DE2219299B2 - Vorlaufband für ein magnetisches Aufzeichnungsband - Google Patents
Vorlaufband für ein magnetisches AufzeichnungsbandInfo
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- G11B5/00—Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
- G11B5/74—Record carriers characterised by the form, e.g. sheet shaped to wrap around a drum
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Description
Die Erfindung betrifft ein V rl aufband entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der US-PS 3 298 896 ist es bekannt, bei einem magnetischen Aufzeichnungsträger bestimmte Maßnahmen
anzuwenden, um den Abriebwiderstand und die elektrische Leitfähigkeit zu verbessern. In der
GB-PS 1096064 wird lediglich vorgeschlagen, Zusatzstoffe
zur Herstellung laminierter Kunststoffschichten in Abhängigkeit vom Verwendungszweck
vorzusehen. Aus der DE-OS 2042215 schließlich ist
es bekannt, Magnetogrammträger mit einem Oberflächenwiderstand von weniger als 1012 Ohm herzustellen.
Alle diese Maßnahmen berücksichtigen jedoch nicht die Gesamtproblematik bei einem magnetischen
Aufzeichnungsband. Das Vorlaufband eines Aufzeichnungsbandes muß nicht nur eine hohe Verschleißfestigkeit,
sondern auch eine hohe Durchlässigkeit und einen niedrigen spezifischen Oberflächenwiderstand
haben. Die hohe Durchlässigkeit ist notwendig, um mit einer Abtasteinrichtung die
Bandenden sicher ermitteln zu können, während der niedrige spezifische Oberflächenwiderstand erforderlich
ist, um eine Elektrisierung zu verhindern.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Vorlauf band für ein magnetisches Aufzeichnungsband zu schaffen, das eine hohe Verschleißfestigkeit,
eine hohe Durchlässigkeit und einen niedrigen spezifischen Oberflächenwiderstand hat.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung
durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale. Zweckmäßige Ausgestallungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen bewirken eine Erhöhung der Verschleißfestigkeit, so daß der Magnetkopf
eines AufzeichnungS'· und Wiedergabegerätes weniger gestört wird, da weniger Material vom
Vorlaufband abgekratzt wird.
Der erzielte Oberflächenwiderstand ist derart, daß elektrostatische Aufladungen verringert werden,
wenn das Vorlaufband auf einer Bandf^ihrungstrommel eines AufzeichnungS- und Wiederga'jegerätes
ίο gleitet, so daß ein Anhaften von Staubpartikeln verhindert
und SignalveFfälschungen verringert werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Fi g. I und 2 beispielsweise erläutert, die graphische Darstellungen
bestimmter Eigenschaften des Vorlaufbandes zeigen.
Das Vorlaufband hat eine Deckschicht, die ein Bindemittel
und einen hellen Farbstoff enthält und auf einer Oberfläche einer transparenten oder halbtransparenten,
nicht magnetischen Unterschicht gebildet ist. Heller Farbstoff, der aus ein oder zwei Materialien
besteht, die aus Zinkoxyd, Titanoxyd, Kalziumcarbonat, Zinsulfid, Siliziummonoxyd, Antimonoxyd, Bleiweiß,
Aluminiumoxyd, Bariumsulfat, Bleisulfat, Talg, Ton, Lithophon, weißem Ruß oder Zinnoxyd ausgewählt
sind, hat sich für eine Steigerung der Verschleißfestigkeit g!s geeignet erwiesen, ohne daß dadurch
die Durchlässigkeit der Deckschicht herabgesetzt wird.
Bei der Messung der Durchlässigkeit der Deckschicht durch Veränderung der Menge des Farbstoffes
in bezug auf die Menge des Bindemittels wurde festgestellt, daß, wenn die Farbstoffmenge auf über
400 Gewichtsteile für 100 Gewichtsteile Bindemittelmenge ansteigt, die Durchlässigkeit unter 20% absinkt,
was sich derart auswirkt, daß das Ende des Magnetbandes nicht mehr ermittelt werden kann, und
seine Adhäsionskraft zur nicht magnetischen Unterschicht verschlechtert wird. Weiterhin wurde festgestellt,
daß, wenn die Farbstoit'menge kleiner als 50 Gewichtsteile bei gleicher Bindemittelmenge wird,
der Verschleißwiderstand absinkt, so daß derart gebildete Vorlaufbänder in der Praxis nicht mehr benutzt
werden können. Aus diesem Grund muß die Farbstoffmenge 50 bis 400 Gewichtsteile bei 100 Gewichtsteilen
Bindemittel betrügen. Die Durchlässigkeit der Deckschicht wird durch ein fotoelektrisches
Spektralfotoineter mit homogenem Licht mit einer Wellenlänge vor 725 MiIIi μηι gemessen.
so Der spezifische Oberflächenwiderstand eines üblichen Vorlaufbandes aus Vinylchlorid oder Polyäthylenterephthalat
beträgt 8 X 1014 bzw. 2 X 1014 Ohm.
Die Elektrisierung des Vorlaufbandes führt in diesem Fall jedoch zu Schwierigkeiten. Wenn die Deckschicht
aus Materia! hergestellt wird, das 50 Gewichtsteile eines Farbstoffs enthält, sinkt der spezifische Oberflächenwiderstand
unter 1012 Ohm, so daß keine Elektrisierungsprobleme auftreten. Vorzugsweise werden
mehr als 100 Gewichtsteile Farbstoff zugesetzt, da dann das Bindemittel einen Antistatikeffekt erhält
und der spezifische Widerstand des Farbstoffs im Vergleich zu Polyäthylenterephthalat niedrig ist.
Wenn ein Material mit 400 Gewichtsteilen Farbstoff als Deckschicht verwendet wird, wird diese
f>5 Deckschicht spröde, wodurch ihre mechanische Festigkeit
verringert wird. Vnrzugswcise verden daher weniger als 300 Gewichtsteile Farbstoff verwendet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand praktischer
Ausführungsformen im einzelnen beschrieben,
Mit einer Mischung der folgenden Zusammensetzung
wird ein Polyäthylenterephthalatfilm mit 0,15 mm Dicke als Deckschicht bis zu 4 um beschichtet:
Kationakrylpolymer 20 Gewichtsteile
Methoxymethylnylon 80 Gewichtsteile
Aktives Zinkoxyd 200 Gewichtsteile
Zitronensäure 1,5 Gewichtsteile
Methylalkohol 300 Gewichtsteile
Das in der Mischung benutzte Kationakrylpolymer besitzt einen Antistatik-Effekt und dient zusammen
mit dem Methoxymethylnylon als Bindemittel. Die Zitronensäure in der Mischung ist ein Vernetzungsmittel,
während der Methylalkohol ein Lösungsmittel ist.
Nach dem Trocknen des Polyäthylenterephthalatfilms,
auf dem die Deckschicht der obenerwähnten Zusammensetzung gebildet ist, wird die Deckschicht
einer Kalandrierbehandlung unterworfen. Der auf diese Weise erhaltene Film wird in der gewünschten
Breite und Länge zur Bildung des Vorlaufbandes geschnitten.
Der spezifische Oberflächenwiderstand eines auf diese Weise hergestellten Vorlauf bandes liegt bei etwa
1010 Ohm; dieser Wert wird wie folgt gemessen: Ein Vorlaufband mit einer Länge von etwa 30 cm und einer
Breite von etwa 12,7 mm wird zwiscnen zwei Elektroden mit aufplattiertem Chrom angeordnet und
an dem Elektrodenpaar befestigt, und zwar mittels Gewichten an beiden Enden des Voriaufbandes. Danach
wird eine Spannung an die beiden Elektroden angelegt, um den Strom zu messen, der durch das Vorlaufband
fließt. Danach wird der spezifische Oberflächenwiderstand bestimmt.
Die Verschleißfestigkeit des Voriaufbandes kann wie folgt bestimmt werden: Es wird zunächst das Gewicht
eines Voriaufbandes von 20 cm Länge und 12,7 mm Breite festgestellt. Das Vorlaufband wird
dann auf einem Schleifband angeordnet, wobei die beschichtete Oberfläche das Schleifband berührt. Danach
wird das an seinem einen Ende mit einem Gewicht belastete Vorlaufband einer bestimmten Anzahl
von Gleitbewegungen unterworfen, wobei danach das Gewicht des abgenutzten Vorlaufbandes festgestellt
wird. Die Verschleißfestigkeit des Voriaufbandes erhält man somit dadurch, daß die Gewichtsdifferenz
vor und nach den Gleitbewegungen des Voriaufbandes auf dem Schleifband bzw. das Gewicht des vom
Vorlaufband abgekratzten Materials gemessen wird.
Fig. 1 zeigt eine graphische Darstellung, aus der
das Verhältnis zwischen der Anzahl der Gleitbewegungen des Vorlaufbandes auf einem Schleifband und
der Menge des vom Vorlaufband abgekratzten Materials hervorgeht. Die Kurve α bezieht sich dabei auf
ein erfindungsgemäßes Vorlaufband, die Kurve d auf ein übliches Vorlaufband, das aus Vinylchlorid ohne
Deckschicht hergestellt ist, und die Kurve e auf e;n Vorlaufband, das aus Polyethylenterephthalat ohne
s Deckschicht hergestellt ist.
Die Durchlässigkeit eines Vorlauf bandes nach diesem
Beispiel beträgt 30%.
Beispiel Π
ίο Eine. Mischung mit der gleichen Zusammensetzung
wie beim Beispiel I, bei der jedoch die Menge des als Farbstoff dienenden Zinkoxyds allmählich von
30 Gewichtsteilen an gesteigert wird, wird auf einen Polyäthylenterephthalatfilm mit 0,15 mm Dicke bis zu
4 um aufgetragen. Ein derart hergestelltes Vorlaufband hat einen spezifischen Oberflächenwiderstand,
wie ihn die Kurve α in Fig. 2 zeigt Die Verschleißfestigkeit des Vorlaufbandes ist gleich dem des Beispiels
I und die Durchlässigkeit beträgt 75, 30 bzw. 25% bei einer Farbstoffmenge von 30, 200 und
400 Gewichtsteilen.
Beispiel ΙΠ
Mit einer Mischung der folgenden Zusammensetzung wird ein Polyäthylenterephthalatfilm bis zu 3 μ™
beschichtet:
Akryl-Kunstharz 30 Gewichtsteile
Vinylchlorid-Vinylazetat-Copolymer 70 Gewichtsteile
Kalziumchlorid (Antistatikmittel) 2 Gewichtsteile
Titanoxyd 50-400 Gewichtsteile
Dimethyl-Formamid 300 Gewichtsteile
Auf diese Weise hergestellte Vorlaufbänder haben
einen spezifischen Oberflächenwiderstand zwischen
1010 und 10" Ohm wie die Kurve b in Fig. 2 zeigt,
sowie eine Verschleißfestigkeit entsprechend der Kurve fein Fig. 1, wenn die Titanoxydharzstoff menge
250 Gewichtsteile beträgt. Die Durchlässigkeit der Vorlaufbänder beträgt 50, 25, 23 bzw. 20% bei einer
Titanoxydmenge von 30,200,250 und 300 Gewichtsanteilen.
Eine Mischung der folgenden Zusammensetzung wird auf den gleichen Film wie beim Beispiel I aufgetragen:
Akryl-Kunstharz 30 Gewichtsanteile
Polyvinylalkohol 70 Gewichtsanteile
Kalziumchlorid 2 Gewichtsanteile
so Wasser 100 Gewichtsanteile
Kalziumkarbonat 150 Gewichtsanteile
Methylakohol 200 Gewichtsanteile
In dieser Mischung dienen das Akrylkunstharz und der !Polyvinylalkohol als Bindemittel.
Die so hergestellten Vorlaufbänder haben einen spezifischen Oberflächenwiderstand von 10' Ohm, eine Durchlässigkeit von 30% und eine Verschleißfestigkeit entsprechend der Kurve c in Fig. 1.
Die so hergestellten Vorlaufbänder haben einen spezifischen Oberflächenwiderstand von 10' Ohm, eine Durchlässigkeit von 30% und eine Verschleißfestigkeit entsprechend der Kurve c in Fig. 1.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorlaufband für ein magnetisches Aufzeichnungsband
mit einer nicht magnetischen Unterschicht und einer darauf gebildeten Deckschicht,
dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht ein Bindemittel mit 100 Gewichtsteilen
und einen Farbstoff mit 50 bis 400 Gewichtsteilen enthält, wobei der Farbstoff eine helle Farbe hat
und ein oder zwei Materialien enthält, die aus Zinkoxyd, Titanoxyd, KaMumkarbonat, Zinksulßd,
SflMummonoxyd. Antiraonoxyd, Bleiweiß,
Alumiumoxyd, Bariumsulfat, Bleisulfat, Lithopon
und weißem Ruß ausgewählt sind, daß der spezifische Oberflächenwiderstand der Deckschicht
weniger als 1012 Ohm beträgt, und daß die Durchlässigkeit
des Vorlaufbandes mehr als 20% ist.
2. Vorinufband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht magnetische Unterschicht auf beiden Oberflächen eine Deckschicht aufweist.
3. Vorlaufband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterschicht aus Polyäthylenterephthalat
besteht.
4. Vorlaufband nach Artipruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bindemittel ein antistatisches Mittel enthält.
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| GB (1) | GB1385583A (de) |
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| DE2740148A1 (de) * | 1976-09-06 | 1978-03-09 | Fuji Photo Film Co Ltd | Vorspannband oder nachlaufband fuer ein magnetband |
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1978
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