DE2501625B2 - Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung - Google Patents
Sperrholz mit einer simulierten HolzmaserungInfo
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Description
Es ist bekannt, daß verhältnismäßig billige Hölzer bei der Herstellung von Sperrholz verwendet werden und
daß die so gebildeter Arten von Sperrholz auf ihrer freiliegenden Oberfläche so behandelt werden, daß sie
den Charakter eines billigen Holzes verlieren und einer teureren Hartholzplatte ähneln. Bei der Herstellung von
Sperrholz wird beispielsweise Lauan, eine philippinische Holzart verwendet. Diese wird teilweise in Fachkreisen
als »philippinisches Mahagoni« bezeichnet. Es stellt ein im allgemein poröses Holz mit länglicher, verhältnismäßig
flachen und schmalen Vertiefungen dar, welches besonders für die Verwendung bei Möbeln, Wandvertäfelungen
und ähnlichen Holzprodukten geeignet ist.
Es ist bereits bekannt, eine mit Holzmaserung dekorierte Platte aus mehreren Reihenfolgen von
Schichten herzustellen. (DE-OS 21 41 703 und 2162 510).
Ein gemeinsames Merkmal dieser bekannten Sperrholzplatten besteht darin, daß die Oberfläche dieser
Platten vollständig mit einer Papierschicht, einer Kunststoffolie, einer Harzschichtauflage od. dgl. bedeckt
wird, so daß die Vertiefungen vollständig verschwinden und auf der Oberfläche eine glatte Fläche,
auf der eine simulierte Holzmaserung dargestellt ist, gebildet wird. Mit anderen Worten gesagt, konzentrieren
sich bei dem bekannten Stand der Technik die Bemühungen darauf, diese Vertiefungen vollständig zu
bedecken und eine künstliche Holzmaserung darzustellen, die einer natürlichen Maserung sehr ähnlich ist und
die auf der Oberfläche des Sperrholzes in einer glatten Fläche angebracht wird.
Um eine ins dreidimensionale erweiterte »Maserung« dekorierter Sperrholzplatten zu erzielen, wird nach
einem weiteren bekannten Verfahren die beschichtete Holzunterlage mit Dekorpapier belegt, eine beliebige
Textur in die Oberfläche eingeprägt und schließlich ein transparenter Harzüberzug aufgebracht (US-PS
37 38 854).
Auch das nachträgliche Einbringen einer dreidimensionalen Holztextur nach dem Aufbringen einer
Schichtreihenfolge ist bekannt (US-PS 36 54 044). Da die dabei aufgebrachte Papierschicht eine erhebliche
Dicke aufweist, die im trockenen Zustand ein Gewicht im Bereich von 60 bis 140 Gramm pro Quadratmeter
aufweist, werden die im Sperrholz befindlichen Vertiefungen bei einem solchen Verfahren vollständig von
dem Papier bedeckt und sind nicht mehr im fertigen Zustande zu sehen oder zu bemerken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung zu
schaffen, durch die die ursprüngliche Holzmaserung in ihrer natürlichen Form in Erscheinung tritt. Es soll also
ein verbessertes Sperrholz mit einer dekorativen Papierschicht geschaffen werden, die mit der Oberfläche
des Sperrholzes so verbunden wird, daß eine Anzahl länglicher, verhältnismäßig flacher und schmaler natürlicher
Vertiefungen des Sperrholzes als Elemente zur Verstärkung der Wirkung einer auf der Papierschicht
?■> dargestellten künstlichen Holzmaserung verwendet
werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung, bestehend aus einer Sperrholzunterldge,
die auf der Oberfläche ihrer Oberseite eine Vielzahl länglicher, flacher und schmaler natürlicher
Vertiefungen aufweist, eine dünne, dekorative Papierschicht mit dem Farbaufdruck einer gewünschten
Holzmaserung, einem Harzklebstoff, der das Papier mit der Oberfläche des Sperrholzes verbindet, wobei das
J5 Papier ein Trockengewicht im Bereich von 17 bis
30 Gramm pro Quadratmeter und eine Trockendichte im Bereich von 35 bis 50 Mikrometer hat, und eine
dünne Schicht eines hitzegehärteten, transparenten, auf dem Papier aufgetragenen Harzüberzuges, der durchsichtig
genug ist, um die farbige Holzmaserung deutlich durch ihn hindruch sehen zu lassen, dadurch gelöst, daß
die natürlichen Vertiefungen der Sperrholzunterlage nicht vollständig mit dem Harzklebstoff ausgefüllt
werden, so daß eine Vielzahl von Vertiefungen, die im allgemeinen den natürlichen Vertiefungen entsprechen,
in dem Papier und der dünnen Schicht durch die natürlichen Vertiefungen ausgebildet werden, wobei das
Papier, dessen Rückseite rauh ist, mit dem Harzklebsioff durchtränkt und darauf ein hitzehärtbarer, transparen-
ter Harz-Überzug auftragbar ist.
Durch die Erfindung wird ein Sperrholz aus Lauan oder anderem Holz geschaffen, das das Aussehen von
echtem Holz aufweist. Dabei werden erfindungsgemäß die natürlichen Vertiefungen in der Holzunterlage als
Teile der Holzmaserung verwendet, ohne diese Vertiefungen gleichmäßig abzudecken. Um die Vertiefungen
erscheinen zu lassen und auf der Oberfläche des Sperrholzes eine simulierte Holzmaserung aufzunehmen,
wird eine sehr dünne Papierschicht verwendet, die, wenn sie mit der Oberfläche des Sperrholzes durch ein
Klebstoff verbunden wird, mit einer Anzahl von länglichen, verhältnismäßig flachen Vertiefungen entsprechend
den natürlichen Vertiefungen des Sperrholzes geformt wird.
Durch die Erfindung können bei Verwendung dieser dünnen, dekorativen Papierbeschichtung die natürlichen
Vertiefungen und die Beschaffenheit der Oberfläche der Oberseite der Holzunterlagen wirksam als Elemente
verwendet werden, die einen Teil einer auf dieser Oberfläche darzustellenden Holzmaserung bilden. Dadurch
wird es ermöglicht, verhältnismäßig billigem Sperrholz das Aussehen eines echten, hochwertigen
Holzes zu verleihen. ι
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 ein Arbeitsablauf, Schema, welches die Folgeder
entsprechenden Arbeitsvorgänge für die Herstellung einer eriindungsgemäßen Sperrholztafel wiedergibt,
Fi g. 2 eine teilweise gebrochene Draufsicht auf eine
Sperrholzplatte,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der in Fig. 2 \r>
dargestellten Platte in vergrößertem Maßstab,
F i g. 4 eine Querschnittsansicht einer Sperrholzplatte in vergrößertem Maßstab entlang der Linie A-A der
Fig. 2,
Fig.5 einen Querschnitt einer Sperrholzplatte als
eine andere Ausführungsform der Erfindung.
Der Einfachheit halber wird zunächst ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Sperrholzplatte
beschrieben.
Zuerst wird ein geeignetes Harzklebemittel, wie z. B. 2r>
eine Mischung aus einem Harnstoffharz und einem Vinylazetat auf die Oberfläche 10 einer aus Lauan oder
ähnlichem Holz gebildeten Holzunterlage 11 aufgebracht, indem die Holzunterlage durch die Aufwalzrollen
12 geführt wird, denen der Klebstoff von einer jo Klebstofffüllvorrichtungen 13 zugeführt wird. Bei
diesem Vorgang des Auftragens wird eine Anzahl länglicher, verhältnismäßig flacher und schmaler Vertiefungen
14, die aus den Rillen des Holzes in der Oberfläche 10 ausgebildet sind, nicht voll mit die em r>
Klebstoff gefüllt. Vorzugsweise wird nur eine verhältnismäßig kleine Menge dieses Klebstoffes in jede der
Vertiefungen 14 eingefüllt. Je nach Gegebenheiten brauchen jedoch gewisse Vertiefungen, die z. B. sehr
schmale Öffnungen haben, überhaupt nicht mit Klebstoff gefüllt zu werden.
Danach wird die mit Klebstoff überzogene Holzunterlage 11 in einen Trockenofen 15 gebracht, in dem
die Klebstoff schicht 16 halb getrocknet wird, so daß die
Schicht fest mit der Oberfläche 10 der Holzunterlage verbunden ist.
Daraufhin wird eine dünne dekorative Papierschicht 17, auf die eine Holzmaserung 17a in Farbe gedruckt ist,
die z. B. eine Eichenholz-, Nußbaum- oder Rosenholz-Maserung usw. simuliert, von einer Spule 18 Druckwal- so
zen 19 zugeführt und auf die Klbstoffschicht 16 auf der Sperrholzunterlage so aufgewalzt, daß die Papierschicht
17 mit der Oberfläche 10 des Sperrholzes verbunden wird.
Wie bereits erwähnt, hat die mit dieser Oberfläche zu verbindende Papierschicht 17 am besten ein Trockengewicht
im Bereich von 17—30 Gramm pro Quadratmeter und eine Dicke im Bereich von 35 bis 50 μπι. Α ach sollte
sie auf ihrer Oberseite glatt sein, glatt genug um die photographische Reproduktion einer Holzmaserung
aufzunehmen, und auf ihrer Rückseite eine rauhe Oberfläche haben, die gut für eine feste Verbindung mit
der Oberfläche 10 des Sperrholzes durch den Harzklebstoff geeignet ist. Außerdem ist es zweckmäßig, daß die
Auflagepapierschicht halbtransparent ist und von der Art, die mit einem Harz-Klebstoff oder Überzug so
getränkt werden kann, daß der Simulationseffekt der auf das Papier aufgedruckten Holzmaserung 17a im
Zusammenwirken mit der natürlichen Beschaffenheit der Oberfläche 10 des Sperrholzes I ί verstärkt werden
kann, wenn das Papier auf dieser Oberfläche festgeklebt wird.
Daraufhin wird ein hitzehärtbarer, transparenter Harz-Überzug, z. B. aus Amino-Alkyd-Harz auf die
aufgetragenen Papierschicht 17 aufgebracht, indem das Sperrholz 11 durch Aufwalzrollen 20 geführt wird.
denen der Harzüberzug von einer Schichtzuführvorrichtung 21 zugeführt wird. Dann wird die transparente
Harzschicht, die auf das Papier aufgebracht worden ist, mittels Druckwalzen 22 gegen die festgeklebte Papierschicht
17 gepreßt, wodurch eine dünne Schicht 23 des Harzüberzuges auf dem Papier gebildet wird und
gleichzeitig in dem Papier 17 eine Anzahl konkaver Teile der Vertiefungen 14 ausgebildet werden, die den
Vertiefungen 14 der Oberfläche 10 der Holzunlerlage 11
entsprechen. Danach gelangt das so behandelte Sperrholz in einen zweiten Trockofen 24 zur Hitzehärtung
der Überzugschicht 23. Während diese dünne transparente Oberflächenschicht 23 hitzegehärtet wird.
werden konkave Teile oder Vertiefungen der Schicht, die durch die vorgenannten Teile 14a gebildet und
begrenzt werden, jeweils zu einer festen konkaven Form ausgebildet, die durch Form und Größe der
entsprechenden konkaven Teile 14a der Papierschicht 17a bestimmt werden, und diese so gebildeten konkaven
Teile oder Vertiefungen 14£> wirken mit der auf der
Papierschicht aufgedruckten Holzmaserung 17 zusammen, so daß dadurch die Maserung als Ganzes natürlich
und reliefartig zu sehen ist.
Wenn es gewünscht wird, können zusätzlich zu solchen konkaven Teilen 14£>
eine geeignete Anzahl von Vertiefungen 14c, die die natürlichen Vertiefungen 14
der Oberfläche 10 simulieren, auf der transparenten Überzugschicht 23 mittels (nicht dargestellter) Prägewalze
eingeprägt werden. In diesem Falle müssen diese simulierten Vertiefungen 14c so ausgebildet werden,
daß sie sich intermittierend in der allgemeinen Richtung der Holzmaserung 17a erstrecken, damit diese Vertiefungen
14c wirklich den natürlichen Vertiefungen ähneln können. Außerdem kann, wenn es gewünscht
wird, eine Vielzahl von V-förmiger, U-förmigen, halbkreisförmigen oder ähnlichen breiten Rillen 25 in
der Oberfläche der Sperrholzunterlage 11 ausgebildet werden. Falls solche Rillen gebildet werden, müßten sie
einen Anstrich in einer anderen Farbe als der des Farbdruckes der Maserung 17a erhalten, so daß jede der
farbigen Rillen 25 als simulierte Kanten zweier benachbarter Holzplatten dienen kann, die miteinander
verbunden sind.
Die beschriebene dünne Papierschicht 17 hat sich nicht nur als mechanisch fester erwiesen, sondern auch
als wirksamer, um die Sperrholzunterlage 11 einer hochwertigen Holzplatte gleichen zu lassen, als das
schon erwähnte dicke Papier; das dicke Papier ist mindestens 75 μπι dick.
Demgemäß kann das beschriebene, mit einer dekorativen Papierschicht beschichtete, erfindungsgemäße
Snerrholz als »Sperrholz mit Naturmaserungselemente enthaltender simulierter Holzmaserung« bezeichnet
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung, bestehend aus einer Sperrholzunterlage (II), die auf der Oberfläche (10) ihrer Oberseite eine Vielzahl länglicher, flacher und schmaler natürlicher Vertiefungen (14) aufweist, eine dünne, dekorative Papierschicht (17) mit dem Farbaufdruck einer gewünschten Holzmaserung (Ma), einen Harzklebstoff, der das Papier mit der Oberfläche des Sperrholzes verbindet, wobei das Papier ein Trockengewicht im Bereich von 17 bis 30 Gramm pro Quadratmeter und eine Trockendicke im Bereich von 35 bis 50 Mikrometer hat, und eine dünne Schicht (23) eines hitzegehärteten, transparenten, auf dem Papier aufgetragenen Harzüberzuges, der durchsichtig genug ist, um die farbige Holzmaserung deutlich durch ihn hindruch sehen zu lassen, dadurch gekennzeichnet, daß die natürlichen Vertiefungen (14) der Sperrholzunterlage (11) nicht vollständig mit dem Harzklebstoff (16) ausgefüllt sind, so daß eine Vielzahl von Vertiefungen (14a und 14fc)die im allgemeinen den natürlichen Vertiefungen (14) entsprechen, in dem Papier (17) und der dünnen Schicht (23) durch die natürlichen Vertiefungen (14) ausgebildet werden, wobei das Papier (17), dessen Rückseite rauh ist, mit dem Harzklebstoff (16) durchtränkt und darauf ein hitzehärtbarer, transparenter Harz-Überzug auftragbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2501625A DE2501625C3 (de) | 1975-01-16 | 1975-01-16 | Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2501625A DE2501625C3 (de) | 1975-01-16 | 1975-01-16 | Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung |
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| DE2501625A1 DE2501625A1 (de) | 1976-07-22 |
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| DE2501625C3 DE2501625C3 (de) | 1979-03-15 |
Family
ID=5936600
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2501625A Expired DE2501625C3 (de) | 1975-01-16 | 1975-01-16 | Sperrholz mit einer simulierten Holzmaserung |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE2501625C3 (de) |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2501625A1 (de) | 1976-07-22 |
| DE2501625C3 (de) | 1979-03-15 |
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