DE2132713C3 - Vordruckpresse für die Siebpartie einer Langsiebmaschine - Google Patents
Vordruckpresse für die Siebpartie einer LangsiebmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vordruckpresse für die Siebpartie einer Langsiebpapiermaschine, mit einem
über mehrere Walzen laufenden endlosen Siebband (Obersieb), das über dem, die nasse Papierbahn tragenden,
von mehreren Registerwalzen abgestützten Langsieb angeordnet ist und an der Stelle, an der das Obersieb
in die Papierbahn eintaucht, über eine erste, perforierte Obersiebwalze läuft, die zwischen zwei ein Walzenpaar
bildenden Registerwalzen angeordnet ist.
Eine bekannte Vordruckpresse dieser Art (US-PS 41 393) weist insgesamt sieben Obersiebwalzen auf,
die sämtlich perforiert sind. Fünf dieser Obersiebwalzen sind so angeordnet, daß ihre Achsen in einer zum
Langsieb parallelen Ebene liegen, um das Obersieb längs seiner Einwirkstrecke parallel zum Langsieb zu
führen. Gerade an dieser Parallelität von Langsieb und unterem Trum des Obersiebs mangelt es aber der bekannten
Vordruckpresse, da bei einer derartigen Führung des Obersiebs dieses aus prinzipiellen Gründen
nicht exakt parallel zum Langsieb verlaufen kann, da sich ein Durchhang des letzteren zwischen den Registerwalzen
nicht vermeiden läßt. Deshalb wird bei einer mit der bekannten Vordruckpresse ausgerüsteten
Langsiebpapiermaschine die nasse Papierbahn über den Registerwalzen stärker zusammengepreßt als unter
den Obersiebwalzen. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vordruckpresse ist ihr relativ komplizierter
Aufbau, denn sie benötigt nicht nur eine große Zahl von Obersiebwalzen, sondern mindestens eine dieser
Walzen muß als sogenannte Regelwalze ausgebildet werden, um ein seitliches Verlaufen oder Pendeln des
Obersiebs zu vermeiden.
Diese beiden Nachteile weist auch eine weitere bekannte Vordruckpresse (DT-PS 2 79 570) mit insgesamt
vier Obersiebwalzen auf, von denen zwei in einer zum Langsieb parallelen Ebene angeordnet sind und das untere
Trum des Obersiebs führen. Da zwischen diesen beiden Obersiebwalzen jedoch mehrere Registerwalzen
liegen, kann auch hier das untere Trum des Obersiebs nicht exakt parallel zum Langsieb geführt werden.
Außerdem ist auch bei dieser bekannten Vordruckpresse eine der Obersiebwalzen als Regelwalze ausgebildet.
Bei einer dritten bekannten Vordruckpresse (US-PS 19 03 311) wird ein seitliches Verlaufen oder Pendeln
des Obersiebs durch überstehende Randflans.che der obersten von insgesamt drei Obersiebwalzen verhindert;
eine Parallelführung von Langsieb und Obersieb über dessen Einwirkstrecke ist aber auch hier nicht gewährleistet,
da zwei, das untere Trum des Obersiebs führende Obersiebwalzen in einer zum Langsieb parallelen
Ebene angeordnet sind, so daß die nasse Papierbahn unter diesen beiden Obersiebwalzen stärker zusammengepreßt
wird als im Bereich zwischen den Obersiebwalzen.
Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, eine Vordruckpresse der eingangs erwähnten Art so auszubilden,
daß sie eine exakte Parallelführung von Langsieb und Obersieb im Einwirkungsbereich des letzteren
ermöglicht und dennoch einen einfachen Aufbau besitzt. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die auf die erste Obersiebwalze folgende zweite Obersiebwalze einen größeren Abstand vom Langsieb
als die erste Obersiebwalze hat und hinter dem Registerwalzenpaar in einer solchen Höhe über dem
Langsieb angeordnet ist, daß das Obersieb von der Auflagestelle der ersten Obersiebwalze auf der Papierbahn
nur bis zum Scheitel der in Laufrichtung des Langsiebs zweiten Registerwalze des Registerwalzenpaars
mindestens ungefähr parallel zum Langsieb verläuft. Im Gegensatz zu den bekannten Konstruktionen
stört bei einer Langsiebpapiermaschine mit erfindungsgemäßer Vordruckpresse der Durchhang des Langsiebs
zwischen den Registerwalzen überhaupt nicht, da durch eine entsprechende Anordnung der zweiten
Obersiebwalze das Obersieb im Bereich zwischen der ersten Obersiebwalze und der zweiten Walze des Registerwalzenpaars,
d. h. also, längs seiner Einwirkstrecke, stets exakt parallel zum Langsieb eingestellt werden
kann. Wie bekannt, läßt sich ein Papierstoffslau vor der ersten Obersiebwalze durch deren Perforierung vermeiden.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung der zweiten Obersiebwalze über der Papierbahn läßt sich
auch ein kleiner Austauch-Winkel des Obersiebs aus der Papierbahn verwirklichen, wodurch die üblicher-
weise entstehende Wurfparabel des Spritzwassers wesentlich flacher gestaltet wird und sich die Gefahr des
Entstehens von Markierungen im Papier verringern
Bei schnellaufenden Langsiebpapiermaschinen kann der kleine Austauch-Winkel des Obersiebs Probleme
mit sich bringen, die auf das Entstehen eines Unterdrucks zwischen dem aus der Papierbahn austauchenden
Obersieb und dem Langsieb bzw. der Panierbahn zurückzuführen sind. Um ein Abheben der Papierbahn
vom Langsieb auch bei hohen Geschwindigkeiten mit Sicherheit zu vermeiden, wird vorgeschlagen, mindestens
die zweite Registerwalze des Registerwalzenpaars mit einem perforierten Mantel zu versehen und
in ihrem Innern eine Unterdruckquelle anzuordnen.
Bei Verwendung einer erfindungsgemäßen Vordruckpresse kann die erste Obersiebwalze verhältnismäßig
tief in die Papierbahn eintauchen. Es ist deshalb
zweckmäßig, innerhalb des ObersieDs eine Auffangwanne für das Spritzwasser der ersten Obersiebwalze
vorzusehen.
Aus dem Vorstehenden wird ersichtlich, daß für die exakte Parallelführung von Obersieb und Langsieb nur
zwei Obersiebwalzen erforderlich sind. Um nun auch im Hinblick auf die Querführung des Obersiebs mit
zwei Obersiebwalzen auszukommen und eine Regelwalze zu vermeiden, d. h. um einen möglichst einfachen
Aufbau der Vordruckpresse zu erzielen, wird des weiteren empfohlen, das Obersieb an beiden Seiten mit an
den Obersiebwalzen geführten, insbesondere elastisehen Führungsriemen zu versehen. Über diese Führungsriemen
kann das Obersieb gegebenenfalls auch in Querrichtung gespannt werden.
In der nachfolgenden Beschreibung werden an Hand der Zeichnungen zwei Ausführungsbeispiele erläutert;
es zeigt .
F i g. 1 einen schematischen Schnitt durch einen Teil
des Langsiebs einer Papiermaschine und durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vordruckpresse,
.
F i g. 2 eine vereinfachte Darstellung der F1 g. 1 mit
einer Spannvorrichtung zum Spannen des Obersiebs der Vordruckpresse,
F i g. 3 einen Ausschnitt aus einem Schnitt entsprechend der Linie 3-3 in F i g. 2,
Fig.4 eine Draufsicht auf die in Fig.2 gezeigte
Vordruckpresse,
F i g. 5 eine der F i g. 2 entsprechende Darstellung mit einer anderen Spannvorrichtung zum Spannen des
Obersiebs,
F i g. 6 eine der F i g. 3 entsprechende Darstellung der zweiten Spannvorrichtung und
Fig.7 eine der Fig.4 entsprechende Darstellung
der zweiten Ausführungsform sowie F i g. 8 eine Ansicht der angetriebenen Obersiebwal-
Die F i g. 1 zeigt ein Langsieb 10, auf dem eine zu verdichtende und zu egalisierende Papierbahn 12 liegt.
Das Langsieb läuft über zwei Registerwalzen 14 und 16, von denen die eine einen Gummibelag 14a und die andere
Löcher 16a aufweist und damit als Siebwalze ausgebildet ist. Im Inneren der Registerwalze 16 befindet
sich eine Unterdruckquelle in Form eines Vakuumkastens 16b, der mit einer nichtdargestellten Pumpe verbunden
ist, welche in ihm ständig einen Unterdruck auf- bi
rechterhält.
Die erfindungsgemäße Vordruckpresse umfaßt eine Obersiebwalze 18, welche die Wirkung einer
Egoutteurwalze hat, eine mk einem nicht dargestellten
Antrieb versehenen und als Gummiwalze ausgebildete zweite Obersiebwalze 20 und ein Obersieb 22, das über
die beiden Walzen 18 und 20 geführt ist. Die erste Obersiebwalze 18 ist mit c-inem siebförmigen Mantel
versehen, und beide Obersiebwalzen haben zu ihrer Verstärkung jeweils eine Rohrwelle 18a bzw. 20a. Die
Eintauchtiefe Wund die Lage der ersten Obersiebwalze
18 in Längsrichtung des Langsiebs 10 bestimmen die Einwirkstrecke B der Vordruckpresse; diese Strecke tf
kann also durch Verlagerung der ersten Obersiebwalze 18 kleiner oder größer gehalten und so den Betriebserfordernissen
angepaßt werden.
Die zweite Obersiebwalze 20 weist einen Gummibelag
200 auf, der - wie die F i g. 8 zeigt - mit von der
Mitte ausgehenden Spiralnuten 20c versehen ist. bei
diesen handelt es sich um ein erstes Mittel zur Verhinderung einer Faltenbildung des Obersiebs.
Wie die F i g. 1 deutlich erkennen läßt, ist die hinwirkstrecke B über die das Obersieb praktisch parallel
zum Langsieb verläuft, wesentlich länger als diejenige Einwirkstrecke, die sich bei der Verwendung lediglich
einer Egoutteur- oder Vordruckwalze ergeben wurde^
Des weiteren ermöglicht es die Erfindung, dab die aui
die Papierhahn einwirkende Fläche der Vordruckpresse aus der Papierbahn mit einem verhältnismäßig kleinen
Winkel * austaucht, der wesentlich kleiner als der Austauchwinkel β einer Egoutteurwalze ist. Dadurcn
wird die üblicherweise entstehende Wurfparabel wesentlich flacher, was ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen
Einrichtung ist.
Da in dem Bereich, in dem das Obersieb 22 von der Papierbahn 12 abhebt, normalerweise ein Unterdruck
entstehen würde, empfiehlt es sich, ein Dampfsprunrohr 30 üb<*r dem unteren Trum des Obersiebs anzuordnen,
das das Entstehen des Unterdrucks verhindert und die Papierbahn auf das Langsieb preßt.
Ein Wasserspritzrohr 32 dient der Säuberung des Obersiebs. Zum Auffangen des Spritzwassers der ersten
Obersiebwalze 18 selbst und des aus dem Wasserspritzrohr 32 stammenden Reinigungswassers d.ent
eine Auffangwanne 34 mit einem unteren und einem oberen Wannenteil 34a bzw. 346. Zum Auffangen des
Spritzwassers des Obersiebs 22 beim Umlenken um die zweite Obersiebwalze 20 ist eine Fangrinne 36 vorge-
Die Fig. 1 läßt schließlich noch erkennen, daß die
erste Obersiebwalze 18 bei dem bevorzugten Ausiuhrungsbeispiel in der Mitte zwischen den beiden RegistergwalzePn
14 und 16 liegt. Außerdem betrug der Achsabstand der beiden Walzen 18 und 20_ fur das
Obersieb 22 ungefähr das Zweifache des Durchmessers der ersten Obersiebwalze 18. Durch diese Bemessungen
werden besonders gute Werte erzielt.
Den F i g 3 und 4 kann entnommen werden, dab an
den Längsrändern des Obersiebs Führungsr.emen 22a befestigt sind, die aus elastischem Material bestehen
sollen und in Führungsrinnen 40 an den äußeren Enden der Obersiebwalzen 18 und 20 laufen. Auf diese Weise
wird verhindert, daß sich das Obersieb 22 in Querrichtung zusammenzieher, kann, wenn es mittels einer
Spannvorrichtung dadurch gespannt wird, daß die Achsen
der beiden Obersiebwalzen 18 und 20 voneinander weggedrückt werden. Die Spannvorrichtung greift an
den Achsen 42 und 44 an und besteht aus zwei Spindeln
46 und 48 mit gegenläufigen Gewindeabschnitten, von denen die zweite mittels eines Handrades 48a gedreht
werden kann. An ihren Enden sitzen Kegelrader 50, die
mit Kegelrädern 52 einer Verbindungswelle 53 kämmen.
Schließlich sind Lagerböcke 54 der Obersiebwalzen 18 und 20 mit entsprechenden Gewindebohrungen
zur Aufnahme der Spindeln 46 und 48 versehen, so daß
der Achsabstand der Obersiebwalzen auf diese Weise verändert werden kann. Die in den F i g. 2 bis 4 gezeigte
Spannvorrichtung eignet sich besonders für Obersiebe aus Metalldrahtgeweben, die diagonal zugeschnitten
sind.
Die F i g. 5 bis 7 zeigen eine zweite Ausführungsform
einer Spannvorrichtung. Auch hier sind wieder Führungsriemen 22a an den Längsrändern des Obersiebs
befestigt. Zur Führung dieser Führungsriemen dienen aber nun Führungsrinnen 60 in Spannscheiben 62, die
auf den Achsen der Obersiebwalzen 18 und 20 sitzen sich mit diesen drehen und in axialer Richtung mittels
Druckfedern 64 gespannt werden. An die Stelle der Druckfedern kann natürlich auch ein Pneumatik- oder
Hydraulikzylinder treten. Die in den F i g. 5 bis 7 ge zeigte Spannvorrichtung eignet sich für Obersiebe mil
ίο gerader Quernaht, für rundgewobene Obersiebe ohne
Naht sowie für diagonal zugeschnittene Obersiebe.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vordruckpresse für die Siebpartie einer Langsiebpapiermaschine,
mit einem über mehrere Walzen laufenden endlosen Siebband (Obersieb), das über dem, die nasse Papierbahn tragenden, von
mehreren Registerwalzen abgestützten Langsieb angeordnet ist und an der Stelle, an der das Obersieb
in die Papierbahn eintaucht, über eine erste, perforierte Obersiebwalze läuft, die zwischen zwei
ein Walzenpaar bildenden Registerwalzen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf die erste Obersiebwalze (18) folgende zweite Obersiebwalze (20) einen größeren Abstand vom
Langsieb (10) als die erste Obersiebwalze (18) hat und hinter dem Registerwalzenpaar (14,16) in einer
solchen Höhe über dem Langsieb angeordnet ist, daß das Obersieb (22) von der Auflagestelle der ersten
Obersiebwalze (18) auf der Papierbahn (12) nur bis zum Scheitel der in Laufrichtung des Langsiebs
zweiten Registerwalze (16) des Registerwalzenpaars (14, 16) mindestens ungefähr parallel zum
Langsieb (10) verläuft.
2. Vordruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Obersieb (22) vom Scheitel
der zweiten Registerwalze (16) des Registerwalzenpaars (14, 16) an mit dem Langsieb (10) einen spitzen
Winkel (α) bildet, der höchstens 10° beträgt.
3. Vordruckpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die zweite
Registerwalze (16) des Registerwalzenpaars (14,16) einen perforierten Mantel und in ihrem Innern eine
Unterdruckquelie (166) aufweist.
4. Vordruckpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Obersiebs (22) eine Auffangwanne (34a) für das Spritzwasser der ersten Obersiebwalze (18) vorgesehen
ist.
5. Vordruckpresse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Obersieb (22) an beiden Seiten mit an den Obersiebwalzen (18, 20) geführten, insbesondere
elastischen Führungsriemen (22a) versehen ist.
6. Vordruckpresse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Obersieb (22) ein diagonal zugeschnittenes Gewebe ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712132713 DE2132713C3 (de) | 1971-07-01 | Vordruckpresse für die Siebpartie einer Langsiebmaschine | |
| AT503272A AT322965B (de) | 1971-07-01 | 1972-06-12 | Egoutteureinrichtung für papiermaschinen |
| FR7222769A FR2141385A5 (de) | 1971-07-01 | 1972-06-23 | |
| SE7208381A SE392490B (sv) | 1971-07-01 | 1972-06-26 | Egutoranordning for virapartiet hos en planviramaskin |
| JP47065846A JPS5122963B1 (de) | 1971-07-01 | 1972-06-30 | |
| US00268103A US3819474A (en) | 1971-07-01 | 1972-06-30 | Endless sieve belt draining device for paper machines |
| GB3069572A GB1366002A (en) | 1971-07-01 | 1972-06-30 | Moving belt drainage press |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712132713 DE2132713C3 (de) | 1971-07-01 | Vordruckpresse für die Siebpartie einer Langsiebmaschine |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2132713A1 DE2132713A1 (de) | 1973-01-11 |
| DE2132713B2 DE2132713B2 (de) | 1975-08-21 |
| DE2132713C3 true DE2132713C3 (de) | 1976-04-01 |
Family
ID=
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