DE2224596B2 - 2-cyanalkyl-6,7-benzomorphan-verbindungen - Google Patents
2-cyanalkyl-6,7-benzomorphan-verbindungenInfo
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Description
in der R ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, einen Q-j-Alkoxy- oder einen Alkanoyl-Oxyrest
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, R1 ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte oder
«lurch Halogenatome, C1 ..,-Alkyl-, -Alkoxy- bzw.
^Alkylthioreste substituiere Phenylgruppe, eine
Trifluormefhylphenjlgruppe, einen C1 _5-Alkylrest
Oder den Rest (CmKJm..p + l) - (R9I,, darstellt, bei
dem m eine ganze Zahl von 1 bis 6, ρ die Zahl 1 oder
2 und R9 einen C, _3-Alkoxyrest bedeutet, R2
tin Wasserstoffatom oder einen C1 _ ,-Alkylrest darstellt,
R3 ein Wasserstoffatom, eine unsubstituierte
Oder durch einen C1 _rAlkoxyrewt substituierte
Phenylgruppe oder einen C1 _3-Alkylrest bedeutet,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxylgruppe darstellt bzw. zusammen mit R3 ein Sauerstoffatom
oder einen C1 _3-Alkylidenrest bedeutet,
R5 ein Wasserstoffatom oder einen C1_3-Alkyltest
darstellt, R6 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, R7 und R8 UHabhängig
voneinander Wasserstoffatome oder Cj_2-Alkylfeste
darstellen und η eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist, sowie deren Salze mit Säuren.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen Bach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein 6,7-Benzomorphan der allgemeinen Formel II
(II)
ki der die Reste R bis R6 die in Anspruch 1 gekannte
Bedeutung haben, entweder
a) in an sich bekannter Weise mit einem Nitril der allgemeinen Formel III
A-
-C11H211-CN
(III)
in der /1 die in Anspruch 1 genannle Bedculung
hat und A den Rest der allgemeinen Formel lila
X-CH — CH-
(I)Ia) 6s spruch 1 genannte Bedeutung haben und X
ein Halogenatom bedeutet, bei Temperaturer von 20 bis 2000C in Gegenwart eines inerier
Lösungsmittels umsetzt oder
b) mit einem Nitril der allgemeinen Formel IV
b) mit einem Nitril der allgemeinen Formel IV
(IVi
I
CH=C-CN
CH=C-CN
15 in der R7 und R8 die in Anspruch J genannte
Bedeutung haben, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels und eines Katalysators,
bei Temperaturen von Raumtemperatur bis zum Siedepunkt des Lösungsmitteis umsetzt und die erhaltene Verbindung gegebenenfalls
mit einer Säure in deren Salz überführt.
3. Arzneimittel mit analgelischer Wirkung, enthaltend
eine 2-Cyanalkyl-6,7-benzomorphan-Verbindung nach Anspruch 1.
Die Erfindung betrifft den in den Ansprüchen
gekennzeichneten Gegenstand.
gekennzeichneten Gegenstand.
Bevorzugt sind 2-Cyanalkyl-6,7-benzomorphan-Verbindungen
der allgemeinen Formel I a
CN
Ha)
in der R ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, einen C1 _,-AIkoxy- oder einen Alkanoyloxyrest mit
1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, R1 ein Wasserstoffatom,
eine Phenylgruppe oder einen C1 _5-Alkylrest
darstellt, R2 ein Wasserstoffatom oder einen C1 _3-Alkylrest bedeutet und χ eine ganze Zahl von
bis 3 darstellt, sowie deren Salze mit Säuren.
Die als Ausgangsverbindungen verwendeten 6,7-Benzomorphane der allgemeinen Formel II sind
bekannt und werden durch Demethylieren der entsprechenden 2 - Methyl - 6,7 - benzomorphan - Verbindungen
hergestellt. In der US-PS 3138 603 wird
z. B. ein Verfahren beschrieben, das nach folgendem Schema A abläuft:
CH3
-N
CH3/>
R'
CH3
(1) BrCN
V-CH,.)
(2) HCl
HO
CH3 '
darstellt, in welcher R7 und R8 die in An- wobei R'eine Mcthoxy-oder Acctoxygruppe bedeutet.
Die Umsetzung des o,7-Benzomorphans der allgemeinen
Formel Il mit dem Nitril der allgemeinen
Formel III führt man in einem inerten Lösungsmittel durch, z. B. in η-Hexan. Benzol, Toluol. Xylol.
Chloroform, Dimethylformamid, Methanol, Äthanol 5 oder Isopropanol. Vorzugsweise wird die Umsetzung
in Gegenwart einer basischen Verbindung durchgeführt, z. B. in Gegenwart von Natrium- oder Kaliumcarbonat,
Natrium- oder Kaliumbicarbonai. Natrium-
oder Kaliumhydroxid, Natriumamid. Natrinmhydrid,
Pyridin oder Triäthylamin. Die Reaktionstemperatur beträgt 20 bis 200 C, vorzugsweise
50 bis I50uC. Das Reuklionsprodukt kann auf übliche
Weise aus dem Reaktionsgemisch abgetrermi werden, Z. B. durch Filtrieren oder Ausrallen. ,5
Die Umsetzung des 6,7-Benzomorphans der allgemeinen
Formel II mit einem Nitril der allgemeinen Formel IV ist ein neues Verfahren und entspricht einer
modifizierten Michael-Addition. Diese einfach durchführbare Verfahrensvariante liefert die 2-Cyanaikyl-6,7-benzomorphan-Verbindungen
der allgemeinen Formel I in ausgezeichneten Ausbeuten und hoher Reinheit. Die Umsetzung wird gegebenenfalls in
Anwesenheit eines geeigneten Lösungsmittels. /. B. von Methanol, Äthanol. Äther. Chloroform, Methylenchlorid.
Benzol, Toluol. Xylol oder Dimethylformamid, durchgeführt. Ferner kann ein Katalysator
verwendet werden, z. B. Natriummethoxid. Natriumamid oder Kahumhydroxid. Die Reaktion verläuft
bei Temperaturen von Raumtemperatur bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels.
Zur Herstellung der 2-Cyanalkyl-6,7-ben/omorphan-Verbindungen
der allgemeinen Formel I. bei denen R einen Alkanoyloxyrest bedeutet, acyliert
man die entsprechenden 2-C"yana!kyl-6.7-ben/Omorphan-Verbindungen,
bei denen R eine Hydroxylgruppe bedeutet, auf bekannte Weise, /. B. durch Behandeln mit einem Säureanhydrid oder einem
Säurehalogenid.
Falls R2 einen Alkylrest darstellt, fallen die 2-Cyanalkyl-oJ-benzomorphan-Verbindungen
der allgemeinen Formel I in zwei Stereoisomeren an, nämlich als cis-Isomeres (mit R2 in der «-Konfiguration) und
als trans-lsomeres (mit R2 in der /^-Konfiguration).
Diese Isomeren können auf bekannte Weise gctrennt werden, z. B. durch fraktionierende Kristallisation,
fraktionierende Destillation oder Säulenchromatographie. Daneben können sie auch dadurch
hergestellt werden, daß man die entsprechenden cis- oder trans-lsomeren des 6,7-Benzomorphans der allgemeinen
Formel II mit einem Nitril der allgemeinen Formel III oder IV umsetzt. Jedes der Isomeren
besitzt außerdem asymmetrische Kohlenstoffatome, so daß durch übliche optische Trennverfahren vier
verschiedene optisch aktive Isomere erhalten werden, nämlich das ( + )-cis-, (-)-cis-, (+(-trans- und
(-)-trans-Isomere.
Die 2-Cyanalkyl-6,7-benzomorphan-Vcrbindungen der allgemeinen Formel I weisen ein basisches Stickstoffatom
im Molekülgerüst auf. und bilden daher fo Salze mit Säuren. Derartige Salze erhält man bji der
Umsetzung mit organischen oder anorganischen Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure,
Buttersäure, Malonsäure, Fumarsäure. Bernsteinsäure, Glutaminsäure, Weinsäure, Oxalsäure, Citronensäure,
Milchsäure, Maleinsäure, Hydroxyinaleinsäure, Glykolsäure, Glukonsäure, Glukuronsäure. Saccharinsäure.
Ascorbinsäure, Phenylessigsäure. Benzoesäure, p-Aminobenzoesäure, Phthalsäure. Salicylsäure.
Anthranilsäure, p-Hydroxybenzoesäure. p-Aminosalicylsäure.
Picolinsäure. 3-Hydroxy-2-naphtholsäure, 3-IndoIessigsäure, Barbitursäure. Amidosulfonsäure.
Chininsäure, Tropasäure. Methansulfonsäure. Äthansulfonsäure. Benzolsulfonsäure. p-Toluolsulfonsäure.
Hydroxyäthansulfonsäure. Flußsäure. Salzsäure. Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure.
Perchlorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure.
Benzomorphanverbindungen, wie Phenazocin und Pentazocin oder das aus der US-PS 31 38 603 bekannte
2'- Hydroxy - 2.5.9 - trimethyl - 6.7 - benzomorphan. sind als wirksame Analgetika bekannt. Derartige
Benzomorphane sind jedoch meist suchlerregend oder rufen bei üblicher Dosierung narkotische
Symptome hervor, z. B. Bewegungsunfähigkeit oder Stupor, so daß deren AnwendungsmögHchkeiten beschränkt
sind.
Demgegenüber weisen die erfindungsgemäßen Verbindungen überraschenderweise analgetische und
schmerzlindernde Wirkung auf. ohne jedoch eine Sucht hervorzurufen.
Nachstehend sind Versuchserücbrisst ansiciieben.
A. Versuchsdurchfijhrung
1. Chronische Verabreichung der Tcstverbindungen an Ratten
(vul. Foiia Pharmacologica Japonica.
Bd. 54 [1958] S. 120)
Bd. 54 [1958] S. 120)
Die Testverbindungen werden zweimal täglich über vier zusammenhängende Wochen an Gruppen von
jeweils 20 männlichen Ratten des Wistar-Stammes mit einem Körpergewicht von !50 g subcutan verabreicht.
Am Tag nach dem Entzug der Teslverbindung wird die Veränderung des Körpergewichts
bestimmt.
+ = leichter Gewichtsverlust,
- = kein Gewichtsverlust.
- = kein Gewichtsverlust.
2. Analgetische Wirkung bei Mäusen
(vgl. Folia Pharmacologica Japonica.
Bd. 56 [1960], S. 83)
Bd. 56 [1960], S. 83)
Einer Gruppe von 100 Mäusen vom ICR-Siamm
mit einem Körpergewicht von 20 bis 25 g werden die Testverbindungen subcutan verabfolgt. Anschließend
wird diesen Tieren intraperitoneal 0,6%ige wäßrige Essigsäure injiziert. Das sich durch Krümmen
und Winden des Unterleibs äußernde Schmerzempfinden wird beobachtet. Gleichzeitig wird das Verhalten
von Kontrolltieren beobachtet, denen lediglich
0.6%ige Essigsäure verabfolgt wurde. Zur Bewertung der analgetischcn Wirkung wird die Anzahl der
Krümmungen des Unterleibs innerhalb von 12 Minuten nach der Verabreichung von Essigsäure festgestellt.
Die Tiere der Kontrollgruppe krümmen sich etwa 30mal. Die Testverbindungen werden als wirksam
erachtet, wenn die Anzahl der Krümmungen der Mäuse auf 1Z3 oder noch weiter gesenkt werden
kann. Die ED50 wird nach L i t c h f i e 1 d-W
i 1 c ο χ ο η berechnet.
3. Akute Toxizität bei Mäusen
An Gruppen von jeweils IO Mäusen vom ICR-Stamm mit einem Körpergewicht von 20 bis 25 g
werden die Testverbindungen subcutan verabfolgt. Nach 7 Tagen wird die Anzahl der eingegangenen
Tiere festgestellt. Die LD,,.-Werte werdcr. nach
L i l c h 1 ic I d - W i i c ο χ ο η berechn··!.
B. Ergebnisse
Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle /usammeniiefaßt:
L'n'.ersuchl: Verbinduni;
Chronische Analytische Wirkung bei Mausen
Verabreichung an Kalten
"I heranui-
Dosis Abstillen/-
(mg ky Tagl s\ndrom
wahrend
4 Wochen (mn kai
LD,,
lischer
2'-Hydroxy-2-(ii-cyanäthyI)-6,7-benzomorphan 20
2'-Hydroxy-2-(/i-cyanäthyI)-5-methyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-2-(/i-cyanä'thyl)-5,9-dimethyl- 20
6,7-benzomorphan
2 '-Hydroxy-2-(/f-cyanä thyl)-5,9-diä thyl- 20
6.7-benzomorphan
2' -Acetoxy-2-(/i-cyanäthyI)-5,9-dimethyl- 20
6,7-benzomorphan
2 '-Hydroxy-2-(y-cyanpropyl)-5,9-dimethyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-2-(-/-cyanpropyl)-5-methyl-9-äthyl- 20
6,7-benzomorphan
2 '-Hydroxy-2-()-cyanpropyl)-5,9-diäthyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-2-(j-cyanpropyl)-5 äthyI-9-methyl- 20
6,7-benzomorphan
2-(/i-Cyanäthyl)-5-methyl-6,7-benzomorphan 20
2-(/i-Cyanäthyl)-5-methyl-6,7-benzomorphan 20
2'-Hydroxy-2-((Vcyanbutyl)-5,9-dimethyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-3'-methyl-2-(/f-cyanäthyl)-5,9-dimethyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-2-(//-cyanäthyl)-5-phenyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-2-(:-cyanpropyl)-5-phenyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Methoxy-2-(;'-cyanpropyl)-5,9-diäthyl- 20
6,7-ben?omorphan
2'-Hydroxy-2-(ii-methyl-/(-cyanäthyl)-5,9-dimethyl- 20
6,7-benzomorphan
2'-Hydroxy-2-methyl-5-(p-chlorphenyl)- 20
6,7-benzomorphan (DT-AS 14 45 845) Pentazocin
3.1
2.9
2.9
0.9
1,4
0.3
3.0
0,85
0,3
0.19
29.4
25.1
25.1
3.5
35.0
36.8
35.0
36.8
1.9
5.5
51.3
17,5
51.3
17,5
530 510
520 530 520 670 670 650 650
5(X) 030
520 540 586 610 530 275 183
! ι \ 175.9
577.8 378.6
1 733,3 223.3 788.2
2 166.7
3 421.1
17.0 25.1
I4K.6 15.4 15.8
321.1 96,4 5.36 10.46
Aus dieser Tabelle geht hervor, daß 2'-Hydro.\_>2-methyl-5-(p-chlorphcnyl)-6,7-benzomorphan
(gemäß DT-AS 14 45 845) ein Abstinenzsyndrom und physische Abhängigkeit hervorruft. Demgegenüber tritt
bei den Verbindungen der Erfindung kein Abstinenzsyndrom auf.
Außerdem haben die Verbindungen der Erfindung durchwegs eine höhere anaigetisehc Wirkung und
eine geringere akute Toxizität als die Vcrglcichsverbindung gemäß der DT-AS 14 45 845. Der therapeutische
Index dieser Verbindung betn-gt 5.36.
während die entsprechenden Werte der Verbindungen der Erfindung wesentlich höher liegen.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
2'-Hydroxy-2-(/)-cyanäthyl)-5.9-dimethyl-
6.7-benzomorphan
Ein Gemisch aus 1.1 g 2'-Hydroxy-5.9-dimethyl-6.7-benzoniornhan.
0.5 ü Natriumbicarbonat. 0.42 g
f/'-Chlorpropionitril und 20 ml Dimethylformamid
wird 4 Stunden bei 120 bis 160 C gerührt. Der erhaltene Niederschlag wird abfiltriert, das Filtrat
unter vermindertem Druck eingeengt, um Dimethylformamid zu entfernen, und anschließend mit
Wasser versetzt. Der hierbei erhaltene Niederschlag wird aus Methanol zu 2'-Hydro.\y-2-(/i-cyanäthyI)-5,9-dimethyl-6,7-ben7.omorphan,
F. 165.5 C, umkristallisiert.
IR
2640, 2240. 1610. 1580. 1495, 1240.
Analyse C17H22N2O:
Berechnet ... C 75,52, H 8,20. N 10.36:
gefunden .... C 75,40. H 8.13. N 10,31.
gefunden .... C 75,40. H 8.13. N 10,31.
2'-Hydroxy-2-(;-cyanpropyl)-5.9-dimethyl-
6,7-benzomorphan
Ein Gemisch aus 1,1 g 2'-Hydroxy-5.9-dimethyl-6,7-benzomorphan, 0,5 g Natriumbicarbonat und 20ml
Dimethylformamid wird mit 0,52 g ;-Chlorbutyronitril versetzt und hierauf 4,5 Stunden bei 120 bis
1600C gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel
unter vermindertem Druck abdcstillierl und der Rückstand mit Wasser versetzt. Das erhaltene Gemisch
wird mit Äther extrahiert, der Extrakt gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und filtriert.
Beim Einengen des Filtrats zur Trockene wird 2'-Hydroxy -2-(γ- cyanpropyl) - 5,9 - dimethyl - 6,7 - benzomorphan
als viskose Flüssigkeit erhalten.
IRrSp1;, :2250,1670 (schwach). 1613. 1585.1500.
DSC (Silicagcl) RrWert: 0.55 (Aceton).
IR
„cm1
1 kapill.
2'-Hydroxy-2-(-/-cyanpropyl)-5-methyl-9-äihyl-6,7-benzomorphan
Ein, Gemisch aus 0,58 g 2'-Hydroxy-5-mcthyl-9-äthyl-6,7-benzomorphan,
0,32 g Natriumbicarbonat und 15 ml Dimethylformamid wird mit 0,28 g y-Chlorbutyronitril
versetzt und 4 Stunden unter Rückfluß gekocht. Der erhaltene Niederschlag wird abfiltriert,
das Filtrat unter vermindertem Druck eingeengt, um das Lösungsmittel zu entfernen, und hierauf mit
Wasser versetzt Der dabei erhaltene Niederschlag wird aus Äthylacetat zu 2'-Hydroxy-2-(-/-cyanpropyl)-
35
2'-Acetoxy-2-(--cyanpropyl)-5.9-dimethyl-
6,7-benzomorphan
Ein Gemisch aus 1,2 g 2'-Hydroxy-2-(y-cyanpropyl)
- 5,9 - dimethyl - 6.7 - benzomorphan - hydrochlorid.
0,31 e wasserfreiem Natriumacetal und 10 ml Acetanhydrid wird 1 Stunde bei 100 bis 1200C
gerührt, abgekühlt und in Eiswasser gegossen. Das erhaltene Gemisch wird unter Eiskühlung mit 50%iger
wäßriger Kalilauge alkalisch gemacht und die freigesetzte Base schnell mit Äther extrahiert. Der
Äthersxtrakt wird gewaschen, getrocknet und filtriert. Aus dem zur Trockene eingeengten Filtrat
werden 1,25 g 2'-Acetoxy-2-()-cyanpropyl)-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan
als gelbe Flüssigkeit erhalten.
5-melhyl-9-äthyl-6.7-benzomorphan, F. 154 bis 157C C,
umkristallisiert.
IR 'Iwr,,, : 2640, 2230, 1611, 1573, 1496, 923, 790.
Analyse C19H26N2O:
Berechnet ... C 76.47. H 8,78, N 9,39; gefunden .... C 76,73. H 8,96, N 9,19.
2'-Hydroxy-2-(r>-cyanbutyl)-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan
Ein Gemisch aus 1,0 g 2'-Hydroxy-5,9-dimethyl-6,7-benzomorphan,
0,58 g Natriumbicarbonat, 0,59 g Λ-Chlorvaleronitril und 15 ml Dimethylformamid wird
4 Stunden unter Rückfluß gekocht. Der erhaltene Niederschlag wird abfiltriert, das Filtrat unter vermindertem
Druck eingeengt und der erhaltene Rückstand mit Wasser versetzt. Das Rohprodukt wird
aus Äthylacetat zu 2'-Hydroxy-2-(n-cyanbutyl)-5,9-dimethyl-6.7-benzomorphan,
F. 158 bis 1610C, umkristallisiert.
IR '™rafl,n: 2600, 2225.1610,1575,1495.1270,860,
802, 775.
Analyse C19H26N2O:
Berechnet ... C 76.47, H 8.78, N 9,39; gefunden .... C 76,31, H 8,79, N 9,21.
Beispiel 6 2-(/<-Cyanäthyl)-5-methyl-6,7-benzomorphan
Eine Lösung von 1,0 g 5-Methyl-6,7-benzomorphan in 20 ml wasserfreiem Äther wird bei Raumtemperatui
tropfenweise mit 20 ml Acrylnitril versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 20 Minuten unter Rückfluß
gekocht und zur Trockene eingeengt, wobei cir braunes öl von 2-(/<-Cyanäthyl)-5-methyl-6,7-benzo
morphan zurückbleibt. Die freie Base wird durcl· Behandeln mit einer Lösung von Chlorwasserstoff
säure in Methanol in das Hydrochlorid überführt das aus Aceton-Methanol zu 2-(/i-Cyanäthyl)-5-me
thyl-oJ-benzomorphan. F. 213.5 bis 215,(TC, um
kristallisiert wird.
IR '· ρΐ^πη : 2420. 2240.
Analyse C16H21N2Cl:
Analyse C16H21N2Cl:
Berechnet ... C 69,42. H 7.64. N 10,12, Cl 12.81
gefunden .... C 69,72, H 7.^3, N 10,10, Cl 12,61
:2240,1760,1637,1605,1580.1495,1210.
Beispiel 7
2-(/?-Cyanäthyl)-5,9-dimethyl-6.7-benzomorphan
Ein Gemisch aus 2,01 g 5,9-Dimethyl-6,7-benzc morphan, 40 ml wasserfreiem Äther und 0,55 g Acry
nitril wird 1 Stunde unter Rückfluß gekocht ui'i anschließend zu einem gelben Rückstand eingeen;a
der unter vermindertem Druck destilliert wird. Hie bei werden 1,6 g 2-(/J-Cyanäthyl)-5,9-dimethyl-6,7-bei
zomorphan, Kp. 150 bis 155*C/O,28 Torr, erhalten.
IR r H^1: 2230. 1490.
Eine Lösung der erhaltenen Verbindung in Äth wird mit Chlorwasserstoffgas behandelt, wobei sie
ein Festkörper bildet, der abfiltriert und mit Äth gewaschen wird. Durch Umkristallisieren aus Acetci
Methanol wird 2-(/?-Cyanäthyl)-5,9-dimethyl-6.7-btr
zomorphan-hydrochlorid. F. 23S bis 240 C (unter
Zersetzung) erhalten.
IR riZMn : 2550. 2240. 965. 763. 750, 722.
Analyse C17H23N2CI:
Berechnet ... C 70,20, H 7.97, N 9,63. CIl 2.19;
gefunden .... C 70,32, H 7,95, N 9.84. CI 12.34.
gefunden .... C 70,32, H 7,95, N 9.84. CI 12.34.
2'-Hydroxy-2-(/i-cyanäthyl)-5-methyl-6.7-ben/:omorphan
Eine Lösung von 1,02 g 2'-Hydroxy-5-methyl-6,7-benzomorphan
in 20 m! Methanol wird mit 10 ml Acrylnitril versetzt. Die erhaltene Mischung wird
2 Stunden bei Raumtemperatur Berührt und anschließend zur Trockene eingeengt. Das erhaltene Rohprodukt
wird aus Äthylacetat zu 2'-Hydroxy-2-(;/-cyanäthyl)-5-methyl-6.7-benzomorphan.F.
16' bis 163 C (Prismen), umkristallisiert.
IR 'S.'ifin : 2600, 2240. 1610. 1580. 15(X).
Analyse C16H20N2O:
Analyse C16H20N2O:
Berechnet ... C 74.96. H 7.86. N 10.93: gefunden .... C 74,66. H 7.95. N 10.98.
2'-Acetoxy-2-(,';-cyanäthyl)-5,9-dimethyl-6.7-benzomorphan
Ein Gemisch aus 1.0 g 2'-Hydroxy~2-(/;-cyanäth\])-5.9-dimethyl-6.7-benzomorphan
und 10 ml Acetanhydrid wird 1 Stunde bei 100 bis 1IOCC gerührt, hierauf
abgekühlt und in Eiswasser i-eiiossen. Anschließend
wird das Gemisch unier Eiskühlung mit 50%ige wäßriger Kalilauge alkalisch gemacht und schnell mi
Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird mit gesättigte wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen, über Na
triumsulfat getrocknet und filtriert. Das erhalten Filtrat wird zur Trockene eingeengt, wobei 2-Acet
oxy-2-(/;-cyanäthyl)-5.9-diniethyl-6.7-benzomorphai
als gelbe Flüssigkeit erhalten wird.
IR rk™,„ :225O. 1755. 1620. 1580. 1492. 1375. 1010
942.
Gemäß Beispie! 1 werden die folgenden Verbindun gen hergestellt:
2' - Hydroxy - 2 - (;· - cyanpropyl) - 5 - phenyl 6.7-benzornorphan. F. 205 bis 20S C:
2 - (;■ - Cyanpropyl) - 6.7 - benzomorphan - hydro
chlorid. F. >240':C:
2' - Hydroxy - 2 - (;■ - cyanpropyl) - 5 - methyl
6,7-bcnzomorphan. F. 138 bis 140C:
2' - Hydroxy - 3' - methyl - 2 - {ti - cyanäthyl)
5.9-dimethyl-6.7-benzomorphan:F. 115 bis 120 C
und
2' - Hydroxy - 2 - (,; - cyanälhyl) - 5 - phenyl
6.7-benzomorphan. F. 108 bis 112 C.
Gemäß Beispiel S werden die folgenden Verbin düngen hergestellt:
2' - Hydroxy - 2 - (,; - eyanäthyl) - 5 - mcth>l-9-äthyl-6.7-benzomorphan.
F. 124 bis 130 C:
2 - Hydroxy - 2 - (,; - c\ anäthyl ) - 5 - athvl - 9 - methyl-6.7-benzoinorphan. F. 153 bis 155 C und
2' - Hydroxy - 2 - (.; - cyanäthyl) - 5.9 - diäth>i-6.7-benzomorphan. F. 131 bis 135 C.
2 - Hydroxy - 2 - (,; - c\ anäthyl ) - 5 - athvl - 9 - methyl-6.7-benzoinorphan. F. 153 bis 155 C und
2' - Hydroxy - 2 - (.; - cyanäthyl) - 5.9 - diäth>i-6.7-benzomorphan. F. 131 bis 135 C.
Claims (1)
1. 2-Cyanalkyl-6,7-benzomorphan-Verbindungen der allgemeinen Formel 1
R- RH
CH-CH-C11H211-CN
(I)
Applications Claiming Priority (4)
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|---|---|---|---|
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| JP3489671 | 1971-05-21 | ||
| JP10383971A JPS55384B2 (de) | 1971-12-20 | 1971-12-20 | |
| JP10383971 | 1971-12-20 |
Publications (3)
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|---|---|
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ID=
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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