DE2535240B2 - Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von Seilen an Hänge- oder Standbahnen des Untertagebergbaus - Google Patents
Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von Seilen an Hänge- oder Standbahnen des UntertagebergbausInfo
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- E21F13/02—Transport of mined mineral in galleries
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von Seilen an Hänge- oder
Standbahnen des Untertagebergbaus unter Verwendung eines Gerätes, das eine Verschubrolle und eine
klappbare Druckrolle, sowie vor und hinter den Rollen je eine Zwangsführung aufweist.
Im untertägigen Bergbau werden für den Transport von Materialien in söhligen und geneigten Strecken,
insbesondere im Abbaubereich, seilgetriebene Schienenbahnen eingesetzt. Die Seile derartiger Schienenbahnen
müssen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ausgewechselt bzw. abgelegt werden. Als
Hilfsmittel dafür dienen Antriebshaspel. Das alte Seil wird hinter dem Antriebshaspel getrennt utvd an das
neue Seil angespleißt. Anschließend wird dann das neue Seil in die Anlage eingezogen, während gleichzeitig das
alte Seil entsprechend aus der Anlage entfernt wird. Dazu wird der Haspel mit maximal 0,5 m/sec, also einer
geringen Geschwindigkeit, betrieben. Das alte Seil wird von insgesamt drei Mann in entsprechende Behälter
eingelegt oder auf eine alte Rolle aufgezogen. Diese Arbeit ist sehr zeitaufwendig und darüber hinaus
unfallgefährdet, weil das abzulegende Seil abstehende Drähte und gerissene Teilbereiche aufweist.
Aus der DD-PS 61 723 ist eine Vorrichtung zum Andrücken eines Drahtes auf eine Drahtvorschubrolle
bekannt, die Schweißgeräte mit dem benötigten Schweißdraht versorgen soll. Die bekannte Vorrichtung
verfügt über eine Vorschubrolle und Zwansgführungen für den Draht. Insbesondere sieht die bekannte
Vorrichtung vor, daß mit Hilfe einer Gewindespindel und einer besonders ausgebildeten Gleitfläche über eine
federnde Schwinge der auf eiiie Druckrolle aufgebrachte
Andruck veränderbar ist. Infolge der Ausbildung dieser Teile ist es nicht erforderlich, das Gerät zum
Einlegen des Drahtes zu öffnen. Es ist vielmehr eine Vollverkleidung vorgesehen. Damit lassen sich zwar
Drähte durch den düsenförmigen Einlauf der Vorrichtung
zwischen die Vorschub- und die Druckrolle einführen, bei Seilen ist dies dagegen nicht möglich.
40 Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art zu schaffen,
welche einerseits das Abziehen und Ablegen gebrauchter Seile mechanisiert und andererseits das Einlegen der
abzuziehenden und abzulegenden Seile zwischen die Vorschub- und die Druckrolle ermöglicht
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, daß
das Gerät eine Grundplatte aufweist, an der eine einstellbare Halterung vorgesehen ist und auf der die
zur Aufnahme des Seiles aufklappbaren oder aufsteckbaren Zwangsführungen, sowie die als Seilantrieb
dienenden Rollen gelagert sind.
Mit dieser Vorrichtung ist es möglich, ein zusammenhängendes
Seil an jeder beliebigen Stelle von oben in das Gerät einzulegen. Hierzu wird die Druckrolle
aufgeklappt, indem sie über die Querachse geschwenkt
wird. Sobald das Seil zwischen die Rollen eingelegt ist wird eine waagerecht angeordnete Schraube mit einem
Sechskantkopf eingedreht, so daß das Seil zwischen den
Rollen eingeklemmt wird. Dann werden die aufklappbaren oder aufsteckbaren Teile der Zwangsführungen in
ihre Betriebsstellung gebracht Danach wird der Antrieb
aufgesteckt und die Vorrichtung ist betriebsbereit Der hiermit erreichbare Vorteil besteht darin, daß man das
abzulegende Seil nicht mehr von Hand zu ziehen braucht Durch den Antrieb wird nämlich das Seil hinter
dem Antriebshaspel straff gehalten, so daß mit Hilfe des Antriebshaspels das neue Seil mit dem angespleißten
Ende des alten Seiles eingezogen werden kann. Die hierdurch erzielte Einsparung an Arbeitskräften und die
Beseitigung der Unfallgefahren ist wegen der bekannten Verhältnisse im untertägigen Betrieb wesentlich.
Nach einer vorteilhaften Ausführung ist ein Antrieb auf die Achse der Vorschubrolle aufsteckbar und eine
lösbare Halterung zu seiner Verbindung mit dem Gerät vorgesehen. Dadurch können Antrieb und die übrige
Vorrichtung getrennt transportiert und der Antrieb zugleich auch für andere Arbeiten bzw. angespleißten
verwendet werden. Die Art der Verbindung zwischen Gerät und Antrieb ist einfach und robust und daher für
den Untertagebetrieb besonders geeignet.
Um die Reibung zu erhöhen, ist nach einer weiteren Ausführung vorgesehen, daß die Rollen in bekannter
Weise mit Kunststoff beschichtet sind oder ganz aus Kunststoff bestehen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles,
das anhand der Figuren in der Zeichnung erläutert wird; es zeigt
Fig. leine Ansicht einer geöffneten Vorrichtung ohne Antrieb und
Beide Figuren zeigen ein Seilzuggerät 1, das auf einen Transportbehälter 5 aufgesteckt ist. Durch lange Träger
15 in einer Halterung 12 ist im dargestellten Fall eine weitere Befestigung durch Verstellschrauben oder
ähnliches nicht notwendig. Auf der auf den Trägern 15 sitzenden Grundplatte 11 sind, wie aus F i g. 1 zu
ersehen ist zwei als Reibrollen dienende Rollen 2 und 3 befestigt. Diese sind auf senkrechten Achsen 14
gelagert. Nach dem Abnehmen bzw. Wegklappen eines Schutzgitters 10 (F i g. 2) wird die Zwangsführung 9 vor
und hinter den Rollen 2, 3 aufgeklappt und das Seil 4 eingelegt. Danach werden die Zwangsführung 9 und das
Schutzgitter 10 wieder vorgeklappt und der Antrieb 7 in das Einsteckende 8 der Rolle 3 eingeführt und mittels
einer Halterung 13 arretiert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ein auch für das Anheben und Absenken von Transportbehältern von Einschienenhän-
gebahnen benötigter Antrieb 7 gezeigt, der über eine
Luftleitung 6 mit Druckluft versorgt wird. Ein derartiger
Antrieb 7 treibt die Klappbare Rolle 2 über die angetriebene Rolle 3 so schnell an, daß das Seil 4 mit
einer Geschwindigkeit von 2 m/sec durchgezogen und somit der hier nicht dargestellte Seilhaspel mit seiner
normalen Betriebsgeschwindigkeit von 2 m/sec betrieben werden kann. Das alte Seil 4 wird von der
Bedienung so geführt, daß es möglichst platzsparend ic dem Transportbehälter 5 eingelagert und später
abtransportiert werden kann.
Das erfindungsgemäße Seilzuggerät 1 ermöglicht z. B. das Auswechseln eines 2000 m langen Seiles 4 mit
nur zwei M-ann Bedienung in einer Slunde. Demgegenüber waren dazu nach der bisherigen technischen
Ausrüstung und Verfahrensweise bei einer Betriebszeit von vier bis fünf Stunden mindestens vier Mann
notwendig.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von
Seilen an Hänge- oder Standbahnen des Untertagebergbaus unter Verwendung eines Gerätes, das eine
> Vorschubrolle und eine klappbare Druckrolle, sowie vor und hinter den Rollen je eine Zwangsführung
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät (1) eine Grundplatte (U) aufweist, an der
eine einstellbare Halterung (12) vorgesehen ist und h> auf der die zur Aufnahme des Seiles aufklappbaren
oder aufsteckbaren Zwangsführungen (9) sowie die als Seilantrieb dienenden Rollen (2 und 3) gelagert
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- ι
> zeichnet, daß ein Antrieb (7) auf die Achse der
Vorschubrolle (3) aufsteckbar ist und eine lösbare Halterung (13) zu seiner Verbindung mit dem Gerät
(1) vorgesehen ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rollen (2 und 3) in bekannter Weise mit Kunststoff beschichtet sind oder ganz aus
Kunststoff bestehen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752535240 DE2535240C3 (de) | 1975-08-07 | 1975-08-07 | Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von Seilen an Hänge- oder Standbahnen des Untertagebergbaus |
| GB3279376A GB1549791A (en) | 1975-08-07 | 1976-08-06 | Rope pulling gear |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752535240 DE2535240C3 (de) | 1975-08-07 | 1975-08-07 | Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von Seilen an Hänge- oder Standbahnen des Untertagebergbaus |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2535240A1 DE2535240A1 (de) | 1977-02-10 |
| DE2535240B2 true DE2535240B2 (de) | 1979-07-26 |
| DE2535240C3 DE2535240C3 (de) | 1980-03-27 |
Family
ID=5953432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752535240 Expired DE2535240C3 (de) | 1975-08-07 | 1975-08-07 | Vorrichtung zum Abziehen und Ablegen von Seilen an Hänge- oder Standbahnen des Untertagebergbaus |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2535240C3 (de) |
| GB (1) | GB1549791A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2514094A1 (fr) * | 1981-10-07 | 1983-04-08 | Gimar | Poulie auto-motrice a entrainement hydraulique par moteurs paliers incorpores |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| GB2381784B (en) * | 2001-11-07 | 2004-09-22 | James Charles Roberts | Cable reeling device |
| WO2018217949A1 (en) * | 2017-05-24 | 2018-11-29 | Timothy Lucas | Portable, powered collection system for flexible fluid hoses |
-
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-
1976
- 1976-08-06 GB GB3279376A patent/GB1549791A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2514094A1 (fr) * | 1981-10-07 | 1983-04-08 | Gimar | Poulie auto-motrice a entrainement hydraulique par moteurs paliers incorpores |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1549791A (en) | 1979-08-08 |
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| DE2535240C3 (de) | 1980-03-27 |
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