DE2719595B2 - Schrämmaschine - Google Patents
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- E21D9/1013—Making by using boring or cutting machines with rotary cutting tools on a tool-carrier supported by a movable boom
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schrämmaschine mit einem wenigstens einen Schrämkopf tragenden, um
eine horizontale Achse und eine vertikale Achse schwenkbaren Schrämarm und einer unterhalb des
Schrämarmes angeordneten, um eine horizontale Achse schwenkbar am Rahmen der Schrämmaschine angelenkten
heb- und senkbaren Laderampe, wobei in üblicher Weise für die Heb- und Senkbewegungen des
Schrämannes und der Laderampe hydraulische Antriebseinrichtungen vorgesehen sind.
Bei solchen Schrämmaschinen, bei welchen der Schrämarm allseits schwenkbar ist und die Laderampe
ίο hochschwenkbar ist, besteht die Gefahr einer Kollision
des Schrämarmes mit der Laderampe, wenn die Laderampe hochgeschwenkt wird, was manchmal in
Anbetracht von Unebenheiten der Sohle notwendig ist und wenn sich der Schrämarm in einer tiefen Lage
-befindet Bei einer solchen Kollision treten große Kräfte auf, so daß Beschädigungen sowohl der kollidierenden
Teile, als auch der hydraulischen Antriebseinrichtung zu befürchten sind. Beispielsweise befinden sich die
üblicherweise vorgesehenen beweglichen Ladearme, welche zu einer Förderbewegung angetrieben sind und
kontinuierlich das geschrämte Material auf der Laderampe aufwärts zu einer Fördereinrichtung schieben,
auf der Oberseite der Laderampe und im Falle einer Kollision des Schrämarmes mit der Laderampe können
daher auch die Ladearme in Kollision mit dem Schrämarm gelangen, so daß die Gefahr einer
Beschädigung der Ladearme gegeben ist Um eine solche Beschädigung auszuschalten, wurden bisher in
den Antrieb der Ladearme Scherbolzen eingeschaltet,
welche bei einer Überbelastung brechen, wodurch ein Bruch der Ladearme oder eine Beschädigung der
Antriebseinrichtung ausgeschaltet werden soll. Diese Scherbolzen müssen jedoch nach dem Bruch wieder
ersetzt werden und dies stellt eine ziemlich langwierige Arbeit dar, so daß bei einem Bruch der Scherbolzen ein
beträchtlicher Betriebsstillstand in Kauf genommen werden muß. In Anbetracht der Leistung einer
Schrämmaschine und in Anbetracht des Umstandes, daß Teile der im Untertagsbetrieb eingesetzten Schrämmaschinen
nicht ohne weiteres ausgewechselt werden können, wirkt sich ein solcher Stillstand der Maschine
äußerst kostspielig aus.
Bei einer innerhalb eines Vortriebsschildes arbeitenden Teilschnittvortriebmaschine ist es bereits bekannt
an dem Vortriebschild einen mit dem Schrämarm zusammenwirkenden Anschlagring vorzusehen. Dieser
Anschlagring dient der Einhaltung des geplanten Tunnelquerschnittes, nimmt jedoch auf die augenblickliche
Stellung einer heb- und senkbaren Ladeeinrichtung keine Rücksicht, so daß die Ladearme der Ladeeinrichtung
bei einer Kollision beschädigt werden können.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, eine
Kollision zwischen den Ladearmen selbst und dem Schrämarm zu verhindern, und auf diese Weise jede
Gefahr einer Beschädigung zu vermeiden.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß Schrämarm und Laderampe in
Abstand vor ihren horizontalen Schwenkachsen miteinander zusammenwirkende Anschläge aufweisen, deren
Höhe so bemessen ist, daß sie miteinander in Berührung gelangen, bevor andere Teile von Schrämarm und
Laderampe einander berühren und von welchen wenigstens einer beweglich ist und Ventile betätigt,
welche in die Hydraulikleitungen, die beim Absenken des Schrämarmes und beim Anheben der Laderampe
unter Druck gesetzt werden, eingeschaltet sind.
Auf diese Weise wird, bevor Teile der Schrämmaschine durch Kollision beschädigt werden können, der
Antrieb der Schwenkbewegung von Schrämarm und
Ladebrücke in Kollisionsrichtung unterbrochen. Da der Antrieb nun ausgeschaltet wird, wird der Aufbau
gefährlicher Kräfte vermieden. Hierbei können die Ventile so in die Hydraulikleitungen eingeschaltet sein,
daß sie in der Ruhestellung die Hydraulikleitungen mit
den Hubzylindern verbinden und bei Betätigung durch den beweglichen Anschlag die Hydraulikleitungen
abschließen. Vorzugsweise jedoch ist die Anordnung gemäß der Erfindung so getroffen, daß die in die
Hydraulikleitungen eingeschalteten Ventile bei Betätigung in die Offenstellung gelangen und die Hydraulikleitungen
mit dem Rückfluß verbinden. Hierbei werden die Hydraulikleitungen drucklos und es wird die Bewegung
von Schrämarm und Laderampe im Sinne einer Näherung dieser Bauteile sofort gestoppt. Die Hydraulikleitungen,
in welche die Ventile eingeschaltet sind, können bei direkt gesteuerten hydraulischen Anlagen
die Arbeitsleitungen oder bei servohydraulischen Anlagen die Steuerleitungen sein. Letzten Endes
können auch diese Ventile unter Vermittlung von elektrischen Steuerleitungen, die in Abhängigkeit von
den miteinander zusammenwirkenden Anschlägen geschaltet werden, geöffnet und geschlossen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die in die Hydraulikleitungen eingeschalteten
Ventile von einem federbelasteten, in einem Zylinder axial verschiebbaren Kolbenschieber gebildet,
welcher zwei Steuernuten aufweist, die bei Verschiebung des Kolbenschiebers entgegen der Federbelastung
Steueröffnungen des den Schieberspiegel bildenden Zylinders, welche mit den Hydraulikleitungen in
Verbindung stehen, mit Steueröffnungen verbinden, welche mit einer Rückflußieitung in Verbindung stehen,
wobei eine Steuernut der Hydraulikleitung des Schrämarmes und eine Steuernut der Hydraulikleitung der
Laderampe zugeordnet ist Auf diese Weise wird eine einfache und betriebssichere Konstruktion geschaffen,
bei welcher die dem Antrieb des Schrämarmes und dem Antrieb der Laderampe zugeordneten Ventile zu einer
Baueinheit vereinigt sind. Hierbei ist vorzugsweise der bewegliche Anschlag von einem schwenkbaren Bügel
gebildet, der durch den federbelasteten Kolbenschieber abgestützt ist Ein solcher Bügel hat den Vorteil, daß er
sich über eine größere Länge erstrecken kann, so daß das Zusammenwirken mit dem Gegenanschlag in allen
Stellungen von Schrämarm und Laderampe gesichert ist Zweckmäßig sind hierbei der Bügel und das von
Kolbenschieber und Zylinder gebildete Ventil am Schrämarm angelenkt. Dies hat den Vorteil, daß die
beweglichen Teile nicht in Kollision mit dem über die Laderampe geförderten ausgebrochenen Material gelangen,
so daß einerseits eine Beschädigung und andererseits eine Fehlbetätigung durch eine solche
Kollision vermieden wird.
Die Ladearme fördern das Material zu einer an das obere Ende der Laderampe mittig angeschlossenen
Fördereinrichtung, beispielsweise einem Förderband. Es muß daher ein Durchgang für das Material über die
Laderampe zur Fördereinrichtung vorgesehen sein. Dieser Durchgang soll freigehalten werden und es ist
daher im Rahmen der Erfindung zweckmäßig, die Anschläge zu beiden Seiten des Schrämarmes und zu
beiden Seiten der Mitte der Laderampe vorzusehen, so daß die Anschläge zur Wirkung gelangen, unabhängig
davon, ob der Schrämarm von links her oder von rechts her sich der Laderampe nähert.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch erläutert
F i g. 1 und 2 zeigen eine Schrämmaschine, wobei F i g. 1 eine Seitenansicht und F i g. 2 eine Draufsicht
darstellt Fig.3 und 4 zeigen in größerem Maßstab einen am Schrämann angeordneten beweglichen
Anschlag mit dem von Schieber kolben und Zylinder gebildeten Ventil, wobei F i g. 3 eine Ansicht in
Achsrichtung des Schrämarmes, teilweise im Schnitt, und Fig.4 eine Draufsicht in Richtung des Pfeiles IV
ίο zeigt F i g. 5 zeigt das von Schieberkolben und Zylinder
gebildete Ventil im A-ialschnitt durch den Zylinder.
Der Schrämarm 1 der in F i g. 1 und 2 dargestellten Schrämmaschine ist in Richtung des Pfeiles 2 um die
horizontale Achse 3 schwenkbar. Gleichzeitig ist dieser Schrämarm auch um eine vertikale Achse 4 schwenkbar.
Die Laderampe 5 ist um eine horizontale Achse 6 schwenkbar am Rahmen 7 der Schrämmaschine
angelenkt Die Schwenkung des Schwenkannes in Richtung des Pfeiles 2 erfolgt durch ein Paar von
hydraulischen Zylindern 8. Die Verschwenkung der Laderampe in Richtung des Pfeiles 9 erfolgt durch ein
Paar von hydraulischen Zylindern 10. 11 sind die Schrämköpfe. Durch auf der Laderampe 5 angeordnete
Ladearme 12, deren Antriebsscheiben mit 13 bezeichnet sind, wird das geschrämte Material auf der Laderampe
zur Mitte hochgefördert und gelangt zu einer Fördervorrichtung 14, welche beispielsweise von einem
Förderband gebildet ist Zu beiden Seiten der Mitte der Laderampe sind starre Anschläge 15 vorgesehen,
welche mit beweglichen Anschlägen 16 am Schrämarn: 1 zusammenwirken, bevor Schrämarm 1 und Laderampe
5 miteinander in Kollision gelangen können.
Wie F i g. 3 und 4 zeigen, bestehen die am Schrämarm 1 zu beiden Seiten angeordneten beweglichen Anschläge
16 aus je einem Bügel 17, der mittels einer Achse 18 am Schrämarm 1 angelenkt ist und durch ein von einem
Kolbenschieber 19 und einem Zylinder 20 gebildetes Ventil 21 gegen den Schrämarm 1 abgestützt ist Der
Kolbenschieber 19 ist mittels einer Achse 22 am Bügel 17 angelenkt und der Zylinder 20 ist mittels einer Achse
23 am Schrämarm angelenkt Die Anlenklasche 24 ist durch eine Muffe 25 mit Rechts- und Linksgewinde mit
dem Zylinder 20 verbunden, so daß die Lage des Bügels 17 eingestellt werden kann. Bei einer Kollision mit
einem Anschlag 15 wird nun der Bügel 17 in Richtung des Pfeiles 26 hochgeschwenkt und der Kolbenschieber
19 wird in Richtung des Pfeiles 27 in den Zylinder 20 hineingeschoben.
Der im Zylinder 20 geführte Kolbenschieber 19 ist durch eine Feder 28 in die in F i g. 5 dargestellte linke
Endlage gedrückt Im Zylinder 20 sind öffnungen 29,30
vorgesehen. An den Anschluß 29 ist eine Verbindungsleitung zu der zum Schrämarm führenden hydraulischen
Leitung angeschlossen und an die öffnung 30 ist eine Verbindungsleitung zu der die Laderampe betätigenden
hydraulischen Leitung angeschlossen. An der anderen Seite des Zylinders sind eben solche öffnungen 31 und
32 vorgesehen, an welche Rückflußleitungen angeschlossen sind. Diese öffnungen 29 und 30 sind in der in
F i g. 5 dargestellten Stellung durch den Kolbenschieber 19 abgeschlossen. Der Kolbenschieber 19 weist zwei
Ringnuten 33 und 34 auf, welche bei einer Bewegung des Kolbenschiebers 19 nach rechts die öffnung 29 mit der
öffnung 31 und die öffnung 30 mit der Öffnung 32 verbinden. In diese Stellung gelangt der Kolbenschieber
19 im Falle einer Kollision des Anschlags 15 mit dem Bügel 17 und in dieser Stellung werden die zum
Schrämarm und zur Laderampe führenden Druckleitun-
gen entlastet, so daß die Bewegung von Schrämarm und Laderampe sofort gestoppt wird.
35, 36 und 37 sind Ringdichtungen, welche den Schieberkolben 19 in dem durch den Zylinder 20
gebildeten Schieberspiegel 38 abdichten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Schrämmaschine mit einem wenigstens einen Schrämkopf tragenden, um eine horizontale Achse
und eine vertikale Achse schwenkbaren Schrämarm und einer unterhalb des Schrämarmes angeordneten,
um eine horizontale Achse schwenkbar am Rahmen der Schrämmaschine angelenkten, heb- und senkbaren
Laderampe, wobei für die Heb- und Senkbewegung des Schrämarmes und der Laderampe
hydraulische Antriebseinrichtungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß
Schrämarm (1) und Laderampe (5) in Abstand von ihren horizontalen Schwenkachsen (3 bzw. 6)
miteinander zusammenwirkende Anschlag« (17,15) aufweisen, deren Höhe so bemessen ist, daß sie
miteinander in Berührung gelangen, bevor andere Teile von Schrämarm (1) und Laderampe (5)
einander berühren und von welchen wenigstens einer (17) beweglich ist und Ventile (21) betätigt,
welche in die Hydraulikleitungen, die beim Absenken des Schrämarmes (1) und beim Anheben der
Laderampe (S) unter Druck gesetzt werden, eingeschaltet sind.
2. Schrämmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Hydraulikleitungen
eingeschalteten Ventile (21) bei Betätigung in die Offenstellung gelangen und die Hydraulikleitungen
mit dem Rückfluß verbinden.
3. Schrämmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Hydraulikleitungen
eingeschalteten Ventile (21) von einer federbelasteten Feder (28) in einem Zylinder (20)
axial verschiebbaren Kolbenschieber (19) gebildet sind, welcher zwei Steuernuten (33,34) aufweist, die
bei Verschiebung des Kolbenschiebers (19) entgegen der Federbelastung Steueröffnungen (29,30) des den
Schieberspiegel bildenden Zylinders (20), welche mit den Hydraulikleitungen in Verbindung stehen, mit
Steueröffnungen (31,32) verbinden, welche mit einer Rückflußleitung in Verbindung stehen, wobei eine
Steuernut (33) der Hydraulikleitung des Schrämarmes (1) und eine Steuernut (34) der Hydraulikleitung
der Laderampe (6) zugeordnet ist
4. Schrämmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Anschlag
von einem schwenkbaren Bügel (17) gebildet ist, der durch den federbelasteten Kolbenschieber
(19) abgestützt ist
5. Schrämmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (17)
und das von Kolbenschieber (19) und Zylinder (20) gebildete Ventil (21) am Schrämarm (1) angelenkt
sind.
6. Schrämmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (17
bzw. 15) zu beiden Seiten des Schrämarmes (1) und zu beiden Seiten der Mitte der Laderampe (5)
vorgesehen sind.
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