DE2337347A1 - Vorrichtung fuer die erzeugung elektrischer funken zum zuenden von gas-luftgemischen - Google Patents
Vorrichtung fuer die erzeugung elektrischer funken zum zuenden von gas-luftgemischenInfo
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- F23Q2/00—Lighters containing fuel, e.g. for cigarettes
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- F23Q2/285—Lighters characterised by electrical ignition of the fuel with spark ignition
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Description
F-30.664-03 - 27/73 16. Juli 1973
KDB/URE
Batteile - Institut e.V., Frankfurt/Main
Vorrichtung für die Erzeugung elektrischer Funken zum Zünden von Gas-Luftgemischen
In bekannten Geräten werden Funken zum Zünden von Gas-Luftgemischen
mit mechanisch bewegten Feuersteinen, mit Hilfe von piezoelektrischen oder induktiven Anordnungen oder durch batteriegespeiste
Transformatorschaltungen erzeugt.
Die Nachteile dieser bekannten Vorrichtungen bestehen darin, daß sie entweder häufig gewartet werden müssen, eine Energie-
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quelle, wie, Batterie, benötigen und/oder in ihrem Aufbau und damit
in den Herstellungskosten recht aufwendig sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Zündvorrichtung
zu entwickeln, die keine Energiequelle benötigt, praktisch wartungsfrei arbeitet und außerdem mit vergleichsweise geringem
Aufwand herstellbar ist. Außerdem wurde ein kleines Bauvolumen angestrebt, um diese Zündschaltung auch für Feuerzeuge, insbesondere
Taschenfeuerzeuge verwenden zu können.
Es hat sich nun gezeigt, daß diese Aufgabe mit der in Anspruch 1 beschriebenen Vorrichtung auf überraschend einfache Weise gelöst
werden kann. Eine für viele Anwendungszwecke vorteilhafte Ausführungsform
beinhaltet Anspruch 2, während Anspruch 3 eine gerade für Taschenfeuerzeuge geeignete, sehr kompakte Zündvorrichtung
nach dem erfindungsgemäßen Prinzip zum Gegenstand hat.
Die Lebensdauer der erfindungsgemäß verwendeten Elektrete beträgt über 20 Jahre und übertrifft daher das mögliche Alter der meisten
Geräte, für die eine solche Zündvorrichtung in Frage kommt.
Gegenüber den - ebenfalls keine Energiequelle, wie Batterie benötigenden
- piezoelektrischen Zündung und Permanentmagnet-Zündung
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ist der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung wesentlich
höher, da hier praktisch keine Energie zur Beschleunigung einer Masse erforderlich ist. Die Reibungsverluste sind ebenfalls
außerordentlich gering, so daß ein Wirkungsgrad für die Umsetzung von mechanischer in elektrische Energie von über 50 % durchaus
möglich ist.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten gehen aus
der folgenden Erläuterung des Prinzips, aus den beigefügten Abbildungen
sowie aus der nachstehenden Beschreibung eines praktischen Ausführungsbeispiels der Erfindung hervor.
Es zeigt Fig. la, b in schematischer Vereinfachung die Schaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und zwar in den'beiden Extremstellungen
des Elektreten, und
Fig. 2 in perspektivischer, auseinandergezogener Darstellung eine Taschenfeuerzeug-Zündvorrichtung gemäß einer Ausführungsart der
Erfindung.
Das Prinzip der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung wird nun anhand von Fig. 1 näher erläutert:
Ein Elektret 1 wird in den Zwischenraum zwischen zwei elektrisch
leitfähigen Flächenelementen, hier zwei Metallplatten 2a und 2b hineingeschoben, die ihrerseits über leitende Verbindungen 3 mit
einem Kondensator C und einer Funkenstrecke 4 verbunden sind (Fig. la). Diese Funkenstrecke 4 besteht hier aus zwei Kugeln 5a
509808/UÜ1 k
und 5b. In der zweiten Extremstellung des Elektreten, den Fig. Ib zeigt, influenzieren die positiven bzw. negativen Ladungen des
Elektreten auf den Metallplatten 2a bzw. 2b negative bzw. positive Influenzladungen. Da das Leitungssystem, bestehend aus 2,
3, C und 5 ursprünglich ungeladen war, haben die Influenzladungen
auf den Metallplatten 2a und 2b gleich große Gegenladungen auf der Parallelschaltung bestehend aus C und der Funkenstrecke 4
zur Folge. Übersteigt das dadurch zwischen 5a und 5b hervorgerufene elektrische Feld in der Funkenstrecke 4 die Durchschlagsfeldstärke
der Luft, so können sich diese Gegenladungen über einen Funken ausgleichen, während die Influenzladungen auf 2a und
2b durch die Ladungen des Elektrets gebunden bleiben.
Bei ausreichender Ladung und elektrischer Energie kann der Funke ein brennbares Gas-Luftgemisch entzünden.
Wird der Elektret wieder herausgezogen, so können die Influenzladungen
von den Metallplatten 2 abfließen und erneut einen Funken an 4 hervorrufen. Dadurch ist die Ausgangssituation wieder
hergestellt.
Die Energie des Zündfunkens wird durch die mechanische Arbeit aufgebracht,
die nötig ist, um die Ladungstrennung herbeizuführen.
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Es ist bekannt, daß für die Zündung eines brennbaren Gas-Luftgemisches
nicht allein die elektrische Energie des Funkens, sondern die im Funken· transportierte Ladung die entscheidende Größe
ist. Zur sicheren Zündung eines strömenden Butan-Luftgemisches ist eine Ladung von ca. 3,2 /uAs nötig. Die Zündspannung liegt
zweckmäßigerweise bei ca. 8 kV. Daraus errechnet sich eine elektrische Energie von N = Q-U = 3,2·10~6·8·103 Ws «25-«Γ3 Ws,
während die Mindestzundenergien der üblichen brennbaren Gas-Luftgemische
bei (0,2-0,3)*10~3 Ws liegen.
—8 2 Nun läßt sich ein guter Elektret an der Luft bis auf 10" As/cm ,
in Schutzgas (z.B. SFg) bis auf 5·10 As/cm aufladen. Nimmt
8 2
man eine Ladung von 2·10~ As/cm an, so ist zur Speicherung der
man eine Ladung von 2·10~ As/cm an, so ist zur Speicherung der
—6 2
notwendigen Ladungsmenge von 3,2*10 As eine Fläche von 160 cm
erforderlich. Die Kapazität des Ladekondensators muß C = Q/U = 3,2·10"6/8·103 = 4·10~10 F = 400 pF betragen.
Die genannten Forderungen lassen sich nun bei der erfindungsgemäs·
sen Zündvorrichtung in einer besonders kompakten Anordnung Verwirklichen, die in Fig 2 wiedergegeben ist. Der Elektret 1 ist
als Scheibe ausgebildet, deren elektrische Polarisierung auf der einen Hälfte umgekehrt ist wie auf der anderen Hälfte. Oberhalb
und unterhalb des Elektrets befindet sich je eine geteilte Metallscheibe 2, deren beide Hälften elektrisch voneinander isoliert
sind. Diese sind in geeigneter Weise über leitende Verbindungen 3
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mit einem Kondensator C und einer Funkenstrecke 4 verbunden. Der Elektret ist um eine Achse 6 drehbar während die Metallscheiben
über Halterungen 7 fixiert sind.
In der Ausgangsstellung wird auf den Metallscheiben keine resultierende
Influenzladung erzeugt, weil sich unter bzw. über jeder
Scheibenhälfte 2 zwei entgegengesetzt gepolte Quadranten des Elektrets befinden. Wird der Elektret um 90 gedreht, so befindet
sich unter jeder Scheibenhälfte 2 ein gleichnamig polarisierter Bereich des Elektrets. Dadurch wird in jeder Scheibenhälfte 2 die der
jeweiligen Elektretladung entgegengesetzte Influenzladung erzeugt.
Über die leitende Verbindung 3 der jeweils gleichnamig geladenen Scheibenhälften 2 wird auf dem Kondensator C und der parallel geschalteten
Funkenstrecke eine der gesamten Influenzladung entgegengesetzte
aber gleich große Gegenladung hervorgerufen. Aus Fig ist zu ersehen, daß sich bei jeder Drehung der Elektrete um 90°
ein Zündfunke erzeugen läßt. Damit die Funkenenergie genügend groß
ist, um das aus einem Tank einströmende Gas zur Entzündung zu bringen,
besteht die Gesamtanordnung aus acht Elektreten 1 und aus
neun Metallscheiben 2, deren Durchmesser fünf Zentimeter beträgt. Bei Parallelschaltung ergibt sich also insgesamt eine Fläche von
160 cm . Die Dicke der Elektrete beträgt 0,2 mm, die Dicke der Metallscheiben beträgt 0,04 mm. An ihrem Umfang besitzen diese
Scheiben einen Wulst mit einer Dicke von 0,08 mm. Auf diesem Wulst liegen die Elektrete auf, so daß zwischen dem Scheiben-
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innern der Metallscheiben und den Elektreten ein Luftspalt von
0,02 mm besteht. Dadurch werden mechanische Reibungsverluste und die Aufladung infolge von Reibungselektrizität klein gehalten.
Die gesamte Dicke der Anordnung ist damit
8x0,2 mm +9x 0,09 mm = 2,4 mm.
Der Kondensator C besteht aus einer 0,15 mm dicken metallisierten Kunststoffscheibe von 5 cm Durchmesser. Besitzt der Kunststoff
die Dielektrizitätskonstante £ = 3, so ist die Kapazität dieses
Kondensators C = 400 pF.
Dieser Kondensator wird mit Hilfe einer Zwischenisolation von 0,15 mm Dicke nach Fig. 2 auf der Zündanordnung montiert, so daß sich
eine Gesamtdicke von 2,7 mm ergibt. Bei einem Durchmesser von 5 cm wird damit ein Volumen von 5,4 cm benötigt. Für die Befestigung
der Scheiben 7 in Fig. 2 und für die Funkenstrecke wird nochmals etwa 1 cm benötigt, so daß das Gesamtvolumen der Zündanordnung
etwa 6,5 cm beträgt. Damit ist die Anordnung kompakt genug um z.B. in einem Taschenfeuerzeug verwendet zu werden.
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Claims (3)
1. Vorrichtung für die Erzeugung elektrischer Funken zum Zünden von Gas-Luftgemischen, dadurch gekennzeichnet, daß diese einen
zwischen elektrisch leitfähigen Flächenelementen (2, 2a, 2b) bewegbaren Elektreten (l) aufweist, der elektrisch mit einer
Funkenstrecke (4) und einem dieser Funkenstrecke parallel geschalteten Kondensator (C) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Elektrete (l) mechanisch bewegbar miteinander verkoppelt
und die zugehörigen Flächenelemente (2) parallel geschaltet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen Elektrete (l) in Form von dünnen, runden Scheiben ausgebildet sind, deren eine Halbkreisfläche gegenüber der anderen
elektrisch entgegengesetzt polarisiert ist und die gemeinsam auf einer drehbaren Mittelachse befestigt sind, daß
ferner in den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Elektretscheiben als leitfähige Flächenelemente (2) je zwei konzen- ,
trisch und komplanar angeordnete, feststehende, halbkreisförmige Metallscheiben vorhanden sind und daß in zwei Stellungen der
Elektrete (l) relativ zu den Metallscheiben (2) die resultierende Influenzladung auf jeder Metallscheibe Null und in zwei anderen
Stellungen die Influenzladung einen maximalen Wert einnimmt,
wobei durch Drehung um 90° von einer Stellung in die nächste eine ausreichende Influenzladung zur Erzeugung eines
Zündfunkens entsteht.
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