DE2651900B2 - Dampfkraftanlage - Google Patents
DampfkraftanlageInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Dampfkraftanlage mit Dampferzeuger und einer von im Dampferzeuger
erzeugtem Wasserdampf beaufschlagten Dampfkraftmaschine, deren Abdampf zur Dampferzeugung genutzt
wird, wobei der Dampferzeuger aus mehreren Dampferzeugereinheiten besteht, die jeweils einen Behälter für
eine Lösung mit höherem Siedepunkt als Wasser bei gleichem Druck und einen Wasserverdampfer aufweisen,
der von der Lösung beheizt wird, wobei Abdampf h5
der Dampfkraftmaschine in die Lösung eingeführt wird.
Aus der DE-PS 37 622 und US-PS 3 40 718 ist eine
Dampfkraftanlage gemäß dem Oberbegriff bekannt.
Mit derartigen einstufigen Anlagen ist die im Wasserdampferzeuger zu gewinnende Dampfenergie zwangsläufig
begrenzt. Beim Einsatz von mehrstufigen Dampfkraftmaschinen ist die für die Hochdruckstufe
zur Verfugung stehende und ausnulzbare Dampfenergiedifferenz
begrenzt Ausgehend von den in diesen Patentschriften vorgeschlagenen Dampfkraftanlagen ist
keine Abhilfe ersichtlich, da der Abdampf aus der Dampfkraftmaschine infolge der geleisteten Arbeit
entspannt ist und daher zwangsläufig in seiner Energie vermindert ist. Er kann daher nur in die Salzlösungen
über Düsenöffnungen eingebracht werden, wenn der Druck der Salzlösungen auch gegenüber dem Druck
dieses niedriggespannten Dampfes kleiner ist. Hierdurch erfolgt eine Begrenzung der inneren Energie der
Sole und damit der auf den Dampf im Wasserdampferzeuger übertragbaren Energie, so daß die Dampfkraftanlage
gemäß dem Stand der Technik energetisch begrenzt ist.
Die DE-PS 1 96 746 gehört nicht zum gattungsgemäßen Stand der Technik, da sie zu einem stark
unterschiedlichen Zweck eingesetzt wird, nämlich zur Aufrechterhaltung der Wärmeabsorption im Arbeitsmedium
innerhalb eines Temperaturbereichs, der sich vom Temperaturbereich unterscheidet, bei dem die
Dampfkraftanlage arbeitet. So ist gemäß dem in Fig. 2 dieser Patentschrift gezeigten Beispiel ein zwischen den
Temperaturen 3000C und 45° C verfügbares Wärmegefälle in drei gleiche Wärmegefälle von 1800C bis 100°C
umzuformen, innerhalb der jede der drei Dampfkraftanlagen arbeitet.
Aus der AT-PS 40 101 ist eine Natrondampferzeugeranlage zum Betrieb von Dampfkraftmaschinen auf
Unterseebooten bekannt, deren Dampferzeugeranlage derart aufgebaut ist, daß keine Verschiebungen des
Bootsschwerpunktes bewirkende Ungleichgewichte beim Betrieb dieser Anlage auftreten. Das Wirkungsprinzip der Dampfkraftanlage selbst entspricht weitgehend
der in der DE-PS 37 622 beschriebenen Dampfkraftanlage.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Dampfkraftanlage der im Oberbegriff des Anspruchs 1
angegebeilen Gattung zu schaffen, mit der Wasserdampf extrem hoher Energien erzeugt werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Erfindungsgemäß wird nicht unmittelbar Abdampf der Dampfkraftmaschine in die Lösung derjenigen
Dampferzeugereinheit eingeleitet, in der sich der Dampferzeuger für den in der Dampfkraftmaschine zu
nutzenden Dampf befindet. Vielmehr wird dieser Abdampf, gegebenenfalls nach Erhöhung der Energie in
einem weiteren Verdampfer, in eine vorgeschaltete Dampferzeugereinheit geleitet, in deren Wasserdampferzeuger
Dampf niedrigerer Energie erzeugt wird. Dieser Dampf wird jedoch nicht in die Dampfkraftmaschine,
sondern in die Lösung der nachgeschalteten Dampferzeugereinheit eingespeist, so daß in den in
Reihe geschalteten Dampferzeugereinheiten Dampf immer höherer Energie entsteht und dadurch immer
höhere Energie in der Lösung erzeugt werden kann. Im Ergebnis kann daher auf diese Weise die Energie des
gattungsgemäß erzeugten Dampfes extrem weit gesteigert werden, so daß auf diese Weise auch Dampf für mit
Hochdruck und Höchstdruck arbeitende Dampfkraftmaschinen zur Verfügung gestellt werden kann,
während gegebenenfalls für mit Dampf niedrigerer Energie arbeitende Nachschaltstufen der Dampfkraft-
maschine Dampf aus Kesseln der unterschiedlichen Stufen entnommen werden und so zusätzlich genutzt
werden kann.
Mit der Erfindung kann gegebenenfalls Her gesamte Betriebsdampf für die Dampfkraftmaschine bei nur
geringer Zufuhr von Fremdenergie, gegebenenfalls irgendwelcher Verlustenergie, im wesentlichen nur zur
Vorheizung und gegebenenfalls zur Eindickung, mit optimalem Wirkungsgrad über die Dampferzeugereinheiten
gewonnen werden. ι ο
Gemäß eifter bevorzugten Ausführungsform läßt sich
eine optimale Ausnutzung von zur Verfugung stehender Verlustenergie zur Eindickung erzielen, wobei der
Dampf aus dem DampiVaum der unier höherem Druck stehenden Eindicker der oberen Stufen zweckmäßigerweise
ebenfalls einen Beitrag zum Betrieb der Dampfkraftmaschine leisten kann. Da der Druck in
diesen Eindickern überwiegend aus dem höhergespannten Dampf gewonnen wird, der in die entsprechende
Lösung der Dampferzeugereinheit eingeleitet wird, wird hierdurch im Ergebnis auch dessen Energie
mitverbraucht, um mit niedrigerem Druck arbeitende Stufen der Dampfkraftmaschinen zusätzlich anzutreiben.
Dadurch kann ohne regeltechnische Schwierigkeiten ein optimaler Betriebspunkt der gesamten Anlage
eingestellt werden. Zweckmäßigerweise läßt sich der Wirkungsgrad noch dadurch verbessern, daß der
Wasserdampferzeuger durch die Lösung vollsändig umspült wird.
In einer weiteren Ausführungsform ist ein geschlossener
Dampf- oder Wasserkreislauf durch die Wasserdampferzeuger und die Dampfkraftmaschine vorgesehen,
in dem ohne Frischwasserzufuhr das Wasser über lange Zeit frei von Verunreinigungen gehalten werden
kann. Zweckmäßigerweise läßt sich der Abdampf nach J5
sehr weitgehender Energieausnutzung in der Dampfkraftmaschine bis zur fast vollständigen Entspannung
nutzen, wobei zur weiteren Energieersparnis der Wärmetauscher des zusätzlichen Wasserverdampfers
mit Energie aus dem Kondensator und/oder zur w Verfügung stehender Verlustenergie betrieben werden
kann.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung, insbesondere in Verbindung mit den zusätzlichen
Ansprüchen. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild eines mehrstufigen erfindungsgemäßen
Energieerzeugers,
F i g. 2 und 3 gegenüber F i g. 1 abgewandelte r-o
Ausführungsformen des Energieerzeugers.
F i g. I erläutert einen dreistufigen, unter Ausnutzung des KoNzentrationsgetälles der Salzlösungen arbeitenden
Energieerzeuger. Die Anordnung gemäß Fig. 1 weist eine Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe,
eine Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe und eine Dampferzeugereinheit 162 der Unterstufe sowie einen
Wassertank 178, einen Lösungstank 188 und eine Dampfkraftmaschine 173 mit einer Ausgangswelle 174
auf. Die Dampferzeugereinheiten 148, 155 und 162 der M)
Oberstufe, Mittelstufe und Unterstufe sind in ihrer Konstruktion im wesentlichen gleich. Jede Dampferzeugereinheit
148, (1*55, 162) enthält eine Lösung 149 (156 163), beispielsweise eine stark wäßrige Lösung wie
eine 40 —70%ige Lösung aus NaOH oder aus Salzen, t>5
wie LiBr, CaCI? ZnCb od. dgl., und weist einen 1 eines
Wasser 151 (158, 165) enthaltenden Verdampfer 150 (157, 164) einen Vorwärmer 175 (176, 177) und eine
Düsenanordnung mit einer Mehrzahl von Düsenöffnungen 152 (159, 166) auf. Anstelle der trommeiförmigen
Kessel für die Verdampfer 150, 157 und 164 gemäß F i g. 1 können auch irgendwelche anderen Verdampfergefäße
eingesetzt werden, und auch die Vorwärmer 175, 176 und 177 können von jeder beliebigen Bauart sein,
sofern sie nur thermische Energie an die Lösung 149, 156 und 163 in den Dampferzeugereinheiten 148, 155
und 162 abgeben. Der im Verdampfer 150 in der Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe erzeugte
Dampf wird durch eine Dampfleitung 168 und sin Absperrorgan 169 einem Triebwerk zugeführt, welches
den Dampf verbraucht, wozu eine Dampfleitung 170 mit einem Absperrorgan 171 vorgesehen ist, sowie der
Dampfkraftmaschine 173 durch eine Dampfleitung 172 zugeführt. Der Abdampf der Dampfkraftmaschine 173
wird durch eine Abdampfleitung 167 zurückgeführt und durch die Düsenöffnungen 166 in die Lösung 163 in der
Dampferzeugereinheit 162 der Unterstufe injiziert Der im Verdampfer 164 der Dampferzeugereinheit 162 der
Unterstufe erzeugte Dampf wird durch eine Dampfleitung 161 mit einem Absperrorgan 160 geleitet und wird
durch die Düsenöffnungen 159 in die Lösung 156 in der Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe injiziert.
Entsprechenderweise wird der im Verdampfer 157 der Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe erzeugte
Dampf über eine Dampfleitung 154 mit einem Absperrorgan 153 durch die Düsenöffnungen 152
hindurch in die Lösung 149 der Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe injiziert.
Das im Wassertank 178 gespeicherte Wasser 179 wird über eine Förderpumpe 181 in den Verdampfer 164 der
Unterstufe geleitet, wobei eine Speiseleitung 182 mit einem Reduzierventil 183 vorgesehen ist, weiterhin über
eine Speiseleitung 184 mit einem Reduzierventil 185 in den Verdampfer 157 der Mittelstufe und schließlich über
eine Speiseleitung 186 mit einem Reduzierventil 187 in
den Verdampfer 150 der Oberstufe geleitet.
Die im Tank 188 befindliche Lösung 189 wird über
eine Pumpe 191 durch eine Förderleitung 190 gepumpt. Die Lösung 189 gelangt dabei mittels einer Speiseleitung
192 mit einem Reduzierventil 193 über einen Wärmetauscher 211 in die Dampferzeugereinheit 162
der Unterstufe, mittels einer Speiseleitung 194 mit einem Reduzierventil 195 über einen Wärmetauscher
210 in die Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe und mittels einer Förderleitung 196 mit einem
Reduzierventil 197 über einen Wärmetauscher 209 in die Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe.
Die verdünnte Lösung aus der Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe wird durch eine Rückführleitung 208
und durch den Wärmetauscher 209, ein Reduzierventil 205 und Rückführleitungen 204 und 200 in einen
Lösungstank 198 für verdünnte Lösung 195 geleitet. In entsprechender Weise wird die verdünnte Lösung aus
der Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe durch eine Rückführieitung 207 und durch den Wärmetauscher
210, ein Reduzierventil 203, eine Rückführleitung 202 und die Rückführleitung 200 in den Lösungstank 198
rückgeführt. Die verdünnte Lösung aus der Dampferzeugereinheit 162 der Unterstufe wird über eine
Rückführleitung 206, den Wärmetauscher 211, ein Reduzierventil 201 und die Riickführleitung 200 in den
Lösungstank 198 für verdünnte Lösung rückgeführt.
Wenn beim Betrieb der Anlage gemäß F i g. 1
die Abspt-rrorgane oder Ventile 153, 160, 169 und
171 geschlossen sind, so werden die Vorwärmer 175, 176 und 177 in Betrieb m'siMzl. um rlip I ösiinc 149
156 und 163 in den Dampferzeugereinheiten 148, 155 und 162 der Oberstufe, Mittelstufe bzw. Unterstufe auf
die Sätligungstempertur bei dem Betriebsdruck aufzuheizen. Wenn die Sättigungstemperatur erreicht ist,
werden die Absperrorgane 169,153 und 160 geöffnet, so daß der im Verdampfer 150 der Oberstufe erzeugte
Dampf der Dampfkraftmaschine 173 zugeführt wird, während der Abdampf durch die Abdampfieitung 167
rückgeführt und durch die Düsenöffnung 166 in die Lösung 163 in der Dampferzeugereinheit 162 der
Unterstufe eingeführt wird. Die latente oder innere Wärme des injizierten Dampfes wird auf die Lösung 163
übertragen, deren innere Wärme wiederum an den Verdampfer 164 abgegeben wird, so daß das Wasser 165
im Verdampfer 164 in der Nähe der Verdampfungstemperatur der Lösung 163 verdampft wird.
Der im Verdampfer 164 der Dampferzeugungseinheit 162 der Unterstufe erzeugte Dampf wird durch die
Dampfleitung 161 mit dem Absperrorgan 160 abgegeben und über die Düsenöffnungen 159 in die Lösung 156
der Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe injiziert. Ebenso wie im Fall der Dampferzeugereinheit 162 der
Unterstufe wird damit das Wasser 158 im Verdampfer
157 bei einer Temperatur verdampft, die um den Anstieg der Verdampfungstemperatur AT0C höher
liegt als die Temperatur des im Verdampfer 164 der Unterstufe erzeugten Dampfes. Der Dampf wird durch
die Dampfleitung 154 mit dem Absperrorgan 153 in die Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe überführt, wo
der Dampf durch die Düsenöffnungen 152 in die Lösung
149 injiziert wird. Daher ist die Temperatur des im Verdampfer 150 der Oberstufe erzeugten Dampfes um
den Anstieg der Verdampfungstemperatur Δ 7"°C höher als die Temperatur des aus dem Verdampfer 157 der
Mittelstufe kommenden Dampfes. Der im Verdampfer
150 der Oberstufe erzeugte Dampf wird über die Dampfleitung 168 mit dem Absperrorgan 169 und der
Dampfleitung 172 der Dampfkraftmaschine 173 zugeführt. Der Abdampf aus der Dampfkraftmaschine 173
wird wiederum in die Dampferzeugereinheit 162 der Unterstufe zugeführt
Beim Betrieb fallen der Druck und die Temperatur im Verdampfer 150(157,164) allmähiich mit dem Abfall der
Konzentration der Lösung 149 (156, 163) durch die Absorption des Dampfes, durch thermischen Widerstand infolge der Wasserverdampfung und durch
thermische Verluste ab. Wenn daher die Konzentration und somit die Verdampfungstemperatur der Lösung 149
(156, 163) auf einen bestimmten Wert fällt so wird der Druck und die Temperatur des Dampfes zu gering, um
die Dampfkraftmaschine 173 anzutreiben.
In F i g. 2 ist eine Abwandlung einer erfindungsgemäßen Dampfkraftanlage zur Verwertung von Verlustwärme veranschaulicht wobei zur Bezeichnung entsprechender Teile Bezugszeichen gemäß F i g. 1 verwendet
sind. Anstelle der beiden Tanks für konzentrierte und verdünnte Lösungen sind jedoch drei Eindicker 213,214
und 215 vorgesehen, so daß die Wärme aus einer Verlustwärmequelle 212 in Wärmetauschern 219, 220
und 221 auf die Lösungen 216, 217 und 218 übertragen werden kann, um diese zu konzentrieren. Die konzentrierte oder eingedickte Lösung wird sodann durch
Speiseleitungen 192,194 und 196 in die Dampferzeugereinheiten 162,155 bzw. 148 geleitet wozu Naturumlauf
genügt Im Bedarfsfall können jedoch selbstverständlich Speisepumpen in die Speiseleitungen 192, 194 und 196
eingesetzt werden. Die verdünnten Lösungen werden aus den Dampferzeugereinheiten 162,155 und 48 mittels
Rückführleitungen 206, 207 bzw. 208 in die Eindicker 213,214 und 215 zurückgeführt.
Der im Eindicker 215 erzeugte Dampf wird durch eine Dampfleitung 222 mit einem Absperrorgan 223
■-, einer mittleren Stufe der Dampfkraftmaschine zugeführt. In entsprechender Weise wird der im Eindicker
214 erzeugte Dampf durch eine Dampfleitung 224 mit dem Absperrorgan 225 einer Endstufe der Dampfkraftmaschine 173 zugeführt. Der im Eindicker 213 der
ίο Unterstufe erzeugte Dampf wird über eine Dampfleitung 226 einem Kondensator 227 zugeführt, während
das kondensierte Wasser durch eine Speiseleitung 228 in den Wassertank 178 rückgeführt wird. Ein Teil des
Abdampfes aus der Dampfkraftmaschine 173 wird
π durch eine Abdampfleitung 229 und die Dampfleitung
167 der Dampferzeugereinheit 162 der Unterstufe zugeführt, während der restliche Teil durch eine Leitung
230 in den Kondensator 227 eingeführt wird, von wo das kondensierte Wasser über die Speiseleitung 228 in den
Bei der Ausführungsform gemäß Fig.2 wird nicht
nur eine mehrstufige Absorption, sondern auch eine mehrstufige Anreicherung oder Konzentrierung der
Lösung erzielt, so daß der Wirkungsgrad bei der
Nutzbarmachung der Verlustwärme oder Abwärme
weiter verbessert werden kann.
In Fig.3 ist eine Abwandlung der Ausführungsform
gemäß F i g. 2 veranschaulicht die einen noch höheren Wirkungsgrad aufweist und verwendet werden kann,
jo wenn Kühlwasser zur Verfugung steht um den
Dampfdruck im Kondensator deutlich abzusenken. Wenn bei der Anlage nach Fig. 2 der Druck im
Kondensator 227 gesenkt wird, so wird der Druck in der Dampferzeugereinheit 162 der Unterstufe im wesentti-
)<■> chen gleich dem Druck im Inneren des Kondensators
227, so daß die Injektion des Dampfes in die Dampferzeugereinheit 162 schwierig wird.
Die Abwandlung gemäß Fig.3 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß Fig.2 im wesentli
chen dadurch, daß die Dampferzeugereinheit 162 und
der Eindicker 213 der Unterstufe weggelassen sind, so daß die Verlustwärme, die zur Eindickung der Lösung
216 im Eindicker 213 verwendet wird, zur Verdampfung von Wasser 233 in einem Verdampfer 232 über einen
Wärmetauscher 231 herangezogen wird, sowie dadurch,
daß der gesamte Abdampf der Dampfkraftmaschine 173 dem Kondensator 227 durch die Abdampfieitung 299
zugeführt wird, während das kondensierte Wasser mittels einer Speisepumpe 234 in den Wassertank 232
so über eine Speiseleitung 228 mit einem Absperrorgan 183 gepumpt wird, sowie weiterhin in den Verdampfer
157 in der Dampferzeugereinheit 155 der Mittelstufe über die Speiseleitung 184 mit dem Absperrorgan 185
sowie über die Speiseleitung 186 mit dem Absperrorgan
187 in den Verdampfer 150 gepumpt wird.
Der im Verdampfer 232 erzeugte Dampf wird über die Leitung 161 und das Absperrorgan 160 in die
Dampferzeugereinheit 155 geleitet und durch die Düsenöffnungen 159 in die Lösung 156 injiziert Der im
Eindicker 215 erzeugte Dampf wird durch eine Dampfleitung 222 mit einem Absperrorgan 223 in eine
Mittelstufe der Dampfkraftmaschine 173 eingeführt Der im Eindicker 214 erzeugte Dampf wird durch eine
Dampfleitung 224 mit einem Absperrorgan 225 in eine
Endstufe der Dampfkraftmaschine 173 eingeführt Der
im Verdampfer 150 in der Dampferzeugereinheit 148 der Oberstufe erzeugte Dampf wird über eine
Dampfleitung 168 mit einem Absperrorgan 169 und eine
Dampfleitung 172 in eine Anfangsstufe der Dampfkraftmaschine
173 eingeleitet, wobei jedoch ein Teil des Hochdruckdampfes aus dem Verdampfer 150 über eine
Dampfspeiseleitung 170 mit einem Absperrorgan 171 an andere Stellen geleitet werden kann, in denen Dampf
benötigt wird.
Der Energieerzeuger gemäß F i g. 2 und 3 kann jede beliebige geringe Temperaturdifferenz ausnützen, die in
der Natur vorliegt, und selbst die Wärme, die bei der Abfallvernichtung anfällt oder ansonsten als Verlustwärme
nutzlos abgeleitet wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Dampfkraftanlage mit Dampferzeuger und einer von im Dampferzeuger erzeugtem Wasserdampf
beaufschlagten Dampfkraftmaschine, deren Abdampf zur Dampferzeugung genutzt wird, wobei
der Dampferzeuger aus mehreren Dampferzeugereinheiten besteht, die jeweils einen Behälter für eine
Lösung mit höherem Siedepunkt als Wasser bei gleichem Druck und einen Wasserverdampfer ι ο
aufweisen, der von der Lösung beheizt wird, wobei Abdampf der Dampfkraftmaschine in die Lösung
eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampferzeugereinheiten (148, 155, 162) in
Reihe hintereinandergeschaltet sind, wobei der ι ■>
jeweils im Verdampfer (157, 164) erzeugte Wasserdampf der Lösung (149,156) in der nächstfolgenden
Dampferzeugungseinheit (148, 155) zugeführt wird, der der Dampfkraftmaschine (173) zugeführte
Wasserdampf dem Verdampfer (150) der letzten Dampferzeugereinheit (148) entnommen und der
Abdampf der Dampfkraftmaschine (173) der ersten Dampferzeugereinheit (162) zugeführt wird, und daß
eine Austauscheinrichtung an jeder Dampferzeugereinheit (14B, 155, 162) zum Entnehmen von
schwächer konzentrierter Lösung und Zuführen von stärker kon2:entrierter Lösung vorgesehen ist.
2. Dampfkraftanlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Abdampfes einem
Kondensator (227) zugeführt wird und daß der dem 1« Kondensator (227) zugeführte Teil des Abdampfes
als Kondensat den Verdampfern (150, 157, 164) zugeführt wird.
3. Dampfkraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Abdampf in einem «
Kondensator (227) kondensiert wird, und daß ein Teil des Kondensats den Verdampfern (150,157) und
der andere Teil nach Wiederverdampfung der Lösung (156) des ersten Verdampfers (155) zugeführt
wird. ■">
4. Dampfkraftanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Austauscheinrichtung
einen für jede Dampferzeugungseinheit (148,155,162) eigenen, durch einen Wärmetauscher
(219,220,221) beheizbaren Eindicker (213, 214,215) «
aufweist, der mit der Lösung (149, 156, 163) in Verbindung steht.
5. Dampfkraftanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserdampf wenigstens
des in der Reihe letzten Eindickers (215) einer so Zwischendruckstufe der Dampfkraftmaschine (173)
zugeleitet wird.
Applications Claiming Priority (5)
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