DE2251085B2 - Durchflussmengenregler, vorzugsweise fuer luft und andere gasfoermige medien - Google Patents
Durchflussmengenregler, vorzugsweise fuer luft und andere gasfoermige medienInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Durchflußmengenregler, vorzugsweise für Luft und andere
gasförmige Medien, zur Konstanthaltung einer einstellbaren Durchflußmenge in einem Lüftungskanal unabhängig
von dem Druck vor dem Regler, bestehend aus einem Gehäuse, das einen Abschnitt des Lüftungskanales
bildet, einet Druckfläche als fühlendes Teil und einem bogenförmigen Ventilblatt als Drosselmittel für
den Durchfluß, wobei die Druckfläche und das Ventilblatt zu einer konstruktiven Einheit miteinander
verbunden sind, die an einpr quer zur Strömungsrichtung im Gehäuse angeordneten Nabe drehbar gelagert
ist und eine vorzugsweise von einer unteren Wand des Gehäuses hervorragende, mit dem bogenförmigen
Ventilblatt parallele, ebenfalls bogenförmige Schwelle einschließt, wobei die Nabe zusammen mit der
gegenüberliegenden, vorzugsweise oberen Wand des Gehäuses einen festen Drosselspalt mit einer Klappe für
die Einstellung des Durchtrittsquerschnittes und das Ventilblatt zusammen mit der festen Schwelle und der
oberen Wand des Gehäuses einen veränderlichen Drosselspalt für den Gasstrom bildet, und die Druckfläche
und das Ventilblatt derart ausgerichtet und miteinander verbunden sind, daß sie eine in Strömungs
richtung des Gases offene Tasche bilden.
Bei bekannten Durchflußmengenreglern dieser Art (vergleiche DT-OS 18 02 489) ist es notwendig, eine
mglichst gute Abdichtung zwischen dem bogenförmigen Ventilblatt und der dazu parallelen ebenfalls bogenförmigen
Schwelle vorzusehen, damit möglichst wenig Luft aus dem Raum unter der Druckfläche abfließen und die
Charakteristik und Genauigkeit des Reglers dadurch nicht beeinträchtigt werden kann. Es ist deshalb
zweckmäßig, zwischen dem bogenförmigen Ventilblatt und der bogenförmigen Schwelle nach Möglichkeit eine
Labyrinthdichtung sowie eine verstellbare Dichtleiste vorzusehen. Derartige besondere Vorkehrungen, wie
beispielsweise eine möglichst geringe Spaltbreite oder die Anordnung einer Labyrinthdichtung oder dergleichen
komplizieren derarte Durchflußmengenregler erheblich, erhöhen ihre Herstellungskosten und erschweren
ihre Fertigung.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Durchflußmengenregler der eingangs beschriebenen
Art derart weiterzubilden, daß er auch ohne die Einhaltung enger Toleranzen auf einfache Weise
hergestellt werden kann und dabei zumindest eine vergleichbare Regelgenauigkeit erbringt.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zwischen der Druckfläche und dem Ventilblatt eine
Öffnung vorgesehen wird.
Ein auf die erfindungsgemäße Weise ausgestalteter Durchflußmengenregler weist folgende Vorteile auf:
1. Im Betrieb des Reglers erzeugt der statische Druck
auf der Steuerkante des Ventilblattes eine Kraft, die die Wirkungsweise des Reglers zwangläufig
beeinflußt. Durch die erfindungsgemäße Anordnung der öffnung zwischen der Druckfläche und
dem Ventilblatt wird nun eine gegenüber der Steuerkante abgewandte weitere Kante gebildet,
auf die ebenfalls der statische Druck wirkt. Da die Steuerkante und die Kante im Bereich der öffnung
einander abgewandt sind, wirken auch die durch den atatischenDruck auf beide Kanten ausgeübten
Kräfte in entgegengesetzter Richtung. Die Kräfte haben darüber hinaus dieselbe Größe, so daß ein
Kräfteauslgeich hergestellt wird, der regelmäßig eine wesentlich höhere Genauigkeit, d. h. wesentlich
geringere Abweichungen von der eingestellten Durchflußmenge innerhalb des Arbeitsbereiches
erbringt.
2. Die öffnung bewirkt ferner, daß Luft aus dem Raum über der Druckfläche durch den zwischen
der bogenförmigen Schwelle und dem bogenförmigen Ventilblatt gebildeten Spalt fließt. Dadurch
wird der Anteil der aus dem Raum unter der Druckfläche durch den Spalt abfließenden Luft
reduziert, ohne daß hierzu Vorkehrungen für eine Verringerung des Spaltes getroffen werden müssen.
Derartige Vorkehrungen erbringen bei der Fertigung der Regler bekanntlich erhebliche
Nachteile, da sie zur Einhaltung enger Toleranzen bzw. zur Anordnung von Dichtungsteilen zwingen,
die die Herstellung der Regler zwangsläufig verteuern.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Durchflußmengenreglers ist die feste
Schwelle an ihrem der oberen Wand des Gehäuses zugewandten Ende zu einem versteifenden Balken
umgebogen, dessen vorragende Kante mit dem bogenförmigen Ventilblatt einen engen Spalt bildet,
wobei die Druckfläche mit einer Verlängerung ausge-
stattet ist, die mit dem bogenförmigen Teil der Schwelle einen weiteren engen Spalt bildet Dadurch wird auf
fertigungstechnisch einfache Weise im Bereich des oberen Endes der bogenförmigen Schwelle eine
Drosselstelle hergestellt, die die er-t ünschte Abdichtung s
gegenüber dem bogenförmigen Ventilblatt noch verbessert.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben, die als Beispiel
zwei Austührungsformen eines Durchflußmengenreglers
zeigen.
F i g. I zeigt einen Längsschnitt eines ersten Reglers,
und
F i g. 2 zeigt einen entsprechenden Längsschnitt eines mit Gegengewicht und Feder versehenen zweiten
Reglers.
In den Zeichnungen bezeichnet die Bezugszahl 1 ein die beweglichen Teile des Reglers völlig einschließendes
Gehäuse, dessen obere Wand mit ta und dessen untere
Wand mit 16 bezeichnet sind. Die Bezugszahl 2 bezeichnet eine von der unteren Wand hervorragende
Schwelle. 4 bezeichnet zusammenfassend eine konstruktive bewegliche Einheit, die aus einer als fühlendes Teil
dienenden Druckfläche 7, einem bogenförmigen Ventilblatt 5, das als Drosselmittel dient (und in dem gezeigten
Beispiel im Abstand von der bogenförmigen Schwelle 2 liegt) und aus Streben 12 zusammengesetzt ist. Die
Einheit ist als Ganzes in einer Nabe 11 um eine Achse 13
drehbar. Durch die Lage der Nabe 11 im wesentlichen in
der Mittelebene des Gehäuses wird der Regler in einen oberen, mit 8 bezeichneten, und einen unteren, mit 9
bezeichneten Raum unterteilt. Die Nabe 11 bildet zusammen mit der oberen Wand la einen festen
Drosselspalt 10, der mittels einer verstellbaren Klappe 16, deren Achse mit 17 bezeichnet ist, in seinem
Querschnitt verändert werden kann 6 bezeichnet einen veränderlichen Drosselspalt zwischen der oberen Wand
la des Gehäuses und dem beweglichen bogenförmigen Ventilblatt 5. Um Herstellung und Montage der
Druckfläche 7, des Ventilblattes 5 und der Schwelle 2 zu erleichtern, ist anstelle des an sich üblichen engen
Spaltes zwischen dem Ventilblatt und der Schwelle, diese Schwelle 2 im Abstand von dem Ventilblatt 5
angeordnet und das obere Ende der Schwelle mit einer Umbiegung in Form eines versteifenden Balkens 2a
versehen worden, wodurch zwischen dem Ventilblatt 5 und der äußeren Kante 26 des Balkens 2a ein enger
Spalt 3 geschaffen wird. Darüber hinaus ist die Druckfläche 7 zur Schaffung eines weiteren engen
Spaltes 3a mit einer Verlängerung la versehen.
Die Bezugszahl 18 bezeichnet eine öffnung zwischen der Druckfläche 7 und dem Ventilblatt 5, die gemäß
einer bevorzugten Ausfuhrungsform mit einer Fläche in der Größenordnung des Dreifachen der Fläche jedes
der genannten Spalte 3 bzw. 3a ausgeführt ist. Es hat sich gezeigt, daß tier Regler dadurch bei allen
vorkommenden Einstellagen der Klappe 16 mit der erforderlichen Genauigkeit arbeiten kann. Die völlig
offene bzw. völlig geschlossene Lage der Klappe bewirkt eine Durchflußmengenänderurig im Verhältnis
4 :1, bei unverändertem Startdrjck.
In Fig.2 bezeichnen 14 ein Gegengewicht und 15 eine Feder. Der Regler kann mit einer Dämpfungsvorrichtung
19 herkömmlicher Art, z. B. einem in einem Zylinder arbeitenden Kolben, ausgerüstet sein.
Der Regler arbeitet nun folgendermaßen: Es wird angenommen, daß das Gehäuse 1 in einen Lüftungskanal
derart eingebaut ist, daß die Luft von links nach rechts strömt. Der Durchfluß erfolgt durch den Einlaß
über den festen Drosselspalt 10 zum Raium 8 und erfolgt
weiter in den Auslaß durch den veränderlichen Drosselspalt 6. Durch die Geschwindigkeitserhöhung im
Einlaß ensteht im Raum 8 im Verhältnis zum Raum 9 ein statischer Unterdruck. An der Druckfläche J wirkt, somit
eine Druckdifferenz, die an der Einheit 4 um die Achse 13 ein Moment erzeugt, das bestrebt ist, den Spalt 6 mit
dem Ventilblatt 5 zu schließen. Die Einheit 4, d. h. die Druckfläche 7 und das Ventilblatt 5, erzeugt aufgrund
ihres Gewichtes ein Moment in entgegengesetzter Richtung. Die Einheit 4 nimmt infolgedessen eine Lage
ein, in der die zwei einander entgegenwirkenden Momente sich gegenseitig aufheben. Sollte sich der
Durchfluß durch eine Druckänderung im Lüftungskanal vor oder nach dem Regler ändern, so wirkt sich diese
Änderung auf die Luftgeschwindigkeit in dem Raum 8 aus. Daraus resultiert unmittelbar eine Änderung der
Momente, so daß die Druckfläche 7 und das Ventilblatt 5 eine neue Lage einnehmen, in der die beiden Momente
einander kompensieren und dadurch die Geschwindigkeit in dem Raum 8 wiederhergestellt wird. Durch das
Konstanthalten der Luftgeschwindigkeit in dem festen Drosselspalt 10 verbleibt somit die Durchflufimenge
durch den Regler konstant.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Durchflußmengenregler, vorzugsweise für Luft und andere gasförmige Medien, zur Konstanthaltung
einer einstellbaren Durchflußmenge in einem Lüftungskanal unabhängig von dem Druck vor dem
Regler, bestehend aus einem Gehäuse, das einen Abschnitt des Lüftungskanales bildet, einer Druckfläche
als fühlendes Teil und einem bogenförmigen Ventilblatt als Drosselmittel für den Durchfluß,
wobei die Druckfläche und das Ventilblatt zu einer konstruktiyen: Einheit, miteinander verbunden sind,
die an einer quer zur Strömungsrichtung im Gehäuse angeordneten Nabe drehbar gelagert ist und eine
vorzugsweise von einer unteren Wand des Gehäuses hervorragende, mit dem bogenförmigen Ventilblatt
parallele, ebenfalls bogenförmige Schwelle einschließt, wobei die Nabe, zusammen mit der
gegenüberliegenden, vorzugsweise oberen Wand des Gehäuses einen festen Drosselspalt mit einer
Klappe für die Einstellung des Durchtrittsquerschnittes und das Ventilblattt zusammen mit der
festen Schwelle und der oberen Wand des Gehäuses einen veränderlichen Drosselspalt für den Gasstrom
bildet, und die Druckfläche und das Ventilblatt derart ausgerichtet und miteinander verbunden sind,
daß sie eine in Strömungsrichtung des Gases offene Tasche bilden, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Druckfläche (7) und dem Ventilblatt (5) eine öffnung (18) vorgesehen ist.
2. Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Schwelle (2) an ihrem der oberen
Wand (la) des Gehäuses (1) zugewandten Ende zu einem versteifenden Balken (2a) umgebogen ist,
dessen vorragende Kante (2b) mit dem bogenförmigen Ventilblatt (5) einen engen Spalt (3) bildet, und
daß die Druckfläche (7) mit einer Verlängerung (7a) ausgestattet ist, die mit dem bogenförmigen Teil der
Schwelle (2) einen weiteren engen Spalt (3a) bildet.
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