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DE2258510B2 - Schutz- und haltevorrichtung fuer miniatur-schwingquarze - Google Patents
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DE2258510B2 - Schutz- und haltevorrichtung fuer miniatur-schwingquarze - Google Patents

Schutz- und haltevorrichtung fuer miniatur-schwingquarze

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DE2258510B2 DE19722258510 DE2258510A DE2258510B2 DE 2258510 B2 DE2258510 B2 DE 2258510B2 DE 19722258510 DE19722258510 DE 19722258510 DE 2258510 A DE2258510 A DE 2258510A DE 2258510 B2 DE2258510 B2 DE 2258510B2
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Description

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angegebene Lösung der mechanischen Entkopplung für Flachgehäuse nicht in Frage kommt. Entsprechendes gilt für die Halterungsvorrichtungen mit becherartigen Gehäusen gemäß der DT-OS 19 11964 und dem deutschen Gebrauchsmuster 69:5531, die Lösungen zeigen, die hinsichtlich der mechanischen Entkopplung zwischen dem Schwingquarz und den Anschlußstiften ungünstiger sind als die bereits erwähnte Lösung nach der US-FG 32 21 189.
Für Armbanduhrenquarze war es bisher üblich, den Kristall in eine kleine Metallkapsel etwa entsprechend dem erwähnten deutschen Gebrauchsmuster 19 62551 mit nach außen regenden Anschlußstiften einzubauen, deren Enden innerhalb der Kapsel mit Zuleitungen zu den Elektroden der Kristalleinheit verbunden sind, wobei die Zuleitungen gleichzeitig zur Halterung der Kristalle in der Kapsel dienen. Weg^n der beengten RaumverhäJtnisse ergeben sich dabei große Schwierigkeiten bei der Montage, die auch bei sorgfältigster Ausführung leicht zu Druck- oder Zugspannungen am Kristall durch die Verbindungsdrähte zwischen den Anschlußstiften und den Elektroden am Kristall führen können. Weitere Spannungen können durch das heute allgemein übliche Hochdruck-Kaltschweißverfahren zum Verschließen der Trennstelle zwischen dem Sockel und dem Deckel auftreten. Das Kaltschweißen bietet gegenüber dem Verlöten oder thermischen Schweißen den Vorteil, daß keine Dämpfe entstehen, di*· in der Kapsel eingeschlossen und zu Verunreinigungen der Kristalloberflächen führen können. Die bei diesem Verfahren auftretenden Drücke sind jedoch so hoch, daß sie zu einer Verformung der Kapsel führen können, wodurch die Anschlußstifte aus ihrer ursprünglichen Position in der Kapsel verschoben und über die Verbindungsdrähte geringe Druck- oder Zugspannungen auf den Kristall übertragen werden können. Bereits geringfügige Frequenzänderungen auf Grund solcher Spannungen aber machen die gesamte Kristallanordnung zur Verwendung als Frequenznormal für elektronische Zeitmesser unbrauchbar.
Schließlich sind auch noch die durch die Änderungen der Umgebungstemperatur bewirkten Einflüsse auf die Metallkapsel zu erwähnen, die ebenfalls zu geringfügigen Verschiebungen der Anschlußstifte führen und auf die Zuleitung zum Kristall übertragen werden können. 4j Auch dadurch können unerwünschte Frequenzänderungen verursacht werden.
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine Kristallhalterung und Kapselung für Miniatur-Schwingquarze anzugeben, wie sie insbesondere in Armbanduhren verwendet werden, bei denen neben einem wirksamen Schutz gegenüber allen Umwelteinflüssen zusätzlich eine gute mechanische Entkopplung zwischen den Anschlußstiften und dem Kristall im Inneren der Kapsel gewährleistet werden kann. Die Kristallhalterungsanordnung soll dabei außerdem unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen sein.
Die Lösung dieser technischen Aufgabe ergibt sich für eine Schutz- und Haltevorrichtung für Miniatur-Schwingquarze erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Maßnahmen, für die vorteilhafte Weiterbildungen in Unleransprüchen gekennzeichnet sind.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Kristallhalterungsanordnung mit einer Kapsel gelöst, die einen mit Flansch versehenen Sockelteil und einen ebenfalls mit Flansch versehenen Deckelteil aufweist, die durch Kaltverschweißen der Flansche miteinander verbunden und luftdicht gekapselt sind. Auf der Unterseite de& Sockelteils stehen zwei ins Innere der Kapsel luftdicht durchgeführte Anschlußstifte ab. In den Sockelteil ist eine aus Keramik bestehende Isolierplatte eingesetzt, die einen relativen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von 0 besitzt und auf deren Oberseite Kontakte aufplattiert sind, die mit den Innenenden der Stifte verbunden sind. Die Verwendung der starren Isolierplatte auf der Innenseite des Sockels gewährleistet eine ausgezeichnete mechanische Entkopplung zwischen den Anschlußstiften und den Halterungsdrähten, die die Verbindung zum Schwingquarz herstellen. Da die Zuleitungen trotz ihrer elektrischen Verbindung mit den Stiften von diesen mechanisch getrennt sind, werden also keine zu einer Stiftverschiebung führenden Kräfte auf die Zuleitungen übertragen.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Isolierplatte auf der dem Schwingquarz zugekehrten Fläche mit drei aufplattierten leitfähigen und gegeneinander isolierten Kontaktflächenbereichen versehen. An dem mit dem einen Anschlußstift verbundenen Kontaktflächenbereich sind zwei Anschlußcirähte festgelegt, die den Kontakt zu zwei gegenüberliegenden Seiten des Schwingquarzes herstellen, die ebenfalls flächig plattiert sind. Der zweite Kontaktflächenbereich ist elektrisch mit dem zweiten Anschlußstift verbunden. An diesem Kontaktflächenbereich erfolgt der Anschluß der an die beiden anderen gegenüberliegenden Flächen des Schwingquarzes anzulegenden Spannung. Der dritte Kontaktflächenbereich ist blind, d. h. er hat keine elektrische Verbindung nach außen. Dieser dritte Kontaktflächenbereich dient lediglich als Stützpunkt für einen vierten Halterungsdraht, der auf der Seite des Quarzes an einem Schwingungsknotenpunkt ansetzt.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Kristall-Halterung mit Merkmalen nach der Erfindung,
Fig.2 eine perspektivische Darstellung des Deckels der Halterungs-Kapsel,
F i g. 3 eine perspektivische Darstellung des Sockels der Kapsel mit eingesetzter Versteifungs-Grundschicht und Kristalleinheit,
Fig.4 eine auseinandergezogene Darstellung der Anordnung gemäß F i g. 3,
F i g. 5 eine in stark vergrößertem Maßstab gehaltene perspektivische Darstellung der Kristalleinheit, in welcher deren normalerweise nicht sichtbare rechte Seiten- und Bodenfläche abgewälzt dargestellt sind,
F i g. 6 eine Aufsicht auf die Kristalleinheit und die sie halternden Zuleitungen,
F i g. 7 eine Aufsicht auf die Grundschicht,
Fig.8 eine Aufsicht auf die auf der Grundschicht montierte Kristalleinheit und
F i g. 9 eine schematische Darstellung der Elektrodenanschlüsse für den Kristall.
Die in Fig. 1 dargestellte Kristall-Halterungsanordnung weist eine evakuierte Metall-Kapsel auf, die vorzugsweise aus einem Nichteisenmetall, etwa aus Aluminium besteht. Die Kapsel wird durch einen elliptischen Deckel 10 gebildet, der durch Schweißen oder auf andere geeignete Weise mit einem ähnlich geformten Sockel 11 verbunden ist.
Wie am besten Fig.2 zeigt, ist der Deckel 10 mit einem Umfangsflansch iOA versehen, der genau auf
einen am Sockel 11 ausgebildeten Umfangsflansch 114 (Fig. 3 und 4) angepaßt ist. Die Flansche beider Teile werden miteinander so vereinigt, daß die gebildete Kapsel luftdicht abgeschlossen ist. Die Vereinigung der Flansche geschieht vorzugsweise nach einem Hochdruck-Kaltschweißverfahren, bei welchem Dämpfe und Verunreinigungen vermieden werden.
Vom Boden des Sockels 11 ragen zwei Anschlußstifte 12 und 13 nach unten, die in Glas/Metall-Dic/iiungen 14 bzw. 15 verankert sind, welche ihrerseits die Stifte gegenüber der Metall-Kapsel isolieren. In den Sockel 11 ist eine im wesentlichen rechteckige Versteifungsplatte 16 eingesetzt, deren Enden zur Anpassung an die abgerundeten Enden des Sockeis 11 ebenfalls abgerundet sind. Die Platte 16, die vorzugsweise aus Keramik, etwa Tonerde (AI2O3) oder einem anderen steifen, hochfesten Isoliermaterial besteht, dient als Substrat für eine allgemein bei 17 angedeutete piezoelektrische Kristalleinheit.
Auf die Oberseite der Platte 16 sind durch Elektroplattieren oder anderweitig drei leitfähigen Schichten 18, 19 und 20 aufgebracht, die als elektrische Kontakte dienen. Die Schicht 18 bedeckt vollständig einen Endabschnitt der Oberseite, während die Schichten 19 und 20, die gemeinsam den anderen Endabschnitt bedecken, durch eine Längsnut voneinander getrennt sind, so daß sie getrennte Kontakte bilden.
Das Innenende 124 des Anschlußstifts 12 durchsetzt eine Bohrung in der Platte 16 und ist mit dem Kontakt 18 verlötet. Das Innenende 13/4 des Anschlußstifts 13 durchsetzt eine andere Bohrung in der Platte 16 und ist am Kontakt 19 angelötet. Aus noch näher zu erläuternden Gründen ist kein Anschlußstift für die Schicht 20 vorgesehen.
Die in Fig. 5 getrennt dargestellte Kristalleinheit 17 besteht aus einem stab- oderbalkenförmigen piezoelektrischen Krislallelement, dessen Enden ungalvanisiert sind, während seine vier Flächen in einem bestimmten Muster galvanisiert sind, so daß sie Elektroden bilden.
Die einfachsten Kristallschnitte sind bekanntlich der X- und der V-Schnitt. Ein Kristallkörper mit A'-Schnitt schwingt als Dicken-Längsschwinger, wobei sich die großen Flächen der Kristallscheibe auseinander und gegeneinander bewegen. Eine Scheibe mit V-Schnitt schwingt dagegen al* Dicken-Scherungsschwinger, wobei sich die Oberseite abwechselnd in die eine und dann in die andere Richtung verschiebt, während sich die Unterseite auf ähnliche Weise in entgegengesetzte Richtung bewegt.
Das stabförmige Kristallelement 21 mit der für die Einfügung in die Anordnung bevorzugten Form und Schnittart ist ein Kristall mit X- V-Schnitt der als Biegeschwinger arbeitet. Das Kristallelement ist über dem Substrat durch mit ihm an Knotenpunkten verbundene Zuleitungen gehaltert, um einen Energieentzug am Kristall zu verhindern.
Der Vorteil eines Kristalls mit X- V-Schnitt liegt darin, daß es bei relativ kleinen Kristall-Abmessungen möglich wird, diesen mit vergleichsweise niedriger Frequenz in einem für elektronische Zeitmesser geeigneten Bereich zu betreiben. Bei einer praktischen Ausführungsform der Erfindung weist ein Kristall mit .Y-V-Schnitt der auf einer Frequenz von 32 768 Hz schwingt folgende ^messungen auf:
Länge etwa 9,6 mm. Breite etwa 1,6 mm und Dicke stwa 0,8 mm. Da die Kapselabmessungen für den Einschluß dieses kleinen Kristallstabs entsprechend gewählt sind, ist die Gesamtgröße der Anordnung ziemlich gering, so daß sie sich ?um Einbau in eine kristallgesteuerte Uhr eignet.
Ein weiterer wichtiger Vorteil eines Kristalls mit X-V-Schnitt besteht darin, daß sein Temperatur-Frequenz-Gang über den normalerweise bei Uhren vorkommenden Temperaturbereich hinweg praktisch flach ist, so daß es nicht erforderlich ist, die Kristallfrequenz auf Temperaturscliwankungen hin zu kompensieren.
Ein Kristall mit sogenanntem »ΝιιΙΙκ-Temperaturkoeffizient besitzt über einen sehr weiten Bereich von beispielsweise 00C — !00°C hinweg einen sehr kleinen Temperaturkoeffizienten. Dies trifft aber nur auf einen Kristall mit G7'-Schnitt zu. Alle anderen Kristalle weisen eine parabolische Kennlinie auf, so daß das Gefälle der Frecuenz-Temperaturkurve am Umkehrpunkt gleich Null ist. An diesem Punkt treten bei sehr kleinen Temperaluränderungen keinerlei Änderungen auf. Mit anderen Worten: Der Kristall besitzt genau genommen nur bei einer einzigen Temperatur einen Frequenz-Temperaturkoeffizienten >>Null«.
Dieser Null-Temperaturkoeffizient der Frequenz tritt bei einem Kristal1 mit X- V-Schnitt oei etwa 30°C auf, d. h. dieser Wert liegt dicht bei der Körpertemperatur. Wird daher ein solcher Kristall in ehe am Handgelenk getragene Uhr eingebaut, so arbeitet er praktisch bei einem Frequenz-Temperaturkoeffisienten von Null. Der Bereich, bei dem bei einem Kristall mit X- V-Schnitt praktisch keine Frequenzänderung auftritt, liegt bei etwa 30° ± 10°C d.h. erstreckt sich von 20-40cC. Selbst wenn die kristallgesteuerte Uhr nicht getragen wird, wird also die Frequenz ihres Kristalls mit X- V-Schnitt durch Änderungen der Umgebungstemperatur nicht wesentlich beeinflußt.
Zur einwandfreien Erregung eines Kristalls mit X- V-Schnitt in einem Oszillatorkreis müssen auf die schematit-ch in Fig.9 dargestellte Weise Spannungen zwischen die beiden Flächenpaare angelegt werden. Gemäß F i g. 9 ist der Kristall 21 mit auf seine Ober- und Unterseite aufplattierten oberen und unteren Elektroden FEbzw. SE sow je linken und rechten Elektroden LE bzw. RE versehen, die auf seine linke bzw. rechte Seite aufplattiert sind. Die Enden bzw. Stirnflächen des Kristallelements sind frei von Elektroden. Solche Elektrodenplattierungen auf Schwingquarzen sind prinzipiell bekannt (vgl. beispielsweise DT-AS 11 13 477): sie sind nicht Gegenstand der Erfindung.
Zur elektrischen Belastung des X-V-Schnitt-Kristalls sind die obere und die untere Elekfode TE bzw. BE zusammengeschaltet und zum Anschlußstift 13 geführt, während die linke und die rechte Elektrode Lfbzw. RE zusammengeschaltet und zum Anschiußstift 12 geführt sind. Infolgedessen wird ein elektrisches Feld zwischen dem Paar aus oberer und unterer Elektrode sowie dem Paar aus linker und rechter Elektrode erzeugt
Das auf den Kristallflächen vorgesehene Metallisierungsmuster zur Festlegung der Elektroden und der Verbindungen zwischen ihnen ist in Fig.5 dargestellt Ersichtlicherweise bildet die Plattierung an Ober- und Unterseite, welche die Elektroden TE und BE bildet eine rechteckige Schicht deren Umfangsrand gegenüber den Kanten der Ober- und Unterseite des Kristalls einwärts versetzt ist Diese beiden rechteckigen Schichten sind durch einen schmalen Verbindungsstreifen CS miteinander verbunden, welcher neben dem einen Ende des Kristallstabs längs der rechten Kristallfläche verläuft
Die linke Elektrode LE bildet eine rechteckige
Schicht, die sich mit Ausnahme der Ränder der linken Seite über deren Gesamtfläche erstreckt, während die ähnlich ausgebildete rechte Elektrode RE etwas kürzer ist, um Platz für den Verbindungsstreifen CSzu schaffen. Infolgedessen sind die rechte und die linke Elektrode am Kristallstab nicht miteinander verbunden und müssen zur Herstellung des Schaltkreises gemäß Fig.9 mit einer äußeren Verbindung versehen werden.
Die Verbindungen zwischen den Kristallelektroden und den Stiften werden gemäß den Fig.4, 6, 7 und 8 durch vier Zuleitungen L\ bis L·, hergestellt, die symmetrisch angeordnet und an Knotenpunkten des Kristalls mit den Elektroden verbunden sind, wobei jede Zuleitung fragezeichen- bzw. S-förmige Gestalt besitzt.
Das eine Ende der Zuleitung L\ ist an einem Knotenpunkt mit dem Verbindungsstreifen CS verbunden und somit elektrisch sowohl an die obere als auch an die untere Elektrode TE bzw. BE angeschlossen. Das andere Ende der Zuleitung L\ ist mit dem Kontakt 19 an der Grundschicht und mithin mit dem Stift 12 verbunden.
Das eine Ende der Zuleitung L2 ist an einem Knotenpunkt mit der linken Elektrode LE verbunden, während ihr anderes Ende an den Kontakt 20 auf der Grundschicht angeschlossen ist. Dieser Kontakt ist von den anderen Kontakten elektrisch getrennt und führt zu keinem Anschlußslift. Infolgedessen erfüllt die Zuleitung L2 nur eine Stützfunktion und wirkt als einer der vier symmetrisch angeordneten Füße, welche die Kristalleinheit in ihrer richtigen Position über der Grundschicht 16 halten.
Das eine Ende der Zuleitung Lz ist an einem Knotenpunkt mit der rechten Elektrode RE verbunden, während das andere Ende mit dem Kontakt 18 verbunden ist. Die Zuleitung U ist mit ihrem einen Ende an einem Knotenpunkt mit der linken Elektrode LEund mit ihrem anderen Ende mit dem gleichen Kontakt 18 verbunden. Der Kontakt 18 dient daher zur Verbindung der linken und der rechten Elektrode REbzw. LEund zur Verbindung dieser Elektroden mit dem Anschlußstift 12.
Die Verbindung der Enden der Zuleitungen mit den Elektroden am Kristall erfolgt vorzugsweise nach einem Wärmepreßverfahren und nicht durch Löten. Der Grund dafür besteht darin, daß beim Wärmepreßverfahren der Kopf bzw. die Spitze der Zuleitung am Knotenpunkt mit der Eilektrodenfläche verschweißt wird, ohne die Spitze effektiv zu verbreitern, wie dies bei einer Lötverbindung der Fall wäre, bei welcher die Spitze von einem Lötmittelwulst umgeben ist, welcher die Anschlußfläche über den Knotenpunkt hinaus verbreitert, so daß dann Energie auf die Zuleitung übertragen wird.
Beim Anlöten des anderen Endes jeder Elektroden-Zuleitung am betreffenden Kontakt auf der Grundschicht ist es wesentlich, daß sich die Zuleitung zunächst frei verschieben kann, bevor sie festgelötet wird, um in der Zuleitung alle mechanischen Spannungen zu vermeiden, die auf den Kristall übertragen werden können. Genauer gesagt, muß die Form oder die Ausrichtung der Zuleitung so gewählt sein, daß kein weiteres Verbiegen nötig ist, um sie an ihren Anschlußpunkt zu bringen, da durch ein solches Verbiegen Spannungskräfte hervorgerufen werden wurden.
Bei der Kristallanordnung dient das starre Substrat an welchem die Kristalleinheit durch spannungsfreie Zuleitungen montiert ist, die sowohl als Stützfüße als auch als elektrische Anschlüsse dienen, zur Isolierung der Kristalleinheit gegenüber allen mechanischen Kräften, welche die Kapsel verformen und die Stiftpositionen verschieben können. Die montierte Kristalleinheit ist daher in der evakuierten Kapsel spannungsfrei und frei von Verunreinigungen, so daß sie im Vakuum mit hohem (?-Wert auf einer durch ihre Abmessungen genau festgelegten Frequenz schwingt.
Hierzu 2 Blatt^eichnungen
609540/36

Claims (3)

gungen auf einer vorbestimmten Frequenz zu gewähr- Patentansprüche: leisten, ist nicht nur eine genau bemessene Kristallein heit erforderlich, vielmehr muß der Kristall auch so
1. Schutz- und Haltevorrichtung für gehaltert sein, daß er gegenüber den seine Frequenz Miniatur-Schwingquarze, die als Zeitnormal für 5 bzw. seinen (?-Wert beeinträchtigenden Umgebungsbeelektronische Uhren verwendet werden, mit einer dingungen geschützt ist Aus diesem Grund ist es vor relativ flachen evakuierten Metallkapsel, bestehend allem erforderlich, daß die Kristallhalterung eine aus einem im wesentlichen flachen Sockel und einem niedrige mechanische Impedanz und dennoch ausreidarauf angepaßten, luftdicht verschließbaren Deckel chende Steifheit besitzt, damit der Kristall seine sowie mit isoliert durch den Sockel geführten io Eigenschaften als Schwinger nicht verändert, wenn er Anschlußstiften für den Schwingquarz, dadurch mechanischen Stoßen ausgesetzt ist. Üblicherweise wird gekennzeichnet, daß in den Sockel inseitig der Kristall in einen evakuierten, luftdicht gekapselten eine starre Isolierplatte (16) eingepaßt ist, die Behälter eingebaut. Durch den evakuierten Behälter oberseitig vnit aufplattierten, :nit den Innenenden werden nicht nur die durch Ultraschallabstrahlung zur der Anschlußstifte (13, 14) elektrisch verbundenen 15 Luft hervorgerufenen Verluste beseitigt, sondern es Kontaktbereichen (18-20) versehen und aus Kera- wird auch verhindert, daß der Kristall durch Luftdruckmikmaterial hergestellt ist, das einen relativen belastung, Verunreinigungen, Feuchtigkeit oder andere thermischen Ausdehnungskoeffizienten von annä- schädliche Einflüsse beeinträchtigt wird. Außerdem ist hemd Null besitzt, und daß der Schwingquarz (17) der Q-Wert eines Kristalls im Vakuum höher als in Luft, durch spannungsfreie Zuleitungen (L1 - L4) über der 20 Zum Einbau kleiner Schwingquarze ist mit dem Isolierplatte (16) gehalten ist, die einerseits an den DT-Gebrauchsmuster 19 62 551 bereits eine Schwingäußeren Enden der Kontaktbeieiche (18-20) und quarz-Halte- und Kapselvorrichtung bekanntgeworden, andererseits an Schwingungsknotenpunkten im bei der die beiden erforderlichen Ansohlußstifte über Endbereich des Schwingquarzes angesetzt sind. eingeschmolzene Glasperlen durch eine Bodenplatte
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 25 nach außen geführt sind und die Bodenplatte innenseitig zeichnet, daß der Schwingquarz (17) X-K-Schnitt mit einer Dichtungsscheibe versehen ist, um eine aufweist. luftdichte Verbindung zwischen der Bodenplatte und
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch einer aufgesetzten und durch ein Kaltpreßverfahren mn gekennzeichnet, daß die Kontaktbereiche auf der der Bodenplatte verbundenen Kappe zu gewährleisten. Isolierplatte (16) als drei leitfähige, von einander 30 Auch die DT-OS 19 15 465 sowie die deutschen getrennte Flächenbereiche (18-20) aufgebracht Gebrauchsmuster 19 11 964 und 69 33 436 beschäftigen sind, die einmal einen ersten Kontakt zu einem sich mit dem Problem der geschützten luftdichten ersten Anschlußstift (12,12Λ ) an der einen Seite der Kapselung und der Durchführung der Anschlußstifte Metallkapsel (10, 11) sowie einen zweiten und von Schwingquarzen durch die Bodenplatte eines dritten Kontakt an der anderen Seite bilden, wobei 35 Bauelementgehäuses.
der zweite Anschlußstift (13) mit dem zweiten Bei diesen bisher bekannten Schwingquarzhalte-
Kontakt verbunden ist, und daß vier symmetrisch rungen, die eine direkte Verbindung der Quarzzuleiter angeordnete Zuleitungen (Li - L4) vorgesehen sind, mit den Anschlußstiften an der Kapsel vorsehen, tritt die von denen die erste und die zweite Zuleitung (L3, L4) Schwierigkeit auf, daß Temperaturänderungen gewisse zwischen einer linken bzw. einer rechten, auf den 40 Spannungen zwischen den Anschlußstiften und dem Schwingquarz (21) aufplattierten Flächenelektrode Gehäuse hervorrufen, wodurch kleine Druckkraftände- (LE, RE) sowie dem ersten Flächenbereich (18) rungen auf den Quarz einwirken, die für Uhrenquarze zu verlaufen, die dritte Zuleitung (Li) sich zwischen unzulässigen, weil kaum kompensierbaren Änderungen einem eine obere und eine untere auf den der Eigenfrequenz führen. Dieses Problem tritt beson-Schwingquarz (21) aufplattierten Flächenelektrode 45 ders deutlich auf, wenn die Anschlußstifte beispielsweise (TE, BE) verbindenden Verbindungsstreifen (CS) beim Einlöten des gekapselten Quarzes in einer und dem zweiten Flächenbereich (19) erstreckt. Schaltung mechanisch beansprucht werden, während die vierte Zuleitung (L2) zwischen die linke Für größere Schwingquarze für elektronische Schal-
Flächenelektrode (LE) und die dritte leitfähige tungen, bei denen es auf die Miniaturisierung des Schicht (20) geschaltet ist. 50 Gehäuses nicht besonders ankommt, sind bereits
Haltevorrichtungen bekannt, die eine erste Lösung
dieses Problems der mechanisch spannungsfreier
Halterung des Schwingquarzes ergeben. So beschreib! etwa die US-PS 32 21 189 eine Kapsel- und Haltevor-
Die Erfindung betrifft eine Schutz- und Haltevorrich- 55 richtung für Quarzelemente, bei der im Inneren de; mg für Miniatur-Schwingquarze, die als Zeitnormal für Gehäuses eine Abstandsplatte vorgesehen ist, die einer ektronische Uhren verwendet werden und deren Durchbruch aufweist, durch den der Schwingquarz lgemeine Gattungsbegriffe im Oberbegriff des Patent- hindurchgeführt und durch kurze Anschluß- unc ispruchs 1 angegeben sind. Haltedrähte gehalten ist. Auch wenn die Verbindung
Als Schwingquarze — im folgenden auch als 60 zwischen dem Schwingquarz und der Abstandsplatu piezoelektrische Kristalleinheit« bezeichnet — korn- mechanisch noch relativ starr ist, so ergibt sich be ien Kristalle mit hohem Q-Wert in Frage, die als dieser Lösung doch bereits eine gewisse mechanisch! abiles Frequenznormal, d. h. also als Zeitbasis in Entkopplung zwischen dem Schwingquarz und de lektronischen Uhren, seit einigen Jahren verwendet Kapsel bzw. den Anschlußstiften am Sockel de erden. Die Frequenz des Kristalls wird elektronisch 65 Gehäuses. Für Miniaturquarze, wie sie für elektronisch' eruntergeteilt, um niederfrequente Impulse zur Betäti- Armbanduhren benötigt werden, eignet sich dies» ung einer Zeitanzeige zu erhalten. bekannte Halterungs- und Kapselvorrichtung jedocl
Um mit solchen Schwingquarzen stabile Schwin- nicht, da ihr Platzbedarf viel zu groß ist und di
DE19722258510 1971-12-02 1972-11-29 Schutz- und Haltevorrichtung für Miniatur-Schwingquarze Expired DE2258510C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

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US20417771 1971-12-02

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DE2258510A1 DE2258510A1 (de) 1973-06-07
DE2258510B2 true DE2258510B2 (de) 1976-09-30
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IT971402B (it) 1974-04-30
CH552847A (de) 1974-08-15
CA968069A (en) 1975-05-20
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DE2258510A1 (de) 1973-06-07
FR2170415A5 (de) 1973-09-14
JPS5336062Y2 (de) 1978-09-02
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