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DE2648892B2 - Biologischer Aktivator für Klärgruben - Google Patents
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DE2648892B2 - Biologischer Aktivator für Klärgruben - Google Patents

Biologischer Aktivator für Klärgruben

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DE2648892B2
DE2648892B2 DE2648892A DE2648892A DE2648892B2 DE 2648892 B2 DE2648892 B2 DE 2648892B2 DE 2648892 A DE2648892 A DE 2648892A DE 2648892 A DE2648892 A DE 2648892A DE 2648892 B2 DE2648892 B2 DE 2648892B2
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septic tanks
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biological
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/34Biological treatment of water, waste water, or sewage characterised by the microorganisms used

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft einen biologischen Aktivator für Klärgruben. Es ist bekannt, daß Fäkalien bis zu ihrer Verflüssigung durch den biologischen Abbau in der Klärgrube verbleiben. Diese Verflüssigung erfolgt durch die anaerobe Bakterienflora, die sich in den Fäkalien befindet. Bei normalem Ablauf genügt diese Batkerienflora zur ausreichenden Verflüssigung der Fäkaliea Eine Störung dieses normalen Ablaufs kann auftreten infolge einer Abschwächung oder, im Gegensatz hierzu, auch infolge übermäßiger Entwicklung der Bakterienflora, verursacht durch unregelmäßige Benutzung der Klärgrube, durch Einbringen von toxischen Produkten in das WC-Becken, wie z. B. Säuren, Desinfektionsmitteln, Lösungsmitteln, Antibiotika, Zigarettenstummeln etc, durch Überlastung, verursacht durch eine für die Anzahl der Benutzer zu geringe Dimensionierung der Klärgrube und durch übermäßige Gärung, insbesondere
is während Hitzeperioden.
Diese Störungen der Fäkalienverflüssigung haben üble Gerüche zur Folge sowie teilweise oder sogar vollständige Verstopfung der Grube.
Man kennt bis heute im wesentlichen zwei Lösungen, diesen Störungen abzuhelfen. Die erste Lösung besteht darin, in die Klärgrube eine Menge von Bakterien einzubringen, die geeignet ist durch biologischen Abbau die überschüssigen Fäkalien zu verflüssigen. Jedoch hat diese Lösung den wesentlichen Nachteil, daß ihre Ausführung einen sehr großen Zeitaufwand erfordert
Eine andere Lösung besteht darin, in die Klärgrube ein Produkt wie z. B. Ätznatron (Natronlauge), Eisensulfat, ein Ätzmittel oder einen geeigneten Weichmacher zu geben, das auf Fäkalien selbst derart einwirkt daß es gewissermaßen die mangelhafte anaerobe Bakteriennora ersetzt Diese Lösung besitzt indessen zwei Nachteile. Das in die Klärgrube eingebrachte Produkt kann nur verhindern, daß neue Störungen wieder hinzukommen. Zum anderen kann das eingebrachte Produkt so beschaffen sein, daß es die Grube beschädigt
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diesen; Unzuträglichkeiten abzuhelfen. Zu diesem Zweck wird ein bi'/logischer Aktivator vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß es sich um ein nicht ätzendes., nicht toxisches, fein verteiltes Produkt mit großer spezifischer Oberfläche handelt, welches die anaerobe BakterienFlora unterstützt, indem es die einer gewissen Menge an abbaufähiger Substanz (Nahrung) entsprechende Bakteriensättigungsdichte in der Grube erhöht.
Die anderen Eigenschaften der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung hervor.
Der erfindungsgemäße biologische Aktivator für Klärgruben setzt sich vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, aus Ton bestimmter physikalisch-chemischer Art zusammen. Die physikalischen Eigenschaften eines gebrauchsfertigen biologischen Aktivators für Klärgruben sind folgende:
Das Produkt ist sehr fein verteilt. Beispielsweise hat eine statistische granulometrische Studie gezeigt, daß der Hauptanteil der Teilchen des genannten Produktes einen Durchmesser" von weniger als 50 Micron aufweist Eine solche Granulometrie bringt eine gute Verteilung des Produkts in der Klärgrube mit sich.
Der biologische Aktivator für Klärgruben hat eine hohe spezifische Oberfläche. Beispielsweise beträgt diese spezifische Oberfläche im allgemeinen, jedoch nicht ausschließlich, 4500 bis 9000cm2/gr für ein Produkt, dessen reelle Dichte zwischen ca. 2 und 3,2, vorteilhaft nahe 2,5, liegt.
In Lösung flockt der größere Teil des Produktes — in der Größenordnung von etwa 75% — aus, während der andere Teil des Produktes — ungefähr 25% — sich kolloidal in Lösung befindet. Die Funktionen dieser
beiden Formen des Produktes in Lösung werden nachfolgend gezeigt
Schließlich besitzt der biologische Aktivator für Klärgruben, zumindest jenseits eines gewissen Konzentrationsbereichs in Lösung, die Eigenschaft, die Schaumwirkung einer Reinigungslösung zu verstärken. Im übrigen verbessert der biologische Aktivator die netzenden (oberflächenaktiven) Eigenschaften von Detergentien. Mit anderen Worten, der biologische Aktivator ist, was seine physikalischen Eigenschaften anbelangt, im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß er eine große spezifische Oberfläche besitzt, sich in Lösung in eine kolloidale und in eine absetzbare (klärende) Komponente spaltet und eine stark emulgierende Wirkung besitzt
Die chemischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen biologischen Aktivators für Klärgruben sind folgende:
Der biologische Aktivator ist nicht ätzend und nicht toxisch. Daher ist er weder gefährlich für den Benutzer noch schädlich für die Klärgrube.
Der erfindungsgemäße biologische Aktivator für Klärgruben besitzt ein Reduktionsvermögen mineralischer Herkunft Andererseits besitzt die kolloidale Form des erfindungsgemäßen biologischen Aktivators für Klärgruben in Lösung Adsorbtionsvermögen flüchtigen Säuren gegenüber, wie z. B. Essigsäure, Buttersäure und Schwefelwasserstoff, deren übler Geruch wohlbekannt ist.
Die chemische Zusammensetzung des biologischen Aktivators für Klärgruben kann sich innerhalb großer Grenzen bewegen. Als Hinweis und folglich keineswegs einschränkend kann dieses Produkt als Hauptbestandteil Silizium (als SiOj) etwa zwischen 50 und 90%, Aluminium (als AhOs) etwa zwischen 3 und 30%, Eisen (als Fe2O3) etwa zwischen 1 und 4% und Kalzium (in Form von CaCoa) ungefähr zwischen 1 und 4% enthalten. Diese Prozentangaben beziehen sich jeweils auf das Trockengewicht des Produktes. Als weiteres wesentliches Element, geeignet als Bestandteil der Zusammensetzung des erfindungsgemäßen biologischen Aktivators, wäre Magnesium zu erwähnen. Unter den Spurenelementen, die der erfindungsgemäße biologische Aktivator für Klärgruben eventuell enthalten kann, wären zu erwähnen, ohne daß diese Liste den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: Wismut, Cäsium, Titan, Kupfer, Blei, Vanadium, Bor, Gallium, Mangan, Barium, Kobalt, Germanium, Zinn, Zink, Beryllium, Chrom und Strontium. Folglich sind die wichtigsten
s chemischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen biologischen Aktivators für Klärgruben sein nicht ätzender Charakter, sein nicht toxischer Charakter sowie .sein Reduktions- und sein Adsorbtionsvermögen.
Die Wirkungsweisen des erfindungsgemäßen biologisehen Aktivators sind bei Einbringen in eine Klärgrube die folgenden:
Zunächst gestattet das Einbringen des biologischen Aktivators in die Klärgrube der anaeroben Bakterienflora, ein ausgewähltes reduktives Milieu zu bilden.
Dieses Ergebnis wird erzielt, ohne daß in die Klärgrube nährende biologisch abbaubare Substrate eingebracht würden, weiche in der Klärgrube gegenüber anaeroben Bakterien die gleiche Rolle als Nahrung spielen können wie Fäkalien.
Der erfindungsgemäße biologische Aktivator, einmal in die Klärgrube eingebracht, trennt sich in eine kolloidale und eine ausflockende Komponente. Die obenauf schwimmende kolloidale Komponente emulgiert die nicht abbaubaren Fettkörper, die in den Fäkalien enthalten sind, und adsorbiert die flüchtigen Säuren, die üble Gerüche erzeugen. Die ausflockende Komponente entfernt zum Boden der Grube hin die schwimmenden Bestandteile, indem sie auf diese Weise ein gutes Absetzsn gewährleistet.
Schließlich stellt der biologische Aktivator für die anaerobe Bakterienflora einen Träger dar, der in großem Maße die Vermehrung der Bakterien, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Klärgrube befinden, ermöglicht. Mit anderen Worten, der biologisehe Aktivator hat als Aufgabe, den Höchstwert der bakteriellen Sättigungsdichte bei einer vorgegebenen Menge an Nahrung zu erhöhen. Dieses Ergebnis kann bis zu einem sehr bedeutsamen Grad erreicht werden in Abhängigkeit von der Konzentration des erfindungsgemäßen biologischen Aktivators. Insbesondere wurde gezeigt, daß der erfindungsgemäße biologische Aktivator die bakterielle Sättigungsdichte, die au:; dem natürlichen Gleichgewicht in der Klärgrube resultiert, zu verdreifachen gestattet.

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Biologischer Aktivator für Klärgruben, dadurch gekennzeichnet, daß es sich um ein nicht ätzendes, nicht toxisches, feinst verteiltes Produkt mit spezifisch hohsr Oberfläche handelt, welches einen Träger für die anaerobe Bakterienflora darstellt, indem es die einer bestimmten Nahrungsmenge entsprechende bakterielle Sättigungsdichte in der Klärgrube erhöht
2. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß seine spezifische Oberfläche zwischen 4500 und 9000 cmVgr liegt
3. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus Teilchen besteht, von denen der Hauptanteil einen Durchmesser von weniger als etwa 50 Micron aufweist
4. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß er in Lösung eine kolloidale Komponente in Suspension und eine ausflockende Komponente besitzt.
5. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach Anspruch 1,2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Emulgiervermögen besitzt
6. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet daß er in Lösung Reduktionsvermögen mineralischer Herkunft besitzt
7. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß die kolloidale Komponente Adsorbtionsvermögen für flüchtige übelriechende Säuren besitzt
8. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet daß er ungefähr zwischen 50 und 90 Gew.-% S1O2 als Silicium-Komponente enthält.
9. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß er ungefähr zwischen 3 und 30% AkO3 als Aluminium-Komponente enthält.
10. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß er zwischen 1 und 4% Fe2O3 als Eisen-Komponente enthält.
11. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß er ungefähr zwischen 1 und 4% CaCO3 als Calcium-Komponente enthält.
12. Biologischer Aktivator für Klärgruben nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet daß er in Form von Spurenelementen Wismut und/oder Cäsium und/oder Titan und/oder Kupfer und/oder Blei und/oder Vanadium und/oder Bor und/oder Gallium und/oder Mangan und/oder Barium und/oder Kobalt und/oder Germanium und/oder Zinn und/oder Zink und/oder Beryllium und/oder Chrom und/oder Strontium enthält
DE2648892A 1976-07-06 1976-10-28 Biologischer Aktivator für Klärgruben Ceased DE2648892B2 (de)

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