DE2443938B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Konstanthalten des Füllgrades einer Spritzgiessform bei einer Kunststoff-Spritzgiessmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Konstanthalten des Füllgrades einer Spritzgiessform bei einer Kunststoff-SpritzgiessmaschineInfo
- Publication number
- DE2443938B2 DE2443938B2 DE2443938A DE2443938A DE2443938B2 DE 2443938 B2 DE2443938 B2 DE 2443938B2 DE 2443938 A DE2443938 A DE 2443938A DE 2443938 A DE2443938 A DE 2443938A DE 2443938 B2 DE2443938 B2 DE 2443938B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- injection
- mold
- signal
- pressure
- control
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000002347 injection Methods 0.000 title claims description 55
- 239000007924 injection Substances 0.000 title claims description 55
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 24
- 238000001746 injection moulding Methods 0.000 title claims description 8
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 12
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000008859 change Effects 0.000 description 8
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 6
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 3
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 2
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000001276 controlling effect Effects 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005429 filling process Methods 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C45/76—Measuring, controlling or regulating
- B29C45/80—Measuring, controlling or regulating of relative position of mould parts
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Konstanthalten des Füllgrades einer
Spritzgießform bei einer Kunststoff-Spritzgießmaschine, bei dem beim Einspritzvorgang von einem
Spritzdruck auf Nachdruck aufgrund eines die beendete Füllung der Spritzgießform kennzeichnenden Signals
umgeschaltet wird.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art sind aus der DD-PS 66 020 bekanntgeworden. Dabei wird
jedoch der Ausgang für Folgefunktionen in der Maschinenablaufsteuerung und/oder Programmier-Einrichtung,
und mithin auch für das Umschalten von Spritzdruck auf Nachdruck, durch die nach beendeter
Füllung des Werkzeughohlraumes durch Kompression des eingespritzten Materials auftretende Druckänderung,
technisch differenziert, gebildet, dies im Unters
schied zu dem für die DD-PS 66 020 maßgebenden Stand der Technik, gemäß welchem- für das Umschalten
eine bestimmte Stellung des Einspritzgliedes oder der Ablauf einer vorgegebenen Grundzeit für den Einspritzvorgang
und/oder der sich im Werkzeug einteilende
ίο Absolutdruck genutzt wird. Die Abkehr von diesen
Maßnahmen und die Nutzbarmachung der Unstetigkeit im Druckverlauf beruht offenbar auf der Einsicht, daß
die Druckänderung ein vollständiges Füllen des Formhohlraumes voraussetzt und damit einen Zustand
is signalisiert, nach dessen Erreichen der Spritzdruck nur
noch Schaden, nämlich das Überfüllen der Form, verursachen kann und daher abgeschaltet bzw. auf
auch die aus dem DE-GM 19 53 795 bekanntgewordene Spritzgießform mit mindestens einem Druckfühler. Dort
wird die Umschaltung von Einspritzdruck auf Regeldruck
nicht etwa in Abhängigkeit vom Kolbenweg oder von einem Zeitglied, sondern vom Werkstoff selbst
vorgenommen, wobei für das Umschalten nicht irgendwelche vorbestimmte Einflußgrößen maßgebend
sind, sondern der »Druck im Formhohlraum, d.h. eine
solche Einflußgröße, die die erfolgte vollständige Füllung der Form anzeigt Der Unterschied zwischen
den Einrichtungen gemäß dem DE-GM 19 53 795 bzw. der DD-PS 66 020 besteht lediglich darin, daß erstere
ein aus dem Innendruck des Formhohlraumes abgeleitetes durch die beendete Werkzeugfüllung gekennzeichnetes
Signal lediglich zum Umschalten von Spritzdruck auf Nachdruck verwertet, während letztere die auftretende
Druckänderung technisch differenziert als Ausgang für Folgefunktionen in der Maschinenablaufsteuerung
und/oder Programmiereinrichtung erfaßt Von einer Regelung im eigentlichen S1-Tn des Wortes ist in
keinem der beiden Fälle die Rede.
Im Gegensatz zu dieser statischen Betrachtungsweise, die unterstellt, daß die Unstetigkeit im Druckverfahren
den Übergang von einer Bewegungs- in eine Ruhepause des Einspritzgliedes kennzeichnet Hegt der
vorliegenden Erfindung die Erkenntnis zugrunde, daß zum Konstanthalten des Formfüllgrades und mithin der
Werkstückqualität die Nachdruckphase als ein dynamischer Vorgang betrachtet werden muß.
Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Verlauf der Nachdruckphase zu erfassen und falls nötig, zur Beeinflussung einer der für die
Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Verlauf der Nachdruckphase zu erfassen und falls nötig, zur Beeinflussung einer der für die
Spritzgießform maßgebenden Einflußgrößen aufgrund eines zeitlich auf das Umschaltsignal folgenden zweiten
gleichartigen Signals geregelt wird.
Dank dieser Maßnahme werden z. B. die Einflüsse auf den Formfüllgrad ausgeglichen, welche der auch nach
dem Umschalten je nach den jeweiligen Betriebsverhältnissen mehr oder weniger wirkenden Bewegungsenergie des Einspritzorgans und dessen Antriebes
entspringen. Um einen Ausgleich möglichst kurzfristig herbeizuführen, wird der Regelung als Stellgröße
zweckmäßigerweise das erste Signal, d. h. das Umschalt· signal zugrunde gelegt Wird — wie dies eine
bevorzugte Ausführungsform vorsieht — das zweite Signal von dem Maximalwert der signalauslösenden
Meßgröße abgeleitet, so erfaßt die Regelung bei jedem
Einspritzvorgang die vollendeten Tatsachen, d.h. sämtliche Einflösse, weiche während der Nachdruckphase
auf den Formfüllgrad wirksam geworden sind. Es ist ferner zweckmäßig, dem Umschalten und der
Regelung durch die Größe des Formspaltes der Spritzgießform gekennzeichnete Signale zugrunde zu
legen. Dies gestattet, den Formfüllgrad auch bei einer
komplizierten und gießtechnisch schwierigen Ausbildung des Formhohlraumes, insbesondere aber auch bei
Mehrfachformen sicher unter Kontrolle zu halten.
Für die Durchführung des vorstehend erläuterten Verfahrens eigent sich grundsätzlich eine Vorrichtung
mit einem auf den Füllgrad der Spritzgießform ansprechenden Signalgeber in dem Steuerkreis für die is
Umsteuerung des hydraulischen Antriebes der Einspritzvorrichtung von Spritz- auf Nachdruck. Erfindungsgemäß
ist eine solche Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber weiterhin in einem
Regelkreis liegt, dessen Stellglied in einen für die Formfüllung maßgebenden Steuerkreis eingeschaltet
ist
Dank dieser Anordnung werden die bereits im Zusammenhang mit dem Ablauf des Verfahrens
erwähnten Vorteile mit einem minimalen Aufwand und unter Ausschaltung von Fehlerquellen realisiert, insofern
nämlich, als die beiden dem Verfahren zugrunde gelegten Signale von ein und demselben Signalgeber
abgeleitet werden. Diese Vorteile kommen besonders dann zur Geltung, wenn das Stellglied mit dem
Steuerkreis für die Umsteuerung des hydraulischen Antriebes des Einspritzorgans von Spritz- auf Nachdruck
verbunden ist und somit unmittelbar das Umschalten von Spritzdruck auf Nachdruck beeinflußt
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist der Signalgeber von einem Regelkreis auf einen anderen Regelkreis
umschaltbar. In allen Fällen ist es zweckmäßig, im Regelkreis ein auf den Maximalwert der signalauslösenden
Meßgröße ansprechendes Regelglied zu verwenden. Schließlich können vorteilhafterweise die erwähnten
Vorkehrungen mit Hilfe eines Signalgebers realisiert werden, welcher in bekannter Weise als
induktives Meßelement ausgebildet und an der Formtrennebene der Spritzgießform angeordnet ist
Mit der erfindungsgemäßen Regelsteuerung können als QualiSätsmerkmale der Füllzus:and, die Maßgenauigkeit,
die Wärmebeständigkeit, der Verzug und die Beständigkeit in bezug auf Spannungskorrosion positiv
beeinflußt werden. Schwankungen bei diesen Qualitätsmerkmalen können ta einem engen Toleranzfeld so
gehalten werden, wobei durch gezielte Veränderung der Einstellgcößen den spezifischen Eigenheiten der zu
verarbeitenden Masse Rechnung getragen werden kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert In der Zeichnung zeigt
Fig. I eine vereinfachte Darstellung einer Regelvorrichtung
an einer in einem Vertikal-Längsschnitt gezeichneten Schnecken-Spritzgießmaschine,
Pig.2 eine schematische Darstellung des Regelvorganges,
und
Fig.3 ein Diagramm des Druckverlaufs und der
Veränderungen des Pormspaltes der Spritzgießform.
Bei der Schnecken-Spritzgießmaschine nach F i g. I
ist eine in einem Zylinderkern 1 eines Plastifizierzylinders 2 befindliche Pia. tifizierschnecke 3 zum Zwecke
des Plastifizierens durch einen Antriebsmotor 4 über ein mechanisches Getriebe 5 rotierend und zum Zweck des
Einspritzen der plastifizierten Masse mittels eines ölhydrauiischen, doppelwirkenden Hubaggregates 6 in
einer axiajen Hubbewegung antreibbar. Zwei in Hubräume 7 und 8 des Hubaggregates 6 mündende
Ölleitungen 9 und 10 sind an eine nicht dargestellte Hydraulikquelle angeschlossen und durch bekannte
Steuereinrichtungen wechselweise auf Druck oder Rücklauf schaltbar.
Eine in der axialen Verlängerung des Plastifizierzylinders
2 liegende Formschließeinheit 12 hat einen an Holmen fest verankerten, stationären Formträger 13
und einen durch nicht gezeichnete, mechanische oder hydraulische Antriebsmittel in Horizontalrichtung bewegbaren,
an Holmen geführten Formträger 14. Beide Formträger 13 und 14 tragen je eine Formhälfte 15 und
16, die bei Formschluß in einer Formtrennebene 17 plane Auflage haben und miteinander ein den Formling
bildendes Formnest 18 begrenzen. Der Plastifizierzylinder
2 durchsetzt eine Aussparung 19 des stationären Formträgers 13 und hat mit einer Einspritzdüse 20
Verbindung mit einem Eingußtrichter 21 der Formhälfte 16.
In eine Bohrung 22 der Formhälfte 16 ist ein berührungsloser, induktiver Signalgeber 23 eingesetzt
bei welchem schon bei der minimalsten Spaltbildung in der Formtrennebene 17 eine Veränderung der Induktionsspannung
bewirkt wird. In der Formschließstellung werden unter einer auf den beweglichen Formträger 14
wirkenden Zuhaltekraft die beiden Fonnhälften 15 und
16 aufeinandergepreßt Beim Einspritzvorgang wird im Formnest 18 ein Massedruck wirksam, welche der
Zuhaltekraft entgegenwirkt und folglich zur Tendenz hat die beiden Formhälften 15 und 16 in der
Formtrennebene 17 voneinander zu trennen. Aus einem in der Folge sich einstellenden Formtrennspalt resultiert
eine Spannungsveränderung im Signalgeber 23. Das dabei sich ergebende Signal wird über eine Leitung 24 in
ein Regelgerät 25 eingegeben, dessen einzelne Funktionen,
weil sie für die Erfindung nicht maßgeblich sind, hi^r nicht beschrieben werden.
Im Diagramm nach Fig.3 ist auf der Abszisse mit T
die Zeit bezeichnet während welcher der Einspritzdruck und der Nachdruck auf die Masse wirksam sind. In
dieser Zeit, d. h. während des Einsprilzvorganges und
des nachfolgenden Erstarrungsprozesses der eingespritzten Masse vollzieht sich eine Trennung der beiden
Formhälften 15 bzw. 16 und dementsprechend die Entstehung eines Formspaltes in der Formtrennebene
17 der Spritzgießform. Die Veränderung des Formspaltes ergibt sich aus der Kurve X. Auf der Ordinate ist mit
S die Größe des Formspaltes aufgezeichnet Der Druckverlauf während der Spritzdruck- und Nachdruckphase
ist mit der Kurve P dargestellt Auf der Ordinate bedeutet D die Druckhöhe des Einspritzdrukkes
und des Nachdruckes.
Der Steuerungsablauf des Umschaltens von Spritzdruck auf Nachdruck während des Füllvorganges ist aus
den Fig.2 und 3 ersichtlich. Als Umschaltpunkt zur Einleitung der Nachdruckphase wird in das Regelgerät
25 ein Sollwert eingegeben, der als Formspaltteilweite 51 oder Formspaltteilzeit Ti vorwähfoar ist (Fig.3).
Wie in Fig.2 ersichtlich ist, vollzieht sich das Umschalten von Spritzdruck auf Nachdruck in einem
Steuerkreis SK, in welchsm der Spritzgießprozeß mit
5CP bezeichnet ist An einer Vergleichsstelle VSl wird
ein gemessener Istwert /Wl mit dem Sollwert SWi
verglichen, d. h, wenn der gemessene Formspaltteilwei-
te 51 oder die Formspaltteilzeit 7Ί den Sollwert SWi
erreicht, wird durch eine Umsteuerung US von Spritzdruck auf Nachdruck umgeschaltet Dies bedeutet,
daß ein Druckregelventil 11 (F i g. 1) den im Hubraum 8
herrschenden Spritzdruck auf Nachdruck reduziert.
Aus der Kurve X ist lesbar, daß bis zum Umschaltpunkt 5Wl unter Wirkung des Spritzdruckes
kurzzeitig ein verhältnismäßig großer Formspalt erreicht
wird, der nach dem Umschaltpunkt SWi in der
fvachdruckphase noch allmählich um das Maß A größer
wird und schließlich einen Maximalwert SW2 erreicht.
Das Maß A zeigt die nach der Umschaltung auf Nachdruck noch eintretende Nachfüllung. Wie nun
festgestellt wurde, ändert sich die Nachfüllung vor allem durch Schwankungen bei den Temperaturen der
Schmelze und der Spritzgießform. Ebenfalls ist eine Beeinflussung der Nachfüllung über den thermischen
Zustand des Hydrauliksystem!! der Maschine feststellbar. Um eine gleichbleibende Spritzteilqualität zu
erzielen, sollen nun durch eine Konstanthaltung der Nachfüllung in der Nachdruckphase die erwähnten
Störfaktoren ausgeglichen werden. Diese Forderung kann durch eine der folgenden Regelarten erfolgen:
Der als richtig erkannte Wert der Formspaltgröße wird als Sollwert SW2 vorgewählt. Wie in Fig.2
dargestellt ist, wird der während des Einspritzvorganges vom Signalgeber 23 in der Formtrennebene 17
gemessene Formtrennspalt als Istwert IW2 an einer Vergleichsstelle VS2 mit dem Sollwert SW2 verglichen.
Mit einem Wahlschalter WS ist ein über eine Korrektursteuerung KS1 führender Regelkreis RK 1
schließbar.
Ein zwischen Sollwert SW2 und Istwert IW2 ermittelter Differenzwert dient als Regelgröße, um den
Sollwert 5Wl, der maßgeblich für das Umschalten von
Spritzdruck auf Nachdruck ist, zu verändern. Ist der Istwert 1W2 größer als der Sollwert 5W2, wird der
Sollwert 5Wl vorverlagert, indem die Formspaltteilzeit
Π oder der Formspaltteilwert 51 verkürzt wird. In der
Folgeregelung wird dadurch im nächsten Zyklus der durch den Sollwert 5Wl bestimmte Umschaltpunkt
von Spritzdruck auf Nachdruck vorverschoben. Eine unterschreitende Differenz zwischen Sollwert 5W2 und
Istwert /W2 wird eitle Korrektur im Sinne einer Nachverlagerung des durch den Sollwert 5Wl
s gegebenen Umschaltpunktes auslösen.
Eine weitere Möglichkeit, die Nachfüllung der Spritzgießform in der Nachdruckphase konstant zu
halten, besteht darin, durch Regelung einer die Energiezufuhr der Masse bestimmende EinflußgröBe zu
ίο regeln. Für eine solche Regelart wird über den
Wahlschalter WS ein Regelkreis RK2 geschlossen. Über die Korrektursteuerung KS 2 wird dabei auf den
Spritzgießprozeß SGP derart Einfluß genommen, indem, wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, ein Heizregler 26
einer Heizung 27 des Plastifizierzylinders 2 in den Regelkreis RK 2 einbezogen ist. Die aus dem Istwert
/W2 und dem Sollwert 5W2 resultierende Differenz wird als Regelgröße zur Regelung der Heizung 27
nutzbar gemacht. Bei Unterschreitung des Sollwertes 5W2, d. h. bei zu kleinem Formspalt, muß die Schmelze
auf einen tieferen Viscositätsgrad korrigiert werden, bzw. eine größere Heizleistung ist erforderlich. Dementsprechend
muß beim Überschreiten des Sollwertes 5W2 die Leistung der Heizung 27 reduziert werden.
Eine Regelung der Energiezufuhr kann auch über eine Veränderung des beim Plastifiziervorgang im Hubraum
8 auf die "lastifizierschnecke 3 wirkenden Staudruckes
erfolgen. In diesem Fall ist das Druckregelventil 11 in den Regelkreis RK 2 geschlossen, wobei mit negativer
eine Staudruckerhöhung, bzw. eine Energiesteigerung und bei positiver Differenz eine Staudruckreduzierung
eine Energieminderung zur Wirkung hat
Masse zuzuführenden Energie können auch der Spritzdruck, die Schneckendrehzahl, die Schneckentemperatur,
die Formtemperatur, die Verweilzeit der Masse im Plastifizierzylinder oder die Einspritzgießgeschwindigkeit
als Einflußgrößen herangezogen werden. Statt des Formspaltes kann auch der Forminnendruck als
Meßgröße dienen.
Claims (9)
1. Verfahren zum Konstanthalten des Fallgrades einer .Spritzgießform bei einer Kunststoff-Spritzgießmaschine,
bei dem beim Einspritzvorgang von einem Spritzdruck auf Nachdruck aufgrund eines die
beendete Füllung der Spritzgießform kennzeichnenden Signals umgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der für die Füllung der Spritzgießform maßgebenden Einflußgrößen aufgrund
eines zeitlich auf das Umschaltsignal folgenden zweiten gleichartigen Signals geregelt wird,
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelung als Stellgröße das
erste Signal zugrunde gelegt wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Signal von
dem Maximalwert der signalauslösenden Meßgröße abgeleitet wird.
4. Verfahren nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Umschalten
die Größe des Formspaltes der Spritzgießform kennzeichnende Signale zugrunde gelegt werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 mit einem auf den Füllgrad
der Spritzgießform ansprechenden Signalgeber in dem Steuerkreis für die Umsteuerung des hydraulischen
Antriebes der Einspritzvorrichtung von Spritz- auf Nachdruck, dadurch gekennzeichnet, daß
der Signalgeber (23) weiterhin in einem Regelkreis (RK 1 oder RK2) liegt, dessen Stellglied (z. B. SWi)
in einen für die Formfüllung maßgebenden Steuerkreis (z. B. 5/y eingeschaltet ^t
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (SWi) mit dem
Steuerkreis für die Umsteuerung (US) des hydraulischen Antriebes der Einspritzorgane (1—8) von
Spritz- auf Nachdruck verbunden ist
7. Vorrichtung nach Patentanspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber (23)
von einem Regelkreis (RKi) auf einen anderen Regelkreis (RK 2) umschaltbar ist
8. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Regelkreis
ein auf den Maximalwert der signalauslösenden Meßgröße ansprechendes Regelglied (SW2) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem dem Patentansprüche 5 bis 8 dadurch gekennzeichnet, daß der Signalgeber
(23) ein in an sich bekannter Weise an der Formtrennebene der Spritzgießform (15—16) angeordnetes
induktives Meßelement ist
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1440473A CH584105A5 (de) | 1973-10-10 | 1973-10-10 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2443938A1 DE2443938A1 (de) | 1975-04-24 |
| DE2443938B2 true DE2443938B2 (de) | 1979-08-30 |
| DE2443938C3 DE2443938C3 (de) | 1980-05-22 |
Family
ID=4400561
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2443938A Expired DE2443938C3 (de) | 1973-10-10 | 1974-09-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Konstanthalten des Fiillgrades einer Spritzgiessform bei einer Kunststoff-Spritzgiessmaschine |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5066559A (de) |
| CH (1) | CH584105A5 (de) |
| DE (1) | DE2443938C3 (de) |
| FR (1) | FR2247332B1 (de) |
| GB (1) | GB1481087A (de) |
| SE (1) | SE7412690L (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE415464B (sv) * | 1978-09-29 | 1980-10-06 | Josef Kubat | Tryckalstringsanordning vid formsprutning och anvendning derav |
| FR2527976A1 (fr) * | 1982-06-08 | 1983-12-09 | Alsthom Atlantique | Machine de moulage par injection avec mesure de l'ouverture du moule |
| AU629812B2 (en) * | 1989-01-27 | 1992-10-15 | Nakayama Kogyo Co., Ltd. | Method and apparatus for controlling injection molding |
| DE3917361A1 (de) * | 1989-03-01 | 1990-09-06 | Mel Mikroelektronik Gmbh | Messsystem fuer spritzgussmaschinen zur bestimmung des exakten zeitpunkts des spritzendes |
| DE4339520C1 (de) * | 1993-11-19 | 1995-01-12 | Hasco Normalien Hasenclever Co | Werkzeugform zur Verarbeitung plastischer Massen, insbesondere Kunststoff-Spritzgießform |
| CN219381562U (zh) * | 2023-02-09 | 2023-07-21 | 睿斯博科技(深圳)有限公司 | 一种塑料瓶吹塑模具 |
| CN119222226B (zh) * | 2024-11-29 | 2025-02-11 | 万向钱潮股份公司 | 一种液压控制调试方法及系统 |
-
1973
- 1973-10-10 CH CH1440473A patent/CH584105A5/xx not_active IP Right Cessation
-
1974
- 1974-09-13 DE DE2443938A patent/DE2443938C3/de not_active Expired
- 1974-10-07 FR FR7434527A patent/FR2247332B1/fr not_active Expired
- 1974-10-08 GB GB43488/74A patent/GB1481087A/en not_active Expired
- 1974-10-09 SE SE7412690A patent/SE7412690L/xx unknown
- 1974-10-09 JP JP49115707A patent/JPS5066559A/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2443938C3 (de) | 1980-05-22 |
| FR2247332A1 (de) | 1975-05-09 |
| JPS5066559A (de) | 1975-06-04 |
| FR2247332B1 (de) | 1978-05-05 |
| CH584105A5 (de) | 1977-01-31 |
| SE7412690L (de) | 1975-04-11 |
| DE2443938A1 (de) | 1975-04-24 |
| GB1481087A (en) | 1977-07-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3725167C2 (de) | Verfahren zur Steuerung der Formzuhaltung sowie Kompression eines in einem Formraum einer Spritzgießform eingespritzen Kunststoffes einer Spritzgießmaschine sowie Spritzgießmaschine | |
| DE2302175C3 (de) | Vorrichtung zur Konstanthaltung des Formfüllgrades einer Spritzgießform an einer Kunststoff-Spritzgießmaschine | |
| DE112011100051T5 (de) | Gießverfahren einer Spritzgießmaschine | |
| DE2253506B2 (de) | Regeleinrichtung für die Einspritzeinheit einer Schnecken-Spritzgießmaschine | |
| DE2836692A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur verringerung der auf austrieben an den teilfugen von spritzgussformen beruhenden beschaedigungsgefahr | |
| DE3036441C2 (de) | Spritzpreßverfahren zum Einbetten elektronischer Teile und Spritzpreßformmaschine zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3413665A1 (de) | Verfahren zur steuerung der spritzgeschwindigkeit eines spritzgusszylinders einer spritzgussmaschine | |
| DE2300171A1 (de) | Verfahren zum regeln der aushaertzeit der kunststoffmasse in der form einer spritzgiessmaschine | |
| AT394970B (de) | Verfahren zum spritzgiessen von thermoplastischen kunststoffen | |
| DE2443938C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Konstanthalten des Fiillgrades einer Spritzgiessform bei einer Kunststoff-Spritzgiessmaschine | |
| AT514847B1 (de) | Verfahren zur Bestimmung eines Sollwerts für einen Einstellparameter | |
| DE69118298T2 (de) | Spritzgiessmaschine mit Steuermittel für den Antrieb der Schnecke | |
| DE3327936C2 (de) | Formschließeinheit einer Spritzgießmaschine | |
| DE102013005078A1 (de) | Regelvorrichtung für eine Spritzgießmaschine mit einer Funktion zur Einstellung von Parametern für die Druckregelung | |
| DE2940152A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum regeln des plastifizierens eines harzes in einer reihenschnecken-spritzgussmaschine | |
| DE2543088C3 (de) | Verfahren zum Regeln einer Spritzgießmaschine | |
| DE102016005503A1 (de) | Spritzgießmaschine mit Antriebssteuerung eines beweglichen Teils mit einem Motor | |
| DE1463460C3 (de) | Anordnung zur numerischen Bahnsteuerung, insbesondere für Werkzeugmaschinen | |
| EP0139099A2 (de) | Formschliesseinheit einer Spritzgiessmaschine | |
| DE10060086C1 (de) | Verfahren zum Betreiben eines Einspritzaggregates für eine Spritzgießmaschine | |
| DE1729382A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von formbaren Werkstoffen auf Spritzgiessmaschinen | |
| DE2541329A1 (de) | Spritzgiessmaschine mit viskositaetsregelung | |
| DE102017117003A1 (de) | Speicherbehältnis für eine Formgebungsmaschine | |
| DE2245564A1 (de) | Kunststoffverarbeitungsmaschine mit einer einrichtung zur steuerung von einstellgroessen an regelventilen | |
| DE2300208C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Regeln der Nachdruckphase des Einspritzaggregates einer Kunststoff-Spritzgiessmaschine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |