DE2422958B2 - Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von Binärsignalen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von BinärsignalenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von Binärsignalen
mit einem Übertrager, dessen Primärwicklung die Binärsignale zugeführt werden und dessen Sekundärwicklung
an eine Logikschaltung angeschlossen ist.
Für die galvanisch getrennte Übertragung von binären Signalen werden im wesentlichen zwei Methoden
angewendet. Bei der einen Methode werden die Signale auf optischem Wege übertragen, wozu häufig
auf der Senderseite eine Licht emittierende Diode gewählt wird. Deren Lichtfluß wird von den zu übertragenden
Signalen gesteuert und trifft auf einen Phototransistor als Empfänger. Die Anordnung einer
Leuchtdiode mit einem Phototransistor ist als Bauteil marktüblich und für Isolationsspannungen in der
Größenordnung Kilovolt ausgelegt. Nachteilig ist, daß die zur Lichterzeugung verwendeten Leuchtdioden
einen vergleichsweise sehr hohen Betriebsstrom bei einer sehr ungünstigen Spannung benötigen.
Die zweite Methode, Binärsignale potentialfrei zu übertragen, verwendet die magnetische Kopplung mit
Impuls-Transformatoren. Dabei werden die zu übertragenden Binärsignale der Primärseite des Transformators
zugeführt. Handelt es sich um Signale mit rechteckförmigem Kurvenverlauf, dann werden in der
Sekundärseite des Transformators Impulse induziert, die in Abhängigkeit von den Transformatorkennwerten
mit einer Dachschräge behaftet sind. Das bedeutet, daß Singale nur bis zu einer gewissen Dauer ohne
Unterschreitung ihrer Logikpegel übertragen werden können. Wird die Signaldauer zu groß gemacht, so
sinkt die Sekundärspannung unter den Logikpegel ab und die nächste Rückflanke des Signals schwingt um
den abgesunkenen Betrag in entgegengesetzter Richtung über. Außer diesen die Übertragungszeit begrenzenden
Eigenschaiten sind für die Aussteuerung des Impuls-Transformators relativ hohe Ströme aufzuwenden.
Aus der US-PS 3 760198 ist eine Schaltung zur potentialfreien
Übertragung von Signalimpulsen mit einem Übertrager bekannt, bei der die Ausgänge zweier
NAND-Gatter mit der Primärwicklung des Übertragers verbunden sind. Der zu übertragende Puls öffnet
beide Gatter, so daß an den beiden anderen Gattereingängen eingespeiste synchrone Taktimpulse entgegengesetzter
Polarität einen Wechselstromfluß in der Primärwicklung erzeugen, dessen Frequenz der Taktfrequenz
entspricht. Unter der Voraussetzung, daß die Pulsdauer der Taktimpulse klein im Vergleich zur
Dauer des zu übertragenden Pulses ist, wird in der Sekundärwicklung eine Wechselspannung gleicher
Taktfrequenz induziert. Um aus der Wechselspannung eine dem Eingangsimpuls entsprechende Ausgangsspanming
zu gewinnen, ist ein Vollweggleich-
richter vorgesehen, der die zwischen der Mittelanzapfung und dem jeweiligen Wicklungsteil der Sekundärwicklung
induzierten Spannungsanteil gleichrichtet. Aus der DE-OS 2121592 ist eine Schaltungsanordnung
zur potentialfreien Übertragung von längen-
modulierten Gleichspannungssignalen mit einem UND-Gatter bekannt, bei der Gleichspannungssignale
an dem einen Eingang und die Impulse eines Generators an dem anderen Eingang des UND-Gatters
gelegt sind. Dessen Ausgang ist über eine Impuls-
übertrager an eine Gleichrichterschaltung angeschlossen.
Bei einer Schaltungsvariante weist der Impulsübertrager eine Gegentaktsekundärwicklung
auf, dei en Enden an zwei Eingängen eines NOR-Gatters liegen, wobei das Gatter als gleichrichtendes EIement
dient.
Diese beiden bekannten Schaltungsanordnungen sind zur Übertragung von pulsförmigen Signalen auch
längerer Dauer geeignet. Sie haben jedoch den Nachteil, daß ein Taktgeber benötigt wird. Eine korrekte
so Signalübertragung erfolgt nur unter der Bedingung, daß die Dauer der Taktimpulse stets kürzer ist als die
Signaldauer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertra-
J1J gung von Binärsignalen anzugeben, die ohne Verwendung
eines Hilfstaktgebers zur Übertragung von Signalen beliebiger Länge geeignet ist.
Die Aufgabe wird durch die im Patentanspruch gekennzeichneten Merkmale erfindungsgemäß gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
erläutert.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Übertrager bezeichnet, dessen Primärwicklung 2 das zu übertragende Bi-
■r> närsignal zugeführt ist. Seine Sekundärwicklung 3 ist
mit den beiden Steuereingängen 5 und 6 eines bistabilen Schaltelementes 4 verbunden, dessen Ausgangsklemme
9 das Binäisignal potentialfrei entnommen werden kann. Das bistabile Schaltelement besteht
vorzugsweise aus zwei Invertern 7 und 8. Zwischen dem Ausgang 5 des ersten Inverters 7 und dem Eingang
6 des zweiten Inverters 8 liegt die Sekundärwicklung 3 des Übertragers. Die beiden Inverter zeigen
ein bistabiles Kippverhalten, da das am Ausgang 9 des zweiten Inverters 8 anliegende Signal über die
Leitung 11 elektrisch auf den Eingang 10 des ersten Inverters 7 mitgekoppelt ist.
Liegt an der Primärseite des Übertragers ein impulsförmig
verlaufendes Signal beliebiger Dauer an,
bo dann wird in der Sekundärwicklung jedesmal ein Impuls
induziert, wenn sich der Pegel des Eingangssignals ändert. Jeder in der Sekundärwicklung induzierte
Impuls überlagert sich dem Pegel am Eingang 5, 6 der Kippschaltung, die dadurch einen der Summe
h5 der Pegel zugeordneten Kippzustand einnimmt und
über beliebig lange Zeit speichert. Die Kippschaltung wechselt ihren Zustand von der einen in die andere
stabile Lage erst, wenn das Binärsignal seinen Logik-
3 4
indert. Für die Aufrechterhaltung des Logikpegels am Aus-Schaltungsanordnung
nach der Erfindung be- gang 9 sorgt allein die Kippschaltung 4. Da die vorgeim
Vergleich zu einem einfachen Impulsüber- schlagene Anordnung nur auf die Pegeländerungen
weniger Leistung zur Aussteuerung, denn dem des Eingangssignals reagiert, kann das Eingangssignal
gssignal wird nur dann Leistung entnommen, > kapazitiv an die Primärwicklung des Übertragers an-
:ine Änderung seines Logikpegels auftritt. Im gekoppelt werden, zum Beispiel über einen Kondeniistand
nimmt die Schaltung keinen Strom auf. Sator 12, wie in der Zeichnung dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von Binärsignalen mit einem Übertrager, dessen Primärwicklung die Binärsignale zugeführt werden und dessen Sekundärwicklung an eine Logikschaltung angeschlossen ist, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmalea) die Logikschaltung ist ein aus zwei Invertern (7, 8) gebildetes bistabiles Schaltelement,b) der Ausgang (5) des ersten Inverters (7) ist über die Sekundärwicklung (3) mit dem Eingang (6) des zweiten Inverters (8) verbunden,c) ain Ausgang (9) des zweiten Inverters, der mit dem Eingang (10) des ersten Inverters verbunden ist, sind die übertragenen Signale abnehmbar.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742422958 DE2422958C3 (de) | 1974-05-11 | 1974-05-11 | Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von Binärsignalen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742422958 DE2422958C3 (de) | 1974-05-11 | 1974-05-11 | Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von Binärsignalen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2422958A1 DE2422958A1 (de) | 1975-11-20 |
| DE2422958B2 true DE2422958B2 (de) | 1980-03-20 |
| DE2422958C3 DE2422958C3 (de) | 1980-10-30 |
Family
ID=5915320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742422958 Expired DE2422958C3 (de) | 1974-05-11 | 1974-05-11 | Schaltungsanordnung zur potentialfreien Übertragung von Binärsignalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2422958C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3201617A1 (de) * | 1981-01-26 | 1982-12-16 | Delcon Oy, 00620 Helsinki | Anpassungsgeraet fuer die feldsignale zu elektronenrechnern, mikroprozessor-systemen oder aehnlichen elektronischen digitalschaltungen |
-
1974
- 1974-05-11 DE DE19742422958 patent/DE2422958C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3201617A1 (de) * | 1981-01-26 | 1982-12-16 | Delcon Oy, 00620 Helsinki | Anpassungsgeraet fuer die feldsignale zu elektronenrechnern, mikroprozessor-systemen oder aehnlichen elektronischen digitalschaltungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2422958A1 (de) | 1975-11-20 |
| DE2422958C3 (de) | 1980-10-30 |
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