DE2812099B2 - Vorrichtung zum Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen wie Papier -oder Fohlienbahnen - Google Patents
Vorrichtung zum Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen wie Papier -oder FohlienbahnenInfo
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Description
65
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen, wie Papieroder
Folienbahnen, bestehend aus einer angetriebenen Walze, über die die Warenbahn geführt ist, wobei die
von der Warenbahn überlaufene Walze mit einem luftdurchlässigen Walzenmantel «ersehen ist und
formschlüssig ein Saugsegment übergreift, das unter dem Warenbahnüberlauf liegend gelagert ist. wobei die
von der Warenbahn auf einem Mantelflächenabschnkt überlaufene Walze einen Drehantrieb aufweist
Eine solche Vorrichtung zum Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen ist durch die DE-OS
27 20 871 bereits bekannt. Diese Vorrichtung wird allerdings nur im kontinuierlichen Betrieb eingesetzt
und dient als kontinuierliche Transporteinrichtung für Papier , Karton- und Folienveredelungsanlagen. Diese
Vorrichtung ist für den intermittierenden Transport von Warenbahnen, insbesondere für den Transport von
Warenbahnen in Druckmaschinen, nicht geeignet. Die gebräuchlichste Art, insbesondere flexible Bahnen
intermittierend zu transportieren, besteht darin, Zangen der Warenbahn seitlich zuzuordnen, die die Warenbahn
seitlich ergreifend diese über eine gewisse Transportstrecke transportieren. Nach Anlauf eines Endschalters
öffnen sich die Zangen, laufen zurück und ergreifen die Bahn erneut, um sie wieder vorzutransportieren.
Weiterhin sind sogenannte Walzenvorschübe bekannt, J. h. die Warenbahn überläuft eine Transportwalze,
die mit einer Gegendruckwalze zusammenarbeitet, die sich jedoch nur seitlich auf der Warenbahn durch
verstärkte Außenränder abstützt.
Der Nachteil der Transportvorrichtungen, die mit Zangen arbeiten und der Transportvorrichtungen, die
mit Gegendruckwalzen arbeiten, besteht darin, daß für den Transport unbedruckte Randkanten in der Warenbahn
vorhanden sein müssen, die von den Transportmitteln ergriffen werden. Ein weiterer wesentlicher
Nachteil dieser vorbekannten intermittierenden Transportvorrichtungen besteht darin, daß der Randkantenbereich
einer mechanischen Beanspruchung unterliegt, die der Mittenbereich nicht erfährt. Dadurch kommt es
zu Dehnungserscheinungen, die die Genauigkeit des Transportes beeinflussen und sogar Verformungen der
Warenbahn hervorrufen können, wenn die mechanischen Mittel stärker angreifen, als es der Elastizitätsmodul
der Warenbahn zuläßt. Außerdem besteht ein Nachteil darin, daß die Randkanten durch die
Transportmittel schneller vortransportiert werden als der Mittenbereich, so daß eine bogenförmige Verformung
der Warenbahn hervorgerufen wird und si"h im Mittenbereich Stauchungserscheinunpen bemerkbar
machen.
Ferner sind intermittierende Antriebe bekannt, beispielsweise bei Werkzeugmaschinen, um streifen-
oder bandförmige Werkstücke intermittierend vorzutransportieren, beispielsweise durch das DE-GM
19 20 020.
Ferner ist eine Fördereinrichtung an Blättchen-, Schneid- und Faltmaschinen bekannt, die intermittierend
arbeitet und der eine Klemmvorrichtung und ein Schneidwerk zugeordnet ist, DE-PS 7 37 375.
Bei dieser Vorrichtung ist bereits ebenfalls ein Saugsegment innerhalb eines Walzenmantels angeordnet,
der von der Warenbahn tangential überlaufen wird, wobei sich der Walzenmantel kontinuierlich dreht und
die Warenbahn bei diskontinuierlichem Vortransport jeweils abrupt durch die Klemmvorrichtung festgehalten
wird, während sich der Walzenmantel kontinuK-lich
weiterdreht. Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß durch die Klemmvorrichtung die Warenbahn-
Oberseite ergriffen wird, wobei die Bahn nach ihrem Vortransport jeweils plötzlich stillgesetzt und somit
auch festgehalten wird. Dies ergibt ein ruckartiges Stillsetzen der Warenbahn, so daß es zu Beschädigungen
der Materialoberfläche kommen karji. nicht nur
durch das Aufsetzen der Klemmvorrichtung, sondern auch durch die ruckartige Stillsetzung und Freigabe der
Bahn im Verhältnis zum kontinuierlichen Vorzug des ein Saugsegment übergreifenden Walzenmantels, den allerdings
die Warenbahn nur linear berührt.
Ein weiterer Nachteil dieser Fördereinrichtung besteht darin, daß durch die lineare Kontaktverbindung
zwischen Walzenmantel und Warenbahn ein exaktes Mitnehmen der Warenbahn nicht gewährleistet werden
kann. Der Walzenmantel kann unter der Warenbahn durchrutschen.
Bei vielen Zuförderungsaufgaben, insbesondere aber
beim Bedrucken der Warenbahn, spielt die exakte Förderung der Warenbahn eine wesentliche Rolle.
Insbesondere wenn eine Warenbahn mehrmals durch eine Maschine hindurchgeführt wird, beispielsweise
beim Mehrfarbendruck, ist es notwendig, die auf der Warenbahn jeweils aufgebrachten Passermarkierungen
bei jedem Vortransportschritt anzusteuern.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, das passergenaue Führen einer Warenbahn, insbesondere
beim mehrmaligen Durchführen einer behandelten Warenbahn, zu gewährleisten.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Drehantrieb intermittierend ausgebildet ist und zwei- jo
phasig nacheinander wirkend aufgebaut ist und eine begrenzte Hauptdrehphase und eine endbegreuzte
Nachdrehphase in gleicher Drehrichtung arbeitend aufweist. Damit ist eine passergenaue Führung einer
intermittierend vortransportierten, insbesondere be- r> handelten Warenbahn ermöglicht.
Es ist zwar bereits schon bekannt durch die »Allgemeine Papier-Rundschau 1955, Nr. 7, Seite 310«,
mit einer lichtelsktrischen Registerregelung zu arbeiten für Druck- und Verarbeitungsmaschinen. Bei dieser
Vorrichtung, die für genaue, registerhaltige Verarbeitung vorgedruckter Materialbahnen gedacht ist, ist
einerseits ein Zugrollenpaar vorgesehen mit einem Hauptantrieb und ein Schneidwalzenpaar od. dgl. mit
Registerschalter und vorgeordnetem Abtastkopf. Die- 4·> sem Schneidwalzenpaar, das registergenau Warenbahnabschnitte
von einer kontinuierlich zulaufenden Warenbahn abtrennt, ist ein Tachometer und ein Servomotor
zugeordnet, die beide über ein epizyklisches Getriebe den Hauptantrieb der Schneidwalzen beeinflußt, ge- so
steuert von dem Abtastkopf, der die Registermarken abliest. Der Abtastkopf arbeitet mit Fotozellen und die
von den Fotozellen im Abtastkopf erzeugten Stromimpulse werden in einem Regelkasten miteinander
verglichen. Bei Differenzen wird der Zeitunterschied zwischen den Impulsen gemessen und eine korrektur
im genau richtigen Betrag von dem Servomotor durchgeführt. Dies kann ein bürstenloser Zweiphasen-Induktionsmotor
besonders niedriger Induktivität sein, dessen Umlaufgeschwindigkeit genau der aufgedrückten
Spannung entspricht.
Gewöhnlich dreht dann der Motor das zu steuernde Organ um einen kleinen Winkel, wofür man sich des
genannten epi/yklischen oder eines Differentialgetriebes
bedient. Mit diesen beiden einander überlagerten <>5
Antrieben läßt sich eine passergenaue Verarbeitung vorbedruckter Materialbahnen im kontinuierlichen
Betrieb durchfuhren. Beim Anmeldungsgegenstand
dagegen soll diskontinuierlich gearbeitet werden und der Drehantrieb ist zweiphasig nacheinander wirkend
aufgebaut, so daß erst eine begrenzte Hauptdrehphase
vorhanden ist und anschließend erst eine endbegrenzte Nachdrehphase in gleicher Drehrichtung.
Ein die Erfindung weiterbildender Gedanke besteht darin, daß für die Hauptdrehphase ein erster Antrieb
vorgesehen ist, der mit der Walzenwelle durch einen einseitig wirkenden Freilauf verbunden ist Dieser
Freilauf ermöglicht insbesondere bei Einsatz von mechanischen Mitteln ein Rückläufen der Antriebsmittel
nach dem ersten Vorzug.
Ein die Erfindung weiterbildender Gedanke besteht darin, daß für die Nachdrehphase ein zweiter Antrieb
vorgesehen ist, der seinerseits über ein Steuergerät von
einer Registereinrichtung gesteuert ist, die Passermarkiemngen
od. dgl. auf der Warenbahn abtastet
Wie bereits im Vorhergehenden erwähnt, ist es bekannt, über eine Registereinrichtung Passermarkierungen
auf der Warenbahn abzutasten. Hier wirkt aber die Abtastung auf den zweiten Antrieb, der die
Nachdrehphase vollzieht.
in den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 die Vorrichtung in Vorderansicht,
F i g. 2 die Vorrichtung in Seitenansicht,
F i g. 3 u. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einem Zahnstangenantrieb.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum intermittierenden Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen
10 besteht zunächst aus einer drehbar gelagerten Walze mit Walzenmantel 8, der einen Reibbelag 80 auf
seiner Oberfläche trägt und mit Bohrungen 81 versehen ist. Die Walze ist in einem Gestell 5 drehbar gelagert,
wobei ihre Walzenwelle 7, mit der sie fest verbunden ist, in einen Freilauf 6 eingreift und über diesen Freilauf 6
mit einer Welle 4 verbunden ist auf die die Antriebsmittel für den ersten Antrieb wirken.
Fluchtend zu dem Freilauf 6 liegt ein mit der Walze fest verbundener Rohrstutzen 82 in einem weiteren
Freilauf 13, der die Bewegung der Walze nur in einer Richtung zuläßt. Die Walze hat einen luftdurchlässigen
Walzenmantel 8 und ist somit drehbar gelagert.
Im Inneren der Walze ist ein Saugsegment 16 angeordnet. Der Walzenmantel 8 übergreift das
Saugsegment 16 formschlüssig. Das Saugsegment 16 ist feststehend gelagert, während die Walze angetrieben
ist. beispielsweise durch einen Kurbeltrieb gemäß F i g. 1 und 2 oder durch einen Zahnstangenantrieb
gemäß den Fig.3 und 4 bzw. auf andere bekannte
Weise. Der Drehantrieb ist intermittierend ausgebildet und zweiphasig nacheinander wirkend aufgebaut und
hat eine begrenzte Hauptdrehphase und eine endbegrenzte Nachdrehphase in gleicher Drehrichtung
arbeitend.
Für die Hauptdrehphase ist ein erster Antrieb vorgesehen, der mit der Walzenwelle 7 durch den
einseitig wirkenden Freilauf 6 verbunden ist
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 besteht
der erste Antrieb für den Walzenmantel 8 aus einer mit Drehantrieb 100 versehenen Kurbel 1, einem Pleuel 2
und einer Schwinge 3, die die Welle 4 antreibt wobei die Welle 4 über den Freilauf 6 mit der Walzenwelle 7
verbunden ist. Der Freilauf 6 ist so gestaltet, daß die Walzenwelle 7 immer dann mitgedreht wird, wenn die
Welle 4 im Gegenuhrzeigersinn gedreht wird. Die Welle 4 und die Walzenwelle 7 sind also im Freilauf 6
voneinander getrennt. Die Walzenwelle 7 dreht sich
dagegen nicht, wenn die Welle 4 im Uhrzeigersinn gedreht wird. Die Walzenwelle 7 ist ihrerseits drehfest
mit der Walze und damit dem Walzenmantel 8 verbunden. Die Walze ist hohl ausgebildet und trägt, wie
bereits erwähnt, an ihrem Umfang einen Reibbelag und Bohrungen 81 und wird von der Warenbahn 10 etwa auf
dem vom Zulauf abgewandten Viertel ihres Walzenmantels umschlungen, um ein sicheres Mitnehmen zu
gewährleisten.
Unterhalb des Walzenmantels 8 befindet sich das erwähnte Saugsegment 16, welches mit dem Absaugrohr
9 verbunden ist und über einen Schlauch 90 od. dgl. mit einer Saugpumpe 91 in Verbindung steht.
Das Absaugrohr 9 ist ebenfalls im Gestell S gelagert und auf ihm liegt der Rohrstutzen 82 ihn übergreifend
als I jiger für die Stirnfläche der Walze.
An der Walze ist der Freilauf 13 angebracht. Auf ihn wirkt der zweite Antrieb, die Nachdrehphase. Dieser
zweite Antrieb ist seinerseits über ein Steuergerät 14
von einer Registereinrichtung 15 gesteuert, die Passermarkierungen od. dgl. auf der Warenbahn 10 abtastet.
Der zweite Antrieb besteht aus einem Drehantrieb 11,
und zwar einem Motor U und einem Untersetzungsgetriebe 12. Dieser Antrieb wirkt derart, daß der
Walzenmantel 8 vom Getriebe 12 im Gegenuhrzeigersinn gedreht werden kann, das Getriebe 12 dagegen
nicht mitdreht, wenn die Walze und somit auch der Walzenmantel 8 ihrerseits in diesem Drehsinn vom
ersten Antrieb gedreht wird.
Der Drehantrieb 11 ist, wie bereits erwähnt, über eine
elektrische Steuerung 14 mit der Registereinrichtung IS
verbunden, die Passermarkierungen auf der Warenbahn ablesen kann. Hier handelt es sich beispielsweise um
Selenzellen od. dgl.
Die Funktion der Vorrichtung ist folgende:
Die sich drehende Kurbel 1 schwenkt über das Pleuel 2 die Schwinge 3 hin und her, wodurch die Welle
ebenfalls hin- und hergedreht wird.
Bedingt durch den zwischengeschalteten Freilauf 6 werden die Walzenwelle 7 und der Walzenmantel 8 bei
jeder Umdrehung der Kurbel 1 um einen bestimmten Betrag im Gegenuhrzeigersinn weitergedreht, bewegen
sich aber während des Rücklaufes der Schwinge 3 nicht. Bedingt durch den zwischengeschaltcten Freilauf 13
wird das Getriebe 12 nicht mitgedreht.
Durch das an eine Unterdruckleitung angeschlossene Absaugrohr 9 entsteht ein Vakuum im Saugsegment 16
innerhalb der Walze unter dem Walzenmantel 8. Da der Walzenmantel 8 an seinem Umfang Löcher hat, wird die
auf dem Walzenmantel 8 liegende Materialbahn 10 im Bereich des Saugsegmentes 16 auf den den Walzenmantel
8 umgebenden Reibbelag gezogen und bei jeder Bewegung des Walzenmantels 8 bewegt sich die
Warenbahn ein Stück weiter. Die Warenbahn wird somit intermittierend bewegt.
Soll die Warenbahn 10 um nicht gleich große Längen weiterbewegt werden, so sind auf der Materialbahn die
Vorzugslängen bestimmende Markierungen anzubringen, nämlich die Passermarken, die von der Registereinrichtung
15 wahrgenommen werden können.
Die so bestimmten Vorzugslängen sind in jedem Fall größer zu halten als die 1-ängcn. um die der
Walzenmantel 8, bedingt durch den Antrieb der Kurbel I mit Pleuel 2 und Schwinge 3. die Materialbahn jeweils
weiterbewegt. Dann wird durch den Drehantrieb 11. der
als zweiter Antrieb vorgesehen ist. das Getriebe 12 und durch den Freilauf 13 der Walzenmantel 8 solange
weitergedreht und die Materialbahn 10 entsprechend mitgenommen, bis die Regislereinrichtung 15, die die
Vorzugslänge bestimmende Markierung auf der Materialbahn 10 feststellt und über die elektrische Steuerung
14 den Drehantrieb U und damit den Walzenmantel 8 -, zum Stillstand bringt. Dieses Weiterdrehen des Walzenmantels
8 bis zum Erreichen der vorbestimmten Vorzugslänge kann geschehen während des freien
Rücklaufes der Schwinge 3 und der Welle 4, so daß Zeit gespart wird. Das Getriebe 12 ist dabei ein Untersetzungsgetriebe,
hier kann auch mit Schnecke und Schneckenrad gearbeitet werden.
Damit sichergestellt ist, daß der Drehantrieb 11,
nämlich der Motor, nicht arbeitet während der Bewegung des ersten Antriebes, ist der Kurbel 1 ein
r, Nocken 101 zugeordnet, der mit einem Schalter 102
zusammenarbeitet, der elektrisch mit der Steuerung 14 verbunden ist. Wenn die Schwinge 3 somit den
Walzenmantel 8 ganz nach vorn gedreht hat, kommt der Walzenmantel zunächst zum Stillstand, da die kleinere
Kurbel 1 im Verhältnis zur Schwinge 3 diese leer zurückschwingen läßt. Über die Nockenschaltung wird
am vorderen Endpunkt der Bewegung der Schwinge 3 der Drehantrieb 100 des ersten Antriebes, nämlich der
Motor, in Betrieb gesetzt und durch die Registereinrich-
2--, tung, die eine Lichtschranke sein kann und mit 15 in der
Zeichnung bezeichnet ist, wird der Drehantrieb 100 wieder abgeschaltet.
In den Fig.3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel
dargestellt, das im wesentlichen dem Ausführungsbcispiel der F i g. 1 und 2 entspricht. Hier ist ebenfalls für
den ersten Antrieb ein Drehantrieb 100, evtl. unter Zwischenschaltung eines Vorgeleges, vorgesehen, an
dem eine Kurbel 1 befestigt ist, die als Pleuel eine Zahnstange 18 hin- und herbewegt. Die Zahnstange 18
r, ist ihrerseits in Eingriff mit einem Zahnrad 17, das auf
der Welle 4 aufsitzt. Ein Niederhalter 19 für die Zahnstange 18 sorgt dafür, daß der Eingriff bleibt.
Sämtliche übrigen Teile arbeiten genauso, wie es beim Ausführungsbeispiel der F i g. I und 2 beschrieben ist.
Die Vorteile des Anmeldungsgegenstandes sind darin zu sehen, daß beim Vorziehen des Walzenmantels 8
ohne Beachtung der Passermarkierungen der Drehantrieb 11 und das Getriebe 12 nicht in Funktion treten
müssen. Der über die Kurbel 1. Pleuel 2 und Zahnstange
Ar> 18 und Schwinge 3 bzw. Zahnrad 17 zunächst,
vorzugsweise rein mechanisch, angetriebene Walzenvorzug läßt genau bestimmbare, sich mit großer
Präzision wiederholende Vorzugslängen bei rascher Taktfolgc zu. Sind die Vorzugslängen durch einen
Vi vorherigen Druck der Warenbahn nicht gleichmäßig,
muß der zweite Antrieb und vor allem die Rcgistcreinrichtung
15 eingeschaltet werden.
Durch diese Ausbildung ist eine Korrektureinheit der
Transportvorrichtung gegeben, durch die die Möglich-
Vi kcit des mehrmaligen Durchlassen* der Warenbahn
durch die Anlage gewährleistet ist. dabei muß berücksichtigt werden, daß beispielsweise beim Drukkcn
auf Papier durch die aufgetragene I-'cuchtigkcit der Farbe auf das Papier dieses einer Längung unterliegt.
hi was die Transportstrecken verändert.
Der Vortransport der Bahn durch den sogenannten ersten Walzenantrieb ist nur exakt beim ersten
Durchlauf der Warenbahn durch die Druckmaschine. Will man die Warenbahn beim weiteren Bedrucken
i,r. noch einmal durch die Druckvorrichtung durchlaufen
lassen, hat die Warenbahn durch den Frstdruck eine
lüngung erfahren, so daß der erste Antrieb diese
Differenzen nicht exakt erfassen würde- Demzufolge
wird erfindungsgemäß der Drehabschnitt der Walze und damit des Walzenmantels 8 kleiner eingestellt als
die kleinste mögliche Transportstrecke beträgt und die Differenz über den zweiten Antrieb, dem Walzenmantel
8. mittels Antriebsmotor mit Steuergerät und Registereinrichtung
ausgeglichen. Das heißt, daß der erste Walzenantrieb über die Walze jeweils in der wesentlichen
Strecke eines Vorschubes die Warenbahn mitnimmt, wobei der zusätzliche Antriebsmotor der Walze
eingeschaltet wird, so daß sich der Walzenmantel weiterdreht und die Warenbahn mitnimmt, bis die
Registereinrichtung 15 das Einlaufen einer Passermarkierung am Ablesepunkt registriert und über das
Steuergerät den zweiten Antrieb abschaltet. Damit ist dann eine Vorzugsphase abgeschlossen und es kann z. B.
gedruckt werden, ehe das neue Vorzugsspiel beginnt.
Beim Vorziehen der !eicht unterschiedlichen Vorzugslängen,
die durch entsprechende Passermarkierungen auf der Warenbahn 10 bestimmt werden, läßt sich
der größte Teil der jeweiligen Vorzugslängen vorteilhafterweise mechanisch vorziehen und die Korrektur
der Differenz erfolgt durch den Zusatzantrieb. Dieser Korrekturvorzug erfolgt bis zur Wahrnehmung der
Registereinrichtung 15, nämlich der Markierungen auf der Warenbahn selbst.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen mit dem wesentlichen mechanischen Antrieb, der sicher und
robust ist, besteht die Möglichkeit, den ersten Durchlauf der Warenbahn nur durch diesen ersten Antrieb
vornehmen zu lassen und erst beim zweiten Durchlauf der Warenbahn den zweiten Antrieb einzusetzen, um
ihn als Korrekturantrieb einzuschalten, wobei die Hauptdrehphase dann kleiner eingestellt wird, was
durch Umklemmung des Pleuels 2 in der Kurbel 1 oder der Schwinge 3 in den jeweils hier vorgesehenen
Langlöchern erfolgen kann.
Der Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht somit in der genauen Präzision beider hintereinander
geschalteter Drehphasen, wobei beide Drehphasen den genauen Vorzug der Warenbahn gewährleisten und bei
einem zweiten und weiteren Durchgang die passergenaue Ansteuerung der Begrenzung eines Vorzugsrapportes
durch den mit einem Untersetzungsgetriebe und somit langsam arbeitenden Korrekturantriebes ermöglicht
ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen, wie Papier- oder Folienbahnen,
bestehend aus einer angetriebenen Walze, über die ϊ die Warenbahn geführt ist, wobei die von der
Warenbahn überlaufene Walze mit einem luftdurchlässigen Walzenmantel versehen ist und formschlüssig
ein Saugsegment übergreift, das unter dem Warenbahnüberlauf liegend gelagert ist, wobei die ι ο
von der Warenbahn auf einem Mantelflächenabschnitt überlaufene Walze einen Drehantrieb aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Drehantrieb intermittierend ausgebildet ist und eine begrenzte Hauptdrehphase und eine endbegrenzte
Nachdrehphase in gleicher Drehrichtung arbeitend aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Hauptdiehphase ein erster
Antrieb (100, 1, 2, 3, 18, 17) vorgesehen ist, der mit der Walzenwelle (7) durch einen einseitig wirkenden
Freilauf (6) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Nachdrehphase ein zweiter
Antrieb (11, 12) vorgesehen ist, der seinerseits über
ein Steuergerät (14) von einer Registereinrichtung (15) gesteuert ist, die Passermarkierungen od. dgl.
auf der Warenbahn (10) abtastet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Antrieb auf einem tu Drehantrieb (11) und einem Untersetzungsgetriebe
(12) besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Antrieb für den Walzenmantel
(8) aus einer mit Drehantrieb (100) versehenen v> Kurbel (1), einem Pleuel (2) und einer Schwinge (3)
besteht, die eine Welle (4) antreibt, wobei die Welle (4) über den Freilauf (6) mit der Walzenwelle (7)
verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- w
zeichnet, daß der erste Antrieb für den Walzenmantel (8) aus einer mit Drehantrieb (100) versehenen
Kurbel (1) besteht, die über eine als Pleuel wirkende Zahnstange (18) ein Zahnrad (17) antreibt, das
seinerseits auf der Welle (4) aufsitzt, die mit dem Freilauf (6) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (18) mit einem
Niederhalter (19) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, so dadurch gekennzeichnet, daß der erste Antrieb von
dem zweiten Antrieb durch eine Nockenschaltung (101,102) trennbar ist und daß der Schalter (102) der
Nockenschaltung elektrisch mit dem Steuergerät (14) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenschaltung (101, 102) dem
Drehantrieb (100) des ersten Antriebes zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- *>o
kennzeichnet, daß der erste Antrieb (100, 1, 2, 3, 18, 17) einstellbar ausgebildet ist zur Veränderung der
Vorzugslänge des Walzenmantels (8).
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ID=6034951
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| DE2812099A Expired DE2812099C3 (de) | 1978-03-20 | 1978-03-20 | Vorrichtung zum Transport von luftundurchlässigen Warenbahnen, wie Papier -oder Folienbahnen |
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