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DE2404924B2 - 1,6-Dimethyl-1 Oalpha-methoxy-8-hydroxyäthylergolinester, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Mittel - Google Patents
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DE2404924B2 - 1,6-Dimethyl-1 Oalpha-methoxy-8-hydroxyäthylergolinester, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Mittel - Google Patents

1,6-Dimethyl-1 Oalpha-methoxy-8-hydroxyäthylergolinester, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Mittel

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DE2404924B2
DE2404924B2 DE2404924A DE2404924A DE2404924B2 DE 2404924 B2 DE2404924 B2 DE 2404924B2 DE 2404924 A DE2404924 A DE 2404924A DE 2404924 A DE2404924 A DE 2404924A DE 2404924 B2 DE2404924 B2 DE 2404924B2
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methoxyergoline
methoxy
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Luigi Bernardi
Germano Paderno Dugnano Bosisio
Alfredo Dr.Med. Mailand Glaesser
Innocenzio Cormano Sinatra
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Pfizer Italia SRL
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Farmaceutici Italia SpA
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D457/00Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid
    • C07D457/02Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid with hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, attached in position 8

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

15
worin Reine Pyrrolgruppe der allgemeinen Formel
20
oder 25
30
bedeutet, wobei Y und R1 Wasserstoff oder niedriges Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R2 Wasserstoff oder Methyl darstellt.
2. 1,6 - Dimethyl - - [2' - pyrrolyloxyäthyl]- 35 lOa-methoxyergolin.
3. 1,6- Dimethyl -8/ί -[I '-äthyl- T- pyrrolyloxyäthyl]- 1 Oa-methoxyergolin.
4. l,6-Dimethyl-8/i-[3',5'-dimethyl-2-pyrrolyloxyäthyl] -1 Ολ - methoxyergolin. 40
5. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formell gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß man 1,6-Dimethyl 8/i-hydroxymethyl-10,*-methoxyergolin bei etwi 500C mit einem Aryl- oder Alkylsulfonsäure chiorid in Pyridin in Gegenwart von Pyridinium chlorid zum entsprechenden 8/i-Chlormethylderi vat umsetzt, dieses mn Alkalicyanid in Dimethyl sulfoxyd während 4 bis 8 Stunden bei 100 bi 120°C in das l,6-Dimethyl-8/<-cyanmethyl-10;v methoxyergolin überführt, diese Verbindung ii aii sich bekannter Weise in den Methylester de; 1,6 - Dimethyl - 10λ - methoxyergolinessigsäuri überführt, den Ester durch Reduktion mit Lithium aluminiumhydrid in das 1,6-Dimethyl-8/?-hydroxy äthyl-lOa-methoxyergolin umwandelt, die zuletz genannte Verbindung entweder
a) mit einer Säure der allgemeinen Formel
R —COOH
worin R die in Anspruch 1 genannte Bedeutung besitzt, verestert oder
b) mit einem Aryl- oder Alkylsulfonsäurechloric in Pyridin in Gegenwart von Pyridiniumchloric bei etwa 500C umsetzt, das erhaltene 1,6-Di methyl-8/i-chloräthyl-lOa-methoxyergolin in einen polaren, aprotischen Lösungsmittel mit einerr Salz einer Säure der allgemeinen Formel
R-COOH
worin R die in Anspruch 1 genannte Bedeutung besitzt, 3 bis 10 Stunden bei einer Temperatui von 40 bis 1500C umsetzt und anschließend den Ester isoliert und reinigt.
6. Pharmazeutisches Mittel, enthaltend eine oder mehrere Verbindungen gemäß den Ansprüchen 1 bis 4 zusammen mit einem für die orale und/oder parenterale Verabreichung geeigneten Träger.
Die Erfindung betrifft neue l,6-Dimethyl-10«-methoxy-8-hydroxyäthylergoIinester der allgemeinen For- 50 mel
Ο OO 1\.
oder
CH3O-
N-CH1
(D
worin R eine Pyrrolgruppe der allgemeinen Formel
55 bedeutet, wobei Y und R1 Wasserstoff oder niedriges Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R2 Wasserstoff oder Methyl darstellt.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel II. das durch die Merkmale des Anspruchs 4 gekennzeichnet ist. Ferner betrifft die Erfindung ein pharmazeutisches Mittel mit adrenolytischer Wirkung, das durch die Merkmale des Anspruchs 5 gekennzeichnet ist.
Die neuen Ester von 8-Hydroxyäthylengolin besitzen eine bemerkenswerte adrenolytische und antiserotonische Wirksamkeit.
3 4
Die Verbindungen werden entsprechend dem folgenden Schema hergestellt:
CH2OH CH2Cl
CH3O
N-CH3
CH2CH2OCOR N-CH3
Das Ausgab -^material zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen ist l,6-Dimethyl-8/i-hydroxymethyl-lCk-inethoxyergolin.(II), beschrieben in US-PS 32 28 943. Es wird bei 40 bis 500C mit dem Chlorid einer Aryl- oder Alkylsulfonsäure, wie Tosylchlorid oder Mesylchlorid, in Pyridin und in Anwesenheit von Pyridiniumchlorid umgesetzt, wobei das entsprechende 8-Chlormethyl-derivat erhalten wird. Diese Verbindung, nämlich 1,6-Dimethyl-8/i-chlormethyl-lOa-methoxyergolin (III), wird mit einem Alkalicyanid, wie Natrium- oder Kaliumcyanid, in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Dimethylsulf-
oxyd, während 4 bis 8 Stunden bei einer Temperatur von 100 bis 1200C behandelt. Das so gebildete Produkt 1,6 - Dimethyl - 8/i - cyanmethyl -1 Ox - methoxyergolin (IV) wird isoliert und charakterisiert: es wurde bisher niemals in der Literatur beschrieben. Das Produkt wird dann einer alkalischen Hydrolyse, vorzugsweise mit Kaliumhydroxyd in Wasser-Äthanol-Dioxan-Lösung unterworfen, wobei einige wenige Stunden unter Rückfluß erhitzt wird.
Die entsprechende Säure wird nicht isoliert, sondern durch Einwirkung von Methanol und Schwefelsäure bei Raumtemperatur während 24 Stunden in ihren Methylester übergeführt. Nach Gießen der Reaktionsmischung auf Eis wird das Produkt mit Ammoniak alkalisch gemacht und mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wie Chloroform, extrahiert. Die erhaltene Verbindung l,6-Dimethyl-10*- methoxy-8//-ergolinylessigsäure (V)-methylester, die in der Litheratur bisher niemals beschrieben wurde, wird in wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst und mit einem geeigneten Reduktionsmittel, wse Lithiumaluminiumhydrid, mehrere Stunden lang bei 40 bis 70° C behandelt. Am Ende der Reaktion wird das Ganze auf 0°C abgekühlt, vorsichtig mit Wasser versetzt, um überschüssiges LiAlH4 zu entfernen, abfiltriert und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird mit Aceton aufgenommen und filtriert. Es wird die neue Verbindung 1,6-Dimethyl-8/i-hydroxyäthyl-10a-methoxyergolin (VI) erhalten. Durch Veresterung von (VI) mit einer Pyrrol-2- oder Pyrrol-3-carbonsäure der allgemeinen Formel
COOH
oder
COOH
worin Y, R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, wurden die Verbindungen der allgemeinen Formel I erhalten.
Man kann die Veresterung in an sich bekannter Weise durch Umsetzung von l,6-DimethyI-8f/-hydroxyäthyl-10*-methoxyergolin (VI) mit einem geeigneten Derivat einer der oben angegebenen Säure, wie dem Chlorid oder Anhydrid, gegebenenfalls in Anwesenheit einer Base, durchführen und den gewünschten Ester in an sich bekannter Weise isolieren und reinigen.
Da die Säuren mit einem Pyrrolring gegenüber den üblicherweise verwendeten Chlorierungsmiueln (Phosphoroxychlorid, Phosphorpentachlorid und Thionylchlorid) besonders instabil sind, ist es jedoch günstiger, zuerst das Hydroxyäthylergolin (VI) durch Umsetzung mit dem Chlorid einer Aryl- oder Alkylsulfonsäure in Anwesenheit von Pyridiniumchlorid unter analogen Bedingungen, wie vorhin beschrieben (II —»ITI), in das !,o-Dimethyl-S/i-chloräthyl-lOA-meihoxyergolin (VII) überzuführen. Das so erhaltene Zwischenprodukt wird isoliert und charakterisiert; es wurde bisher niemals in der Literatur beschrieben. Es wird mit einem Salz der gewünschten Säure in einem aprotischen polaren Lösungsmittel, wie Dimethylsulfoxyd, bei einer Temperatur von 40 bis 150'C während eines Zeitraums von 3 bis 10 Stunden umgesetzt. Am Ende dieser Reaktion wird die Verbindung abgekühlt, die Mischung mit Wasser verdünnt, und das Rohprodukt abfiltriert. Letzteres wird unter Anwendung üblicher Methoden, beispielsweise durch Kristallisation oder durch Säulenchromatographie, gereinigt. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können mit einer pharmazeutisch verwendbaren Säure, wie Malein- oder Weinsäure, entsprechend den für diese Ajt von Verbindungen üblichen Methoden in ihre Säureadditionssalze übergeführt werden.
Die Zwischenprodukte (V) und (VI), die eine
ίο schwache pharmakologische Wirksamkeit zeigen, können auch entsprechend den nachstehend beschriebenen Reaktionen hergestellt werden. Die N-Methyllysergsäure wird in das entsprechende Chlorid übergeführt, das mittels der Arndt-Eistert-Reaktion den Melhylester von 1,6-Dimethyl- l9-ergo!enyl-8-essigsäure liefert. Diese wird in Methanol und Schwefelsäure gelöst und ergibt durch Bestrahlung mit Licht einer geeigneten Wellenlänge die gewünschte Verbindung (V). Das 6-Methyl-8/i-hydroxyläthyl- l9-ergolen, gelöst in flüssigem Ammoniak, wird mit Methyljodid in Anwesenheit von Kaliumamid umgesetzt, wobei l,6-Dimethy[-8/f-hydroxyäthyI- l9-crgolen erhalten wird, das in Methanol und Schwefelsäure durch Bestrahlung mit Licht mit geeigneter Wellenlänge die gewünschte Verbindung ergibt.
Die neuen Ester wurden hinsichtlich ihrer adrenolytischen Wirksamkeit mit den bekannten Verbindungen 1,6 - Dimethyl - 8/i - (5' - bromnicotinoyloxymethyl)-10*-methoxyergolin und Dihydroergotamin
jo verglichen. Die Wirksamkeit »in vitro« wurde an Samenbläschen von Meerschweinchen, die in eine Tyrodeflüssigkeit eingetaucht waren, durch welche Sauerstoff und 5%iges Kohlensäureanhydrid durchgeleitet wurde, untersucht.
ij Die Badtemperatur wurde konstant bei 38°C gehalten. Die durch Adrenalin induzierten Kontraktionen wurden über ein Hebelgestänge auf einem Kymographen sichtbar gemacht. Die Wirksamkeit der geprüften Droge wird als Konzentration in y/ml nach 3 Minuten Kontaktzeit ausgedrückt, die 50% der durch 1 y/ml Adrenalin verursachten Kontraktionen hemmt (IC50).
Tabelle I
Adrenolytische Wirksamkeit »in vitro«
Substanz iCso (7/
l,6-Dimethyl-8/i-[2'-pyrrolyloxyäthyl]- 0,005
lOi-methoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/i-[2'-methyl-3'-pyrroyI- 0,001
oxyäthyl]-l Oi-methoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/<-[3',5'-dimethyl-2'- 0,05
pyrrolyoxyäthyl]-10x-methoxyergolin
1,6-Dimethyl-8/i-[l ',3',5'-trimethyl- 0,1
2'-pyrroyloxyäthyl]-10A-methoxyergolin
oxyäthyl]-l Ox-methoxyergolin
1,6-Dimethyl-8/H5'-bromnicotinoyl-oxymethyi)-l 0λ-methoxyergolin
b5 Dihydroergotamin
der
Technik
0,001
0,015
Für die adrenolytische Wirksamkeit »in vivo« wurde das Verfahren von L u d u e η a et al. (Arch.
int. Pharmacodyn., 122, 111, 1959) verwendet, das auf der Bewertung der Schutzwirkung der adreno- Substanz lytischen Verbindungen gegen die letalen Wirkungen von Adrenalin beruht.
Die geprüften Drogen wurden 5 bzw. 60 Minuten 5 . . . vor der intravenösen Verabreichung von 200 //kg Adrenalin intravenös, gelöst in Wasser, und oral, gelöst oder suspendiert in 5% Gummiarabicum, verabreicht. Es wurden jeweils 10 Ratten pro Gruppe verwendet. ι ο
Die Wirksamkeit der Droge wird als Dosis ausgedrückt, die 50% der Tiere vor den letalen Wirkungen von auf intravenöse Art verabreichtem Adrenalin schützt (ED50).
15 1,6-Dimethyl-8p-[ 1 ',3',5'-trimethyl-2'-pyrroyloxyäthyl]-10a-methoxyergolin
1,6-Dimethyl-8/i-[ 1 '-äthyl-2'-pyrroyloxyäthyl]-1 Oa-methoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/?-(5'-bromnicotinoyloxymethyl)-l Oamethoxyergolin
Dihydroergotamin
Stand
der
Technik
LD51,
mg/kg
oral
100
180
632
300
Tabelle Il Wirksamkeit »in vivo« LD50
Adrenolytische ID5n ID50
Substanz mg/kg oral
oral
1,6-Dimethyl-8/f-[2'-pyrrolyoxyäthyl]-l Ox-methoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/i-[2'-methyl-3'-py rroyloxyäthyl]-10a-methoxyergolin
l,6-Dimethy!-8/2-[3',5'-dimethyl-2'-pyrroyloxyäthyl]-10«-methoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/J-[l ',3',5'-tri-
methy!-2'-pyrroyloxyäthyl]-10.\-
methoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/J-[l '-äthyl-2'-
pyrrolyoxyäthyl]-10«-methoxy-
ergolin
l,6-Dimethyl-8/i-(5'-
bromnicotinoyloxy-
methyl)-10\-methoxy-
ergolin
Dihydroergotamin
0,06
0,1
0,12
0,1
6600
1300
3750
1300
20
25
0,025 5200
90
Stand
der
Technik
15
20
Um die Toxizität der geprüften Drogen zu beurteilen, wurden zunehmende Dosen derselben an Gruppen von 5 bis 10 Mäusen verabreicht, die dann 7 Tage lang beobachtet wurden. Bei oraler Verabreichung wurden die Verbindungen entsprechend ihrer Löslichkeit in 5% Gummi arabicum gelöst oder suspendiert. Die LD50 drückt die Dosis der Droge aus, die den Tod von 50% der Tiere bewirkt.
Tabelle Ul
Substanz
l,6-Dimethyl-8//-[2'-pyrroyloxyäthyl]-10>-methoxycrgolin
l,6-Dimethyl-8/i-[2'-methyl-3'-pyrroyloxyä thyl]-1 Ot-mcthoxyergolin
l,6-Dimethyl-8/(-[3',5'-dimethyl-2'-pyrroyloxyäthy!]-lCla-methoxyergolin
mg/kg
oral
450
100
300
Aus dieser Tabelle (geht der hohe Wert der therapeutischen Indices der neuen Verbindungen im Vergleich mit jenen des Standes der Technik hervor.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Herstellung der Verbindung VII
a) I ,o-Dimethyl-e/i-cyanmethyl-lOa-methoxyergolin
Zu einer Lösung aus 4,6 g l,6-Dimethy!-8/?-hydroxymethyl-lOa-methoxyergolin und 6 g Pyridiniumchlorid in 50 ml Pyridin wurden bei etwa 50° C 12,6 p-Toluolsulfonsäurechlorid, gelöst in 50 ml wasserfreiem Pyridin, während eines Zeitraums vor 20 Minuten gegeben. Danach wurde die Reaktionslösung 4 Stunden; bei dieser Temperatur gehalter und dann das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen Der in 200 ml Chloroform gelöste Rückstand wurde mit 10%igem Natriumcarbonat gewaschen. Nach Entfernung des Lösungsmittels wird der Rückstanc auf eine mit neutralem Aluminiumoxyd gefüllte Chromatographiesäu'.e gegeben und mit Chloroform eluiert. Aus dem Eluat wurden 3,63 g weiße Kristalle von 1,6- Dimethyl -8 /? - chlormethyl - 10a- methoxy· ergolin gewonnen; F. 140 bis 142°C.
15,35 g 1,6-Dimethyl-8/?-chlormethyl-10λ-methoxyergolin wurden mit 3,25 g Kaliumcyanid in 500 m Dimethylsulfoxyd 6 Stunden lang bei 120° C umgesetzt. Das Ganze wurde unter Vakuum konzen triert und dann mit Wasser verdünnt. Es wurde abfiltriert und der Rückstand, gelöst in Chloroform mit Wasser gewaschen und schließlich im Vakuurr konzentriert. Das erhaltene öl wurde mit Äthyläthei
so aufgenommen und kristallisiert. Es wurden 13,9 { der obigen Verbindung erhalten; F. 152 bis 153°C
b) !,ö-Dimethyl-lOa-methoxy-S/i-ergolinylessigsäuremethylester
13,9 g 1,6 -Dimethyl -8/9- cyanmethyl - 10« -methoxyergolin wurden 5 Stunden lang mit 27,8 g Kaliumhydroxyd, 140 ml Dioxan, 75 ml Äthylalkohol und 90 ml Wasser unter Rückfluß erhitzt. Weitere 220 ml Wasser wurden zugesetzt und die Mischung 15 Stun-
bo den lang unter Rückfluß gehalten. Danach wurde gut getrocknet und der Feststoff mit 400 ml einer 15%igen Lösung von Schwefelsäure in'Methanol aufgenommen. Die Reaktionsmischung wurde 24 Stunden lang bei Raumtemperatur stehengelassen
b5 und dann vorsichtig auf 2 kg Eis gegossen. Das Ganze wurde mit Ammoniak alkalisch gemacht, auf einen pH-Wert von 9 konzentriert und mit Chloroform extrahiert, und nach Eindampfen zur
Trockene wurde das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Es wurden 14,7 g des Esters in Form eines farblosen Öls erhalten, das als Oxylat charakterisiert wurde; 152 bis 153° C.
c) !,o-Dimethyl-S/i-hydroxyäthyl-lOa-methoxyergolin
Zu 26,4 g Lithiumaluminiumhydrid, suspendiert in 500 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran, wurden 13,17 g Methylester der 1,6 - Dimethyl - IQx - methoxy - ergolinylessigsäure, gelöst in 200 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran, zugesetzt, wobei die Temperatur bei etwa 600C gehalten wurde.
Danach wurde die Mischung eine weitere Stunde bei 60° C reagieren gelassen, worauf bei 0° C 200 ml Tetrahydrofuran, gemischt mit 100 ml Wasser, zugesetzt wurden. Das Ganze wurde abfiltriert und das Filtrat im Vakuum konzentriert. Der weiße Rückstand wurde mit Aceton aufgenommen und filtriert. Es wurden 10,9 g l.o-Dimethyl-S/J-hydroxyäthyl-lOamethoxyergolin erhalten; 235 bis 236°C.
d) 1 ,o-Dimethyl-e/i-chloräthyl-l Oft-methoxyergolin
Eine Lösung von 10,9 g l,6-Dimethyl-8/S-hydroxyäthyl-lOa-methoxyergolin, 16g Pyridiniumchlorid und 33 g p-Toluolsulfochlorid in 400 ml wasserfreiem Pyridin wurde 6 Stunden lang auf 45 bis 48° C erhitzt und dann das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde in 600 ml Chloroform gelöst, mit lOVoigem Natriumcarbonat und dann mit Wasser gewaschen. Danach wurde das Chloroform im Vakuum entfernt und der Rückstand über einer kurzen Säule neutralen Aluminiumoxyds chromatographiert, wobei mit Chloroform eluiert wurde. Nach Entfernen des Lösungsmittels wurde ein weißes öl erhalten, das mit ein wenig Äther zum Kristallisieren gebracht wurde. Es wurden 9,1 g Produkt erhalten; F. 107 bis 1090C.
Beispiel 1
l,6-Dimethyl-8/?-[3',5'-dimethyl-2'-pyrroyloxyäthyl]-10a-methoxyergolin
0,9 g 1,6 - Dimethyl - Sß - chloräthyl -10« - methoxyergolin wurden mit 0,42 g Natrium-3,5-dimethyl-2-pyrrolcarboxylat in 2,5 ml Dimethylsulfoxyd 6 Stunden lang bei 120° C umgesetzt. Danach wurde das Ganze in 300 ml kaltes Wasser gegossen und filtriert. Der Rückstand wurde über einer Säule, die 15 g neutrales Aluminiumoxyd enthielt, chromatographiert, wobei mit Chloroform eluiert wurde. Schließlich wurde die Verbindung aus Äthyläther kristallisiert; Ausbeute 0,7 g (64%); F. 152 bis 153°C.
Beispiel 2
l,6-Dimethyl-8/i-[2'-pyrrolyloxyäthyii]-
1 Oa-methoxyergolin
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch
Natrium-2-pyrrolcarboxylat verwendet. Dabei wurde
ίο 1,6 - Dimethyl - 8 β - [T - pyrroyloxyäthyl] - 1 Oa - methoxyergolin erhalten; F. 148 bis 1490C; Ausbeute 60%.
Beispiel 3
l,6-Dimethyl-8/i-[2'-methyl-3'-pyrroyloxyäthyl]-1 0«-methoxyergolin
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch Natrium-2-methyl-3-pyrrolcarboxylat verwendet. Dabei wurde 1,6 -Dimethyl -8/9 -[T -methyl -3'- pyrroyloxyäthyl] - 10α - methoxyergolin erhallen; F. 213 bis 2150C; Ausbeute 67%.
Beispiel 4
l,6-Dimethyl-8/i-[r,3',5'-trimethyl-2'-pyrroyloxyä thy I]-1 Otx-methoxyergolin
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch Natrium-l,3,5-trimethyl-2-pyrrolcarboxylat verwendet. Dabei wurde l,6-Dimethyl-8/3-[l',3',5'-trimethyl- T - pyrroyloxyäthyl] -1 Oa - methoxyergolin (amorph, Oxalat, F. 128 bis 1300C; Ausbeute 76%) erhalten.
Beispiel 5
l,6-Dimethyl-8j3-[3'-pyrroyloxyäthyl]-1 θά-methoxyergolin
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch Natrium-3-pyrrolcarboxylat verwendet. Dabei wurde 1,6 - Dimethyl - 8/J - [3' - pyrroyloxyäthyl] -10« - methoxyergolin ; F. 228 bis 230° C, Ausbeute 78%, erhalten.
Beispiel 6
l,6-Dimethyl-8/?-[r-äthyl-2'-pyrroyloxyäthyl]-10«-methoxyergolin
Es wurde wie in Beispiel 1 verfahren, jedoch
Natrium -1 - äthyl - 2 - pyrrolcarboxylat verwendet.
Dabei wurde l,6-Dimethyl-8/?-[l'-äthyl-2'-pyrroyloxyäthyl]-10a-methoxyergolin (amorph, Tartrat, F.
96 bis 980C, Ausbeute 81%) erhalten.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. 1,6 - Dimethyl - I0λ - methoxy - 8 - hydroxyäthylcrgolinester der allgemeinen Formel 5
CH3O
CH2CH2-O-CO-R
N-CHj
(I)
10
DE2404924A 1973-02-02 1974-02-01 1,6-Dimethyl-1 Oalpha-methoxy-8-hydroxyäthylergolinester, Verfahren zu ihrer Herstellung und pharmazeutische Mittel Granted DE2404924B2 (de)

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