DE2157208B2 - Tragbarer Mikrofilmbetrachter - Google Patents
Tragbarer MikrofilmbetrachterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen tragbaren Mikrofilmbetrachter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Einen solchen Mikrofilmbetrachter zeigt die US-PS 19 517, bei der eine recht aufwendige Beleuchtungseinrichtung
vorgesehen ist, die außer der üblichen Lampe zwei Spiegel und zwei Linsen umfaßt. Auch die
Projektionseinrichtung ist für einen tragbaren Mikrofilmbetrachter recht aufwendig. Sie weist allein drei
Spiegel und zwei Linsen bzw. Objektive auf. Ferner sind keine Strahlengangüberschneidungen vorgesehen, wodurch
zwangsläufig, wenn eine bestimmte Baugröße nicht überschritten werden soll, eine geringe Vergrößerung
zu erwarten ist. Dieser Nachteil ist nur durch Verwendung zusätzlicher Linsen auszugleichen, wodurch
das Gerät aber aufwendiger und teurer wird. Der vorgesehene schwenkbare Umlenkspiegel ist in der
Betriebsstellung nicht fixiert. Er schwenkt durch sein Eigengewicht aus. Um das Ausschwenken in die
Betriebsstellung zu erleichtern, sind an der Unterseite des Spiegels Rollen angeordnet, die sich auf dem Boden
des ausschwenkbaren unteren Gehäuseteiles bewegen.
Trotz dieser Räder besteht aber die Gefahr, daß der Spiegel im Laufe der Zeit infolge sich einstellender
Schwergängigkeit der Räder als auch der drehbaren Aufhängung selbst oder durch Ansammlung von
Staubteilchen oder durch Korrosionserscheinungen auf dem Boden des nach unten ausschwenkbaren Gehäuseteiles
nicht vollständig in die vorgesehene Stellung schwenkt. Hierdurch kann sich eine Dejustierung des
Strahlenganges und eine Funktionsunfähigkeit des Mikrofilmbetrachters ergeben. Wenn die Räder am
Spiegel beim Einfahren des ausschwenkbaren Gehäuseteiles nicht leichtgängig genug aufgrund irgendwelcher
Hindernisse auf dem Boden dieses Teiles rollen können, besteht überdies die Gefahr, daß der Spiegel selbst
beschädigt oder zerstört oder seine Aufhängung
J5 verbogen wird. Zur Fixierung der Ruhe- und Betriebsstellung sind federnd gehaltene Stifte vorgesehen, deren
Bedienung relativ umständlich ist. Die Stifte müssen erst umständlich am Ausschwenken des unteren Gehäuseteiles
beidseitig eingedrückt werden. Wegen des relativ großen Hebelarmes, gebildet durch den zwischen dem
Stift und dem von dem Schwerpunkt des unteren Gehäuseteiles gegenüberliegenden Ende gebildeten
Teil des Gehäuses, besteht die Gefahr, daß das Gerät unbeabsichtigt zusammenklappt, insbesondere bei un-
3) beabsichtigt ausgeübtem Druck von oben. Darüber
hinaus besteht durch eine solche Druckausübung und durch die Handhabung im Laufe der Zeit die Gefahr,
daß die untere Seite der Seitenwand des oberen Gehäusete:les, die auf den Stiften in der Betriebsstellung
4(i lagert, deformiert wird, wodurch sich zwangsläufig eine
Dejustierung und Unbrauchbarkeit des Gerätes ergibt. Als nachteilig muß auch angesehen werden, daß der
ausschwenkbare untere Gehäuseteil unbegrenzt nach unten herausschwenken kann, wodurch auch dem
drehbar gelagerten Umlenkspiegel die Möglichkeit gegeben ist, voll nach unten durchzuschwingen.
Hierdurch besteht eine weitere Gefahr der Beschädigung oder Zerstörung des Spiegels. Der Umlenkspiegel
bleibt in der senkrechten Richtung auch in der Betriebsstellung schwenkbar; hierdurch besteht die
Gefahr, daß der Umlenkspiegel aufgrund von Erschütterungen Auslenkungen erfährt, wodurch die Bildbetrachtung,
beispielsweise im fahrenden Auto, beeinträchtigt werden kann.
Durch die US-PS 34 98 707 ist ein tragbarer Mikrofilmbetrachter bekanntgeworden, dessen optische
Teile im wesentlichen aus einem Objektiv und einem in Betriebsstellung schwenkbaren Spiegel bestehen, der
das projizierte Bild auf einen ausgeschwenkten Betrachtungsschirm umlenkt. Dieses bekannte Gerät
weist Nachteile auf. Da nur eine Umlenkung des Lichtstrahles vorgesehen ist, ist die Vergrößerung
gering. Der Umlenkspiegel ist mit Hilfe eines Scharnieres am ausklappbaren Teil befestigt. Beim Hochklappen
des Betrachtungsschirmes schwenkt der Spiegel unter seinem eigenen Gewicht in die Betriebsstellung.
Weitere Mittel, bis auf einen Anschlag, sind nicht vorgesehen, um die Betriebsstellung eindeutig zu
fixieren, so daß bereits durch während des Betriebes sich einstellende Schwergängigkeit des Scharnieres oder
durch Schmutzablagerungen auf dem Anschlag die Gefahr einer Dejustierung und damit der Funktionsfähigkeil
des Mikrofilmbetrachters besteht. Beim Einfahren des Schirmes besteht die Gefahr, daß das untere
Ende des Spiegels infolge erhöhter Reibung, hervorgerufen beispielsweise durch Staubpartikel oder Korrosionserscheinungen,
nicht mit der notwendigen Leichtigkeit in die Ruhestellung gelangt. Hierdurch entsteht \u
wiederum die Gefahr, daß der Spiegel beschädigt oder zerstört wird oder die Scharniere verbogen werden,
wodurch das Gerät unbrauchbar werden könnte. Da der Spiegel in seiner Arbeitsstellung lediglich locker in den
Scharnieren hängt, besteht die Gefahr, daß bei ii Erschütterungen keine einwandfreie Betrachtung des
Bildes möglich ist, wodurch der Einsatz des Gerätes stark eingeschränkt wird.
Die US-PS 35 21 949 zeigt einen Mikrofilmbetrachter ohne schwenkbare Teile. Dieser Betrachter ist insofern >o
bereits relativ aufwendig, als zur Erzielung der beabsichtigten Vergrößerung drei Spiegel erforderlich
sind. Da es bei den im vorliegenden Zusammenhang zu betrachtenden tragbaren Mikrofilmbetrachtern auf
deren Kompaktheit und Handlichkeit ankommt, ist 2r> dieses bekannte Gerät nachteilig. Um nämlich eine
Vergrößerung zu erreichen, die mit der Vergrößerung vergleichbar ist, die mit Geräten erzielt wird, die
ausklappbare Spiegel aufweisen, ist eine relativ große, viel Raum einnehmende Konstruktion notwendig. Als jo
leicht transportables Handgerät ist dieser Mikrofilmbetrachter daher weniger geeignet.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Mikrofilmbetrachter mit dem im
Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebenen Aufbau so » zu gestalten, daß mit relativ geringem optischen
Aufwand eine starke Vergrößerung erreichbar ist und der schwenkbare Umlenkspiegel sicherer in die
Betriebsstellung und die Ruhestellung bewegbar ist und die Gefahr von Beschädigungen des Spiegels verringert
ist.
Diese Aufgabe wird durch die Maßnahmen nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs I gelöst.
Der erfindungsgemäße tragbare Mikrofilmbetrachter weist gegenüber den bekannten Mikrofilmbetrachtern ti
wesentliche Vorteile auf. Durch die bezüglich des ausschwenkbaren Gehäuseteiles lagefeste Anordnung
auf diesem Gehäuseteil wird die Zahl der Drehlager auf ein einziges verringert und die Gefahr der Dejustierung
des Umlenkspiegels sozusagen durch Störungen an V)
seinen eigenen Lagerstellungen beseitigt. Durch den zweiten zusätzlich vorgesehenen Spiegel wird der Weg
der divergierenden Strahlen derart verlängert, daß eine starke Vergrößerung erreicht wird. Durch das Vorsehen
der Verriegelungselemente ist eine eindeutige Fixierung « der Schwenkendlage und Justierung des Umlenkspiegels
gewährleistet. Die Gefahr einer Dejustierung ist in der Betriebsstellung auch infolge Erschütterungen
praktisch vollständig ausgeschlossen, weil insbesondere in der Betriebssteliung keine frei bewegbaren, die fco
Justierung beeinflußenden Teile mehr vorhanden sind. Für den erfindungsgemäßen Mikrofilmbetrachter sind
damit eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten gegeben. Beim erfindingsgemäßen Mikrofilmbetrachter wird
sowohl ein nach unten ausschwenkbarer Teil als auch ein sich schneidender Strahlengang gewählt, wodurch
ein äußerst kompaktes und handliches Gerät entsteht.
Zur Unterdrückung von Streulicht ist die vorteilhafte Weiterbildung gemäß Anspruch 2 vorgesehen. Die
verwendete Blende trennt die Spiegelanordnung von der Beleuchtungseinrichtung und der Projektionseinrichtung
und läßt lediglich den Projektionsstrahl durch.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 3 gekennzeichnet; hierdurch wird
sicher ein unbeabsichtigtes vollständiges Herausschwenken des ein- und ausklappharen unteren
Gehäuseteües vermieden.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung
ist im Anspruch 4 gekennzeichnet. Durch diese Ausbildung wird unter dem Spiegel zusätzlicher Raum
geschaffen, der anderen Zwecken dienen kann und beispielsweise das elektrische Kabel aufnehmen kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Anspruch 5 gekennzeichnet, durch die
erreicht wird, daß die Verriegelungselemente beim Ausklappen des Bodenteiles selbsttätig einrasten.
Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele und Teile dieser dargestellt sind,
näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Mikrofilmbetrachters,
F i g. 2 eine vergrößerte Draufsicht auf einen Teil des Mikrofilmbetrachters nach Fig. 1,
F i g. 3 einen vergrößerten Längsschnitt durch den Mikrofilmbetrachter nach F i g. 1 entlang der Linie 3-3,
Fig.4 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mikrofilmbetrachters,
F i g. 5 eine vergrößerte Draufsicht auf einen Teil des Betrachters nach F i g. 4,
Fig.6 einen vergrößerten, vertikalen Längsschnitt
durch den Betrachter nach Fig.4 entlang der Linie
16-16 und
Fig. 7 einen Teilschnitt ähnlich dem nach Fig. 6,
wobei die Geräteabstützung in der eingezogenen Stellung gezeigt ist.
Es soll zunächst auf die F i g. 1 bis 3 Bezug genommen werden, die einen Mikrofilmbetrachter 20 mit einem
Gehäuse 22 zeigen, das Seitenwände 30, 32, 32a, 32b aufweist, die eine längliche Kammer 28 bilden. Das
Gehäuse 22 besteht aus zwei abgerundeten Gehäusehälften 34 und 36, die über ein umlaufendes Profil 38
miteinander verbunden sind, das eine umlaufende Innenrippe 39 aufweist.
Der größte Teil der Oberseite 24 des Gehäuses 22 wird von einem Betrachtungsschirm 25 eingenommen,
der aus einer oberen transparenten Platte 25a und einer darunterliegenden kleineren Bildwiedergabe- und Betrachtungsplatte
25b besteht, die an einer nach innen weisenden Kante 24a der Oberseite 24 anliegen und in
dieser Lage mit Hilfe eines Bauteiles 25c gehalten werden, welcher mittels Schrauben 25c/ angezogen ist,
die in unter der Oberseite 24 angebrachten Zapfen 25e eingeschraubt sind.
In der Kammer 28 befindet sich ein erster Spiegel 40, der geneigt zur Unterseite 26 der Kammer angeordnet
ist und von einer abgewinkelten Befestigungsplatte 42 gehalten wird, die an der Innenrippe 39 befestigt ist. Die
untere Kante des Spiegels 40 ist nahe der Verbindungsstelle zwischen der Unterseite 26 und der Gehäusewand
32a angeordnet.
Die obere Kante des Spiegels 40 befindet sich außerhalb der Begrenzung der Betrachtungsplatte 25£>.
An der Seitenwand 32i> des Gehäuses 22 ist eine
Trägerplatte 44 fest angeordnet. Sie dient zur Aufnahme einer Beleuchtungseinrichtung 50 und einer Linsenan-
Ordnung 54.
Eine U-förmige Kassette 52 mit einem Stegteil zur Führung eines Mikrofilmes ist zwischen der Beleuchtungseinrichtung
50 und der Linsenanordnung 54 angeordnet. Unter der Trägerplatte 44 befinden sich
Antriebsmittel für den Transport des Films innerhalb der Kassette, ein Kassettenauswurfmittel und eine
Vorrichtung zum Justieren der Linsenanordnung 54. Oberhalb der Trägerplatte 44 befindet sich eine
Abdeckklappe 56, die schwenkbar an einem Finde bei 58 angebracht ist.
Die Beleuchtungseinrichtung 50, der Mikrofilm in der Kassette 52 und die Linsenanordnung 54 sind zueinander
so ausgerichtet, daß ein vergrößertes Bild der jeweiligen Mikrofotografie auf dem ersten Spiegel 40
abgebildet wird, und zwar in der in der Fig. 3 durch Projektionspfeile dargestellten Weise.
Die Unterseite 26 des Gehäuses weist ein ein- und
ausschwenkbares Gehäuseteil 62 auf mit einer verlängerten Gcräteabstützung 64. welche drehbar an einem
Ende mittels Bolzen 66 gelagert ist.
Wenn das Gehäuseteil 62 ausgeschwenkt ist, wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt ist, befindet sich der
Betrachtungsschirm 25 in einer geneigten Stellung zur bequemen Bildwiedergabe. Das Fnde der f Jcräteabstüizung
64 weist Vcrriegelungselcmcntc in Form einer Sperrklinke 68 und eines Drchbolzens 70 mit einer
Handhabe 72 auf, die in entsprechende Verriegclungselemcntc 26a und 266 an der Unterseite 26 im
eingefahrenen Zustand der Gcräteabstützung 64 eingreifen.
Die Gcräteabstüizung 64 weist ferner zwei Vcrricgclungselemente
74 auf, die im Abstand in Sprcizslcllung vor dem Spiegel 40 angeordnet sind, wenn die
Geräteabstützung 64 eingezogen ist, wobei die Vcrricgelungselemente
so lang sind, daß sie die Gcräteabstüizung 64 mittels einer Abwinklung 74a unter einem
bestimmten Winkel einstellen. Die Gcräteabslützung 64 weist auf ihrer Innenseite einen zweiten Umlenkspiegel
76 auf, der so groß ist, daß er das gesamte, vom ersten Spiegel 40 reflektierte Bild empfängt und das vergrößerte
Spiegelbild auf den ßetrachtungsschirm 25 projiziert.
An der Gelenkabstützung 64 sind den Umlenkspiegel 76 umgebende Lichtblenden 78 und 80 angebracht. Die
Größe dieser Lichtblenden ist so gewählt, daß sie, wie in F i g. 3 gezeigt ist, in die Kammer 28 einfahrbar sind und
sich ausgeschwenkt wenigstens bis zur Unterseite 26 erstrecken, um das Eintreten von Streulicht in die
Kammer 28 zu verhindern. Eine weitere Lichtblendc 82 mit einer öffnung 84 für den Projektionsstrahl befindet
sich in der Kammer 28 vor der Trägerplatte 44 zwischen der Bclcuchiungs- und Projektionseinrichtung 50, 52
und den Spiegeln 40, 76 und hält Streulicht von den Spiegeln fern. Der Mikrofilmbetrachier 20 ist mit
drehbaren Einstellknöpfen 86 und 88 versehen, wie die F i g. 2 zeigt, zum Einstellen der Bildschärfe und zum
Transport des Filmstreifens in der Kassette 52.
Nachfolgend soll anhand der F i g. 4 bis 7 eine andere Ausführungsform eines Mikrofilmbetrachters 210 beschrieben
werden, die weitere Verbesserungen insbesondere für die Wärmeableitung der von der Beleuchtungseinrichtung
erzeugten Wärme und für eine bequemere Lagerung des Slromversorgungskabels des
Mikrofilmbctrachlers zeigt.
Der Betrachter 210, der in der I i μ. 4 in der Gebrauchssicllung ge/eigt isi, weist ein oberes und
unteres Gehäuseteil 2)2 und 214 und einen Trag- und Verbindungsrahmen 216 auf. Das obere Teil 212 weist
einen Betrachtungsschirm 218 und ein Kassettenfach 220 mit einer schwenkbar angebrachten Abdeckklappe
222 auf. Für die Bedienung und den Betrieb des Betrachters sind ein Kipphebelschaltcr 224 und ein
Kassettenauswurfhebel 226 vorgesehen sowie ein Fokuscinstellhcbel 228 und vier Druckschalter 230,7 bis
23Odzum Einstellen der Richtung und Geschwindigkeit des motorisierten Filmtransportsystems.
Um das Bild auf den Schirm 218 zu projizieren, sind eine Gchäuseabstützung und ein schwenkbarer Gehäuseteil
234 vorgesehen, die ein- und ausklappbar im Gehäuse 212, 214 angeordnet sind. Ein Griff 236 dient
zum Tragen des Betrachters.
Die Fig. 5 zeigt eine Kassette 238, die in genauer
optischer Ausrichtung mit der im Gehäuse 246 angeordneten Beleuchtungseinrichtung und den Spiegeln
und dem Betrachtungsschirm ausgerichtet ist, wozu Führungszapfen 240 vorgesehen sind.
Die in der F' i g. b besser zu sehende Beleuchtungseinrichtung
weist eine Projektionslampe 250 auf, die Licht durch das Linsensystem 252, durch die Kassettenöffnung
248 und das Linsensystem 254 wirft. Das Linsensystem 254 projiziert das Bild in eine Kammer
256 und auf einen Spiegel 258, der am Rahmen 216 angebracht ist. Das projizierte Bild wird dann auf einen
größeren zweiten Umlenkspiegel 260 geworfen, welcher auf dem schwenkbaren Gehäuseteil 234 angeordnet
ist. Wenn sich das Gehäuseteil 234 in seiner unteren ausgeklapptcn Stellung befindet, wie in den F i g. 4 und 6
gezeigt ist, wirft der Umlenkspiegel 260 das auf ihn reflektierte Bild nach oben und auf die Rückseite des
Betrachtungsschirmes 218. Die Kammer 256 ist lichtdicht ausgebildet, so daß ein Bild mit hohem
Kontrast auf dem Schirm 218 wiedergegeben wird. Der Schirm 218 enthält zwei Teile, wobei das erste Teil eine
Mattglasplaltc 262 ist, welche fest am oberen Gehäuseteil 212 befestigt ist. Das zweite Teil ist ein
Dunkelschirm 264, der an dem oberen Gehäuse lösbar befestigt werden kann mittels einer umgebogenen
Kante 266 am Finde des Betrachtungsschirmes und einer Abwinklung 268, die am anderen Ende des Dunkelschirmes
anliegt. Die Abwinklung ist zum Entfernen des Schirmes 264 mit einer Ausnehmung 270 versehen.
Dadurch ist es dem Bcdicner gestattet, den Schirm 264 gegen das Ende des Gehäuses zu drücken und dann nach
oben zu schwenken, um ihn aus seiner Stellung, in der er über dem Mattglas liegt, zu entfernen. Die Schirme sind
zur Anpassung an beliebige Lichlverhältnisse austauschbar.
Die Gehäuscabslützung 234 weist im wesentlichen dreickig geformte Seitcnverklcidungcn 272, ein rechtwinklig
geformtes schwenkbar befestigtes Verriegelungselement 274 in Form einer Platte und ein ein- und
ausklappbares Gehäuseteil 276 auf. Das Gehäuseteil 276 ist mit einer Vertiefung 278 versehen, in der eine
Aufnahme 280 für ein Stromversorgungskabel angeordnet ist. Am Ende des Gchäuscteiles 276 befindet sieh
eine Schwenkachse 282, um die die Gcräteabstützung 234 schwenkbar gelagert ist. Hin gewinkelt r Rahmen
284 ist auf der Innenseite des Gchäuseteiies 276 zur
Aufnahme des Umlcnkspiegels 260 angebracht. 13er
Rahmen 284 ist derart gestaltet, daß sein Winkclraum die Vertiefung 278 aufnimmt und ein Überstand des
Spiegels 260 möglich ist.
Wenn sich die Geräteabstützung 234 in ihrer ausgeklapptcn Stellung befindet, ist das obere Ende des
Vcrriegelungselemenles 274, das um einen drehbaren
Befestigungsbolzen 286 mittels einer Spiralfeder 290 schwenkbar ist, mit einem Verriegelungsteil 288
verriegelt. Die oberen Kanten der Seitenwände 272 weisen nach außen umgebogene Flansche auf, die an am
unteren Gehäuseteil 214 ausgebildeten Abwinklungen 292 anliegen, wodurch das vollständige Ausschwenken
der Geräteabstützung 234 aus der Kammer 256 verhindert wird. Dadurch sind der Umlenkspiegel und
die Geräteabstützung in der ausgeklappten Stellung fixiert. Hierdurch ist eine genaue Justierung des
Umlenkspiegels 260 gewährleistet.
Um die Geräteabstützung 234 einzuklappen, wird von außen auf das obere Ende des Vernegelungselementes
274 gedrückt oder, siehe F i g. 6, nach innen im Uhrzeigersinn um den Drehbolzen 286 geschwenkt zum
Entriegeln. Die F i g. 7 zeigt, daß das Gehäuseteil 276 in der eingeklappten Stellung mit dem Boden des unteren
Gehäuseteiles 214 bündig abschließt. Um die Geräteabstützung in der eingeklappten Stellung zu verriegeln, ist
eine Federverriegelung 294, 2% vorgesehen, wodurch ein ungewolltes Ausklappen verhindert wird.
Wenn die Geräteabstützung eingeklappt ist, werden die Seitenwände 272 von einer Blattfeder 298
beaufschlagt, die die Geräteabstützung 234 in einer festen, erschütterungsfreien Stellung gegen die Federverriegelung
294 vorspannt. Wenn die Stütze ausgeklappt werden soll, wird die Federverriegelung 294
gelöst. Die Blattfeder 298 drückt dann die Geräteabstützung 234 nach außen. Um die Geräteabstützung 234 voll
auszuklappen und zu verriegeln, wird das Gehäuseteil so weit ausgeschwenkt, daß die Spiralfeder 290 das obere
Ende der Verriegelungsplatte 274 mit dem Verriegelungselement in Eingriff bringt.
Um das Bild auf dem Betrachtungsschirm 218 zu fokussieren, ist das Linsensystem 254, siehe Fig.6,
entlang der optischen Achse bewegbar, und zwar durch Betätigung des Hebels 228, vergleiche F i g. 4 und 5. Der
F i g. 5 ist ferner zu entnehmen, daß das Lampengehäuse 246 seitlich teilweise durch die Kassette 238 umgeben
wird. Das Lampengehäuse 246 ist mit mehreren Luftschlitzen 314 zum Ableiten der von der Lampe 250
erzeugten Wärme versehen. Die Fig.4 und 6 zeigen,
daß auch die Kassetenkammerabdeckung 222 mit mehreren Luftschlitzen 316 versehen ist, die mit den
Luftschlitzen 314 ausgerichtet sind, so daß eine gute Ableitung der Wärme durch Konvektion gestattet ist.
Der Projektionsraum 256 im Mikrofilmbetrachter ist sowohl gegen Streulicht von außen als auch von der
Beleuchtungseinrichtung abgeschirmt. Die Abschirmung wird durch die Verkleidung 272 der Geräteabstützung
234 erreicht sowie durch die Kammerwand 243 den Überstand des Spiegels 260 und die Rückwand de;
Spiegelträgers 284, die als Lichtfalle wirken. Dadurch wird ein hoher Kon ast des wiedergegebenen Bildes
gesichert. Der Dunkelschirm 264 kann in Abhängigkeii von den Lichtverhältnissen eingesetzt werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Tragbarer Mikrofilmbetrachter, in dem in einem Gehäuse ein mittels mehrerer Spiegel mehrfach
umgelenkter Strahlengang zwischen einer verstellbaren Projektionseinrichtung und einem Betrachtungsschirm
vorgesehen ist und der einen schwenkbaren Umlenkspiegel und ein mit Seitenwänden
versehenes in das Gerätegehäuse ein- und ausklappbares, die Geräteabstützung bildendes Gehäuseteil
aufweist, bei dessen Herausklappen der Umlenkspiegel in eine die Projektionsstrahlen auf den
Betrachtungsschirm umlenkende Position geschwenkt und der Betrachtungsschirm zugleich in
eine Schrägstellung zum leichteren Betrachten des vergrößerten Mikrofilmbildes gebracht wird, d a durch
gekennzeichnet, daß der schwenkbare Umlenkspiegel (76, 260) fest mit dem ein- und
ausschwenkbaren Gehäuseteil (62, 234) verbunden ist, daß nur ein weiterer fest angeordneter Spiegel
(40,258) vorgesehen ist und daß das Gehäuseteil (62, 234) an dem der Schwenkachse (66,282) gegenüberliegenden,
die Geräieabstützung bildenden Ende Verriegelungselemente (266, 74, 68, 72; 288, 274)
aufweist, mit denen das Gehäuseteil (62, 234) in der ausgeschwenkten Stellung verriegelbar ist.
2. Mikrofilmbetrachter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelanordnung (40, 76)
durch eine mit einer Öffnung (84) für den Projektionsstrahl versehene Blende (82) von der
Beleuchtungs- und Projektionseinrichtung (50 und 54) getrennt ist.
3. Mikrofilmbetrachter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das ausschwenkbare
Gehäuseteil (62, 234) an der oberen Kante der Seitenwände (78) mit nach außen weisenden
Flanschen (292) versehen ist und die Seitenwände des Gerätegehäuses (22) im Bereich der unteren
Kante nach innen weisende, Anschläge für die Flansche (292) bildende Flansche aufweist.
4. Mikrofilmbetrachter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlenkspiegel (260) geneigt zur Ebene des
ausschwenkbaren Gehäuseteiles (234) angeordnet ist.
5. Mikrofilmbetrachter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am
der Schwenkachse (282) gegenüberliegenden Ende des ausschwenkbaren Gehäuseteiles (234) eine
Spiralfeder (290) angebracht ist, deren einer Arm am Verriegelungselement (274) anliegt und dieses in die
Verriegelungsstellung drückt.
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Family Applications After (1)
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