DE2501954B2 - Vorrichtung zum kuppeln von zwei umlaufenden koaxialwellen mit waehrend des betriebes veraenderbarer winkelversetzung, insbesondere fuer die betaetigung von steuerventilen fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zum kuppeln von zwei umlaufenden koaxialwellen mit waehrend des betriebes veraenderbarer winkelversetzung, insbesondere fuer die betaetigung von steuerventilen fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kuppeln von zwei umlaufenden Koaxialwellen mit während des
Betriebs veränderbarer Winkelversetzung, insbesondere für die Betätigung von Steuerventilen für Brennkraftmaschinen
mit einer axial gegenüber den genannten Wellen verstellbaren Sehiebemuffe, die an Schwenkstücken
derart angreift, daß eine Axialbewegung der Sehiebemuffe eine gegenseitige Winkelverdrehung der
beiden Wellen bewirkt.
Bei einer bekannten derartigen Vorrichtung (vgl. FR-PS 9 81 997) sind als Schwenkstücke zur gegenseitigen
Winkelverdrehung der beiden Welien mehrere gleichmäßig über den Umfang verteilte Gleitsteine
vorgesehen, die in zwei verschiedenen Durchmesserbereichen jeweils zwei Führungsflächen aufweisen. Die
Führungsflächen jeweils eines Durchmessers sind spiralig verwunden, wobei die inneren Führungsflächen
ίο einen entgegengesetzten Verwindungssinn haben als
die äußeren. Die inneren Führungsflächenwirken mit Spiralnuten der einen Welle zusammen, während die
äußeren Führungsflächen mit in entgegengesetzter Spiralrichtung verlaufenden Schlitzen eines Zylinderkörpers
zusammenwirken, der an das Ende der anderen Welle angesetzt ist. Die Gleitstücke weisen zwei über
die Zylinderaußenfläche hervorstehende, in einer Ebene senkrecht zu den Weilenachsen verlaufende Führungsborde auf, an denen der Innenring eines Kugellagers zur
Anlage kommt, dessen Außenring mit einer Sehiebemuffe verbunden ist. Diese bekannte Verstellvorrichtung
hat mehrere Nachteile. Zum einen wird eine Vielzahl von Bauteilen benötigt, die schwierig herstellbar
sind, da sie genau bearbeitet und exakt aufeinander abgestimmt werden müssen. An jedem der mehreren
Gleitstücke sind insgesamt vier schraubenförmig verlaufende Führungsflächen auszubilden. Gleichermaßen
sind in dem an das Ende der einen Welle anzusetzenden Zylinderkörper schraubenförmig verlaufende Langlöeher
und in das Ende der anderen Welle spiralig verlaufende Führungsnuten einzuarbeiten. Die Kompliziertheit
führt zu hohen Herstellkosten. Die Vielzahl der Reibungsflächen bedingt einerseits einen vorzeitigen
Verschleiß mit der daraus resultierenden Ungenauigkeit oder andererseits nur eine geringe Belastbarkeit.
Schließlich vermindern die vielen Reibungsflächen auch die Ansprechempfindlichkeit der Vorrichtung in erheblichem
Maß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile eine Vorrichtung
zum Kuppeln von zwei umlaufenden Koaxialwellen mit während des Betriebes veränderbarer Winkeiversetzung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei kompakter Bauart stärker belastbar und verschleißfester
ist und die ferner eine hohe Ansprechempfindlichkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein drehfect mit einer der Wellen an ihrem Ende
verbundenes Antriebskegelrad sowie zwei konische Zahnsegmente vorgesehen sind, die, einander gegenüberstehend,
in das genannte Antriebskegelrad eingreifen und um eine Schwenkwelle schwenkbar angeordnet
sind, die diametral an der anderen Welle angeordnet ist, daß ferner jedes konische Zahnsegment drehfest auf
einem als Hebel ausgebildeten Schwenkstück angebracht ist, der einen Gabelkopf für einen an der
Sehiebemuffe angebrachten Betätigungsfinger aufweist, und daß die Aufnahmen an Hebeln für die beiden
Zahnsegmente einander gegenüberliegend beiderseits der genannten anderen Welle vorgesehen sind, so daß
die Translationsbewegung der Sehiebemuffe gegenläufige Winkelbewegungen der konischen Zahnsegmente
hervorruft, die eine Änderung der Winkelversetzung der beiden Wellen zur Folge haben. Diese Bauart führt
zu einer hochbelastbaren, verschleißfesten Vorrichtung mit einer hohen Ansprechempfindlichkeit. Die Kraftübertragungsflächen,
das sind im wesentlichen die Lagerflächen an der Schwenkachse, die Aufnahmen für
die Betätigungsfinger und die Kegelradverzahnungen, lassen sich mit nahezu beliebiger Genauigkeit in einer
jederzeit beherrschbaren Fertigungstechnik herstellen. An diesen Flächen entsteht durch den Verstellvorgang
— etwa verglichen mit der vorbekannien Vorrichtung
- erheblich weniger Gleitreibung, was die Verschleißanfälligkeit
vermindert und die Ansprechgenauigkeit andererseits erhöht. Die günstigen Lagerbelastungsverhältnisse
gestatten schließlich auch eine verhältnhmäßig
gedrängte Bauweise, da die Bauteile nicht überdimensioniert worden müssen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung, die Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 4 sind, sind im
folgenden an Hand der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Außenansicht der Vorrichtung,
Fig.2 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach
F i g. 1, geschnitten längs der Linie H-II,
F i g. 3 eine Außenansicht aus der Richtung des Pfeils III in Fig. 1, M
F i g. 4 einen Teilschnitt durch die Vorrichtung nach F i g. 1, geschnitten längs der Linie IV-IV,
F i g. 5 eine Außeriansieht aus der Richtung des Pfeils
V in F i g. 3,
Fig.6 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach
F i g. 5, geschnitten längs der Linie VI-VI,
Fig. 7 eine schematisierte perspektivische Ansicht eines der genannten Hebel,
Fig. 8 eine entsprechende Ansicht eines Zahnsegments,
F i g. 9 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach
F i g. 2, geschnitten längs der Linie IX-IX.
Die gezeichnete Kupplungsvorrichtung weist eine Antriebswelle 1 mit geradlinigen Längsnuten 2 auf, auf
denen sich in Längsrichtung eine Betätigungsschiebemuffe 3 mit entsprechenden Nuten 3a verstellen läßt; die
Schiebemuffe 3 wird durch die Nuten 3a drehfest mit der Welle 1 verbunden. Zur Längsverstellung der Schiebemufre
3 dient eine Gabel 4, und die Baugruppe Gabel-Schiebemuffe ist in üblicher Weise ausgebildet.
Durch das Ende 5 der Welle ί, das zwei einander
gegenüberliegende ebene Flächen 6 aufweist, verläuft eine Schwenkwelle 7, die die Drehachse für zwei Hebel
8 und zwei konische Zahnsegmente 9 bildet, die beiderseits der Welle 1 angeordnet sind. Die Hebel 8
weisen einerseits jeweils eine rechteckige Aufnahme 10 auf, in die ein rechteckiges Endstück 9a des Zahnsegments
9 eingepaßt ist. Sie bilden andererseits einen Gabelkopf 11, der eine Aufnahme für einen an der
Schiebemuffe angebrachten Betätigungsfinger darstellt.
Die Schwenkwelle 7, deren eines Ende in einen Kopf 13 ausläuft, trägt an ihrem anderen Ende ein Gewinde
und nimmt dort eine Mutter 14 auf, die über eine Beilagscheibe 15 an der Welle abgestützt ist, so daß die
Zahnsegmente 9 und die Hebel 8 jeweils eine Gruppe bilden, die um die Schwenkwelle 7 mit geringer Reibung
schwenkbar ist, wobei zur Reibungsverminderung selbstschmierende Ringe 16 vorgesehen sind.
Die Zahnsegmente 9 stehen in Eingriff mit einem Antriebskegelrad 17, das drehfest mit der angetriebenen
Welle 18 verbunden ist; das Kegelrad weist hierzu ein flaches Endstück 19 auf, das in einen Schlitz 20 am Ende
der Welle 18 eingreift. An dem Antriebskegelrad ist außerdem eine Nabe 21 vorgesehen, die zentrisch auf
dem zylindrischen Ende 22 der Antriebswelle 1 sitzt. Das Kegelrad 17 trägt nur in den Bereichen, in denen es
mit den Zahnsegmenten 9 im Eingriff steht, eine Verzahnung.
Die Längsposition des Antriebskegelrades 17 gegenüber den mit ihm kämmenden Zahnsegmenten 9 wird
durch einen Keil 23 gesichert. Dieser Keil liegt in einem zugeordneten Schlitz 24, der in der Nabe 21 des
Kegelrades 17 angeordnet ist, und greift in eine am Ende 22 der Welle 1 vorgesehene Nut 25 ein. Wie aus F i g. 9
zu entnehmen ist, hat der Keil eine solche Form, daß er eine Winkelversetzung A zwischen dem Kegelrad 17
und dem Ende 22 der Antriebswelle 1 zuläßt. Der Keil wird in seiner Aufnahme durch einen Ring 26 gehalten,
der durch eine Schraube 27 auf der Nabe 21 des Kegelrades gesichert ist.
Die Betätigungsfinger 12 sind auf zwei Haltern 28 angebracht, die seitlich an der Schiebemuffe befestigt
sind und jeweils eine Bohrung 29 aufweisen, in der eine Welle 30 verstiftet ist, die eine mit dem Gabelkopf 11
des zugeordneten Hebels 8 im Eingriff stehende Rolle 31 trägt.
Die Kupplungsvorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Wenn man die Schiebemuffe 3 in einer der beiden möglichen Richtungen längs der Antriebswelle 1 mittels
der Betätigungsgabel 4 verstellt, lassen die Rollen 31 der mit Gen Gabelköpfen 11 der Hebel 8 in Eingriff
stehenden Betäiigungsfinger 12 üic liebe! S im
gegenläufigen Sinne um die Schwenkwelle 7 schwenken; mit ihnen schwenken Hie Zahnsegmente 9. Diese
wiederum lassen das Kegelrad 17 um die Antriebswelle 1 schwenken, und auf diese Weise erleidet die mit dem
Kegelrad 17 fest verbundene angetriebene Welle 18 eine Winkelversetzung gegenüber der Antriebswelle 1,
was bei der vorgesehenen Anwendung für einen Antrieb der winkelverstellbaren Nockenwelle eines Motors
bedeutet, daß die Welle 18 die Nockenwelle darstellt. Die Gabel 4 kann dann mit allen bekannten Mitteln, die
einen Antrieb der Welle 1 bedeuten, automatisch gesteuert werden, etwa vom Motorunterdruck oder von
der Stellung der Drosselklappe. Diese Steuerung kann mechanisch, hydraulisch oder elektrisch erfolgen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Kuppeln von zwei umlaufenden Koaxialwellen mit während des Betriebs
veränderbarer Winkelversetzung, insbesondere für die Betätigung von Steuerventilen für Brennkraftmaschinen,
mit einer axial gegenüber den genannten Wellen verstellbaren Schiebemuffe, die an Schwenkstücken
derart angreift, daß eine Axialbewegung der Schiebemuffe eine gegenseitige Winkelverdrehung
der beiden Wellen bewirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß ein drehfest mit einer (18) der Wellen (1, 18) an ihrem Ende verbundenes Antriebskegelrad (17) sowie zwei konische Zahnsegmente
(9) vorgesehen sind, die, einander gegenüberstehend, in das genannte Antricbskegelrad pingreifen
und um eine Schwenkwelle (7) schwenkbar angeordnet sind, die diametral an der anderen Welle
(1) angeordnet ist, daß ferner jedes konische Zahnsegment drehfest auf einem als Hebel (8)
ausgebildeten Schwenkstück angebracht ist, der einem Gabelkopf (11) für einen an der Sehiebemuffe
(3) angebrachten Betätigungsfinger (12) aufweist, und daß die Aufnahmen (10) an den Hebeln für die
beiden Zahnsegmente einander gegenüberliegend beiderseits der genannten anderen Welle vorgesehen
sind, so daß die Translationsbewegung der Sehiebemuffe (3) gegenläufige Winkelbewegungen
der konischen Zahnsegmente hervorruft, die eine Änderung der Winkelversetzung (A) der beiden
Wellen zur Folge haben.
2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes konische Zahnsegment
(9) ein Endstück (9a) aufweist, das in eine Aufnahme (10) eingepaßt ist, die an dem zugeordneten
Hebel (8) vorgesehen ist und von der genannten diametral verlaufenden Schwenkwelle (7) durchsetzt
wird, und daß der Ga'uelkupi (ti) für der,
Betätigungsfinger (12) neben und orthogonal zu der Aufnahme für das Endstück (9a) des zugeordneten
Zahnsegments (9) vorgesehen ist.
3. Kupplungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebskegelrad (17) zentrisch am Ende der Welle (1) angeordnet ist, die die konischen
Zahnsegmente (9) trägt, und einen Keil (23) mit einem gewissen Spiel in Schwenkrichtung aufweist,
das von der .'ulä^sigen maximalen Winkelversetzung
abhängt.
4. Kupplungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antriebskegelrad (17) ein flaches Endstück (19) aufweist, das in einen längs eines Durchmessers
verlaufenden Schlitz (20) der angetriebenen Welle (18) eingreift.
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