DE2808604B2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
- H10D84/00—Integrated devices formed in or on semiconductor substrates that comprise only semiconducting layers, e.g. on Si wafers or on GaAs-on-Si wafers
- H10D84/891—Integrated devices formed in or on semiconductor substrates that comprise only semiconducting layers, e.g. on Si wafers or on GaAs-on-Si wafers characterised by the integration of only components covered by H10D44/00, e.g. integration of charge-coupled devices [CCD] or charge injection devices [CID
-
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- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
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- H03H11/36—Networks for connecting several sources or loads, working on the same frequency band, to a common load or source
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Description
Die Erfindung betrifft eine aus CTD-Leitungen bestehende Koppelschaltung, deren einzelne CTD-Lei-
4r) tungen unidirektionales Übertragungsverhalten haben
und deren Wellenleitwert durch die Größe ihrer charakteristischen Umladekapazitäten festgelegt ist.
Aus der deutschen Patentschrift 24 53 669 sind unter anderem elektrische Filterschaltungen bekanntgewor-
w den, zu deren Aufbau in sich geschlossene Leitungsschleifen mit unidirektionalem Übertragungsverhalten
verwendet werden können. Als Leitungen können dabei auch die bekannten CTD-Leitungen (Charge transfer
devices) in Frage kommen. Solche Leitungen sind für
r>) sich bekannt als sog. Eimerkettenschaltungen oder auch
als sog. CCD (Charge coupled devices). Zum Betrieb solcher Schaltungsbauteile sind Taktgeneratoren erforderlich,
wie dies im einzelnen ebenfalls in der deutschen Patentschrift 24 53 669 beschrieben ist. In dieser
w) Patentschrift ist unter anderem bereits darauf hingewiesen,
daß als unidirektionale Übertragungsleitungen vorteilhaft Eimerkettenschaltungen verwendet werden
können.die beispielsweise in der Zeitschrift »IEEE Solid State Circuits«, Vol. SC 4. |uni 1969, Heft 3, Seiten 131
h-, bis 136, beschrieben sind. Anstelle von solchen
Eimerkettenschaltungen können auch die erwähnten CCD-Leitungen verwendet werden, das sind Übertragungsleitungen.
die nach dem Prinzip der gekoppelten
Ladung arbeiten. Solche CCD-Leitungen sind beispielsweise in »BSTJ«, Band 49, 1970, Seiten 589 bis 593,
angegeben. Auch der Aufbau von Filterschaltungen wurde bereits angegeben. Bekanntlich ist es gerade für
die Realisierung von Filterschaltungen zur Erzielung einer vorgegebenen Übertragungscharakteristik häufig
von besonderer Bedeutung, in der Übertragungscharakteristik Dämpfungspole bei reellen oder komplexen
Frequenzen vorzusehen, wodurch sich Versteilerungen in der Därrrjfungscharakteristik oder die Beeinflussung
der Laufzeit im Durchlaßbereich des Filters erzielen lassen. Zur Realisierung solcher versteuerter Schaltungen
sind Koppelsch.iltungen vorteilhaft Wegen der unidirektionalen Eigenschaften der hier zur Anwendung
kommenden CTD-Leitungen lassen sich jedoch Koppelschaltungen im üblichen Sinn nicht ohne weiteres
nachbilden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau von CTD-Koppelschaltungen anzugeben, bei
denen das Übertragungsverhalten von nicht unidirektionalen Koppelschaltungen, wie beispielsweise Mikrowellenschaltungen,
vollständig erhalten bleibt.
Ausgehend von einer aus CTD-Leitungen bestehenden Koppelschaltung, deren einzelne CTD-Leitungen
unidrektionales Übertragungsverhalten haben und deren Wellenleitwert durch die Größe ihrer charakteristischen
Umladekapazitäten festgelegt ist, wi d diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeweils
zwei CTD-Leitungen mit zueinander entgegengesetzter Durchlaßrichtung zu einem Leitungspaar zusammengefaßt
sind, daß die Zusammenfassung der zu einem Leitungspaar gehörenden Leitungen durch deren
Verbindung über eine weitere CTD-Leitung erfolgt, deren Durchlaßrichtung von der zuführenden zur
wegführenden Leitung des jeweiligen Leitungspaares gerichtet ist, und daß jede zuführende Leitung mit den
wegführenden Leitungen der anderen Leitungspaare verbunden ist und diese Verbindung aus wenigstens
einem Abschnitt einer CTD-Leitung, einem Verstärker und einer galvanischen Leitung besteht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Anhand von Ausführungsbeispielen wird nachstehend die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigt in der Zeichnung
F i g. 1 das elektrische Ersatzschaltbild einer allgemeinen Koppelschaltung in Form einer Mikrowellenleitungsverzweigung
mit nicht unidirektionalen Eigenschaften,
F i g. 2 ein elektrisches Ersatzschaltbild gemäß der Erfindung zur Realisierung einer Koppelschaltung mit
unidirektionalen Leitungen und Einzelheiten der Bemessungsbedingungen,
Fig. 3 die Streumatrix der Koppelschaltimg nach Fig. 1,
Fig.4 die Streumatrix der Koppelschaltung nach F i g. 2,
Fig. 5 den formalen Zusammenhang eines Koeffizientenvergleiches
der in den F i g. 3 und 4 dargestellten Streumatrizen,
Fig. 6 ein Schaltsymbol gemäß F i g. I bzw. F i g. 2 mit drei Leitungspaaren,
F i g. 7 eine mi ι einem Zweipol abgeschlossene Koppelschaltung,
Fig. 8 eine weiU're Realisierungsmöglichkeit für
Filterschaltungcn mit Polstellen in der Dämpfungsfunktion.
Fig. 9 die Bedingungen und die Streumatrizen einer
Zweitor-Koppelschaltung, die aus Fig. 1 hervorgegangen
ist,
Fig. 10 die Streumatrix einer Zweitorkoppelschaltung,
die aus F i g. 2 hervorgegangen ist,
F i g. 11 das elektrische Ersatzschaltbild einer Zweitor-Koppelschaltung gemäß der Streumatrix nach Fig. 10,
F i g. 11 das elektrische Ersatzschaltbild einer Zweitor-Koppelschaltung gemäß der Streumatrix nach Fig. 10,
Fig. 12 eine Möglichkeit zur Wahl der Bemessungsgrößen einer Schaltung gemäß Fig. 11,
ίο F i g. 13 und 14 die Streumatrizen einer Zweitorschaltung unter Einführung einer weiteren vereinfachenden Bedingung,
ίο F i g. 13 und 14 die Streumatrizen einer Zweitorschaltung unter Einführung einer weiteren vereinfachenden Bedingung,
Fig. 15 das elektrische Ersatzschakbild einer Zweitor-Koppelschaltung
nach den Streumatnzen der Fiß. 13und 14,
F i g. 16 einen Ausschnitt aus einer Filterschaltung mit
CTD-Resonatoren, die über Zweitor-Koppelschaltungen verbunden sind,
F i g. 17 einen Ausschnitt aus einer Filterschaltung, bei
der CTD-Resonatoren über eine Zweitor- Koppelschaltung
mit einer CTD-Koppelschleife verbunden sind,
Fig. 18 eine Realisierungsmöglichkeit nach Fig. 2,
jedoch unter Verwendung gleicher Wellenlcitwerte für alle Leitungspaare,
Fig. 19 ein Beispiel für die Realisierung von Verstärkern in CCD-Technologie,
F i g. 20 einen Querschnitt durch einen integrierten Schaltungsabschnitt gemäß F i g. 19,
Fig. 21 einen Ausschnitt aus der Substratdraufsicht jo von Fig. 19, jedoch mit Transistorsymbolen als
elektrisches Ersatzschaltbild.
Das in F i g. 1 dargestellte elektrische Ersatzschaltbild zeigt eine allgemeine Koppelschaltung 2, deren
Verzweigungspunkte mit der Bezugsziffer 1 kenntlich jj gemacht sind. Für sich sind solche Leitungen aus der
Mikrowellentechnik bekannt, und es lassen sich an sich beliebig viele Einzelleitungen in Punkt 1 miteinander
verbinden. Zur einfacheren Darstellung sind in Fig. 1 und im folgenden nur drei Leitungen betrachtet.
4(i Entsprechend den üblichen Mikrowellenleitungen sind
die auf den Verzweigungspunkt 1 zulaufenden Wellenanteile mit pi bis pi und die vom Verzweigungspunkt 1
weglaufenden Weilenanteilc mit q\ bis qi verdeutlicht.
Weiterhin sei zur einfacheren Darstellung da"on ■r>
ausgegangen, daß eine Leitung den Wellenleitwert cj und die beiden anderen Leitungen davon abweichende
Wellenleitwerte uci bzw. vc> haben. Alle Leitungen
haben das Phasenmaß ß/2.
In F i g. 2 ist ein der F i g. 1 entsprechendes Schaltbild jo gezeigt, das dort ebenfalls mit der Bezugsziffer 2
bezeichnet ist. Es sind u und ν charakteristische
Bemessungsgrößen für die Koppelschaltung und bedeuten denjenigen Faktor, um den sich die Wellenleitwerte
der unterschiedlichen Leitungen nach F i g. 1 unterschei-Vi
den. Im Unterschied zur Darstellung nach F i g. 1 ist nun in F i g. 2 davon ausgegangen, daß die dort verwendeten
Leitungen unidirektionale Übertragungseigenschaften haben, wie dies für die eingangs bereits erwähnten
CTD-Leitungen der Fall ist. Aus diesem Grund sind in w) F i g. 2 die Übertragungseinrichtungen dieser Leitungen
durch jeweils zugeordnete Pfeile kenntlich gemacht, und es sind die auf die Koppelschaltung 2 zulaufenden
Wellen mit pt, p> und pi, und die von der Koppelschaltung
2 weglaufenden Wellen mit q\, φ und <ji bezeichnet.
hi Zugleich werden diese Symbole hier und im folgenden
auch für die Anschlußleitungen selbst verwendet. Entsprechend F i g. 1 hat das Leitungspaar pi, qi den
Wellenleitwert uci, während die Leitungspaare p\, Q\
bzw. P2, qi die Wellenleitwerte C3 bzw. vci haben. Die
vorgenannten Wellenleitwerte ergeben sich dabei zugleich aus den charakteristischen Umladekapazitäten
der CTD-Leitungen.
In Fig. 2 ist davon ausgegangen, daß eine die Koppelschaltung 23 durchlaufende Welle die Phasendrehung
β erfährt. Um auf spätere Realisierungsmöglichkeiten Rücksicht zu nehmen, haben daher alle
CTD-Leitungsabschnitte ein an sich beliebiges Phasenmaß ß.
Wie F i g. 2 weiter zu entnehmen ist, ist jeweils jedes Leitungspaar über eine CTD-Leitung verbunden, die
von der zuführenden zur wegführenden Leitung führt. Im Leitungspaar p\, q\ ist der Wellenleitwert dieser
Verbindungsleitung mit C2 bezeichnet, im Leitungspaar
P2, <?2 ist der Weiienieitwert der Verbindungsleitung mit
xci und im Leitungspaar p3, q3 mit wc2 bezeichnet. Ferner
ist zu erkennen, daß jede zuführende Leitung mit den wegführenden Leitungen der anderen Leitungspaare
verbunden ist. Diese Verbindungen bestehen aus wenigstens einem Abschnitt einer CTD-Leitung, z. B.
dem Abschnitt C\+C\' und dem Abschnitt yc\' bzw. Ci +Ci' und ζ ■ C\ und weiterhin aus einem Verstärker Q\
bzw. CV und einer galvanii^hen Verbindung L\.
Entsprechendes gilt für die Verbindung zwischen den Leitungen p$ und q2 und pi und q\ sowie zwischen den
Leitungen p2 und <ji bzw. P2 und q3. Für den in F i g. 2
gezeigten allgemeinen Fall sind den Umladekapazitäten der CTD-Leitungen Multiplikationsfaktoren zugeordnet,
die mit x.y. wund ζ bezeichnet sind. Entsprechende
Verstärker in den übrigen Verbindungsleitungen sind mit Q2 und Q2 und mit Qi und Qj bezeichnet.
Zugehörige galvanische Verbindungsleitungen mit L2
und /.). Als vorteilhafte Ausgestaltung sind die mit
gleichen Indizes bezeichneten Verstärker als Doppelverstärker ausgebildet, als Verstärker also mit nur
einem Eingang und zwei Ausgängen.
Die CTD-Leitungen mit den Umladekapazitäten bzw. den Wellenleitwerten c,', yc\', ze,' in Fig. 2 im Inneren
der Verzweigung dürfen nicht miteinander verbunden sein. Dies stellt hier kein Realisierungsproblem dar, weil
ein Verstärkerausgang (z.B. von CV) mit einer nachfolgenden CTD-Leitung (z.B. yv\') durch eine
galvanische Leiterbahn (z. B. L]) verbunden ist, die über
andere Leiterbahnen (z. B. L2, Li) isoliert hinweggeführt
werden kann.
Im Schaltbild von Fig. 2 sind ferner Verstärker erkennbar, die mit den Bezugsziffern Kt. K,', Kb und Kb'
bezeichnet sind und die in den jeweils zu einem Leitungspaar zusammengefaßten zu- bzw. wegführenden
Leitungen eingeschaltet sind. Dabei sollte das Produkt der Verstärkungsfaktoren vorzugsweise
sein.
Die in Fig.2 ebenfalls angegebenen Bedingungen
sagen nun aus, daß an den Stellen, an denen eine oder mehrere CTD-Leitungen zu einer gemeinsamen Umladekapazität geführt sind, von der wiederum mehrere
oder eine CTD-Leitung wegführen, die Summe der charakteristischen Urnladekapazitäten der zuführenden
Cl O-Leitungen gleich ist der Summe der charakteristischen Umladekapazitäten der wegführenden CTD-Leitungen.
In F i g. 3 ist die Streumatrix der Koppelschaltung von F i g. 1 angegeben, und in F i g. 4 die Streumatrix für die
Ladungswellen p\, qu Pi, q2, Pj, 93 der Koppelschaltung
von F i g. 2. Durch Koeffizientenvergleich ergeben sich
die Dimensionierungsvorschriften in F i g. 5 als Sonder fall aus vielen Möglichkeiten. Abweichend von de
Empfehlung für die Verstärker /C4 · Ki! = 1 wurde hie
/C4, /C4'= - 1 angenommen. Dies ist dann zulässig, wem
in dem vorgesehenen Filter ein Schaltungsabschnitt zi der Koppelschaltung in Kette geschaltet ist, mit dem da;
Produkt aller Verstärkungsfaktoren gleich 1
innerhalb der durch die Kettenschaltung entstandener Leiterschleife.
innerhalb der durch die Kettenschaltung entstandener Leiterschleife.
Bei einer anderen von möglichen weiteren Dimensio nierungen kann auch die Bedingung /C4-ZC4'=+!
vorgegeben werden, indem die Vorzeichen der Elemen te der mittleren Zeile oder der mittleren Spalte in dei
Streumatrix Fig.3 entgegengesetzt gewählt werden
Unter der Voraussetzung u>v+\ i.st es bei einei
weiteren Dimensionierung zweckmäßig, die Vorzeicher in der dritten Zeile oder Spalte in Fig. 3 umzukehren
um die Bedingung K6, Kb = 1 zu erfüllen.
Durch die vorgeschlagenen Vorzeichenvertauschun gen bleibt eine danach realisierte Koppelschaltung für
den Einsatz in Reaktanz-Abzweigschaltungen geeignet da dies lediglich eine Phasendrehung um 180° in der
betreffenden Leitung bedeutet.
Es sei hier noch darauf hingewiesen, daß bei den mit K bezeichneten Verstärkern das Verstärkungsmaß K al;
Spannungsverstärkungsfaktor aufzufassen ist, währenc es bei den mit Q bezeichneten Verstärkern ah
Ladungsverstärkungsfaktor anzusehen ist.
Wie aus F i g. 5 noch erkennbar, ergibt sich eine vereinfachende Schreibweise mit der Beziehung
c2lc-i = r, die auch noch in den nachfolgenden Figuren
von Bedeutung ist.
In Fig.6 ist ein mit V bezeichnetes Schaltsymbo
gezeigt, dessen Funktion nach der in Fig. 2 bereits beschriebenen Weise abläuft. Auch die ein- und
ausfallenden Wellen, die Wellenleitwerte und die Phasenbeziehungen sind mit den gleichen Symbolen wie
in Fig. 2bezeichnet.
Die F i g. 7 und 8 zeigen Ausschnitte von Filterschaltungen, in denen das in F i g. 6 beschriebene Schaltsymbol
K verwendet ist. Schaltungen dieser Art sind bereits in der älteren Anmeldung P 27 04 318.! angegeben. Wie
aus Fig. 7 zu erkennen, ist die Koppelschaltung V einseitig mit einem Zweipol Z abgeschlossen, und es
können z. B. Dämpfungspole erzeugt werden, wenn dieser Zweipol ZaIs Reaktanzzweipol aus gekoppelten
CTD-Resonatoren ausgebildet ist. Solche CTD-Resona toren sind für sich ebenfalls bereits bekannt.
F i g. 8 zeigt die Möglichkeit, einen Filterabschnitt zu überbrücken, wodurch sich Pole der Dämpfungsfunk
tion bei physikalischen und komplexen Frequenzen erzeugen lassen. Dies hat zu bedeuten, daß mit solchen
Schaltungen entweder die Dämpfungscharakteristik versteuert oder das Laufzeitverhalten im Durchlaßbereich
beeinflußt werden kann. Auch in F i g. 8 sind an die Zu- und Wegführungsleitungen die gleichen Symbole
angeschrieben, die im Zusammenhang mit F i g. 2 bereits erläutert wurden. Wie F i g. 8 weiter zu entnehmen ist,
sind dort zwei Koppelschaltungen Vund V miteinander verbunden, und es sind zur einfachen Unterscheidung
die Ausgangsgrößen gegenüber den Eingangsgrößen mit einer Apostrophierung versehen. Auch ist zu
erkennen, daß an das mit q2 und pz bezeichnete
Leitungspaar der ersten Verzweigung V ein Filterabschnitt 4 angeschaltet ist, der aus CTD-Leitungen
realisiert ist An das weitere Leitungspaar pj und φ der
Verzweigung V ist eine Überbrückung 5 angeschaltet, und es ist davon auszugehen, daß auch diese
Überbrückung 5 aus CTD-Leitungen besteht. Die Filterschaltung 4 und die Überbrückungsschaltung 5
sind ausgangsseitig an der zweiten Koppelschaltung V wieder vereinigt, so daß also das Leitungspaar p\ und
q\ des Filterabschnittes 4 sowie das Leitungspaar ρϊ
und qi der Überbrückung 5 in der Koppelschaltung V
vereinigt werden. Der Ausgang der Koppelschaltung V ist mit q2 und ρϊ bezeichnet. Die ebenfalls an die
jeweiligen Leitungsabschnitte angeschriebenen Faktoren u, ν wurden im Zusammenhang mit den F i g. 1 und 2
ebenfalls bereits erläutert. Hinsichtlich der Berechnung kann hier auf die bekannten Regeln der Betriebsparametertheorie
verwiesen werden, die es auch bei diesen aus CTD-Leitungen bestehenden Filtern gestattet, die
Lage der Dämpfungspole und die Beeinflussung des Laufzeitverhaitens in freier weise zu wählen.
Wenn nach den Regeln dieser Theorie in den Zweipol Z nach Fi g. 7 bzw. die Überbrückungsschaltung 5 nach
F i g. 8 reelle Widerstände eingeführt werden, dann lassen sich mit Hilfe der dort angegebenen Schaltungen
auch Entzerrerschaltungen zur Beeinflussung des Dämpfungsganges realisieren.
In den Fig.9 bis 12 sind Sonderfälle einer
Koppelschaltung dargestellt, bei denen die ein Leitungspaar charakterisierenden Bemessungsgrößen den Wert
Null haben. Im Beispiel der Fig. 9 entfällt das Leitungspaar p>, φ, wenn die dort angegebenen
Bedingungen erfüllt sind. Unter diesen Bedingungen ergibt sich die Streumatrix 5Ί analog zu F i g. 1 bzw. den
in F i g. 3 angegebenen Beziehungen. In Analogie dazu zeigt Fig. 10 die Streumatrix S'b für Schaltungen nach
F i g. 2 mit den in F i g. 4 angegebenen Beziehungen.
Die in F i p. 11 gezeigte Schaltung ist unmittelbar das
Ergebnis der in Fig. 10 dargestellten Streumatrix. Aus
einem unmittelbaren Koeffizientenvergleich der Streumatrizen für S.,' und Si,' folgen die in Fig. 12
angegebenen Beziehungen, die gleichzeitig die Dimensionierungsvorschriften
für die in F i g. 11 angegebene Schaltung sind. Wie vorstehend bereits erwähnt, wurde
die Spannungsverstärkung mit K und die Ladungsver-Stärkung mit Q bezeichnet. Die Beziehung zwischen
diesen beiden Größen ist in F i g. 11 zusätzlich angegeben.
Weitere Dimensionierungen von Resonatorkopplungen zeigen die Fig. 13 bis 17. In Fig. 13 ist die
Streumatrix der Schaltung von Fig. 15 angegeben, in der ausschließlich Verstärker K vorgesehen sind, die
eingangs- und ausgangsseitig an CTD-Leitungen gleichen Wellenleitwertes α angeschlossen sind. Ein
Koeffizientenvergleich zwischen Fig. 13 und 14 ergibt die Dimensionierungsgrößen von F i g. 15.
In den F i g. 13 und 15 wurde nicht mit Ladungswellen ρ und q sondern mit Spannungswellen u\, v\-, u2, v2
gerechnet, um eine weitere Variante für die Dimensionierung von Koppelschaltungen aufzuzeigen, mit denen
sich Filterstrukturen mit verstärkerfreien CTD-Leiterschleifen gewinnen lassen.
Die Schaltung von Fig. 15 geht hervor aus der Schaltung von Fig. 11, wenn dort die Dimensionierungsgröße v= 1 gesetzt wird. Damit werden auch die
Verstärkungsfaktoren Ka und Kj,'= 1, und es können
somit diese Verstärker entfallen.
Fig. 16 zeigt ein Beispiel für die Verkopplung von
drei Resonatoren A1, R2, R3, wobei noch durch eine
einfache Umwandlung in den Koppelgliedern die beiden
Verstärker K\ und K2 jeweils in einem einzigen
Verstärker K\' · K2 zusammengefaßt sind, so daß nur in
einem Abschnitt ct dieser Koppelschaltung, der nicht
zugleich Bestandteil des Resonators R] bzw. R2 bzw. Rj
ist, dieser einzige Verstärker K1' ■ AT2 liegt.
Die Schaltung in Fig. 17 zeigt eine Verkopplung zweier Resonatoren /?t, R2 über eine zusätzliche
Koppelschleife 6 mit dem Phasenmaß
womit sich die Größe der Verstärkungsfaktoren K1K2 reduzieren läßt. Physikalisch hängt dies damit
zusammen, daß sich unter Beibehaltung der Bandbreite die Größe der Wellenwiderstandssprünge reduzieren
läßt.
Fig. 18 zeigt schematisch als Ausführungsbeispiel eine CCD-Koppelschaitung entsprechend F i g. 2 der
Einfachheit halber jedoch mit u— v— 1 und ohne die äußeren Verstärker K^b, K*'b- Diese Darstellung muß
deshalb als schematisch bezeichnet werden, weil der platzsparenden und übersichtlicheren Darstellung wegen
die Verhältnisse von Länge a zu Schlitzbreite s sowie von Länge a zu Breite b der leitenden
Belegungsflächen der Umladekapazitäten c\, c?, cj
kleiner gewählt wurden als bei einer wirklichen Realisierung. So sind auch die Doppelverstärker Qt„ Q'„
mit gemeinsamem Eingang (2ci) und zwei Ausgängen (L1,, C]) lediglich als schraffierte Dreiecke dargestellt.
Dabei bedeutet eine die Indizes bezeichnende ganze Zahl 1 bzw. 2 bzw. 3.
Die in Fig. 18 dargestellten galvanischen Leitungen L, bis L3 können dabei in der gleichen Weise hergestellt
sein wie es bei der Realisierung von CTD-Schaltungen üblich ist. Beispielsweise können die Leitungen in Form
von aufgedampften leitenden Belägen auf ein Substrat aufgebracht werden, also in der gleichen Weise wie
beispielsweise die Belegungen für die Umladekapazitäten C] bis C]. Auch läßt sich in der Art der
CCD-Technologie leitend dotiertes Silizium als Leiterbahn verwenden. Wie auch F i g. 2 erkennen läßt, dürfen
die Leitungen Lt bis L] an den Überkreuzungsstellen
nicht elektrisch verbunden sein. Solche sich kreuzenden Leiterbahnen stellen auch in der Technologie kein
Problem deshalb dar. weil dafür gesorgt werden kann, daß ein dielektrischer Belag zwischen sich überkreuzende
Leiterbahnen eingebracht werden kann.
Zur Verdeutlichung der Verstärkersymbole in den F i g. 2,11 und 15 bis 18, zeigt Fig. 19 ein Beispiel für die
Realisierung von Verstärkern in CCD-Technologie mit einer sogenannten »floating gatew-Auskopplung, wie
u. a. auch von D. D. Wen unter dem Titel »Design and operating of a floating gate amplifier« in »IEEE Journal
of Solid-State Circuits«, Vol. SC 9, Nr. 6, Dez. 1974,
Seiten 410 bis 414, beschrieben. Fig.20 stellt den Querschnitt A-A 'längs der eine »floating gate«-Elektrode (FG) enthaltenden CCD-Leitung in Fig. 19 dar.
Der FG-Elektrode wird keine der Taktspannungen Φι
bis Φ3 zugeführt, sie ist vielmehr mit dem Gate Gi eines
Feldeffekt-Transistors verbunden, der als Source-Folger arbeitet, wobei der Source-Widerstand R durch
einen weiteren Feldeffekt-Transistor mit dem Gate G2
realisiert ist Fig.21 zeigt diesen Ausschnitt aus der
Substratdraufsicht von F i g. 19 mit Transistorsymbolen.
Um den Ladungstransport längs der CCD-Leitung mit den Umladekapazitäten Cx und Cb nicht zu stören, ist
die CCD-Elektrode für die Taktspannung Φ2 oberhalb
der FG-Elektrode angeordnet Die sich an der FG-Elektrode einstellende Spannung steuert den
Stromfluß durch beide Feldeffekt-Transistoren und
damit die Spannung an der Source/Drain-(S/D-)Elek- Fig.2 zu, wofür
trode, mit der die Umladekapazitäten Ck und ck sind,
aufgeladen werden. Mit Ck bzw. cvc'>c\ ist eine
Ladungsverstärkung gegeben, mit ck>c, und Ck'>c,
wird die Ladungsverstärkung in eine Spannungsverstär- 5 kung umgewandelt. Dabei sind cy und cz die Umladekapazitäten
zweier weiterer CCD-Leitungen. Das Aufladen der Kapazitäten Ck bzw. Cy1-' mit Hilfe der Dioden D,
bzw. Dt und damit das Einspeisen eines Signals in eine
CCD-Leitung ist von C. M. Sequin und A. M. Mohsen io unter dem Titel »Linearity of elektrical charge injection
into charge-coupled devices« in »IEEE Journal of Solid-State Circuits«, Vol. SC-IO, Nr. 2, April 1975,
Seiten 81 bis 92, beschrieben.
Ein Doppelverstärker, ζ. B. Ο., Q/ in F i g. 2 bzw. 18
ergibt sich mit cx = C\ + C\ bzw. 2ci; cy=zc\ bzw. C\ und
c,=yc\ bzw. C]. Außerdem muß die zur Umladekapazität
Cb gelangende Ladung nach jedem Umladevorgang abgeleitet (vernichtet) werden, um für das nächstfolgende
Ladungspaket aufnahmebereit zu sein. Dies trifft auch für die Realisierung, z. B. des Verstärkers Am in
10
y=VCj Und Cz-Ck =
Zusammenfassung
zu setzen
Aus CTD-Leitungen bestehende Koppelschaltung
Es wird eine aus CTD-Leitungen (p\, c/i, pi, q2, pj, qi)
bestehende Koppelschaltung (2) angegeben, bei der die für nicht unidirektionale Mikrowellenleitungen (Fig. 1)
charakteristischen Eigenschaften auch für CTD-Koppelschaltungen (Fig.2) erhalten bleiben. Hierzu sind
zueinander entgegengesetzte Durchlaßrichtungen aufweisende CTD-Leitungen (z. B. p\, q\) zu einem
Leitungspaar zusammengefaßt, und es ist jede zuführende Leitung (p\) mit jeder wegführenden Leitung (q<)
verbunden. Die Verbindung erfolgt zum Teil über CTD-Leitungen (c\ + C\) und zum anderen Teil über
eine galvanische Leitung (Li). Solche Koppelschaltungen
lassen sich zum Aufbau von CTD-Filtern mit versteuerter Übertragungscharakteristik und auch zum
Aufbau von Entzerrerschaltungen verwenden (F i g. 2).
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Aus CTD-Leitungen bestehende Koppelschaltung, deren einzelne CTD-Leitungen unidirektionales
Übertragungsverhalten haben und deren Wellenleitwert durch die Größe ihrer charakteristischen
Umladekapazitäten festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei CTD-Leitungen
mit zueinander entgegengesetzter Durchlaßrichtung (pu qwpi, qr, p* qi) zu einem Leitungspaar
zusammengefaßt sind, daß die Zusammenfassung der zu einem Leitungspaar (z. B. pu q{) gehörenden
Leitungen durch deren Verbindung über eine weitere CTD-Leitung (z.B. C2) erfolgt, deren
Durchlaßrichtung von der zuführenden (z. B. p\) zur
wegführenden (z.B. q\) Leitung des jeweiligen Lr;itungspaares (z. B. p,T q\) gerichtet ist, und daß
jede zuführende Leitung (z. B. pi) mit den wegführenden Leitungen (2. B. q2, qi) der anderen
Leitungspaare (z. B. P2, q2, Pz, φ) verbunden ist, und
diese Verbindung aus wenigstens einem Abschnitt (z. B. Ci + Ci', zc\ bzw. yC]') einer CTD-Leitung, einem
Verstärker (Q] bzw. Q]) und einer galvanischen Leitung (z. B. Li) besteht.
2. Koppelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stellen, an denen eine
(z. B. pi) oder mehrere CTD-Leitungen zu einer gemeinsamen Umladekapazität (z. B. C3) geführt
sind, von der wiederum mehrere (z. B. ei + c/ und c2)
oder eine CTD-Leitung wegführen, die Summe der charakteristischen Umladekapazitäten (z. B. C1) der
zuführenden CTD-Leitungen (z. B. pi) gleich ist der
Summe der charakteristischen Umladekapazitäten (z. B. Ci +Ci' + C2)der wegführenden CTD-Leitungen
(z.B. c, +c' und C2) (F ig. 2).
3. Koppelschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens einer der
CTD-Leitungen (z. B. P2) wenigstens ein integrierter
Verstärker (z. B. Ka) vorgesehen ist (F i g. 2).
4. Koppelschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von
wenigstens einer Zuführungsleitung (z. B. Ci + ei') ein
Doppelverstärker (Q], Q]') mit einem Eingang und zwei Ausgängen gespeist wird (F i g. 2).
5. Koppelschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie
Bestandteil einer elektrischen Filterschaltung ist (Fig.7,Fig.8).
6. Koppelschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eines der Leitungspaare (z. B. pi, qfi mit
einem aus CTD-Leitungen bestehenden Zweipol (Z) abgeschlossen ist (F i g. 7).
7. Koppelschaltung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zweipol (Z) als aus
CTD-Leitungen bestehender Reaktanzzweipol ausgebildet ist.
8. Koppelschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an ein Leitungspaar (P2, q2)
dieser Koppelschaltung (V)e\ne aus CTD-Leitungen
bestehende Filterschaltiing (4) angeschaltet ist, daß
an ein weiteres Leitungspaar (p>. qfi weiterführende
CTD-Leitungen (5) angeschaltet sind, und daß die Filterschaltiing (4) ausgangsseitig an ein Leitungspaar
(p,\ q\') einer weiteren Koppelschaltung (V)
angeschaltet ist und die CTD-Leitungen (5) ausgangsseitig an ein weiteres I.eitungspaar (pu q·!)
dieser weiteren Koppelschaltung (V) angeschaltet sind (F ig. 8).
9. Koppelschaltung nach AnsDruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der CTD-Leitungen (5)
ein aus CTD-Leitungen bestehender Impedanz-Vierpol eingeschaltet ist
10. Koppelschaltung nach einem der vorher gehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärker (z. B. K4, K*') der zu- und wegführenden
Leitungen (z. B. P2, q2) eines Leitungspaares zueinander
reziproke Verstärkungsfaktoren (KA ■ /C4' = 1)
haben.
11. Koppelschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ein
Leitungspaar (z. B. P3, ^3) charakterisierenden
Bemessungsgrößen (z, w, Kt, Kb', Q1, Q2', Q3, Q3') den
Wert Null haben (F i g. 9 bis 12).
12. Koppelschaltung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärker (K4, Ka,') in
einem Leiiungspaar (P2, q2) den Verstärkungsfaktor
eins haben (F i g. 13 bis 15).
13. Koppelschaltung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß Abschnitte dieser
Koppelschaltung (C2) zugleich Bestandteil von wenigstens einem zugeschalteten, aus CTD-Leitungen
bestehenden Resonator (R], R-, Rs) sind
(Fig. 16).
14. Koppelschaltung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß nur in einem Abschnitt (ei)
dieser Koppelschaltung, der nicht zugleich Bestandteil des Resonators ist, ein Verstärker (K]' ■ K2) liegt
(Fig. 16).
15. Koppelschaltung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß Abschnitte
dieser Koppelschaltung (c2) zugleich Bestandteil von
wenigstens einer in sich geschlossenen Koppelschleife (6) sind, die ebenfalls aus CTD-Leitungen
besteht (F ig. 17).
Priority Applications (12)
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| US06/014,138 US4267535A (en) | 1978-02-28 | 1979-02-22 | Switching circuit consisting of CTD lines |
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| AT0145379A AT382048B (de) | 1978-02-28 | 1979-02-26 | Aus ctd-leitungen (charge transfer devices) bestehende koppelschaltung |
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