DE2155240B2 - Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung, z.B. durch Trocknung oder Kühlung von staub-, pulver- und granulatförmigem Material - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung, z.B. durch Trocknung oder Kühlung von staub-, pulver- und granulatförmigem MaterialInfo
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- F26B17/10—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by fluid currents, e.g. issuing from a nozzle, e.g. pneumatic, flash, vortex or entrainment dryers
- F26B17/107—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement with movement performed by fluid currents, e.g. issuing from a nozzle, e.g. pneumatic, flash, vortex or entrainment dryers pneumatically inducing within the drying enclosure a curved flow path, e.g. circular, spiral, helical; Cyclone or Vortex dryers
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung, z. B.
durch Trocknung oder Kühlung von staub-, pulver- und graiiulatförmigem Material mittels Wärmeaustausch
mit einem Gasstrom, der gleichzeitig Gutträger ist.
Bei den kontinuierlich betriebenen Trocknungsvorrichtungen kann das Trocknungsgut und das Trocknungsmittel
während des Trocknungsprozesses in bekannter Weise nach dem Gleichstromprinzip bewegt
werden. Der Hauptvorteil dieses Prinzipes besteht darin, daß die Temperatur des dem Trockner entnommenen
Produktes verhältnismäßig niedrig ist, da das Produkt von dem bereits abgekühlten Trocknungsmittel
umspült wird. Allerdings wird dadurch die erreichbare Verminderung der Endfeuchtigkeit begrenzt. Man war
daher gezwungen, sehr große Trocknungsvorrichtungen zu bauen, um eine genügende Verweilzeit des zu
trocknenden Produktes zu erzielen, und eventuell sogar zwei oder noch mehr Trockner hintereinander zu
schalten, wenn die Anforderungen an die zu erzielende Endfeuchtigkeit sehr hoch waren.
Bei den bekannten Stromtrocknern führte dies einerseits zu sehr langen Stromrohren, die neben
großem Platzbedarf und mäßigem Wirkungsgrad auch den Nachteil schlechter Reinigungsmöglichkeiten besitzen.
Auch die bekannten Wirbelschicht- oder Wurfbett-Trockner benötigen einen großen Platzbedarf, sind
schwierig zu reinigen und zeigen neben hohem Energieverbrauch auch relativ große Investitionskosten.
Schließlich kommt noch dazu, daß bei einer Hintereinanderschaltung von mehreren dieser Trockner unvermeidliche
Druckverluste auftreten, die die Wirtschaftlichkeit weiter verschlechtern.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung vorzuschlagen, welche diese Nachteile
nicht aufweist, sondern kompakt aufgebaut ist und einen hohen Wirkungsgrad aufweist. Es wird dabei von einer
Vorrichtung der eingangs erwähnten Art ausgegangen. ">
xiie eine rotationssymmetrische Kammer mit lotrechter Achse besitzt und die einen tangentialen Einlaß sowie
einen zentralen, nach unten gerichteten Auslaß für den Gasgutstrom besitzt.
Die Vorrichtung zeichnet sich gemäß der Erfindung
ίο dadurch aus, daß zur Bildung eines rotierenden
Teilchenringes aus dem Tragstrom in einer den Gasstrom an der Kammerwand umgebenden Ringströmung,
der die innen kreisenden Teilchen durch die von außen zuströmenden Teilchen wieder in den abgehenden
Trägerstrom verdrängt, die Kammer nachzylindrisch ausgebildet ist, einen zur Mitte ansteigenden
Boden besitzt und daß der obere Rand des in die Kammer ragenden und als Fallschacht ausgebildeten
Auslasses eine nach oben gerichtete Wölbung aufweist,
-'» die im Bereich der Mündung des Hinlasses eine
Abschirmung gegen den Tragstrom bildet.
Auf Zeichnungsfiguren ist ein Ausführungsbeispiel der vorgeschlagenen Vorrichtung schematisch dargestellt,
das im folgenden näher erläutert werden soll. Es
-'■> zeigt
F i g. 1 einen lotrechten Querschnitt,
F i g. 2 einen Achsialsehnitt,
F i g. 2 einen Achsialsehnitt,
F i g. 3 einen weiteren Achsialsehnitt mit eingezeichnetem Strömungsverlauf, und
ι» F i g. 4 eine teilweise aufgeschnittene, perspektivische
Ansicht.
Der Trockner weist eine zylindrische Kammer auf, welche durch eine zylindermantelförmige Außenwand 2
begrenzt ist. Den oberen Abschluß bildet ein Deckel 4,
i-"> welcher beispielsweise unter Zwischenlage einer nicht
dargestellten Dichtung aufgeschraubt oder sonstwie leicht demontierbar befestigt ist. Der Boden der
Kammer 1 besteht aus einem kreisringförinigen Abschlußstück 5, in welchem ein zylindrischer Behalter
■»<· als Auslaß eingesetzt ist. Dieser ragt etwas in die
Kammer I hinein und wird von einem in die Kammer eingesetzten Bodenblech 3 umgeben. Dieses Bodenblech
3 besitzt die Form eines flachen Kegelstumpf mantels und steigt gegen die Mitte hin, d. h. gegen den
4r> Auslaße,an.
Ein Einlaßstutzen mündet tangential in die Außenwand 2, wobei sich sein Querschnitt bis zur Mündungsstelle
verkleinert. Die Abflußleitung ist tangential an den Auslaß 6 angeschlossen und befindet sich unterhalb
V) der Kammer 1. Schließlich ist eine Abschirmung 9
vorgesehen, welche eine Verlängerung der zylindrischen Wand des Auslasses 6 bildet und sich etwa über
45° des Umfanges desselben erstreckt. Ihre Anordnung ist so getroffen, daß sie im Bereiche der Mündungsstelle
■>■> des Einlasses 7 liegt und etwa bis zu einem Viertel der
Höhe der Kammer 1 reicht. Ein geschlossenes Rohr 10 stützt sich gegen den Deckel 4 sowie gegen den Boden
des Auslasses 6 ab und ist zentral innerhalb der Kammer 1 angeordnet.
ω Das Bodenblech 3 ist mit Vorteil als auswechselbarer
Einsatz ausgebildet, damit eine kurzfristige Auswechselung möglich ist. Auch die Außenwand 2 kann durch
einen als auswechselbaren Einsatz ausgebildeten Mantel geschützt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit,
hri die Kammer 1 mit einem Mantel zu umgeben, in
welchem ein Kühl- oder Heizmedium zirkulieren kann.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die vorgeschlagene Vorrichtung durch einen Zyklonabscheider
zu ergänzen. Ferner ist es manchmal vorteilhaft, im Bereich des Einlaßslutzens 7 Zusaizluftdüsen anzubringen
und die Außenwand am unteren Ende mit gegen innen abstehenden Leitblechen zu verschen.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist wie folgt:
Das mit feuchten Materialteilchc-n beladene Gas wird
in den Einlaß 7 hineingepreßt. Durch die Ausbildung desselben erhöht sich dessen Geschwindigkeit wie auch
die Geschwindigkeit der Materialteilchen noch zusätzlich. Bei-Ti Eintritt in die Kammer I wird der Gasstrom in
eine Kreisbahn umgelenkt, wobei die schweren, feuchten Materialteilchen infolge der Trägheit ihre hohe
Geschwindigkeit beibehalten und infolge der Fliehkraft den größtmöglichen Radius für ihre Kreisbahn suchen.
Während ihrer kreisenden Bewegung treten sie in Wärmeaustausch mit heißem Trägergas, trocknen dabei
und werden demzufolge leichter. Die kontinuierlich neu einströmenden, nassen und schweren Teilchen verdrängen
die leichter werdenden Teilchen ^iif weiter innen
liegende Bahnen. Das Trägergas wird im Zentrum der
Kammer I durch die Wirbelsenke im Auslaß 6 abgezogen, so daß sich eine relativ schwache, radiale
.Strömung in der Kammer ausbildet. Die trockenen, !eichten Teilchen werden von dieser Strömung erfaßt
und geraten in den Sog der Wirbelsenke, wo sie vom Trägergas mitgerissen und durch die Abfliißleitung 8
ausgetragen werden. Die größeren Teile cn, welche mehr Feuchtigkeit enthalten und langsame! trocknen,
setzen dem Abdrängen auf innere Kreisbahnen mehr Widerstand entgegen und bleiben daher auch langer auf
den äußeren Kreisbahnen. Sobald auch sie ihre Feuchtigkeit verloren haben, treten sie durch die
Wirbelsenke aus.
In dieser Weise kann erreicht werden, daß die
größeren Teilchen eine proportional verlängerte Verwcilzeit in der Trocknungskammer aufweisen als die
kleineren, sofort trocknenden Teile.
Durch die teilweise Ausscheidung aus dem Luftstrom zunächst ohne Austragen des abgeschiedenen Gutes
ergibt sich im Ringstrom eine Erhöhung der Teilchenkonzentration pro Apparatvolumen. Dadurch steht dem
Trägergas mehr Produr.toberflächefür den Wärme- und
Stoffaustausch zur Verfügung.
Ein besonderer Vorteil der neuen Vorrichtung besteht auch darin, daß die Leistung pro Volumen
"> erheblich höher ist und daß infolge der kleineren Apparate-Oberfläche weniger Wärmeverluste auftreten.
Die Reinigung ist auf Grund des leicht demontierbaren Deckels äußerst einfach und wenig zeitraubend. Die
Abflußleitung ist außerdem so ausgebildet, daß sie als
in Diffuser wirkt und ein Teil der .Strömungsenergie
zurückgewonnen wird. Der Druckverlust ist deshalb bis zu 40% geringer als bei bekannten Vorrichtungen und
erlaubt es, wenn nötig, mehrere der hier beschriebenen Apparate hintereinander zu schalten.
π Die beschriebene Vorrichtung ist zur Trocknung von
verschiedensten Chemikalien. Nahrungsmitteln, Kunststoffen und Granulaten jeglicher Art geeignet. Sie läßt
sich auch vorteilhaft lediglich zur Nachtrocknung einsetzen, wobei schwere Teilchen, die infolge ihrer
.•ο größeren Masse pro Oberfläche längere BehancJIungv
zeiten erfordern, auch langer in der Wirbelkammer zurückbehalten werden als kleinere Teilchen. Außerdem
haben Versuche gezeigt, daß bei gewissen Produkten sogar eine Vergleich mäßigkeil der Teilchen
-'■'■ größe auftritt.
Es hat sich ferner gezeigt, daß diese Vorrichtung auch
analoge Vorteile aufweist, wo nur gekühlt werden soll, oder wo im Austausch zwischen gasförmigen und festen
Phasen Reaktionen durchgeführt werden.
in Bei einer Kühlung z. B. von Granulaten in kaltem
Trägergas verbleiben die größeren Granulat-Teilchen während längerer Zeit in ihrer wirbelnden Kreisbahn,
da sie eine größere Massenträgheit besitzen. Die kleineren Teilchen, die auch schneller abgekühlt sind.
i'i werden zu einem früheren Zeitpunkt vom Sog der
Wiibelsenke erfaßt, da sie ihre Bewegungsenergie verlieren. In dieser Weise ergeben sich vorteilhafte
Verhältnisse für die Verweilzeit in der Vorrichtung, indem die Teilchen, die eine längere Behandlung
■in benötigen, auch tatsächlich lange in der Wirbelkammer
verbleiben.
1 licrzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zur kontinuierlichen Behandlung, z. B. durch Trocknung oder Kühlung, von staub-,
pulver- oder granulatförmigen Material mittels Wärmetausch mit einem Gasstrom, der gleichzeitig
Gutträger ist, mit rotationssymmetrischer Kammer mit lotrechter Achse, tangentialem Einlaß und
zentralem nach unten gerichtetem Auslaß für den Gasgutstrom, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bildung eines rotierenden Teilchenringes aus dem Tragstrom in einer den Gasstrom an der
Kammerwand umgebenden Ringströmung, der die innen kreisenden Teilchen durch die von außen
zuströmenden Teilchen wieder in den abgehenden Trägerstrom verdrängt die Kammer (1) flachzylindrisch
ausgebildet ist, einen zur Mitte ansteigenden Boden (3) besitzt und daß der obere Rand des in die
Kammer ragenden und als Fallschacht ausgebildeten Auslasses eine nach oben gerichtete Wölbung
aufweist, die im Bereich der Mündung des Einlasses (7) eine Abschirmung (9) gegen den Tragstrom
bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Auslaß (6) unterhalb der
Kammer (1) eine tangentiale Abschlußleitung (8) angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der geneigte Boden (3)
als auswechselbarer Einsatz ausgebildet ist.
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