DE2513655B2 - Einrichtung für die Steuerung von automatischen Handhabungssystemen mittels Fernsehkamera - Google Patents
Einrichtung für die Steuerung von automatischen Handhabungssystemen mittels FernsehkameraInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Für die sich heute im praktischen Einsatz befindenden Handhabungsgeräte fehler, eigene Erkennungseinrichtungen.
Dies bedingt, daß in einer Vielzahl von Fällen die Hilfe des Menschen benötigt wird, um Werkstücke
in ihrer Lage zu erkennen (Klassifikation), in ihrer Lage auszurichten, ihre Lage zu finden und dem Handhabungssystem
geordnet anzubieten. Die technische Lösung dieser Aufgaben beseitigt das häufig einzige
Automatisierungshindernis bei der Montage und Ferti- b5
gung mit Handhabungsgeräten und befreit den Menschen von monotonen Arbeiten.
genannten Aufgaben mit rein mechanischen Ordnungseinrichtungen (z. B. Förderer) zu lösen. Die benutzten
werkstückspezifischen Ordnungselemente müssen bei einem Werkstückwechsel unter hohem Entwicklungsoder Justieraufwand ausgestauscht werden. Dies ist bei
der Klein- und Mittelserie unwirtschaftlich. Weiterhin gibt es Werkstücke, die nicht mechanisch zu ordnen
sind, so daß für diese Arbeiten der Einsatz des Menschen unumgänglich ist
In der Patentanmeldung P 24 261993 wird ein
Verfahren beschrieben, bei dem die vereinzelten Werkstücke auf einem Förderband liegend gegen einen
Anschlag geführt werden. Hierdurch ist nur eine begrenzte Anzahl von diskreten Lageklassen der
Werkstücke möglich. Die Klassifikation und Positionsbestimmung erfolgt mit Hilfe eines inkohärentoptischen
Korrektors als Sensorsystem. Der Aufbau dieses Korrektors bedingt mechanisch bewegte Teile wie
Schwingspiegel oder rotierende Scheibe. Die Umstellung auf- andere Werkstücke erfolgt durch ein
Auswechseln der rotierenden Scheibe, auf der die einzelnen Lageklassen fotografisch gespeichert sind. In
die für die elektronische Programmierung des Handhabungssystems ohnehin notwendige Lernphase (teach-in)
läßt sich dieses fotografische Verfahren im Gegensatz zu elektronischen Möglichkeiten nicht integrieren.
Neben der mechanischen Ordnungseinrichtungen und den optischen Korrektoren gibt es die Klasse der
»Intelligenten Roboter«, die mit Fernsehsystemen arbeiten. Die bisherigen Entwicklungen auf diesem
Gebiet sind nicht für eine Anwendung bei industriellen Handhabungssystemen ausgelegt Hier steht vor allem
der Einsatz in einer gefährlichen Umwelt (Meeres- und Weltraumforschung, Katastropheneinsatz bei radioaktiver
Verseuchung u.a.) im Vordergrund. Sämtliche »Intelligenten Roboter« werden wegen der komplexen
Aufgabenstellung von aufwendigen und teueren Rechnersystemen gesteuert
Das gleiche gilt auch für die heute bekannten, mit Fernsehkameras gesteuerten Handhabungssysteme
(z. B. OS 24 09 478). Diese Systeme sind zwar für den Einsatz an industriellen Handhabungssystemen konzipiert,
benötigen aber ebenfalls speicherintensive Digitalrechner zur Durchführung des Erkennungsvorganges.
Als typisches Beispiel sei eine programmierbare Montagemaschine genannt (Heginbothan, W.B.
et al, The Nottingham Sirch Assembly Robot, Paper R 9 1st Conference on Industrial Robot Technology, 1973).
Hier wird beim Erkennungsvorgang die gesamte Außenstruktur des Werkstückes verarbeitet. Hierzu ist
ein großer Rechenaufwand und demgemäß ein aufwendiger Rechner notwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln die Lageart, Orientierung und
Position eines Objektes, z. B. eines Werkstückes oder Werkzeuges zu bestimmen, den Erkennungsvorgang zu
vereinfachen und den apparativen Aufwand zu vermindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einrichtung gemäß dem kennzeichnenden Teil des
Anspruches 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Als Beispiel für solche signifikanten Merkmale sind zu nennen: Winkel von Kanten, Abmessungen der
Außenkontur, Abmessungen besonderer Aussparungen, Differenzen von Aussparungen bzw. Innenkonturen und
Außenkonturen, Flächen und das Vorhandensein oder nicht Vorhandensein von werksiückerfassenden Fern-
sehzeilen. Es kann sich dabei sowohl um Werkstücke
handeln, die auf einem Förderband liegend gegen einen Anschlag geführt werden, so daß entsprechend der
Anmeldung P 24 261993 diskrete Lagekla'isen gebildet
werden, die durch das Verfahren klassefiziert und in
ihrer Position vermessen werden, so daß der Greifer des
Handhabungssystems entsprechend einem zugeordneten Greifprogramm gesteuert werden kann. Das
Verfahren ist jedoch nicht nur auf Werkstücke beschränkt die auf einem Forderband liegend gegen ι ο
einen Anschlag gefahren werden. Es können in gleicher Weise Relativpostionen von Werkstücken oder Werkzeugen
ermittelt werden, wobei gleichzeitig in der vorher geschilderten Weise eine Werkstückerkennung
durchgeführt werden kann. Aufgaben dieser Art treten is
vor allem bei automatischen Fügevorgängen auf, an die sich dann ein weiterer Bearbeitungsschritt, z.B. das
Zusammenschweißen der Teile, anschließt Hierbei ist es
möglich, mit zwei Fernsehkameras dreidimensionale Lagekoordinaten zu vermessen.
Zur Durchführung des Verfahrens werden die zu erkennenden Objekte entweder im Durchlicht — oder
im Auf licht betrachtet
Ein wesentlicher Vorteil der Einrichtung Sensorsystem) ist es, daß für das Erfassen der vorher genannten
Merkmale nur Zählvorgänge benötigt werden, wobei wegen der Beschränkung auf wenige Merkmale auch
nur wenige Zählergebnisse anfallen. Zählergebnisse sind
mit Hilfe der Digitalelektronik leicht zu realisieren, die geringe Anzahl der zu verarbeitenden Zählergebnhse
bedeutet eine Datenreduktion und damit eine Abnahme des benötigten Speicherplatzes.
Bei der Durchführung des Erkennungsvorganges (Klassifikation) werden die gespeicherten aktuellen
Zählerstände mit vorgegebenen Sollwerten verglichen (elektronische Korrelation) und auf die Klasse mit
maximaler Übereinstimmung entschieden.
Bei der Durchführung der Positionsbestimmung beinhaltet die Zeitdifferenz zwischen dem Zeilenanfang
oder einem beliebigen anderen Anfangszeitpunkt und dem Eintreffen eines oder mehrerer Fernsehzeilen auf
das Werkstück oder Werkzeug bei bekannter Zeilenabtastgeschwindigkeit
die Information der Werkstückoder Werkzeuglage.
Ein zusätzlicher mit der Erfindung erzielbarer Vorteil
ist die Unempfindlichkeit des Sensorsystems gegenüber Störeinflüssen der Fernsehkamera Durch den Verzicht
auf die für den vorliegenden Anwendungsfall unnötige Detailerkennung und die Anzahl signifikanter Merkmale
mit relativ großen geometrischen Abmessungen sind Linearitäts- und Zeilenfehler der Fernsehkamera sowie
die begrenzte Auflösung bedeutungslos.
Ein weiteres wesentliches Kennzeichen des Sensorsystems ist die leichte Programmierbarkeit Gleichzeitig
mit der gewünschten Flexibilität von Handhabungssystemen für den Einsatz bei verschiedenen Werkstücken
und Handhabungsvorgängen müssen auch die mustererkennenden Sensorsysteme programmierbar sein. Bei
der Vielzahl der möglichen Werkstücke und Handhabungsvorgänge ist bei einer universellen Verwendbar- eo
keit des Sensorsystems eine leichte Anpassung an die jeweilige Aufgabenstellung anstrebenswert. Die Programmierung
des Sensorsystems ist dadurch möglich, daß bei einer Kombination aus fest vorgegebenen
Zählschaltungen, Speichern und logischen Baugruppen alle unveränderlichen Funktionen fest verdrahtet sind.
Die Zeilenauswahl, die Wahl der durch einen Zählvorgang je nach ausgewählten Merkmal zu erfassenden
Meßgröße und die logische Entscheidungsstufe wird in bekannter Weise zum Beispiel über Kreuzschienenverteiler
mit Diodensteckern programmiert Hierzu ist ein Teil der für den Meß- und Erkennungsvorgang
notwendigen Auswerteschaltung für alle Objekte gleich und dementsprechend fest verdrahtet Ein Teil der
Schaltung ist jedoch durch variable Steckverbindungen flexibel gestaltet, so daß eine objektabhängige Programmierung mittels Steckverbindungen möglich ist
In gleicher Weise ist die Programmierung über Microprocessoren oder Ablaufsteuerungen (MikrocontroUer)
möglich, bei denen die Programminstruktionen
in leicht austauschbaren Festwertspeichern festgelegt sind.
Die Eingabe der für die Klassifikation benötigten Sollwerte kann auf zweierlei Weise erfolgen. Es ist zum
einen möglich, die Sollwerte aus den jeweiligen Werkstückdaten zu bestimmen und fest in die Speicher
einzugeben. Es ist ebenso möglich, die Sollwerte durch
einen direkten Bildschirm-Bediener-Dialog einzugeben. Dieser Vorgang entspricht dem der eigentlichen
Programmierung (teach-in) der Handhabungssysterne. Hierbei werden der Fernsehkamera je nach Handhabungsaufgabe
nacheinander die verschiedenen Objekte oder Objektlagen angeboten. Mit Hilfe eines Monitorbildes,
bei dem eine verschiebbar angeordnete Zeile z. B. durch eine Dunkeltastung dieser Zeile gekennzeichnet
ist, bringt der Bediener die gekennzeichnete Zeile an die gewünschte signifikante Stelle des Objektes. Auf
Knopfdruck werden die sich als Zählergebnisse in dieser Zeile ergebenden Abschnitte der Schwarz-Weiß-Strekken
eines z. B. im Durchlicht erscheinenden Objektes in die Sollwertspeicher eingegeben. Dies wird für jede
mögliche Lageklasse wiederholt
Die Ablaufsteuerung des Erkennungsvorganges und die logischen Entscheidungen übernimmt ein Microprocessor,
der in vielen Fällen eine reine Ablaufsteuerung (Mikrocontroller) sein kann. Hierbei wird in bekannter
Weise die gesamte Programminformation in einem Festwertspeicher gespeichert Je nach Aufgabe wird
dieser Speicher mit den Programminformationen ausgetauscht Durch die Datenreduktion ist der
Speicherplatz für Befehle und Daten gering.
Ein Ausführungsbeispiel für eine Werkstückklassifizierung und ein Ausführungsbeispiel für eine Relativpositionierung
von Werkstücken ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die an einem Beispiel durchgeführte Datenreduktion durch die Beschränkung auf einige wenige
Fernsehzeilen an signifikanten Werkstückstellen bei der Aufgabe der Werkstückklassifikation und Positionsbestimmung.
F i g. 2 ein Beispiel für die Anwendung des Verfahrens bei der Relativpositionierung von Werkstücken.
F i g. 3 die Draufsicht der Anordnung zur Relativpositionierung von Werkstücken.
Zur Durchführung des Verfahrens zur Werkstückklassifikation und Positionsbestimmung wird das in
F i g. 1 beispielsweise als Winkel ausgeführte Werkstück in bekannter Weise gegen einen Anschlag 1 geführt
Hierdurch ergeben sich die dargestellten sechs stabilen Anlauflagen Li-L6. Bei der Erfassung dieses Bildes mit
Hilfe einer senkrecht zur Bildebene stehenden Fernsehkamera ist eine Bildauflösung von 625 Zeilen pro
Bildausschnitt möglich. Von diesen 625 möglichen Zeilen sind entsprechend F i g. 1 die vier nicht
äquidistanten Zeilen Z<—Zs herausgegriffen. Wie im
folgenden gezeigt wird, genügen diese vier Zeilen zu
einer vollständigen Beschreibung der möglichen Lageklassen Li-Le. Dies bedeutet eine wesentliche Aufwands-
und Datenreduktion und führt demgemäß zu einer Vereinfachung des Sensorsystems.
Man erkennt aus F i g. 1, daß nur die Zeilen Z\ und Z2
die Werkstücklagen L\ und L2 erfassen. Im Videosignal
der Fernsehkamera bewirkt das Vorhandensein eines Gegenstandes bei der betreffenden Abtastzeile eine
deutliche Pegeländerung. Das Vorhandensein einer solchen Pegeländerung in einer Zeile wird gespeichert
Die Entscheidung welche der beiden möglichen Lagen Li oder L2 vorliegt, wird bei der zweiten
Fernsehzeile Z2 getroffen. Bei gemeinsamen Loslaufen
aller Fernsehzeilen von einer Anfangsmarke 2 (F i g. 1) trifft bezogen auf diesen Anfangspunkt bei der Lage L\
die Zeile Z2 früher auf das Werkstück als die Zeile Zi.
Bei der Lage L2 ist dies umgekehrt Durch Erfassung der Auftreffzeitpunkte der Zeilen Z\ und Z2 auf das
Werkstück mittels vom Videosignal getriggerten Zählern kann auf die Lage Li oder L2 entschieden
werden. In gleicher Weise ist es möglich, aus den unterschiedlichen Steigungswinkeln der Werkstückkanten
die restlichen Lageklassen L3-Ls zu bestimmen. Für
den Erkennungsvorgang wurden dabei im vorliegenden Beispiel von den früher genannten Merkmalen nur die
Winkel von Werkstückkanten und das Vorhandensein oder NichtVorhandensein von werkstückerfassenden
Fernsehzeilen ausgenutzt
In gleicher Weise ist es möglich, durch das Verwenden anderer Merkmale den Erkennungsvorgang
durchzuführen. So kann die Lage Li und Li von der Lage
L5 und L8 dadurch unterschieden werden, daß durch den
Zählvorgang die unterschiedlichen Breiten der Außenkonturen oder das Vorhandensein einer Aussparung des
Werkstückes bei der Lage L5 und L6 in Zeile Z3 ermittelt
werden.
Für den Erkennungsvorgang (Klassifikation) werden die gespeicherten aktuellen Zählerstände mit vorgegebenen
Sollwerten verglichen (elektronische Korrelation) und auf die Klasse mit maximaler Übereinstimmung
entschieden.
Die Positionsvermessung des Werkstückes erfolgt aus der Zeitdauer (Zählvorgang), die beispielsweise die
Zeile Z3, die alle Werkstücklagen L\—L\ erfaßt vom
Anfangspunk: 2 bis zum Werkstück benötigt
Nun sind Werkstücklage und Werkstückposition bekannt so daß mit diesen Daten der Greifer des
Handhabungssystems entsprechend der für jede Lageklasse vorprogrammierten Greifbewegung gesteuert
werden kann.
Die für jedes Werkstück vorzunehmende Programmierung des Steuersystems kann zum einen bei einer
vorher festgelegten Zeilenauswahl aus den geometrischen Abmessungen erfolgen. Im vorliegenden Beispiel
sind das beispielsweise die Wegdifferenzen der einzelnen Zeilen oder die Breite der Außenkonturen.
Desgleichen ist es möglich, mittels eines Monitorbildes in einem Bildschirm-Bediener-Dialog für jede Werkstücklage
mittels einer durch Dunkeltastung gekennzeichneten und verschieblichen Monitorzeile die signifikanten
Stellen des Werkstückes abzutasten und direkt die vom Videosignal getriggerten Schwarz-Weiß-Bereiche
der jeweiligen Zeile als Sollwerte zu speichern.
Als weiteres Beispiel für die Anwendbarkeit des Verfahrens bei nicht vorliegenden diskreten Lageklassen
ist in Fig.2 die Relativpositionierung von
Werkstücken näher ausgeführt.
Das Werkstück 3 wird beispielsweise über ein Förderband 4 auf eine Haltevorrichtung 5, beispielsweise
eine magnetische oder mit Vakuum arbeitende Vorrichtung, aufgesetzt Die Aufsetzlage des Werkstükkes
kann beliebig sein. Im oder auf dem Werkstück befindet sich ein signifikantes Merkmal Im Beispiel ist
dies eine rechteckige Werkstückaussparung 6. Wird das Werkstück im Durchlicht betrachtet, so erscheint diese
Aussparung als heller Fleck auf dem dunklen Werk-ο stück. Es muß sich hierbei keineswegs um Aussparungen
handeln, die an dieser Stelle lichtdurchlässig ist. In gleicher Weise kann es auch eine lichtundurchlässige
Vertiefung oder eine Erhöhung sein. Im Werkstück befindet sich eine in der Seitenansicht nicht sichtbare
öffnung 7. In diese öffnung soll ein ganz bestimmtes
Werkstück 8 von einer Zubringeeinrichtung 9 eingefügt werden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das
Werkstück 3 von einer Zeile Zi einer Fernsehkamera abgetastet wird. Diese Fernsehzeile ist so positioniert,
daß sie die signifikante Aussparung 6 erfaßt Durch Drehen der Halterung 5 durch das Handhabungssystem
bis zur maximalen von der Fernsehzeile erfaßten und bekannten Abmessung der Innenkontur 6 ist die Lage
bis auf eine Parallelverschiebung senkrecht zur Zeichenebene erfaßt
Handelt es sich beispielsweise bei dem signifikanten Merkmal um eine lichtundurchlässige Aussparung oder
eine Erhebung, so nutzt man als Sollwert für die Drehung des Werkstückes das Intensitätsmaximum des
In F i g. 3 ist zur Verdeutlichung die Draufsicht der Anordnung mit dem Werkstück 3 und der Fernsehkamera
10 dargestellt Die Kamera 10 erfaßt in beschriebener Weise die sich gegen eine von der
Rückseite durch eine Lampe 11 beleuchtete Mattscheibe 12 hell vom Werkstück 3 abhebende Aussparung 6.
Tritt nach der Ausrichtung des Werkstückes durch die beschriebene Drehung noch ein Freiheitsgrad durch
eine mögliche Parallelverschiebung in y-Richtung auf, so läßt sich diese mit einer senkrecht zur ersten
Fernsehkamera 1(5 angeordneten zweiten Kamera 13 durch eine einzige Zeile erfassen, die die Außenkonturen
des Werkstückes abtastet
Wegen der starren und bekannten Relativposition zwischen der Marke 6 und der Werkstücköffnung 7 (F i g. 2) ist es nun möglich, die Zubringeeinrichtung 9 so zu steuern, daß das Werkstück 8 in die öffnung eingefügt werden kann. Hierbei ist es möglich, durch eine zweite Zeile Z2 der ersten Fernsehkamera 10 das
Wegen der starren und bekannten Relativposition zwischen der Marke 6 und der Werkstücköffnung 7 (F i g. 2) ist es nun möglich, die Zubringeeinrichtung 9 so zu steuern, daß das Werkstück 8 in die öffnung eingefügt werden kann. Hierbei ist es möglich, durch eine zweite Zeile Z2 der ersten Fernsehkamera 10 das
so zugebrachte Werkstück in gleicher Weise zu klassifizieren und in der Lage auszurichten. So ist es
beispielsweise auch möglich, je nach der Art des Werkstückes 8 verschiedene Manipulationen vorzunehmen,
beispielsweise in verschiedene öffnungen des
Die Lage in x-Rkhtung ergibt sich in beschriebener
Weise aus dem Zeitabstand der Fernsehzeilen Zi und Z2
von der Anfangsmarke 14 (F i g. 2\
In Fig.4 ist ein Blockschaltbild des Sensorsystems dargestellt Das von einer Fernsehkamera 15 erfaßte Bild wird in einer Impulstrennstafe 16 in das Videosignal und die Zeilenimpulse zeriegt Das Videosignal dient zur Ansteuerung einer Triggerstufe 17 für Schwarzweiß-Obergänge des Bildes und zur Ansteuerung einer
In Fig.4 ist ein Blockschaltbild des Sensorsystems dargestellt Das von einer Fernsehkamera 15 erfaßte Bild wird in einer Impulstrennstafe 16 in das Videosignal und die Zeilenimpulse zeriegt Das Videosignal dient zur Ansteuerung einer Triggerstufe 17 für Schwarzweiß-Obergänge des Bildes und zur Ansteuerung einer
Triggerstufe 18 für Weißschwarz-Obergänge des abgetasteten Bildes. Diese Stufen steuern über eine
Start-Stop-Schaltung 19 die Zählhnpulse, die von einem
HF-Oszillator 20 in einen Zähler 21 eingegeben werden.
Die Zählergebnisse werden für jede Zeile bei der angegebenen Stellung des Schalters 22 in den
Istwertspeicher 23 eingegeben. Die gewünschte Fernsehzeilen werden nach der Impulstrennstufe 16 über
einen Zeilenzähler 24 und einen Zeilendekodierer 25, der zur Auswahl der gewünschten Zeilen dient, in einem
Zeilenspeicher 26 gespeichert. Über eine Koinzidenzschaltung 27 werden dem aus der Steuereinheit 28, dem
programmierbarem Festwertspeicher 29 und der Ein-Ausgabelogik (Entscheidungsstufe) 30 bestehenden
Microprocessor Steuerbefehle zugeführt Dieser Microprocessor steuert seinerseits nach Maßgabe des
flexiblen und programmierbaren Festwertspeichers 29
den Meßvorgang und trifft in der Ein-Ausgabelogik durch Vergleich der Inhalte des Istwert- und Sollwertspeichers
die Entscheidung auf die Lageklasse. Die Position des Werkstückes ist für eine bestimmte Zeile
im Istwertspeicher 23 festgehalten, woraus in einer Schaltung 33 beispielsweise die Position des Schwerpunktes
ermittelt werden kann. Zur Programmierung des Sensorsystems wird das Bild der Fernsehkamera 15
auf dem Monitor 31 beobachtet, die gewünschte Zeile mit dem Zeilenzähler 24 eingestellt, und die Sollwerte
der Werkstöckabmessungen nach Umschalten des Schalters 22 in den Sollwertspeicher 32 eingegeben.
Claims (7)
1. Einrichtung zur Bestimmung der Lageart,
Orientierung und Position eines Objektes, z. B. eines
Werkstückes oder Werkzeuges, dessen Auflagemöglichkeiten
bekannt sind, für die Steuerung von automatischen Handhabungssystemen mittels Abtastung
des Objektes mit Hilfe einer Fernsehkamera, dadurch gekennzeichnet, daß in einer
Programmierphase aus der Objektgeometrie durch Abtastung des Objektes mit einigen, wenigen —
elektronisch über Wahlschalter, Zeilenzähler (24) und Zeilendekodierer (25) — ausgewählten und auf
die signifikanten Stellen des Objektes eingestellten Zeilen der Fernsehkamera (15) Streckenabschnitte is
ermittelt und in einem Speicher (23) gespeichert werden und in der Meßphase von dem zu
bestimmenden Objekt von den gleichen Zeilen Streckenabschnitte ermittelt werden und diese mit
den in der Programmierphase ermittelten Streckenabschnitten in der Auswerteschaltung (28—30)
korreliert werden und dadurch die Lageart, Orientierung und Position des Objektes ermittelt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Streckenabschnitte als Zählimpulse in einem Zähler (21) erfaßt werden, wobei die Zahl
der Zählimpulse die Abstände des Objektes von einer Bezugsmarke, Winkel von Objektkanten oder
Abmessungen von Außen- oder Innenkonturen des Objektes sein können.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf der Programmier-
und Meßphase von der Auswerteschaltung (28—30) gesteuert wird, die mittels austauschbarer Festwertspeicher
programmiert ist
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmier- und Meßphase
sowie die elektronische Korrelation von einem Mikroprozessor gesteuert und durchgeführt
wird. to
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von der Fernsehkamera die
Objekte im Durchlicht erfaßt werden.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß von der Fernsehkamera die
Objekte im Auflicht erfaßt werden.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Objektlage aus dem Auftreten der
Maximalintensität des Videosignals beim Glanzwinkel bestimmt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752513655 DE2513655C3 (de) | 1975-03-27 | 1975-03-27 | Einrichtung für die Steuerung von automatischen Handhabungssystemen mittels Fernsehkamera |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752513655 DE2513655C3 (de) | 1975-03-27 | 1975-03-27 | Einrichtung für die Steuerung von automatischen Handhabungssystemen mittels Fernsehkamera |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2513655A1 DE2513655A1 (de) | 1976-10-07 |
| DE2513655B2 true DE2513655B2 (de) | 1979-03-29 |
| DE2513655C3 DE2513655C3 (de) | 1979-11-29 |
Family
ID=5942595
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752513655 Expired DE2513655C3 (de) | 1975-03-27 | 1975-03-27 | Einrichtung für die Steuerung von automatischen Handhabungssystemen mittels Fernsehkamera |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2513655C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3014500A1 (de) * | 1980-04-16 | 1981-10-22 | Spritztechnik Kopperschmidt Gmbh & Co Kg, 4800 Bielefeld | Vorrichtung zum spritzen, insbesondere von flaechigen werkstuecken |
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1975
- 1975-03-27 DE DE19752513655 patent/DE2513655C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3014500A1 (de) * | 1980-04-16 | 1981-10-22 | Spritztechnik Kopperschmidt Gmbh & Co Kg, 4800 Bielefeld | Vorrichtung zum spritzen, insbesondere von flaechigen werkstuecken |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2513655C3 (de) | 1979-11-29 |
| DE2513655A1 (de) | 1976-10-07 |
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