DE2630388B2 - Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement, Verfahren zu seinem Betrieb und Verwendung - Google Patents
Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement, Verfahren zu seinem Betrieb und VerwendungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement, bei dem auf einer
is Oberfläche eines mit einem Anschluß versehenen
Substrats aus dotiertem Halbleitermaterial wenigstens eine Reihe von dicht nebeneinander angeordneten
Isoliersctiichtkondensatoren oder Sperrschichtkondensatoren vorhanden ist und bei dem eine Vorrichtung
vorhanden ist, mittels derer eine Verarmungsrandschicht erzeugbar ist, die einen als Übertragungskanal dienenden Bereich des Substrats unter der
Reihe, im Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung gesehen, umschließt und vom übrigen Substrat
>5 trennt.
Ladungsgekoppelte Halbleiterbauelemente sind allgemein bekannt. Ladungsgekoppelte Halbleiterbauelemente,
die nur mit Isolierschichtkondensatoren aufgebaut sind, sind beispielsweise in der DE-OS
ίο 2201150 ausführlich dargestellt und beschrieben. Als
Informationsladungsträger dienen dort Minoritätsladungsträger, die in den Isolierschichtkondensatoren
in Verarmungsrandschichten an der Oberfläche des Substrats unter den Kondensatorelektroden gespeist
chert sind und die der Reihe nach von Kondensator zu Kondensator weitertransportiert werden. Die Verarmungsrandschichten
werden durch Anlegen von Taktspannungen zwischen den Kondensatorelektroden und dem Substratanschluß erzeugt.
4i) Es sind auch ladungsgekoppelte Halbleiterbauelemente
der eingangs genannten Art bekannt (DE-OS 2412699), bei denen als Informationsladungsträger
Majoritätsträger dienen. Bei diesen Bauelementen findet der Ladungstransport nicht an der Oberfläche
4r> des Substrats, sondern im Inneren eines entgegengesetzt
zum Substrat dotierten Bereiches unter der Reihe statt. Solche ladungsgekoppelten Halbleiterbauelemente
sind unter der Bezeichnung BCCD (Buried Channel Charkge-Coupled Device) bekannt. Ein
W solches Bauelement wird beispielsweise auch in »New
Structures for Charge-Coupled Device« von F. Schuermeyeretalin Proceedings of the IEEE,
Nov. 1972, S. 1444-1445 beschrieben. Dort werden Sperrschichtkondensatoren verwendet, die entweder
v> aus einem echten pn-übergang (dort mit DJCCD bezeichnet)
oder aus einem Schottky-Kontakt (dort mit SBCCD bezeichnet) gebildet sind. Es können aber
ebenso Isolierschichtkondensatoren verwendet werden. Hohe Beweglichkeit der Informationsladungs-
bo träger im Inneren des Substrats, kein Einfluß der
Haftstellen an der Oberfläche und ein günstigerer Einfluß der tangentialen Randfelder beim Ladungstransport sind Vorteile eines solchen Bauelements gegenüber
denen, die Minoritätsladungsträger als In-
b5 formationsladungsträger an der Halbleiteroberfläche
transportieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement der eingangs
genannten Art anzugeben, mittels dessen Majoritätsladungsträger als Informationsladungen ohne eine
entgegengesetzt zum Substrat dotierte, dem Ladungstransport dienende Schicht verwendet werden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der als Übertragungskanal
dienende Bereich vom gleichen Leitfähigkeitstyp wie das Substrat ist.
In einer bevorzugten Weiterbildung besteht die Vorrichtung darin, daß der Bereich des Substrats unter
der Reihe, im Querschnitt senkrecht zur Reikenlängsrichtung gesehen, durch ein entgegengesetzt ?.um
Substrat dotiertes Gebiet, das einen Anschlußkontakt aufweist, umschlossen und vom übrigen Substrat getrennt
ist. Vorzugsweise liegt der besagte Bereich an der Substratoberfläche. Vorzugsweise ist dabei der
besagte Bereich höher dotiert als das übrige Substrat.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung besteht die Vorrichtung zum Erzeugen einer Verarmungsrandschicht
aus einem mit einem Anschluß versehenen, entgegengesetzt zum Substrat dotierten Gebiet oder aus einer Schottky-EIektrode oder aus
einem Isolierschichtkondensator.
Das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement wird so betrieben, daß mittels der Vorrichtung die den
Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht erzeugt wird, daß zum Speichern von Majoritätsladungsträgern
im Übertragungskanal unter einer Elektrode zwischen diese und dem Substratanschluß
eine Spannung U aus einem Spannungsbereich angelegt wird, der einerseits begrenzt ist durch eine Spannung
U1, bei der eine von der Elektrode erzeugte Verarmungsrandschicht
die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht berührt und andererseits durch eine Spannung U2, bei der das von
der Elektrode erzeugte Oberflächenpotential durch die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht
hindurchgreift und somit eine elektrische Verbindung zwischen dem Übertragungskanal
und dem übrigen Substrat herstellt, und daß zum Entladen des Kanalbereiches unter der Elektrode die
Spannung zwischen dieser und dem Substratanschluß betragsmäßig größer oder gleich U1 mit der Polarität
von U1 gewählt wird. Vorteilhafterweise wird die
Spannung U so gewählt, daß eine geringe Verarmungsrandschicht, die nicht bis zur den Übertragungskanal
umschließenden Verarmungsrandschicht heranreicht, vorhanden ist.
Vorteilhaft kann ein erfindungsgemäßes Halbleiterbauelement als optoelektronischer Sensor verwendet
werden, wobei dabei die elektrisch isolierende Schicht und die Elektroden aus lichtdurchlässigem
Material bestehen.
Das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement und seine bevorzugten Weiterbildungen entsprechen in
der Betriebsweise einem BCCD. Es ist verhindert oder kann verhindert werden, daß die Informationsladungen
die Halbleiteroberfläche berühren.. Somit sind geringe Übertragungsverluste und hohe Grenzfrequenzen
möglich.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelements kann einfacher gestaltet werden als
die von BCCD's, da der Maskenschritt zur Herstellung eines entgegengesetzt zum Substrat dotierten Kanalbereiches
nicht notwendig ist.
Bei Verwendung des Halbleiterbauelements als optoelektronischer Sensor besteht sein Vorteil im
günstigen Anti-Blooming-Verhalten. Ein als Bild
punkt dienender Kanalbereich unter einer Elektrode kann durch Erzeugen einer nahezu beliebig großen
Verarmungsrandschicht unter den benachbarten Elektroden in Kanallängsrichtung und seitlich durch
die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht praktisch isoliert werden. Zuviel im
Bildpunkt erzeugte Informationsladungen fließen über die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht
ins übrige Halbleitersubstrat ab. Ein weiterer Vorteil ist dabei, daß die Diffusion von
Ladungsträgern aus dem übrigen Halbleitersubstrat zu entfernten Bildpunkten nicht mehr möglich ist.
Durch die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsschicht sind die Bildpunkte auch völlig
vom übrigen Substrat getrennt. Die Folge ist eine verbesserte Auflösung des Sensors.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Figuren näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelements
senkrecht zur Reihenlängsrichtung,
Fig. 2 in drei Diagrammen I bis III den örtlichen Verlauf des Potentials zwischen einer Elektrode und
dem Substratanschluß senkrecht zur Substratoberfläche für verschiedene Betriebszustände,
Fig. 3 im Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung eine Variante des Ausf iihrungsbeispiels von
Pig. 1 mit Schottky-Elektroden,
Fig. 4 im Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung eine Variante des Ausführungsbeispiels von
Fig. 1 mit Isolierschichtkondensatoren,
Fig. 5 im Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Halbleiterbauelements, bei der ein entgegengesetzt zum Substrat dotiertes Gebiet den Bereich des
Übertragungskanals umschließt,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel längs der Elektrodenreihe.
In der Fig. 1 ist auf einer Oberfläche des Substrats 1 aus dotiertem Halbleitermaterial, beispielsweise
p-dotiertes Silizium mit der Dotierung 5 · 1014 cm"3, mit dem Substratanschluß 11 eine elektrisch
isolierende Schicht 2, beispielsweise aus Siliziumdioxid der Schichtdicke 60 um, aufgebracht. Diese
elektrisch isolierende Schicht trägt eine Reihe von Elektroden, von der eine dieser Elektroden in der
Fig. 1 im Querschnitt dargestellt ist und mit dem Bezugszeichen 3 versehen ist. Diese Elektroden der
Elektrodenreihe können beispielsweise aus Aluminium oder Polysilizium (z. B. bei Sensoren) sein. Die
Elektrode 3 weist einen Anschlußkontakt 31 zum Anlegen einer Spannung zwischen Substratanschluß
und ihr auf. In der Praxis sind die Elektroden an Taktleitungen angeschlossen, an die in an sich bekannter
Weise Taktspannungen während des Betriebes angelegt werden. Unter der Elektrode ist das Substrat hier
an der Oberfläche (dies ist jedoch nicht notwendig) bis zu einer vorgebbaren Tiefe T, z. B. 1 μηι, höher
dotiert ist, z. B. 5 ■ 1015 cm"3, als im übrigen Substrat.
Diese höher dotierte Schicht ist in der Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 4 versehen. Der gestrichelt umrahmte
Bereich 5 an der Substratoberfläche und der Dicke t unter der Elektrode 3 bildet den Bereich des Übertragungskanals.
Entlang jeder Längsseite des Übertragungskanals ist je ein entgegengesetzt zum Substrat
dotierter streifenförmiger Bereich 6 bzw. 7 entlanggeführt. Jeder dieser streifenförmigen Bereiche weist
einen hier nicht gezeichneten, vorzugsweise ohmschen
Anschlußkontakt auf. Die Vorrichtung zum Erzeugen der Verarmungsrandschicht, die den Bereich des
Ubertragungskanals umschließt und vom übrigen Substrat trennt, ist in der Fig. 1 durch die beiden
streifenförmigen Bereiche 6 und 7 und dem dazwischenliegenden höher dotierten Bereich 4 gegeben.
Die seitlich außerhalb liegenden höher dotierten Bereiche 400 sind nicht notwendig, jedoch ist es bei der
Herstellung einfacher, die gesamte Oberfläche des Substrats durch einen einzigen Diffusions- oder Implantationsschritt
höher zu dotieren. Man erspart sich dadurch einen Maskenschritt.
Die Funktionsweise der Vorrichtung zum Erzeugen der besagten Verarmungsrandschicht ist folgende:
Durch Anlegen einer Sperrspannung zwischen dem Substratanschluß und dem Anschlußkontakt des
streifenförmigen Bereiches 6 bzw. 7 wird um diesen herum eine Verarmungsrandschicht erzeugt. Vergrößert
man die Spannung betragsmäßig, so wird die Breite dieser Verarmungsrandschicht größer. Die
Breite dieser Verarmungsrandschicht hängt aber auch von der den streifenförmigen Bereich umgebenden
Dotierung des Substrats ab. Diese Breite ist bei fester Sperrspannung kleiner bei höherer umgebender Dotierung
des Substrats und größer bei kleinerer Dotierung. Druch Wahl einer geeignet hohen Sperrspannung
zwischen Substratanschluß und ohmschen Anschlußkontakt des Streifens 6 und/oder des Streifens
7 kann man erreichen, daß die erzeugten Verarmungsrandschichten im übrigen Substrat, also außerhalb
der Bereiche 4, verschmelzen, während im Bereich 4 zwischen den beiden streifenförmigen Bereichen
6 und 7 an der Oberfläche des Substrats ein neutraler Substratbereich verbleibt. In der Fig. 1 sind
die Verhältnisse durch die gestrichelten Linien 12 und 13 schematisch dargestellt. Die Verarmungsrandschicht
ist durch den einfach zusammenhängenden Bereich, der von den gestrichelten Linien 12 und 13
eingeschlossen ist, gegeben. Vorausgesetzt ist hier der Einfachheit halber, daß die Sperrspannung an beiden
streifenförmigen Bereichen 6 und 7 gleich groß ist. Der zwischen der Substratoberfläche und der gestrichelten
Linie 12 liegende Bereich der Tiefe t bildet den verbleibenden neutralen Substratbereich, der den
schon mit 5 bezeichneten Bereich des Übertragungskanals bildet. Er ist von der besagten Verarmungsrandschicht
umschlossen und vom übrigen Substrat getrennt. Die Ausdehnung des Übertragungskanals 5
kann durch Variation der Sperrspannung innerhalb gewisser Grenzen verändert werden.
Die Betriebsweise des in Fig. 1 dargestellten Bauelements sei an Hand der Fig. 2 näher erläutert. Es
sei zunächst bemerkt, daß man unter einer Elektrode der Elektrodenreihe eine Verannungsrandschicht an
der Substratoberfläche dadurch erzeugen kann, daß man zwischen Substratanschluß und Elektrode eine
Spannung geeigneter Polarität und Größe anlegt In der Fig. 2 ist nun in drei Diagrammen der Potentialverlauf
in der elektrisch isolierenden Schicht und im Substrat zwischen einer Elektrode (in der Fig. 2 die
Elektrode 3) und dem Substratanschluß für verschiedene Betriebszustande dargestellt. Diagramm I gibt
■ qualitativ den Potentialverlauf für den Fall an, daß Informationsladungen unter der Elektrode gespeichert
sind. Die Kurve 21 gibt den örtlichen Verlauf des Potentials in der elektrisch isolierenden Schicht
und im Substrat an. An die Elektrode 3 ist eine solche Spannung U angelegt, daß eine geringe Verannungsrandschicht
an der Substratoberfläche unter der Elektrode vorhanden ist (die Pfeilrichtung weist in Richtung
wachsender Spannungsbeträge, die Polarität der Spannung U gegenüber der Bezugsspannung am Substratanschluß
ist positiv bei p-dotiertem Substrat und negativ bei η-dotiertem Substrat zu wählen). Die gespeicherten
Ladungen befinden sich zwischen den Punkten 211 und 212. Die besagte Verarmungsrandschicht
erstreckt sich von Punkt 212 bis Punkt 213.
ίο Durch die geringe Verarmungsrandschicht an der
Oberfläche des Substrats, die sich im Diagramm I von der Substratoberfläche bis zu Punkt 211 erstreckt,
wird verhindert, daß die gespeicherten Ladungen die Halbleiteroberfläche berühren. Dadurch können die
Übertragungsverluste erheblich verkleinert werden
und es können hohe Grenzfrequenzen bei der Ladungsübertragung erreicht werden. Zum Entladen
wird nun die Spannung an der Elektrode betragsmäßig so weit erhöht, bis sich die geringe Verarmungsrandschicht
so weit vergrößert hat, daß sie mit der besagten Verarmungsrandschicht sich vereinigt, d. h. der neutrale
Kanalbereich verschwunden ist. Diagramm II zeigt den Potentialverlauf in Kurve 22 für diesen Fall.
Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Schaltungsgeometrie so gewählt wurde, daß eine Elektrodenspannung,
die betragsmäßig kleiner ist als der Spannungsbetrag an den entgegengesetzt zum Substrat
dotierten Streifen 6 bzw. 7 ausreicht, um die gespeicherten Ladungsträger abfließen zu lassen. Die La-
jo düngen fließen dann entweder unter benachbarte
Elektroden oder aber ins Substrat ab. Wird nun die Spannung an der Elektrode 3 wieder auf den niedrigeren
Wert U abgesenkt, so bildet sich eine Potentialsenke. Diagramm III zeigt in der Kurve 32 den Poten-
y-, tialverlauf. Es muß dabei aber darauf geachtet
werden, daß zwischen dieser Senke und dem übrigen Halbleitersubstrat immer noch eine ausreichend hohe
Potentialschwelle vorhanden ist. In diese Potentialsenke kann nun Ladung von einer anderen Elektrode
ίο her übertragen werden. Damit kann das erfindungsgemäße
Halbleiterbauelement in herkömmlicher Weise betrieben werden, wenn man entsprechende
Takte an die Elektroden anlegt. Typische Spannungswerte sind: Vorspannung an den entgegengesetzt zum
Substrat dotierten Streifen 10 V und Spannungen an den Elektroden der Reihe zwischen 0 V und 10 V
(bezogen auf Substratanschluß).
In der Fig. 3 ist im Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung
eine Variante der Ausführungsbeispiele nach Fig. 1 dargestellt. Die streifenförmigen
Bereiche 6 und 7 in Fig. 1 sind hier durch Schottky-Elektroden 61 und 71 ersetzt. Wichtig ist dabei, daß
der Oberflächenbereich des Substrats unterhalb der Schottky-Elektroden nicht höher dotiert ist, sondern
die übrige Substratdotierung aufweist, d. h. die Bereiche
400 dürfen nicht an den Bereich 4 heranreichen.
In der Fi g. 4 ist eine weitere Variante des Halbleiterbauelements
nach Fig. 1 dargestellt Die beiden streifenförmigen Gebiete 6 und 7 sind hier durch zwei
Isolierschichtkondensatoren mit den Elektrodenstreifen 62 und 72, die sich auf der Oberfläche der elektrisch
isolierenden Schicht 2 befinden, gebildet Die Elektrodenstreifen sind durch je eine weitere elekirisch
isolierende Schicht 200 bzw. 300 von den Elektroden der Reihe getrennt Wichtig ist auch hier, daß
der Oberflächenbereich des Substrats unterhalb dieser Elektroden 62 bzw. 72 die Substratdotierung aufweist,
also nicht höher dotiert ist.
Die Betriebsweise der in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellten Varianten ist analog der zum Bauelement nach
Fig. 1 beschriebenen.
In der Fig. 5 ist im Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung
ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelements dargestellt, bei
dem der Bereich des Übertragungskanals durch ein entgegengesetzt zum Substrat dotiertes Gebiet umschlossen
und vom übrigen Substrat getrennt ist. Dieses Gebiet ist in der Fig. 5 mit dem Bezugszeichen
SO versehen. Es ist mit einem hier nicht gezeichneten Anschlußkontakt versehen. Durch Anlegen einer geeigneten
Spannung zwischen Substratanschluß und diesem Anschlußkontakt kann die Verarmungsrandschicht
erzeugt werden, die den Übertragungskanal umschließt und vom übrigen Substrat trennt. In der
Fig. 5 ist diese Verarmungsrandschicht durch das Gebiet innerhalb der beiden gestrichelt gezeichneten Linien
51 und 52 angedeutet. Zweckmäßig ist es auch hier wiederum, wenn der Bereich 4 des Substrats, der
von dem Gebiet 50 umschlossen wird, höher dotiert ist als das übrige Substrat. Die Betriebsweise dieses
Bauelements entspricht wiederum genau der zum Bauelement nach Fig. 1 beschriebenen.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch ein ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement längs der Elektrodenreihe,
mittels der die Anti-Blooming-Eigenschaft bei der Verwendung des Bauelements als optoelektronischer
Sensor näher erläutert wird.
Die elektrisch isolierende Schicht 2 und die Elektroden 20, 3 und 40 bestehen aus lichtdurchlässigen
Materialien. In der Fig. 6 ist nun angenommen, daß sich das Bauelement in Bildaufnahmezustand befindet,
d. h. jeweils ein Kanalbereich unter bestimmten Elektroden (in der Fig. 6 die Elektrode 3, im allgemeinen
die Elektroden, die mit einer bestimmten Taktleitung verbunden sind) dienen als Sensorelemente,
in denen die vom Licht erzeugten Ladungsträger gesammelt und gespeichert werden. Wie schon
früher erwähnt, wird dabei zwischen die betreffende Elektrode (Fig. 6die Elektrode 3) und dem Substratanschluß
11 eine solche Spannung angelegt, daß der unter der Elektrode befindliche Oberflächenbereich
des Substrats (in der Fig. 6 der gestrichelt umrahmte ■■>
Bereich 500) verarmt ist und eine Potentialsenkc darstellt. Dieser Bereich ist zunächst nur von der besagten
Verarmungsrandschicht, die durch die besagte Vorrichtung erzeugt wird, umgeben. Zur Isolierung des
Bildpunktes in Kanallängsrichtung wird zwischen die
in Elektroden 20 und 40 und dem Substratanschluß 11
eine solche Spannung angelegt, daß eine große Verarmungsrandschicht, die von der Substratoberfläche her
tief in das Substrat sich erstreckt, erzeugt wird. Die resultierende Verarmungsrandschicht erstreckt sich in
r> der Fig. 6 zwischen der gestrichelten Linie 600 und
der Substratoberfläche bzw. der gestrichelten Linie 601. Zuviel im Bildpunkt 500 erzeugte Informationsladungsträger fließen im wesentlichen senkrecht zur
Reihenlängsrichtung durch den dünneren Teil der
2Ii Verarmungsrandschicht in das übrige Substrat ab. Ein
Informationsladungsfluß in Reihenlängsrichtung wird durch den tiefen Teil der Veiarmungsrandschicht unter
den Elektroden 20 und 40 verhindert. Die tiefe Verarmungsrandschicht verhindertauch die Diffusion
r> von Informationsladungsträgern aus dem übrigen Halbleitersubstrat zu entfernten Bildpunkten. Zum
Auslesen der gespeicherten Information wird das Bauelement in an sich bekannter Weise als betrieben,
d. h. die vom Licht erzeugten Ladungsträger werden
jo einfach in Reihenlängsrichtung ausgeschoben (Sensoren
der genannten Art sind auch unter dem Begriff CCD-Sensoren bekannt).
Es sei darauf hingewiesen, daß alle bekannten Betriebsweisen für ladungsgekoppelte Halbleiterbauele-
r, mente, wie z. B. Zwei-Phasen-, Drci-Phasen-Beirieb
usw., in dem hier beschriebenen Bauelement möglich sind. Dies gilt auch für die eventuell dafür notwendigen
unterschiedlichen Reihenstrukturen, wie z. B. gestufte Isolierschichten unter den Elektroden bei bestimmten
ladungsgekoppelten Halbleiterbauelementen für Zwei-Phasen-Betrieb.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement, bei dem auf einer Oberfläche eines mit einem Anschluß
versehenen Substrats aus dotiertem Halbleitermaterial wenigstens sine Reihe von dicht nebeneinander
angeordneten Isolierschichtkondensatoren oder Sperrschichtkondensatoren vorhanden
ist und bei dem eine Vorrichtung vorhanden ist, mittels derer eine Verarmungsrandschicht erzeugbar
ist, die einen als Übertragungskanal dienenden Bereich des Substrats unter der Reihe, im
Querschnitt senkrecht zur Reihenlängsrichtung gesehen, umschließt und vom übrigen Substrat
trennt, dadurch gekennzeichnet, daß der als Übertragungskanal dienende Bereich (5) vom
gleichen Leitfähigkeitstyp wie das Substrat (1) ist.
2. Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung darin besteht, daß der Bereich des Substrats (1) unter der Reihe, im Querschnitt
senkrecht zur Reihenlängsrichtung gesehen, durch ein entgegengesetzt zum Substrat dotiertes Gebiet
(50), das einen Anschlußkontakt aufweist, umschlossen und vom übrigen Substrat (1) getrennt
ist (Fig. 5).
3. Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bereich (4) des Substrats unter der Reihe höher dotiert ist als das Substrat (1).
4. Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung zum Erzeugen einer Verarmungsrandschicht aus einem mit einem Anschluß
versehenen, entgegengesetzt zum Substrat (1) dotierten Gebiet (6, 7) oder aus einer Schottky-Elektrode
(61, 71) oder aus einem Isolierschichtkondensator (62, 72) gebildet ist.
5. Verfahren zum Betrieb eines ladungsgekoppelten Halbleiterbauelements nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Vorrichtung die den Übertragungskanal
umschließende Verarmungsrandschicht erzeugt wird, daß zum Speichern von Majoritätsladungsträgern
im Übertragungskanal unter einer Elektrode zwischen diese und den Substratanschluß
eine Spannung U aus einem Spannungsbereich angelegt wird, der einerseits begrenzt ist durch
eine Spannung U1, bei der eine von der Elektrode
erzeugte Verarmungsrandschicht die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht
berührt und andererseits durch eine Spannung U2, bei der das von der Elektrode erzeugte
Oberflächenpotential durch die den Übertragungskanal umschließende Verarmungsrandschicht
hindurchgreift und somit eine elektrische Verbindung zwischen dem Übertragungskanal
und dem übrigen Subitrat herstellt, und daß zum Entladen des Kanalbereiches unter der Elektrode
die Spannung zwischen dieser und dem Substratanschluß betragsmäßig größer oder gleich Ux mit
der Polarität von U1 gewählt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung U so gewählt
wird, daß eine geringe Verarmungsrandschicht, die nicht bis zur den Übertragungskanal umschließenden
Verarmungsrandschicht heranreicht, vor
handen ist.
7. Verwendung des ladungsgekoppelten Halbleiterbauelements nach einem der Ansprüche 1 bis
4, bei dem die elektrisch isolierende Schicht und die Elektroden aus lichtdurchlässigem Material
bestehen, als optoelektronischer Sensor.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2630388A DE2630388C3 (de) | 1976-07-06 | 1976-07-06 | Ladungsgekoppeltes Halbleiterbauelement, Verfahren zu seinem Betrieb und Verwendung |
| GB25166/77A GB1577653A (en) | 1976-07-06 | 1977-06-16 | Chargecoupled devices |
| FR7719771A FR2358026A1 (fr) | 1976-07-06 | 1977-06-28 | Dispositif de transfert a couplage de charge et procede pour sa mise en oeuvre |
| IT25393/77A IT1084978B (it) | 1976-07-06 | 1977-07-05 | Dispositivo elettrico a scorrimento con cariche accoppiate |
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| BE179141A BE856560A (fr) | 1976-07-06 | 1977-07-06 | Dispositif de transfert a couplage de charge et procede pour sa mise en oeuvre |
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