DE2603269B2 - Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon und methylsubstituiertem oder unsubstituiertem Phenol - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon und methylsubstituiertem oder unsubstituiertem PhenolInfo
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Description
in der R entweder ein Wasserstoffatom oder ein Methylrest ist, mit einem oxydierenden Gas, das
molekularen Sauerstoff enthält, oxydiert, und wobei man das erhaltene Cyclohexanon und das methylsubstituierte oder unsubstituierte Phenol aus der
Reaktionsmischung abtrennt, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydationsreaktion in Gegenwart von Bromwasserstoff bei einer
Temperatur von —30 bis +100°C durchführt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Bromwasserstoff in einer
Menge von mindestens 0,01 Gew.-%, zweckmäßig von 0,1 bis IQ Gew.-% verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in Gegenwart der
Radikalbildner Azo-bis-isobutylonitril, Laurylperoxyd, Benzoylperoxyd bzw. tert-Butylhydroperoxyd
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation in einem inerten
organischen Lösungsmittel, wie aromatischen Kohlenwasserstoffen, halogenierten Kohlenwasserstoffen oder aliphatischen Carbonsäuren, durchgeführt
wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß als inertes Lösungsmittel Benzol oder Äthylendichlorid verwendet
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einer Temperatur zwischen 0 und 80° C oxydiert.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das oxydierende Gas molekularen Sauerstoff in einer Menge von mindestens 1 Mol-% enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bromwasserstoff dem Oxydationsgemisch in Form eines anorganischen Bromids oder
organischen Säurebromids und Chlorwasserstoff zugeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxydationsgemisch zusätzlich
Chlorwasserstoff, vorzugsweise in übersättigter Lösung, enthält.
10. Verfahren nach den Ansprüchen I und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des
methylsubstituierten oder unsubstituiertcn Phenylcyclohexans in dem organischen Lösungsmittel
mindestens bei 5 Gew.-% liegt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon und methylsubstituiertem oder
unsubstituiertem Phenol in einer F.instufenrcaktion durch Oxydation von methylsubstituiertem oder unsubstituiertem Phenylcyclohexan.
30, 1073—1075 [1965J werden Cyclohexanon und
methylsubstituiertes oder unsubstituiertes Phenol in der
Weise hergestellt, daß in der ersten Stufe methylsubstituiertes oder unsubstituiertes Phenylcyclohexan (im
folgenden auch als Phenylcyclohexanverbindung bezeichnet) oxydiert wird, um die entsprechende Phenylcyclohexylperoxydverbindung herzustellen, während in
der zweiten Stufe die entsprechende Phenylcyclohexylperoxydverbindung durch Säurebehandlung zerlegt
ίο wird, wobei Cyclohexanon und die entsprechende
Phenolverbindung gebildet wird. Das bekannte Zweistufenverfahren ist jedoch aus verschiedenen Gründen
unvorteilhaft Eine Zweistufenreaktion ist einmal naturgemäß in prozeßtechnischer Hinsicht aufwendiger
als eine Einstufenreaktion. Da die Reaktionsgeschwindigkeit während der ersten Oxydationsstufe sehr niedrig
ist, läßt sich weiterhin nicht in einer relativ kurzen Zeit eine hohe Konzentration der entsprechenden Phenylcyclohexylperoxydverbindung herstellen. Aber auch in der
zweiten Stufe, d.h. während der Zerlegung durch Säurebehandlung, lassen sich Cyclohexanon und die
entsprechende Phenolverbindung nicht in hoher Ausbeute herstellen.
Herstellung von Cyclohexanon aus Phenylcyclohexan bekannt geworden, bei dem das Phenylcyclohexan in
Gegenwart eines relativ teuren Kupfer-Chrom-Katalysators mit Sauerstoff oxydiert wird, um Phenylcyclohexylhydroperoxyd zu erhalten, das man anschließend
to durch Säurebehandlung in Phenol und Cyclohexan zerlegt
Die DE-AS enthält keinen Hinweis auf die für den Ablauf des Verfahrens bzw. der Oxydation benötigte
Zeit. Bei einer Wiederholung des bekannten Verfahrens
r> konnte nach 16 Stunden noch keine Oxydation des
Pheiiylcyclohexans festgestellt werden, nachdem man es
den in der DE-AS angegebenen Oxydationsbedingungen ausgesetzt hatte. Hieraus ergibt sich, daß die
tatsächliche Oxydationszeit weit mehr als 16 Stunden
betragen muß.
Im Zusammenhang mit der Herstellung von Cyclohexanon und Phenol durch Oxydation von Phenylcyclohexan sei noch auf das Referat 0622 im »Chemischen
Zentralblatt« (1969), Nr. 60, hingewiesen. Das Referat ist
4r» die Zusammensetzung einer in der UdSSR erschienenen
Veröffentlichung von M. I. Farberov, wonach man Phenylcyclohexan unter optimalen Reaktionsbedingungen in Gegenwart eines aus Cumolhydropcroxyd
bestehenden Initiators bei einer Temperatur von 120°C
w sechs Stunden lang oxydiert. Man erhält eine Hydropcroxvdverbindung in einer Ausbeute von 17%. Diese
Verbindung wird anschließend in einer zweiten Stufe mit Hilfe einer Säure in Phenol und Cyclohexanon
zerlegt.
η Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zu schaffen, mit dem es möglich ist. Cyclohexanon und methylsubstituiertes oder unsubstiiuiertes Phenol durch eine Einstufenreaktion in einer
kurzen Zeit mit einer hohen Ausbeute herzustellen.
wi Die Erfindung geht aus von einem Verfahren /ur
Herstellung von Cyclohexanon und methylsi'lstiluic·-
tem oder unsubstituiertem Phenol, wobei man η der
flüssigen Phase ein methylsubstituiertes oder unsubstituiertes Plicnylcydohexan der Formel (I)
in der Il entweder ein Wassersloflatom odor ein
Methylrest ist, mit einem oxydierendem Gas, das molekularen Sauerstoff enthält, oxydiert, und wobei
man das erhaltene Cyclohexanon und das methylsubstituierte oder ansubstituierte Phenol aus der Reaktionsmischung abtrennt
Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß man die Oxydationsreaktion in Gegenwart von
Bromwasserstoff bei einer Temperatur von —30 bis + 1000C durchführt
Gemäß Erfindung findet die Oxydationsreaktion lediglich in Gegenwart von relativ billigem Bromwasserstoff, d.h. in Abwesenheit eines weiteren Oxydationskatalysators statt Die Umwandlung der in der
Formel I angegebenen Phenylcyclohexanverbindung in Cyclohexanon und methylsubstituiertes oderunsubstituiertes Phenol erfolgt daher in einer Einstufen-Reaktion,
die mit sehr geringen Kosten verbunden ist Auch die für die Umwandlungsreaktion benötigte Zeit ist im
Vergleich mit dem bisher bekannten Verfahren sehr kurz und liegt ta der Größenordnung von einigen
Minuten bis einigen 10 Minuten.
Bei der Phenylcyclohexanverbindung der Formel 1 handelt es sich um Phenylcyclohexan oder p-Toluylcyclohexan.
Die das Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße
Verfahren bildende Phenylcyclohexanverbindung kann vorzugsweise durch Hydrierung des entsprechenden
methylsubstituierten oder unsubstituierten Biphenyls mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators, durch Cyclohexylierung des entsprechenden
methylsubstituierte ι* oder unsubstituierten Benzols mit
Cyclohexen oder durch Kondensation des entsprechenden methylsubstituierten oder unsuDStituierten Benzols
mit Cyclohexanon oder halogenier'sm Cyclohexan erfolgen. Das Phenylcyclohexan kann beispielsweise
gemäß dem in der GB-PS M 84 022 beschriebenen Verfahren hergestellt worden sein.
Es ist nicht erforderlich, daß die als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren verwendete
Phenylcyclohexanverbindung vor der Oxydationsstufe gereinigt worden ist Es ist jedoch vorteilhaft, das
Ausgangsmaterial vor seinem Einsatz mit einer Säurelösung zu waschen und anschließend mit einer
Alkalilösung zu rektifizieren, um den Verunreinigungsgrad in dem Ausgangsmaterial herabzusetzen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in Gegenwart von Bromwasserstoff als Katalysatormaterial durchgeführt.
Der Bromwasserstoff kann dem Oxydationsgemisch vorzugsweise in Form von Gas direkt zugeführt
werden. Der Bromwasserstoff kann erfindungsgemäß auch zuerst in dem Ausgangsmaterial oder in einem
organischen Lösungsmittel gelöst werden, wobei die Lösung anschließend dem Oxydationsgemisch zugemischt
wird. Der Bromwasserstoff kann jedoch vorteilhafterweise auch durch Zusatz eines anorganischen
Bromids, beispielsweise NaBr, KBr und CaBr2,
oder eines organischen Säurebromids, beispielsweise Acetylbromid und Benzoylbromid, zu einem Oxydationsgemisch
hergestellt werden, das eine Säure, beispielsweise Chlorwasserstoff, enthält.
Der Bromwasserstoff liegt, bezogen auf dns Gewicht der das Ausgangsmaterial in dem Oxydationsgemisch
bildenden Phenylcyclohexanverbindung. in einer Menge von mindestens 0,01%, vorzugsweise 0.1 — 10%. vor.
Eine zu große Menge an Bromwasserstoff in dem Oxydationsgcmisch kann zu unerwünschten Nebenreaktionen
führen und ist auch in wirtschaftlicher Hinsicht nicht vorteilhaft.
Das Oxydationsgemisch kann vorzugsweise eine kleinere Menge eines Radikalbildners, beispielsweise
Azo-bis-isobutylonitril, Laurylperoxyd, Benzoylperoxyd
oder tert-Butylhydroxyd enthalten. Der Initiator wird
jedoch vorzugsweise in einer Menge von 0,01 — 10% verwendet, und zwar bezogen auf das Gewicht der das
Ausgangsmaterial bildenden Phenylcyclohexanverbindung.
Die sich m flüssigem Zustand befindende Phenylcy-
K) clohexanverbindung kann vorteilhafterweise in direkten
Kontakt mit dem Oxydationsgas bzw. dem oxydierenden Gas gebracht werden. Die Phenylcyclohexanverbindung kann jedoch auch in einem unter den herrschenden
Oxydationsverbindungen inerten organischen Lösungs
miuel gelöst und die auf diese Weise entstandene
Lösung dem Oxydationsprozeß unterworfen werden. Bei dem organischen Lösungsmittel handelt es sich um
aromatische Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Benzol, Toluol und o-, m- und p-Xylole, halogenierte Kohlen-
Wasserstoffe, beispielsweise Äthylendichlorid und Tetrachior methan, und aliphätische Carbonsäuren, beispielsweise Essigsäure und Propionsäure. Die das
Ausgangsmaterial bildende Phenylcyclohexanverbindung wird in dem inerten organischen Lösungsmittel
2ί vorzugsweise in einer Konzentration von 5—100%
gelöst
Erfindungsgemäß wird die Oxydation bei einer Temperatur von -30 bis 10O0C, vorzugsweise 0—800C,
durchgeführt. Eine Oxydation bei einer Temperatur
in unter — 300C führt zji einer zu niedrigen Oxydationsgeschwindigkeit Eine Oxydation bei einer Temperatur
von über 1000C ist ebenfalls nicht vorteilhaft, da
dadurclh unerwünschte Nebenreaktionen hervorgerufen werden können, die zu einer Abnahme der Ausbeute an
π Cyclohexanon und der Phenolverbindung führt
Die Höhe des Druckes, bei dem die Oxydation gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführt wird,
ist grundsätzlich nicht kritisch. Die Oxydation kann entweder unter Außendruckbedingung-'n. einem Unter-
Hi druck oder einem Überdruck durchgeführt werden,
solange die Oxydation in der flüssigen Phase erfolgt und solange die notwendige Sauerstoffmenge dem Oxydationsgernisch
zugeführt werden kann.
Das erfindungsgemäß verwendete oxydierende Gas
•r» kann vorzugsweise aus reinem, d.h. industriell bzw.
technisch reinem Sauerstoffgas, Luft oder einem Mischgais aus Sauerstoffgas und mindestens einem
Inertgas, beispielsweise Stickstoff, bestehen. Das erfindungsgemäß verwendete Oxydationsgas enthält vor-
->o zugsweise mindestens 1,0 Mol-% an molekularem
Sauerstoff.
Bpi Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die das Ausgangsmaterial bildende Phenylcyclohexanverbindung
oder deren Lösung in einem
v~> inerten organischen Lösungsmittel in einem geschlossenen Behälter, beispielsweise einem Autoklaven, erhalten,
und der Bromwasserstoff, und falls erforderlich, der Chlorwasserstoff in Form von Gas oder in Form einer
Lösung dem.geschlossenen Behälter zugeführt, um in
mi der Phenylcyclohexanverbindung oder deren Lösung
gelöst ziu werden. Anschließend wird das oxydierende
Gas dem geschlossenen Behälter zugeführt, so daß das oxydierende Gas in Kontakt mit der Phenylcyclohexanverbindiing
kommt, wobei das Oxydationsgemisch
h"> umgerührt, geschüttelt oder /um Sprudeln gebracht
wird, und wobei das Oxydalionsgemisch auf der notwendigen Temperatur und unter dem erforderlichen
Druck gehalten wird.
Nach Beendigung der Oxydationsreaktion werden die erhaltene Phenolverbindung und das Cyclohexan
mittels bekannter Verfahren aus dem Oxydationsgemisch isoliert Das Oxydationsgemisch wird beispielsweise
durch Zusatz einer alkalischen Lösung, beispielsweise einer Natrfumhydroxydlösung, neutralisiert, um
den Bromwasserstoff und den gegebenenfalls vorhandenen Chlorwasserstoff in nicht flüchtige Salze umzuwandeln.
Das neutralisierte Gemisch wird anschließend einer Destillation unterworfen, um das erhaltene
Cyclohexanon und die Phenolverbindung und die restliche Phenylcydohexanverbindung voneinander zu
trennen.
Wenn das Oxydationsgemisch das erhaltene Cyclohexanon und Phenol enthält, wird ein Teii des erhaltenen
Cyclohexanons destilliert, und ein azeotropes Gemisch aus dem erhaltenen Phenol und dem restlichen
Cyclohexanon aus dem Oxydationsgemisch abgetrennt Anschließend wird das restliche Phenylcyclohexanon
destilliert. Das abgetrennte Azeotrop wird anschließend
einer extraktiven Destillation zugeführt, wobei ein Extraktionsmittel verwendet wird, beispielsweise GIykolverbjndungen
und Glycerin, um das Cyclohexanon von dem Phenol zu trennen.
Wenn p-Kresol und Cyclohexanon hergestellt werden, welche kein azeotropes Gemisch bilden, werden
diese Verbindungen und das verbleibende p-Cyclohexyltoluol
aus dem Oxydationsgemisch gesondert boj unterschiedlichen Temperaturen voneinander abdestilliert
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es
ίο möglich, sowohl das Cyclohexanon als auch das
methylsubstituierte oder unsubstituierte Phenol gleichzeitig innerhalb eines kurzen Zeitraumes durch eine
EinStufenreaktion aus dem methylsubstituierten oder unsubstituierten Phenylcyclohexan herzustellen.
!5 Die folgenden speziellen Beispiele dienen zur
ausführlichen Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
In den Beispielen beziehen sich die Ausdrücke »Selekövitätsprozentsatz« und »Ausbeuteprozentsatz«
μ auf Prozentangaben, die gemäß-den folgenden Gleichungen
1 bzw. 2 errechnet sind:
Selektivität (Ausbeute, bezogen auf umgesetztes Ausgangsmaterial) =
Ausbeute (Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Ausgangsmaterial) =
X2 -
χ 100
χ 100
wobei y in mMol die Menge des erhaltenen Produktes,
d.h. Phenol oder p-Kresol oder Cyclohexanon, x\ in
mMol die Restmenge des Ausgangsmaterials, d. h. Phenylcyclohexan oder p-Cyclohexyltoluol nach Beendigung
der Oxydationsreaktion, und xi in mMol die
ursprüngliche Menge des der Oxydationsreaktion unterworfenen Ausgangsmaterial&darstellen.
Es wurde eine Lösung des Ausgangsmaterials hergestellt, indem 5 ml (29,0 mMol) Phenylcyclohexan
und 20 ml Äthylendichlorid in einen Autoklaven
eingefüllt wurden, der mit einem Thermometer, einenr Riihrer und einem Kühlaggregat ausgerüstet war und
ein Aufnahmevolumen von 100 ml hatte. Nachdem der Autoklav luftdicht verschlossen worden war, wurden
soviel bromwasserstoff, daß die lösung eine Bromwasserstoffkonzentration
von 0,09 Mol/l aufwies, und soviel Chlorwasserstoff in den Autoklaven eingeblasen, daß
die Chlorwasserstoffkonzentration in der Lösung 0,38 Mol/l betrug. Danach wurde 10 Minuten lang
industriell bzw. technisch reines Sauerstoffgas unter einem Druck von 11 Atmosphären in den Autoklaven
eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch durch Kühlen auf einer Temperatur von 35°C gehalten und
gerührt wurde. Nach Beendigung der Oxydationsreaktion wurden das erhaltene Phenol und Cyclohexan und
das restliche Phenylcyclohexan in der folgenden Weise aus dem Oxydationsgemisch abgetrennt.
Das Oxydationsgemisch wurde unter Außendruck bei einer Temperatur von 84° C einer Destillation unterworfen,
um Äthylendichlorid abzutrennen. Ein Teil des erhaltenen Cyclohexanons wurde aus dem Rest des
Oxydationsgemisches durch Destillation bei einer Temperatur von 85—87°C und bei einem Druck von
88 mm Hg abgetrennt. Danach wurde der Destillationsrückstand des Oxydationsgemisches bei einem Druck
von 26 mm Hg und b-i einer Temperatur von 82—900C
einer azeotropen Destillation unterworfen, um ein jo azeotropes Gemisch abzutrennen, das aus dem erhaltenen Phenol und dem restlichen Cyclohexanon bestand.
Das restliche Phenylcyclohexan wurde bei einem Druck von 15 mm Hg und bei einer Temperatur von
99—1000C aus dem oben genannten Deslillationsrück-
Ji stand abdestü'inrt. Das oben beschriebene azeotrope
Gemisch wv.uc mit einer fünffachen Gewichtsmenge 1,4-Butandiol gemischt Diese Mischung wurde zuerst
bei einem Druck von 5 mm Hg und £sei einer
Temperatur von 27° C destilliert, um Cyclohexanon
abzutrennen, und anschließend unter dem gleichen Oruck bei einer Temperatur von 62° C, um Phenol
abzutrennen.
Es wurden Phenol in einer Menge von 15,1 mMol
(Ausbeute = 52,2% und Selektivität = 97,1%) und Cyclo
hexanon in einer Menge von 14,9 mMol (Ausbeu-
te=48,4% und Selektivität=91,t%) erhalten.
so Der gleiche Autoklav wie im Beispiel 1 wurde mit 5 ml (29,1 mMol) Phenylcyclohexan und 20 ml Äthylendichiorid beschickt. Nachdem der Autoklav luftdicht
abgeschlossen worden war, wurde soviel Bromwasserstoff in den Autoklaven eingeblasen, daß die Bromwas-
serstoffkonzentration in der Lösung 0,17 Mol/l betrug.
Danach wurde 10 Minuten lang technisch reines Sauerstoffgas unter einem Druck von 10 Atmosphären
in den Autoklaven eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch in de ί Autoklaven durch Kühlen auf einer
μ Temperatur von 300C gehalten und gerührt wurde.
Nach Beendigung der Oxydationsreaktion wurden das erhaltene Phenol, das erhaltene Cyclohexanon und das
restliche Phenylcyclohexan in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise voneinander getrennt. Es wurden
h> Phenol in einei Menge von 11,9 mMol (Selektivität = 74,5% und Ausbeute = 41,1%) und Cyclohexanon
in einer Menge von 7,83 mMol (Selektivität = 48,8% und Ausbeute = 26.9%} erhalten.
Der gemäß Beispiel 1 verwendete Autoklav wurde zur Herstellung einer Lösung des Ausgangsmaterials
mit 5 ml (29,ImMoI) Phenylcyclohexan und 20 ml Benzol beschickt. Nachdem der Autoklav luftdicht
abgeschlossen worden war. wurden so viel Bromwasserstoff, daß die Bromwasserstoffkonzentration in der
Lösung 0,13 Mol/l betrug und so viel Chlorwasserstoff eingeblasen, daß die Chlorwasserstoffkonzentration in
der Lösung 0,30 Mol/l betrug. Anschließend wurde IO Minuten lang technisch reiner Sauerstoff mit einem
Druck von 10 Atmosphären in die Lösung eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch durch Kühlen auf einer
Temperatur von 25°C gehalten und gerührt wurde. Das erhaltene Phenol, das Cyclohexanon und das nicht
umgesetzte Phenylcyclohexan wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise voneinander getrennt. Es
wurden Phenol in einer Menge von 7,92 mMol (Selektivität = 40,2% und Ausbeute = 27.2%) und Cyclohexanon
in einer Menge von 1,43 mMol (Selektivität = 7,2% und Ausbeute = 4,9%) erhalten.
Es wurde festgestellt, daß das erhaltene Oxydationsprodukt weiterhin 2,7 mMol Adipinsäure und 10,1 mMol
Phenylcyclohexan enthielt.
Der gleiche Autoklav wie im Beispiel I wurde mit 5 ml (29,1 mMol) Phenylcyclohexan und 20 ml Äthylendichlorid
beschickt, um eine Lösung des Ausgangsmalerials herzustellen. Nachdem der Autoklav luftdicht
abgeschlossen worden war, wurden in die Lösung soviel Bromwasserstoff, daß die Bromwasserstoffkonzentration
in der Lösung 031 Mol/l betrug, und so viel Chlorwasserstoff eingeblasen, daß die Chlorwasserstoffkonzentration
in der Lösung 0.09 Moi/1 betrug. Danach wurde 26 Minuten lang Luft unter Atmosphärendruck
in die Lösung eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch durch Abkühlen auf einer Temperatur
von 35°C gehalten und gerührt wurde. Die erhaltenen Produkte und das nicht umgesetzte Phenylcyclohexan
wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aus dem Oxydationsgemisch abgetrennt. Es
wurden Phenol in einer Menge von 10,OmMoI (Selektivität = 86,8% und Ausbeute = 345Vo) und Cyclohexanon
in einer Menge von 6.97 mMol (Selektivität = 60,5% und Ausbeute = 24,0%) erhalten.
Der gemäß Beispiel 1 verwendete Autoklav wurde mit 5 mi (29,1 mMol) Phenylcyclohexan und 20 ml
Äthylendichlorid beschickt, um eine Lösung des Ausgangsmaterials herzustellen. Nachdem der Autoklav
luftdicht abgeschlossen worden war, wurden soviel Bromwasserstoff und Chlorwasserstoff in die Lösung
eingeblasen, daß die Bromwasserstoffkonzentration der Lösung 0,99 Mol/l und die Chlorwasserstoffkonzentration
in der Lösung 0,66 Mol/I betrugen. Danach wurde 5
Minuten lang technisch reines Sauerstoffgas mit einem Druck von 11 Atmosphären in die Lösung eingeblasen,
wobei das Oxydationsgemisch auf einer Temperatur von 65° C gehalten und gerührt wurde. Das Oxydationsprodukt enthielt 83 mMol Phenol (Selektivität=75,2%
und Ausbeute=303%). 3,78 mMol Cyclohexanon (Selektivität
=32,0% und Ausbeute = 123%) und 0,75MoI
Adipinsäure.
Der gemäß Beispiel I benutzte Autoklav wurde mit 4.60 g (26,4 mMol) p-Cyclohexyltoluol und 25 g Äthylen·
> dichlorid beschickt, um eine Lösung herzustellen.
Nachdem der Autoklav geschlossen worden war, wurden soviel Bromwasserstoff und Chlorwasserstoff in
die Lösung eingeblasen, daß die Bromwasserstoffkonzentration in der Lösung 0,1 Mol/l und die Chlorwasser-
Ki Stoffkonzentration in der Lösung 0,1 Mol/l betrugen.
Danach wurde 22 Minuten lang technisch reines Sauerstoffgas mit einem Druck von 10 Atmosphären in
die Lösung eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch gerührt und auf einer Temperatur von 55°C gehalten
i> wurde. Es wurde ermittelt, daß 2,I6g (12,4 mMol)
p-Cyclohexyltoluol verbraucht und 1.19 g (11,OmMoI)
p-Kresol und 0,90 g (9,24 mMol) Cyclohexanon erhalten worden waren. Die Selektivität und Ausbeute betrugen
hinsichtlich des erhaltenen p-Kresols 88,8 bzw. 41,9 und
2» für das erhaltene Cyclohexanon 74,4 bzw. 34,9%.
Der gemäß Beispiel 1 verwendete Autoklav wurde mit 4,64 g einer Mischung, bestehend aus 15,2 mMol
:ϊ p-Cyclohexyltoluol und einem Ausgleichsrest von
o-Cyclohexyltoluol, und 25 g Äthylendichlorid beschickt,
um eine Lösung herzustellen. Nachdem der Autoklav verschlossen worden war, wurden soviel
Bromwasserstoff und Chlorwasserstoff in die Lösung
κι eingeblasen, daß die Bromwasserstoffkonzentration in
der Lösung 0,1 Mol/l und die Chlorwasserstoffkonzentration in der Lösung 0,1 Mol/l betrugen. Anschließend
wurden 8 Minuten lang technisch reines Sauerstoffgas mit einem Druck von 10 Atmosphären in die Lösung
π eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch gerührt und
auf einer Temperatur von 55°C gehalten wurde. Es konnte festgestellt werden, daß die Anfangsmenge des
o-Cyclohexyltoluols im wesentlichen nicht verbraucht
worden war, während 5,59 mMol des p-Cyclohexyltolu-
4i) ols verbraucht waren: das erhaltene Produkt enthielt
0,50 g (4,64 mMol, Selektivität = 83,1% und Ausbeute = 30.5%) p-Kresol und 0.41 g (4,18 mMol, Selektivität
= 74,9 u· d Ausbeute = 27,6%) Cyclohexanon.
Λ"> Beispiel 8
Der gemäß Beispiel 1 verwendete Autoklav wurde zur Herstellung einer Lösung mit 4,60 g (26,4 mMol)
p-Cyclohexyltoluol und 17 g Benzol beschickt. Nachdem
;n der Autoklav verschlossen worden war, wurde Bromwasserstoff
in die Lösung eingeführt, so daß die Konzentration davon in der Lösung sich bei 0,15 Mol/l
einstellte. Danach wurde 20 Minuten lang Luft mit einem Druck von 15 Atmosphären in die Lösung
eingeblasen, wobei das Oxydationsgemisch gerührt und
auf einer Temperatur von 35° C gehalten wurde. Es ließ sich feststellen, daß 2,00 g (11,4 mMol) p-CycIohexyltoluol
verbraucht worden waren, und daß p-Kresol und Cyclohexanon in Mengen von 0,97 g (838 mMol,
Ausbeute=34,0, Selektivität=79,0%) bzw. 034 g
(853 mMol, Ausbeute=323 und Selektivität = 75,0%) erhalten wurden.
Der folgende Vergteichsversuch, dem das aus der
eingangs erwähnten DE-AS 10 87 595 bekannte Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon zugrunde liegt
zeigt die deutliche Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem bisher bekannten
Verfahren.
9 10
Ein Vierhalskolben mit einem Fassungsvermögen von von 30 ml/min, eingeblasen. Die Menge an nicht
100 ml, der mit einem Rührwerk und einem Thermome- reagiertem Gas wurde mit Hilfe eines Naßgasmessers
ter ausgerüstet war, wurde mit 40 g (0.25 Mol) ermittelt. Selbst nach 16 Stunden seit dem Beginn des
Phenylcyclohexan und 109 mg Cu(ll)-Phthalocyanin Einblasens von Luft war noch kein Sauerstoff aus der
gefüllt. Die Mischung wurde unter Umrühren auf 15O0C '<
Reaktionsmischung absorbiert worden,
erwärmt. In die Mischung wurde Luft in einer Menge
erwärmt. In die Mischung wurde Luft in einer Menge
Claims (1)
- Patentansprüche:t. Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon und methylsubstituiertem oder unsubstituiertem Phenol, wobei man in der flüssigen Phase ein methylsubstituiertes oder unsubstituiertes Pbenylcyclohexan der Formel (I)
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|---|---|---|---|
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