zentrumspunkt der Kugel, die die Ankeroberfläche teilweise
bildet, zusammenfällt, so daß sich die Breite des Luftspaltes »t>« nicht ändert, wenn sich der Anker
verschwenkt. Die Breite »fe« kann dabei sehr klein gehalten werden. Die Oberfläche des Ankers 14 wird
durch die Polenden 12,13 im Bereich des Maßes »α« überdeckt. Beim Verschwenken des Ankers 14 um
seinen Drehpunkt 17 ändert sich dieses Überdekkungsmaß »α« und damit der magnetische Widerstand, wogegen er zwischen dem Anker 14 und den
gemeinsamen fünften Pol 18 konstant bleibt.
Claims (4)
1. Magnetischer Tonabnehmer zur Wiedergabe einer in zwei senkrecht zueinander stehenden
Richtungen modulierten Tonrille mit einer stabförmigen Anker-Nadeleinheit, deren Nadelträger
an einem Ende eine Abtastspitze und an\ anderen Ende einen magnetisch ieitfähigen Anker trägt
und die in einem elastischen Lager derart allseitig '.erschwenkbar gehalten ist. daß sich das eine
Ende des Ankers irn Zentrum von vier symme- ;rkeh um ihn, in geringem Abstand angeordneten
Hnden von Polstücken befindet, die am anderen Ende unter Zwischenschaltung eines Luftspaltes
mit einem Pol eines gemeinsamen Dauermagneten In 'Vibindung st· hen, dessen Gegenpol als geniLinhUiru-r
fünfter Pol m't dem anderen Ankerendc in Verbindung steht, wobei sich als Folge
einer l.age\eränderung des Ankers gegenübci den Polenden die Magnetflußverteilung auf die
Polstücke ändert und dadurch in einer elektrischen Wicklung, die jeweils eini'm Paar von
gegenüberliegenden Polstücken zugeordnet ist, eine Spannung induziert wird, dadurch gekennzeichnet,
d?ß jeweils zwei gegenüberliegende Polstücke (4, 5 bzw. 6, 7) durch eine
magnetisch gut Ie. Jähige Brücke (8, 9) verbunden sind und jede Brücke eine el. 'Urische Wicklung
(10, 11) trägt.
2. Auswechselbare Montageeinh it für einen Tonabnehmer nach Anspruch 1, bestehend aus
einem Halteteil, in dem die Anker-Nadeleinheit
mit ihrem elastischen Lager und die vier in geringem Abstand um den Anker angeordneten
Enden der Polstücke zusammengefaßt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Polstücke (4 bis 7)
zu ihrem anderen Ende hin als Steckerstifte ausgebildet sind, die beim Anstecken an den Tonabnehirer
paarweise über die den Polstücken (4 bis 7) zugeordneten magnetischen Brücken (8, 9)
hinwegschiebbar sind und in dem magnetischen Flußkreis des Dauermagneten (1), abgesehen von
den Luftspalten, ausschließlich den viersträngigcn Abschnitt bilden.
3. Auswechselbare Montageeinheit für einen Tonabnehmer nach Anspruch 1, bestehend aus
ein^m Halteicil, in dem die Anker-Nadeleinheit
mit ihrem elastischen Lager und die vier in geringem Abstand um den Anker angeordneten
Enden der Polstücke zusammengefaßt sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem ein
Jochblech (2) zur Zuführung des Magnetflusses zum Anker (14) enthält, das in Erweiterung di<vser
Funktion bis in den Bereich der dem Anker zugewandten Polstückendcn (12,13) und der
Abschirmung (23) der elektrischen Wicklung (10, 11) fortgesetzt ist.
4. Anker-Nadeleinheit für magnetischen Tonabnehmer, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche des Ankers (14) die Form einer Kugelkalotte hat,
der Drehpunkt beim Verschwenken der Anker-Nadeleinheu im Zentrumspunkt der Kugel liegt
und die Flächen aller Polenden im wesentlichen parallel zur Außenfläche des Ankers (14} derart
p.ngeordnet find, daß sich beim Verschwenken iLr Anker-Nadclcinheit das Überdeckumismaß
»α« der sich gegenüberliegenden Flächen vom Anker (14) und paarweise gegenüberliegenden
Enden der Polstücke (4, 5 bzw. 6, 7) ändert.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2115122A DE2115122C3 (de) | 1971-03-29 | 1971-03-29 | Magnetischer Tonabnehmer |
| CH429672A CH533407A (de) | 1971-03-29 | 1972-03-22 | Magnetischer Tonabnehmer |
| US00240879A US3760125A (en) | 1971-03-29 | 1972-03-31 | Magnetic pick up with fluxbridge and replaceable stylus |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2115122A DE2115122C3 (de) | 1971-03-29 | 1971-03-29 | Magnetischer Tonabnehmer |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2115122A1 DE2115122A1 (de) | 1972-10-12 |
| DE2115122B2 true DE2115122B2 (de) | 1973-06-20 |
| DE2115122C3 DE2115122C3 (de) | 1974-01-24 |
Family
ID=5803100
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2115122A Expired DE2115122C3 (de) | 1971-03-29 | 1971-03-29 | Magnetischer Tonabnehmer |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| US (1) | US3760125A (de) |
| CH (1) | CH533407A (de) |
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1971
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1972
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- 1972-03-31 US US00240879A patent/US3760125A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| CH533407A (de) | 1973-01-31 |
| US3760125A (en) | 1973-09-18 |
| DE2115122C3 (de) | 1974-01-24 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |