DE2425612B2 - Verfahren zur Wiedergewinnung der Ziehbarkeit eines kaltgewalzten Bandstahls - Google Patents
Verfahren zur Wiedergewinnung der Ziehbarkeit eines kaltgewalzten BandstahlsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wiedergewinnung der Ziehbarkeit eines haltgewalzten, wärmebehandelten Bandmetalls, beispielsweise in Form eines r>
Bandstahls, durch wiederholtes Biegen bei Schmierung, welches beim Kaltwalzen nach der Wärmebehandlung
um mehr als 15% reduziert worden ist
Bei der Herstellung eines Br.ndmetalls werden die Zugfestigkeit und die Ziehbarkeit desselben dadurch
gesteuert, daß man die Reduktion bei dem Walzvorgang sowie die Temperatur und die Zeit der Wärmebehandlung ändert Abschließend wird ein extrem dünnes
Bandmetall mit hoher Zugfestigkeit hergestellt, indem ein Doppelreduktionswalzen des Bandmetalls mit
großer Reduktion nach einem Glühen anstatt eines herkömmlichen Anlassens durchgeführt wird.
Ein Bandmetall, das nach diesem Verfahren hergestellt ist, weist eine hohe Zugfestigkeit auf. Seine
Ziehbarkeit und seine Bearbeitbarkeit sind jedoch so gering, da durch das Walzen mit der großen Reduktion
ein Arbeitshärten bewirkt wird. Dies führte in einigen Fällen zu einem Zerbrechen des Materials bei der
Herstellung von Büchsen, insbesondere bei der Flanschbildung. Die Büchsenherstellung ist ein hauptsächliches
Anwendungsgebiet für dünnes Bandmetall. Die Bearbeitbarkeit für das Bandmetall muß bei der Büchsenherstellung nicht notwendigerweise so groß sein, wie im
Fall eines Tiefziehens, wobei eine kleine Steigerung der Bearbeitbarkeit ausreicht Es hat sich bestätigt, daß eine to
Steigerung der Ziehbarkeit um einige Prozent bei einem Bandmetall hilft, diese Schwierigkeit zu vermindern.
Bezüglich der Kosten für das Produkt und der Investitionskosten ist es jedoch nicht erwünscht, für die
Erzielung einer kleinen Steigerung der Ziehbarkeit ein t>5
zusätzliches Glühverfahren vorzusehen.
Im folgenden soll kurz auf den bekannten Stand der Technik eingegangen werden. Die JA-AS 41-12 292 und
47-19 856 zeigen, daß die Ziehbarkeit von kaltgewalztem Bandmetall dadurch wiedergewonnen werden
kann, daß man es wiederholt, d. h. von 50- bis zu mehr als
IGOmal mittels einer Walzenrichtvorrichtung umbiegt Bei diesem Verfahren erzeugen alternierende Zug- und
Drdckbeanspruchungen durch das Biegen eine Erweichung des Materials. Diesem Verfahren haften jedoch
einige Nachteile an. So ist ein großer Raumbedarf für
den Einbau einer Richtvorrichtung mit einer Anzahl von Walzen für eine kontinuierliche Herstellung notwendig.
Weiterhin entstehen Kratzer auf der Oberfläche des Bandmetalls, da es schwierig ist, viele Walzen des
Walzennivellierers mit der gleichen Geschwindigkeit laufen zu lassen. Das Bandmetall durchläuft nach einem
Bedrucken einen Nachbehandlungsprozeß. Die Ziehbarkeit eines der Wärmebehandlung unterzogenen
Bandmetalls nimmt daher aufgrund von Kratzern in der Oberfläche und aufgrund von Mikrorissen in den
Metallkristallen gleichmäßig ab, wenn Formfehler in dem Bandmetall von einem Nivellierer ausgeglichen
werden, wie er in den genannten Schriften erwähnt ist
Aus der DE-AS 12 30 059 ist ein Verfahren zur Verminderung der Sprödigkeit und zur Verbesserung
der Verformbarkeit von Walzblechen, welche durch Kaltverformung, insbesondere durch Kaltwalzen, hart
geworden sind, bekannt Gemäß diesem Verfahren werden die Walzbleche einer Wechselbeanspruchung
unterworfen, bei der in einer Oberflächenschicht des Walzbleches Zug- und in der gegenüberliegenden
Oberflächenschicht Druckspannungen erzeugt werden, und wenigstens eine dieser Schichten über die
Fließgrenze hinaus beansprucht wird. Die Zug- und Druckspannungen in den beiden Oberflächenschichten
werden wiederholt, mit hoher Lastspielzahl gewechselt Die Anzahl der Lastwechsel liegt in der Größenordnung
von 10 bis über 100 und ist durch das Erreichen der Schadenslinie beschränkt. Entsprechend der Beanspruchungsart gemäß diesem Verfahren durch Wechselbiegungen mit hoher Lastspielzahl treten in dem
Bandmetall Spannungen auf, die bei Biegebeanspruchung ganz allgemein sowohl Zug- als auch Druckspannungen umfassen. Eine nach diesem Verfahren wiedergewonnene Verformbarkeit des Bandmetalls wird
jedoch durch das Auftreten von Formfehlern, insbesondere Wellungen, Mulden, Kantenwellungen und Wellungen in der Mitte des Bandes, beeinträchtigt Durch das
Einbringen von Zug- und Druckwechselspannungen gemäß diesem Verfahren können neben der Wiedergewinnung der Verformbarkeit deshalb lediglich Wellungen beseitigt werden, die über den Querschnitt des
Bandmetalls homogen verteilt sind. Inhomogen über den Querschnitt des Bandmetalls verteilte Formfehler,
wie Mulden, Kantenwellungen und Wellen in der Mitte des Bandes bleiben erhalten.
In dem Verfahren gemäß der DE-OS 22 51 735 wird die Verformbarkeit ebenfalls durch wiederholtes Biegen
des Bandes zurückgewonnen, wobei die Biegevorrichtung mit einer Vorrichtung zur Erzeugung der
Biegekräfte mittels eines Druckmediums versehen ist Bei diesem Verfahren werden die Wechselbiegebeanspruchungen in dem Metallband anstatt durch mechanische Arbeitswalzen durch ein entsprechendes Druckmedium erzeugt. Die Anzahl der Lastwechsel liegt in der
gleichen Größenordnung wie bei dem Verfahren gemäß der vorerwähntem Auslegeschrift bei 10 bis über 100.
Aufgrund der Fliichenabstützung des Bandmetalls mit Hilfe eines Druckmittelfilmes wird die Reibung beim
Aufbringen der Wechselbiegebeanspruchung vermin-
dert Bei diesem Verfahren können Oberflächenfehler, wie Kratzer und dergleichen, welche beim Zusammenwirken
der Vorrichtung zur Erzeugung der Biegekräfte
und dem Bandmetall entstehen, weitgehend vermieden werden. Die Beseitigung von Formfehlern bleibt jedoch
auch durch Anwendung dieses Verfahrens, bei welchem das Bandmetall einer mehrfachen Wechselbiegung mit
Zug- und Druckspannungen unterworfen wird, auf über den Querschnitt des Bandes gleichmaßig verteilte
Wellungen beschränkt
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Wiedergewinnen der Ziehbarkeit eines Bandmetalls mit formfehlerfreier Oberfläche anzugeben, das billig ist und
zu seiner Durchführung nur eine geringe Ausrüstung benötigt Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand
des Hauptanspruchs gelöst
Mit der Erfindung wird ein Verfahren für die Wiedergewinnung der Ziehbarkeit geschaffen, ohne daß
hierbei irgendwelche Kratzer auf der Oberfläche
auftreten. Weiterhin gelingt es, mit der Erfindung ein
Verfahren zu schaffen, bei dem die Wirkung der wiedergewonnenen Ziehbarkeit auch nach einer Wärmebehandlung
aufrechterhalten bleibt
Der wesentliche Grundgedanke der Erfindung ist zusammengefaßt dargestellt darin zu sehen, daß ein
Bandmetall heftig zwei- oder dreimal unter Zugwirkung umgebogen wird, was längs Arbeitswalzen, die einen
kleinen Durchmesser aufweisen und sich frei mit einer äußerst geringen Reibung drehen, geschehen kann, oder jo
auf einem Fluidfilm von einer unter Druck stehenden Flüssigkeit, der zwischen dem Bandmetall und einer
Halterungsführung gebildet ist. Hierdurch wird das Spannungs-Dehnungs-Diagramm des Bandmetalls nach
einem Nivellieren gegenüber demjenigen nach dem jri
Kaltwalzen verändert, wobei diese Änderung zu einer Wiedergewinnung der Ziehbarkeit des Bandmetalls
führt Bezüglich der Vorrichtung, mit der Fehler in der Gestalt des Bandmetalls derart ausgeglichen werden
können, daß das Metallband in erheblichem Maße einige Male unter einer Zugwirkung längs Arbeitsrollen von
kleinem Durchmesser oder auf einem Fluidfilm von einer unter Druck stehenden Flüssigkeit herumgebogen
wird, wurden bereits Patentanmeldungen in den Vereinigten Staaten getätigt, welche die Patentnummern
3812701 und 3812697 erhalten haben und
nachveröffentlicht sind.
Wesentliche Merkmale der Erfindung sind somit darin zu sehen, daß ein Bandmetall in erheblichem Maße
einige Male unter Zugwirkung längs Arbeitswalzen von einem kleinen Durchmesser herumgebogen werden,
welche sich frei mit einer außerordentlich geringen Reibung drehen, oder indem ein derartiges Umbiegen
auf einem Fluidfilm von einer unter Druck stehenden Flüssigkeit in dem Zwischenraum erfolgt, welcher
zwischen dem Bandmetall und einer Halterungsführung gebildet ist Hierdurch wird das Spannungs-Dehnungs-Diagramm
des Bandmetalls geändert. Diese Änderung bewirkt eine Wiedergewinnung der Ziehbarkeit des
Bandmetalls. t>o
Die Zeichnung mit bevorzugten Ausführungsformen dient der weiteren Erläuterung der Erfindung. Darin
zeigt
Fig. 1 ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm von einem Bandmetall nach einem Kaltwalzen, μ
F i g. 2 eine Ausführungsform der Erfindung,
Fig.3 ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm von einem Bandmetall nach Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
F i g. 4 eine weitere Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 5 die Wirkung der wiedergewonnenen Ziehbarkeit an einem Bandmetall auf plastische Dehnung und
Gesamtdehnung durch das erpjidungsgemäße Verfahren,
F i g. 6 die Wirkung der wiedergewonnenen Ziehbarkeit
an einem Bandmetall auf plastische Dehnung und Gesamtdehnung, wenn eine Vergütung durchgeführt
wird.
Man erkennt bei der Durchführung eines Zugversuchs mit einem kaltgewalzten Bandmetall, wenn dieser
bis zum Zerreißen desselben erfolgt, daß im Vergleich mit der Dehnung an dem Bruchbereich des Bandmetalls
die Dehnung in dem restlichen Bereich außerordentlich gering ist Die plastische Dehnung entsteht daher
konzentrisch in dem Bruchbereich des kaltgewalzten Bandmetalls, da die zum Bruch führende Zugspannung
bei einem Bandmetall nach einem Kaltwalzen, wie aus F i g. 1 hervorgeht groß und der Bearbeitungsexponent
klein ist Wenn das Bandmetali mit dem in Fig. 1 gezeigten Spannungs-Dehnungs-Diagramm gestreckt
wird, wird die Dickenverminderung des Bandmetalls aufgrund einer Zunahme der an das Bandmetall
angelegten Belastung bemerkenswert, und die Gleichmaßdehnung ist klein. Sobald einmal eine derartige
Einschnürung eintritt, verstärkt sich dieses Phänomen rasch, und es kommt zum Bruch, bevor der Restbereich
ausreichend gestreckt ist. Indem man das Bandmetall mehrere Male mittels eines Walzennivellierers, wie
oben erwähnt umbiegt, ergibt sich eine Änderung in den Charakteristiken des kaltgewalzten Blechs, wobei
jedoch das Problem von Kratzern auf der Oberfläche verbleibt, welche aufgrund der Vielzahl von Biegevorgängen
auftreten.
Es ist daher zur Wiedergewinnung der Ziehbarkeit eines kaltgewalzten Bandmetalls notwendig, die Spannungs-Dehnungs-Kurve
eines kaltgewalzten Bandmetalls so zu ändern, daß sie zu der Zugwirkung paßt, welche bei der Verwendung des Bandmetalls auftritt,
beispielsweise bei einer Büchsenherstellung, wobei gleichzeitig keine Kratzer während des Vorgangs
auftreten sollen, der zu der Wiedergewinnung der Ziehbarkeit führt. Eine Lösungsmöglichkeit besteht
darin, Walzen mit einem kleineren Durchmesser zu verwenden, als ihn die Walzen bei einem herkömmlichen
Walzennivellierer aufweisen, und ein gegenläufiges Abbiegen des Bandmetalls einige Male längs der
Arbeitswalzen zu wiederholen, die sich frei mit einer extrem niedrigen Reibung drehen. In den Zeichnungen
sind Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
F i g. 2 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung. Ein Bandmetall 1 läuft durch eine Richtvorrichtung 8
hindurch, wobei es von bekannten Vorrichtungen 2 und 3, die einen zusätzlichen Zug ausüben, gestreckt wird.
Die Vorrichtungen 2 und 3 können beispielsweise Schleppwalzen (bridle-roils) sein. Wesentliche Organe
der Richtvorrichtung 8 sind die Arbeitswalzen 5 und 7, weiche einen kleinen Durchmesser haben. Die Arbeitswalzen 5 und 7 werden auf einem Druckflüssigkeitsfilm
gelagert, der von einer außen angebrachten Druckquelle zugeführt wird und aus den Walzenhalterungsführungen
4 und 6 ausströmt, wie es in der vorgenannten US-PS 38 12 701 beschrieben ist. In Fig.2 ist lediglich
die Anordnung der Arbeitswalzen und anderer Hilfswalzen dargestellt. Der Mechanismus von den Walzgerüsten
4 und 6 ist jedoch nicht beschrieben. Das kaltgewalzte Bandmetall 1 wird mit einem extrem
kleinen Krümmungsradius abgebogen, während es durch die Richtvorrichtung 8 hindurchläuft. Hierdurch
wird die Spannungs-Dehnungs-Charakteristik des Bandmetalls geändert, so daß sie nach einem wiederholten
Abbiegen den in Fig.3 dargestellten Verlauf aufweist.
Da die Arbeitswalzen 5 und 7 nicht angetrieben sind, sondern sich frei auf dem Druckflüssigkeitsfilm mit einer
extrem kleinen Reibung drehen, und da kein Rutschen zwischen dem Metallband 1 und den Arbeitswalzen 5
und 7 auftritt, entstehen auch keine Kratzer, und man behält eine hervorragende Oberfläche des Bandmetalls.
Wenn das Bandmetall mit der in F i g. 3 dargestellten Spannungs-Dehnungs-Kurve gestreckt wird, erhält man
eine gleichmäßige Dehnung, die größer ist als im Falle des kaltgewalzten Bandmetalls, wobei die Gesamtdehnung
vom Beginn der Kontraktion bis zum Bruch ebenfalls zunimmt.
Die Änderung in dem Spannungs-Dehnungs-Diagramm des kaltgewalzten Bandmetalls beruht erfindungsgemäß
in der Wiedergewinnung der Ziehbarkeit des Materials, indem man ermöglicht, daß das
Bandmetall als Ganzes gedehnt wird.
Fig.4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. In diesem Falle läuft das kaltgewalzte
Bandmetall 1 durch eine Richtvorrichtung 9 hindurch, wobei es von den vorderen und den rückwärtigen
Schleppwalzen 2 und 3 gestreckt wird. Die Richtvorrichtung 9 entspricht der in den US-PS 38 12 697
beschriebenen Ausführungsform. Diese Anordnung enthält Halterungsgrundkörper 10 sowie Halterungsführungen
11, durch welche eine unter Druck stehende Flüssigkeit in den Zwischenraum zwischen dem
Bandmetall 1 und der Halterungsführung 11 zugeführt wird. In Fig.4 ist lediglich die Anordnung der
Halterungsgrundkörper 10 und der Halterungsführungen 11 dargestellt. Der Mechanismus, über den diese
Teile gelagert werden, ist jedoch in der Abbildung nicht dargestellt. Das kaltgewalzte Bandmetall 1 wird mit
einem extrem kleinen Krümmungsradius abgebogen, während es durch die Richtvorrichtung 9 hindurchgeht,
wobei es von der unter Druck stehenden Flüssigkeit getragen wird und nicht mit der Halterungsführung 11
in Berührung tritt. Man erhält in diesem Falle für das Bandmetall eine Spannungs-Dehnungs-Kurve entsprechend
F i g. 3. Die Ziehbarkeit des Bandmetalls wird aus den gleichen Gründen, wie oben erwähnt, wiedergewonnen.
Im Falle einer Anwendung der vorliegenden Erfindung erfolgt eine plastische Dehnung des Bandmetalls
im wesentlichen in der Bewegungsrichtung. Die Dickenreduktion beträgt ungefähr 1% und ist somit
unerheblich.
Fig.5 zeigt die Beziehung zwischen der von dem
vorliegenden Verfahren bewirkten plastischen Dehnung des mit einer Reduktion von 25% kaltgewalzten
Bandstahls und der Gesamtdehnung desselben Bandmetalls. Im Bereich der plastischen Dehnung von 0,3 bis 2%
ergibt sich die maximale Wiedergewinnung der Ziehbarkeit. Die Zugfestigkeit beträgt dann 55 kg/mm2.
Fig.6 zeigt die Beziehung zwischen der von dem vorliegenden Verfahren bewirkten plastischen Dehnung
eines mit einer 25%igen Reduktion kaltgewalzten Bandstahls und der Gesamtdehnung, wenn das Bandmetall
30 Minuten bei einer Temperatur von 243° C nach der Wiedergewinnung der Ziehbarkeit vergütet wird.
Wenn die plastische Dehnung 0 ist, wird die Gesamtdehnung kleiner, und die Zugfestigkeit wird mit
56 kp/mm2 größer als vor der Vergütungsbehandlung. Andererseits verschlechtert sich die Ziehbarkeit nicht
extrem, wenn der Bandstrahl durch das vorliegende Verfahren plastisch gedehnt wird. Die Linien A und B in
der Figur entsprechen einem Biegeradius von 2,5 mm bis 7,5 mm. Der Biegeradius wirkt sich bei der
vorliegenden Erfindung für die Wiedergewinnung der Ziehbarkeit dahingehend aus, daß mit zunehmend
kleinerem Biegeradius die Wiedergewinnung der Ziehbarkeit erhöht wird. Nach einer Vergütungsbehaldung
ergibt sich mit zunehmend kleinerem Biegeradius ein größerer Bereich für die plastische Dehnung, so daß
es möglich wird, die Ziehbarkeit zurückzugewinnen. Es erweisen sich daher bei der vorliegenden Erfindung
möglichst kleine Biegeradien als bevorzugt, wobei es hierbei für das Verhältnis zwischen dem Biegeradius des
Bandmetalls und dessen Dicke notwendig ist, daß diese kleiner wird als 50, damit eine ausreichende Wirkung
erzielt wird.
Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse von Untersuchungen eines mit unterschiedlicher Reduktion kaltgewalzten
Bandstahls gemäß der Erfindung. Diese erweist sich füi
kaltgewalzten Bandstahl mit einer Reduktion, die größer ist als 15%, als äußerst wirksam. In Tabelle 1
bedeuten »Gesamtdehnung 1« diejenige des Bandstahls nach dem Kaltwalzen, »Gesamtdehnung 2« diejenige
des Bandstahls nach der erfindungsgemäßen Behandlung, »Gesamtdehnung 3« diejenige des Bandstahls, bei
dem eine Vergütung über eine Dauer von 30 Minuter bei einer Temperatur von 243° C nach der erfindungsgemäßen
Behandlung stattgefunden hat, »Zugfestigkeit 3« bedeutet schließlich diejenige des Bandstahls. Die
Gesamtdehnung und die Zugfestigkeit in F i g. 1 sind in Walzrichtung gemessen. Bei der vorliegenden Erfindung
tragen die verminderte Reibung, welche durch die erzwungene Schmierung bewirkt wird, die Entfernung
von Substanzen auf der Bandmetalloberfläche in großem Umfang durch das Fluid und das Abbiegen, das
lediglich einige wenige Male erfolgt, dazu bei, daß ein
Auftreten von Kratzern auf der Metalloberfläche erheblich vermindert wird. Die Ziehbarkeit des
kaltgewalzten Bandmetalls vermindert sich daher nach seiner Gewinnung auch dann nicht, wenn es in dei
darauffolgenden Behandlungsstufe vergütet wird, während gleichzeitig die Zugfestigkeit zunimmt
| Tabelle I | Dicke | Zugfestigkeit | Hierzu | Gesamt | Gesamt- | Gesamt | Zugfestigkeit 3 |
| Reduktion | dehnung | 1 dehnung 2 | dehnung 3 | ||||
| mm | kg/mm2 | % | % | Vo | kg/mm2 | ||
| % | 0,187 | 46,5 | 10,8 | 14,8 | \2J5 | 47,0 | |
| 15 | 0,168 | 55,0 | 2,4 | 63 | 4,0 | 56,0 | |
| 25 | 0,160 | 56,0 | 3,0 | 6,5 | 5,5 | 56,0 | |
| 27 | 0,270 | 69,5 | 1,2 | 2,8 | 2,0 | 70,0 | |
| 37 | 0,185 | 90,0 | 2,0 | 5,0 | 3,0 | 92,0 | |
| 40 | 4 Blatt | Zeichnungen | |||||
Claims (3)
1. Verfahren zum Wiedergewinnen der Ziehbarkeit eines kaltgewalzten, wärmebehandelten Band-
metalls durch wiederholtes Biegen bei Schmierung, welches beim Kaltwalzen nach der Wärmebehandlung um mehr als 15% reduziert worden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Bandmetall mit einer der plastischen Dehnung entspre- ι ο
chenden Spannung beaufschlagt wird, das Bandmetall unter dieser Spannung mehrmals bei einem
Verhältnis von Biegeradius zu Dicke des Bandmetalls von kleiner als 50:1 gebogen wird, und daß die
Oberfläche des Bandmetalls während des Biegevorgangs unter Spannung für sich geschmiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bandmetall mit Hilfe von
Arbeitswalzen gebogen wird, die in Berührung mit dem Bandmetall sind und auf einem Druckflüssigkeitsfilm taufen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Biegen des Bandmetalls das
Bandmetall von einem Druckflüssigkeitsfilm getragen wird, der in einem Zwischenraum zwischen dem
Bandmetall und den Halterungsführungen erzeugt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP48060270A JPS52837B2 (de) | 1973-05-31 | 1973-05-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |