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DE2535190B2 - Verfahren zur Imprägnierung von Ried oder Bambus - Google Patents
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DE2535190B2 - Verfahren zur Imprägnierung von Ried oder Bambus - Google Patents

Verfahren zur Imprägnierung von Ried oder Bambus

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DE2535190B2
DE2535190B2 DE19752535190 DE2535190A DE2535190B2 DE 2535190 B2 DE2535190 B2 DE 2535190B2 DE 19752535190 DE19752535190 DE 19752535190 DE 2535190 A DE2535190 A DE 2535190A DE 2535190 B2 DE2535190 B2 DE 2535190B2
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Dipl.-Chem. Dr. Lutz Schrader
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Imprägnierung von Ried oder Bambus bei Normaltemperatur bzw. Umgebungstemperatur in einer an sich bekannten Druck- und/oder Vakuumimprägniervorrichtung mit wasserlöslichen Feuerschutzmitteln und/oder wasserlöslichen Schutzmitteln gegen pflanzliche und/oder tierische Zerstörer bzw. Schädlinge, nach dem das Ried oder der Bambus in Gegenwart einer wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen chemischen Feuerschutzmittels und/oder eines wasserlöslichen Schutzmittels gegen pflanzliche und/oder tierische Zerstörer bzw. Schädlinge, oder in Abwesenheit der Schutzmittellösung, einem Unterdruckverfahren unterworfen wird, wobei das Vakuum 0,53 bis 0,01 bar, vorzugsweise 0,27 bis 0,07 bar, beträgt daß die Schutzmittellösung zu dem Ried bzw. Bambus, das bzw. der in Abwesenheit der Schutzmittellösung einem Unterdruck unterworfen wurde, unter Beibehaltung des Vakuums oder unter Beibehaltung eines Vakuums von mindestens 0,53 bar eingebracht wird, und daß das Ried bzw. der Bambus nachfolgend in Gegenwart der Schutzmittellösung nach Aufhebung des Vakuums in Gegenwart der Schutzmittellösung nach Aufhebung des Vakuums (aufgrund der damit gegebenen Druckdifferenz) imprägniert und bei Normal- bzw. Überdruck von
i>'> 1 bis 15,69 bar in Gegenwart der Schutzmittellösung weiter behandelt bzw. weiter imprägniert wird, oder daß ohne Anwendung eines Vakuums bzw. Vorvakuums das Ried oder der Bambus in Gegenwart der Schutzmittel-
lösung einem Überdruck von 10,79 bis 15,96 bar unterworfen wird.
Es wurden weiterhin zahlreiche Versuche gemacht, wasserlösliche Schutzmittel bzw. Schutzmittelgemische in verschiedenen Konzentrationen bei normaler Temperatur unter Anwendung von Druck, d.h. unter Mitverwendung entsprechender Imprägniervorrichtungen, bei denen ein Druckverfahren ausgeübt werden kann, in das Ried bzw. Bambus einzubringen.
Aush bei einem Oberdruck bis zu 9,81 bar wurden keine ausreichenden Mengen des Schutzmittels in das Ried bzw. in den Bambus eingebracht bzw. konnte keine gleichmäßige Verteilung des Schutzmittels im Ried bzw. Bambus erzielt werden.
Obgleich zum Beispiel innerhalb eines Oberdruckbereiches von 1,96 bis 8,83 bar, vorzugsweise zwischen 5,80 bis 7,85 bar, in der Praxis bei den Druckimprägnierungen und Konservierungsverfahren für Holz im allgemeinen gearbeitet wird, lassen sich somit bei diesen Druckbereichen keine ausreichenden Schutzmittelaufnahmen bei Kied bzw. Bambus unter Verteilung des Schutzmittels im Ried bzw. Bambus erzielen.
Umgekehrt wurde jedoch auch nach zahlreichen Versuchen gefunden, daß bei der Imprägnierung von Ried bzw. Bambus mit einer wäßrigen Lösung des Schutzmittels ein Vakuum (gemessen vom Normaldruck gleich 1 bar) bis 0,67 oder 0,60 bar allein nicht ausreicht, um eine genügende Schutzmittelmenge bzw. eine gleichmäßige Verteilung des Schutzmittels im Ried bzw. im Bambus zu erhalten.
Ried- und Bambusmatten sowie Rieddächer werden insbesondere in bestimmten Gegenden als Dachabdekkungen sowie für Wandverschr^ingen und als Sichtblenden für Garten und Badeanstalten eingesetzt Sie passen sich in besonderem MaTa der natürlichen Landschaft an. Die Naturprodukte Ried und Bambus werden jedoch außer für Dachabdeckungen und zum Schutz gegen Einsicht für Gärten (Terrassen) und Badeanstalten auch in Innenräumen für dekorative Trennwände oder als Wandverkleidung vielfach benutzt.
Einer uneingeschränkten Verwendung von Rieddächern sowie Ried- und Bambusmatten steht jedoch ditleichte Entflammbarkeit (Einstufung als leicht entflammbarer Baustoff gemäß DIN 4102) dieses Materials entgegen. Von den Bauaufsichtsbehörden wurde Ried bisher insbesondere für Dächer abgelehnt, sofern nicht ein Mindestabstand zum Nachbarhaus gegeben war. Wollte man Ried oder Bambus jedoch mit feuerhemmenden, pilz- und/oder insektenwidrigen Schutzmitteln imprägnieren, so traten erhebliche Schwierigkeiten auf. Offensichtlich läßt die Oberfläche des Riedes bzw. Bambusses keine Imprägnierung mit wäßrigen Schutzmittellösungen zu und ist für die Lösungen nahezu undurchlässig.
Unter Berücksichtigung dieses Sachverhaltes wurde daher bereits in der DE-PS 4 02 447 vorgeschlagen, zum Feuersichermachen von Stroh, Schilfrohr u. dgl. dieses mit einem silikatlösenden Mittel zur Aufschließung der Pflanzenschale aufzukochen und erst danach auf dieses so aufgeschlossene Stroh bzw. Schilfrohr ein Feuerschutzmittel durch Tränken in einem Tauchbad einwirken zu lassen. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die mechanische Festigkeit des aufgekochten und aufgeschlossenen Schilfrohrs sinkt und daß das Verfahren energie-, zeit- und kostenaufwendig ist. Dieses Verfphren hat sich daher nicht durchsetzen können. Andererseits sind jedoch auch bisher in der Praxis keine anderen geeigneten Verfahren zur Anwendung gelangt, mit Hilfe derer Ried bzw. Bambus mit wasserlöslichen Schutzmitteln in einem ausreichenden Maße gegen Feuer und/oder PiIz- und/oder Insektenbefall auslaugbeständig geschützt werden können. Um die Nachteile des aufgekochten bzw. aufgeschlossenen Schilfs u.dgl. zu vermeiden, wurden im Rahmen der vorliegenden Erfindung, entsprechend der Imprägnierung und Konservierung
ίο von Holz mit feuerhemmenden Mitteln oder Holzkonservierungsmitteln, zahlreiche Versuche mit den unterschiedlichsten wasserlöslichen Schutzmitteln bzw. Schutzmittelgemischen, insbesondere Schutzsalzen, bei normaler Temperatur bzw. Umgebungstemperatur, d. h.
ohne die Schutzsalzlösung zu erhitzen, durchgeführt Auch bei der Anwendung der unterschiedlichsten wasserlöslichen Feuerschutzsalze und bei Erhöhung der Konzentration bis zu ca. 25 Gew.-% (je nach Löslichkeit des Imprägniersalzes) konnte eine ausreichende Im prägnierung (Schutzmittelaufnahme) nicht festgestellt werden. Offensichtlich dringen jedoch die wasserlöslichen Schutzmittel nicht durch die Oberfläche des Riedes bzw. Bambusses ein. Nur bei den äußeren Enden konnte eine geringe, nicht ausreichende Schutzmittelaufnahme beobachtet werden, die jedoch nicht bzw. selten über den ersten Gefaßknoten des Riedes bzw, des Bambusrohres hinaus ging. Diese Versuche demonstrieren, daß die Gefäßknoten der Halme bzw. Rohre zusätzlich ein Hindernis für die einzubringenden Schutzsalzlösungen darstellen.
Im Rahmen dieser zahlreichen Versuche und Arbeiten wurde somit das Ziel gesetzt ein Verfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, auch Ried bzw. Bambus bei normalen Temperaturen (d. h. ohne Erhitzung der
J5 Imprägniersalzlösung) im ausreichenden Maße mit entsprechenden Schutzsalzlösungen zu imprägnieren. Diese Imprägnierung gegen Feuer und/oder tierische und/oder pflanzliche Zerstörer bzw. Schädlinge, z. B. Pilze, Insekten u. dgl., sollte eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Imprägniersalzes im Ried bzw. im Bambus ermöglichen.
Durch das Imprägnierverfahren sollte weiterhin erreicht werden, daß das Ried bzw. der Bambus auslaugbeständig mit dem Schutzmittel imprägniert ist das bedeutet daß selbst bei der Aussetzung entsprechender Ried- oder Bambusmatten u.dgl. im Freien unter den klimatischen Einflüssen wie Regen, Schnee usw. eine Auslaugung der Schutzmittel nicht oder nur im sehr geringen Maßt; erfolgt. Schließlich sollten chemi sehe Mittel zur Imprägnierung gefunden werden, die innerhalb des Imprägnierverfahrens leicht eingebracht werden können und eine gute Wirkung aufweisen. Ein weiteres Ziel war, für das Verfahren ein oder mehrere Salzgemische zu finden, die, innerhalb des Verfahrens angewendet, sowohl einen Schutz für das damit behandelte Ried bzw. den damit behandelten Bambus gegen Feuer bieten, als auch geeignet sind, als Schutzmittel gegen tierische und pflanzliche Zerstörer und Schädlinge zu wirken.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß diese gestellten Aufgaben durch ein Verfahren zur imprägnierung von Ried oder Bambus gelöst werden können, bei dem das Ried oder der Bambus in Gegenwart einer wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen chemischen
hi Feuerschutzmittel und/oder eines wasserlöslichen Schutzmittels gegen pflanzliche und/oder tierische Zerstörer bzw. Schädlinge oder in Abwesenheit der Schutzmittellösung einem Unterdrtickverfahren unter-
worfen wird, wobei das Vakuum 0,53 bis 0,01 bar, vorzugsweise 0,26 bis 0,07 bar, beträgt, daß die Schutzmittellösung zu dem Ried bzw. Bambus, das bzw. der in Abwesenheit der Schutzmittellösung einem Unterdruck unterworfen wurde, unter Beibehaltung des Vakuums oder unter Beibehaltung eines Vakuums von mindestens 0,53 bar eingebracht wird, und daß das Ried bzw. der Bambus nachfolgend in Gegenwart der Schutzmittellösung nach Aufhebung des Vakuums (aufgrund der damit gegebenen Druckdifferenz) im- ig prägniert und bei Normal- bzw. Überdruck von 1 bis 15,69 bar in Gegenwart der Schutzmittellösung weiter behandelt bzw. weiter imprägniert wird, oder daß ohne Anwendung eines Vakuums bzw. Vorvakuums das Ried oder der Bambus in Gegenwart der Schutzmittellösung einem Überdruck von 10,79 bis 15,69 bar unterworfen wird.
Geht man somit vom Normaldruck (1 bar) aus, so entspricht das Vakuum (gemäß Patentanspruch 1) von 0^3 bis 0,01 bar einer Druckverminderung von 0,47 bis 039 bar, ein Vakuum von 0,27 bis 0,07 bar einer Druckverminderung (vom Normaldruck gleich 1 bar aus gerechnet) von 0,73 bis 033 bar.
Der Gehalt an Schutzmitteln der innerhalb des Verfahrens eingesetzten wäßrigen Schutzmittellösung beträgt 4 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 6 bis 12 Gew.-%. Dadurch gelingt es selbst bei Normal- bzw. Umgebungstemperatur, d. h. ohne daß eine Temperaturerhöhung oder sogar das Kochen der Imprägnierlcsung mit dem Ried bzw. Bambus erforderlich ist das Ried bzw. den jo Bambus weitgehend ausiaugbeständig zu imprägnieren. Dabei wird das Ried oder der Bambus in einer Druck- und/oder Vakuumimprägniervorrichtung in Gegenwart der Schutzmittellösung oder in Abwesenheit derselben während eines Zeitraumes von 10 min bis 4 h, vorzugsweise 30 min bis 2 h, einem Unterdruckverfahren unter Verwendung eines Unterdruckes von 0,53 bis 0,01 bar, vorzugsweise von 0,27 bis 0,07 bar, unterworfen und nachfolgend in Anwesenheit der Schutzmittellösung bei Normaldruck oder bei einem Überdruck von I bis 15,69 bar, vorzugsweise bei einem Überdruck von 136 bis 735 bar, 20 min bis 4 h, vorzugsweise 30 min bis 2 h, behandelt oder daß ohne Anwendung eines Vakuums bzw. Vorvakuums das Ried oder der Bambus in Gegenwart der Schutzmittellösung 30 min bis 8 h, 4S vorzugsweise i h bis 3 h, innerhalb eines Überdruckverfahrens bei einem Überdruck von 10,79 bar bis 15,96 bar unterworfen wird und daß anschließend das imprägnierte Ried oder der imprägnierte Bambus an der Luft oder durch Zufuhr von Wärme getrocknet wird. so
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform wird jedovh das Ried ooer der Bambus in eine Druck- und/oder Vakuumimprägniervorrichtung eingebracht und in Abwesenheit der Schutzmittellösung einem Unterdruckverfahren unterworfen, wobei das Vakuum mindestens 033 bar beträgt (wobei die Zeit so gewählt wird, daß dieses Vakuum mindestens erreicht ist), daß unter Beibehaltung des Vakuums oder eines Vakuums mindestens 033 bar die Schutzmittellösung nachfolgend eingebracht bzw. in die Imprägniervorrichtung ange- t>o saugt wird, daß danach in Gegenwart der Schutzmittellösung das Ried oder der Bambus während eines Zeitraumes von 10 min bis 4 h, vorzugsweise 30 min bis 2 h, einem Vakuum von 0,53 bis 0,01 bar, vorzugsweise von 0,27 bis 0,07 bar, unterworfen und nachfolgend in <>-> Anwesenheit der Schutzmittellösung bei Normaldnek oder bei einem Überdruck von I bis 15,69 bar, vorzugsweise bei einem Überdruck von 1,96 bis 7,85 bar.
20 min bis 4 h, vorzugsweise 30 min bis 2 h, behandelt, und daß anschließend das imprägnierte Ried ode: der imprägnierte Bambus an der Luft oder durch Zufuhr von Wärme getrocknet wird.
Die für das Verfahren verwendete Vorrichtung sollte zweckmäßig Zusatzvorrichti'ngen zur Erzeugung eines Überdruckes und/oder Unterdruckes, Zu- und Ableitungen für die Schutzmittellösung, Steuerungsvorrichtung u. dgl. enthalten.
Wendet man ohne Ausübung eines Vakuums bzw. Vorvakuums das Druckverfahren bei einem Überdruck von 10,79 bar bis 15,96 bar an, so kann der Nachteil auftreten, daß das Ried oder der Bambus, insbesondere an den beschädigten Stellen, unter Einwirkung des Druckes von 10,79 bis 1536 bar, noch stärker aufgerissen bzw. beschädigt wird. Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Schutzmittels im Ried bzw. Bambus und eine genügende Schutzmittelaufnahme zu erzielen, ist es weiterhin nach diesem Druckverfahren zweckma-Big, die Druckeinwirkung eine V tigere Zeit aufrecht zu erhalten und/oder möglichst Schu^imitteüosungen zu verwenden, die innerhalb der angegebenen Konzentrationsbereiche eine höhere Konzentration aufweisen. Das Druckverfahren hat jedoch den Nachteil, daß eine gleichmäßige Verteilung des Schutzmittels im Ried bzw. Bambus nicht immer gegeben ist und in den mittleren Teilen der Halme bzw. Rohre eine geringere Schutzmittelaufnahme erfolgt Das Druckverfahren ist somit nur bei einigen Anwendungsgebieten {z. B. Sichtschutzmatten) zweckmäßig. Werden jedoch höhere Anforderungen an das behandelte Ried oder den behandelten Bambus gestellt, oder eine Verkürzung der Behandlungszeit gefordert, so ist das vorbeschriebene Vakuum bzw. kombinierte Vorvakuumdruckverfahren vorteilhafter.
Obgleich wasserlösliche Schutzmittellösungen normalerweise für die Imprägnierung von im Freien befindlichen Werkstoffen nicht geeignet sind, da sie durch Regen und andere Witterungseinflüsse leicht ausgewaschen werden und somit ihre Wirksamkeit verlieren, zeigt es sich, daß die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren imprägnierten Ried- und Bambusmaiten. Halme bzw. Rohre u.dgl. auslaugbeständig bzw. nahezu auslaugbeständig sind.
Nach einer vorteilhaften Ausiührungsform wird innerhalb des erfindungsgemäßen Verfahrens als Schutzmittel Ammoniumphosphat oder Borsäure oder Alkalifluorid bzw. Alkalibifluorid, vorzugsweise jedoch ein Salzgemisch, verwendet, das Ammoniumphosphat und Borsäure oder Borsäure-Alkalifluorid- oder Borsäure-Alkalibifluofidgemische enthält Nach einer anderen Ausführungsform wird das Ammoniumphosphai bzw. Ammoniumphosphate teilweise durch andere Ammoniumsalze, vorzugsweise durch Ammoniumsulfat und/oder Ammoniumbromid, ersetzt
Nach einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform wird innerhalb des Verfahrens ein Schutzmittel verwendet, das 50—85 Gew.-% Ammoniumphosphat, vorzugsweise Mono- und/oder Diammoniumphosphat, und 50^15 Gew.-% Borsäure oder Borsäure und Alkalifluorid bzw. komplexe wasserlösliche Fluoride oder Borsäure und Ammonium- und'oder Alkalibifluorid enthält, wobei das Ammoniumphosphat bis zu 00 Gew.-°/o, vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, durch andere feuerhemmend.· Ammoniumverbindungen bzw. feuerhemmende Stickstoffverbindungen, vorzugsweise durch Ammoniumsulfai und/oder Ammoniumbromid ersetzbar ist.
Besondere Vorteile hinsichtlich der Wirkung erzielt man, wenn das innerhalb des Verfahrens eingesetzte Schutzmittel aus einer Mischung von 40—75 Gew.-% Ammoniumphosphat, vorzugsweise Mono- und/oder Diammoniumphosphat, 40— 15 Gew.-% Borsäure oder Borsäure und Alkalifluorid bzw. komplexes wasserlösliches Fluorid oder Borsäure und Ammoniumfluorid bzw. Alkalibifluoridgemische und 20—10 Gew.-% Dicyandiamid und/oder Harnstoff und/oder Melamin besteht, wobei das Ammoniumphosphat bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise bis zu JO Gew.-%, durch wasserlösliche organische Phosphate bzw. wasserlösliche Alkaliphosphate ersetzbar ist.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wurde in einem Beispiel Ried in einer IO%igen wäßrigen Lösung eines Dreifachschutzmittels (gegen Feuer, Insekten und Pilze) gemäß Patentanspruch 8 innerhalb eines Vakuum-Druck-Verfahrens imprägniert. Nach der Tränkung iicS RicucS iin ijilici'dfückVci 'aiii ci'i üiiii afiäciriicucnii bei einem Überdruck von 7,85 bar wurde nach der Trocknung und Klimatisierung des Rieds die aufgenommene Salzmenge in Gew.-% Salz, bezogen auf Ried, festgestellt.
Das so behandelte Ried wurde 24 h (innerhalb eines Versuches) unter Wasser gelagert. Es konnte ermittelt werden, daß durch diesen Auslaugversuch keine Minderung der Feuerschutzwirkung durch den Auslaugtest erfolgt war.
Die einjährige Freibewitterung eines aus einem so behandelten Ried hergestellten Versuchsdaches ergab bei der Prüfung gegen Flugfeuer keine Wirkungsminderung.
Mit Hilfe des erfindungsgemäOcn Verfahrens sind somit u. a. zwei wesentliche Vorteile zu erreichen:
1. Durch das Verfahren, vorzugsweise unter Anwen- !l dung eines Vakuum-Druck-Imprägnierverfahrens, können mit Schutzmittellösungen, insbesondere Salzlösungen, Ried und Bambus weitgehend auslaugbeständig bzw. wetterbeständig imprägniert werden. "'
2. Mit Hilfe innerhalb des Verfahrens angewendeter wasserlöslicher Schutzsalzmischungen ist es möglich. Ried und/oder Bambus sowohl schwerentflammbar zu machen, als auch gegen Pilz- und Insektenbefall oder ähnliche pflanzliche oder tierische Zerstörer zu imprägnieren, so daß eine Imprägnierung erreicht werden kann, die gleichzeitig gegen mehrere schädigende Einflüsse wirksam ist·
Zahlreiche durchgeführte Versuche unter Verwendung eines Vakuums von 0.53 bis 0,01 bar, vorzugsweise 0,26 bis 0,07 bar, und in Anwesenheit einer wäßrigen Schutzmittellösung mit einem Gehalt an Schutzmittel von 4 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 6 bis 12 Gew.-°/o. oder in Abwesenheit der Schutzmittellösung, die nach Anwendung des Unterdruckes, unter Beibehaltung des Vakuums oder unter Beibehaltung eines Vakuums von mindestens 0,53 bar eingebracht wird, und das Ried bzw. der Bambus in Gegenwart der Schutzmittellösung nach eo Aufhebung des Vakuums (aufgrund der damit gegebenen Druckdifferenz) imprägniert und bei Normal- bzw. Oberdruck von 1 bis 15,69 bar in Gegenwart der Schutzmittellösung weiter behandelt bzw. weiter imprägniert wurde, haben gezeigt, daß Ried bzw. ti
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LXI111UU3 !1(21Il UClI! t aivuuiiiL/iu».iv- rviiuiii^ii liiii
wasserlöslichen Feuer- bzw. Schutzsaizen gegen pflanzliche und/oder tierische Zerstörer bzw. Schädlinge weitgehend auslaugbeständig imprägniert werden kann, so daß selbst bei Außenbewitterung die Schutzmittel kaum oder nur in sehr geringem Umfang durch Regen u. dgl. entfernt werden.
Das Verfahren /ur Imprägnierung von Ried oder Bambus kann auch auf andere Grasarten, die für Bauoder Dekorationszwecke Verwendung finden, eingesetzt werden. Bei der Imprägnierung von Bnmbus wurde festgestellt, daß innerhalb der angegebenen Unterdruckbereiche mit einer höheren Druckdifferenz gearbeitet werden sollte, je nach Länge und Stärke der Bambusrohre. Die vorgenannten Schutzmittelmischungen, die bei einer Verwendung als Holzkonservierungsmittel keine auslaugbeständigen Imprägnierungen bieten und auch als nichtfixierende Salzgemische bezeichnet werden können, geben, innerhalb dieses Verfahrens angewendet, weitgehend auslaugbeständige Imprägnierungen von Ried bzw. Bambus.
Ciiic Verwendung SOg. fixierender Sai/.gciViiiCiic, uic
innerhalb der pflanzlichen Fasern durch Reaktion schwerlösliche Verbindungen bilden, ist somit nach dem Verfahren nicht erforderlich.
Beispiele
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wurden Schutzmittelgemische (Salzmischungen) eingesetzt, df. .~ur Durchführung des Imprägnierverfahrens verwendet werden können. Die Zusammensetzungen sind aus den Beispielen 1 —4 ersichtlich.
Beispiel Beispiel Beispiel Beispiel 1 40%
Monoammoniumphosphat Monoammoniumphosphat Monoammoniumphosphat 15%
Ammoniumsulfat Borsäure Ammoniumsulfat 35%
Borsäure Dicyandiamid Borsäure 10%
Dicyandiamid
2 65%
20%
15%
3 70%
15%
15%
4 60%
Gemisch aus Mono- und Diammoniumphosphat 15%
Ammoniumsulfat 15%
Borsäure 10%
Natriumfluorid
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wurde gemäß Beispiel 1 eine wäßrige Lösung des Dreifachschutzmittels (gegen Feuer, Insekten und Pilze) eingesetzt und in eine an sich bekannte Vakuum-Druck-Vorrichtung eingebracht. Die Schutzmittellösung wurde nach dem Erreichen der in der Tabelle angegebenen Vakuummeßwerte eingebracht und die Zeit von da an berechnet. Mit dieser Schutzmittellösung wurden Riedmatten in den Abmessungen 1000 mm χ 190 mm imprägniert. Variiert wurden dabei das Vakuum, die Zeit des Vakuums (Imprägnierdruck bzw. -unterdruck), imprägnierzeit und die Konzentration des Schutzmitteis. Die Ergebnisse sind aus der Tabelle »!mprägnierverfahren« ersichtlich.
Die Versuche 1 bis 7 (Imprägnierverfahrenstechnik 1)
wurden durchgeführt unter Anwendung eines Vakuums bei gleichbleibender Lösungskonzentralion des Schut/-mittelgemisches und unter gewisser Variation der Zeit. Nach Aufhebung des Vakuums wurde das Ried nachfolgend (bis zum Druckausgleich) imprägniert und in Gegenwart der Schutzmittellösung bis zum Normaldruck (1 bar) weiterbehandelt bzw. nachimprägniert. Der Versuch 7 (Imprägnierverfahrenstechnik 1) zeigt. &aR bei einem geringeren Vorvakuum als 0,53 bar ein rapides Absinken der aufgenommenen Salzkonzentration erfolgt. Weiterhin wurde bei der Überprüfung der imprägnierten Halme festgestellt, daß eine gleichmäßige Verteilung des Schutzsalzes im imprägnierten Halm unter den Bedingungen des Versuches 7 nicht mehr gegeben ist.
Bei dem Versuch 8 (Imprägnierverfahrenstechnik 11) und auch bei anderen Versuchen, die nur unter Anwendung eines Überdrucks von 10,79 bis 15,69 bar erfolgten, zeigte es sich, daß die Gefahr besteht, daß die imprägnierung der Halme nicht immer vollständig erfolgte.
Die Versuche 9 bis 12 (Imprägnierverfahrenstechnik
III) wurden in Anwesenheit der Schutzmittellösung durchgeführt, wobei ein Vorvakuum von 0,07 bar bei allen 4 Versuchen eingehalten wurde. Auch die Zeit des Vorvakuums wurde bei den Versuchen 9 bis 12 gleichgehalten (2 h). Das Ried wurde nachfolgend in Gegenwart derselben Schutzmittellösungen bei Normaldruck jeweils in der gleichen Zeit (2 h) behandelt. Lediglich die Konzentrationen der eingesetzten Schutzmittellösungen wurden geändert Bei Lösungskonzenti ationen unter 4 Gew.-% tritt ein rapides Absinken der aufgenommenen Salzkonzentration ein. Eine 2°/oige Schutzmittellösung zeigte keine ausreichende Aufnahme im Ried.
Die Versuche 13 bis 18 (Imprägnierverfahrenstechnik
IV) erfolgten in Gegenwart wäßriger Lösungen des Schutzmittelgemisches in unterschiedlichen Lösungsmittelkonzentrationen, wobei das Vorvakuum bei allen 6 Versuchen gleichgehalten wurde. Die Zeit des Vorvakuums wurde bei den Versuchen 13 bis 17 mit 2 h gewählt, bei dem Versuch 18 mit 30 min. Das Ried wurde nachfolgend in Gegenwart der gleichen Schutzmittellösung bei einem Überdruck nachimprägniert. Bei dem Versuch 13 wurde ein Überdruck von 3,92 bar verwendet, die übrigen Versuche erfolgten mit einem Überdruck von 7,85 bar. Die Zeit der Imprägnierung bei Überdruck wurde bei den Versuchen 13 bis 17 mit 2 h gewählt, bei dem Versuch 18 mit 30 min. Die Zeitmessungen und Zeitangaben (in der Tabelle, Text der Beschreibung und den Patentansprüchen) für die Nachimprägnierung (bis zu Einstellung des Normalbzw. Überdruckes) errechnen sich von dem Zeitpunkt nach der Einstellung des Normaldruckes bzw. entsprechenden Überdruckwertes an, d. h. bei einem Überdruck von 7,85 bar nach Erreichung des Überdruckes von 7.85 bar.
Es wurde festgestellt, daß das Verfahren in der Kombination eines Vakuum-Druck-Verfahrens erhebliche Zeitersparnis für den Imprägnierungsvorgang bietet und eine gleichmäßige Imprägnierung ermöglicht, so daß dieses kombinierte Verfahren besondere Vorteile aufweist. Auch bei der Verwendung von Konzentrationen der Schutzmittellösung unter 6% bis zu 4% konnte festgestellt werden, daß die Aufnahme des Schutzmittels im Ried bzw. Bambus befriedigend ist und eine gleichmäßige oder annähernd gleichmäßige Verteilung bringt, jedoch sollte das (mit Konzentrationen unter 6 Gew.-%) so imprägnierte Ried bzw. der Bambus nicht für Anwendungsgebiete eingesetzt werden, die sehr hohe Anforderungen hinsichtlich des Feuerschutzes, Pilz- und Insektenschutzes stellen.
Vorteilhafter ist dagegen die Anwendung in Konzentrationen von 6 bis 12 Gew.-% (bezogen auf das eingesetzte Schutzsalzgemisch). Auch Konzentrationen über 12 Gew.-% des Schutzsalzgemisches zeigen sehr gute Wirkungen, jedoch ist die Wirkungssteigerung im Hinblick auch auf den durch den erhöhten Schutzmittelgehalt erforderlichen Mehrpreis geringfügig.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren unter den angegebenen Bedingungen imprägnierten Riedmatten (imprägniert mit dem Schutzmittel gemäß Beispiel 1) erfüllen alle Kriterien, die von der DIN 4102 -.η schwerentflammbare Baustoffe gestellt werden.
Tabelle: Imprägnierverfahren
Imprägnierverfahrens technik
Versuchs-Nummer
Vorvakuum bar
Zeit h
Impr.-Druck bar
Zeit
Lösungskonz.
Aufnahme
% Salz auf Ried
II
III
1 2 3 4 5 6 7
9 10 ii 12
0,07 0,07 0,07 0,07 0,53 0,27 0,67
0,07 0,07 0,07 0.07
0,5
2 2 2 2
1 10,79
16 2
1 1
1 1 1
10 10 10 10 10 10 10
2 4 6 8
36,7 365 33,5 34,2 18,7 28,0 13,5
26,5
6,8 15,2 2f,7 27.2
11 12
Fortsetzung
Imprägnier- Versuchsverfahrens- Nummer technik
III 13
16 16 17 18
Bei den Riedmatten zu den Versuchsnumniern 13—18 wurden vor der Imprägnierung die Blattscheiden entfernt.
Vorvakuum /.eil
bar h
0,07 2
0.07 2
0,07 2
0,07 2
0,07 2
0,07 0,5
Impr. -Druck
bar
Zeit
h
l.ösungs-
konz.
Aufnahm
% Salz
auf Ried
3,92 2 10 41,0
7,85 2 4 16,7
7,85 2 6 25,8
7,85 2 8 33,1
7,85 2 10 41,5
7,85 0,5 8 32,3

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Imprägnierung von Ried oder Bambus bei Normaltemperatur bzw. Umgebungstemperatur in einer an sich bekannten Druck- und/oder Vakuumimprägniervorrichtung mit Feuerschutzmitteln und/oder mit Schutzmitteln gegen pflanzliche und/oder tierische Zerstörer bzw. Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, daß das Ried oder der Bambus in Gegenwart einer wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen chemischen Feuerschutzmittels und/oder eines wasserlöslichen Schutzmittels gegen pflanzliche und/oder tierische Zerstörer bzw. Schädlinge oder in Abwesenheit der Schutzmittellösung, einem Unterdruckverfahren unterworfen wird, wobei das Vakuum 0,53—0,01 bar, vorzugsweise 0,27—0,07 bar beträgt, daß die Schutzmittellösung zu dem Ried bzw. Bambus, das bzw. der in Abwesenheit der Schutzmittellösung einem Unterdruck unterworfen wurde, unter Beibehaltung des Vakuums oder unter Beibehaltung eines Vakuums von mindestens 0,53 bar eingebracht wird, und daß das Ried bzw. der Bambus nachfolgend in Gegenwart der Schutzmittellösung nach Aufhebung des Vakuums (aufgrund der damit gegebenen Druckdifferenz) imprägniert und bei Normal- bzw. Überdruck von 1 bis 15,69 bar in Gegenwart der Schutzmittellösung weiter behandelt bzw. weiter imprägniert wird, oder daß ohne Anwendung eines Vakuums bzw. Vorvakuums das Ried oder der Bambus in Gegenwart der Schutzmittellösung einem Überdruck von 10,79 bis 1536 bar unterworfen wird.
Z Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ried oder der Bambus in Gegenwart der Schutzmittellösung oder in Abwesenheit derselben während eines Zeitraumes von 10 min bis 4 h, vorzugsweise 30 min bis 2 h, einem Vakuum von 0,53 bis 0,01 bar, vorzugsweise von 0,26 bis 0,07 bar, unterworfen und nachfolgend in Anwesenheit der Schutzmittellösung bei Normaldruck oder bei einem Überdruck von 1 bis 15,96 bar, vorzugsweise bei einem Überdruck von 1,96 bis 735 bar, 20 min bis 4 h, vorzugsweise 30 min bis 2 h, behandelt oder daß ohne Anwendung eines Vakuums bzw. Vorvakuums das Ried oder der Bambus in Gegenwart der Schutzmittellösung 30 min bis 8 h, vorzugsweise 1 h bis 3 h; innerhalb eines Druckverfahrens bei einem Überdruck von 10,79 bar bis 15^6 bar unterworfen wird und daß anschließend das imprägnierte Ried oder der imprägnierte Bambus an der Luft oder durch Zufuhr von Wärme getrocknet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Schutzmitteln der innerhalb des Verfahrens eingesetzten wäßrigen Schutzmittellösung 4 bis 20 Gew.-%. vorzugsweise 6 bis 12 Gew.-%, beträgt
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das nachfolgende Druckverfahren in Anwesenheit der ursprünglich eingesetzten Schutzmittellösung und/oder in Gegenwart einer anderen Schutzmittellösung durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Schutzmittel Ammoniumphosphat oder Borsäure oder Alkalifluorid bzw. -bifluorid, vorzugsweise ein Salzgemisch verwendet wird, das Ammoniumphosphat und Borsäure oder
Borsäure-AIkalifluorid- oder Borsäure-AlkaHbjfluoridgemische enthält
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniumphosphat bzw. die Ammoniumphosphate teilweise durch andere feuerhemmende Ammoniumsalze, vorzugsweise durch Ammoniumsulfat und/oder Ammoniumbromid, ersetzt wird.
7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet daß innerhalb des Verfahrens ein Schutzmittel verwendet wird, das 50 bis 85 Gew.-% Ammoniumphosphat, vorzugsweise Mono- und/oder Diammoniumphosphat, und 50 bis 15 Gew.-% Borsäure oder Borsäure und Alkalifluorid bzw. komplexe wasserlösliche Fluoride oder Borsäure und Ammonium- und/oder Alkalibifluoride enthält wobei das Ammoniumphospiat bis zu 90 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 50 Gew.-%, durch andere feuerhemmende Stickstoffverbindungen, vorzugsweise durch Ammoniumsulfat und/oder Ammoniumbromid, ersetzbar ist
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet daß innerhalb des Verfahrens ein Schutzmittel verwendet wird, das eine Mischung von 40 bis 75 Gew.-% Ammoniumphosphat vorzugsweise Mono- und/oder Diammoniumphosphat 40 bis 15 Gew.-% Borsäure oder Borsäure und Alkalifluorid bzw. komplexes wasserlösliches Fluorid oder Borsäure und Ammoniumfluorid bzw. Alkalibifluoridgemische und 20 bis 10 Gew.-% Dicyandiamid und/oder Harnstoff und/oder Melamin enthält wobei das Ammoniumphoshpat bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 30 Gew.-%, durch wasserlösliche organische Phosphate bzw. wasserlösliche Alkaliphosphate ersetzbar ist
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