DE2353273B2 - Quaderfoermiger behaelter aus durchsichtigem material mit hermetisch abzuschliessendem deckel zur praeparation und aufbewahrung von kulturen von pilzartigen parasiten oder dgl. - Google Patents
Quaderfoermiger behaelter aus durchsichtigem material mit hermetisch abzuschliessendem deckel zur praeparation und aufbewahrung von kulturen von pilzartigen parasiten oder dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft einen quaderformigen Behälter aus durchsichtigem Material mit hermetisch abzuschließendem
Deckel zur Präparation und Aufbewahrung von Kulturen von pilzartigen Parasiten oder dgl.
Bei den zu präparierenden und aufzubewahrenden Kulturen pilzartiger Parasiten handelt es sich um solche,
die man auf der Haut oder analogen Oberfläche, auch auf der Kleidung oder sonstigen Überzügen von
Menschen, Tieren und Pflanzen finden kann.
Es ist bekannt, diese Parasiten auf einem geeigneten Untergrund, hauptsächlich einem Nährboden für Mikroorganismen
entsprechend den Methoden der Pilzkunde im Inneren von in Laboratorien üblichen Reagenzgläsern
aus Glas zu züchten. Diese Kulturen beginnen nach einer örtlichen Impfung mehr oder weniger
langsam sich zu entwickeln und gehen nach einiger Zeit zugrunde, da es nicht möglich ist, sie zu konservieren.
Es ist daher von sehr großem Interesse und das Bedürfnis dazu besteht schon lange, aufbewahrbare, haltbare
Sammlungen solcher Krlturen in verschiedenen Entwicklungsstadien zu schaffen. Solche Sammlungen
könnten zu Vergleichszwecken herangezogen werden und wären für Forscher und Studenten sehr nützlich
und sie wurden die Identifizierung von Versuchskulturen der Forschung von Medizin und Pharmazie wesentlich
vereinfachen.
Ein Hauptproblem der Herstellung solcher Sammlungen ist das Abstoppen der Entwicklung der Parasiten
in einem erwünschten Wachstumsstadium und die Konservierung in diesem Zustand über eine lange Zeit.
Eine andere Schwierigkeit besteht darin, daß die eewohnt sind, die Parasiten in dem Zustand
zu identifizieren, indem sie sie gewöhnlich in den Reagenzgläsern beobachten, wobei der als Zuchtgrundlage
dienende Nährboden eine bestimmte Dicke und ein vorbestimmtes Profil aufweist. Daraus entwickelte sich
eine Methode der Parasitenzucht bei der in vielen Fällen durch die Aufteilung der Farben eine sichere Identifizierung
ohne Eingriff in die Kultur möglich ist.
Aufgabe de: Erfindung ist die Schaffung eines neuen Behälters der eingangs genannten Art, durch den die
ίο einfache Präparierung und längere Aufbewahrung ohne Veränderungen von Kulturen von pilzartigen Parasiten
und dergleichen in dem jeweils erwünschten Wachstumsstadium zum Aufbau einer Vergleichssammlung möglich ist und bei dem eine ungehinderte
Betrachtung mit einer Binokularlupe einfach und unter ähnlichen, bei Reagenzgläsern gewohnten Bedingungen
durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Erfindung
ist also durch den Patentanspruch 1 definiert.
Die Patentansprüche 2 bis 5 beinhalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Eine Präpanerung der Kulturen im jeweils gewünschten
Wachstumszustand wird also ohne Veränderungen dadurch besonders einfach, daß im länglichen
Innenraum ein Nährboden für die pilzartigen Parasiten oder dgl. vorgesehen ist, das Wachstum der Parasiten
in einem gewünschten Wachstumsstadium gestoppt ist und der Deckel in bekannter Weise hermetisch dicht
aufgesetzt ist, so daß keine den Zustand der Kultur verändernden Substanzen in den Innenraum eindringen
können.
Eine Sterilisation durch Röntgenstrahlen ohne Veränderungen ist möglich, wenn die Schale und der Dekkel
aus Kunststoff, insbesondere aus Polystyrol bestehen.
Ein hermetisches Abschließen des Behälters wird dadurch erleichtert, daß die Schale quaderförmig fünf
Wandflächen aufweist, nämlich die ebene Fläche und vier daran anschließende Seitenflächen, wobei der
längliche Innenraum durch eine Einsenkung in der ebenen Fläche gebildet ist, die niedriger ist als die Höhe
der Seitenflächen. Der hermetische Abschluß durch Schweißen, insbesondere Ultraschweißen oder Kleben
wird wesentlich erleichtert, wenn die Seitenflächen der Schale auf der der ebenen Fläche gegenüberliegenden
Seite einen Rand aufweisen, auf dem sich der freie Rand des Deckels abstützt.
Die gewohnheitsmäßige Bestimmung der Parasitenart kann dadurch wesentlich erleichtert werden, daß
der Radius des inneren Raumes der Schale etwa dem Radius üblicher Reagenzgläser entspricht, so daß bei
einer Umstellung von der seither üblichen Untersuchungsmethode im Reagenzglas auf die erfindungsgemäße
Methode gleiche Betrachtungsverhältnisse vorliegen. Der Radius kann ca. 9 mm betragen und der Innenraum
kann zweckmäßigerweise eine Länge von ca. 70 mm haben.
Weitere Vorteile und die Merkmale der Erfindung do ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung
an Hand der Zeichnungen. Es zeigen
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines Behälters in offenem Zustand,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch eine Schale und
(>5 F i g. 3 einen Querschnitt durch eine Schale.
(>5 F i g. 3 einen Querschnitt durch eine Schale.
Der quaderförmige Behälter aus durchsichtigem Material
und mit hermetisch abzuschließendem Deckel zum Präparieren und Aufbewahren von Kulturen von
pilzartigen Parasiten, Bakterien oder dgl., besteht aus
einer Schale 1 mit einem länglichen Innenraum 2, wobei dieser längliche Innenraum 2 an eine ebene Fläche 3
angrenzt, an deren Seiten etwa senkrecht abgewinkelte Seitenflächen anschließen und der innenraum 2 ist
durch eine im Querschnitt halbkreisförmige Einsenkung in der ebenen Fläche 3 gebildet, die niedriger ist
als die Höhe der Seitenflächen und im Innenraum 2 ein Nährboden für die pilzartigen Parasiten oder dgl. vorgesehen
ist.
In vorteilhafter Weise besitzen die Seitenflächen der Schale 2 auf der der ebenen Fläche 3 gegenüberliegenden
Seite einen Wulst 5, auf dem sich der freie Rand des Deckels 4 abstützt.
Zum besseren Aufsitzen und leichteren hermetischen Verschließen kann der Wulst 5 mit einer Rille 6 zur
Aufnahme des unteren Rands der Schale 4 versehen sein.
In äquivalenter Ausführung können die Schale 1 und der Deckel 4 flanschartig ausgebildet sein, um dort in
bekannter Weise verklebt oder verschweißt zu werden.
Es ist auch von Vorteil, wenn der Radius des Innenraums 2 der Schale 1 etwa dem Radius üblicher Reagenzgläser
entspricht.
Die Schale 1 und der Deckel 4 jedes Behälters bestehen selbstverständlich aus durchsichtigem Material, da
sonst ein einfacher Vergleich mit zu bestimmenden Kulturen nicht möglich ist. Für die vorgesehenen Zwekke
ist ein Kunststoff, besonders Polystyrol, geeignet, wie weiter unten noch näher erläutert wird.
Zur Präparation einer Sammlung von pilzartigen Parasiten oder dgl. unter Zuhilfenahme der erfindungsgemäßen
Behälter verfährt man folgendermaßen:
Man bringt in den Innenraum 2 der Schale 1 die notwendige Menge eines Nährbodens für Mikrobenzucht .vs
ein.
Man impft diesen Nährboden mit den Parasiten und läßt diese bis zum gewünschten Wachstumsstadium,
beispielsweise bis zum Erscheinen charakteristischer Merkmale, wachsen. Man stoppt nun das Wachstum
durch eine Sterilisationsbehandlung und verschließt die Schale 1 mit dem Deckel 4 hermetisch.
Um eine innere Beschlagbildung durch kondensierendes Wasser zu verhindern, die durch den Wassergehalt
des Nährbodens verursacht werden kann, bringt man die offene Schale 1 in eine Atmosphäre von ca. 30°
Celsius über drei Stunden und verschließt dann in einer Atmosphäre mit trockener Luft von 30° die Schale 1
mit dem Deckel 4 und versiegelt diesen hermetisch.
Man tötet die Parasiten, um sie in dem gewünschten Wachstumsstadium zu erhalten, indem man den Behälter
der Gammastrahlung einer radioaktiven Quelle aussetzt. Diese Bestrahlung ist mit dem üblichen Glas nicht
möglich, da sich dieses unter der Wirkung der Gammastrahlen zersetzt. Der Behälter wird daher vorzugsweise
aus Polystyrol hergestellt
Es ist aber auch eine Sterilisation ohne radioaktive Substanzen möglich und man kann dann den Behälter
aus Glas herstellen, wenn man folgendermaßen verfährt; Eingangs verfährt man wie oben beschrieben bis
zum Stoppen des Wachstums der Parasiten, dann bringt man den Behälter für drei Stunden in eine Atmosphäre
mit 30° Celsius und bringt ihn dann anschließend in eine sterilisierende Gasatmosphäre wie Äther, Osmiumsäure
oder dergleichen und setzt dann den Deckel hermetisch auf. Das hermetische Versiegeln kann mit
Ultraschall erfolgen.
Der längliche Innenraum 2 hat am besten einen Halbkreisquerschnitt mit einem Radius von etwa 9 mm
und eine Länge von etwa 70 mm. Dank dieser Form erhält man die gleichen Beobachtungsverhältnisse bei
der Durchsicht durch die gewölbte Fläche zum Innenraum 2, wie diese bei der seither üblichen Betrachtung
in einem Reagenzglas gegeben sind. Betrachtet man dagegen die Probe durch die ebene Fläche 3 hindurch,
so erhält man auch bei der Verwendung eines Vergrößerungsglases ein verzerrungsfreies Bild.
Mit dem geschilderten Präparationsverfahren vermeidet
man jeden Feuchtigkeitsr.iederschlag durch die
herabgesetzte Feuchtigkeit des Nährbodens und kann daher das Präparat von allen Seiten durch die Behälterwand
betrachten. Es ist möglich, wenn man wie oben beschrieben verfährt, einen Nährboden mit einem ausreichend
niederen Wassergehalt zu erhalten, wenn man die Schale 1 in einer feuchtigkeitsarmen Atmosphäre
mit einer im Laboratorium maximal ertragbaren Lufttemperatur schließt. Es bildet sich dann in jeder Schale
{ ein Gleichgewicht zwischen dem Wassergehalt des Nährbodens und dem Dampfdruck der Luft in der
Schale 1. Senkt man die Außentemperatur ab, so erfolgt ein Austausch zwischen dem im Nährboden enthaltenen
Wasser und dem Dampf der Luft, wobei ein Wasserniederschlag an den Wandungen des Behälters
zwischen etwa 15 und 25° Celsius vermieden wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Quaderförmiger Behälter aus durchsichtigem Material und mit hermetisch abzuschließendem
Deckel zur Präparation und Aufbewahrung von Kulturen von pilzartigen Parasiten od. dgl., d a durch
gekennzeichnet, daß eine Schale (1) mit einem länglichen Innenraum (2) vorgesehen ist,
wobei dieser Innenraum (2) an eine ebene Fläche (3) angrenzt, an deren Seiten senkrecht abgewinkelte
Seitenflächen anschließen und der längliche Innenraum (2) durch eine im Querschnitt halbkreisförmige
Einsenkung in der ebenen Fläche (3) gebildet ist, die niedriger ist als die Höhe der Seitenflächen und
im Innenraum (2) ein Nährboden für die pilzartigen Parasiten od. dgl vorgesehen ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen der Schale (1) auf
der der ebenen Fläche (3) gegenüberliegenden Seite einen Wulst (5) aufweisen, auf dem sich der freie
Rand des Deckels (4) abstützt.
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius des Innenraums (2) der
Schale (1) dem Radius üblicher Reagenzgläser entspricht.
4. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (1) und der Deckel (4) aus
einem Kunststoff bestehen.
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale (1) und der Deckel (4) aus
Polystyrol bestehen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7237979A FR2204689B1 (de) | 1972-10-26 | 1972-10-26 | |
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2353273A1 DE2353273A1 (de) | 1974-05-16 |
| DE2353273B2 true DE2353273B2 (de) | 1976-06-24 |
| DE2353273C3 DE2353273C3 (de) | 1977-02-10 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3928136A (en) | 1975-12-23 |
| FR2204689B1 (de) | 1975-01-03 |
| FR2204689A1 (de) | 1974-05-24 |
| GB1442348A (en) | 1976-07-14 |
| DE2353273A1 (de) | 1974-05-16 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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