DE2809564B2 - Steuerbarer Halbleitergleichrichter - Google Patents
Steuerbarer HalbleitergleichrichterInfo
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- H10D18/00—Thyristors
- H10D18/221—Thyristors having amplifying gate structures, e.g. cascade configurations
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen steuerbaren Halbleitergleichrichter mit Steuerverstärkung der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen, aus der US-PS 35 26 815 bekannten Art.
Wird zwischen Steueranschluß und Kathode eines steuerbaren Halbleitergleichrichters, beispielsweise
eines Thyristors, eine Triggerspannung angelegt, um einen Steuerstrom fließen zu lassen, wobei die
Durchlaßspannung zwischen Anode und Kathode liegt, se schlagen die pn-Obergänge des gesteuerten Halbleitergleichrichters
über und es fließt ein Strom zwischen Anode und Kathode. Die Änderung des Zustandes des Thyristors aus seinem sperrenden in
seinen leitenden Zustand wird als Einschalten des Thyristors bezeichnet
Das Einschalten des Thyristors beginnt mit dem Einschalten der kleinen, an der Oberfläche der Kathode
und in nächster Nähe zum Steueranschluß befindlichen kleinen Fläche und die eingeschaltete oder leitende
Fläche dehnt sich dann über den gesamten Thyristor aus. Ist daher die Anstiegsgeschwindigkeit-pdes Stroms
in Durchlaßrichtung in einem frühzeitigen Zeitpunkt des Einschaltens groß, so fließt durch einen kleinen
leitenden Bereich ein hoher Strom in Durchlaßrichtung, so daß die Stromdichte sehr hoch wird und der
Leistungsverlust in diesem Bereich sehr groß werden kann, wodurch der Thyristor in extremen Fällen zerstört
wird.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, weist der aus der US-PS 35 26 815 bekannte Thyristor einen Hilfsthyristorbereich
auf. Hilfsthyristorbereich und Hauptthyristorbereich sind miteinander integriert und im gleichen
Halbleitersubstrat parallelgeschaltet. Durch das Triggersignal wird zunächst der Hilfsthyristorbereich
eingeschaltet und der Einschaltstrom, d. h. der durch den Hilfsthyristorbereich fließende Strom wird als Triggersignal zum Einschalten des Hauptthyristorbereichs
benutzt. Der in dem frühzeitigen Stadium des Einschaltvorgangs in Durchlaßrichtung gerichtete
Strom teilt sich somit auf den Haupt- und den Hilfsthyristorbereich auf. Daher wird die Schaltenergie
auf beide Bereiche verteilt, so daß die mögliche
Stromanstiegsgeschwindigkeit-p im frühzeitigen Stadium
des Einschaltvorgangs beträchtlich erhöht werden kann.
Durch immer höher werdende Anforderungen an Gleichrichter mit höherer Durchbruchspannung, größerem
Stromführungsvermögen und höherer Schallgeschwindigkeiten sind jedoch weitere Verbesserungen
bei derartigen Thyristoren mit verstärkendem Steueranschluß notwendig. Es hat sich nämlich gezeigt, daß,
wenn bei derartigen Thyristoren der Hauptthyristorbereich lediglich mit einem Hilfsthyristorbereich in seiner
Nähe versehen ist, im Hilfsthyristorbereich und in seiner Nachbarschaft leicht ein elektrischer oder thermischer
Durchbruch stattfindet, so daß die mögliche Stromanstiegsgeschwindigkeit^
nicht ausreichend erhöht werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen steuerbaren Halbleitergleichrichter
so auszubilden, daß sich eine ausreichend hohe Stromanstiegsgeschwindigkeit^ erreichen läßt.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen kann die vom Hilfsthyristorbereich, wo die Einschaltfläche lokal
konzentriert werden kann, verbrauchte Schaltenergie
abgesenkt werden, so daß die mögliche Stromänderungsgeschwindigkeit
-Tj während des Einschaltvorganges beträchtlich erhöht werden kann.
Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Halbleitergleichrichters sind
Gegenstand der Patentansprüche 2 und 3, wobei die Erzeugung von Rekombinationszentren durch radioaktive
Bestrahlung deshalb bevorzugt wird, weil die Lebensdauer der Ladungsträger im Hilfsthyristorbereich,
die ein geringes Volumen haben, selektiv mit hoher Genauigkeit und Reproduzierbarkeit gesteuert
werden muß.
Dabei ist es aus der DE-OS 25 34 703 bei einem Thyristor mit .Steuerverstärkung an sich bekannt, zur
Verbesserung der Abschalteigenschaften die Konzentration an Rekombinationszentren im Hauptthyristor
durch entsprechende Eindiffusion von Gold oder Platin größer als im Hilfsthyristor zu machen. Weiter ist aus
der US-PS 36 71 821 ein Thyristor mit Steuerverstärkung
bekannt, bei dem anstelle einer Hilfssteuerelektrode benachbart zur Hilfsemitterzone eine Zone hoher
Leitfähigkeit und entgegengesetzten Leitungstyps vorgesehen ist und in diese Zone ebenso wie in die
Hilfsemitterzone Gold eindiffundiert ist, wodurch der infolge des zwischen diesen Zonen bestehenden
pn-Überganges auftretende Sperrwiderstand reduziert wird. Schließlich ist es aus Elektronik 160, Nr 11, S. 329
an sich bekannt, bei Halbleitern die Lebensdauer der Minoritätsträger durch radioaktive Strahlung zu beeinflüssen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnung im Vergleich zum Stand der Technik
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die schematische Draufsicht auf einen Thyristör
mit Steuerverstärkung,
F i g. 2 den Querschnitt 11-11 der F i g. 1,
F i g. 3 ein Ersatzschaltbild für einen Thyristor mit Steuerverstärkung,
F i g. 4 zum Vergleich in einem Diagramm den Verlauf von Strom und Spannung in einem frühzeitigen
Stadium des Einschaltvorganges bei einem herkömmlichen und einem Thyristor gemäß F i g. 1 bis 3,
Fig.5 die Abhängigkeit der Schaltenergie von der
Lebensdauer der Ladungsträger in der η-leitenden Basisschicht des Hilfsthyristorbereiches,
F i g. 6A, 7A, 8A Querschnitte abgewandelter Ausführungen des steuerbaren Halbleitergleichrichters und
Fig.6B, 7B1 8B Draufsichten der Haloleitergleichrichterder
Fig.6A,7Abzw.8A.
F i g. 1 und 2 zeigen die Draufsicht bzw. den Querschnitt eines Thyristors mit Steuerverstärkung.
Gemäß F i g. 1 und 2 besteht ein scheibenförmiges Halbleitersubstrat 1 aus Silicium mit zwei Hauptflächen
11 und 12 auf den einander gegenüberliegenden Seiten
aus vier Halbleiterschichten, nämlich einer p-leitenden Emitterschicht Pi^ einer η-leitenden Basisschicht Nb
einer p-leitenden Basisschicht Pr und einer n-leitenden
Emitterschicht Ni:. Die η-leitende Emilterschicht Nb
besteht aus einem Hauptemitterbereich N^ \ und einem
von diesem durch die p-leitende Basisschicht Pb
isolierten Hilfsemitterbereich /VE2, dessen Fläche
kleiner ist als die des Bereichs Nfi. Die p-leitende
Emitterschicht Pi; und die η-leitende Basisschicht NH
bilden einen ersten pn-Übergang /1, die η-leitende
Basisschicht NßUnddie p-leitende Basisschicht /-"«bilden
einen zweiten pn-übergang /2, und die p-leitende Basisschicht Pn und die η-leitende Emitterschicht Nr
bilden einen dritten pn-Übergang /i Eine auf der einen
Hauptoberfläche 11 des Halbleitersubstrats 1 befindliche Anode 2 steht in ohmschem Kontakt mit der
p-leitenden Emitterschicht Pe- Die auf der anderen
■> Hauptfläche 12 des Siliciumvabstrats 1 befindliche
Kathode 3 steht in ohmschem Kontakt mit dem Hauptemitterbereich Ne ι der η-leitenden Emitterschicht
Ne. Auf der Hauptoberfläche 12 befindet sich ein
Steueranschluß 4, der in ohmschem Kontakt mit der
in p-leitenden Basisschicht Pe steht Die Steuerelektrode 4
ist bezüglich des Hilfsemitterbereichs Ne2 auf der
gegenüberliegenden Seite des Hauptemitterbereichs Νε ι angeordnet Ein Hilfssteueranschluß 5 auf der
Hauptoberfläche 12 des Siliciumsubstrats 1, nämlich der
i") p-leitenden Basisschicht Pb, ist vom Hauptemitterbereich
Ne ι getrennt und umgibt diesen. Der Hilfssteueranschluß
5 steht elektrisch mit der Oberfläche des Hilfsemitterbereichs NE2 auf der Seite des Hauptemitterbereichs
Ne ι Verbindung. Der Hauptthyristorbereich Tm besteht aus den Teilen der vier Schichten Pe, Nb, Pb
und ΛΊεί auf der rechten Seite der gestrichelten Linie X
der Fig.2. Der Hilfsthyristorbereich TA auf der linken
Seite der gestrichelten Linie X besteht aus einem Teil der vier Schichten Pf, N& PB und /Vf2- Die Schichten Pe,
2) Nb und Pb sind gemeinsam Bestandteile des Haupt- und
des Hilfsthyristorbereichs 7Afbzw. TA.
Die Lebensdauer der Ladungsträger im Hilfsthyristorbereich Ta ist kürzer als die der Ladungsträger im
Hauptthyristorbereich Tm. Beispielsweise wird der
jo Hauptthyristorbereich TA selektiv einer geeigneten
Strahlung ausgesetzt, so daß Rekombinationszentren erzeugende Strahlungsschäden entstehen.
Die Auswirkung der Verminderung der Lebensdauer der Ladungsträger im Hilfsthyristorbereich Ta, wird im
r> folgenden anhand des vorstehend beschriebenen Thyristors
erläutert.
Wird zwischen Steueranschluß 4 und Kathode 31 esne Triggersignalspannung angelegt, wenn zwischen Anode
2 und Kathode 3 eine Spannung in Durchlaßrichtung anliegt, so fließt der Steuerstrom über den Hilfsemitterbereich
M: 2, den Hilfssteueranschluß 5 und über den Hauptemitterbereich NE\ zur Kathode 3 (Pfeil i). Da
hierbei die Dichte Ja des in den Hilfsemitterbereich Nn
fließenden Sreuerstroms und die Dichte Jm des in den Hauptemitterbereich Ni: ι fließenden Steuerstroms derart
bestimmt sind, daß JA<J\t. wird zunächst der
Hilfsthyristorbereich Ta eingeschaltet, so daß der durch einen Pfeil /2 angedeutete Strom in Durchlaßrichtung
fließt. Darauf wird durch den in Durchlaßrichtung
ίο gerichteten Strom die größere Fläche des Hauptthyristorbereichs
Tm gegenüber dem Hilfssteueranschluß 5 eingeschaltet, so daß in Durchlaßrichtung ein Strom i}
fließt. Somit wird bei dem Thyristor der in Durchlaßrichtung fließende Strom in dem frühzeitigen Stadium
o> des Einschaltvorganges in zwei Komponenten unterteilt,
die durch den Hilfsthyristorbereich TA bzw. den Hauptthyristorbereich Tu fließen. Infolgedessen w:rd
die Schaltenergie durch den Hilfs- und den Hauptthyristorbereich Ta bzw. Tm aufgeteilc, so daß die mögliche
b0 Stromanstiegsgeschwindigkeit -r^ verbessert werden
kann.
Bei einem Thyristor mit Hilfsthyristorbereich, bei
dem die Lebensdauer der Ladungsträger nicht wie oben angegeben gesteuert wird, treten leicht eine elektrische
und thermische Zerstörung bzw. Durchbruch im Hilfsthyristorbereich und in seiner Nähe auf. so daß die
Stromanstieeseeschwinditikeit ^i nicht ausreichend er-
höht werden kann. Der Grund hierfür ist folgender. Die ist, der Anstieg der Stromänderungsgeschwindigkeii
mögliche Stromanstiegsgeschwindigkeit 5i des Thyristors
mit Steuerverstärkung wird, wird je nach dem, welche größer ist, durch die vom anfänglich leitenden >
Bereich des Hilfsthyristorbereichs Ta bzw. vom anfänglich
leitenden Bereich des Hauptthyristorbereichs T\ verbrauchte Schaltenergie begrenzt. Daher müssen zur
Vergrößerung der Stromanstiegsgeschwindigkeit~ die
anfänglich leitenden Flächen des Hilfs- und des Hauptthyristors TA bzw. Tm entsprechend ihrem Energieverbrauch
vergrößert werden. Da für den Hauptthyristorbereich Tm als Steuerstrom ein großer in
Durchlaßrichtung fließender Strom i2 ausgenutzt wird,
der durch den Hilfsthyristor T^ fließt, kann die anfänglich leitende Fläche leicht durch Vergrößerung
der Umfangslänge des Hauptemitters Ne ι gegenüber
der Hilfssteuerelektrode 5 vergrößert werden. Wird aber die Umfangsfläche des Hilfsemitters Ne2 gegen
den Steueranschluß 4 einfach vergrößert, wird für den Hilfsthyristor TA ein höherer Steuerstrom gebraucht.
Darüber hinaus kann die anfänglich leitende Fläche aus den noch zu beschreibenden Gründen kaum vergrößert
werden. Wenn nämlich bei einem Thyristor mit Steuerverstärkung der Hilfsthyristor TA eingeschaltet
wird und der Anodenstrom (/2, F i g. 2) vom Hilfssteueranschluß 5 zur Kathode 3 fließt, so fällt zwischen
Hilfssteueranschluß 5 und Kathode 3 eine Spannung ab. Der Steuerstrom (Z2, Fig.2) nimmt mit steigendem
Spannungsabfall ab. In extremen Fällen kann sich sogar die Richtung des Steuerstroms i\ umkehren. Ist daher im
Hilfsthyristor TA gegenüber dem Steueranschluß 4 die
Einschallverzögerung ungleichmäßig und wird mit dem Steuerstrom /, eingeschaltet, so erfolgt wegen des
Steuerstroms in den Teilen des Hilfsthyristors TA keine
Einschaltung, wo die Einschaltung mit einer Verzögerung beginnen soll, so daß die gesamte anfänglich
leitende Fläche nicht vergrößert werden kann. Wenn die Stromanstiegsgeschwindigkeit -^ des Anodenstroms
erhöht wird, steigt ebenso der Spannungsabfall zwischen Hilfssteueranschluß 5 und Kathode 3, so daß die
Abnahme des Steuerstroms beschleunigt und die anfänglich leitende Fläche weiter verringert wird.
Der in Durchlaßrichtung durch den Hilfsthyristor TA
fließende Strom i2 fließt nicht nur vor und während der
Einschaltung des Hauptthyristors TM, sondern fließt
auch als Komponente i3 des Anodenstroms (/2+ /3) nach
dem Einschalten des Hauptthyristors Tm weiter.
Infolgedessen wird bei sich erhöhender Anstiegsgeschwindigkeit des Anodenstroms ji die Komponente i2,
d.h. der in Durchlaßrichtung fließende Strom erhöht Daher wird im anfänglich leitenden Bereich des
Hilfsthyristors TA, dessen anfänglich leitende Fläche
kaum vergrößert wird, die größte Schaltenergie verbraucht. Da weiter der in Durchlaßrichtung fließende
Strom h durch der, Teil der p-leitenden Basisschicht PB fließt, der sich zwischen dem Hilfssteueranschluß 5 eo
und der Kathode 3 befindet, und außerdem in seitlicher Richtung längs des Hauptemitterbereichs Ne ι fließt, ist
die dort infolge des erhöhten, in Durchlaßrichtung fließenden Stroms i2 erzeugte Wärme nicht vernachlässigbar.
Wie erwähnt, ist bei einem Thyristor mit Steuerverstärkung,
bei dem die Lebensdauer der Ladungsträger im Hilfsthyristor nicht in geeigneter Weise eingestellt
j-i des Anodenstroms von einer Erhöhung des ir
Durchlaßrichtung durch den Hilfsthyristor TA fließen
den Stroms /2 begleitet, so daß leicht elektrische unc
thermische Zerstörungen oder Durchbrüche auftreten.
Dagegen tritt bei einem Thyristor gemäß F i g. 1 unc 2, bei dem die Lebensdauer der Ladungsträger irr
Hilfsthyristorbereich vermindert ist, die beschriebene
Schwierigkeit nicht auf. Der Grund hierfür ist folgender.
F i g. 3 zeigt das Ersatzschaltbild eines Thyristors mil
verstärkendem Steueranschluß gemäß Fig. 1 und 2. Ir F i g. 2 ist mit Rc 1 der Widerstand des Teils dei
p-leitenden Basisschicht Pb zwischen Steueranschluß A
und Hilfsemitterbereich NE2 und mit Rc2 der Widerstand
der Schicht Pb zwischen dem HilfssteueranschluE 5 und dem Hauptemitterbereich Ne\ bezeichnet. Mit R/
und VA sind der Widerstand bzw. die Spannungskompo
nente des Hilfsthyristorbereichs TA im frühzeitiger
Stadium des Einschaltvorgangs bezeichnet. Die Wider Standskomponente RA ist entsprechend der Menge dei
Ladungsträger in der η-leitenden Basisschicht N1
veränderlich, die erhöht wird, wenn der Steuerstrom ic
und der Strom in Durchlaßrichtung iA in den Hilfsthyristor
TA fließen. Die Spannungskomponente VA ist die
unter dem Einfluß des Steuerstromes ic und des Strom«
iA in Durchlaßrichtung unveränderliche Komponente
Ähnlich kann der Hilfsthyristor Tm als Widerstand R\
und Spannungskomponente VV/dargestellt werden.
Versuche und Untersuchungen haben gezeigt, daß die Widerstandskomponenten RA und Rm des Hilfs- bzw
Hauptthyristors TA bzw. TM in Abhängigkeit von dei
Menge der Ladungsträger in der η-leitenden Basisschicht NB veränderlich sind, die sich proportional zum
Integral des Steuerstroms /<jund des Stroms iA erhöhen
Die Werte sind angenähert durch folgende Gleichunger gegeben:
K,
fiGdt
dt
Ji0 di
JiMd(
worin K\ und K2 Proportionalkonstanten sind, die
entsprechend der Lebensdauer der Ladungsträger in der η-leitenden Basisschicht N8 bzw. p-leitenden
Basisschicht Pb veränderlich sind. Ist die Lebensdauer der Ladungsträger kurz, so ist die Menge der in der
η-leitenden Basisschicht Nb angesammelten Ladungsträger
gering, so daß die Proportionalkonstanten K1 und
K2 groß werden.
Setzt man die Werte der Proportionalkonstanten K\ und K2 und anderer erforderlicher Größen in die
Gleichungen 1 und 2 ein, so läßt sich durch Berechnung der Ströme an den verschiedenen Punkten des
Ersatzschaltbildes der F i g. 3 ermitteln, daß die Lebensdauer TA« der Ladungsträger in der n-leitenden
Basisschicht N8 des Hilfsthyristors TA kurzer als die
entsprechende Lebensauer τΝΒ des Hauptthyristors TK
wird, wobei der Strom iA im Hilfsthyristor TA geringer
wird Weiter kann der Strom iA in Durchlaßrichtung
auch vermindert werden, indem der Widerstand Rg 2 dei
p-leitenden Basisschicht PB zwischen Hauptemitterbereich
Nei und Hilfssteueranschluß 5 erhöht wird. Ir
diesem Fall ist jedoch die Auswirkung der Verminderung des Stroms iA in Durchlaßrichtung nicht zufrieden-
stellend, weil die Steueranordnung die Erhöhung des Widerstandes Rt,-2 begrenzt.
Bei einem Thyristor mit Steuerverstärkung können die durch den Hilfs- und den Hauptthyristor T.\ bzw. Tm
fließenden Ströme Z1 bzw. i'm nicht getrennt gemessen ■>
werden. Entsprechend werden zur Messung der Ströme /'ι und /\/ zwei Thyristoren mit je einem Steueranschluß
benutzt und die Hilfssteueranschlüsse der beiden Thyristoren werden kurzgeschlossen. Durch Kombination
des Hilfsthyristors des einen Thyristors mit dem Hauptthyristor des anderen Thyristors können die
Ströme i.\ und im durch den Hilfs- bzw. Hauptthyristor
T.\ bzw. Tm sowie die Spannung VV am Hauptthyristor
Tm gemessen werden. Die Meßergebnisse sind in F i g. 4
dargestellt, In Fig.4 bedeuten die Kurven A\ und B\ i>
den Verlauf der Spannung VV in Durchlaßrichtung und die Kurven A1 und B1 den Verlauf des Stroms // in
Durchlaßrichtung. Die Kurven A y und Λ, gelten für den
Fall, daß die Lebensdauer i/v« der Ladungsträger in der
η-leitenden Basisschicht Nb im Haupt- und Hilfsthyri- 2»
stör Tm bzw. TA gleich 40 μ5 und die Kurven Bv und B/
dem Fall, daß die Lebensdauer tnb des Hauptthyristors
Tm gleich 40 μ$, jedoch die Lebensdauer τΝΒ des
Hilfsthyristors Ta gleich 31 \is ist. Aus Fig.4 ist daher
klar, daß der in Durchlaßrichtung fließende Strom Ία 2>
durch den Hilfsthyrisior Ta vermindert werden kann, wenn die Lebensdauer der Ladungsträger im Hilfsthyristor
Ta kurzer als die der Ladungsträger im Hauptthyristor TyMlSt.
Bei dem Thyristor gemäß Fi g. 1 und 2 kann also die j<
> im Hilfsthyristorbereich Ta verbrauchte Energie, wo die
anfänglich leitende Fläche ziemlich leicht lokalisiert wird, verringert werden. Entsprechend steigt die im
Hauptthyristor Tm verbrauchte Schaitenergie. Da aber die leitende Fläche des Hauptthyristors TM im frühzeiti- r>
gen Stadium des Einschaltvorgangs wegen der Vergrößerung der Umfangslänge des Hauptemitterbereichs
Ni: 1 gegen den Hilfssteueranschluß 5 sehr groß ist, kann
der Anstieg der im Hauptthyristor Tm verbrauchten
Schaltenergie auf einen geringen Wert begrenzt werden. Infolgedessen kann die mögliche Stromanstiegsgeschwindigkeit
5Ü von einem herkömmlichen dt
Wert von 300 Α/μβ auf mehr 600 Α/μβ verbessert
werden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 und 2 wird die Lebensdauer der Träger im Hilfsthyristor auf der linken
Seite der gestrichelten Linie X verkürzt. Es ist jedoch vorzuziehen, daß die Lebensdauer der Ladungsträger in
dem Teil des Substrats, der sich mit den Projektion des Hilfsemitterbereichs Ni 2 in Richtung senkrecht zur
Hauptfläche 12 deckt und die Lebensdauer der Ladungsträger in der Nachbarschaft dieses Teils kürzer
ist als die Lebensdauer der Ladungsträger im Hauptthyristor Tm. Der Ausdruck »Nachbarschaft« bedeutet hier
einen Bereich innerhalb eines Abstandes vom 3fachen der Diffusionslänge der Ladungsträger, parallel zur
Hauptfläche 12 vom Rand des oben definierten Teils gemessen.
In den F i g. 6A, 6B bis 8A. 8B sind die schematischen
Schnitte bzw. Draufsichten weiterer Ausführungsformen gezeigt.
Bei der Ausführungsform der Fig.6A und 6B befindet sich der Steueranschluß 4 in der Mitte des
Halbleitersubstrats 1; der Hilfs- und der Hauptemitterbereich Ni;2 und Ni 1 sind in Form eines den
Steueranschluß umgebenden Ringes ausgebildet.
Bei der in der F i g. 7A und 7B gezeigten Ausführungsform ist der Hilfsthyristor Ta im Randbereich des
Substrats 1 angeordnet; der Hilfsemitterbereich Nr2 ist
als den Steueranschluß 4 umgebender Ring ausgebildet.
Bei der Ausführungsform der Fig. 8A und 8B steht der Steueranschluß 4 in Kontakt mit dem Teil der
p-leitenden Basisschicht Pn, der sich zwischen dem
Haupt- und dem Hilfsemitterbereich Nn bzw. Ni 2
befindet.
Bei den Ausführungsformen der F i g. 1, 2, 7A, 7 B und
8A, 8B ist der Hilfssteueranschluß 5 nicht ringförmig, sondern längs eines Teils des Umfangs des Hauptemitterbereichs
Nr \ verlängert.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Steuerbarer Halbleitergleichrichter mit einem Halbleitersubstrat (1) mit zwei Hauptflächen (11,12)
und bestehend aus vier kontinuierlich zwischen den beiden Hauptflächen ausgebildeten, abwechselnd p-
und η-leitenden Schiebten, von denen die jeweils aneinander angrenzenden zwischen sich einen
pn-Übergang bilden, wobei die eine Hauptfläche (12) aus freiliegenden Oberflächen einer äußeren Schicht
(Ne) und einer Zwischenschicht (Pg) und die andere Hauptfläche (11) aus der freiliegenden Oberfläche
der anderen äußersten Schicht (Pe) besteht, und die
eine äußerste Schicht aus einem Haupibereich (Ne 1)
und einem Hilfsbereich (Ne 2) besteht, der eine
kleinere Fläche aufweist als der Hauptbereich und von diesem durch die eine Zwischenschicht (PB)
getrennt ist, mit einem ersten Hauptanschluß (3), der auf der einen Hauptoberfläche (12) des Halbleiter-Substrats
(1) ausgebildet ist und in ohmschem
Kontakt mit dem Hauptbereich steht, mit einem zweiten Hauptanschluß (2) auf der anderen Hauptfläche
(11) des Halbleitersubstrats (1), der mit der anderen äußeren Schicht (Pe) in ohmschem Kontakt
steht, mit einem auf der einen Hauptoberfläche (12) des Halbleitersubstrats (1) ausgebildeten Steueranschluß
(4), der in ohmschem Kontakt mit einem Teil der einen Zwischenschicht (PB) in der Nachbarschaft
des Hilfsbereichs (Ne:) steht, und mit einem auf der einen Hauptfläche (12) des Halbleitersubstrats
ausgebildeten Hilfssteueranschluß (5), der auf der einen Zwischenschicht (Pb) längs des Umfanges des
Hauptbereichs (NE 1) angeordnet ist und von dem ein
Teil in ohmschem Kontakt mit dem Hilfsbereich (NF. 2) steht, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lebensdauer der Ladungsträger in dem Teil des Substrats (1), der mit der Projektion des Hilfsbereichs
(7Vf2) in Richtung senkrecht zur einen
Hauptoberfläche (12) fluchtet, und die Lebensdauer der Ladungsträger in einem Bereich in der Nähe
dieses Teils innerhalb eines Abstandes vom 3fachen der Diffusionslänge der Ladungsträger kürzer ist als
die der Ladungsträger in dem Teil des Substrats (1), der mit einer Projektion des Hauptbereichs (Ne\) in
Richtung senkrecht zur einen Hauptfläche (12) fluchtet.
2. Halbleitergleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche
Lebensdauer der Ladungsträger in den Teilen des Substrats (1) durch unterschiedliche Konzentration
an die Lebensdauer verkürzendem Material entsteht.
3. Halbleitergleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche
Lebensdauer der Ladungsträger in den Teilen des Substrats (1) durch unterschiedliche Konzentration
an Rekombinationszentren entsteht, die durch Bestrahlung mit radioaktiven Strahlen gebildet sind.
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Also Published As
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