DE2630625B2 - Verfahren zur Wiederherstellung der Isolierung beim Endverbinden von elektrischen Kabeln und Leitungen, insbesondere Hochspannungskabeln - Google Patents
Verfahren zur Wiederherstellung der Isolierung beim Endverbinden von elektrischen Kabeln und Leitungen, insbesondere HochspannungskabelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wiederherstellung
der Isolierung beim Endverbinden von mit polymeren Stoffen isolierten elektrischen Kabeln,
insbesondere Hochspannungskabeln, bei dem ein abisolierter, eventuell mit einer halbleitenden Schicht
abgedeckter Bereich um die Verbindungsstelle der beiden Leiter mit einem vernetzungsfähigen Isolierstoff,
vorzugsweise der gleichen Art wie die übrige Isolierung ausgefüllt wird und die Füllung mit einer den Druck
verteilenden Hülse, beispielsweise einem um die Füllung gelegten Kupfer- oder Aluminiumblech umschlossen
wird, das mit einer Bewicklung zur Erzeugung elastischer Deformationskräfte im wesentlichen rechtwinklig
zur Kabellängsrichtung versehen wird, und bei dem der Isolierstoff mit einer über der Bewicklung
angebrachten Heizvorrichtung zum Schmelzen und Vernetzen gebracht wird.
Zum Aufbau der Isolierung und bei Hochspannungskabeln
der halbleitenden Schicht sind verschiedene polymere Stoffe wie Polyvinylchlorid, Polyäthylen oder
vernetztes Polyäthylen verwendbar.
Beim Endverbinden von zwei mit vernetzten! Polyäthylen isolierten Kabeln werden diese im Bereich
der zu verbindenden beiden Kabelenden abisoliert. Nach dem Verbinden der Leiter, in der Regel durch
Verschweißen, und nach dem Auftragen einer halbleitenden Schicht im Bereich der Verbindungsstelle wird
deren Isolierung wiederhergestellt.
Diesi Isolierung besteht aus mehreren l.;igcn eines
Bewicklurigsbandcs oder aus Formteilcn aus nicht vernetzten), jedoch vernetzungsfähigem Polyäthylen.
Die bewickelte Kabelverbindungsslelle wird darauf unter Druck erhitzt, wodurch die Bandlagen oder
Formteile schmelzen und vernetzen.
Der Druck trägt zur Gewährleistung einer blasenfreien
Vernetzung der wiederhergestellten Isolierung sowie einer dauerhaften Bindung zwischen der retablierten
Isolation und den nicht entfernten Isolierschichten bei. Dieser Druck wird während des Verschmelzens, der
Vernetzung und der Abkühlung aufrechterhalten.
Ein Verfahren zur Wiederherstellung der Isolierung beim Endverbinden von mit polymeren Stoffen
isolierten elektrischen Kabeln, insbesondere Hochspannungskabeln der eingangs genannten Art ist aus der
DE-OS 2418 025 bekannt Zur Erzeugung des zur
Wiederherstellung der Isolierung erforderlichen Drucks werden hierbei die Verbindungsstelle und ein angrenzendes
Stück der beiden Kabelisolierungen mit mehreren in Kabellängsrichtung orientierten und den
Druck verteilenden Metallstreifen umgeben, &m die eine
elastische Druckbandage in Form eines Gummibandes gelegt wird. Die Heizvorrichtung wird hierbei von
einem teilbaren Heizmante! und einem um den
Heizmantel angeordneten elekrischen Heizelement gebildet, die um die Druckbandage angeordnet sind.
Nachteilig bei diesem Verfahren ist die Tatsache, daß der Druck im Verbindungsbereich bzw. an der
Verbindungsstelle nur durch eine Dehnung des Gummibandes und durch tine Änderung der Bewicklungslagen
regulierbar ist, so daß bei der Durchführung und der Anwendung des Verfahrens spezielle Kenntnisse und
Erfahrungen erforderlich sind. Wenn zudem mehrere Gummibandlagen erforderlich sind, wird die Wärmeleitung
von der von dem teilbaren Heizmantel gebildeten Heizvorrichtung zur Verbindungsstelle beeinträchtigt,
so daß der Verbindungsstelle viel Wärme zugeführt werden muß, um eine Erwärmung auf eine Temperatur
zu erreichen, die zum Ablauf des Vernetzungsvorganges und zum Schmelzen des Isolierstoffes erforderlich ist,
durch das die wiederhergestellte Isolierung mit der noch verbleibenden Isolierung an den K^bilenden verbunden
wird.
Nach der US-PS 35 73 210 ist es bekannt, um die Verbindungsstelle eine Isolierstoffschicht anzubringen,
um die zwei aufeinander zu bewegbare Formwerkzeughälften
zur Druckbeaufschlagung und Erwärmung gelegt werden, die einen durchgehenden zylindrischen
Hohlraum in Verbindung miteinander bilden, dessen Durchmesser dem Kabeldurchmesser entspricht. Nacli
der Abkühlung der Isolierstoffschicht und der diese umgebenden Formwerkzeughälften werden die Formwerkzeughälften
abgenommen. Die Isolierstoffschicht ist dann im Verbindungsbereich vernetzt. Bei dieser
Vorgehensweise kann jedoch im Verbindungsbereich keine über den Querschnitt gleichartige Isolierung
durch die Isolierstoffschicht gewährleistet werden, da der Isolierstoff bei der Erwärmung und Vernetzung
dazu tendiert, sich auszubreiten. Dadurch besteht die Gefahr, daß der Isolierstoff zwischen den Formwerkzeughälften
herausgepreßt winJ wodurch in Längsrichtung verlaufende Kanten entstehen. Auch kann bei der
Erwärmung und Vernetzung der Isolierstoff an den Enden der Formwerkzeughälften austreten, so daß sich
an diesen Stellen Wülste bilden. Bevor dann die endgültige wiederhergestellte Isolierung aufgebaut
wird, müssen die Kanten und Wülste entfernt werden. Auch neigt die vernetzte Isolierstoffschicht zur Blasenbildung,
da kein vollständig dichtender Abschluß durch die lormwerkzeughalften gewahrleistet werden kann.
Ein weiterer Nachteil dieser Vorgehensweise ist darin zu sehen, daß man for jede bestimmte Kabelabmessung
jeweils spezielle Formwerkzeughälften benötigt
Nach der dänischen Patentschrift 1 36 682, die der DE-OS 24 31 644 entspricht, wird Druckmittel zum
Verbinden von Kabeln verwendet Die gewickelte Isolierstoffschicht wird hierbei allseitig durch die
Einleitung eines Kabels oder einer Flüssigkeit in einen die Verbindungsstelle umgebenden Druckbehälter mit
Druck beaufschlagt Da zwischen dem Druckmittel und der Verbindungsstelle dicht abschließende Hülsen
erforderlich sind, ist die Durchführung dieser Vorgehensweise umständlich. Auch benötigt man hierbei
entsprechend den verschiedenen Kabelabmessungen unterschiedlich bemessene Druckbehälter oder es
müssen zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, die eine Abdichtung der Druckbehälter sicherstellen.
Aus der bekanntgemachten dänischen Patentanmeldung 1 40 037 ist ferner ein Verfahren zum Verbinden
von mit polymeren Stoffen isolierten Kabeln bekannt, bei dem zum Aufbau der Isolierung im Verbindungsbereich
um die Verbindungsstelle herum ein oder mehrere Formteile aus einem vernetzungsfähigen, isolierenden
polymeren Material angeordnet werden, und bei dem um die Verbindungsstelle eine diese umschließende
rohrförmige Membran mit Buchsen an den Übergängen zu den beiden Kabeln angeordnet wird, wonach die
Verbindungsstelle mit einer Außenwand zur Bildung einer beheizbaren Druckkammer umgeben wird, deren
Innenwand von der Membran gebildet wird. In die Druckkammer werden dann ein Druckmittel eingeführt
und dadurch in der Kammer Wärme- und Druckbedingungen geschaffen, unter denen das Material der
Formteile vernetzt und die Formteile sowohl miteinander als auch mit den entsprechenden Isolierschichten
der Kabelendteile abbinden. Schließlich wird die Verbindungsstelle unter solchen Druckbedingungen
abgekühlt, daß jegliche Blasenbildung verhindert wird.
Durch die Verwendung von Formteilen aus vernetzungsfähigem Material wird hierbei der Vorteil erreicht,
daß jegliciie Wickelarbeit entfällt. Im Vergleich zu dem
in der DE-OS 24 31644 beschriebenen Verfahren ergeben sich auch Vereinfachungen durch die Verwendung
einer Druckkammer anstelle eines Druckbehälters.
Der Erfindung liegt ausgehend von der DE-OS 20 18 02d die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren der
gattungsgemäßen Art hinsichtlich der Durchführbarkeit dadurch zu vereinfachen, daß zur Montage spezielle
Kenntnisse und Erfahrungen kaum mehr erforderlich r>o
sind.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß zum
Bewickeln ein Druckschlauch benutzt wird, der im Bewicklungszustand in ein um den Druckschlauch r>r>
herumgelegtes Metallblech, beispielsweise ein Kupferoder Aluminiumblech eingeschlossen wird, und daß ein
dem Druckschlauch zugeführtes Druckmittel den gewünschten Querdruck erzeugt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist sehr einfach und wi
flexibel, da Kabel beliebiger Abmessungen miteinander verbindbar sind. Auch ist zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ein geringer Zeitaufwand
erforderlich, da die bisher notwendige, oft komplizierte und mit Schwierigkeiten verbundene hi
Montage der Druckkammern um die Verbindungsstelle entfällt und keine zusätzlichen Einstellungen und
Ausrichtungen zur :■ ichers;cllung einer effektiven Dichtung notwendig sind.
Vorzugsweise wird beim erfindungsgemäßen Verfahren ein Druckschlauch mit flachem Querschnitt
verwendet da hierdurch die für die Druckübertragung zweckmäßigste Aufweitung der Schlauchflachseite
unter der Einwirkung des Druckmittels sowie eine Querschnittsform gewährleistet ist die sich den
Durchmesseränderungen der Verbindungsstelle und jenen der Kabelenden bei der Erwärmung und der
Abkühlung anpassen kann.
Zur Erzielung einer möglichst verlustfreien Wärmezuleitung zur Verbindungsstelle kann der Schlauch
erfindungsgemäß von einer den Druck aufnehmenden und die Wärme leitenden Bewehrung umgeben sein.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung an einem Beispiel näher erläutert Darin zeigt die
Figur im Längsschnitt eine zur Durchführung der Vernetzung des Isolierstoffs vorbereitete Kabelverbindung.
Die Figur zeigt zwei endverbundene Kabelleger ί
und 2. Die Kabelisolierungen 7 '.·. jd 8 sind in Richtung
auf die Leiterenden konisch abgeiar wie bei 5 und 6
veranschaulicht Die innere halbleitende Schicht der beiden Kabel ragt ein Stück 3 bzw. 4 von den einander
zugekehrten Kopfenden der beiden Isolierkegelstümpfe 5 uni 6 heraus. Auf die bloßgelegten Leiter wird eine
halbleitende Schicht 9 aufgetragen, welche mit den halbleitenden Schichten 3 und 4 elektrischen Kontakt
hat Die halbleitende Schicht 9 ist mit mehreren Lagen 10 eines Bandes aus vernetzungsfähigem Polyäthylen
derart bewickelt, daß der Raum zwischen den Isolierkegelstümpfen 5 und 6 völlig ausgefüllt ist Die
Bandbewicklung und an den Verbindungsbereich angrenzende Bereiche der beiden Kabelisolierungen 7
und 8 umschließt eine Hülse 11 aus Kupfer- oder Aluminiumblech. Die Hülse 11 ist schraubenförmig mit
einem flachen Gummidruckschlauch 14 bewickelt, dessen Windungen die Hülse 11 randschlüssig und
einlagig umfassen. Der Druckschlauch 14 .'ragt als
Umhüllung einen Metallgewebestrumpf, der eine gute Wärmeüberleitung an die Hülse 11 gewährleistet, die.
v.ie an sich bekannt, vom Druckschlauch herrührende Verformungen der vernetzten Isolierung verhindert, so
daß deren zylindrische Form erhalten bleibt. Die Hülse U trägt auch zur Gewährleistung einer gleichmäßigen
Temper aturverteilung um die Verbindungsstelle bei.
Den Druckschlauch umschließt ein um diesen herumgelegtes Metallblech 13, das wiederum in ein
Heizelement 12 eingeschlossen ist
Der Druckschlauch wird an eine Druckmittelquelle angeschlossen, während das Heizelement 12 an eine
Heizstromquelle angeschlossen ist. Ein Thermoelement an der Hülse 11 regelt die Stromzufuhr. In der
Bewicklung werden während einer dem Vernetzungsvorgang angepaßten Zeitspanne vorbestimmte Drücke
und Temperature/I eingestellt, so daß die öiwicklung zu
einer homogenen Masse verschmilzt und vernetzt, die einen kontinuierlichen Übergang zu den Kabelisolierungen
7 und 8 bildet und das gleiche Aussehen sowie die gleichen Eigenschaften aufweist wie deren vernetztes
Polyäthylen.
Statt der Bandwickellagen 10 können ein oder mehrere, vorzugsweise zwei im wesentlichen in ihrer
endgültigen Form vorgegossene Formteile aus vernetzungsfähigem Polyäthylen vorgesehen sein. Die übrigen
Arbeitsgänge zur herstellung der Verbindung entsprechen den vorbeschriebenen Bewicklungsoperalionen.
Beim Abkühlen ist beim crfindungSEcmaßen Verfah·
ren der Innendruck des Druckschlauchs so regelbar, daU
eine Blasenbildung in der retablierten vernetzten Isolierung unterdrückt wird. Als Druckmittel dient ein
Gas oder eine Flüssigkeit.
Nach erfolgter Abkühlung der Verbindungsstelle werden das Heizelement, der Blechmantel, der Druckschlauch
sowie die Hülse entfernt und erforderlichenfalls die wiederhergestellte vernetzte Isolierung poliert.
Auf die retablierte Isolierung wird dann eine nicht dargestellte halbleitende Auüenschicht aufgetragen,
welche die halbleitenden Schichten 15 und 16 miteinander verbindet. Das Auftragen der halbleitenden Schicht
kann beispielsweise durch Aufsprühen von oder Anstreichen mit Graphit erfolgen. Die genannte Schicht
kann jedoch auch analog der inneren halbleitenden Schicht 9 durch Bewickeln mit halbleitendem Polyäthylenband
aufgetragen werden.
An der Verbindungsstelle können die innere halbleitende Schicht, die Isolierung sowie die äußere
halbleitende Schicht gleichzeitig oder jede für sich verschmolzen und vernetzt werden. Nach erfolgter
Anbringung der Isolierung und der halbleitenden Schicht wird das Kabel wie an sich bekannt an der
Verbindungsstelle mit einem Metallschirm und einem Mantel versehen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Wiederherstellung der Isolierung
beim Endverbinden von mit polymeren Stoffen isolierten elektrischen Kabeln, insbesondere Hochspannungskabeln,
bei dem ein abisolierter, eventuell mit einer halbleitenden Schicht abgedeckter Bereich
um die Verbindungsstelle der beiden Leiter mit einem vernetzungsfähigen Isolierstoff, vorzugsweise
der gleichen Art wie die übrige Isolierung ausgefüllt wird und die Füllung mit einer den Druck
verteilenden Hülse, beispielsweise einem um die Füllung gelegten Kupfer- oder Aluminiumblech
umschlossen wird, das mit einer Bewicklung zur Erzeugung elastischer Deformationskräfte im wesentlichen
rechtwinklig zur Kabellängsrichtung versehen wird, und bei dem der Isolierstoff mit einer
über der Bewicklung angebrachten Heizvorrichtung zum Schmelzen und Vernetzen gebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Bewikkeln ein Druckschlauch (14) benutzt wird, der im
Bewäcklungszustand in ein um den Druckschlauch
(14) herumgelegtes Metallblech (13), beispielsweise ein Kupfer- oder Aluminiumblech eingeschlossen
wird, und daß ein dem Druckschlauch zugeführtes Druckmittel den gewünschten Querdruck erzeugt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Druckschlauch (14) mit flachem Querschnitt verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckschlauch (14) benutzt
wird, der selbst von einer den Druck aufnehmenden und die Wärme leitenden Bewehrung umgeben ist
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