DE2153597B2 - Verfahren zur herstellung von waelzlagerringen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von waelzlagerringenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit einer die Laufbahn bildenden Verformung
versehenen Wälzlagerringen aus dünnwandigem Werkstoff, insbesondere Blech, durch spanlose Umformung
eines mit Schenkeln versehenen, als Zwischenprodukt dienenden Ringes, der am die Schenkel
verbindenden Steg des Profilquerschnitts in Schenkelrichtung geteilt wird.
Derartige Lage;ringe werden vorwiegend für Lager
verwendet, bei denen auf Grunr" der Betriebsbedingungen keine hohen Anforderungen an die Genauigkeit
gestellt werden; bei der Herst! "lung dieser Lager
brauchen deshalb keine engen Herstellungstoleranzen eingehalten zu werden.
Bisher wurden die Lagerringe für Wälzlager dieser Art getrennt hergestellt, d. h., es war jeweils eine
Maschine für die Herstellung des Innenringes und für die Herstellung des Außenringes erforderlich.
Das hat den Nachteil, daß die Herstellung verhältnismäßig teuer ist, eine Tatsache, die den Bestrebungen
entgegensteht, solche Lager für untergeordnete Zwecke so billig wie möglich zu fertigen.
Aus der deutschen Patentschrift 690 802 ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Kugeldrehkränzen,
die mit Axiallagern vergleichbar sind, bekanntgeworden,
bei dem ein Ring mit radialen Schenkeln als Zwischenprodukt hergestellt wird ,der anschließend
an der Schenkelverbindungsstelle in Schenkelrichtung geteilt wird. Durch die Teilung ergeben sich jedoch
zwei identische Ringhälften, die noch nicht zu einem Wälzlager zusammengesetzt werden können. Hierzu
muß noch ein zweiter, mit Schenkeln in der Gegenrichtung versehener Ring hergestellt werden, der nach der
Teilung den anderen Lagerring liefert. Das Ringprofil wird durch Walzen eines Stahlbandes erzeugt; dadurch
entstehen zunächst wendelförmig aneinanderhängende Ringe, die dann in Einzelringe zerschnitten
und anschließend zusammengeschweißt werden müssen. Nachteilig bei dem bekannten Verfahren ist
ferner, daß bei der Herstellung der Profile für die Innenringe und die Außenringe die Durchmesser
sorgfältig aufeinander abgestimmt werden müssen, damit das zusammengebaute Lager das gewünschte
Spiel aufweist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Ringe für Wälzlager so herzustellen, daß aus einem
einzigen Profil durch nur einen Trennschnitt gleichzeitig Innenring und Außenring entstehen.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch angegebene Erfindung gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber bekannten den Vorzug, daß in nur einem Arbeitsgang
beide Lagerringe gefertigt werden, wobei zur Durchführung des Verfahrens nur eine Maschine
erforderlich ist. Auf diese Weise können die HerStellungskosten erheblich gesenkt werden, weil der
Zeitaufwand für die Fertigung der Lagernnge sehr gering ist, die Kosten für Maschinen und Ausrüstung
klein sind und kaum Materialverlust entsteht.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 ein Schrägkugellager mit erfindungsgemüß
hergestellten Lagerringen,
Fig. 2 einen Ring zur Herstellung der beiden Lagerringe,
Fig· 3 die beiden aus dem in Fig. 2 gezeigten
Ring hergestellten Lagerringe,
Fig. 4 eine Variante des in Fig. 2 gezeigten Ringes zur Herstellung der beiden Lagerringe,
Fig. 5 eine weitere Variante des in Fig. 2 gezeigt^n
Ringes, in den die Laufbahnen jedoch noch nicht eingearbeitet sind,
Fig. 6 den Rir.g gemäß Fig. 5 mit eingearbeiteten
Laufbahnen und
Fig. 7 die beiden aus dem in Fig. 6 gezeigten
Ring durch einen Trennschnitt hergestellten Lagerringe.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Schrägkugellager bestehen sowohl der Außenring 1 als auch der Innenring
2 aus Blech. Der radial nach innen gewölbte Abschnitt 1 α des Außenringes 1 und der radial nach
außen gewölbte Abschnitt 2 a des Innenringes 2 neh-
men die Laufbahnen für die Kugeln auf. Die beiden Lagerringe sind aus einem Ring 3 hergestellt, der in
F i g. 2 skizziert ist. Der Ring 3 ist im Querschnitt U-förmig und spanlos gefertigt, beispielsweise durch
Tiefziehen. Er ist mit zwei axial verlaufenden Sehenkein 3 α und 3 b versehen, wobei der Durchmesser
des Schenkels 3 α größer ist als der Durchmesser des Schenkels 3 b. Die beiden Schenkel 3 α und 3 b sind
durch einen umlaufenden Steg 3 c miteinander verbunden, der im Querschnitt halbkreisförmig ausgebildet
ist.
Wird nun der Steg 3 c an zwei S'.ellen 4 und 5 seines Umfangs, beispielsweise durch Stanzen, in
Schenkelrichtung geteilt, so entstehen die beiden in F i g. 3 gezeigten Lagerringe 1 und 2. Daneben besteht
auch die Möglichkeit, den Steg 3 c nur an einer Stelle seines Umfangs zu trennen, so daß die beiden
Abschnitte 1 α und 2 α der Lagerringe 1 und 2 an ihren freien Enden etwas langer werden.
Der in F i g. 4 gezeigte Ring 3 ist im Querschnitt im wesentlichen S-förmig ausgebildet. Wird dieser
Ring 3 an der Stelle 4 am Umfang geteilt, so ergeben sich ebenfalls die in Fig. 3 dargestellten Lagerringe
1 und 2.
In F i g. 5 ist eine U-förmiger Ring 8 dargestellt, aus dem, ebenfalls durch einen Trennschnitt in Schenkelrichtung, Lagerringe für ein Radial-Rillenkugellager hergestellt werden können. Vor dem Teilen des die beiden Schenkeln 8 α und 8 b verbindenden Steges 8 c müssen lediglich die Laufbahnen für die Kugeln in die Schenkel 8 α und 8 b eingeformt werden. Dies kann beispielsweise mittels eines elastisch sich verformenden Stempels in einem geeigneten Werkzeug geschehen; es ist jedoch auch
In F i g. 5 ist eine U-förmiger Ring 8 dargestellt, aus dem, ebenfalls durch einen Trennschnitt in Schenkelrichtung, Lagerringe für ein Radial-Rillenkugellager hergestellt werden können. Vor dem Teilen des die beiden Schenkeln 8 α und 8 b verbindenden Steges 8 c müssen lediglich die Laufbahnen für die Kugeln in die Schenkel 8 α und 8 b eingeformt werden. Dies kann beispielsweise mittels eines elastisch sich verformenden Stempels in einem geeigneten Werkzeug geschehen; es ist jedoch auch
möglich, durch hydraulischen Druck die Schenkel 8 a und 8 b des in eine geeignete Matrize eingesetzten
Ringes 8 zu verformen.
Nach dem Einformen der Laufbahnen 6 α und 7 a in die beiden Schenkel 8 α und 8 b entsteht der in
Fig. 6 dargestellte Ring 8. Durch Teilen dieses Ringes 8 an den Stellen 9 und 10 seines Umfangs
entstehen anschließend die beiden Lagerringe 6 und 7, zwischen die nur noch die Kugeln für das
Lager eingefüllt werden müssen.
In Fig. 7 ist schließlich gezeigt, daß der Ring8
auch an nur einer Stelle 11 seines Umfangs geteilt werden kann, so daß der Außenring 6 an einer Stirnseite
mit einem radial nach innen gerichteten Bord 12 ausgerüstet ist.
Mit der Erfindung ist ein Verfahren geschaffen worden das es erlaubt, aus Blech oder einem anderen
dünnwandigem Werkstoff bestehrnde Lagerriiige für
Wälzlager auf wirtschaftliche Weise zu fertigen. Der Zeitaufwand für die Herstellung ist sehr gering, weil
der Innenring und der Außenring gleichzeitig hergestellt werden, wobei nur ein einziges Werkzeug und
ein Zwischenprodukt mit einem einheitlichen Profil erforderlich sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von mit einer die Laufbahn bildenden Verformung versehenen Wälzlagerringen aus dünnwandigem Werkstoff. insbesondere Blech, durch spanlose Umformung oines mit Schenkeln versehenen, als Zwischenprodukt dienenden Ringes, der am die Schenkel verbindenden Steg des Profilquerschnitts in Schenkelrichtung geteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (3, 8) nahtlos geschlossen ist und einen im wesentlichen S- oder U-förmigen Profilquerschnitt mit axial gerichteten Schenkeln (3 a, 3 b, 8 a, 8 b) hat. "
Applications Claiming Priority (1)
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| DE3117162A1 (de) * | 1981-04-30 | 1982-11-25 | Skf Kugellagerfabriken Gmbh, 8720 Schweinfurt | "verfahren zur paarweisen herstellung von kunststoffumspritzten laufringen fuer waelzlager" |
| DE3247824A1 (de) * | 1981-12-23 | 1983-07-07 | Hitachi, Ltd., Tokyo | Verfahren zur herstellung eines mit einer oeffnung versehenen teils |
| DE19537209A1 (de) * | 1995-10-06 | 1997-04-10 | Schaeffler Waelzlager Kg | Verfahren zum Herstellen von Synchronringen |
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- 1971-10-27 DE DE19712153597 patent/DE2153597B2/de active Pending
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