DE2160155B2 - - Google Patents
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Description
30
Bauteile von Maschinen od. dgl., die im Betrieb hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind, werden bis jetzt aus
teuren nickelhaltigen Legierungen hergestellt, so daß auch die Bauteile selbst sehr teuer werden. In der Praxis
ist jedoch gewöhnlich nur ein bestimmter Abschnitt eines solchen Bauteils hohen Belastungen, z. B. Drehmomenten,
ausgesetzt, welche die Vervendung von hochwertigen Legierungen erforderlich machen, doch
es hat sich bis jetzt als unumgänglich erwiesen, die Bauteile als Ganzes aus solchen Legierungen herzustellen,
so daß sich übermäßig hohe Kosten nicht nur aus der Verwendung der hochwertigen Legierungen ergeben,
sondern auch aus der Notwendigkeit, kostspielige Schmiedearbeiten durchzuführen.
Für einen speziellen Verwendungszweck ist bereits ein aus zwei zylindrischen Teilen zusammengesetztes
Lager bekanntgeworden, das jedoch wegen der zylindrischen Verbindungsfläche der beiden Teile, aus
denen es zusammengesetzt ist, nur radiale Kräfte aufzunehmen vermag. so
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, hochbelastbare, aus zwei gesinterten Teilen zusammengesetzte
Bauteile zu schaffen, die beim Herstellungsvorgang derartig fest miteinander verbunden werden, daß
sie Kräften unterschieülichster Art und Richtung ausgesetzt werden können, wie es z. B. bei Kegelzahnrädern
und lnnenlaufringen für Kegelrollenlager der Fall ist, bei denen die arbeitenden, hohen und konzentrischen
Beanspruchungen ausgesetzten Abschnitte sowohl Drehmomente als auch andere Beanspruchungen
aufnehmen müssen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein erstes ringförmiges tragendes Teil aus billigem gesintertem
Metallpulver und ein zweites ringförmiges hochbelastbares Teil aus gesintertem Legierungspulver gelöst, die
beide korrespondierende kegelstumpfförmige Berührungsflächen aufweisen, zwischen denen eine Verankerung
durch Teilchenverzahnung besteht.
Ein zur Herstellung eines derartigen Bauteil=, geeignetes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Teilchenverzahnung zwischen den Teilen durch einen Verformungsvorgang, insbesondere durch
Schmieden, herbeigeführt wird.
Gemäß der Erfindung werden die beiden Teile eines
solchen hochbelastbaren zusammengesetzten Bauteils getrennt hergestellt und anschließend durch einen
Preßvorgang untrennbar miteinander verbunden. Auf Grund der im wesentlichen kegelstumpfförmigen
gemeinsamen Berührungsflächen der beiden Bauteile wird beim PreBvorgang wegen der Keilwirkung der
spitz zulaufenden Oberflächen eine Querkraft hervorgerufen, die das eine Teil in der Preßform fest mit dem
anderen verzahnt.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand schematisclner
Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in einem senkrechten axialen Schnitt die Hohlform einer Pulverpresse, wobei die verschiedenen
Teile der Preßform am Beginn des Preßvorgangs dargestellt sind, der dazu dient, den äußeren hochbelastbaren
arbeitenden Abschnitt eines in F i g. 6 dargestellten Kegelritzels herzustellen,
Fi .2 in einer Fig. 1 ähnelnden Darstellung die Stellung der verschiedenen Teile nach Fi g. 1 am Ende
des Preßvorgangs,
F i g. 3 in einem axialen Schnitt die Hohlform einer Pulverpresse, wobei die Teile in ihrer Stellung am
Beginn des Preßvorgangs dargestellt sind, der dazu dient, den inneren tragenden Nabenabschnitt des
Kegelritzels nach F i g. 6 herzustellen,
Fig.4 in einer Fig.3 ähnelnden Zeichnung die
Stellung der Teile nach F i g. 3 am Ende des Preßvorgangs,
Fig. 5 in einem senkrechten axialen Schnitt das innere und das äußere Bauteil für das Kegelritzel nach
Fig.6 am Beginn des Arbeitsschritts zum Vereinigen der beiden Bauteile,
Fig.6 in einem senkrechten axialen Schnitt das zusammengesetzte, hochbelastbare Kegelritzel, das in
der in F i g. 1 bis 5 veranschaulichten Weise hergestellt wird, wobei die gestrichelten Linien den Fußkreis der
Zähne des Ritzels andeuten,
Fig. 7 in einem senkrechten axialen Schnitt die Hohlform einer Pulverpresse, wobei die Herstellung des
inneren Bestandteils eines in Fig. 10 gezeigten hochbelastbaren Innenlaufringes veranschaulicht ist, der
bei einem in Fig. 12 dargestellten Hochleistungs-Ke· gelrollenlager verwendet wird,
Fig.8 in einem senkrechten axialen Schnitt der Hohlraum einer Pulverpresse zum Herstellen de;
äußeren hochbelastbaren Bestandteils des zusammen gesetzten Innenlaufringes für das Kegelrollenlager nacl·
Fig. 12.
Fig.9 in einem senkrechten axialen Schnitt der
zusammengesetzten Hochleistungs-lnnenlaufring nacl Fig. 10, der sich aus dem inneren Bestandteil nacl
Fig. 7 und dem äußeren Bestandteil nach Fig. ί zusammensetzt, vor der maschinellen Bearbeitung de
ring- bzw. kanalförmigen Lauffläche für die konischci Lagerrollen.
Fig. 10 in einer Fig. 9 ähnelnden Darstellung dei
Innenlaufring vor der maschinellen Bearbeitung mi gestrichelten Linien und nach der Bearbeitung ii
Vollinien,
Fig. 11 in einem senkrechten axialen Schnitt dei
zusammengesetzten äußeren Laufring, bei dem der jiinere Abschnitt aus einer hochwertigen Legierung
besteht, während der äußere Abschnitt aus einem billigeren Metallpulver erzeugt ist,
Fig. 12 in einem senkrechten axialen Schnitt ein Kegelrollenlager, bei dem der innert und der äußere
Laufring nach einem der in Fig.7 bis 11 veranschaulichten
Verfahren hergestellt worden sind.
In F i g. 1 bis 6 ist die Anwendung der Erfindung beim Herstellen eines zusammengesetzten Hochleistungs-Kegelritzels
dargestellt, das in F i g. 6 insgesamt mit 20 bezeichnet ist und einen inneren Bestandteil 22 aus
einem billigen gesinterten Metallpulver, z. B. gesintertem Eisenpulver, und einen mit Zähnen versehenen
äußeren Bestandteil 24 aus einer hochwertigen gesinterten pulverförmigen Metallegierung umfaßt, welch
letzterer in der aus F i g. 5 ersichtlichen Weise mit dem inneren Bestandteil durch einen Schrr.^edevorgang
vereinigt worden ist. Der mit Zähnen versehene äußere Bestandteil 24 wird hergestellt, indem man gemäß
Fig. 1 und 2 eine ausreichende Menge 26 eines Pulvers
aus eine; hochwertigen Metallegierung in einem allgemein kegelstumpfförmigen Hohlraum 28 einer
Preßmatrize 30 verdichtet, die eine zylindrische obere Bohrung 32 und eine zylindrische untere Bohrung 34 2«;
umfaßt, welche durch eine kegelstumpfförmige Bohrung 36 verbunden sind.
Bei dieser hochwertigen Legierung kann es sich z. B. um eine modifizierte Norm S. A. E. 4600 handeln, die
normalerweise die folgende Zusammensetzung aufweist:
0 bis 0,25 % Mangan,
1,75 bis 2,00% Nickel,
0,35 bis 0,60 % Molybdän, 3S
Rest Eisen.
Die Legierung nach der Norm S. A. E. 4600, von der die vorstehende Legierung eine Abwandlung ist. hat die
folgende Zusammensetzung:
0,45 bis 0,65 %
1,65 bis 2,00%
0,20 bis 0,30 %
0.20 bis 0,35 %
Rest
1,65 bis 2,00%
0,20 bis 0,30 %
0.20 bis 0,35 %
Rest
Mangan,
Nickel,
Molybdän,
Silicium,
Eisen.
45
Der Siliciumanteil ist bei der abgewandelten Legierung
fortgelassen, da das Silicium die Lebensdauer der Matrize beeinträchtigt. Normalerweise wird das Silicium
der genannten genormten Legierung beigefügt, um das Fließvermögen der geschmolzenen Legierung beim
Gießen komplizierter Formen zu steigern.
Die Matrize 30 wird in eine Pulverpresse 38 bekannter Art eingebaut, die einen oberen äußeren
rohrförmigen Stempel 40, einen unteren rohrförmigen Stempel 42 und einen oberen inneren massiven Stempel
44 umfaßt. Der obere innere Stempel 44 umfaßt einen oberen zylindrischen Abschnitt 46 und einen unteren
zylindrischen Abschnitt 48, die durch einen kegelstumpfförmigen Abschnitt 50 verbunden sind; dieser Stempel
ist in der oberen Bohrung 52 des rohrförmigen Stempels 40 und der unteren Bohrung 54 des rohrförmigen
Stempels 42 gleitend geführt. Der zylindrische Abschnitt 48 von kleinerem Durchmesser dient als Nasenabschnitt,
wenn der innere obere Stempel 44 zusammen mit dem äußeren Stempel 40 nach oben bewegt worden
ist, damit die Hohlform 28 gefüllt werden kann, und damit gleichzeitig verhindert wird, daß ein Teil der
pulverförmigen Metallegierung der Füllmenge 28 in die im übrigen offene Bohrung 54 des rohrförmigen unteren
Stempels 42 fällt.
Vor dem Füllen der Hohlform 26 (Fi g. 1) wird der obere äußere rohrförmige Stempel 40 nach oben
zurückgezogen, um das obere Ende der Hohlform 26 zugänglich zu machen. Dann wird die Füllmenge 28 aus
der hochwertigen pulverisierten Metallegierung in die Hohlform eingebracht. Danach werden der äußere
obere Stempel 40 und der innere obere Stempel 44 in den zugehörigen Bohrungen 32 bzw. 52 und 54 aus der in
F i g. 1 gezeigten Stellung nach unten bewegt und in die aus F i g. 2 ersichtliche Stellung gebracht, während
gleichzeitig der untere rohrförmige Stempel 42 in der zugehörigen Bohrung 34 nach oben bewegt wird, um die
Füllung 28 aus der pulverisierten Metallegierung zwischen den einander zugewandten ringförmigen
Stirnflächen 56 nach F i g. 1 und 2 zu einem Preßkörper 60 zu verdichten, der die gleichen Abmessungen hat wie
die Hohlform 26, so daß die Füllung 28 am Ende der Hubbewegungen der Stempel 40, 42 sowie 44 die aus
Fig. 2 ersichtliche Form hat. Hierauf wird der Preßkörper 60 in einen Sinterofen bekannter Art
gebracht und in einer Schutzgasatmosphäre, z. B. Wasserstoff, auf bekannte Weise während der üblichen
Zeit und bei den gebräuchlichen Temperaturen gesintert, wie sie auf dem Gebiet der Pulvermetallurgie
angewendet werden. Nach dem Entnehmen des Werkstücks aus dem Sinterofen bildet es den äußeren,
hoch beanspruchbaren Bestandteil 22 des Kegelritzels 20nach Fig.6.
Der innere Bestandteil 22 des Kegelritzels 20 wird gemäß F i g. 3 und 4 auf ähnliche Weise hergestellt, d. h.,
eine Füllmenge 62 aus einem pulverisierten billigen Grundmetall, z. B. Eisenpulver, wird in die allgemein
kegelstumpfförmige Hohlform 64 einer Preßmatrize 66 eingebracht, die allgemein der Preßmatrize 30 nach
F i g. 1 und 2 ähnelt, d. h., die eine zylindrische obere Bohrung 68 und eine zylindrische untere Bohrung 70
aufweist, welche durch eine kegelstumpfförmige Bohrung 72 verbunden sind. In den beiden zylindrischen
Bohrungen 68 und 70 sind ein oberer rohrförmiger Stempel 74 bzw. ein unterer rohrförmiger Stempel 76
gleitend geführt. In den Bohrungen 78 und 80 der rohrförmigen Stempel 74 und 76 ist ein zylindrischer
stangenförmiger Kern 82 angeordnet, dessen zylindrische Bohrungen 68 und 70 sowie der kegelstumpfförmigen
Bohrung 72 die Hohlform 64 abgrenzt.
Zum Erstellen des inneren Bestandteils 22 wird der obere Stempel 74 nach oben zurückgezogen, um die
Hohlform 64 zugänglich zu machen. Dann wird die Hohlform mit einer Füllmenge 62 aus dem billigen
Metallpulver gefüllt, woraufhin der obere Stempel 74 n..ch unten und der untere Stempel 76 nach oben
bewegt wird, um die Metallpulverfüllung 62 zwischen den einander zugewandten ringförmigen Stirnflächen
86 und 88 zu einem Preßkörper 90 zu verdichten, wie es in Fig.4 gezeigt ist. Dann werden der rohrförmige
ob;re Stempel 74 und der untere rohrförmige Stempel 76 nach oben bewegt, um den Preßkörper 90 aus der
Hohlform 64 auszuwerfen. Nunmehr wird der Preßkörper 90 in der bezüglich des äußeren Bestandteils 24
beschriebenen Weise gesintert, um den inneren Bestandteil 22 bilden zu können. Der innere Bestandteil
aus dem beschriebenen Grundmetall wird gemäß Fig.5 im Verlauf eines Schmiedevorgangs in den
äußeren Bestandteil 24 aus der gesinterten hochwerti-
gen Legierung eingepreßt, so daß man ein zusammengesetztes Rohteil 92 erhält. Dieses Rohteil wird dann mit
Hilfe eines Schneidwerkzeugs oder durch Schleifen mit Kegelritzelzähnen 94 versehen, woraufhin das Rohteil
92 das fertige Kegelritzel 20 bildet, das eine axiale Bohrung 96 aufweist, die eine nicht dargestellte Welle
als Unterstützung für das Kegelrilzel aufnehmen kann.
In Fig. 7 bis 12 ist die Anwendung der Erfindung
beim Herstellen eines Hochleistiings-Kegeirollenlagers
dargestellt, das in Fig. 12 gezeigt und insgesamt mit 120 bezeichnet ist; dieses Kegelrollenlager umfaßt einen
zusammengesetzten, aus gesinterten Metallpulvern bestehenden inneren Laufring oder Konus 122
(Fig. 10) und einen zusammengesetzten, aus gesinterten Metallpulvern hergestellten äußeren Laufring bzw.
ein Becherteil 124 ( Fig. 11). Der innere Laufring oder Konus 122 nach Fig. 10 umfaßt einen inneren
Bestandteil 126 aus einem gesinterten billigen pulverisierten Grundmetall für geringe Beanspruchungen, z. B.
aus Eisenpulver, der durch einen Schmiedevorgang mit einem gesinterten äußeren Besnar.dteil 128 aus einer
pulverisierten hochwertigen Legierung vereinigt worden ist. Der äußere Laufring bzw. das Becherteil 124
nach F i g. 11 umfaßt einen äußeren Bestandteil 130 aus
einem gesinterten billigen Grundmetallpulver für geringe Beanspruchungen, ζ. Β aus pulverisiertem
Eisen, sowie einen inneren Bestandteil 132 aus einer gesinterten pulverisierten Legierung für hohe Bean
spruchungen. Der innere Bestandteil 126 des zusammengesetzten
inneren Lauf rings 122 hat eine axiale Bohrung 134 zum Aufnehmen einer nicht dargestellten
Welle, die mit Hilfe des Kegellrollenlagers 120 nach Fig. 12 gelagert werden soll, während der äußere
Bestandteil 130 des äußeren Laufrings 124 eine allgemein zylindrische Außenfläche 136 besitzt, so daß
er in eine zylindrische Bohrung oder Bohrungserweiterung in dem Gehäuse oder einer anderen nicht
dargestellten Konstruktion eingebaut werden kann, die das Lager 120 aufnehmen soll. Gemäß Fig. 10 sind
konische Lagerrollen 138 in dem Ringspalt zwischen dem äußeren Laufring 124 und dem inneren Laufring
122 angeordnet.
Um den inneren Bestandteil 126 des inneren Laufrings 122 herzustellen, wird eine Füllmenge aus
einem billigen pulverisierten Gnindmetall für geringe Beanspruchungen aus der beim Verdichten ein Preßkörper
140 entsteht (Fig.7), in eine allgemein kegelstumpfförmige
Hohlform 142 einer Preßmatrize 144 eingebracht, die eine zylindrische obere Bohrung 146.
eine zylindrische untere Bohrung 148 und eine diese
Bohrungen verbindende kegelsiiumpfförmige Bohrung 150 aufweist Die Matrize 144 wird in eine Pulverpresse
152 bekannter Art eingebaut, die einen oberen rohrförmigen Stempel 154 und einen unteren rohrförmigen
Stempel 156 umfaßt welche in den Bohrungen 146 und 148 der Matrize gleitend geführt und mit den nicht
dargestellten oberen und unteren Platten der Presse 152 verbunden sind. In den Bohrungen 158 und 160 des
oberen Stempels 154 und des unteren Stempels 156 ist ein ortsfester stangenförmiger Kern 162 angeordnet
dessen zylindrische Außenfläche 164 zusammen mit den Bohrungen 146,150 und 148, dem unteren Ende 166 des
oberen Stempels 154 und dem oberen Ende 168 des unteren Stempels 156 die Hohlform 142 abgrenzt Die
Füllmenge aus dem pulverförmigen Grundmetall wird dann dadurch zu einem Preßköiper 140 verdichtet daß
der obere Stempel 154 nach unten und der untere Stempel 156 nach oben bewegt werden, bis sie die
Enden ihrer Hubstrecken nach F i g. 7 erreichen. Der so hergestellte Preßkörper 140 wird dann in einen
Sinterofen bekannter Art gebracht, in dem er in einer Schutzgasatmosphäre, z. B. Wasserstoff, auf bekannte
Weise während einer bestimmten Zeit und unter Anwendung der üblichen Sintertemperaturen gesintert
wird. Nach dem Entnehmen des Werkstücks aus dem Sinterofen bildet das Werkstück den inneren Bestandteil
126 des in F i g. 9 gezeigten inneren Laufrings.
Der äußere Bestandteil 128 des inneren Laufrings 122
(Fig. 10) wird auf ähnliche Weise hergestellt; zu diesem Zweck wird eine ausreichende Füllmenge einer
pulverisierten Metallegierung für hohe Beanspruchungen zum Herstellen eines Preßkörpers 170 in eine
allgemein kegelstumpfförmige Hohlform 172 einer Preßmatrize 174 eingebracht, die allgemein der
Preßmatrize 152 nach Fig.7 ähnelt diese Matrize besitzt eine zylindrische obere Bohrung 176 und eine
zylindrische untere Bohrung 178, die durch eine kegelstumpfförmige Bohrung 180 verbunden sind;
außerdem ist eine Ringschulter 182 vorhanden, welche die kegelstumpfförmige Bohrung 180 mit der zylindrischen
Bohrung 176 verbindet. In der oberen Bohrung 176 und der unteren Bohrung 178 sind ein äußerer
oberer rohrförmiger Stempel 184 bzw. ein unterer rohrförmiger Stempel 186 gleitend geführt. Ferner ist in
der oberen Bohrung 188 des äußeren oberen Stempels 184 und der unteren Bohrung 190 des unteren Stempels.
186 ein innerer oberer Stempel 192 ( F i g. 8) gleitend geführt, der einen oberen zylindrischen Abschnitt 194
und einen unteren zylindrischen Abschnitt 1% umfaßt, die durch einen kegelstumpfförmigen Abschnitt 198
verbunden sind. Der einen kleineren Durchmesser aufweisende zylindrische Abschnitt 1% dient als
Nasenabschnitt, wenn der innere obere Stempel 192 zusammen mit dem äußeren Stempel 184 bewegt
worden ist. damit die Hohlform 172 gefüllt werden kann, ohne daß Metallpulver in die im übrigen offene Bohrung
190 des unteren rohrförmigen Stempels 186 fällt.
Zum Herstellen des äußeren Bestandteils 206 wird der obere rohrförmige Stempel 184 nach oben
zurückgezogen, um die Hohlform 172 zugänglich zu machen. Dann wird die Hohlform 172 mit dem Pulver
aus der hochwertigen Legierung gefüllt, woraufhin der obere Stempel 184 nach unten und der untere
rohrförmige Stempel 186 nach oben bewegt wird, um die Füllung aus der pulverisierten Legierung zwischen
den einander zugewandten ringförmigen Stirnflächen 200 und 202 zu verdichten, so daß ein Preßkörper 170
entsteht Dann wird der rohrförmige äußere obere Stempel 184 nach oben zurückgezogen, wobei gleichzeitig
der innere obere Stempel 192 nach oben bewegt wird; außerdem wird auch der untere rohrförmige
Stempel 186 nach oben bewegt um den Preßkörper 17C aus der Hohlform 172 auszuwerfen. Der Preßkörper 17C
wird dann in der vorstehend bezüglich des innerer Bestandteils 126 beschriebenen Weise gesintert so daC
man den äußeren Bestandteil 128 erhält Der gesinterte innere Bestandteil 126 aus dem Grundmetall wird danr
mit Hilfe eines Schmiedevorgangs in den gesinterter Bestandteil 128 aus der hochwertigen Legierung
eingepreßt Das so hergestellte zusammengesetzte insgesamt mit 204 bezeichnete Rohteil wird dann aui
seiner Außenseite in der in Fig. 10 mit gestrichelter
Linien angedeuteten Weise abgeschliffen, bis das mii Vollmien dargestellte Profil erreicht ist, so daß eins
ringförmige Lauf fläche 206 für die Kegelrollen .entsteht
auf diese Weise erhält man aus dem Rohteil 204 der
fertigen inneren Laufring oder Konus 122.
In F i g. 11 ist der zusammengesetzte äußere Laufring
124 für das Hochleistungs-Kegelrollenlager 120 nach Fig. 12 dargestellt. Die Herstellung des äußeren
Laufringes 124 erfolgt in der Weise, daß zunächst ein Rohteil hergestellt wird, der sich aus einem inneren
Abschnitt 132 aus hochwertigem gesintertem Metall oder einer solchen Legierung sowie einem äußeren
Abschnitt 136 aus einem billigen gesinterten Metallpulver zusammensetzt. Das zusammengesetzte Rohteil
wird anschließend vorzugsweise auf eine mäßige Temperatur zwischen etwa 425 und 745°C oder auf eine
höhere Temperatur zwischen 745 und 12600C erhitzt und durch Schmieden in einer Schmiedepresse in die
endgültige Form des äußeren Laufringes 124 gebracht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
109546/70
Claims (5)
1. Hochbelastbares, aus zwei gesinterten Teilen zusammengesetztes Bauteil, gekennzeichnet
durch ein erstes ringförmiges tragendes Teil aus billigem, gesintertem Metallpulver und ein zweites
ringförmiges hochbelastbares Teil aus gesintertem l.egierungspulver, die beide korrespondierende
kegelstumpfförmige Berührungsflächen aufweisen, zwischen denen eine Verankerung durch Teilchenverzahnung
besteht.
2. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die
Teilchenverzahnung zwischen den Teilen durch einen Verformungsvorgang, insbesondere durch
Schmieden, herbeigeführt wird.
3. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 2 auf ein Bauteil, dessen hochbelastbares Teil auf
seinem Umfang mit einem Zahnkranz versehen ist.
4. Anwendung nach Anspruch 3 auf ein Bauteil, dessen hochbelastbares Teil ein Kegelzahnrad ist.
5. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 2 auf ein Bauteil, dessen hochbelastbares Teil mit einer
kegelstumpfförmigen, gegebenenfalls nutenförmigen Rollenlauffläche versehen ist.
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|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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